März 13, 2015

Antriebslosigkeit überwinden: Ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen

Ich wohne mittlerweile in einer WG mit sechs anderen, super Typen. Wir sind hier sozusagen ein kleiner Mikrokosmos. Jeder folgt seiner Passion, jeder beschäftigt sich extrem mit sich selbst und jeder geht sehr bewusst mit sich und seinem Körper um.

Dann kann es manchmal schon ein echter Kulturschock sein, die WG zu verlassen und wieder in die “Realität” abzutauchen. Viele Menschen laufen mit hängenden Schultern durchs Leben und einen Gesichtausdruck wie nach einer Beerdigung. Alles an ihnen schreit mir “Antriebslosigkeit” entgegen.

Gleich vorneweg: Antriebslose Phasen hat fast jeder Mensch hin und wieder einmal. Ich glaube, unser Organismus ist sehr clever und weiß ganz genau, wann wir Ruhe brauchen und einfach einmal nichts tun müssen.

Auch falls du deine alltäglichen Dinge nicht mehr geregelt bekommst, dann suche in jedem Falle einen Arzt auf!

Doch ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass sich viele Menschen nur noch so durch ihr Leben schleppen. Viele wissen gar nicht mehr, dass man sich durchaus auch gut fühlen kann. Antriebslosigkeit ist seit Jahren ihre Normalität. Ihnen ist nicht bewusst, wie man energievoll und lebensfroh durch diese Welt spazieren kann.

Antriebsloskeit überwinden

Doch seine Antriebslosigkeit überwinden kann jeder. Wenn du diesen Artikel liest, dann bist du bestimmt gerade in einer Phase, in der du im Vergleich zu sonst relativ motiviert bist und dein Leben endlich um 180 Grad rumreißen willst. Glückwunsch, du bist gerade in einer Phase mit relativ hoher Motivation und Willenskraft.

Vielleicht hast du in den letzten Wochen nicht allzu viel auf die Reihe bekommen. Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Du willst handeln und du willst Veränderung. Jetzt. Du willst deine Antriebslosigkeit überwinden und in ein neues Leben starten. Das ist super. Nur gibt es da eine Sache, die du über Willenskraft.

Doch schnell können aus 180 Grad 360 Grad werden und du läufst wieder in genau die gleiche Richtung, wie vorher.

Diese Info wird dich verstehen lassen, wieso du in der Vergangenheit schon öfters einmal einen Versuch unternommen hast, deine Antriebslosigkeit bekämpfen zu wollen und dabei nach kurzer Zeit wieder auf dem Hosenboden zurückgerutscht bist.

Der Faktor Willenskraft

Unsere Willenskraft ist endlich. Sie ist vergleichbar mit einem Muskel. Wenn du sie stark beanspruchst, ist sie irgendwann erschöpft. Wenn du gerade relativ fit bist und die Motivation und Willenskraft hast um dich verändern zu wollen dann sei dir immer bewusst, dass dieser Zustand nicht ewig anhalten wird.

Es werden auch wieder Phasen kommen, in denen dein Willenskraftmuskel erschöpft ist. Das sind dann meisten die Phasen, in denen du in der Vergangenheit wieder zurückgerutscht bist.

Aber das muss nicht sein. Deine Antriebslosigkeit überwinden kannst du nämlich am besten, wenn du gezielt an deiner Willenskraft arbeitest.

Denn wenn die Willenskraft wie ein Muskel ist, dann lässt sie sich auch wie ein Muskel trainieren. Genau wie beim Sport ist es auch mit dem mentalen Training so, dass du deine Trainingsintensität langsam und kontinuierlich steigern darfst. Stell dir einmal vor, du gehst morgen ins Fitnessstudio und versuchst, eine 200kg Hantel zu heben.

Das würde wahrscheinlich mächtig in die Hose gehen, es sei denn du heißt Arnold mit Vornamen.

Was beim Sport für die meisten Menschen sofort einleuchtet, wird von Vielen im Bereich des persönlichen Wachstums sträflich vernachlässigt.

Hier ist das Feedback nämlich nicht ganz so direkt. Wir können eine Woche Vollgas geben und merken die Überlastung nicht so direkt, wie wenn wir uns die Zähne an den 200kg ausbeißen. Doch der Effekt ist der Gleiche. Wir schädigen unsere Willenskraft und bringen sie dazu, relativ schnell komplett aufgebraucht zu sein. Das ist dann der Punkt, an dem wir in Richtung Antriebslosigkeit driften.

Antriebslosigkeit überwinden – kleine Schritte zum Erfolg

Wollen wir unsere Antriebslosigkeit überwinden, funktioniert das nur, indem wir uns moderat fordern. Wir fangen erst einmal mit 20kg an, auch wenn wir vielleicht schon 45kg heben könnten. Das ist der essentielle Punkt. Wir gewöhnen uns daran, jede Woche etwas mehr zu machen.

So trainieren wir unsere Willenskraft nicht bis zu absoluten Erschöpfung, sondern setzen gezielt Reize, die dafür sorgen, dass sie kontinuierlich mehr wird.

Es fällt auch mir schwer, in Phasen hoher Willenskraft und Motivation auf die Bremse zu treten und nicht die ganze Welt im Sturm erobern zu wollen. Doch damit habe ich schon oft genug eine Bauchlandung hingelegt.

Ich habe gelernt, mich angemessen herauszufordern und mir anfänglich kleine Aufgaben zu stellen. Auch wenn sich das erst einmal so anfühlt, als wenn wir uns kaum von der Stelle bewegen würden, langfristig kommen wir schneller am Ziel an. Denn anstatt nach 1-2 Powerwochen komplett ausgelaugt wieder in alte Muster zu verfallen, arbeiten wir langsam und kontinuierlich auf mehr Willenskraft und weniger Antriebslosigkeit zu.

So entwickeln wir mehr und mehr Energie. Wenn du ein Jahr drei Mal die Woche ins Studio gehst und die Belastung langsam und kontinuierlich erhöhst hast du nach dem Jahr auch viel größere Erfolge vorzuweisen, als wenn du drei Wochen Vollgas gibst und dann erstmal zwei Monate zu kaputt bist, um weiter zu trainieren.

Antriebslos was tun? Entspannungstechniken und Achtsamkeitsübungen

Was dich entspannt, das kannst am Ende nur du selbst beantworten. Mir hat es in antriebslosen Phasen zum Beispiel geholfen, einfach mal für eine Stunde aus dem Haus zu gehen ohne irgendetwas tun zu müssen. Ich bin einfach nur mal für eine Stunde durch Berlin gelaufen. Ganz langsam und in meinem Tempo.

Wozu hat das geführt:
Ich habe frische Luft bekommen. Wenn du beim Herumlaufen wirklich tief und bewusst atmest, flutest du deinen Körper so mit Sauerstoff, welcher dich verlässlich mit Energie versorgt.

Ich habe mich bewegt. Bewegung bringt den Kreislauf in Schuss und hilft uns, unsere Antriebslosigkeit bekämpfen.

Ich habe den Kopf etwas freier bekommen. Zu Hause zu sitzen und darüber zu grübeln, wieso man so antriebslos ist, bringt nicht viel.

Unterwegs kommt man auf andere Gedanken und tankt neue Motivation.

Außerdem hat es mir extrem weitergeholfen, Achtsamkeit zu lernen. Ich wurde dadurch sehr viel bewusster und bin etwas aus meinem Kopf in meinen Körper gelangt. Das hat dazu geführt, dass ich nicht mehr so viel Zeit mit nutzlosen Herumgedenke in meinem Kopf verschwende, sondern sie dafür zur Verfügung habe, mit kleinen Aufgaben täglich meine Willenskraft zu stärken.

(In diesem Artikel findest du eine umfassende Liste an Achtsamkeitsübungen – ich wette dort ist auch eine für dich dabei.)

Antreibslos? Was tun? Auf die Ernähung achten

Gute Ernährung ist extrem wirkungsvoll, um mangelndes Selbstwertgefühl zu bekämpfen. Wir führen unseren Körper nur gute Nährstoffe zu und signalisieren uns so, dass wir uns selbst wertschätzen.

Doch auch wenn wir unsere Antriebslosigkeit bekämpfen wollen, leistet uns eine ausgewogene Ernährung einen unschätzbaren Dienst. Denn neben dem Sauerstoff ist unsere Nahrung eine unserer Hauptenergiequellen. Wenn du deinem Körper nur Mist zuführst, wie soll er dann vernünftig Energie produzieren? Das wäre genauso, als wenn du minderwertiges, verunreinigtes Schweröl in deinen V8 Motor kippen würdest.

Der Motor könnte niemals seine volle Leistung entfalten und würde relativ zeitig seinen Geist aufgeben.

Ich kann dir wirklich wärmstens ans Herz legen, dich intensiv mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Der Platz in diesem Artikel reicht für dieses umfassende Thema natürlich bei weitem nicht aus. Auch rate ich dir, nicht jedem Hype hinterherzulaufen. Die einzig wirklich wirkungsvolle Ernährung für dich ist die, die sich für dich gut anfühlt. Auch wenn dir die ganzen Paleoleute, die ganzen Veganer und Rohkostfreaks das Blaue vom Himmel versprechen. Probiere es aus und dann spüre in dich, was sich am besten anfühlt.

Auch kann es sich lohnen, bestimmte Nährstoffe als Nahrungsergänzung hinzuzufügen. Informiere dich auch da und halte eventuell sogar Rücksprache mit einen Ernähnrungsberater oder einen spezialisierten Arzt.

Seidem ich für mich herausgefunden habe, was sich da am besten anfühlt, hab ich unglaublich viel mehr Energie für mein Leben zur Verfügung und strahle das auch aus.

Antriebslosigkeit bekämpfen – ein Plan hilft

Herauszufinden, wie stark du dich herausfordern kannst, erfordert ein bisschen Übung. Fange wirklich einfach an.

Stell dir einen Plan auf.

Antriebslosigkeit bekämpfen wir am besten, indem wir planvoll an die Sache herangehen. Stell dir heute wirklich nur eine, extrem kleine Aufgabe. Beispielsweise deinen Schreibtisch aufzuräumen. Wenn du das geschaffst hast, dann sei zufrieden mit dir. Nimm dir an diesem Tag nichts weiter vor.

Suche dir Aufgaben, die herausfordernd für dich klingen, aber wo du dir relativ sicher bist, sie auch erfüllen zu können. Wenn also der komplette Schreibtisch ein wenig zu herausfordernd klingt, dann nimm dir für’s Erste nur die herumliegenden Stifte vor. Wende dieses Prinzip nach und nach auf alle deine Lebensbereiche an. Nur die Stifte aufzuräumen klingt erst einmal nach nicht viel. Aber es macht etwas mit dir. Du hast etwas geleistet. Am nächsten Tag nimmst du dir dann ein wenig mehr vor.

Der Trick ist sich jeden Tag wirklich nur so viel vorzunehmen, wie man realistisch schaffen kann. Auch wenn es nach wenig klingt ist es doch der direkteste Weg, endlich seine Antriebslosigkeit überwinden zu können.

Antriebslosigkeit, was tun?

Wir sehen das Vorhaben, unsere Antriebslosigkeit zu überwinden, als langfristiges Projekt. Es gibt keinen Grund etwas zu überstürzen. Das führt nur dazu, dass es nach kurzer Zeit wieder bergab geht. Lass alle Selbstverurteilung außen vor, die dir einflüstern könnte, dass es doch lächerlich ist, nur ein paar Stifte aufzuräumen.

Gibt dem inneren Kritiker ein paar Tage Ruhepause. Sage dir, dass du jetzt einmal etwas nur für dich tust und das da ein langsames aber kontinuierliches Herangehen viel effektiver ist als diese Hauruckaktionen, zu denen dich dein innerer Kritiker immer wieder überreden möchte. Es führt nur dazu, dass du nach kurzer Zeit noch weniger Vertrauen in deine Fähigkeiten entwickelst.

Denn ein zweiter, noch viel wichtiger Vorteil einer solchen Herangehensweise ist, dass du langsam aber sicher ein unglaubliches Selbstvertrauen aufbaust. Immerhin zeigst du dir jeden Tag, dass du die Sachen geregelt bekommst. Unser Unterbewusstsein ist nämlich nicht in der Lage, zwischen der Größe der Aufgaben zu unterscheiden. Das macht nur dein innerer Kritiker. Dreh ihm den Saft ab und mach einfach immer deine kleinen Aufgaben. Steigere sie jedes Mal ein wenig. So erkennt dein Unterbewusstsein dich als jemand, der die Dinge auf die Reihe bekommt.

So baust du in ganz kleinen Schritten unumstößliches Selbstvertrauen auf. So wird es dir immer leichter fallen, dich auch an größere Herausforderungen zu wagen. Auf einmal scheinen diese sogar gar nicht mehr so groß, denn du hast dich schon Herausforderungen gestellt, die ähnlich aussahen und sie mit Bravour gemeistert.

Nach einiger Zeit des Trainings wirst du dann nur noch vor wenigen Herausforderungen wirklich zurückschrecken. Du wirst sie annehmen mit festen Wissen, dass du sie schon irgendwie bestehen wirst – so wie all die anderen Herausforderungen vorher. Du hast es dir immer und immer wieder bewiesen, dass du es kannst.

Antriebslosigkeit Ursachen – Was tun wenn gar nichts hilft?

Ich möchte dich ganz klipp und klar darauf hinweisen, dass Antriebslosigkeit auch ein Symptom anderer Erkrankungen sein kann. Wenn dir diese Tipps nicht helfen, und du das Gefühl hast, absolut machtlos zu sein, dann hol dir professionelle Hilfe. Geh zu deinem Hausarzt und besprich deine Antriebslosigkeit mit ihm. Er wird dir dann den nötigen medizinischen Rat erteilen, den ich hier in diesem Artikel nicht leisten kann und dir bei der Suche nach den Ursachen deiner Antriebslosigkeit weiterhelfen.

Wie du mehr Antrieb und Motivation in dein Leben holst:

Du kennst jetzt die Ursachen deiner Antriebslosigkeit.

Du weißt, wie wichtig eine langsame und kontinuierliche Herangehensweise ist.

Was wäre, wenn ich dir sagen würde, dass es auch eine Abkürzung gibt?

Einen Weg, deine Willenskraft nicht jeden Tag zu beanspruchen, sondern natürlich und von Innen heraus jeden Tag top motiviert und voller Energie aus dem Bett zu springen?

Oft ist es jedoch so, dass wir voller Energie und Power loslaufen – nur um nach Kurzer Zeit auf fast unerklärliche Weise wieder genau dort landen, wo wir gestartet sind.

Doch mit der richtigen Art und Weise, Motivation aufzubauen, passiert dir so etwas nicht mehr!

Die Abkürzung, von der ich sprach, ist Motivation, die von Innen kommt. Keine Belohnungen, keine äußeren Anreize.

Stattdessen starke und andauernde Motivation aus dir heraus:

Wie das geht?

Ganz einfach. Trage dich in meinen E-Mail Kurs ein und lege sofort los:

Erfahre wie:

  • Dinge konsequent durchziehst, die du angefangen hast.
  • Viel mehr Energie zum Leben hast.
  • Das unerschütterliche Vertrauen in deine Fähigkeiten, mit jeder Herausforderung fertig zu werden.

Trage dich hier ein und beginne noch heute mit dem Kurs:

Liebe Grüße

Tim


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6 comments
  • Verena

    Guter Artikel!

    Februar 15, 2016 3:27 pm || Antworten

  • Tim Hamer

    Danke Verena 🙂

    Februar 16, 2016 5:20 am || Antworten

  • Else Wirth

    Danke, danke für den Artikel. Wenn ich gut drauf bin (wie heute) nehme ich mir vor, s e hr viel zu erledigen und schaffe es auch. Aber morgen geht es mir sauschlecht, übermorgen bin ich wieder gut drauf usw.usw.

    Also, ich werde heute zwar einiges erledigen, aber nicht alles,was ich mirvorgenommen habe. Ich hoffe, dass ich dann morgen nicht wieder sage: sono a terra) schönes italienisches Sprichwort.

    April 7, 2016 11:37 am || Antworten

  • Tim Hamer

    Hey Else,
    danke für den Kommentar. Ich glaube, dass jeder Mensch eine “Tagesform” hat. Es ist wichtig, ein Gespür dafür zu bekommen, wieviel man sich heute zutrauen möchte und ab und zu vielleicht mal eine kleine Schüppe drauflegen.

    Jeder wächst in seinem Tempo!

    April 13, 2016 9:05 am || Antworten

  • Kyriakos

    Ist ein sehr schöner Artikel, wie schon gesagt wurde.
    Nur habe ich das Gefühl, dass ich mich nicht einmal motiviert bekomme kleine Sachen zu machen. Ich bekomme mein Alltag nicht mehr hin und versuche daraus zu fliehen. Vielleicht sollte ich mir professionelle Hilfe holen, wie du schon im Artikel erwähnt hast. Wenn etwas tue, wie aufräumen oder einkaufen bin ich kurz motiviert und dann lässt es nach 1-2 Stunden nach. Geschweige für die Uni klappt nichts.

    Juni 10, 2016 12:12 pm || Antworten

  • Tim Hamer

    Hey Kyriakos,

    danke für deinen Kommentar!

    ich denke das mit der professionellen Hilfe ist in Anbetracht deiner Situation sicher eine gute Idee.

    Alles Gute,
    Tim

    Juni 12, 2016 2:48 pm || Antworten

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