March 8, 2015

Sich selbst verzeihen: Die Basis jeglichen Selbstwertgefühls

Jeder von uns war schon einmal in einer Situation, in der er etwas Falsches getan hat. Vielleicht haben wir jemanden beleidigt, einen Fehler auf der Arbeit gemacht, unseren Partner betrogen oder einen guten Freund enttäuscht.

Was auch immer passiert ist, es ist passiert. Es hilft uns wenig, ewig darauf herumzureiten, nachzugrübeln und das gute, alte “was wäre wenn” Spiel zu spielen. Was wir definitiv zu tun haben ist, uns für unser Missgeschick zu entschuldigen und auch die Verantwortung dafür für alle Folgen zu übernehmen.

Was wir aber in gar keinem Fall tun sollten ist, uns wegen eines oder sogar mehrerer Fehltritte pausenlos fertig zu machen. Jeder Mensch macht Fehler. Das ist ganz normal. Was jedoch nicht normal ist und deinem Selbstwertgefühl erheblichen Schaden zufügt ist, daraus zu schließen du seist ein schlechter Mensch.

Unterschiede in der Interpretation von Fehlern

Es gibt also himmelweite Unterschiede in der Art und Weise, wie wir mit diesen Fehlern umgehen.

Manche schaffen es einfach nicht, sich selbst verziehen zu können. Sie erleben den Fehltritt hunderte Male hintereinander in ihrem Kopf und malen ihn sich dabei immer und immer schlimmer aus. Andere hingegen können darüber hinweggehen und ihr Leben weiterleben. Sie können sich selbst verziehen.

Die Ursachen

In unserer Kindheit machen wir alle die Erfahrung, dass es nicht gut ist, Fehler zu machen. In der Schule werden wir für Fehler systematisch bestraft und im Elternhaus sieht es auch wenig anders aus. Ständig wird uns gesagt: “Pass auf, was du tust.”

Es gibt in unserer Gesellschaft wenig Raum für Fehler. Wir sind nur wertvoll und gut, wenn wir alles richtig machen. Wenn wir uns verhalten, wie es uns vorgeschrieben wird (still sitzen) und wenn wir tun, was von uns verlangt wird (Aufgaben richtig zu lösen und keine Fehler machen). Fehler haben dort kein Platz. Wir haben als kleine Geschöpfe nicht den Hauch einer Chance, uns dieser Programmierung zu entziehen.

Das führt zum einen dazu, dass wir später bei jeder Kleinigkeit Schiss haben, einen Fehler zu machen und außerdem, dass wir uns Fehler nicht verzeihen können. Die Überzeugung, wir wären nur gut, wenn wir keine Fehler machen, steckt tief. Unser Selbstwertgefühl hängt davon ab. Mache ich alles richtig und bin fehlerlos – dann bin ich ein guter Mensch. Sonst nicht.

Das zieht sich später durch das Studium und durch den Job hindurch. Wir wollen auf der Arbeit immer Dienst nach Vorschrift leisten und keine Fehler in der Erziehung unserer Kinder machen. Fehler sind etwas schreckliches und abstoßendes.

Die Lösung

Doch steht nicht vor allen großen Erfindungen eine lange Reihe von Fehlern? Wie können wir die Feinheiten zwischenmenschlicher Beziehungen erlernen, wenn wir nicht auch einmal etwas tun, was total daneben waren und auch die Quittung dafür bekommen? Immerhin wissen wir jetzt, wie es nicht geht. Aber wir haben die Erfahrung selbst gemacht und sind daran gewachsen – wir sind nicht blind irgendwelchen Konditionierungen gefolgt.

Natürlich müssen wir nicht jeden Fehler selbst machen. Ich kann darauf verzichten am eigenen Leib zu erfahren wie es sich anfühlt, von einem Auto angefahren zu werden. Doch möchte ich das Bewusstsein dafür schärfen, dass Fehler zum Leben dazugehören wie die tägliche Nahrungsaufname und das Atmen.

Ohne geht es nicht. Ich möchte einen anderen Umgang mit Fehlern anregen. Sich selbst verzeihen zu können fällt uns nämlich leichter, wenn wir Fehler nicht als etwas unanständiges und vermeidenswertes ansehen. Wenn wir davon überzeugt sind, dass sie zu persönlichem und gesellschaftlichem Wachstum einfach dazugehören.

Ist und das bewusst, dann können wir und selbst viel leichter für Fehler verzeihen. Außerdem verschwindet so die Angst vor Fehlern, wir trauen uns mehr und entwickeln und so viel schneller weiter. Wenn wir lernen, von Fehlern nicht mehr auf unseren Wert als Person zu schließen, dann haben wir einen riesigen Meilenstein in Richtung mehr Selbstwertgefühl gesetzt. Wir erkennen dann, dass wir so, wie wir sind, gut sind. Wir erkennen dann, dass äußere Resultate nichts über unseren Wert als Person aussagen.

Auf einmal trauen wir uns mehr.

Erfahrungen

Wir können das Leben in intensiver genießen und spüren, denn wir brauchen keine Angst mehr zu haben, dass wir einen Fehler machen könnten.

Auch ordnen wir uns anderen Menschen nicht mehr unter. Wir erkennen, dass jeder Mensch Fehler macht und das bei niemandem eine Aussage über dessen Wert tätigt.

Sich selbst verzeihen bedeutet, sich selbst zu akzeptieren

Doch wie wollen wir uns selbst für unsere Fehler verzeihen können, wenn wir eine mangelhafte Beziehung zu uns selbst pflegen? Es fällt uns doch bei anderen Menschen auch viel leichter, jemandem zu verzeihen, den wir mögen, als jemandem, den wir nicht mögen. Um uns wirklich selbst verzeihen zu können ist es unabdingbar, vorher ein Fundament der Selbstakzeptanz aufzuauen.

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Deine Reise führt nach innen

Um dich selbst akzeptieren zu können, ist es wichtig, dich vorher selbst kennenzulernen. Denn wenn wir etwas nicht kennen, können wir es auch nicht akzeptieren. Wir lernen uns am besten durch Introspektive kennen. Indem wir uns Zeit für uns nehmen. Indem wir wieder mehr spüren und weniger denken.

Wir leben heute in einer absolut verkopften Gesellschaft. Denken wird zum höchsten Gut erklärt und das Fühlen fast schon verteufelt. Wir sollen Leistung bringen und am besten funktionieren wie seelenlose Roboter. Dabei bleibt keine Zeit, die eigenen Gefühle zu spüren. Wir sind nur noch in unserem Kopf, damit beschäftigt, über die Vergangenheit nachzugrübeln – über unsere ganzen Fehler. Oder darüber, wie wir in Zukunft Fehler vermeiden können und ein absolut perfekter Mensch sein können.

Also gehe wieder mehr ins Spüren. Mache jeden Morgen einige Minuten Yoga und spüre dabei in dich hinein. Wenn du zur Arbeit fährst, dann sei in deinem Körper. Spüre jeden Schritt und nimm dich mal wieder wirklich wahr. Stärkst du deine Beziehung zu dir selbst, stärkst du gleichzeitig auch dein Selbstwertgefühl.

SelbstliebeNur mit einem starken Selbstwertgefühl kann man sich selbst verzeihen für die Fehler, die wir gemacht haben. Denn nur, wenn wir uns selbst kennen, erkennen wir unseren Wert als Person. Erst, wenn wir wieder Kontakt mit uns aufgenommen haben merken wir, dass wir auch mit all unseren Fehlern vollkommen in Ordnung sind. Erst dann können wir wieder respekt- und liebevoll mit uns umgehen und uns selbst verzeihen.

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Liebe Grüße,

Tim


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