Dezember 28, 2017

4 clevere Tools zur Entscheidungsfindung

Entscheiden kann eine wahre Tortur sein. Gedankenspiralen machen uns beinahe verrückt und am Ende sind wir keinen Deut schlauer, als vorher.

Viele Menschen fühlen sich unfähig, Entscheidungen zu treffen. Sie verstricken sich in das Klein-klein der Entscheidungsfindung und geben am Ende entmutigt auf.

Sie schieben die Entscheidung vor sich her und können möglicherweise Nachts deshalb nicht mehr vernünftig schlafen.

Grübelst du sogar nach einer Entscheidung noch, ob es wirklich das Beste für dich war?

Das muss nicht sein.

Denn es gibt präzise Wege, die Entscheidungsfindung so einfach wie möglich machen.

Nichtsdestotrotz müssen wir jeden Tag tausende Entscheidungen treffen. Ohne geht es im Leben nicht. Das heißt je effektiver wir leben wollen, desto besser muss unsere Fähigkeit zur Entscheidungsfindung ausgeprägt sein.

In diesem Artikel erfährst du 4 Wege zur Entscheidungsfindung. Sie werden dir dabei helfen, schneller zu entscheiden, dich bei deiner Entscheidung sicherer zu fühlen,effektiv mit Zweifeln und Ängsten umzugehen und ein gutes Gefühl beim Entscheiden zu haben.

Entscheidungen sind die Basis für Erfolg und Glück

Entscheidungen sind die Basis für Erfolg und Glück im Leben. Wenn wir uns nie entscheiden, bewegen wir uns nur sehr langsam vorwärts.

Wir müssen entweder darauf warten, dass jemand anders die Entscheidung für uns übernimmt oder dass sie sich von alleine in Luft auflöst.

Als ich mich damals entschieden habe, mich mit dieser Seite hier selbstständig zu machen, habe ich mich in kürzester Zeit massiv verändert. Diese Entscheidung war der Startpunkt in ein neues, freies Leben.

Wir geben die komplette Verantwortung für unser Leben ab wenn wir keine Entscheidungen treffen.

Unentschlossenheit größtes Hinderniss für persönlichen Erfolg.

Entscheiden und dazu stehen

Entscheidungsfindung Durchziehen

Um deine Ziele zu erreichen musst du zwei Dinge tun.

  • Du musst herausfinden, was du willst …
  • …und dich dafür entscheiden.

Doch damit ist es nicht getan. Denn du musst als zweiten Schritt noch zu deiner Entscheidung stehen.

Das heißt nicht, dass wir die nächsten 100 Jahre einer schlechten Entscheidung hinterherrennen.

Zu deiner Entscheidung zu stehen heißt alle nötigen Schritte zu gehen, um deine Entscheidung umzusetzen.

Ich kann mich still und heimlich entscheiden, mich selbstständig zu machen. Wenn ich meine Idee nicht in die Welt hinaustrage, wird sich wenig tun.

Entscheide für dich

Es prasseln viele Impulse auf uns ein. Jeder hat eine Meinung. Jeder weiß angeblich, wie man das Leben gut lebt. Alle erwarten etwas von uns und wir wollen niemanden enttäuschen. Da ist es leicht, stumpf zu folgen. Es ist der einfache Weg. Und hey, wenn es alle tun, dann kann es doch gar nicht so verkehrt sein, oder?

Doch auch hier geben wir Verantwortung ab. Wir lassen uns leiten. Wir schauen nicht, was für uns das Beste ist, sondern wollen es anderen recht machen.

Wir wollen nicht “negativ” auffallen.

Doch wenn du entscheidest wie alle, dann wirst du auch genau das Leben bekommen, wie alle. Wenn ich mir das Leben der meisten Menschen angucke, dann entscheide ich doch lieber für mich selbst.

So lustig es klingt, irgendwann müssen wir die Entscheidung treffen, für uns zu entscheiden.

Immer, wenn wir mit der Masse entscheiden, entscheiden wir gegen uns.

Immer, wenn wir es anderen Recht machen wollen aus Angst vor Kritik oder Ablehnung, entscheiden wir gegen uns.

Das heißt nicht, dass du einen ähnlich großen Egotrip fahren sollst, wie Donald Trump. Empathie und Rücksicht auf andere ist wichtig. Das heißt aber nicht, dass du dich automatisch unterordnen musst.

Bisher habe ich es fast immer bereut, wenn ich Entscheidungen für andere getroffen habe. Ich bin mir nicht treu geblieben. Ich habe gegen mich entschieden.

Wenn ich jedoch darauf höre, was ich will, dann hat sich das immer als gute Entscheidung herausgestellt. Zu diesen Entscheidungen konnte ich wirklich langfristig stehen. Ich war motiviert sie umzusetzen und sie haben mein Leben glücklicher gemacht.

Der erste Schritt dafür ist natürlich zu wissen, was du willst und was deine Werte sind.

Keine impulsiven, emotionalen Entscheidungen

Entscheidungsfindung Stress

Unser emotionaler Zustand hat großen Einfluss auf unsere Entscheidungsfindung. Im Klartext heißt das, entscheide nicht über die Trennung von deinem Partner direkt nach einem Streit.

Wirf deinen Diätplan nicht bei einer Heißhungerattacke am Schokobrunnen über Bord.

Gib bei deinem Business nicht auf, wenn du gerade von Zukunftsangst geplagt wirst.

Triff wichtige Entscheidungen nur, wenn du dich in einem guten emotionalen Zustand befindest.

Lass dich nicht mitreißen von unangenehmen Gefühlen. Das endet meistens Kurzschlussreaktionen die du hinterher bereust.

Auch wenn in diesem Moment in dir alles nach einer Entscheidung schreit – vertage die Entscheidung auf morgen. Es ist in Ordnung, dass du dich gerade so fühlst. Aber es ist nicht in Ordnung, sich in so einem Moment zu einer unüberlegten Aktion hinreißen zu lassen.

Das heißt nicht, dass du für Entscheidungen vor Freude kaum noch halten können musst.

Triff Entscheidungen, wenn du dich neutral und ruhig fühlst. Nimm dir Zeit um runterzukommen. Vertage die Entscheidung auf morgen. Arbeite mit deinen Gefühlen, lasse sie los und triff dann eine Entscheidung.

Wieso uns die Entscheidungsfindung oft so schwer fällt

Bevor wir zu den Methoden kommen gehe ich kurz darauf ein, wieso es uns oft so schwer fällt, Entscheidungen zu treffen.

Viele Prozesse beeinflussen uns nämlich unbemerkt. Sie zu erkennen ist der erste Schritt hin zu einer effektiveren Entscheidungsfindung.

Angst vor Fehlentscheidung

Viele Menschen sind bei der Entscheidungsfindung gehemmt, denn sie haben große Angst, einen Fehler zu machen.

Sie malen sich die negativen Konsequenzen in den buntesten Farben aus. Das ist natürlich eine sehr einseitige Betrachtungsweise.

Denn wenn wir uns übermäßig auf die negativen Folgen fokussieren, bleibt kein Platz für die positiven.

Die blenden wir dann nämlich aus.

Dieser Zustand lähmt uns. Wir sehen nur noch schwarz und kein weiß mehr. Denn es könnte genauso gut sein, dass deine Entscheidung dein Leben fundamental verbessert.

Fokussiere dich doch mal darauf, was alles gut werden könnte, wenn du eine Entscheidung triffst. Das macht die Entscheidungsfindung viel simpler.

Angst vor Verantwortung

Wir haben nicht wirklich Angst vor einer Entscheidung. Wenn Entscheidungen keine Konsequenzen für uns hätten, wären wir nicht so zögerlich.

Doch wir sind zögerlich. Das liegt daran, dass wir Angst davor haben, die Verantwortung für eine Fehlentscheidung zu übernehmen.

Die Milchmädchenrechnung ist dabei ganz simpel.

Solange wir nicht entscheiden, können wir auch nicht für die Folgen geradestehen müssen.

Deshalb würden viele am liebsten gar nicht entscheiden. Doch in Wahrheit treffen wir immer eine Entscheidung. Wir können nicht nicht entscheiden.

Wenn wir uns nicht aktiv entscheiden, dann tut es jemand anders für uns. Wir entscheiden uns dann für Passivität.

Für eine effektive Entscheidungsfindung ist es daher wichtig, dass du bereit bist die Verantwortung zu übernehmen.

Mache dir klar, dass du ab jetzt der Kapitän deines Lebens bist und selbst entscheidest, wo es hingehen soll. Sei dir dabei bewusst, dass du ab jetzt für deine Fehler geradestehen musst.

Das mag sich nicht immer angenehm anfühlen.

Was uns aber unterschwellig viel mehr zermürbt ist das Wissen, das Leben nicht voll zu leben. Es konnte gezeigt werden, dass Menschen vor allem Entscheidungen bereuen, die sie nicht getroffen haben. Mit Fehlentscheidungen lässt sich viel leichter leben.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Entscheidungsfindung Zeit

Wir haben ja gelernt, dass wir Entscheidungen am besten aus einem ruhigen, neutralen emotionalen Zustand treffen.

Lass dir Zeit für deine Entscheidungen und sorge dafür, dass du alles Für und Wider ausgiebig abwägst.

Doch dann triff deine Entscheidung.

Schiebe sie nicht auf. Je länger du eine Entscheidung nicht triffst, desto mehr Energie staut sich auf. Sie blockiert dich. Sie raubt dir Lebensfreude.

Es gibt einen Punkt, da machen weitere Grübeleien es nicht mehr besser, sondern nur noch Schlimmer.

Wir kommen vom Hundersten ins Tausende. Verwirrung macht sich breit. Sei ehrlich zu dir und erkenne, wann du wirklich noch Zeit oder mehr Informationen brauchst und wann du das als Ablenkung nutzt um dich vor der Entscheidung zu drücken.

4 Tipps für effektive Entscheidungsfindung ohne Stress

3. Zurück zu den Wurzeln: Die Pro-Contra Liste

Für den Start eignet sich die gute alte Pro-Contra Liste besonders. Schreib dir einfach auf, welche Argumente für und welche gegen eine Option sprechen.

Der Prozess des Aufschreibens kann schon für viel mehr Klarheit sorgen. Hier beschäftigst du dich noch einmal sehr fokussiert mit dem Ziel.

Es ist gut möglich, dass du während dieses Prozesses schon eigene Präferenzen erkennen kannst.

Schreibe diese Liste daher nicht ausschließlich mit dem Kopf. Bleibe dabei auch mit deinem Bauchgefühl in Verbindung.Es schickt dir verlässlich Impulse, die zur Entscheidungsfindung von hohem Wert sind.

2. Stell dir die richtigen Fragen

Oftmals können wir uns leichter entscheiden, wenn wir die Situation besser überblicken. Das gelingt uns nicht immer, denn wir sind gefangen in negativen Gefühlen.

Stress und Druck zerren an uns und wir verlieren schnell den Überblick. Die folgenden Fragen können helfen, wieder mehr Überblick zu gewinnen.

  • Welche Möglichkeiten, mich zu entscheiden gibt es?
  • Gibt es Entscheidungsalternativen, die ich bisher nicht beachtet habe?
  • Welche möglichen Auswirkungen hat jede Option?
  • Wieso will ich mich hier entscheiden?
  • Wieso fällt mir diese Entscheidung schwer?

3. Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?

Entscheidungsfindung Frei

Ich wette, diese Frage hast du schon oft gehört. Zu Recht, denn sie ist zur Entscheidungsfindung unglaublich effektiv.

Oft halten und Zukunftsängste oder Unsicherheiten davon ab, die optimale Entscheidung zu treffen. Wir denken, wir ruinieren unser Leben endgültig, wenn wir falsch entscheiden.

Einen guten Impuls dazu, was du wirklich willst bekommst du, wenn du jegliche Möglichkeit zu scheitern für einen Moment ausklammerst.

Wenn ein gut angezogener Mann im Anzug dir eine “Du kannst nicht scheitern Garantie” ausstellt.

Wie würdest du dich dann entscheiden? Wie würdest du dein Leben leben. Ich sage nicht, dass du all diesen Impulsen folgen solltest. Aber viel zu oft belügen wir uns.

Wir verwähren uns eine gute Chance und ein spannenderes Leben, weil wir ausschließlich unsere Angst vor der Zukunft als Berater heranziehen.

4. Entscheidungen und deine Werte

Entscheidungsfindung Werte

Probleme bei der Entscheidungsfindung liegen oft in einem Wertekonflikt begründet. Soll ich meinem Wert Freiheit nachgehen und eine Weltreise machen, oder ist mir der Wert Sicherheit höher und ich fange direkt mit meiner Ausbildung an?

Keine einfache Entscheidung.

Vielleicht sagst du jetzt: “Ich würde auf jeden Fall die Reise machen, arbeiten kannst du dein ganzes Leben.”

Klasse, du hast gerade herausgefunden, dass dir der Wert Abenteuer oder Freiheit wichtiger ist, als Sicherheit.

Genauso wird es Menschen geben die sagen: “Bist du verrückt. Mit so einer Reise versaust du dir deine Zukunft. Wie willst du denn diese Lücke in deinem Lebenslauf erklären?”

Welche Entscheidung ist nun besser?

Keine.

Denn sie hängt mit deinen Werten zusammen. Um die besten Entscheidungen für dich treffen zu können, finde deine Werte heraus.

Eine spaßige Möglichkeit dafür ist das sogenannte Inselspiel. Hier findest du eine Anleitung dazu.

Abschluss

Entscheidungen fällen kann komplex sein. Es gibt viele Optionen und wenig Klarheit. Das führt zu Grübeleien und Unsicherheit. Wir fühlen uns hilf- und energielos.

Doch wenn wir mit einem kühlen Kopf die Methoden in diesem Artikel anwenden, wird uns das Entscheiden bald leichter fallen.

Wir machen uns weniger Druck und treffen so bessere Entscheidungen.

Weitere Möglichkeiten zur Entscheidungsfindung findest du ein meinem Artikel über Entscheidungshilfen.


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