Januar 4, 2017

Entscheidungshilfe: Wie du Kopf und Bauch perfekt nutzt

In diesem Artikel zeige ich dir einige kleine, aber extrem wirkungsvolle Entscheidunghilfen.

Jeder kennt es. Wir stehen vor eine wichtigen Entscheidung und merken: “Mist, ich kann mich nicht entscheiden.”

Gut, dass du auf diesen Artikel geklickt hast. Denn anstatt dich noch mehr in endlose Grübeleien zu verrennen kannst du auch systematischer an die Entscheidung herangehen.

Immer wieder finden wir uns in der gleichen Situation wieder. Der Kopf sagt das eine und der Bauch das andere. Wem sollen wir nun vertrauen? Die Antwort lautet: Beiden.

Denn beide haben einen großen Einfluss und können, richtig angewendet, uns im Team unglaublich effizient bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Wissenschaftler konnten herausfinden, dass Entscheidungen die entweder nur aus dem Verstand oder nur aus dem Bauch getroffen wurden, tendentiell schlechter sind.

Entscheidungen, die beide Kanäle einbeziehen, sind oft die besseren.

Aus diesem Grund unterteile ich die Entscheidungshilfen übersichtlich in 2 Kategorien.

  • Kategorie #1:Entscheidungshilfen für den Kopf
  • Kategorie #2: Entscheidungshilfen für den Bauch

Bevor ich dir im folgenden Entscheidungshilfen beider Kategorien vorstelle, möchte ich noch kurz auf den Unterschied eingehen.

Entscheidungshilfen für den Kopf

Unser Kopf ist ein wunderbares Werkzeug. Er kann Vor- und Nachteile effizient herausfinden.

Außerdem ist er in der Lage, Argumente zu gewichten. Er behält den Überblick über eine begrenzte Menge an Informationen und ordnet diese. Er kann Pläne erstellen, Ziele setzen.

Er kann sich in die Zukunft versetzen und versuchen, Vorhersagen zu treffen.

Für all diese Aufgaben eignet er sich wunderbar und sollte ausdrücklich dafür eingesetzt werden.

Genauso hat er seine Limitierungen. Er fällt ständig auf Denkfehler und Täuschugen herein. Sobald es unübersichtlich und widersprüchlich wird oder wenn Informationen fällt, stößt er genauso schnell an seine Grenzen, wie die Einwohner von Liechtenstein.

Doch auch in solchen Situationen gibt es Hilfe. Denn hier kommt unser Bauchgefühl oder die Intuition ins Spiel.

Entscheidungshilfen für den Bauch

Denn unser Bauchgefühl sendet uns verlässlich wie ein Uhrwerk Informationen aus unserem Unterbewusstsein.

Wir nehmen sie vor allem auf einer körperlichen Ebene wahr. Zittern, Angst oder Angespanntheit sind nur einige Wege, auf dem das Unterbewusstsein mit uns kommuniziert.

Es gibt ganze Forschungszweige, die sich nur damit beschäftigen. Mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen.

Unser Unterbewusstsein nimmt nämlich alle Informationen auf, die wir aufnehmen. Unser Kopf hingegen filtert gefühlte 99.9% davon aus. Das heißt dass unser Bauch auf 99.9% mehr Informationen zugreifen kann.

Das Unterbewusstsein ist den ganzen Tag damit beschäftigt, diese Informationen auszuwerten und uns als Gefühle und Intuitionen zu schicken. Vollkommen unbemerkt.

Diese Kraft nicht als Entscheidungshilfe nutzen wäre höchst fahrlässig.

Nichts ist unfehlbar

Weder dein Kopf noch dein Bauch werden dir immer die korrekte Antwort geben. Dein Bauch wird oft von Emotionen hinters Licht gefühlt genauso wie dein Kopf Informationen falsch bewertet.

Das ist ganz normal. Wir wollen nicht perfekt sein. Wir wollen nur lernen, bessere Entscheidungen zu treffen und aus Fehlentscheidungen effektiv zu lernen.

11 starke Entscheidungshilfen

Entscheidungshilfen für den Kopf

Entscheidungshilfe Kopf

1. Was ist das Schlimmste, was passieren kann?

Frage dich: “Was ist das Schlimmste, was passieren kann?”

Meistens wirst du merken, dass die Konsequenzen gar nicht so schlimm sind, wie sie sich im Moment anfühlen.

Diese Erkenntnis befreit.

Untersuche im zweiten Schritt die Wahrscheinlichkeit, dass dein worst-case Szenario wirklich eintritt.

  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dauerhaft keinen Job zu haben?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass einen alle Freunde verstoßen?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass die Weltwirtschaft komplett zusammenbricht?

All das ist nicht sehr wahrscheinlich. Beziehe das in deine Entscheidungen mit ein. Es nimmt dir den Druck und gleicht die eingebildete mit der realen Tragweite deiner Entscheidung ab.

2. Eine dritte Meinung

Oftmals sind wir so in unserer Entscheidung verstrickt, dass wir ein wenig den Überblick verlieren und nicht mehr objektiv sein können.

Eine gute Entscheidungshilfe kann es sein, seine Eltern oder gute Freunde nach ihrer Meinung zu fragen.

Diese haben oft einen viel klareren Blick. Außerdem haben sie nicht mit dem ganzen emotionalen Balast zu tun, der dir die Entscheidung so schwer macht.

Sie können oft Möglichkeiten erkennen, wo du vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr siehst.

Außerdem kennen diese Menschen dich und deinen Lebenslauf schon sehr lange. Sie wollen nur das Beste für dich und werden sich große Mühe geben, dir weiterzuhelfen.

Wichtig: Höre deinen Mitmenschen nur zu. Fange keine Diskussion an. Lege ihnen die Fakten und deine interne Zerissenheit so neutral wie möglich dar und bleib genauso neutral beim Zuhören.

Ermutige deine Bekannten, dir ihre ehrliche Meinung zu sagen. Es hilft dir nicht weiter wenn jemand mit wichtigen Gedanken hinter dem Berg hält aus Angst, dich zu verletzen.

Beziehe die Meinung anderer Menschen in deine Entscheidungsfindung mit ein, aber vertraue ihnen nicht blind.

Hier geht es nur darum, sich eine frische Meinung zu holen und nicht darum, die Verantwortung für die Entscheidung abzugeben.

3. Wir brauchen eine Liste

Entscheidungshilfe Pro Contra Liste

Die gute alte Pro- und Contraliste. Jeder kennt sie aus dem Schulunterricht von früher.

Auch wenn sie staubtrocken und langweilig ist kann sie uns gute Dienste erweisen. Sie bietet uns die Möglichkeit, Gedanken zu ordnen und zu gewichten.

Alleine das Erstellen der Liste bringt deutlich mehr Klarheit. Im Schreibprozess springen uns oft Argumente ins Bewusstsein, die wir vorher nicht auf dem Schirm hatten.

So lösen sich Unsicherheiten automatisch auf.

Du kannst in dieser Liste auch die verschiendenen Argumente gewichten. Deutlich mehr Geld netto im neuen Job ist sicherlich deutlich höher zu gewichten als die Farbe der neuen Mauspads.  

4. Erwartungen senken

Nimm den Druck raus.

Du musst nicht immer richtig liegen.

Sieh es doch mal so: Je mehr Entscheidungen du triffst, desto schneller wächst du.

Wir lernen indem wir handeln, dafür Feedback von der Welt bekommen und dann versuchen, besser zu handeln.

Wenn wir aber nie etwas tun, weil wir nie Entscheidungen treffen, dann lernen wir auch nie.

Daher gilt auch bei Entscheidungen. Probieren geht über Studieren. Ruf dir dabei auch immer wieder Punkt 1 ins Gedächtnis. Frage dich: “Was ist das Schlimmste, was passieren kann?”

Na und, dann hast du eben mal falsch entschieden. Mein Gott. Die Welt dreht sich weiter und du hast was gelernt.

Lass die Angst vor Entscheidungen los indem du den Zwang loslässt, immer perfekt entscheiden zu müssen.

5. Dein Blick in die Glaskugel

Wie wird sich diese Entscheidung in 5-10 Jahren auf dein Leben auswirken?

Dabei wirst du feststellen, dass 99.99% deiner Entscheidungen sich 0.00% auf dein späteres Leben auswirken werden.

Sie sind schlicht egal. Dieses Wissen befreit ebenfalls ordentlich. Denn oft haben wir Probleme mit Entscheidungen, aus Angst uns damit unwiederbringlich unsere Zukunft zu versauen.

Doch diese Annahme hat oft wenig mit der Realität zu tun. Hinterfrage also deine innere Stimme, die sets zur Vorsicht mag öfters liebevoll.

Das wird dir zum einen Entscheidungen erleichtern, zum zweiten ein Leben mit weniger Ängsten ermöglichen.

Entscheidungshilfen für den Bauch

Entscheidungshilfe Bauch

6. Geh in die Stille

Wir leben in einer kopfzentrierten Welt. Alles muss logisch erklärbar sein. Wir hassen es, wenn wir unser Verhalten nicht begründen können.

Deshalb sind wir stunden, tage oder gar jahrelang in unserem Kopf gefangen.

Leider sind wir dadurch extrem von unserem Gefühlen abgeschnitten. Viele Menschen fühlen nicht mehr – oder schlimmer noch, sie rennen vor ihren Gefühlen weg.

Wenn du jedoch dein Bauchgefühl als Entscheidungshilfe für dich nutzen willst, dann musst du wieder mehr in Verbindung mit dir treten.

Schotte dich dazu regelmäßig von Einflüssen von außen ab. Nimm dir Zeit nur mit dir selbst.

Außerdem kann ich dir wärmstens empfehlen, dich von den Massenmedien so gut es geht fernzuhalten.

Wir nehmen nämlich alles auf, was in unser Bewusstsein kommt. Daher hat auch alles Einfluss auf uns.

Was meinst du, wie es mit deiner Fähigkeit zur Introspektive und zum Spüren bestellt ist, wenn du dich in einer ständig lärmenden, Mangelgefühle erzeugenden Umgebung befindest?

Daher entscheide ganz genau, was du an dich ranlässt und wieviel davon. Verbringe wieder mehr Zeit nur mit dir ohne Einflüsse von außen. Gerade in einer Phase mit wichtigen Entscheidungen kann dir genau das die nötige Klarheit verschaffen.

7. Der Münzwurf

Entscheidungshilfe Münzwurf

Wenn du bei einer Entscheidung partout nicht weiterkommst, wirf eine Münze.

“Das ist doch verrückt”, höre ich dich sagen. Da gebe ich dir Recht.

Doch es wird weit weniger verrückt, wenn du beim Münzwurf eine weitere Sache beachtest.

Achte, während die Münze in der Luft ist darauf, welches Ergebnis du dir intuitiv wünschst.

Oftmals wissen wir nämlich schon die ganze Zeit, was wir wirklich wollen. Nur wir hören nicht auf diese Intuition. Stattdessen sind wir in unserem Kopf gefangen.

Mit diesem kleinen Trick kannst du Wissen aus dir herauskitzeln, auf das du sonst keinen direkten Zugriff hättest.

8. Lebe achtsam

Wir leben die meiste Zeit in unserem Kopf. Gedanken springen wie wild umher.

Doch so verlieren wir den Kontakt zu uns.

Erinnere dich immer wieder daran, ein paar bewusste Atemzüge zu machen. Dieser Tipp klingt so banal und ist gleichzeitig so wichtig.

Konzentrierst du dich auf deinen Atem, kommst du in den Moment zurück. Intuitives Fühlen kann nur in diesem Moment geschehen.

Wenn du dich mal wieder von deinen rasenden Gedanken überfordert und gelähmt fühlst – Atme.

Einige tiefe, bewusste Atemzüge können schon ausreichen, um dich runterzuholen. Jetzt kannst du wieder viel entspannter und gelassener an deine Entscheidung herangehen.

Gerade kommen oftmals nach den Phasen, in denen wir abschalten, atmen und präsent sind die besten Eingebungen.

Nimm dir daher Zeit um in dich hineinzuspüren. Sei achtsam. Nimm dir immer mal wieder Zeit für dich um ins spüren zu kommen.

Falls du das noch nicht regelmäßig tust kann ich dir versprechen, dass es sich für dich lohnen wird.

Neben besseren Entscheidungen wirst du so entspannter und glücklicher durch dein Leben gehen. Denn viel Leid hängt damit zusammen, dass wir unsere Gefühle unterdrücken.

Um diese Verbindung wieder herzustellen und für dich zu nutzen kannst du auch Meditation lernen oder einen Blick auf meine Liste von Achtsamkeitsübungen werfen.

Solche geführten Entspannungsreisen können dich dabei ebenfalls unterstützen.

9. Lasse deine Gedanken los

Viele Menschen glauben, sie könnten nicht aufhören zu denken. Da ist ein nicht enden wollender Gedankenstrom in ihrem Kopf, der völlig außer Kontrolle geraten ist.

Doch wir können es schaffen, diese Gedanken loszulassen.

Das geht jedoch nicht, indem wir zwanghaft Stille in unserem Kopf erzeugen wollen. Das sorgt nur für unnötig Druck und Stress und paradoxerweise zu noch mehr Gedanken.

Du lässt deine Gedanken los, indem du sie da sein lässt, ohne sie ändern zu wollen.

Tritt einen Schritt zurück und beobachte deine Gedanken.Sei präsent mit ihnen.

Erkenne: “Hier bin ich, da sind meine Gedanken.”

Du kannst deiner Stimme auch sagen: “Liebe Gedanken, vielen Dank dass ihr mich bei meiner Entscheidung unterstützen wollt. Das weiß ich sehr zu schätzen.”

Es geht nicht darum, die Gedanken zum Schweigen zu bringen. Es geht darum ihnen nicht mehr alles zu glauben, was sie erzählen.

Lass sie ruhig plappern wie ein Fernseher, der im Hintergrund in einer Kneipe läuft. Aber nimm nicht alles bierernst, was sie dir sagen wollen.

Wenn du das stetig übst, wird so viel mehr Klarheit und Präsenz in dein Leben kommen. Du wirst dich mehr in den Flow des Lebens begeben. Dein Bauchgefühl wird dich leiten.

10. Lass dir Zeit

Entscheidungshilfe Stille

Eine Entscheidung will reifen. Sie braucht eine gewisse Zeit. Deshalb nimm dir immer wieder Phasen, in denen du aktiv nicht an deiner Entscheidung “arbeitest”.

Du kennst das bestimmt auch:“Dieser eine Schauspieler aus diesem einen Film, wie hieß der nochmal?”

Wenn du es jetzt gleich herausfinden willst, zermarterst du dir dein Hirn und leidest dabei.

Wenn du deine Frage aber kurz vergisst und deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes richtest, dann kommt die Antwort auf einmal komplett unerwartet um die Ecke.

Manchmal braucht dein Unterbewusstsein ein wenig, bis es alle Daten und Fakten geordnet hat.

Gib ihm diese Zeit. Wenn die Zeit dann reif ist, wirst du einen spürbar deutlicheren Impuls vernehmen.

11. Rat an deinen besten Freund

Wenn du eine wichtige Entscheidung treffen willst, dann versuche als Entscheidungshilfe einmal Folgendes.

Versetze dich in die Situation dass du deinem besten Freund einen Rat geben solltest.

Schließe die Augen und Frage dich, was du ihm raten würdet.

Die radikale Variante: Überlasse deine Entscheidung dem Zufall

Du kannst dich wirklich nicht entscheiden? Wenn du schon alle Tipps aus diesem

Artikel angewendet hast und immer noch kein Stück weiter bist?

Überlasse die Entscheidung dem Zufall. Guck mal, scheinbar ist die eine Möglichkeit ähnlich gut wie die andere. Wieso quälst di docj also noch weiter mit dieser Entscheidung?

Im Internet gibt es Webseiten, die dir per Zufallsalgorhythmus die Entscheidung abnehmen.

Versuch es doch mal.

Dein nächster Schritt

Wenn du mehr darüber lernen willst, wie du tiefer in Kontakt mit dir trittst und dich liebe- und rücksichstvoll behandelst, dann mache bei meinem kostenlosen E-Mail Kurs zum Thema Selbstwertgefühl mit.

In ihm lernst du, wie du eine gute Beziehung zu dir selbst aufbaust. Daraus entsteht das nötige Selbstvertrauen, das dir eine große Entscheidungshilfe sein wird.


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