Freude am Leben

Du hast die Freude am Leben verloren? Gehst du eher lustlos durch deinen Tag?

Damit bist du nicht alleine. 

In unserer Leistungsgesellschaft leben viele Menschen nur noch vor sich hin.

Das Optimum scheint, einigermaßen glimpflich durch die Woche zu kommen. 

Nicht so erbaulich, oder?

Dabei ist Freude am Leben jedem Menschen in die Wiege gelegt. Doch scheinbar haben viele Menschen vergessen, wo sie zu finden ist.

Deshalb möchte ich dir in diesem Artikel zeigen, wie du nachhaltig neue Freude am Leben finden kannst.

Los gehts.

Wieso die Standard-Tipps für mehr Freude am Leben nicht funktionieren

“Geh mal raus und genieß die Sonne” oder “Nimm das Leben nicht so ernst” sind zwar gut gemeinte Tipps.

Gleichzeitig sind sie reichlich nutzlos, wenn man sowieso schon keine Freude am Leben hat.

Dann sind wir halt an der Sonne schlecht drauf. 

Oder der Effekt bleibt nur für kurze Zeit.

Anstatt sich kurz abzulenken möchte ich dir zeigen, wie du dauerhaft deine Freude am Leben wiederfinden kannst.

Eine Freude, die du so tief kennenlernst, dass du den Kontakt mit ihr nie mehr vergessen wirst.

Wieso so viele Menschen ihre Freude am Leben verlieren

Um wieder Freude am Leben zu gewinnen müssen wir zuerst verstehen, wieso wir sie verloren haben. 

Der Grund ist unser Glaube, es gäbe da draußen (und in der Zukunft) etwas, das uns glücklich machen kann.

Du bist glücklich, wenn: 

  • du einen sicheren Job hast.
  • du viel Geld verdienst.
  • du eine Beziehung hast.

Erst müsse man leiden, so die Erzählung, um in der Zukunft das Leben genießen zu können.

Doch diese Rechnung geht nicht auf.

Noch schlimmer: Viele Menschen haben all diese Dinge und sind trotzdem nicht glücklich

Jetzt ist die Ratlosigkeit noch größer.

Verstehe, wie man wieder Freude am Leben findet

Freude am Leben finden

Wenn wir unser Glück in die Zukunft verschieben, werden wir es niemals finden.

Der einzige Ort, an dem du es finden kannst, ist im Hier und Jetzt.

Denn das Hier und Jetzt ist das einzige, was existiert.

Zukunft und Vergangenheit sind Fantasien die nur in unseren Gedanken existieren.

Verstehe, wie Freude am Leben entsteht

Es gibt Menschen, die können absolute Freude fühlen, obwohl im Außen gerade scheinbar nichts los ist.

Andere hingegen fühlen sich in absolutem Überfluss innerlich richtig mies.

Wo liegt nun der Unterschied?

Der eine Mensch akzeptiert den Moment (unabhängig davon, was der Moment gerade beinhaltet), während der andere ihn verändern will.

Den Moment genießen wir, indem wir ihn so sein lassen, wie er ist.

Unglück entsteht hingegen, wenn wir meinen, der Moment wäre nicht gut so, wie er ist.

Also kann jeder in dieser Sekunde seine Freude am Leben wiederfinden.

Dazu muss er nur dem Moment erlauben so zu sein, wie er gerade sowieso ist.

Simpel.

Freude am Leben entsteht nur im Moment

Wieviele Probleme hast du in genau diesem Moment?

“Nein, ich meine nicht vor einer Sekunde und auch nicht in einer Sekunde.”

Jetzt, während du diese Zeilen liest.

Klar, du kannst in Gedanken wieder in Zukunft und Vergangenheit gehen – und darunter leiden.

Aber jetzt gibt es nur ganz selten ein Problem. Unsere Gedanken wollen uns jedoch nur allzu gerne vom Gegenteil überzeugen.

“Ich könnte den Moment genießen, aaaaaber …

  • … dafür müsste mein Partner erstmal aufhören, mich immer zu kritisieren.”
  • … ich müsste meine chronischen Bauchschmerzen loslassen.”
  • … die Helga auf der Arbeit müsste sich mir gegenüber respektvoller verhalten.”

Das Ego hat kein Problem damit, diese Liste in die Unendlichkeit fortzuführen.

Die Freude am Leben schwindet.

Wieso der Moment IMMER perfekt ist

Der Moment muss nicht perfekt sein.

Übrigens verstehe ich jeden Menschen zutiefst, der solche Dinge denkt. 

Das ist komplett natürlich.

Denn wir alle laufen der Illusion hinterher, der Moment müsste irgendwie perfekt sein, damit wir ihn genießen können.

Aber lass mich dir ein Geheimnis verraten: Der Moment ist immer einfach so, wie er ist. 

Das heißt, er ist immer perfekt. Es kann nicht anders sein.

Die einzige Person, die entschieden hat, er wäre es nicht (und jetzt leidet) – das bist du.

Wir schneiden uns selbst von der Freude am Leben ab

GENAU HIER schneiden wir uns von der Freude am Leben, von Flow und Leichtigkeit ab.

Dabei haben Menschen unterschiedliche Ideen davon, wie ihr perfekter Moment aussehen muss. 

Was den einen stört und ihm so die Freude am Leben nimmt ist für jemand anderen komplett irrelevant.

Unsere Bewertungen sind der einzige Ort, an dem emotionales Leid entsteht. 

Es ist der einzige Ort, an dem diese vermeintlich nicht perfekte Welt existiert.

Der Verursacher allen menschlichen Leids

Freude am Leben - Leiden

Es gibt dort eine Stimme in dir, die dir all diese Bedingungen für Freude am Leben diktiert.

Sie sagt dir:

  • Erst wenn in der Zukunft mein Traumpartner auf mich wartet, wird sich alles Leiden in Luft auflösen.
  • Ich kann mein Leben erst genießen, wenn ich mein aktuelles Umsatzziel erreicht habe – vorher nicht.
  • Ich kann mich am Traumstrand erst vollkommen entspannen, wenn endlich diese Wolke vor der Sonne weggezogen ist (oder umgekehrt – es ist viel zu heiß hier um das zu genießen).

Diese Stimme, mein Freund, ist dein Ego.

Es wird dich solange mit neuen Bedingungen für dein Glück vollquatschen, bist du aus diesem Traum aufwachst.

Dabei merken viele Menschen nicht, dass es eben genau an diesem Kommentar (und an nichts anderem) liegt, dass sie leiden.

Die Lebensumstände sind nicht wirklich schlecht. 

Sie sind so, wie sie sind. 

Wir machen sie durch unser unbewusstes Denken schlecht.

Deine Unzufriedenheit entsteht zu 100% in deinem Denken

Dabei ist es mittelfristig unmöglich, diese Stimme zufriedenzustellen. 

Sie wird immer wieder etwas neues finden, “was so nun wirklich nicht sein darf.”

Entweder müssen sich andere Menschen ändern oder die Umstände. Irgendetwas stört dieses kleine Ego dort oben immer.

  • Und so jagen wir einem Ziel nach dem anderen hinterher. 
  • Wir engagieren uns politisch. 
  • Wir starten eine Demonstration. 
  • Wir kämpfen gegen Ungerechtigkeit in der Welt.
  • Wir lenken uns vom Moment ab mit Social Media, Drogen oder Essen.

Mehr Freude am Leben finden wir so jedoch nicht.

Haben wir die eine Sache “gefixt”, so fällt uns garantiert früher oder später etwas neues auf, was so nicht sein darf.

Du kannst das Leben nicht kontrollieren – lasse diesen Wunsch los

Immer, wenn wir etwas kontrollieren wollen, auf das wir nur sehr wenig Einfluss haben, ist das Resultat klar – Hilflosigkeit und Unzufriedenheit.

  • Du kannst nicht zu 100% kontrollieren, wie es auf deinem Konto morgen aussieht.
  • Du kannst nicht beeinflussen, wie sich deine Mitmenschen verhalten.
  • Du kannst nicht steuern, ob dein Körper morgen krank wird.

Was du jedoch tun kannst ist, mit all dem Frieden zu schließen. 

Nur für diesen Moment.

Es heißt nicht, dass das immer so bleiben muss. Es heißt nicht, dass du untätig auf einem Stein sitzt für 16 Stunden am Tag.

Es heißt nur, dass du für diesen Moment den Widerstand loslässt.

Lass den Moment in Ruhe

Der Weg zu wahrer, langfristiger Freude am Leben ist es nun, den Moment so zu lassen, wie er ist.

Ja, auch mit deinen Bauchschmerzen, Arbeitslosigkeit und Minus auf dem Konto. 

Denn in diesem Moment kannst du daran nichts ändern. 

Egal wie stark du (gedanklich) strampelst.

Freude am Leben entsteht durch das Loslassen von Bewertungen

Immer, wenn du den Moment einfach so sein lässt (ohne ihn in Gedanken zu bewerten), entsteht Freude am Leben.

Denn hinter all dem Widerstand, hinter dem mentalen und weltlichen Kampf um die perfekten Lebensumstände liegt tiefe Freude am Leben.

Und zwar jetzt.

Ohne, dass du da etwas für tun musst.

Du musst keine Anforderungen erfüllen, es ist dein Geburtsrecht. 

Jeder Mensch hat Zugriff darauf, denn es ist unsere Natur, unser wahres Ich.

Wie Freude am Leben entsteht

Erinnere dich einmal an eine Situation, in der du wirklich glücklich warst. Vielleicht bei einem krassen Sonnenaufgang oder einem Bergpanorama.

Waren da Gedanken wie “ja, endlich ist es mal so, wie es sein soll” – oder war da einfach nur Stille im Kopf?

Aus dieser Stille im Kopf entsteht sofort mehr Verbundenheit mit dem Sein. Das fühlt sich leicht an und du bist glücklich.

Übrigens liegt es nicht an dem, was im Außen ist – diese Reize haben lediglich dazu geführt, dass deine Stimme kurz überwältigt war und nicht wusste, was sie sagen soll.

Diese Stille spürst du. 

Hier bist du im Moment, anstatt über den Moment nachzudenken. Das fühlt sich gut an.

Weil es eben nicht den Eindruck gibt, hier fehle etwas.

Aus der Freude heraus dein Traumleben erschaffen – anstatt aus dem Mangel heraus

Freude am Leben - Traumleben erschaffen

Anstatt 90% deine Energie damit zu verschwenden, Widerstand zu leisten gegen was ist, kannst du diese Energie jetzt nutzen, um aus deiner inneren Freude heraus etwas schönes zu erschaffen.

Denn jeder Mensch hat Zugriff auf eine unendliche Quelle von Inspiration, Energie und Flow.

Sie liegt hinter der Identifikation mit unserem Denker.

Wir erinnern uns: Der Denker ist es, der diese Bewertung von “das darf so nicht sein” erschafft.

Die Welt “da draußen” gibt es nicht

“Da draußen” gibt es sie nicht. Es gibt sie nur in diesem Denken.

Das heißt dann auch, dass sie nicht wahr sein muss. Es ist eben nur ein Gedanke.

Ohne diesen Gedanken würde es dir nicht so vorkommen, als stimme irgendetwas (mit dir/ in dieser Welt/ mit anderen) nicht.

Es wäre einfach so, wie es ist. Im nächsten Moment wäre es dann eben so, wie es im nächsten Moment wäre.

So wärst du immer im Moment und der Moment wäre immer so, wie er ist. 

Kein Stress, kein Druck, keine Anspannung – sondern Freude am Moment, Freude am Leben.

Aus diesem präsenten Zustand der Fülle heraus entstehen die schönsten und nachhaltigsten Dinge.

Die beste Übung für mehr Freude am Leben

1. “Hinterfrage” dein Denken

Möchtest du eine Übung dafür haben, dann frage dich immer wieder: 

  • “Wer wäre ich, ohne diesen Gedanken?”
  • “Wie sähe mein Leben ohne diesen Gedanken aus?”
  • “Kann ich wirklich wissen, dass dieser Gedanke wahr ist?”

Simpel. Dabei wärst du erkennen, dass du immer in Freude und Frieden wärst, wenn diese Gedanken nicht hättest.

Gerate dabei jedoch nicht in eine innere Diskussion. 

Vertraue deinem ersten Impuls!

2. Der Raum, in dem deine Gedanken entstehen

Fokussiere dich auf den Raum, in dem deine Gedanken entstehen.

Die meisten Menschen richten ihren Fokus zu 100% auf den Inhalt der Gedanken.

Wir nehmen dann jeden Gedanken ernst, obwohl wir eine Sekunde vorher noch gar nicht wussten, dass wir diesen Gedanken gleich haben werden.

Spannend, oder?

Jetzt ist er da, wir haben ihn uns nicht ausgesucht, und trotzdem glauben wir ihn.

Woraus jedes deiner (negativen) Gefühle besteht

Wir fühlen dann alles, was uns dieser Gedanke sagt.

Bis er früher oder später weiterzieht. Manche halten auch jahrelang an ein und demselben Gedanken fest – und leiden dann diese lange Zeit.

Doch der Raum, in dem jeder Gedanke auftaucht und in den er auch wieder verschwindet, ist immer da.

Er ist neutral. Er ändert sich nicht. Er ist dein Bewusstsein. 

Schaue auf den Platz zwischen den Gedanken, auf den Raum, in dem sie entstehen, anstatt auf den Inhalt – denn dieser ist weder wahr noch von größerer Bedeutung.

3. Tue, was du tust – tue nicht, was du nicht tust

Ganz oft sind wir mit unserer Aufmerksamkeit nicht bei dem, was wir gerade tun.

  • Wenn wir essen, sind wir in Gedanken bei der Arbeit.
  • Wenn wir arbeiten, sind wir in Gedanken bei dem Streit mit dem Partner.
  • Wenn wir uns unterhalten, sind wir in Gedanken wiederum bei der Arbeit.

Das schneidet uns von diesem Moment ab, in dem alle Lebensfreude entsteht.

Oder hast du dich schon einmal gut gefühlt, hattest aber den Kopf randvoll mit Gedanken?

Wahrscheinlich nicht.

Lebensfreude, innere Ruhe entstehen, wenn wir viel im Moment sind und wenig im Denken. 

Richte also deinen Fokus auf das, was vor dir ist. 

Nimm deine innere, bewertende Stimme raus und sieh, höre, schmecke, fühle einfach nur – ohne viel denkend zu bewerten.

Ob das ein anderer Mensch ist oder eine Tätigkeit ist dabei völlig egal. Sei so präsent, wie du kannst.

4. Beobachte deine Gedanken

Freude am Leben und Gedanken

Gedanken erschaffen Realität. Oft sind unsere Denkmuster unbewusst aus der Vergangenheit geprägt.

Wir denken dann negativ über die Zukunft, über unser Leben, über die Vergangenheit, … – und weil es eben unbewusst passiert, bemerken wir es nicht.

Jeder Gedanke ist wie ein Pinsel, der unsere Realität anstreicht.

Aus solchen immer wieder gedachten Gedanken entsteht dann eine Realität, die uns tatsächlich negativ vorkommt.

Dabei liegt es vor allem an unserem unbewussten, bewertendem Denken.

Das macht niemand mit Absicht und trotzdem tun wir es. 

Leuchtest du dein Licht des Bewusstsein auf diese Denker-Aktivität, dann verlierst dieses Denken seine Macht über dich.

Freude am Leben entsteht.

5. Nimm dein Denken nicht so ernst

Wusstest du, dass jeder Gedanke ein Gefühl auslöst?

Wenn der Inhalt dieses Denkens vorwiegend negativ ist – dann verlieren wir die Freude am Leben – weil wir es nur als negativ wahrnehmen.

Nimm daher nicht jeden Gedanken ernst. 

Glaube deinem Denker nicht alles. Bemerke, dass es dort oben eine Stimme gibt, die gerne und viel kritisiert.

Dagegen können wir wenig machen.

Aber wir können sie beobachten anstatt ihr alles zu glauben. 

Dieser Abstand, dieses Beobachten der Gedanken macht uns innerlich frei.

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