Dopamin Detox

Die meisten Menschen haben kein Problem damit, auf Facebook zu scrollen.

Fast jeder kann locker den Abend mit Chips und Cola vor dem Fernseher verbringen.

  • Aber kannst du noch für 2 Stunden ohne Pause ein Buch lesen?
  • Kannst du dich motivieren, regelmäßig zu tun, was gut für dich ist (Sport, Meditation, Lesen, …)?
  • Bist du in der Lage, ein Youtubevideo zu schauen, ohne nebenbei aufs Handy zu gucken?
  • Kannst du dich ohne Ablenkung lange mit einem anderen Menschen unterhalten?
  • Fühlst du dich innerlich gelassen und ruhig? Oder ist da eine ständige Nervosität vorhanden?

Allgemeines Styling

Falls auch dir einige dieser Dinge schwer fallen, habe ich eine gute Nachricht für dich.

Das ist nicht deine Schuld.

Viele Menschen haben sich jahrelang Verhaltensweisen angewöhnt, die sich kurzfristig gut anfühlen – auf lange Sicht jedoch dafür sorgen, dass all diese negativen Folgen entstehen.

Die Sucht nach Ablenkung macht uns unglücklich

Dopamin Detox - Sucht nach Ablenkung

Dabei handelt es sich um Aktivitäten, die viel Dopamin ausschütten. Social Media, Zucker, Alkohol, Handyspiele, um nur einige davon zu nennen.

Wir sind regelrecht süchtig nach ihnen.

Das führt dazu, dass es uns nicht mehr gelingt zu tun, was wir uns vornehmen – und was gut für uns ist.

Dopamin steuert unser tägliches Verhalten in einer Weise, das wir uns nicht bewusst ausgesucht haben – und die meistens nicht gut für uns ist.

Das raubt uns langfristig die Lebensfreude und macht uns am Ende unglücklich.

P.S. Hier eine kleine Aufgabe beim Lesen dieses Artikels: Beobachte bewusst, wie oft du den Impuls verspürst, in eine andere App zu wechseln oder Teile zu überfliegen.

Jeder Mensch hat genügend Fokus für das Wichtige

Jeder kann sich langfristig konzentrieren und tun, was er sich vornimmt. Viele Menschen haben nur keinen Zugriff auf diese Fähigkeiten. Unser Gehirn hat sie verlernt.

Es pausenlos auf der Jagd nach kurzfristiger, schneller Belohnung.

Deshalb ist der Blick aufs Handy heutzutage oft das erste, was wir morgens tun.

Auch danach hangeln wir uns von Dopaminkick zu -kick durch den Tag.

Musik hören, Kaffee trinken, Zucker konsumieren, mehr Social Media, Fernsehen gucken, chatten, Dating-Apps, das abendliche Bier.

Wichtig: Ich will all diese Dinge nicht verteufeln.

Auch ich tue vieles davon.

Doch beobachte ich eine wachsende Abhängigkeit davon.

Das sorgt leider dafür, dass wir unter unserem Potential bleiben und das Leben uns immer langweiliger vorkommt.

Mit diesem Artikel möchte ich dein Bewusstsein dafür schärfen.

Was ist Dopamin?

Wir kennen es alle. Wir öffnen nur “kurz” eine App und schon haben wir 15 Minuten von Bild zu Bild gescrollt.

Wir sind hier in eine Dopaminspirale geraten (heute sind alle größeren Apps so aufgebaut, dass sie dich süchtig machen. Denn je mehr Zeit du auf einen verbringst, desto mehr Geld kann verdient werden).

Landläufig wird Dopamin als etwas dargestellt, das uns belohnt.

Das stimmt aber nicht.

In Wahrheit führt Dopamin dazu, dass wir ein Verlangen nach etwas verspüren.

Was uns wirklich süchtig macht ist das Verlangen nach Belohnung.

Oh, ein neues Bild, oh ein Like und hier, eine spannende Überschrift, die neugierig macht – da kommt bestimmt gleich noch etwas, das sich gut anfühlt – ich scrolle lieber mal weiter…

Schon sind die 15 Minuten (oder besser 45 Minuten) um.

Der Ton einer Nachrichtenglocke macht also abhängig und nicht die Nachricht an sich.

Dopamin belohnt nicht, es erzeugt Verlangen

Es gab eine Studie, in der die Dopaminausschüttung bei Süchtigen am höchsten war, ganz kurz bevor sie im Experiment einen Knopf drückten, der ihnen Zugriff auf die Droge gab – nicht während des Konsums.

Daraus lässt sich schließen:

  • Etwas zu wollen, was man nicht bekommen kann, fühlt sich sehr unangenehm an.
  • Etwas zu wollen, bei dem die Chance hoch ist es gleich zu bekommen (z.B. beim Auspacken der Schokolade) macht brutal süchtig.

Wir wollen immer wieder das Gefühl des “Wollens” (und es dann loswerden durch das “Bekommen”).

Süchtige nehmen Drogen nicht vornehmlich wegen ihrem Effekt – sondern weil sie dann endlich aufhören können, den Effekt zu wollen.

Genau dieses Gefühl von Verlangen (mit vorhersehbarer Erfüllung) führt dazu, dass wir nach etwas süchtig werden.

Wie unser Belohungssystem uns süchtig macht

Die Belohnung muss dabei zufällig, aber vorhersehbar erfolgen.

Nach diesem Mechanismus funktionieren Glücksspielautomaten.

Niemand würde süchtig nach solchen Automaten werden, wenn es jedes Mal Geld zu gewinnen gäbe (klar, wir wären alle reich, aber nicht süchtig).

Genauso würde niemand Geld in einen solchen Automaten werfen, wenn man nie etwas gewinnen würde.

Deshalb macht Social Media so süchtig.

Es gibt nicht immer Nachrichten und nicht immer likes. Aber früher oder später wird es sie geben.

Leider schütten viele Dinge, die gut für uns sind, nicht so viel Dopamin aus.

Deshalb haben immer mehr Menschen Probleme damit, sie zu tun.

Wieso übermäßige Dopaminausschüttung schädlich für uns ist

Dabei brauchen wir immer mehr Reize.

  • Scrollst du während einer Netflix Serie mittlerweile parallel durch deinen Facebookfeed? (Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche).
  • Musst du während des Lernens alle 6 Minuten deine Nachrichten kontrollieren?

Der Grund dafür ist, dass wir bei übermäßigem Konsum von dopaminreichen Aktivitäten schnell eine Toleranz für solche Reize entwickeln.

Wenn jemand regelmäßig Alkohol trinkt, dann braucht er für einen Effekt mehr davon, als jemand der nur selten trinkt.

Wie Langeweile entsteht

Wenn du draußen kurz in die Sonne schaust und danach in einen dunkeln Raum gehst, dann wirst du erst einmal nichts sehen.

Es kann der schönste Raum der Welt sein, du wirst dich nicht an ihm erfreuen können.

Genauso ist es mit Dopamin auch.

Wenn du ständig sehr viel davon bekommst, dann wirst du weniger reizintensive Dinge komplett uninteressant finden.

Wenn du beispielsweise durch exzessiven Social Media Konsum ständig viel Dopamin bekommst – dann regelt der Körper die Empfindlichkeit dieser Rezeptoren herunter.

Das heißt du brauchst bald eine höhere Dosis. Hier fangen die Probleme an.

Etwas, das nicht so viel Dopamin ausschüttet, wird für dich fast unmöglich zu tun.

Du kannst dich schlicht nicht mehr dazu aufraffen.

Dein Gehirn verliert jegliches Interesse daran, weil es nicht genug Belohnung vorhersagt.

“Und wieso sollte ich etwas tun, was mir keine Belohnung bringt. Das macht keinen Sinn.”

Wie wir die Freude am Leben verlieren

Da dein Gehirn konstant überstimuliert ist, verlierst du so die Freude am Leben.

Du kannst dich an alltäglichen Dingen nicht mehr erfreuen.

  • Ein gutes Gespräch
  • längere Zeit ein Buch lesen
  • Die Schönheit der Natur
  • Meditation oder ins Fitnessstudio gehen

All diese Dinge erscheinen regelrecht langweilig im Vergleich zur ständigen Flut an krassen Bildern, neuen Nachrichten oder anderer Stimulation.

Dein normales Leben kann dagegen nicht anstinken.

Nervosität und innere Unruhe machen sich breit.

Dein Gehirn fängt verzweifelt an nach etwas zu suchen, das dir wieder einen neuen, im besten Falle stärkeren Reiz gibt.

Schon hast du das Handy in der Hand und checkst, ob du eine neue Nachricht hast.

Oder das nächste Stück Schokolade wandert in deinen Mund.

Die Arbeit für die Uni ist jedoch immer noch nicht gemacht.

Jeder Mensch hat alles in sich, was er braucht

Ich sehe es in meinen Coachings immer wieder: Jeder Mensch hat alles in sich, was er jemals brauchen wird.

Doch die meisten Menschen sind nicht mehr in Verbindung mit ihrer Quelle von Kraft und Weisheit.

Wir alle schneiden uns selbst davon ab, indem wir uns ständig mit Reizen zuballern.

So sind wir nicht mehr präsent im Moment.

Doch jegliche Inspiration, Weisheit und innere Kraft entspringt immer aus der Verbindung zu diesem Moment.

Es gibt nichts, als diesen Moment.

Aber wir unternehmen alles mögliche, um von ihm zu fliehen.

  • Um mehr in unsere Kraft zu kommen, müssen wir mehr in den Moment kommen.
  • Wir müssen ohne Ablenkung wahrnehmen, was hier und jetzt gerade ist.

Wenn wir jedoch nach 3 Minuten innerlich unruhig werden, wenn wir mal keine neuen, starken Reize von Außen bekommen – dann bleibt die Beschäftigung mit unserem Inneren aus.

Wie du bekommst, was du dir schon immer gewünscht hast

Dopamin Detox - wie du bekommst, was du dir wünschst

Doch genau hier ist der einzige Ort, an dem deine Kraft, Weisheit und Lebensfreude findest.

Hier findest du das, was du in einem Social Media Feed, Zucker, Drogen oder Alkohol suchst – und nur sehr kurzfristig und oberflächlich findest.

Den Zustand bedingungsloser Zufriedenheit. Den Zustand von innerer Ruhe und Präsenz.

Du findest hier Inspiration und eine Richtung für dein Leben.

Es braucht nur einige Zeit, um das scharf sehen zu können.

Diese Zeit sind sich viele Menschen nicht mehr bereit, zu nehmen.

Denn leider leben viele Menschen nur noch im Außen und verlieren den Kontakt zu sich selbst.

Ich gebe zu, zuerst kann der Blick nach Innen ein wenig anstrengend sein. Es können Dinge hochkommen, die uns unangenehm vorkommen.

Da ist doch ein süßes Katzenbild, 20 Instagram Stories oder 2 neue Nachrichten bei Whatsapp erstmal angenehmer.

Die langfristigen Folgen solcher Ablenkungen sind jedoch gravierend und wirken sich massiv auf deine Lebensfreude aus.

Wie wir uns alle vor unseren Problemen verstecken

Viele Menschen nutzen Aktivitäten mit intensiven Reizen dafür, um sich vor ihren Problemen zu verstecken.

Wir lenken uns lieber davon ab, als uns bewusst damit auseinanderzusetzen.

Nehmen wir an, du fühlst dich einsam.

Anstatt das Gefühl bewusst und voll zu spüren, schaust du dir Serien an und scrollst nebenbei auf Facebook herum.

Das bringt dir kurzfristig das Gefühl, dass gerade etwas gutes passiert. Immerhin fühlst du dich durch die konstanten, kleinen Belohnungen erstmal besser (bzw. weniger schlecht).

In Wahrheit entwickelst du dich jedoch zurück.

“Ich will doch, dass sich etwas verbessert, aber mir fehlt die Energie und alles ist so hart.”

Die traurige Wahrheit lautet: Es kommt dir hart vor, weil du deine Energie mit diesen Fluchtaktivitäten verschwendest.

Natürlich wirst du so weniger zur Verfügung haben für die Dinge, die dir wirklich wichtig sind.

Der Dopamin Detox

Wie funktioniert ein Dopamin Detox
  • Wie kannst du jetzt deine Motivation wiederfinden?
  • Wie schaffst du es, dich wieder langfristig auf die wichtigen Dinge in deinem Leben zu fokussieren?
  • Wie kannst du die Freude, den Spaß und die Aufregung in dein Leben zurückholen?

Die Lösung: Höre auf, stundenlang Ablenkungen zu konsumieren und komme wieder in diesem Moment an.

Ohne übermäßige Ablenkungen werden Dinge für dich möglich sein, die du vorher nicht für möglich gehalten hättest.

Du wirst endlich dauerhaft durchzuziehen, was du schon immer durchziehen wolltest.

Du wirst immer mehr Feuer und Passion für die Dinge entwickeln, die dir wirklich wichtig sind.

Selbstsabotage, Demotivation und geringe Energie gehören dann der Vergangenheit an.

Finde dein Geschmack für das Leben wieder

Dopamin Detox - den Geschmack für das Leben wiederfinden

Ein Beispiel: Wenn jemand täglich zucker- und fetthaltige Lebensmittel konsumierst – dann wird er anfänglich sehr enttäuscht sein vom Geschmack von gekochtem Gemüse.

Doch wenn jemand 48 Stunden nichts gegessen hast, dann ist es auf einmal das beste Gefühl auf der Welt, Reis mit Gemüse zu essen.

Je konsequenter du diese intensiven Stimulationen aus deinem Leben streichst, desto mehr wirst du dein Leben (mit all seinen Facetten) genießen können.

  • Wenn du stundenlang kein Instagram benutzt, kann sich dein Gehirn auf einmal krass auf ein gutes Buch freuen und es stundenlang verschlingen.
  • Wenn du nur wenige Male am Tag deine Textnachrichten checkst, dann wirst du dich tierisch darauf freuen, Tagebuch schreiben zu dürfen.
  • Wenn du dein Handy Abends um 20 Uhr in den Flugmodus schaltest, wirst du dich Abends mit großer Freude zur Meditation hinsetzen.

Wenn dein Hirn hingegen bis 23 Uhr konstant mit krassen Reizen überflutet wird – dann ist es kein Wunder, wenn du nicht schlafen kannst, alle drei Minuten beim Lesen abschweifst und während der Meditation nie zur Ruhe kommst.

Wie du süchtig nach Erfolg, Erfüllung und dem Kontakt mit deinem höheren Selbst wirst

Sorge daher ganz bewusst für mehr “Langeweile”.

Löse dich systematisch von den Aktivitäten, nach denen du am süchtigsten bist.

Man könnte fast sagen: Hab so wenig Spaß wie möglich.

Verändere deinen Lebensstil so, dass du täglich immer wieder Phasen ohne Ablenkung hast.

Lege dein Handy beispielsweise nicht mehr neben das Bett. Lasse es mindestens eine Stunde vor dem Schlafen und eine Stunde nach dem Aufstehen im Flugmodus.

So hast du Zeit für dich. Du wirst ganz automatisch kreativ werden und diese Zeit sinnvoll füllen.

Beobachte deine Dopaminsucht in Aktion

Bemerke währenddessen, wie es dich zum Handy zieht. Hier kannst du dein Gehirn live auf der Jagd nach Dopamin beobachten.

Nach kurzer Zeit wirst du jedoch merken, dass diese Impulse weniger werden.

Du wirst die Vorteile von einem reizärmeren Leben immer deutlicher spüren.

Was dir ein Dopamin Detox konkret bringt

Anspannung und Stress werden stetig durch mehr innere Gelassenheit und Ruhe ersetzt.

Du bist kein Eichhörnchen mehr, das von Reiz von Reiz hüpfen muss – immer auf der Jagd nach Ablenkung.

Du wirst wie ein Buddha innerlich ruhig und voll im Moment dein Leben genießen.

Die kleinen Dinge im Leben werden wieder aufregend und eine Quelle von Freude für dich sein.

Du wirst deine Atmung bewusst wahrnehmen.

Du wirst wieder klarer denken können.

Du wirst du pudelwohl fühlen stundenlang auf dem Sofa mit einem guten Buch.

Ohne Nervosität und innere Unruhe.

Deine Meditationspraxis wird eine neue Tiefe erreichen.

Ersetze “schlechte” durch “gute” Aktivitäten

Dopamin Detox - Vakuum füllen

Wichtig ist, dass dabei kein Vakuum entstehen darf.

Wir müssen clever sein und diese alten Aktivitäten durch neue Aktivitäten ersetzen.

Ersetze die Fluchtaktivitäten durch Wachstumsaktivitäten.

  • Gesunde Ernährung/ Fasten
  • Guter Schlaf
  • Meditation
  • Lesen
  • Sport/ Bewegung
  • Tagebuch schreiben

Das wird dir immer leichter fallen, je mehr du dich langweilst.

Irgendwann wird es so sein, dass du dich schon darauf freust, morgen früh wieder schön diszipliniert zu sein.

Was gut für dich ist muss jetzt nicht mehr mit Sachen konkurrieren, die unmenschlich viel Dopamin erzeugen.

Etwas, das dir vorher langweilig vorkam, wird auf einmal eine magnetische Anziehung auf dich ausüben.

Denn wenn es keine Möglichkeit für dich gibt, diese super-reizintensiven Dinge zu tun – wirst du automatisch viel lieber das tun, was gut für dich ist.

Wenn du dich entscheiden musst, gegen eine weiße Wand zu gucken oder ein paar Dehnübungen zu machen – dann machst du die Dehnübungen.

Wenn deine Dehnübungen jedoch gegen eine Session Social Media Scrolling konkurrieren muss, wird sie wahrscheinlich öfters den kürzeren ziehen.

Fange klein an

Dabei musst du nicht gleich übertreiben. Fange klein an.

  • Schalte die 20 Minuten auf dem Arbeitsweg das Handy auf Flugmodus.
  • Mache 2 Tage in der Woche “zuckerfrei”.
  • Mache jeden Sonntag “Elektronikfrei”.
  • Probiere intermittierendes Fasten aus.
  • Schalte alle Popup-Benachrichtigungen auf deinem Handy aus.
  • Folge nur noch Menschen bei Social Media, die dein Leben bereichern.
  • Profitipp: Lösche Social Media Apps komplett.
  • Lasse beim Spaziergang dein Handy zu Hause.
  • Höre keine Musik während du kochst.
  • Höre auf, die täglichen Nachrichten zu konsumieren.

Deiner Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Es geht darum, der Dauerbeschallung mit starken Reizen bewusst entgegenzuwirken.

P.S. Schreib doch einmal in die Kommentare, was du tust, um mehr “Langeweile” zu schaffen.

Das Problem mit der magischen Pille

Leider wird es von Jahr zu Jahr schlimmer.

Menschen konsumieren immer mehr Dinge, die schnell Dopamin erzeugen.

Also erwarten sie bei ihrer Entwicklung auch, dass es schnell eine Belohnung gibt und sie alles auf dem Silbertablett serviert bekommen.

Überall wird uns die magische Pille verkauft, die alle Probleme löst, ohne dass wir etwas dafür tun müssen.

Es wird versprochen, wir könnten so bleiben wie wir sind – und müssen nur fest daran glauben (und dieses Produkt kaufen), und wir bekämen alles, was wir wollen.

Ich sehe es auch bei meinen Kursen.

Auch wenn ich sie so benutzerfreundlich wie möglich aufbaue, immer weniger Menschen sind scheinbar in der Lage, sich länger als 5 Minuten auf etwas zu fokussieren.

“Ich bin zwar selbst einfach total süchtig nach Ablenkung und bekomme die einfachsten Dinge nicht mehr geregelt (und bin mir dessen noch nicht einmal bewusst) – aber irgendwie ist dieser Kurs nichts für mich. Er hat mich nach 5 Minuten schauen und nebenbei am Handy scrollen nicht zu einem anderen Menschen gemacht.”)

Die Sache ist die: Veränderung ist möglich.

Auch radikale, schnelle Veränderung.

Ein unerlässlicher erster Schritt dazu ist, dass du bewusst reizintensive Aktivitäten aus deinem Leben streichst.

Mache einen Lifestyle daraus

Kurzfristig auf Dopamin zu verzichten, ist ein guter Start.

Idealerweise wollen wir einen Lebensstil erschaffen, bei dem wir dauerhaft ganz bewusst auf Dopamin verzichten.

Das wird dein gesamtes Leben verändern.

Dopamin Detox

Stell dir einmal vor wie dein Leben aussehen würde, wenn du dich ab heute zur Meditation oder regelmäßigem Lesen hingezogen fühlen würdest?

Wie wäre es, wenn du so wieder mehr innere Ruhe und Gelassenheit entwickelst und einfach bist – anstatt dass dein Gehirn ständig dem nächsten Dopaminkick hinterher rennt um kurze Befriedigung zu spüren.

Was wäre, wenn du dich wieder stundenlang mit Spaß, Aufregung und Freude auf dein kleines Nebenprojekt konzentrieren könntest?

Außerdem wirst du bemerken, dass du auf einmal so viel Zeit zur Verfügung hast.

Verzicht, Verzicht, Verzicht?

Viele Menschen bringen den Einwand, sie hätten mit all diesem Verzichten gar keine Freude mehr am Leben.

Zuerst einmal: Wenn ein Schokoriegel, das abendliche Gläschen Wein oder Zeit im Facebookfeed deine einzigen Freuden im Leben sind, dann solltest du ganz dringend einige Dinge überdenken.

Klar kann es sich erstmal ein wenig frustrierend anfühlen, wenn die Dopaminzufuhr unterbrochen wird.

Doch das geht schnell vorüber.

Nach einer kurzen Phase mit Dopaminkater wird das Leben so viel besser.

  • Wir können uns an kleinen Dingen erfreuen.
  • Wir sind wieder in der Lage, uns lange zu fokussieren.
  • Wir haben mehr gute Gefühle.
  • Unser Energielevel steigt.
  • Wir tun regelmäßig, was wir uns vornehmen.

Dafür lohnt es sich doch, das Handy öfters in den Flugmodus zu schalten.

Fange am besten direkt an.

Innerer Kritiker

Ihr innerer Kritiker macht vielen Menschen das Leben schwer.

Er vergleicht, bewertet, schimpft, nörgelt an allem herum und macht uns klein.

Viele Menschen leiden enorm unter diesem inneren Kritiker.

Die meisten haben sich schon lange mit ihm abgefunden.

Doch so verliert das Leben stark an Qualität.

Wir verspielen unendlich viel Potential und verlieren jegliches Selbstvertrauen.

Herausforderungen kommen uns riesig vor und das Leben wird zu einem Kampf.

Doch jeder kann seinem inneren Kritiker die Macht über sich entziehen. 

Dabei müssen wir nicht gegen ihn kämpfen.

Ein simples Verständnis davon, was er wirklich ist, reicht schon aus, um ihn zu stoppen.

Dann werden seine negativen Kommentare keinen Einfluss mehr auf dein Leben haben.

Lass uns loslegen!

Was der innere Kritiker ist

Jeder von uns hat diese Stimme im Kopf.

Sie ist der innere Kritiker.

An sich ist das kein Problem. Leid entsteht jedoch immer dann, wenn wir dieser Stimme alles glauben.

Denn sind ihr ausgeliefert.

Denn sie redet gerne und viel – und wir fühlen jeden dieser negativen Gedanken (über uns).

Wenn wir erkennen, dass all das Geplapper nicht wahr sein muss, sind wir frei vom inneren Kritiker.

Das klingt simpel, oder?

Lass uns das weiter erforschen.

Der Grund für alles unglücklich sein

Den inneren Kritiker kann man mit unserer Identifikation mit dem Denken gleichsetzen.

Diese Stimme in unserem Kopf sagt uns ständig, mit uns stimme etwas nicht.

Wir glauben ihr und meinen, sie wäre unsere Stimme.

Der innere Kritiker versucht ständig dir einzureden, etwas (an dir) könnte besser sein, als es jetzt ist.

  • “Wieso musst du nur immer so ängstlich sein?”
  • “Diese Aufgabe hättest du aber besser machen können.”
  • “Wenn du nur 7kg weniger auf den Rippen hättest.”

Glaubst du ihm das unbesehen, hat er gewonnen – und du fühlst dich minderwertig.

Doch bei genauerer Betrachtung stimmt nur sehr wenig von dem, was er uns erzählt.

Gleichzeitig entsteht im Widerstand unseres inneren Kritikers gegen das, was ist, alles menschliche Leid.

Dein Weg zu dauerhaften inneren Frieden

Stell dir einmal die Frage, wie dein Leben ohne all diese kritisierenden Gedanken aussähe? 

  • Wie wäre dieser Moment, ohne den Gedanken, dass etwas fehlte?
  • Wie würdest du dich fühlen, ohne zu denken alles falsch gemacht zu haben?
  • Wie würdest du leben, ohne den Glauben nicht gut genug zu sein?

Du kannst dich nicht fehlerhaft fühlen, wenn du den Gedanken nicht glaubst, du hättest etwas falsch gemacht.

Ohne deine Gedanken wäre der Moment, wie er ist. 

Du wärst so, wie du gerade bist.

Immer komplett perfekt. 

Das wird immer so sein und ist immer so gewesen.

Wir sind die einzigen, die uns davon abschneiden. 

Indem wir unseren bewertenden Gedanken über uns selbst glauben.

Doch solange deine kritisierenden Gedanken etwas an dir auszusetzen haben, fühlst du dich unvollkommen.

Dabei bist du nicht wirklich unvollkommen. 

Einzig und allein dein innerer Kritiker versucht, dir das einzureden.

Nimm ihn nicht mehr so ernst.

Du kannst niemals wissen, ob er die Wahrheit sagt.

Ursachen für deinen inneren Kritiker

Ursachen innerer Kritiker

Denn höchstwahrscheinlich sind es nicht deine Worte, die dort auf Dauerschleife abspielen.

Es sind die deine Eltern, Lehrer oder Freude aus der Kindheit.

Auch wenn wir unseren inneren Kritiker nur im Hier und Jetzt überwinden können, macht das Verständnis über seine Ursachen doch Sinn.

Denn viele Menschen meinen, diese kritisierenden Gedanken wären ihre.

Aus diesem Grund nehmen sie ihren inneren Kritiker dann besonders ernst.

Wenn sie erkennen, dass sie in ihrer Vergangenheit die Gedanken und Meinungen anderer unhinterfragt übernommen haben, fällt das Loslassen viel leichter.

Der Verstand in ein Geschichtenerzähler

Innerer Kritiker - mentale Geschichten

Byron Katie fragt immer: “Wer wärst du ohne diesen Gedanken?”

Eine spannende Frage. Denn ohne all die mentalen Geschichten aus unserer Vergangenheit wären wir Präsenz.

Es wäre immer alles ok so, wie es gerade ist.

Der nächste Moment, egal wie er sich gestaltet, wäre genauso ok.

Wie würde dein Leben aussehen, wenn jeder Moment so sein dürfte, wie er ist?

Richtig! 

Dein Leben wäre eine Aneinanderreihung von perfekten Momenten. Das nennt man dann wohl glücklich sein.

Jeder Widerstand würde wegfallen. 

In dieser Erkenntnis liegt die Befreiung vom inneren Kritiker.

Denn er ist es, der der verklickern will, etwas wäre falsch.

Der Eindruck, dass irgendetwas mit dir nicht in Ordnung wäre, entsteht nur in deinen Gedanken.

“Da draußen” gibt es kein gut und kein schlecht. 

Es existiert nur, wenn du deinem inneren Kritiker glaubst, es existierte.

Wieso dein innerer Kritiker niemals Recht haben kann

Die Kündigung vor 3 Jahren: “Was ist, wenn ich nochmal versage und den Job verliere?”

Die Trennung vom Partner: “Hätte ich das verhindern können, wenn ich besser gewesen wäre?”

Niemand kann es wissen. 

Trotzdem zerbrechen wir uns den Kopf darüber. Wir machen uns für unser Handeln fertig.

Die Wahrheit lautet: Du gibst immer dein bestes! Wie jeder andere Mensch auch.

Daher ist das Wort “Fehler” überflüssig.

Niemand kann jemals besser handeln, als es ihm in dieser Sekunde möglich ist.

Für mich ist eine ganz neue Welt aufgegangen, als ich das verstanden habe.

“Ich kann keinen Fehler machen, weil ich immer so gut handle, wie ich gerade kann.”

In Gedanken in den Krieg gegen mich zu ziehen bringt nichts – außer eine ganze Menge negative Gefühle.

Ich kann mich neutral fragen: “Was kann ich hieraus lernen?”, und dann entspannt weitergehen.

Etwas ändern zu wollen erzeugt Leid

Gerne erzählt uns der Kritiker auch, wir müssten uns verändern. 

Weil wir nicht gut genug wären.

Doch in Wahrheit sind wir halt gerade in diesem Moment so, wie wir sind.

Mit allen Ecken und Kanten.

Glaub dieser Stimme nicht und akzeptiere diesen Moment (mit allen Inhalten) so, wie er ist.

Das heißt übrigens nicht, dass du es 10 Jahre so lassen sollst. 

Veränderung ist top. 

Aber nur, wenn sie auf einem Fundament der Akzeptanz aufbaut.

Denn der Moment ist (in diesem Moment) sowieso so, wie er ist. 

Da kannst du mental noch so viel Widerstand leisten und dir einreden, er wäre es nicht.

Es geht immer nur um diesen Moment. 

Denn er ist alles, was wir haben.

Wieso Loslassen so schwer ist

Bei vielen Menschen kommt irgendwann der kleine Kontrollfreak (also ihr innerer Kritiker) durch und fragt sowas wie: “Aber dann komme ich im Leben gar nicht mehr voran. Dann sitze ich untätig 16 Stunden am Tag in der Höhle und schaue gegen die Wand.”

Auch wenn mir diese Option manchmal lebenswerter vorkommt als der Lebensstil einiger Menschen, so ist das natürlich stark an den Haaren herbeigezogen.

Denn in Wahrheit ist es so: Leben und Arbeiten macht 10x mehr Freude, wenn es aus der Akzeptanz heraus gelebt wird.

Sobald wir uns aus dem Mangeldenken lösen, kommt Fülle in unser Leben.

Innere Fülle. 

Aus innerer Fülle entsteht Fülle im Außen. 

Du kannst dich dann fast nicht mehr dagegen wehren, dass im Außen genau das entsteht (und bleibt) – was du dir gewünscht hast und was zu dir passt.

Der innere Kritiker will festhalten – Freiheit kommt durch Loslassen

Innerern Kritiker überwinden

Außerdem wird es dir viel leichter Fallen, Altes loszulassen, von dem dein innerer Kritiker unbedingt meinte, dass du es brauchst.

Denn wieso solltest du etwas tun, nur damit es dir in der Zukunft besser geht – wenn es dir jetzt sowieso schon gut geht?

Das macht dann irgendwann immer weniger Sinn.

Beobachte deine innere Stimme

Um den inneren Kritiker zu besiegen, müssen wir uns über das unbewusste Denken erheben.

Wir wollen erkennen, dass es nicht immer wahr ist und vor allem nicht unser Denken ist.

Der erste Schritt dazu ist es, erst einmal zu erkennen, dass wir diese Stimme haben. 

Denn bei vielen Menschen plappert sie unbemerkt auf Autopilot.

Dazu müssen merken: “Hier ist das wahrnehmende Bewusstsein – da ist die Stimme.”

Wenn wir sie erkennen, dann lösen wir uns automatisch von ihr.

Immerhin weiß niemand, was er wohl als nächstes sagen wird. 

Dann ist die Stimme ungefähr so wie ein kleiner, hässlicher Mann, der den ganzen Tag neben mir langläuft und die immergleichen Geschichten erzählt.

Trotzdem glauben wir ihr alles.

Bewusstsein verändert das.

Wie du Bewertungen loslässt und mehr in deinem SEIN bist

Es gibt dabei einen Unterschied, ob wir uns über oder unter den Gedanken befinden. 

Über dem Denken zu sein heißt: Wir nehmen Gedanken wahr, aber nicht ernst.

Wir erkennen, dass Gedanken nur eine Stimme im Kopf ist, die gerne über Zukunft und Vergangenheit spricht.

Wir sehen auch, dass wir uns abgeschnitten, angespannt und unruhig fühlen, je lauter und schneller sie spricht.

Unter den Gedanken zu sein heißt, sie zu unterdrücken. 

Wenn wir eine Flasche Wein trinken, dann unterdrücken wir unseren Denker.

Wir bekommen nicht mehr so viel mit – und somit sind auch die nervigen Gedanken weniger präsent.

Das fühlt sich kurzfristig angenehmer an, jedoch kommt das mit allen möglichen negativen Begleiterscheinungen (über die ich dir hier nicht viel erzählen muss).

Über das Denken kommst du, indem du dir bewusst über dieses Stimme wirst – und bemerkst, dass du sie zwar wahrnehmen kannst, sie aber nicht bist.

Du musst nicht mit dem inneren Kritiker diskutieren

In vielen Ratgebern liest man, bessere Gedanken zu erzeugen.

Klar, mit positiveren Gedanken fühlt man sich direkt besser.

Doch niemand kann seine Gedanken dauerhaft kontrollieren. Der Versuch produziert oft noch mehr Gedankenchaos im Kopf. 

Oft versuchen wir uns von etwas zu überzeugen, von dem wir nicht überzeugt sind.

Viel besser funktioniert es, den Inhalt von Gedanken per se nicht mehr so ernst zu nehmen.

Viel besser ist folgende Annahme: Kein negativer Gedanke über mich ist wahr.

Der innere Kritiker und negative Gefühle

Am Ende geht es nicht um die Gedanken. Wir wollen uns von hemmenden Gefühlen lösen, die unser innerer Kritiker auslöst.

Gefühle sind nichts weiter, als chemische Abbilder unseres Denkens im Körper.

Sie werden immer unangenehmer, je länger wir unbewusst von unseren inneren Kritiker eingewickelt wurden.

Wenn er dir unbemerkt 3 Stunden negativen Quatsch erzählt, fühlst du dich dementsprechend sehr lange negativ.

Negative Gefühle sind ein Alarmsignal.

Es meldet dir, dass du gerade unbewusst in deinen Gedanken gefangen bist.

Wenn du dich schlecht fühlst, kannst du das ab heute als Signal dafür nehmen, jetzt Abstand von deinem Denken zu nehmen.

Inneren Kritiker dauerhaft abstellen

Inneren Kritiker überwinden

In der Sekunde, in der du erkennst: Da ist die Stimme des inneren Kritikers und ich kann ihr zuhören” – verliert sie augenblicklich ihre Macht über dich.

Möglicherweise wird sie versuchen, die Macht über dich wiederzuerlangen.

Sie wird an dir zerren und versuchen, dich unbewusst zu machen.

Entspann dich dort hinein. 

Das ist ganz normal. 

Kehre einfach immer wieder, ganz in deinem Tempo, zurück zum bewussten Beobachter.

Mache das immer wieder. Solange, bis du über den Kritiker lachen kannst.

Wie dir dein Leben hilft, den inneren Kritiker zu besiegen

So kommen uns harte Phasen im Leben nicht mehr so hart vor.

Denn auf einmal helfen sie dir, innerlich freier zu werden.

Alle Limitierungen (und emotionalen Blockaden) entstehen nur in deinem Denken. 

Jedes Mal, wenn du das bewusst sehen kannst, löst du dich ein Stück mehr von dem Kritiker.

Das kann ein Prozess sein, jedoch einer der sich immer lohnt.

Gehe wach durch dein Leben. 

Nimm jede Herausforderung, um daran zu wachsen.

So musst du nie mehr unter dem inneren Kritiker leiden.

Freude am Leben

Du hast die Freude am Leben verloren? Gehst du eher lustlos durch deinen Tag?

Damit bist du nicht alleine. 

In unserer Leistungsgesellschaft leben viele Menschen nur noch vor sich hin.

Das Optimum scheint, einigermaßen glimpflich durch die Woche zu kommen. 

Nicht so erbaulich, oder?

Dabei ist Freude am Leben jedem Menschen in die Wiege gelegt. Doch scheinbar haben viele Menschen vergessen, wo sie zu finden ist.

Deshalb möchte ich dir in diesem Artikel zeigen, wie du nachhaltig neue Freude am Leben finden kannst.

Los gehts.

Wieso die Standard-Tipps für mehr Freude am Leben nicht funktionieren

“Geh mal raus und genieß die Sonne” oder “Nimm das Leben nicht so ernst” sind zwar gut gemeinte Tipps.

Gleichzeitig sind sie reichlich nutzlos, wenn man sowieso schon keine Freude am Leben hat.

Dann sind wir halt an der Sonne schlecht drauf. 

Oder der Effekt bleibt nur für kurze Zeit.

Anstatt sich kurz abzulenken möchte ich dir zeigen, wie du dauerhaft deine Freude am Leben wiederfinden kannst.

Eine Freude, die du so tief kennenlernst, dass du den Kontakt mit ihr nie mehr vergessen wirst.

Wieso so viele Menschen ihre Freude am Leben verlieren

Um wieder Freude am Leben zu gewinnen müssen wir zuerst verstehen, wieso wir sie verloren haben. 

Der Grund ist unser Glaube, es gäbe da draußen (und in der Zukunft) etwas, das uns glücklich machen kann.

Du bist glücklich, wenn: 

  • du einen sicheren Job hast.
  • du viel Geld verdienst.
  • du eine Beziehung hast.

Erst müsse man leiden, so die Erzählung, um in der Zukunft das Leben genießen zu können.

Doch diese Rechnung geht nicht auf.

Noch schlimmer: Viele Menschen haben all diese Dinge und sind trotzdem nicht glücklich

Jetzt ist die Ratlosigkeit noch größer.

Verstehe, wie man wieder Freude am Leben findet

Freude am Leben finden

Wenn wir unser Glück in die Zukunft verschieben, werden wir es niemals finden.

Der einzige Ort, an dem du es finden kannst, ist im Hier und Jetzt.

Denn das Hier und Jetzt ist das einzige, was existiert.

Zukunft und Vergangenheit sind Fantasien die nur in unseren Gedanken existieren.

Verstehe, wie Freude am Leben entsteht

Es gibt Menschen, die können absolute Freude fühlen, obwohl im Außen gerade scheinbar nichts los ist.

Andere hingegen fühlen sich in absolutem Überfluss innerlich richtig mies.

Wo liegt nun der Unterschied?

Der eine Mensch akzeptiert den Moment (unabhängig davon, was der Moment gerade beinhaltet), während der andere ihn verändern will.

Den Moment genießen wir, indem wir ihn so sein lassen, wie er ist.

Unglück entsteht hingegen, wenn wir meinen, der Moment wäre nicht gut so, wie er ist.

Also kann jeder in dieser Sekunde seine Freude am Leben wiederfinden.

Dazu muss er nur dem Moment erlauben so zu sein, wie er gerade sowieso ist.

Simpel.

Freude am Leben entsteht nur im Moment

Wieviele Probleme hast du in genau diesem Moment?

“Nein, ich meine nicht vor einer Sekunde und auch nicht in einer Sekunde.”

Jetzt, während du diese Zeilen liest.

Klar, du kannst in Gedanken wieder in Zukunft und Vergangenheit gehen – und darunter leiden.

Aber jetzt gibt es nur ganz selten ein Problem. Unsere Gedanken wollen uns jedoch nur allzu gerne vom Gegenteil überzeugen.

“Ich könnte den Moment genießen, aaaaaber …

  • … dafür müsste mein Partner erstmal aufhören, mich immer zu kritisieren.”
  • … ich müsste meine chronischen Bauchschmerzen loslassen.”
  • … die Helga auf der Arbeit müsste sich mir gegenüber respektvoller verhalten.”

Das Ego hat kein Problem damit, diese Liste in die Unendlichkeit fortzuführen.

Die Freude am Leben schwindet.

Wieso der Moment IMMER perfekt ist

Der Moment muss nicht perfekt sein.

Übrigens verstehe ich jeden Menschen zutiefst, der solche Dinge denkt. 

Das ist komplett natürlich.

Denn wir alle laufen der Illusion hinterher, der Moment müsste irgendwie perfekt sein, damit wir ihn genießen können.

Aber lass mich dir ein Geheimnis verraten: Der Moment ist immer einfach so, wie er ist. 

Das heißt, er ist immer perfekt. Es kann nicht anders sein.

Die einzige Person, die entschieden hat, er wäre es nicht (und jetzt leidet) – das bist du.

Wir schneiden uns selbst von der Freude am Leben ab

GENAU HIER schneiden wir uns von der Freude am Leben, von Flow und Leichtigkeit ab.

Dabei haben Menschen unterschiedliche Ideen davon, wie ihr perfekter Moment aussehen muss. 

Was den einen stört und ihm so die Freude am Leben nimmt ist für jemand anderen komplett irrelevant.

Unsere Bewertungen sind der einzige Ort, an dem emotionales Leid entsteht. 

Es ist der einzige Ort, an dem diese vermeintlich nicht perfekte Welt existiert.

Der Verursacher allen menschlichen Leids

Freude am Leben - Leiden

Es gibt dort eine Stimme in dir, die dir all diese Bedingungen für Freude am Leben diktiert.

Sie sagt dir:

  • Erst wenn in der Zukunft mein Traumpartner auf mich wartet, wird sich alles Leiden in Luft auflösen.
  • Ich kann mein Leben erst genießen, wenn ich mein aktuelles Umsatzziel erreicht habe – vorher nicht.
  • Ich kann mich am Traumstrand erst vollkommen entspannen, wenn endlich diese Wolke vor der Sonne weggezogen ist (oder umgekehrt – es ist viel zu heiß hier um das zu genießen).

Diese Stimme, mein Freund, ist dein Ego.

Es wird dich solange mit neuen Bedingungen für dein Glück vollquatschen, bist du aus diesem Traum aufwachst.

Dabei merken viele Menschen nicht, dass es eben genau an diesem Kommentar (und an nichts anderem) liegt, dass sie leiden.

Die Lebensumstände sind nicht wirklich schlecht. 

Sie sind so, wie sie sind. 

Wir machen sie durch unser unbewusstes Denken schlecht.

Deine Unzufriedenheit entsteht zu 100% in deinem Denken

Dabei ist es mittelfristig unmöglich, diese Stimme zufriedenzustellen. 

Sie wird immer wieder etwas neues finden, “was so nun wirklich nicht sein darf.”

Entweder müssen sich andere Menschen ändern oder die Umstände. Irgendetwas stört dieses kleine Ego dort oben immer.

  • Und so jagen wir einem Ziel nach dem anderen hinterher. 
  • Wir engagieren uns politisch. 
  • Wir starten eine Demonstration. 
  • Wir kämpfen gegen Ungerechtigkeit in der Welt.
  • Wir lenken uns vom Moment ab mit Social Media, Drogen oder Essen.

Mehr Freude am Leben finden wir so jedoch nicht.

Haben wir die eine Sache “gefixt”, so fällt uns garantiert früher oder später etwas neues auf, was so nicht sein darf.

Du kannst das Leben nicht kontrollieren – lasse diesen Wunsch los

Immer, wenn wir etwas kontrollieren wollen, auf das wir nur sehr wenig Einfluss haben, ist das Resultat klar – Hilflosigkeit und Unzufriedenheit.

  • Du kannst nicht zu 100% kontrollieren, wie es auf deinem Konto morgen aussieht.
  • Du kannst nicht beeinflussen, wie sich deine Mitmenschen verhalten.
  • Du kannst nicht steuern, ob dein Körper morgen krank wird.

Was du jedoch tun kannst ist, mit all dem Frieden zu schließen. 

Nur für diesen Moment.

Es heißt nicht, dass das immer so bleiben muss. Es heißt nicht, dass du untätig auf einem Stein sitzt für 16 Stunden am Tag.

Es heißt nur, dass du für diesen Moment den Widerstand loslässt.

Lass den Moment in Ruhe

Der Weg zu wahrer, langfristiger Freude am Leben ist es nun, den Moment so zu lassen, wie er ist.

Ja, auch mit deinen Bauchschmerzen, Arbeitslosigkeit und Minus auf dem Konto. 

Denn in diesem Moment kannst du daran nichts ändern. 

Egal wie stark du (gedanklich) strampelst.

Freude am Leben entsteht durch das Loslassen von Bewertungen

Immer, wenn du den Moment einfach so sein lässt (ohne ihn in Gedanken zu bewerten), entsteht Freude am Leben.

Denn hinter all dem Widerstand, hinter dem mentalen und weltlichen Kampf um die perfekten Lebensumstände liegt tiefe Freude am Leben.

Und zwar jetzt.

Ohne, dass du da etwas für tun musst.

Du musst keine Anforderungen erfüllen, es ist dein Geburtsrecht. 

Jeder Mensch hat Zugriff darauf, denn es ist unsere Natur, unser wahres Ich.

Wie Freude am Leben entsteht

Erinnere dich einmal an eine Situation, in der du wirklich glücklich warst. Vielleicht bei einem krassen Sonnenaufgang oder einem Bergpanorama.

Waren da Gedanken wie “ja, endlich ist es mal so, wie es sein soll” – oder war da einfach nur Stille im Kopf?

Aus dieser Stille im Kopf entsteht sofort mehr Verbundenheit mit dem Sein. Das fühlt sich leicht an und du bist glücklich.

Übrigens liegt es nicht an dem, was im Außen ist – diese Reize haben lediglich dazu geführt, dass deine Stimme kurz überwältigt war und nicht wusste, was sie sagen soll.

Diese Stille spürst du. 

Hier bist du im Moment, anstatt über den Moment nachzudenken. Das fühlt sich gut an.

Weil es eben nicht den Eindruck gibt, hier fehle etwas.

Aus der Freude heraus dein Traumleben erschaffen – anstatt aus dem Mangel heraus

Freude am Leben - Traumleben erschaffen

Anstatt 90% deine Energie damit zu verschwenden, Widerstand zu leisten gegen was ist, kannst du diese Energie jetzt nutzen, um aus deiner inneren Freude heraus etwas schönes zu erschaffen.

Denn jeder Mensch hat Zugriff auf eine unendliche Quelle von Inspiration, Energie und Flow.

Sie liegt hinter der Identifikation mit unserem Denker.

Wir erinnern uns: Der Denker ist es, der diese Bewertung von “das darf so nicht sein” erschafft.

Die Welt “da draußen” gibt es nicht

“Da draußen” gibt es sie nicht. Es gibt sie nur in diesem Denken.

Das heißt dann auch, dass sie nicht wahr sein muss. Es ist eben nur ein Gedanke.

Ohne diesen Gedanken würde es dir nicht so vorkommen, als stimme irgendetwas (mit dir/ in dieser Welt/ mit anderen) nicht.

Es wäre einfach so, wie es ist. Im nächsten Moment wäre es dann eben so, wie es im nächsten Moment wäre.

So wärst du immer im Moment und der Moment wäre immer so, wie er ist. 

Kein Stress, kein Druck, keine Anspannung – sondern Freude am Moment, Freude am Leben.

Aus diesem präsenten Zustand der Fülle heraus entstehen die schönsten und nachhaltigsten Dinge.

Die beste Übung für mehr Freude am Leben

1. “Hinterfrage” dein Denken

Möchtest du eine Übung dafür haben, dann frage dich immer wieder: 

  • “Wer wäre ich, ohne diesen Gedanken?”
  • “Wie sähe mein Leben ohne diesen Gedanken aus?”
  • “Kann ich wirklich wissen, dass dieser Gedanke wahr ist?”

Simpel. Dabei wärst du erkennen, dass du immer in Freude und Frieden wärst, wenn diese Gedanken nicht hättest.

Gerate dabei jedoch nicht in eine innere Diskussion. 

Vertraue deinem ersten Impuls!

2. Der Raum, in dem deine Gedanken entstehen

Fokussiere dich auf den Raum, in dem deine Gedanken entstehen.

Die meisten Menschen richten ihren Fokus zu 100% auf den Inhalt der Gedanken.

Wir nehmen dann jeden Gedanken ernst, obwohl wir eine Sekunde vorher noch gar nicht wussten, dass wir diesen Gedanken gleich haben werden.

Spannend, oder?

Jetzt ist er da, wir haben ihn uns nicht ausgesucht, und trotzdem glauben wir ihn.

Woraus jedes deiner (negativen) Gefühle besteht

Wir fühlen dann alles, was uns dieser Gedanke sagt.

Bis er früher oder später weiterzieht. Manche halten auch jahrelang an ein und demselben Gedanken fest – und leiden dann diese lange Zeit.

Doch der Raum, in dem jeder Gedanke auftaucht und in den er auch wieder verschwindet, ist immer da.

Er ist neutral. Er ändert sich nicht. Er ist dein Bewusstsein. 

Schaue auf den Platz zwischen den Gedanken, auf den Raum, in dem sie entstehen, anstatt auf den Inhalt – denn dieser ist weder wahr noch von größerer Bedeutung.

3. Tue, was du tust – tue nicht, was du nicht tust

Ganz oft sind wir mit unserer Aufmerksamkeit nicht bei dem, was wir gerade tun.

  • Wenn wir essen, sind wir in Gedanken bei der Arbeit.
  • Wenn wir arbeiten, sind wir in Gedanken bei dem Streit mit dem Partner.
  • Wenn wir uns unterhalten, sind wir in Gedanken wiederum bei der Arbeit.

Das schneidet uns von diesem Moment ab, in dem alle Lebensfreude entsteht.

Oder hast du dich schon einmal gut gefühlt, hattest aber den Kopf randvoll mit Gedanken?

Wahrscheinlich nicht.

Lebensfreude, innere Ruhe entstehen, wenn wir viel im Moment sind und wenig im Denken. 

Richte also deinen Fokus auf das, was vor dir ist. 

Nimm deine innere, bewertende Stimme raus und sieh, höre, schmecke, fühle einfach nur – ohne viel denkend zu bewerten.

Ob das ein anderer Mensch ist oder eine Tätigkeit ist dabei völlig egal. Sei so präsent, wie du kannst.

4. Beobachte deine Gedanken

Freude am Leben und Gedanken

Gedanken erschaffen Realität. Oft sind unsere Denkmuster unbewusst aus der Vergangenheit geprägt.

Wir denken dann negativ über die Zukunft, über unser Leben, über die Vergangenheit, … – und weil es eben unbewusst passiert, bemerken wir es nicht.

Jeder Gedanke ist wie ein Pinsel, der unsere Realität anstreicht.

Aus solchen immer wieder gedachten Gedanken entsteht dann eine Realität, die uns tatsächlich negativ vorkommt.

Dabei liegt es vor allem an unserem unbewussten, bewertendem Denken.

Das macht niemand mit Absicht und trotzdem tun wir es. 

Leuchtest du dein Licht des Bewusstsein auf diese Denker-Aktivität, dann verlierst dieses Denken seine Macht über dich.

Freude am Leben entsteht.

5. Nimm dein Denken nicht so ernst

Wusstest du, dass jeder Gedanke ein Gefühl auslöst?

Wenn der Inhalt dieses Denkens vorwiegend negativ ist – dann verlieren wir die Freude am Leben – weil wir es nur als negativ wahrnehmen.

Nimm daher nicht jeden Gedanken ernst. 

Glaube deinem Denker nicht alles. Bemerke, dass es dort oben eine Stimme gibt, die gerne und viel kritisiert.

Dagegen können wir wenig machen.

Aber wir können sie beobachten anstatt ihr alles zu glauben. 

Dieser Abstand, dieses Beobachten der Gedanken macht uns innerlich frei.

Innere Stimme

Unsere innere Stimme finden macht das Leben unfassbar simpel.

Sie gib dir ein tiefes Gefühl von Sicherheit und Gelassenheit.

Denn auf einmal weißt du tief in dir ganz genau, was zu tun ist.

Je mehr du ihr zuhörst, desto mehr lebst du mit dir selbst im Einklang.

Sie gibt dir zur richtigen Zeit die Lösung für Probleme. Durch sie kommt ein fester Halt inmitten von scheinbarem Chaos im Außen in dein Leben.

Doch immer mehr Menschen verlieren ihren Zugang zu dieser Stimme.

Dann kommt ihnen das Leben anstrengend vor. 

Sie tun Dinge, die sie nicht tun wollen (aber meinen tun zu müssen).

Vieles kommt ihnen sinnlos vor – und sie fangen an im Außen etwas zu suchen, was diese innere Leere füllen kann.

Natürlich ohne langfristigen Erfolg.

Wie du den Kontakt zu deiner inneren Stimme wiederfindest und dich von ihr durch dein Leben leiten lässt, erfährst du in diesem Artikel.

Wieso die meisten Menschen ihre innere Stimme niemals finden werden

Jeder, der mit seinem Verstand identifiziert ist statt mit seiner wahren Stärke, dem tieferen, im Sein verankerten Selbst, wird die Angst als ständigen Begleiter haben.

– Eckhart Tolle

Kennst du das auch?

An manchen Tagen feiert scheinbar jemand eine Party in unserem Kopf. 

Viele Stimmen quatschen wild durcheinander.

Alles scheint außer Kontrolle geraten zu sein.

Innere Unruhe breitet sich aus.

An anderen Tagen sitzt du sprichwörtlich auf der Anklagebank und musst dir Vorwürfe zu Dingen anhören, die in deiner Vergangenheit passiert sind. 

Du verspürst den Drang, dich zu rechtfertigen.

Kaum hast du niedergeschlagen den Gerichtssaal verlassen, stolperst du Hals über Kopf in das Zimmer einer Wahrsagerin. 

Die prophezeit dir prompt eine düstere Zukunft, ohne dass du sie danach gefragt hättest.

Zwischendurch wachst du einmal kurz auf und stellst fest: „Oh, ich sitze ja in der U-Bahn“ – und schon geht die Reise weiter in die Zukunft, in der du endlich alles erreicht hast und es dir selbst erlaubst, glücklich zu sein.

Es gibt zwei innere Stimmen

Es gibt in unserem Kopf eine Stimme, die uns pausenlos bequatscht.

Genau genommen hat jeder Mensch zwei Arten von innerer Stimme in sich.

  • Die leise innere Stimme der Weisheit
  • Die laute innere Stimme des Egos

Wenn uns das Leben anstrengend vorkommt, dann hören wir Stimme #2 zu.

Sind wir zufrieden und im Fluss mit dem Leben, dann lassen wir uns von Stimme #1 führen.

So simpel ist das.

Trotzdem lassen sich viele Menschen von Stimme #2 das Leben schwer machen. Sie wissen nämlich nicht, wie sie Zugang zu Stimme #1 bekommen sollen.

Wir fühlen unsere Gedanken, nicht die Welt dort draußen

Innere Stimme - wir fühlen unsere Gedanken

Wir fühlen niemals die Welt dort draußen, sondern das, was uns das Ego über die Welt da draußen erzählt.

Je verzerrter das ist, desto mehr leiden wir – und desto mehr sind wir von der Leichtigkeit und dem Flow unserer Intuition und inneren Weisheit abgeschnitten.

Trotzdem leben viele Menschen mit so einem Peiniger im Kopf, der sie ununterbrochen angreift, kritisiert, bestraft und ihnen die Lebensenergie abzieht.

Wieso, fragst du dich?

Weil sie eben nicht sehen, dass er da ist. Sie meinen, sie wären dieser Kritiker

Wieso wir alle am Rande des Wahnsinns leben

Jeder, der den Kontakt zu der wahren inneren Stimme (#1) verloren hat, der lässt sich in Wahrheit einfach nur zu stark von Stimme #2 vollquatschen.

Die ist leider so laut, dass sie die Stimme der Weisheit komplett übertönt. 

Diese Stimme brabbelt bei den meisten Menschen sehr unkontrolliert vor sich hin. 

Eckhart Tolle hat einmal etwas sehr wegweisendes gesagt.

„Wenn jemand zum Arzt geht und sagt, ich habe eine Stimme in meinem Kopf, dann wird er oder sie wahrscheinlich zu einem Psychiater geschickt.“

Diese Stimme in unserem Oberstübchen…

  • kommentiert.
  • spekuliert.
  • urteilt.
  • vergleicht.
  • regt sich auf.
  • diskutiert.
  • verteidigt sich.
  • übt Streitgespräche.
  • macht Vorwürfe.
  • sagt uns eine wunderbare Zukunft voraus.
  • verspricht uns die Hölle auf Erden.

Wir können sie nicht einfach mal so abschalten.

Diese Stimme ist es, die dich von deiner inneren Weisheit, deiner Intuition abhält. 

Deine innere Stimme erschafft deine komplette Realität (unbewusst)

Innere Stimme schafft Realität

Diese Stimme bestimmt, was für ein Bild du von dir und der Welt hast.

Sie bestimmt:

  • was du über dich selbst denkst
  • wie du dein Handeln bewertest
  • was für Erwartungen du an dich selbst stellst
  • wie andere dich behandeln

Leider tut sie das völlig willkürlich und ohne unsere ausdrückliche Einwilligung.

Da wir das oft nicht mitbekommen, sind wir ihr komplett ausgeliefert.

Diese innere Stimme kann dir dann erzählen, was sie will. 

Weil du dieser Stimme einfach alles glaubst.

Wieso unsere innere Ego-Stimme für all unsere Probleme verantwortlich ist

Wenn es einfach irgendeine Stimme wäre, dann hätten wir kein Problem damit.

Problematisch wird es erst, wenn wir meinen, wir wären diese Stimme. Dann müssen wir alles 100%-ig ernst nehmen und es ihr glauben.

Wenn die Stimme dir (ungefragt) sagt, du wärst doof, dann musst du es ihr glauben. 

Noch mehr: Du fühlst alles, was sie sagt. Mit jeder Faser deines Körpers.

Deine Gefühle sind das chemische Abbild deiner Gedanken im Körper.

Wie du deine innere Stimme wiederfinden kannst

Was wäre jetzt aber, wenn ich dir sage, dass diese innere Stimme eben nicht du bist?

Du bist viel mehr als dein Verstand, der in allen Tonlagen auf dich einredet.

Wären “Probleme” noch real, wenn die Stimme einfach mal aufhören würde, dich pausenlos vollzuquatschen?

Wahrscheinlich nicht.

Wenn dir deine Ego-Stimme nichts mehr über deine vermeintliche Wertlosigkeit erzählen würde – könntest du dich dann wertlos fühlen? 


Was wäre, wenn du dir mit keinem einzigen Gedanken dein Scheitern vorstellen würdest?

Könntest du Angst vor dem Scheitern spüren?

ALLES ist deine innere Stimme

Könntest du nicht. 

Ein Problem im Außen entsteht erst, wenn eine sonst neutrale Situation von deinem Verstand als “Problem” bewertet wird.

Ein Fehler entsteht, wenn wir denken etwas falsch gemacht zu haben.

Doch “dort draußen” gibt es keine Fehler und keine Probleme.

Sie entstehen in uns, im Denken. 

Als ich richtig spüren könnte, dass meine gesamte Realität von dieser inneren Stimme bestimmt wird, gab es kein Zurück mehr.

Deine Identifikation mit dem Verstand kann nur durch anhaltendes, unbewusstes Denken in Gang gehalten werden.

Rückst du dieses kontinuierliche Denken in den Fokus deiner Bewusstheit, so verliert es an Macht über dich.

Werde bewusst, werde frei.

Meine tiefe Erkenntnis auf einer nächtlichen Zugfahrt

Ich saß damals im Zug um eine gute Freundin zu besuchen. 

Ich hatte das (von meinem Verstand) gehasste Buch von E.T. in meiner Tasche und haderte fortlaufend mit mir, es doch noch einmal zu lesen. 

Irgendetwas in mir sträubte sich ungemein dagegen und wollte mich davon abhalten.

Auf der anderen Seite fühlte ich mich auch irgendwie du diesem Buch hingezogen.

In diesem Moment des Zwiespalts habe ich zum ersten Mal wirklich bewusst diese Stimme in meinem Kopf beobachtet, und zwar ohne mich komplett mit ihr zu identifizieren.

Wenn sich der Denker selbst beobachtet

Innere Stimme - den Denker beobachten

Ich saß dort an diesem späten Sommerabend im Zug und beobachtete mich selbst beim Denken.

In diesem Moment geschah etwas sehr interessantes.

Für einen ganz kurzen Moment war ich einfach nur da.

Es gab keine Sorgen, keine innere Stimme mir einredet, ich müsste dieses oder jenes tun, um ein wertvoller Mensch zu sein.

Das war ein sehr subtiles, angenehmes Gefühl. Tiefe innere Ruhe würde ich es nennen.

Doch so schön dieser Moment auch war, so schnell war er auch wieder vorbei.

Aber der Same war gesät. Dieses Erlebnis konnte ich nicht mehr vergessen.

Den Denker beobachten

Damals fing für mich ein neuer Abschnitt in meinem Leben an.

Ich habe zum ersten Mal den Denker nicht mehr zu 100% ernst genommen.

Möchtest du deine innere Stimme der Weisheit wiederfinden, dann fange direkt heute an, so oft du kannst, die Stimme in deinem Kopf zu beobachten. 

Ohne sie zu be- oder verurteilen. Schau sie dir einfach nur an.

Jetzt wird sie immer leiser. Hinter ihr steigt ein subtiles, gutes Gefühl empor. Das ist deine Intuition, deine innere Stimme der Weisheit.

Nimm deinen Verstand nicht so ernst

Irgendwann wirst du dann merken, dass du die Gedankeninhalte deines Verstandes nicht mehr so ernst nehmen musst.

Du kannst ihn von außen beobachten.

Lächle über diese laute, innere Stimme und nimm den Inhalt nicht mehr so ernst.

Locker 80-90% des Denkens sind schädlich und vor allem komplett nutzlos. 

Beobachte deinen Verstand, und du wirst das sehr schnell erkennen.

Kannst du den Denker einmal beobachten, dann wirst du merken, dass er…

  • sich ständig mit anderen vergleicht.
  • dir einredet, du müsstest irgendwelche Dinge in der Zukunft erreichen.
  • sagt, du müsstest dich gegen ander durchsetzen.
  • behauptet du musst aufpassen, dass andere Menschen dich nicht benutzen…
  • …oder schlecht behandeln.
  • Dir verklickern will, du müsstest mit einer bestimmten Sorte Mensch verkehren und deren Anerkennung bekommen anstatt dir Leute zu suchen, mit denen es einfach so passt.

Wie du deine Ego-Stimme erkennst

Höre der Stimme einfach zu, sei als Beobachter gegenwärtig.

Mit etwas Übung wirst du es für immer längere Perioden schaffen, den Denker einfach nur zu beobachten, ohne ihm all sein Geschwätz auch noch abzunehmen.

Dadurch erkennst du, dass du nicht deine Gedanken bist, sondern etwas, das seinen Ursprung jenseits des Verstandes hat.

Verbinde dich mit deiner Intuition und inneren Stimme

Wenn du deinen Denker mehr und mehr bewusst erkennst – und ihn nicht mehr so ernst nimmst – kommt mehr deiner Intuition, deiner wahren inneren Stimme an die Oberfläche.

Jetzt tritt dein Ego mehr in den Hintergrund und du kannst die Stimme der Weisheit wieder mehr hören. 

Jetzt heißt es: Ins Vertrauen gehen. Lerne, diese subtilen, direkten Impulsen wieder mehr zu folgen.

Das kann bedeuten, den Wunsch nach Kontrolle ein wenig loszulassen.

Aber genau hinter dieser Angst nach Kontrollverlust liegt all deine Freiheit.

Die Rolle des Denkens

Ich kann gut verstehen wenn du jetzt einwendet, dass wir den Verstand doch brauchen. 

Da gebe ich dir vollkommen Recht. 

Doch der Unterschied liegt darin, ob wir unseren Verstand bewusst benutzen – oder ob er uns unaufhörlich benutzt.

Dein Verstand ist ein Werkzeug. Wenn bestimmte Aufgaben erledigt sind, dann schaltest du ihn wieder ab.

Er eignet sich besonders gut, um eine Einkaufsliste zu schreiben.

Um herauszufinden, ob du wertvoll oder wertlos bist, eignet er sich leider überhaupt nicht.

Das ist super-simpel. Findest du diesen Unterschied, dann findest du deine innere Stimme der Weisheit.

Das Ego überwinden

Das Ego kann uns das Leben so richtig schwer machen.

Es kritisiert an uns herum, malt den Teufel an die Wand, vergleicht sich – und schiebt uns die Schuld für unsere Faulheit zu.

Es steigert sich gerne in Probleme hinein und fühlt sich von anderen Menschen (also anderen Egos) herabgesetzt.

Dann dreht es in unserem Kopf frei, wie ein kleines, schreiendes Kind.

Oder es setzt sich beleidigt in die Ecke und schmollt. 

Das Ego fühlst sich ständig bedroht. Es ist so ein richtig kleiner Angsthase. Es kann sich nie entspannen und ist ständig im Dauerstress.

Das Spannende daran ist, dass es auch kein Problem damit hat, innerhalb von Sekunden seine Meinung zu ändern.

Denn es will verhindern, dass wir es erkennen. 

Es braucht deine unbewusste Anerkennung. Für das Ego ist es überlebensnotwendig, dass du dich mit ihm identifiziert.

Was ist das Ego?

Das Ego ist unsere Identifikation mit materiellen Dingen, Erfolg im Business, (politischen) Meinungen, unserer Vergangenheit, unserem Beruf, dem attraktiven Partner, dem Bankkonto, unseren Talenten und Fähigkeiten, …

Das Problem dabei: All diese Dinge sind vergänglich. 

Entweder kommt jemand, der mehr Gehalt hat, der Partner verliert im Alter an Attraktivität und Geld kann man auch jederzeit verlieren.

Das erzeugt innere Anspannung und Druck. Wenn unser Selbstbild von vergänglichen Dingen abhängig ist, können wir uns nie wirklich sicher fühlen.

Denn wenn wir beispielsweise älter werden, uns aber mit unserer sportlichen Leistung identifiziert haben, dann sind wir auf einmal bedroht.

Es fühlt sich so an, als wären wir nichts mehr wert, wenn diese Fähigkeiten von uns gehen.

Wir ziehen unseren Wert aus dem Außen. Das Außen ist nicht zu kontrollieren. 

So fühlt sich unser Ego immer bedroht. Es ist immer wachsam und angespannt. 

Das ist keine schöne Art und Weise, durch das Leben zu gehen.

Dein Ego formt deine Persönlichkeit

Das, was viele Menschen als ihre Persönlichkeit bezeichnen, sind in Wahrheit nur Geschichten, die sich ihr Ego ausgedacht hat.

Das kann sehr einschränkend für unser Leben sein. 

Wenn wir erst einmal merken, dass diese ganzen Geschichten, die sich unser Ego so über die Jahre für uns ausgedacht hat – eben genau das sind: ausgedacht – dann kommt große Freiheit in unser Leben.

Du bist sicherlich nicht immer schüchtern, oder faul.

Dein Ego erzählt es dir – und du glaubst es. Es erzählt es dir sogar so oft, dass du es gar nicht mehr hinterfragst. 

Im Grunde genommen ist alles eine unschuldige Lüge, was dir dein Ego erzählt. 

Es erzählt auch nicht aus dem Grund, um dir zu helfen, sondern weil es Lust hat, zu erzählen. 

Die Identifikation mit Materiellen

Noch eine Stufe unbewusster ist die Identifikation mit dem Materiellen.

Ich bin mein VW-Bus, mein Handy, meine Uhr.

Sie gibt mir eine bestimmte Identität. Zum Beispiel zeigt mein Bus allen, dass ich ein abenteuerlustiger Mensch bin, weg vom Mainstream.

Natürlich macht es Spaß, in der Welt des Materiellen zu spielen. Ich fahre auch gerne mit einem VW Bus an der Küste lang und genieße es.

Wenn es jedoch darum geht, dass Objekte meiner Person mehr Wert oder Ansehen bei anderen geben, dann ist das nicht gesund.

Das Ego ist immer oberflächlich

Sehen wir uns selbst nur durch die Identifikation mit Objekten, Eigenschaften und unseren Gedanken, dann leben wir komplett an der Oberfläche des Lebens.

Wir verpassen die tiefere Dimension.

Es ist uns nicht möglich, zu der Quelle von Freiheit, Leichtigkeit und Lebensfreude vorzudringen, die in jedem von uns steckt.

Denn sie ist komplett verdeckt von diesen Ego-Gedanken.

Erst, wenn wir hinter die Identifikation mit unserem Denken schauen, wachen wir auf. Wir erkennen, dass wir mehr sind als das.

Wir sehen, dass es da diese dünne Schicht an gedanklichen Identifikationen an der Oberfläche gibt – und darunter eine große Tiefe des Seins.

Hier liegt wahre Befreiung. 

Wie sich die Stimme im Alltag äußert

Das Ego ist deine Stimme im Kopf. Diese sehr vertraute Stimme

Fast jeder Mensch ist sehr stark mit seinem Ego, also dieser Stimme, identifiziert. Wir alle glauben, wir seien das Ego.

Daher kann es dort oben schalten und walten wie es lustig ist.

Das Ego ist ein super Geschichtenerzähler. 

Dabei erzählt es immer wieder die gleichen Geschichten – die wir immer wieder glauben.

Oft sind das solche Geschichten wie: 

  • “Du bist nichts wert und musst erst noch etwas erreichen, um wertvoll zu sein.”
  • “Du kannst das sowieso nicht und solltest lieber kleine Brötchen backen.”
  • “In der Vergangenheit ist doch schon so viel schief gegangen, wieso sollte das in der Zukunft anders sein?”

Vielleicht kennst du die ein oder andere Geschichte davon. Wahrscheinlich glaubst du sie sogar. 

Beurteilen und Bewerten: Die Lieblingsaufgabe des Ego

Das Ego beurteilt und verurteilt gerne

Dem Ego macht es unglaubliche Freude, alles und jeden zu bewerten. So gelingt es ihm ein wenig, die Illusion von Kontrolle aufrecht zu erhalten.

Stell dir einmal vor wie dein Leben wäre, wenn du mehr erfahren und weniger bewerten würdest.

Was wäre, wenn du Erfahrungen, die du vorher immer als negativ bewertet hast, wie z.B. Angst auf der Arbeit oder Wut auf den Partner, jetzt einfach nur wahrnimmst?

“Oh, da ist die Angst. Hallo Angst.”

Was soll dich dann im Leben noch stressen?

Denn ist sind niemals die Dinge, sondern unsere (bewertenden) Ego-Gedanken darüber, die Leid erzeugen.

Je mehr Bewertungen du loslässt, desto weniger wirst du leiden.

Wieso wir unser Ego mögen

Wir fühlen uns sicher im Ego, denn es gibt uns eine Identität. 

Aus dieser Identität entsteht ein (illusorisches) Gefühl von Sicherheit.

Selbst an einer Identität wie “Mir geht es so schlecht und das Leben ist gegen mich” können wir uns ein Leben lang festhalten.

Vielen Menschen kommt das sicherer vor, als sich aufzumachen in die unbekannte Dimension hinter dem Ego.


Selbst wenn dort Schätze von unermesslichem Wert warten, die Unsicherheit und Angst vor dem Unbekannten ist zu groß.

Daher klammern wir uns immer wieder an der Identifizierung mit dem Ego fest.

Manchmal lässt es uns sogar loslaufen um uns “zu verändern”. 

Anstatt uns jedoch vom Ego zu lösen, erweitern wir es um einige Punkte oder streichen alte Punkte weg.

Jetzt haben wir vielleicht eine andere Identität, aber das Ego ist immer noch da.

Wie du dich von deinem Ego löst

Freiheit von dem Ego

Wir lösen uns vom Ego, indem wir es erkennen.

Wir müssen nicht kämpfen (denn die Idee des Kampfes kommt auch vom Ego) noch müssen wir es besiegen.

Unser einziger “Job” ist es, das Ego zu erkennen. 

Wir erkennen unser Ego, indem wir es beobachten. Wenn wir sehen können: “Hier bin ich – da ist die Stimme”, dann sind wir frei.

Oftmals gibt sich das Ego nicht so gerne damit zufrieden, erkannt zu werden. Also wird es versuchen, sich mit schlauen Kommentaren über deine persönliche Entwicklung wieder durch die Hintertür reinzuschleichen.

Auch das kannst du beobachten und vielleicht, wenn du magst, darüber amüsiert sein.

Wie du dein Ego überwinden kannst

Lasse den Gedanken los, es gäbe dort etwas zu überwinden. 

Denn auch dieser Gedanke kommt wahrscheinlich aus dem Ego.

Was dein Ego nicht ist – entdecke dein wahres Ich hinter dem Ego

Das Ego vs. das wahre Ich

Das Ego ist bei vielen Menschen im Vordergrund. 

Womit wir oft den Kontakt verloren haben, ist unser Sein. 

Das, was das Ego (und alles andere) wahrnehmen kann. Das Bewusstsein.

Es gibt dort etwas, das einfach nur wahrnimmt. 

Deine Erfahrungen, Gedanken und Gefühle sind immer im Wandel – doch das, was all das wahrnimmt, ist immer gleich.

Das “Fenster”, durch das du dein Leben heute siehst ist das gleiche Fenster, durch das du als Kind geschaut hast.

Das Unterschied ist: Heute siehst du andere Inhalte. Aber das “sehen” ist gleich geblieben.

Mit der Zeit ist uns aber das Wissen dafür abhanden gekommen, dass wir eben mehr sind als unsere Erfahrungen, Gedanken und Gefühle.

Wir meinen, wir wären unsere Gedanken.

Jetzt sind wir zu 100% mit dem Ego identifiziert. 

Du löst dich vom Ego, in dem du dich wieder auf das Bewusstsein konzentriert, anstatt auf seinen Inhalt.

Ängste überwinden

Ängste sind fies. Sie rauben uns jegliche Lebensfreude.

Sie sorgen für ständige innere Anspannung. Wir fühlen uns hilflos ausgeliefert. 

Wenn du das auch kennst und etwas dagegen tun willst, dann bist du auf dieser Seite genau richtig.

Denn hier zeige ich dir eine umfassende Anleitung, wie du deine Ängste überwinden und loslassen kannst – egal wie groß sie im Moment noch sein mögen.

Stell dir mal vor wie dein Leben wohl aussähe, wenn du keine Angst hättest.

  • Wie würde dein Leben aussehen?
  • Was würdest du alles tun?
  • Fühlen sich diese Vorstellungen gut an?

Dann lass uns direkt loslegen.

Wie Angst entsteht – und wie du sie besiegen kannst

Wir müssen zuerst erkennen, dass alle Ängste in unserem Denken entstehen.

Ist dir das auch schonmal aufgefallen? 

Auch wenn wir Angst haben, sitzen wir zu 98% in einem warmen Raum mit genügend zu Essen und funktionierendem Wasseranschluss.

Es lauert kein Säbelzahntiger im Gebüsch.

Wieso haben wir trotzdem so oft Angst?

Der alltägliche Horrorfilm – und wie du aus ihm aussteigst

Ängste überwinden - der mentale Horrofilm

Weil wir angsteinflößende Filme in unserem Kopf ansehen.

Wenn im Kopf die schlimmsten Horrorfilme laufen, dann ist es sehr schwer, sich innerlich angstfrei zu fühlen.

Hier liegt die Ursache ALL unserer Ängste: Nicht in einer akut bevorstehenden Katastrophe, sondern in unseren katastrophisierenden Gedanken.

Du fühlst nicht die Welt – du fühlst deine Gedanken

Wir alle leiden so stark unter Ängsten, weil wir meinen da draußen gäbe es etwas, das Angst in uns auslösen kann.

  • “Ich habe Angst, weil ich morgen eine Prüfung habe.”
  • “Ich habe Angst dass ich krank werde.”
  • “Ich habe Angst, den Job zu verlieren.”

Wir meinen, die Quelle unserer Angst wäre eine Person oder ein Ereignis im Außen.

Doch wieso macht uns eine Prüfung keine Angst, wenn wir gerade mit jemandem über das Wetter quatschen?

Weil wir in diesem Moment nicht an die Prüfung denken. 

Die Angst kommt erst wieder, wenn wir uns an die Prüfung “erinnern”.

Wir fühlen nie die Welt im Außen und immer unsere Gedanken über die Welt. 

Die Welt ist neutral, sie kann dir niemals Angst machen. 

Ängste entstehen immer zu 100% im Denken.

Beispiel: Angst vor einer Krankeit

Stell dir vor, du spürst so ein Ziehen im Bauch.

Obwohl du nicht weißt, woran es genau liegt, geht das Gedankenkarussell sofort los.

Dein Kopf meint schon zu wissen, was es ist. Er redet dir die schlimmsten Dinge ein. 

Möglicherweise gehst du dann zum Arzt und der sagt dir: “Alles ist in Ordnung.”

Jetzt fühlst du dich erleichtert, die Angst ist verschwunden. 

Es gibt jetzt keinen ‘Grund’ mehr, für ängstliche Gedanken. Sofort verschwindet dein Leid. 

Objektiv betrachtet gab es jedoch niemals einen ‘Grund’ dafür. 

Denn auch als du Angst hattest, krank zu sein, warst du nicht krank. Das Leid hatte nichts mit dem Ziehen im Bauch zu tun.

In deinem Denken sah das aber ganz anders aus.

Im Übrigen hätte deine ängstlichen Gedanken auch eine schlechte Diagnose nicht verhindern können – sie sind also komplett sinnlos.

Zukunftsangst – und wie du sie loslässt

Die Angst vor der Zukunft verdeutlicht den Angst-Mechanismus besonders gut. 

Denn die Zukunft konnte noch niemand anfassen oder sich ein Stück davon in seine Schubkarre legen.

Sie existiert nur in unseren Köpfen. Dennoch sorgt sie regelmäßig dafür, dass wir Angst bekommen.

Das liegt daran, dass wir ängstlichen Gedanken über die Zukunft haben und glauben, sie wären real. 

Obwohl noch gar nichts passiert ist. 

Dann zerbrechen wir innerlich fast vor Angst, wenn jemand mit den Auto länger unterwegs ist als geplant.

Hinterher stellt sich heraus, dass nichts passiert ist – und trotzdem hatten wir Angst. 

Selbst übrigens, wenn etwas passiert, konnte uns die ängstlichen Gedanken davor nicht bewahren.

Wirkliche Angst (ums Überleben)

Ängste überwinden - wirkliche Angst ums Überleben

All diese Zustände würde ich noch nicht einmal Angst nennen. 

Sich Sorgen machen’ oder ‘Grübeln’ passen hier viel besser.

Denn richtige Angst haben wir in unserem Teil der Welt vielleicht 5-10 Mal im Leben. 

Diese Angst lässt dich dann aber nicht bibbern für Stunden auf deinem Sofa sitzen.

Richtige Angst aktiviert dich und holt aus jeder Faser deines Körpers das Optimum heraus – weil es jetzt gerade um dein Leben geht.

Die Prüfung hingegen ist nicht lebensbedrohlich.

Trotzdem können wir nicht aufhören, über sie zu nachzudenken. So erschaffen wir immer wieder aufs Neue Angstgefühle.

Die Gedanken entstehen automatisch und wir meinen, die (Angst-) Gefühle kommen von der Prüfung. 

Der einzige Weg, Ängste dauerhaft zu besiegen: An der Ursache ansetzen

Erst wenn wir erkennen, dass Angst immer in unserem Denken und niemals aus der Welt im Außen entsteht, können wir sie dauerhaft überwinden.

Mit diesem neuen Verständnis können wir an der Ursache unserer Ängste ansetzen: An unserem unkontrollierten Denken.

Das heißt nicht ,dass du “Worst Case Szenarien” erdenken oder positiv denken sollst, um deine Ängste zu bewältigen.

So verhedderst du dich wieder sehr schnell im Denken.

Der Weg ist zu erkennen, dass diese Gedanken nicht wahr sein müssen – und dann aufzuhören, sie so verdammt ernst zu nehmen.

Reality-check: Wie oft hatte deine Angst-Stimme schon Unrecht?

“Ich meine hey, wie oft hatte der Denker dort oben schon Unrecht?”

Ich bin ihm und seinen Horrorgeschichten schon sehr oft auf dem Leim gegangen.

Dann hatte ich Angst. Nur um kurz danach feststellen zu dürfen, dass er total übertrieben hat.

Man sollte meinen, ich hätte daraus gelernt. Aber beim nächsten Mal bin ich direkt wieder in die gleiche Falle getappt.

Bis ich gemerkt habe, dass mein Denken gerne mal ein bisschen übertreibt.

Ängste überwinden durch Abstand von der Angst-Stimme im Kopf

Um uns von diesem angstvollen Denken zu lösen müssen wir erkennen, dass wir nicht diese Stimme sind.

Wir müssen sehen, dass es nur eine Stimme im Kopf ist, die viel erzählt wenn der Tag lang ist.

Du kannst dieser Stimme zuhören, aber du bist sie nicht. 

“Oder weißt du jetzt, was dein nächste Gedanke sein wird?”

Wie du siehst, haben wir keine richtige Kontrolle über diese Stimme.

Sie wickelt uns ein.

Dann glauben wir ihr alle Horrorszenarien unbesehen – und fühlen jeden dieser Gedanken.

Wir haben eine perfekte virtuelle Realitäts-Maschine im Kopf. 

Bei vielen Menschen erzeugt sie jeden Tag irrationale Ängste ohne Ende.

Nimm deine Angst-Stimme nicht mehr so ernst

Übrigens, wenn wir diese Stimme im Kopf wären, würden wir uns doch schönere Gedanken aussuchen!

Niemand denkt sich freiwillig in dauerhafte Angstzustände. 

Trotzdem tun wir es alle. Jeden Tag. Wie du siehst: keine Kontrolle.

Daher haben so viele Menschen ständig dieses ängstliche Gefühl in der Magengegend.

Sie bemerken nicht, dass sie denken – und halten das Denken für real.

Gleichzeitig würde die Angst in der Sekunde aufhören, in der wir diese Gedanken nicht mehr hätten.

Wenn du keine ängstlichen Gedanken im Kopf hättest, dann würdest du keine Angst mehr spüren.

Wenn sich solche Gedanken wieder ins Bewusstsein schleichen, kommt die Angst wieder.

Bewusstsein als Mittel gegen deine Ängste

Im Kern des Ganzen steht, innerlich Abstand von dieser Plapperstimme zu bekommen. 

Kann sie nicht mehr von dir unbemerkt plappern kann, hast du deine Ängste überwunden.

Die gute Nachricht lautet: Du musst die Stimme gar nicht loswerden (oder sie gar manipulieren).

Es reicht, wenn du sie nicht mehr so ernst nimmst.

Stell dir vor, da läuft ein kleiner, hässlicher Mann neben dir, der die die ganze Zeit “deine” Angstgedanken ins Ohr plappert. 

Wie ernst würdest du den Kollegen nehmen?

Schnell wirst du bemerken, dass dort oben die immer-gleichen Schallplatten spielen. 

Die Angst in Gedanken bekämpfen

Ängste überwinden - Ängste bekämpfen

Fühlen wir diese ängstlichen Gedanken dann als Gefühle in unserem Körper meinen wir oft, wir könnten sie durch weiteres Denken besiegen.

Leider entstehen 99,9% unserer Ängste in genau diesen Gedanken.

Erkennen wir das nicht, sind endlose Gedankenspiralen die Folge, die noch mehr Ängste erzeugen.

Du drehst dich jetzt ewig im Kopf um scheinbar gefährliche Situationen – und spürst so stundenlang diese Gedanken.

Du bist in deinen Angst-Gedanken gefangen.

Nimm deine Ängste als Feuermelder

Viele glauben, Ängste würden ihnen kompetent Auskunft darüber geben, wie “gefährlich” ihre Umwelt gerade ist.

Das dies eine komplette Illusion ist, haben wir schon verstanden.

Dabei es funktioniert ganz anders: Deine Ängste geben dir zuverlässig Rückschluss auf die Qualität deines Denkens.

Ängste sind ein Zeichen für dich, Abstand von deinem Denken zu nehmen und die Stimme zu beobachten.

Setz dich gemütlich in den Kinosessel des Lebens und schaue dem Film zu.

Vermeide es vor allem jetzt, auf die Kinoleinwand zu springen und komplett mitgerissen zu werden.

Hände weg vom Denken

Anstatt in einem ängstlichen Zustand irgendetwas (im Innen oder Außen) ändern zu wollen, lehn dich zurück und komme in den Moment.

Bemerke: “Oh, da ist die Angst – oh da ist ein großes Gedankenchaos im Kopf” – und lasse das komplett sein, wie es ist.

Lass mich das ganz deutlich sagen: Wenn wir versuchen, irgendetwas zu tun um die Angst loszuwerden, machen wir es schlimmer.

Zu 100%.

Das ist so, als wenn du Benzin in ein Feuer kippst um es zu löschen. 

Außerdem hast du gerade nicht die mentale Klarheit, um Probleme zu lösen oder vernünftig mit anderen Menschen zu kommunizieren.

Akzeptanz der Ängste

Schwitzige Hände, roter Kopf, wackelige Knie, flache Atmung, anespannte Schultern.

Das kann ganz schön nerven, ich weiß.

Du bist sicher hier hergekommen, um deine Ängste zu überwinden. Aber ich will dich nicht mit kurzfristigen Lösungen abspeisen.

Denn wenn wir die Angst weg machen wollen, dann packen wir nie an dem tieferen Muster an, aus dem immer wieder neue Ängste entstehen.

Dann wirst du zum Feuerwehrmann. 

Du hast eine Angst kurzfristig besiegt, nur um direkt zum nächsten Großbrand gerufen zu werden.

Doch es ist noch niemals ein Gefühl von uns gegangen, indem wir dagegen ankämpfen oder es beseitigen wollen.

Daher ist deine Angst auch nichts, wofür du dich schämen musst. Angst zu haben ist normal und wichtig.

Außerdem ist auch Angst am Ende nur ein Gefühl wie jedes andere auch.

Kopf aus, Herz an

Versuche dabei, nicht zu sehr mit dem Kopf zu akzeptieren. Verwende dein Herz. Gehe wieder zurück zu dir und spüre.

Richte deine Aufmerksamkeit nach innen. Sei präsent mit allem, was da ist. Versichere dem Gefühl, dass es für einen Moment da sein darf.

Schweifst du in Gedanken ab, bemerke das und gehe wieder sanft zurück zu seinem Körper und dem Gefühl.

Verweile dort eine Zeit und atme dabei tief und bewusst.

“Oh, hallo Angst, schön dass du da bist”

Stell dir vor wie es wäre, wenn eine Angst kommt und du einfach mit den Schultern zuckst: 

“Oh, da ist die Angst, wieder. Schön, dass du da bist.”

… und sie dann nicht mehr groß beachtest.

Wir leiden vor allem unter unseren Ängsten, weil wir sie loswerden wollen. 

Wenn wir sehen können, das Angst nichts als eine weitere Erfahrung ist, die wir als Menschen machen können, sind wir frei.

Wenn wir verstehen, dass sie keine Auskunft über die Außenwelt gibt, sondern über unser Denken, können wir uns noch weiter entspannen.

Die Angst loslassen

Schenke der Angst einmal deine komplette Aufmerksamkeit. Erforsche sie. Schließe dann Frieden mit ihr.

Du wirst merken, dass sie eben auch nur ein Gefühl ist.

Gefühle können niemals etwas mit dir machen. Alle Gefühle ziehen vorbei, wenn du sie lässt.

Im Schnitt bleibt ein Angstgefühl so um die 3-4 Minuten bei uns, dann wird es von einer anderen Erfahrung abgelöst.

Wenn wir es schaffen, unsere Angst einfach nur zu fühlen, ohne Widerstand, dann verliert sie die Macht über uns. 

Dann sind wir frei und haben unsere Angst bewältigt.

Angst bewältigen über den Körper

Ängste überwinden - sag der Angst Hallo

Um deine Angst “einfach nur” zu spüren, gehe zurück in deinen Körper. Dort ist sie am deutlichsten spürbar.

Denn was ist ein Gefühl letztendlich? Energie, die in deinem Körper kreist. Über deinen Körper kannst du sie wahrnehmen.

Doch viele Menschen sind in ihrem Kopf gefangen. Wenn Angst in ihrem Körper auftaucht, schießt ihr Fokus in den Kopf.

Die Gedanken fangen an zu rasen. Sie werden hektisch. Sie wollen kontrollieren. Sie wollen irgendetwas gegen diese Angst tun.

Also lenken sie sich ab. Oder nehmen Medikamente. Oder sie arbeiten noch mehr, um die Angst in Zukunft loszusein.

Lebe mit Achtsamkeit und überwinde so deine Ängste

Wir unternehmen viel – doch die Angst einfach nur zu spüren kommt den wenigsten in den Sinn.

Deshalb mach es dir zur Gewohnheit, achtsam zu leben. Nimm dir immer wieder Zeit um in Kontakt mit deinem Körper zu treten.

Mache Mini-Bodyscans und lasse deine Aufmerksamkeit von oben nach unten durch deinen Körper laufen. 

Mit der Zeit wirst du immer feinfühliger für dich und deine Energien werden.

Wieso Angst nichts schlimmes ist

Das bedeutet, dass deine Angst niemals vollkommen verschwinden wird, solange du dich entwickelst und wächst.

Das ist auch gar nicht unser Ziel. Wir wollen tiefer ansetzen und die Angst vor der Angst loslassen.

Wenn du den Kampf gegen deine Angst aufgibst und erkennst, dass sie nur so schlimm ist, wie du sie machst, dann löst sie ihren Klammergriff um dich.

Diese Einsicht, wird dir große Befreiung geben 

Solange du lebst, werden immer Ängste auf dich zukommen. Wenn du dich vor ihnen schützen willst, machst du es nur schlimmer.

Also, lass den Wunsch los, deine Ängste loszuwerden und akzeptiere sie.

Lass sie da sein.

Viele Menschen glauben, irgendwann wäre alles gut.

  • Wenn ich erst genug Geld habe, dann habe ich keine Angst mehr.
  • Wenn ich meinen Traumpartner gefunden habe, dann ist alles gut.
  • Wenn mich die Menschen erst wirklich verstehen, dann ist alles anders.

Die “schlechte” Nachricht lautet: Es geht immer weiter. Das Leben ist eine Reise mit immer neuen Herausforderungen.

Das kann uns Angst machen oder und freudig stimmen.

Wie du ins Leben eintauchst anstatt dich von der Angst kontrollieren zu lassen

Denn die gute Nachricht lautet: Wenn wir effektive Wege finden, mit unseren Ängsten umzugehen, werden wir reich beschenkt.

Wir werden beschenkt mit unglaublich intensiven und schönen Erfahrungen. Haben wir diese Fähigkeit gemeistert, fängt das Leben wirklich an.

Anstatt vor dem Leben zu flüchten und es zu vermeiden, tauchen wir voll ein.

Wir spüren die ganze Bandbreite. Wir kosten es voll aus. Wir tun, was wir wirklich tun wollen.

Es ist nur ein kleiner Schritt, der uns davon abhält. Der Schritt, in unsere Angst hinein.

Lernst du, diesen achtsam und mit Selbstmitgefühl zu gehen, dann steht dir das Leben offen.

Sinn und Unsinn von “sich seinen Ängsten stellen”

In vielen Artikeln zum Thema Ängste liest du, dass du dich deinen Ängsten stellen sollst.

Dem stimme ich zu, wenn auch mit zwei wichtigen Voraussetzungen.

Ernstens würde ich niemandem mit einer Sozialphobie raten, auf die Straße zu gehen und 20 fremde Menschen anzusprechen.

Diese Aufgabe ist zu schwierig und überfordert den Menschen komplett. Die Folge sind noch stärkere Ängste vor dem nächsten Mal.

Die zweite Regel ist, sich bewusst seinen Ängsten zu stellen. 

Wir wollen sie nicht unterdrücken, sondern ihnen erlauben in der Situation mit dabei zu sein.

Wir wollen uns nicht aus der Komfortzone bewegen, um die Ängste loszuwerden – sondern um zu erkennen, dass sie uns nichts tun können.

Ängste kommen besonders klar zum Vorschein, wenn wir etwas wirklich tun. Hier liegt das größte Wachstumspotential.

Du kannst merken, dass das Gefühl nicht so schlimm ist – und somit auch ein ganz neues Bild von der Situation bekommen.

Außerdem beweist du dir so immer wieder aufs Neue, welche Kraft und welche unglaublichen Fähigkeiten in dir stecken. 

Das zeigst du dir jedes Mal, wenn du deine Komfortzone ein kleines Bisschen mehr verlässt.

Praktische Tipps, um dich mit Köpfchen deinen Ängsten zu stellen

Es führt kein Weg daran vorbei, sich seinen Ängsten zu stellen.

Dabei rede ich nicht vom stumpfen verlassen seiner Komfortzone (wie sich z.B. in der Fußgängerzone für 2 Minuten auf den Boden zu legen).

Ich rede davon, sich mit Plan und Achtsamkeit seinen Gefühlen zu stellen.

Viele Therapieformen, in denen der Mensch mit seinen Ängsten konfrontiert wird, bringen große Erfolge.

Du kannst es nachmachen und das beste ist, dass da dafür nicht einmal einen Therapeuten benötigst.

Du kannst dich auch alleine regelmäßig deinen Ängsten stellen.

Das coolste dabei ist…

1. Stell dich deinen Ängsten Schritt für Schritt

Wenn du dabei kleinschrittig und langfristig deine Ängste angehst, wirst du bald merken, wie deine Ängste weniger werden.

Wenn du beispielsweise Angst hast, mit fremden Menschen in Kontakt zu treten, dann….

  • Fragst du zuerst 5 Menschen nach der Uhrzeit
  • Du fragst nach der Uhrzeit und sprichst sie dann auf ein Kleidungsstück an, das sie tragen.
  • Hast du das drauf, machst du eine Minute small-talk…

Ich denke, du verstehst die Herangehensweise.

2. Bleibe präsent während du dich deinen Ängsten stellst

Wichtig ist, dass du dabei immer schaust, wie du dich fühlst.

Frage dich:“Auf einer Skala von 1 bis 10, wie hoch war mein Angstlevel bei dieser Aufgabe?”

Liegt es zwischen 0-4: Steigere die Schwierigkeit

Liegt es zwischen 4-7: Mache die Übung noch ein paar Mal

Liegt es zwischen 7-10: Suche dir eine leichtere Aufgabe.

Deine Angst wird sich immer dann lösen, wenn du die Erfahrung machst, dass du die Angst aushalten kannst und sie dir nichts tut.

3. Die 3 Sekunden Regel

Ängste überwinden - die 3 Sekunden Regel

Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die erfolgreiche von noch-nicht-erfolgreichen Menschen unterscheidet: Diesen kleinen, aber unglaublich wichtigen Schritt nach vorne zu machen.

Sich regelmäßig ein wenig in die Angst zu lehnen, anstatt sich für den vermeitlich leichteren Weg zu entscheiden.

Um sich diese Fähigkeit anzueignen gibt es die 3-Sekunden-Regel:

Du hast von nun an 3 Sekunden Zeit, um den ersten Schritt ins ungewisse zu machen.

In diesen drei Sekunden ist deine Angst und das “alles ist gefährlich” -Geplapper in deinen Kopf noch nicht so stark, dass es dich abhalten könnte.

Danach wird es immer schwerer und schwerer weil dein Kopf immer mehr Zeit hat dir zu sagen, wie gefährlich das doch alles ist.

Übe, den Schritt immer öfters zu tun.

Draus erwächst Selbstvertrauen und deine Ängste werden weniger.

Es wird dein Leben verändern.

4. Genieße deine Entwicklung

Wenn du immer wieder bewusst mit deinen Ängsten bist, dann liegt hier der Weg in die emotionale Freiheit.

Es wird eine Zeit kommen, in der du für deine Erfahrungen, die dir jetzt anstrengend vorkommen, sehr dankbar sein wirst.

Denn hinter unseren größten Herausforderungen liegt unsere größte Freiheit. 

Ängste sind nicht dazu da, um dir das Leben schwer zu machen.

Sie wollen dich bewusster machen. An jeder Situation, an jedem Gefühl kannst du wachsen und ein wenig wacher werden.


Vor allem aber kannst du, auch wenn da noch die eine oder andere Angst ist, dein Leben jetzt schon genießen. 

Nicht erst, wenn du alle Ängste vollständig im Griff hast. 

Ängste überwinden - sich über Ängste freuen

5. Freue dich über deine Angst

Wie hört sich folgende Alternative für dich an?

“Immer, wenn ich Angst spüre, steht großes persönliches Wachstum bevor!”

Bewerte deine Angst anders.

Wie wäre es weiterhin hiermit:

“Meine Angst gibt mir Energie und schärft meine Wahrnehmung. Mein Körper möchte mir einen optimalen Zustand für die bevorstehende Herausforderung geben. Vielen Dank.”

Schaffst du es, deine Angst als etwas zu bewerten, das dir hilft, verliert sie die Macht über dich.

Vielleicht findest du ja deine ganz eigene, persönliche positive Bewertung dieses Gefühls?

Wie du Kraft aus Rückschlägen ziehst

Mut ist die Fähigkeit, trotz der eigenen Ängste zu handeln.

Am Ende ist das Leben simpel: Wenn ich das Leben voll leben möchte, dann brauche ich Mut. Ich muss ins Leben eintauchen, trotz meiner Ängste.

Das nennt sich Risiko. Aber auch, wenn es mal nicht so hinhaut kannst du das nutzen, um deine Ängste weiter zu überwinden.

Denn dann wirst du merken, dass das Leben weitergeht. Du wirst am eigenen Leib fühlen, dass sogar wenn sich deine Ängste bewahrheiten, es keine lebensbedrohlichen Konsequenzen für dich hat.

Das gibt für eine Menge Freiheit. Denn wenn sich die Angst das nächste Mal meldet kannst du ihr einfach sagen: “Hey Angst, ich kenne dich schon. Ich weiß vom letzten Mal, dass diese Situation mir nichts anhaben wird. Danke für deine Fürsorge.”

Existenzangst

Existenzangst nimmt in der heutigen Zeit immer mehr zu.

Die Anforderungen im Job wachsen und gleichzeitig gibt es immer weniger Garantien.

Die Welt befindet sich in immer schnellerem Wandel und vielen kommt es so vor, als würde es schwieriger, dabei mitzuhalten.

Das ganze wirkt dann schnell so auf uns, als könnte es unsere Existenz bedrohen.

Dabei sind die realen Gefahren für Leib und Leben in der heutigen Welt relativ überschaubar.

Wir haben ein krasses Gesundheitsystem und die Wahrscheinlichkeit eines Krieges, Hungersnot oder einer Straftat sind sehr gering.

Doch trotzdem leiden viele Menschen unter Existenzangst.

und glaub mir, ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn mir ging es auch lange Zeit so.

Ich sehe in meinen Coachings, dass immer mehr Menschen der Eindruck gewinnen, sie könnten mit den Herausforderungen des Lebens nicht mehr fertigwerden. 

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du am besten mit solchen ganz konkreten (und auch weniger konkreten) Existenzängsten umgehst. 

Auslöser von Existenzängsten – was sie wirklich sind

Dabei möchte ich dir helfen, die Existenzängste an der Wurzel zu packen anstatt nur die Symptomen zu lindern.

Denn auch wenn wir mental erkennen (oder uns einreden), dass es doch eigentlich gar nicht so schlimm ist – wie lange hält soetwas an?

Wir fühlen uns kurz besser und fallen kurze Zeit später oft in das alte Muster zurück.

Das liegt daran, dass wir oftmals nicht verstehen, wie solche Ängste entstehen.

Existenzängste können entstehen, wenn wir Geldsorgen haben oder uns der Jobverlust droht.

Selbstständige können vor schwierigen wirtschaftlichen Problemen stehen oder wir spüren die Last von Schulden oder großer Verantwortung auf unseren Schultern.

Sie entstehen wenn wir uns im Geiste ausmalen, dass wir, sobald sich unsre Lebensumstände ändern, unglücklicher wären, als jetzt.

  • Vielleicht sehen wir den sozialen Abstieg vor unserem geistigen Auge, …
  • die Aufgabe der geliebten Wohnung ….
  •  oder die Abhängigkeit von anderen Menschen oder dem Staat.

All diese Gedanken können lähmende Existenzängste in uns auslösen. 

Wie Existenzangst entsteht

Existenzangst (und auch “normale” Angst) entsteht dann, wenn wir uns eine Zukunft vorstellen, die vermeintlich schlechter ist, als die Gegenwart. 

Dann fangen die Gedankenspiralen an. 

Wir stellen uns lebthaft vor, wie unser Leben den Bach runtergeht und merken, wie wir uns minütlich ängstlicher und gelähmter fühlen.

Das geht auch gar nicht anders. 

Denn das spannende an den meisten solcher Vorstellungen ist:Sie sind noch gar nicht eingetreten.

Wenn wir Existenzangst haben, dann machen wir uns Sorgen und grübeln über eine fiktive Zukunft nach.

Wir müssen uns hier immer hilflos fühlen, denn gegen eine Katastrophe, die (außer in unseren Gedanken) nirgends existiert, können wir konkret nichts machen.

Deshalb sind Existenzängste auch so lähmend. Wir kämpfen mit einem Schwert aus Wolken gegen einen Drachen aus Wolken. 

Das ist auf Dauer sehr anstrengend und führt zu nichts.

Bevor es im nächsten Abschnitt darum geht, was du tun kannst, wenn deine Befürchtungen schon eingetreten sind, möchte ich vorher noch eine wichtige Grundlage mit dir klären.

Wieso wir fühlen, was wir fühlen

Existenzangst - wieso wir fühlen, was wir fühlen

Was du verstehen musst, damit dieser Artikel dir wirklich helfen kann ist, wie negative Gefühle entstehen.

Ich habe den Eindruck, dass 99,9% aller Menschen meinen, Gefühle kämen aus der Außenwelt.

  • “Ich muss Existenzangst haben, weil bei uns Stellen gekürzt werden.”
  • “Ich muss angespannt sein, weil da eine wichtige Präsentation auf mich wartet.”
  • “Ich muss wütend sein, weil mein Chef etwas respektloses zu mir gesagt hat.”

Doch die Stellen wurden noch gar nicht gekürzt und die Situation mit dem Chef ist schon vorbei.

Wieso fühlen wir in komplett anderen Situationen solche Gefühle?

Wir können im warmen Bett liegen, mit funktionierender Heizung und vollem Bauch – und gleichzeitig den Eindruck haben, die Welt stünde kurz vor dem Untergang.

Das ist gleichzeitig sehr faszinierend und kann uns das Leben schwerer machen, als es sein müsste.

Wie die Kraft deiner Gedanken Existenzangst erzeugt

Es liegt an der Kraft unserer Gedanken. Gedanken sind krass drauf.

Sie erschaffen Realität – und zwar zu 100%.

Es ist nämlich nicht so, dass du deinen Chef oder die drohende Arbeitslosigkeit fühlen kannst. 

Was du fühlst sind deine Gedanken darüber.

Denn sonst könntest du Abends im Bett nicht ängstlich oder im Auto auf dem Weg nach Hause wütend sein.

Dein Verstand spielt dir diese Filme immer wieder ins Bewusstsein.

Jeder Gedanken-Film produziert die dazugehörigen Gefühle. Das macht er so gut und realistisch, dass wir es nicht mitbekommen.

Unsere Gedanken erschaffen uns eine Realität, in der die Zukunft bedroht oder der Chef unfähig ist.

Wir fühlen immer unsere Gedanken und niemals das Außen. 

Wenn du das verstehst, dann wirst du bemerken, dass der einzige Ort, an dem deine Existenzangst entsteht, in deinem Kopf (genauer deinem Denken) ist. 

Und was da manchmal für eine Realität entsteht.

Wieso wir dazu neigen, katastrophierend zu denken

Glauben wir unserem denken, dann könnte schnell der Eindruck entstehen, dass alles zum Scheitern verurteilt ist.

Das Leben kommt uns dann oft hart, gefährlich und ungerecht vor. Von Sekunde zu Sekunde verschwindet (in unseren Gedanken, daher auch gefühlt) das Vertrauen in unsere Fähigkeit, mit diesen Herausforderungen fertigzuwerden.

Dann finden wir auf gar keinen Fall einen neuen Job oder Partner und wir sind sowieso schon viel zu alt, als dass und irgendwer überhaupt noch nehmen würde.

Und nochmal: Keines dieser Dinge ließe sich objetiv mit absoluter Sicherheit bestätigen. 

Dennoch kommt es uns so vor, als wäre das absolut real – dann haben wir Existenzangst.

Lies den letzten Absatz noch einmal. Wenn du das verstehen kannst, wirst du im Leben frei sein. 

Wieso uns Existenzängste nicht beschützen können

Ich denke wir sind uns in diesme Punkt einig: Das Leben ist nicht zu kontrollieren, geschweige denn vorherzusehen. 

Es passieren täglich Dinge, die wir eher verhindern würden, wenn wir könnten.

Trotzdem versuchen wir verzweifelt, Kontrolle auszuüben.

Irgendwie scheint der Eindruck entstanden zu sein, wir könnten uns durch ‘Sorgen machen’ oder Grübeln vor schlimmen Dingen schützen.

Was, wenn die ‘Katastrophe’ doch eingetreten ist

Und wenn doch mal etwas unvorhergesehenes passiert ist? 

Erst einmal dürfen wir feststellen, dass all die Existenzangst im Vorfeld nicht dazu geführt hat, dass wir irgendwas verhindern konnten ….

Manchmal passiert es einfach trotzdem.

Also…

  • Wir verlieren wirklich den Job.
  • Die Ehe geht in die Brüche.
  • Der Kredit wächst uns über den Kopf.
  • Der Umsatz bleibt aus.

… jetzt machen wir den zweiten ‘Fehler’. 

Wir meinen, ängstliche und katastrophisierende Gedanken wären die besten Begleiter, um eine ‘Lebenskrise’ zu meistern.

Doch selbst wenn ein ganz konkreter Anlass existiert, über den wir uns gedanglich Sorgen machen könnten – wohin führt uns das Gegrübel?

Eine praktische Lösung finden wir sicherlich nicht, wenn wir schweißnass im Bett liegen und vor Angst schlottern.

In solch einem emotionalen Zustand macht es keinen, irgendetwas regeln zu wollen.

Die Lösung für reale Probleme liegt nicht im Nachdenken

Auch hier merken wir: Obendrein exzessiv solche Gedanken zu denken, bringt uns keine Lösung, dafür aber ganz viele negative und lähmende Gefühle.

Durch ein unbewusstes Versinken und solch negativen Gedanken schneiden wir uns von einer großen Resource ab, die es uns ermöglicht, effektiv und mühelos einen Weg aus der Misere zu finden.

Wir denken uns quasi fest – weil wir immer die gleichen Gedanken denken, können wir keine Lösungen finden.

Lösungen kommen immer dann, wenn wir bewusster werden und uns von dem katastrophisierenden Denken über die Situation oder Zukunft lösen.

Erst, wenn unser Kopf nicht ganz so voll ist mit allerlei existenziellen Angstgedanken, wird Platz frei für neues, frische Denken.

Der Ort, an dem frisches Denken und kreative Problemlösungen entstehen

Kannst du dich an das letzte Mal erinnern, als du die zentrale Lösung für ein Problem gefunden hast?

  • War das, nach einem 3-stündigen Grübel- und Sorgen-Marathon?
  • Oder in einem Moment, in dem dein Denken nicht ganz so exzessiv ablief und kurz etwas mehr Ruhe im Kopf war?

Alle großen Denker und Wissenschaftler (Einstein, Edison, …) hatten ihre besten Ideen, wenn sie sich gerade nicht aktiv in ihrem logischen Denken damit beschäftigten.

Es kam zu ihnen – nach einem Mittagsschaf oder einem Spaziergang im Wald.

Denn kreative Lösungen, aber auch generell positivere Gedanken können wir nicht zwanghaft mit unserem persönlichen Denken erzeugen.

Sie kommen automatisch zu uns wenn wir den Wunsch nach Kontrolle loslassen und innerlich etwas weiter werden.

Solange wir Gedanken über unsere bedrohte Existenz mental hinterherhängen, werden wir genau diese fühlen.

Das liegt daran, dass wir eben unsere Gedanken fühlen – und nicht die Zukunft oder Vergangenheit.

Wie du Existenzängste loslassen kannst

Was du verstehen musst, um deine Existenzängste loszulassen ist, dass sie nicht real sind.

… und ich weiß, was du jetzt denkst. 

Ja, auch mir kommen meine Ängste oft genug sehr plastisch und real vor. 

Immer, wenn ich unbewusst bin und sehr viele Gedanken im Kopf habe, kann ich das auch nicht sehen.

Dann meine ich: “Nein, dieses Mal ist das Leben wirklich gefährlich.”

Doch auch dort liege ich gemütlich im Bett – nur fühlt sich das in solchen gar nicht gemütlich an.

Schaue mal ob du dich jemals ängstlich gefühlt hast, und dabei komplette Ruhe und Frieden im Kopf hattest?

Wie sah es hingegen aus, als du dich lebensfroh und entspannt gefühlt hast?

War da jemals dein ganzer Kopf voll mit hektischen Gedanken?

Ich habe noch niemanden getroffen, der sich der Zukunft gegenüber optimistisch gefühlt hat und gleichzeitig das absolute Gedankenchaos im Kopf hatte.

Die Erkenntnis über Existenzangst, die dich frei macht

Es führt also kein Weg daran vorbei zu erkennen, dass zumindest 99,9% des Dramas in deinem Kopf entsteht – und es sich gleichzeitig für dich so anfühlt, als käme das alles aus der Welt um dich herum.

Kannst du das sehen, bist du frei.

Dann gibt es vielleicht noch existenzängstliche Gedanken, aber sie verlieren ihren riesigen Einfluss auf dich und ihre Ernsthaftigkeit.

Dann wird Energie und Kapazität frei für neues, frisches Denken. 

Das führt zu neuen Ideen um dein Problem zu lösen und nach vorne zu schauen.

Falls es bisher noch gar kein real existierendes Problem gab (was oft genug der Fall ist), dann kannst du wieder dazu übergehen, das Leben zu genießen anstatt in Angst über deine Existenz zu leben.

Wir erschaffen unsere Existenzangst selbst – es gibt sie dort draußen nicht

Du kannst die Illusion, es gäbe etwas gefährliches in der Zukunft, loslassen. Denn zum einen kannst du es durch dein Denken nicht verhindern und zum zweiten ist dein Denken der einzige Ort, wo das Problem exisitert. 


Das heißt, du erschaffst es dir selbst. Das macht dich nicht zu einem schlechten Menschen, das ist einfach ein Fakt.

Auch machst du das nicht absichtlich, sondern hast mit deinem Bewusstsein und Fähigkeiten immer das beste gegeben.

Nur manchmal führt das halt zu Gefühlen wie Existenzangst. 

Nur, weil das bisher immer so war heißt das nicht, dass wir damit nicht jederzeit aufhören könnten. 

Doch du kannst erst in den Moment aufhören, in dem du erkennst dass du deine (ängstlichen) Gedanken fühlst und nicht die Realität.

Flexibel und offen sein für neues Denken

Das erfordert ein wenig geistige Flexibilität und Offenheit, aber es ist der Schlüssel zur Lösung all deine Probleme.

Das klingt jetzt nach viel, aber meiner Erfahrung ist es so. 

Wir können keine Sorgen über die Zukunft haben, wenn es nicht irgendwo einen Gedanken gibt, der dir solche Sorgen gibt.

Deine Lebensumstände könnten noch so ‘ausweglos’ sein, wenn du nicht denkst sie wären ausweglos, dann sind sie nur so, wie sie eben sind.

Nicht mehr und nicht weniger. Aber ‘ausweglos’ werden sie erst im persönlichen Denken.

Es ist auch immer wieder spannend zu sehen, wie verschiedene Menschen komplett unterschiedliche Realitäten haben.

Was beim einen keine emotionale Regung auslöst, bringt den anderen schon an den Rand des Aushaltbaren – und genauso umgekehrt.

Eine kleine Geschichte von Existenzangst und Geldsorgen

Existenzangst und Geldsorgen

Ich habe einen Kumpel, der ist konkret immer finanziell abgebrannt – aber hat dazu keine sorgenvolle Gedanken.

Er denkt (weil er es wohl irgendwann mal so gelernt hat) immer sowas wie: “Wird schon, hat doch bisher immer geklappt.”

Weil auch er seine Gedanken fühlt, kann ihm die Situation keine Angst machen.

Kennst du auch Situationen, in denen du komplett anders reagierst, als ein anderer Mensch?

Wenn es so wäre, dass wir die Welt fühlen, dann müssten alle Menschen komplett gleich reagieren.

Das tun sie aber nicht. 

Der Grund dafür liegt schlicht daran, dass sich jeder unterschiedliches Denken angewöhnt hat im Laufe seines Lebens.

Das wird dann unbewusst automatisch abgespult. 

  • Manche dieser Denkweisen sind harmlos und dann macht uns die Situation nichts aus.
  • In anderen Situationen fährt unser Denker aber zur Höchstleistung auf und wir haben keine andere Möglichkeit zu leiden – solange wir unbewusst sind.

Durch mehr Bewusstsein die Existenzangst besiegen

Die naheliegende Lösung ist also, bewusster zu werden.

Alleine diesen Artikel gelesen zu haben, hat dich bewusster gemacht.

Jetzt hast du in der nächsten Situation die Möglichkeit, bewusster zu erkennen, was abgeht. Du bist weniger Opfer deiner Gedanken und mehr Beobachter.

Wenn du die Trennung schaffen kannst: “Hier bin ich, da ist die Stimme in meinem Kopf, die grade Lust hat, Horrorgeschichten zu erzählen”, hast du einen riesigen Schritt gemacht.

Denn erst jetzt kannst etwas anders machen, als vorher. 

Wenn wir nicht wissen, dass der Schmerz in unserer Hand von der heißen Herdplatte kommt, dann können wir die Hand auch nicht runternehmen.

Wir müssen den Schmerz aushalten.

Wenn du nicht bemerkst, dass deine Existenzangst aus deinem Denken entsteht, dann wirst du auch immer weiter unter ihr leiden müssen.

Dann wird dein Verstand immer weiter und unbemerkt von dir Gedanken erzeugen, die nicht wahr sein müssen – dich aber trotzdem stressen.

Nimm deine Gedanken nicht mehr so ernst

Existenzangst - nimm deine Gedanken nicht so ernst

Du musst erkennen, dass es dort eine Stimme in deinem Kopf gibt, die eine Menge erzählt.

Auch kannst du ganz konkret einmal in deinem Leben nachsehen, wie oft dir diese Stimme schon etwas erzählt hat, was nicht stimmt.

Bei mir macht sie das mehrmals pro Tag.

Trotzdem glauben wir (ja, ich auch), ihr immer mal wieder. Doch all das sind nur Gedanken die oft sehr wenig mit der Realität zu tun haben.

Wir könnten genauer sagen: 

  • Je schlechter wir uns fühlen, desto unrealistischer und je weiter Weg von dem Moment sind diese Gedanken.

Dann finden wir uns in so richtig abstrusen Horrorszenarien in der Zukunft wieder, die einfach hart unrealistisch (und manchmal sogar unmöglich) sind.

Aber da wir alle Gedanken fühlen, fühlen wir auch diese Horrorfilme. 

Erst wenn wir erkennen, dass wir im Kinosessel sitzen und der Film dort vorne läuft – und das Monster auf der Leinwand uns nichts anhaben kann, haben wir eine Chance uns aus der Existenzangst zu lösen.

Selbstbewusster werden

Kennst du das auch? Du bist eher schüchtern und zurückhaltend.

Immer, wenn du irgendwo auf neue Menschen triffst, machst du dir direkt Gedanken darüber, was die wohl über dich denken könnten (oder fühlst dich schnell angegriffen oder abgewertet)?

Du ordnest dich eher unter und stehst nicht für dich und deine Meinung ein. 

Anspannung und Unsicherheit sind deine ständigen Begleiter.

Wenn du überlegst, dein Leben zu verändern, dann kommen direkt Selbstzweifel und negative Gedanken. 

Ganz kurz vorneweg: Du bist damit nicht allein. So wie dir geht es vielen Menschen.

Auch ich habe eine lange Zeit unter mangelndem Selbstbewusstsein gelitten – mein Licht unter den Scheffel gestellt. 

Doch dann hab ich einen Weg gefunden, das alles dauerhaft loszuwerden.

Möchest du:

  • selbstbewusster werden und deine Schüchternheit hinter dir lassen?
  • dir weniger Gedanken darüber machen, was andere über dich denken?
  • in deinem Job selbstbewusster werden?
  • Dieses Gefühl, dass dir nichts passieren kann?
  • das Gefühl, dieses Leben erfolgreich bewältigen zu können?
  • Entspannt und gelassen mit seinen Herausforderungen umgehen zu können. 

Diesem Weg möchte ich mit dir in diesem Artikel teilen, damit all das in dein Leben kommt.

Lass uns loslegen!

Selbstakzeptanz als Grundlage für Selbstbewusstsein

Zu allererst: Klar ist es unangenehm, schüchtern zu sein und sich manchmal unsicher zu fühlen.

Doch das sagt nichts über deinen Wert als Menschen aus.

Behalte das während des Artikels im Hinterkopf. Meine Seite heißt schließlich nicht umsonst “Du Bist Genug”.

Viele Menschen sehen sich als defekt an. Und genau aus diesem Grund fehlt dir Selbstbewusstsein.

  • Weil du denkst, du bräuchtest noch mehr, um loszulegen.
  • Weil du denkst, du müsstest perfekt sein.

Doch niemand ist perfekt. Erlaube dir zu allererst diese Imperfektion. Sie ist die Grundlage für nachhaltiges, persönliches Wachstum.

Echtes Selbstbewusstsein entsteht dann, wenn wir unrealistische Erwartungen an uns loslassen und Selbstmitgefühl entwickeln.

Selbstbewusster werden – erkenne deinen inneren Kritiker

Wir alle haben ihn, unseren inneren Kritiker. 

Die Gleichung dabei ist ganz simpel: Immer, wenn wir uns unsicher fühlen, plappert uns der innere Kritiker rein.

  • “Der hat doch gerade komisch geguckt!”
  • “Was denken die jetzt wohl über dich?”
  • “Spreche ich gerade selbstbewusst?”

Das lustige dabei ist – er labert einfach ins Blaue hinein. Oft ohne Sinn und Verstand.

Aber aus irgendwelchen Gründen glauben wir dem alles – und sind dann verunsichert.

Doch hast du dir auch schonmal so richtig fies den Kopf über etwas zerbrochen (und darunter gelitten) – nur um dann hinterher zu merken, dass das alles gar nicht so schlimm war?

Ja?

Kenn ich gut…

Glaube deiner inneren Stimme nicht alles

Doch wir müssen dieser Stimme nicht alles glauben.

Was wäre, wenn du sie dir vorstellst wie einen hässlichen kleinen Mann.

Dieser Mann läuft den ganzen Tag neben dir und erzählt dir eine Menge.

  • Würdest du dich von dem so verrückt machen lassen?
  • Würdest du ihm alles glauben, ohne deine “eigene Meinung” dazu haben?

Höchstwahrscheinlich nicht. Aber bei dir Stimme ist das anders.

Daher: Die Grundlage für ein glückliches Leben ist, diese Stimme nicht immer ganz ernst zu nehmen.

Schließlich weißt du ja jetzt noch nicht einmal, was die als nächstes sagen wird. 

Selbstbewusstsein entsteht und zerfällt in deinem Kopf

Versetze dich jetzt einmal in eine Situation hinein, in der du gerne selbstbewusster werden willst.

Was ist da los im Kopf? Wahrscheinlich eine ganze Menge.

Ich kann mir vorstellen, dass da sogar so viel los ist, dass klares Denken für dich nicht mehr möglich ist.

Durch diesen Schleier an Gedanken kannst du nicht mehr klar sehen (das kann kein Mensch).

Du bist also nicht schüchtern, unsicher – und es fehlt dir auch nicht an Selbstbewusstsein.

Dein Kopf ist nur so voll mit Gedanken, dass du auf deine natürlichen Fähigkeiten keinen Zugriff mehr hast.

Tunnelblick nennt sich das. 

Wie werde ich selbstbewusster?

Daher muss es auch keine Jahre dauern, bis du mehr Selbstbewusstsein aufbauen kannst.

In dem Moment, in dem du weniger Gedanken im Kopf hast, lösen sich viele Probleme von einer auf die nächste Sekunde.

Stell dir einmal vor, wie dein Leben aussehen würde, ohne dieses Plappermaul da oben im Kopf.

Wie wäre es …

  • Wenn du deine Arbeit einfach tun würdest, ohne den Kommentar im Kopf über deine Fähigkeiten, was passiert wenn du einen Fehler machst – und das du eigentlich keinen Bock hast.
  • Wenn du mit anderen Menschen sprichst, ohne diese Stimme die sich pausenlos fragt, ob du jetzt unterhaltsam genug bist, was der andere denkt und ob du ein Salatblatt zwischen den Zähnen hast.

Ich kann dir sagen, wie das wäre. Du wärst frei. 

In dem Moment, in dem du keine schüchternen Gedanken mehr hast, kannst du dich nicht mehr schüchtern verhalten.

Wenn du deiner unsicheren Stimme da oben nicht mehr alles glaubst, bist du nicht mehr unsicher.

So simpel ist das (in der Theorie).

Wenn du wissen willst, wie das in der Praxis funktioniert, dann ließ schnell weiter.

5 Schritte um selbstbewusster zu werden

Jetzt teile ich mir dir 5 Wege, um selbstbewusster zu werden.

Doch aufgepasst: Hier wird es nicht darum gehen, die neue Klamotten zu kaufen oder dich im Spiegel ganz selbstbewusst und selbstsicher anzuschauen.

Ich möchte nicht, dass du dir Selbstbewusstsein einredest, sondern selbstbewusster wirst.

1. Schaffe Abstand von deinem inneren Kritiker

Wenn du erkennst, dass du immer dann unsicher und schüchtern bist, wenn in deinen Gedanken sehr viel los ist, dann hast du einen riesiegen Schritt gemacht.

Wenn du jetzt noch erkennst, dass das nicht alles wahr sein muss, was deine Stimme dir da so verklickern will, dann bist du schon fast am Ziel.

Erkenne: Hier bin ich (der Beobachter) – da ist die Stimme. 

Wenn du sie beobachten kannst, dann musst du sie nicht mehr so ernst nehmen. 

Dann ist es auf einmal nicht mehrdeine Stimme, sondern nur noch eine Stimme. Diese Stimme erzählt halt gerne mal ne Menge Quatsch, aber davon muss noch lange nicht alles wahr sein.

2. Werde selbstbewusster in diesem Moment (vom Kopf in den Körper)

Wenn wir sehr im Kopf (in Gedanken) sind, dann sind wir nicht im Moment.

Doch in diesem Moment wollen wir ja entspannt und locker sein. 

Wenn da wieder diese schüchternen und unsicheren Gefühle kommen, fokussiere dich auf den Moment.

  • Merke, dass du atmest.
  • Spüre deine Füße auf dem Boden.
  • Lenke deine Aufmerksamkeit vom Kopf in den Körper.

So kannst du auch wunderbar Abstand von dem Chaos dort oben im Kopf bekommen und wirst direkt innerlich ein wenig ruhiger.

P.S. Um selbstbewusster zu werden macht es auch viel Sinn, regelmäßig Sport zu treiben. 

Sich zu bewegen hilft dabei, in den Körper zu kommen, abzuschalten und neue Kraft zu tanken.

Such dir dazu einen Sport aus, der wir wirklich Freude macht und den du genießen kannst.

Egal was das ist, Hauptsache Bewegung.

3. Wie du dir sofort mehr zutrauen kannst

Ich würde fast die guten Manschettenknöpfe meines Uropas darauf verwetten, dass du als Leser dieses Artikels deine Fähigkeiten unterschätzt.

Um es auf den Punkt zu bringen, du machst dich kleiner, als du bist.

Doch wieso neigen einige Menschen dazu, sich klein zu machen – und andere sich zu zeigen?

Weil sie irgendwann einmal angefangen haben, solchen Gedanken zu glauben. 

Natürlich ist es fast unmöglich sich mehr zuzutrauen, solange diese Stimme dort oben etwas anderes behauptet. 

Das Spannende ist: Wir fühlen nicht die Welt da draußen – wir fühlen unsere Gedanken.

Wenn du dir wenig zutraust, dann fühlt sich das total real an. Du bist davon sehr überzeugt. 

Doch was du da fühlst ist nicht die Realität – du fühlst deine Gedanken über deine Fähigkeiten (und die fühlen sich leider sehr real an).

  • Hast du dich selbst schon einmal überrascht? “War das gerade echt ich?”
  • Hast du mal was gesagt und dich dann gefragt: “Kam das wirklich gerade von mir?”

Unsere Gedanken sind nicht sehr gut dafür geeignet, unsere Fähigkeiten vorherzusagen.

4. Wie du direkt bessere Leistung bringst 

Wir verbessern die Chance auf eine gute Performance immer dann, wenn wir dabei nicht so viel nachdenken.

Profisportler wissen, dass sie für Topleistung voll im Moment sein müssen. Sie müssen sich komplett einlassen auf die Situation.

Wenn sie in der spielentscheidenden Situation anfangen zu denken, dann werden sie scheitern.

So ist es bei uns auch. 

Wenn wir gute Arbeit machen wollen, aber unser gesamter Kopf voller zweifelnder und bewertender Gedanken ist – haben wir keine Ressourcen mehr dafür, worauf es gerade ankommt.

Wir werden sehr wahrscheinlich nicht so gut abschneiden, weil wir schlicht nicht bei der Sache sind.

Wenn wir alles, was wir tun, super-kritisch betrachten, haben wir keine Kapazitäten für alles andere frei. 

Wenn wir zu 100% in unseren Gedanken damit beschäftigt sind, jetzt “normal zu wirken”, dann können wir anderen nicht zuhören, werden fahrig, sind abwesend und nicht bei der Sache.

Je mehr du dich darauf fokussierst, was vor dir ist – und deine Gedanken dabei mal Gedanken sein lässt, desto leichter werden dir viele Dinge fallen.

Probier es einmal aus. 

5. Loslassen und Loslegen ist die Grundlage, um selbstbewusster zu werden

Erinnerst du dich?

Selbstbewusstsein ist das Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten.

Wie soll dieses Vertrauen jedoch entstehen, wenn uns das Leben bisher immer wieder das Gegenteil aufgezeigt hat?

Wie soll Vertrauen in dein Durchsetzungsvermögen entstehen, wenn du dich noch nie durchgesetzt hast?

Wie soll Selbstbewusstsein entstehen, wenn wir all diese Erfolgserfahrungen fehlen, die den zentralen Stützpfeiler beim Aufbau von Selbstbewusstsein bilden?

Letztendlich haben wir uns in einem Teufelskreis verheddert.

Wir brauchen Erfolgserlebnisse um selbstbewusster werden zu können und Erfolgserlebnisse kommen (scheinbar) nur mit dem nötigen Selbstbewusstsein in unser Leben.

Es ist zum Mäuse melken.

Was tun wir also, wenn wir keine Erfolgserlebnisse vorzuweisen haben? Wenn auf unserem Erfolgskonto gähnende Leere herrscht wie in der Staatskasse von Griechenland?

5.1 Stelle dich Herausforderungen (aber gehe dabei clever vor)

Wir können nicht selbstbewusster werden, wenn wir den ganzen Tag zu Hause hinter dem warmen Ofen verbringen.

Echtes Selbstbewusstsein entsteht nur dann, wenn wir in der realen Welt sehen, dass viele unserer Befürchtungen nicht zutreffend sind.

Dazu stellen wir uns unseren Herausforderungen – und zwar mit Grips.

Wenn du dich manchmal unsicher mit anderen Menschen fühlst, dann brauchst du dich nicht gleich auf die Bühne vor 500 Menschen schwingen um eine Rede zu halten.

Fordere dich, aber überfordere dich nicht.

Gehe langsam vor. 

Nimm dir stattdessen lieber vor, in jedem Gespräch mit mehreren Menschen ein oder zwei Mal einen kurzen Satz beizusteuern.

Wichtig dabei: Erlaube dir hinterher, so richtig stolz auf dich zu sein. 

Hast du das ein paar Mal gemacht, dann steigere dich ein wenig. 

Du musst dabei keine riesigen Sprünge machen.

Wenn du dich jeden Tag nur um 0.1% mehr herausforderst, wirst du dich selbst bald selbst nicht mehr wiedererkennen, so selbstbewusst bist du.

4 Übungen um selbstbewusster zu werden

Wenn du ganz konkrete Möglichkeiten suchst um selbstbewusster zu werden und dein Selbstbewusstsein zu trainieren, dann bist du hier richtig.

Taste dich an jede Übung behutsam heran. 

1. Nein sagen

Selbstbewusste Menschen haben kein Problem damit, Nein zu sagen. Zu einer Einladung, zu einer Bitte oder zu einer Aufgabe.

Sie wissen, dass sie das Recht dazu haben. Menschen mit wenig Selbstbewusstsein fällt das sehr schwer.

Sie glauben, dass andere Menschen sie dann ablehnen und sie in Schwierigkeiten geraten.

Doch in Wahrheit landest du bei ständigen “Ja-Sagen” schnell in Schwierigkeiten. Arbeit wird auf dich abgewälzt und Respekt bekommst du auch nicht.

Also such dir eine kleine Sache aus und sage dazu ganz freundlich, aber bestimmt “Nein.”

2. Entscheidungen treffen

Oft fällt es uns schwer Entscheidungen zu treffen, weil wir uns vor den Konsequenzen sorgen.

“Kann ich damit umgehen?”

Möchtest du selbstbewusster werden, dann triff Entscheidungen.

Mach doch in deinem Freundeskreis mal einen Vorschlag: “Leute, lass doch heute mal ins Kino gehen.”

Du wirst schon sehen, was danach kommt – und an jeder Herausforderung wachsen. Fang auch hier mit kleinen Entscheidungen an.

Denk nicht groß nach, nimm die erste Option, die dir in den Kopf kommt. 

3. Deine Meinung sagen

Hältst du auch immer mal wieder mit deiner Meinung hinter dem Berg?

Wieso eigentlich?

Angst vor den Konsequenzen? Vor einer Diskusssion mit Gegenwind?

Stell dich auch diesen Situationen.

Wenn du spürst, dass du gerne deine Meinung äußern würdest, stehst du an einer Weggabelung.

Mehr oder weniger Selbstbewusstsein. Du kannst dich jedes Mal entscheiden.

4. Probiere etwas neues aus

Der #1 Grund für mangelndes Selbstbewusstsein ist unser Alltag. 

Wir sind auf so dermaßen eingefahrenen Bahnen unterwegs, dass wir quasi vor allem Unvorhergesehenem Schiss haben.

So entwickeln wir eine Grundangst. Die richtet sich noch nicht einmal auf eine bestimmte Situation, sondern viel mehr auf alles Unbekannte.

Wirke dem entgegen, indem du immer mal wieder etwas neues machst.

  • Nimm einen anderen Weg zur Arbeit.
  • Gehe mal alleine in eine Ausstellung.
  • Sprich mit einem Menschen, mit dem du nie sprechen würdest.
  • Buche spontan einen Wochenendtrip ans Meer oder in die Berge.

Mit jedem Schritt ins Unbekannte erweiterst du deine Komfortzone.

Du wirst so merken, dass du mit viel mehr fertig wirst, als du es dir immer wieder einreden lässt.

3 Mindsets für mehr Selbstbewusstsein

Oft denken wir in eingefahrenen Mustern über unser Leben. Doch diese Muster müssen nicht wahr sein.

Wir haben sie nur schon so oft gedacht, dass wir sie gar nicht mehr hinterfragen.

Oder hast du dich schon einmal gefragt, wieso genau es dir so schlimm vorkommt, einen Fehler zu machen? :)

Mindset #1: Was wäre das schlimmste, was passieren kann?

Wenn unsere Stimme dort oben im Kopf mal wieder so richtig schön loslegt, dann sind wir schnell mitten in einem Horrorfilm drin.

Wir sehen unser Leben den Bach runtergehen, wenn wir nicht endlich mal selbstbewusster werden.

Doch stimmt das überhaupt? Haben diese Horrorfilme ihre Berechtigung? 

Immerhin kommen sie uns schon sehr real und bedrohlich vor.

Aber wenn wir mal einen kleinen Schritt zurücktreten und uns fragen:

“Was ist jetzt das schlimmste, was realistisch passieren kann?”

und uns dann fragen:

“Würde ich damit umgehen können?”,

… nehmen wir so schon sehr viel Druck aus der Situation.

Denn oft sind die möglichen Folgen vielleicht nicht ganz so angenehm, aber komplett unaushaltbar eben nur in unserem Kopf.

Auch merken wir dann immer mehr, dass unser Verstand oftmal so richtig fies übertreibt – ohne wirklichen Grund.

So können wir lockerer werden. 

Mindset #2: Selbstbewusstsein – Fehler machen ist nicht so schlimm

Selbstbewusster werden wir nicht etwa durch eine mentale Auflistung all unserer Erfolge und auch nicht durch 74 Plusse auf unserer gute-Taten-Liste.

Nein, es kommt durch die Erfahrung, dass wir weiterhin Menschen bleiben, wenn wir einmal daneben liegen.

Es kommt durch die Erfahrung, dass Rotwerden vor der Verkäuferin vollkommen in Ordnung ist und Zurückweisung zum Leben dazugehört.

Selbstbewusstsein entsteht in dem Moment, in dem wir erkennen, dass Fehler nichts über unseren Wert als Person aussagen.

So bekommen wir die Freiheit, zu tun, was wir tun wollen. 

Weil wir wissen, dass keine der möglichen Konsequenzen auch nur ansatzweise in der Lage ist, uns etwas anzuhaben.

Mindset #3: Auch selbstbewusste Menschen haben Angst

Ist es nicht das, was wir so an selbstbewussten Menschen beneiden? 

Dass sie, scheinbar ohne Angst, jede Situation meistern?

Die Wahrheit ist – sie haben Angst, akzeptieren diese aber vollkommen.

Ein selbstbewusster Mensch geht locker auf andere Menschen zu, weil er akzeptiert, dass sie ihn nicht immer angenehmen werden und Zurückweisung zum Leben dazugehört.

Nicht, weil er keine Angst hat. 

Zögerst du vielleicht aus dem Grund, weil du Ablehnung mit aller Kraft vermeiden willst?

Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich und selbstbewusst, weil sie akzeptiert haben, dass es ohne Fehler und Rückschläge nicht geht.

Zögerst du vielleicht, weil jede Form von Rückschlägen für dich schlimmer klingen, als der Gedanke an Spaghetti mit Ketchup?

Hier liegt der Unterschied. 

Selbstbewusste Menschen akzeptieren all dies. 

Sie haben sich damit angefreundet, nicht perfekt zu sein und dazu zu stehen. Das ist die größte Quelle von Selbstbewusstsein.

Antriebslosigkeit

Fühlst du dich oft antriebslos und willst deine Antriebslosigkeit überwinden?

Fallen dir Kleinigkeiten übertrieben schwer oder fallen sie komplett unter den Tisch?

Fühlst du dich kraftlos, schwach und jede Kleinigkeit kostet dich eine Menge Energie? 

Da bist du hier genau richtig. Denn in diesem Artikel gebe ich dir 16 Tipps, mit denen du deine Antriebslosigkeit bekämpfen kannst.

und nein, ich werde dir nicht raten, einfach ein paar mal in die Luft zu springen, dabei zu grinsen und eben deine (leider im Moment nicht vorhandene) Willenskraft zu benutzen.

Stattdessen möchte ich dir zeigen, wie du nachhaltig mehr Lebensenergie aufbaust, sodass Phasen von Gleichgültigkeit, ständiger Müdigkeit oder auch Erschöpfung seltener in dein Leben kommen.

Außerdem gebe ich dir einen Notfallplan an die Hand. Damit du schnell reagieren kannst, solltest du doch noch einmal von Antriebslosigkeit überrascht werden.

Also, wenn du Lust hast, deine Antriebslosigkeit jetzt mit mir zusammen zu überwinden und dein Leben zu verändern…

dann lies schnell weiter :)

1. Wundermittel: Wie du durch Akzeptanz deine Antriebslosigkeit überwindest

Gleich vorneweg: Antriebslose Phasen hat jeder Mensch hin und wieder einmal. 

Unser Organismus ist sehr clever und weiß ganz genau, wann wir Ruhe brauchen und einfach einmal nichts tun müssen.

Doch viele Menschen fühlen sich deshalb minderwertig oder verfallen sogar in Selbsthass.

Sie verurteilen sich für ihre vermeintliche “Unfähigkeit”.

Der absolute Quick-Fix für Antriebslosigkeit ist, sie zu akzeptieren.

“Waaaaas soll ich tun?”, höre ich dich sagen. “Ich bin doch hier hergekommen, um die Antriebslosigkeit loszuwerden!”

Du hast richtig verstanden. Phasen der Antriebslosigkeit kommen uns nur so schlimm vor, weil wir innerlich Widerstand gegen sie leisten.

  • Wir meinen, wir dürften sie nicht haben.
  • Wir glauben, es wäre etwas nicht in Ordnung mit uns, wenn wir uns mal antriebslos fühlen.

Doch lass mich dir versichern: Jeder Mensch fühlt sich mal so. Außerdem kannst du in diesem Moment sowieso nichts mehr ändern.

Solchen Phasen können auch von ganz alleine vorbeigehen, wenn wir ihnen ein wenig Zeit dafür geben.

Wieso also nicht einfach mal annehmen?

1.1 Feiere dich und deine Antriebslosigkeit

Also feiere deine Antriebslosigkeit so richtig. Scheinbar will sich dein Organismus erholen. 

Mach ihm dieses Geschenk. Wenn, dann aber so richtig.

Nimm dir Zeit für dich und deine Antriebslosigkeit. Leg dich auf das Sofa und mach dir einen leckeren Tee.

Hier kommt der Unterschied: Anstatt dich in Gedanken dafür fertigzumachen, gönne dir diese Phase aus vollem Herzen. 

Tue mit voller Inbrunst nichts und fühl dich gut dabei. Alleine das wird dir schon eine ganz neue Beziehung zu deiner Antriebslosigkeit geben.

Danach wird es dir direkt viel leichter fallen, ins Tun zu kommen. Denn du verschwendest nicht mehr so viel Zeit damit, dich über deine Antriebslosigkeit zu ärgern.

P.S. Ich habe zu dem Thema eine Podcastfolge aufgenommen.

Hier kannst du sie dir direkt anhören:

2. Löse deine Verwirrung im Kopf – die #1 Ursache für Antriebslosigkeit

Kennst du das auch?

Im Kopf herrscht Gedankenchaos deluxe. Ein Gedanke jagt den nächsten und ein Ende ist nicht in Sicht.

Wenn wir uns regelmäßig in solchen Denkorgien verzetteln, dann zieht uns das unglaublich viel Energie ab – und führt gleichzeitig zu einer Menge innerer Unruhe.

Außerdem neigen Gedanken dazu, alles von 100 Seiten zu beurteilen. 

  • “Soll ich jetzt X oder Y machen?”
  • “Bringt es überhaupt was, wenn ich Z tue?”
  • “Was denken meine Freunde davon, wenn ich XY tue?”

Solch (unbewusstes) Denken führt zu absolutem Stillstand. 

Denn wenn du nicht weißt, in welche Richtung es gehen soll, dann kannst du dich per Definition nicht in Bewegung setzen. 

Unmöglich. 

Kein Wunder, dass wir uns antriebslos fühlen.

Wenn sich dann noch Gedanken wie Selbstvorwürfe und Selbsthass ins Spiel kommen, dann wird es richtig bunt.

Räume also das Gedankenchaos auf. 

Wie soll dass denn gehen? 

Ließ schnell weiter und ich erkläre es dir. 

2.1 Räume dein Gedankenchaos auf

Antriebslosigkeit und Gedankenchaos

Aus dem Gedankenkarussell auszusteigen geht nicht mit stumpfem positiven Denken.

Gerade in Phasen großer Antriebslosigkeit haben wir vieles im Sinn – aber sicherlich nicht uns dazu zu zwingen, das “Glas halb-voll zu sehen”…

Funktioniert nicht.

Was aber sehr gut funktioniert ist ein bewussterer Umgang mit deinen Gedanken. In dem Moment, wo du einfach nur bemerkst, dass da eine Stimme in deinem Kopf stark am Plappern ist, wirst du innerlich ein wenig ruhiger.

Nächter Schritt: Erkenne, dass du deinen Gedanken nicht alles glauben musst. 

Die Gedanken beruhigen sich so immer mehr.

Aus dieser inneren Ruhe entsteht mit der Zeit mehr Klarheit. Aus mehr Klarheit folgt eine Richtung im Leben.

Wenn du genau weißt, wo du hinwillst, dann wird es dir auch nicht mehr an Antrieb fehlen.

P.S. Es kann durchaus helfen, seine Gedanken einmal aufzuschreiben. Alleine dadurch verlieren sie schon ordentlich Macht über uns.

3. Lasse deine Sorgen los

Ständige Sorgen ziehen uns jeglichen Antrieb aus dem Körper.

Vielleicht machst du dir sogar jetzt gerade Sorgen darüber, dir mit deiner Antriebslosigkeit deine Zunkunft zu zerstören.

Zuerst einmal: Sich Sorgen zu machen ist voll menschlich. Wir meinen, uns damit etwas gutes zu tun, uns vor gefährlichen Dingen in der Zukunft schützen zu können.

Sorgen sind nichts weiter als eine mentale Story einer schrecklichen Zukunft – eine Story, deren Hauptdarsteller wir sind.

Das fühlt sich dann sehr unangenehm oder sogar bedrohlich an.

Doch auch wenn wir es gut mit uns meinen – endloses Gegrübel über eine gefährliche Zukunft ist und bleibt vor allem eines: Mindfuck.

Denn diese gefährlliche Zukunft existiert nur ein einem Ort, in deinem Kopf. Dort aber sehr furchteinflößend und real. 

Wenn du erkennst, dass Sorgen nichts mit der Realität zu tun haben müssen – sondern vor allem Gedanken in deinem Kopf sind – dann kannst du dich entspannen.

Aus dieser Entpanntheit legst du dann viel einfacher los, weil du eben nicht mehr meinst, direkt auf ein Desaster in der Zukunft zuzusteuern.

Seine Sorgen loslassen ist sehr mächtig, aber nur halb so wirkungsvoll, wenn wir den nächsten Tipp dabei außer acht lassen…

4. Achte auf deine Ernähung 

Wenn wir unsere Antriebslosigkeit bekämpfen wollen, leistet uns eine ausgewogene Ernährung einen unschätzbaren Dienst. 

Denn neben dem Sauerstoff ist unsere Nahrung eine unserer Hauptenergiequellen. 

Führen wir unserem Körper nur Mist zu, wie soll er dann Energie produzieren? 

Das wäre genauso, als wenn du minderwertiges, verunreinigtes Schweröl in deinen V8 Motor kippen würdest.

Der Motor könnte niemals seine volle Leistung entfalten und würde relativ zeitig seinen Geist aufgeben.

Ich kann dir wirklich wärmstens ans Herz legen, dich intensiv mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. 

Der Platz in diesem Artikel reicht für dieses umfassende Thema natürlich bei weitem nicht aus. Auch rate ich dir, nicht jedem Hype hinterherzulaufen.

Die einzig wirkungsvolle Ernährung für dich ist die, die sich für dich gut anfühlt. 

Auch kann es sich lohnen, bestimmte Nährstoffe als Nahrungsergänzung hinzuzufügen. 

Informiere dich auch da und halte eventuell sogar Rücksprache mit einen Ernähnrungsberater oder einen spezialisierten Arzt.

Das ist leider ein wenig Detektivarbeit, zahlt sich aber am Ende sehr aus.

Eine ausgewogene Ernährung wird übrigens perfekt vom nächsten Tipp unterstützt, also ließ schnell weiter…

5. Gehe raus an die frische Luft

Mir hat es in antriebslosen Phasen geholfen, einfach ohne Ziel aus dem Haus zu gehen. 

Ich bin dann für eine Stunde durch Berlin gelaufen. Ganz langsam und in meinem Tempo.

Wenn du beim Herumlaufen tief und bewusst atmest, flutest du deinen Körper so mit Sauerstoff, welcher dich verlässlich mit Energie versorgt.

Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und hilft dir, deine Antriebslosigkeit zu bekämpfen.

Ich habe den Kopf frei bekommen. Zu Hause zu sitzen und zu grübeln, wieso ich so antriebslos bin, bringt nicht viel.

P.S. Lasse dein Handy am besten zu Hause :)

P.P.S Ein weiterer Vorteil ist, dass du beim Verlassen des Hauses mit Sonnenlicht in Berührung kommst, was nachweislich zu mehr Wohlbefinden und Energie führt. 

Außerdem… 

6. Achtsamkeit – der #1 Killer von Antriebslosigkeit

… komms du durch diese bewusste Bewegung aus deinem Kopf in deinen Körper

Das führt dazu, dass du nicht mehr so viel Zeit mit nutzlosen Herumgedenke verschwendest – sondern direkt ins Tun kommst.

Oft sind wir antriebslos, weil uns das Tun so schwer vorkommt. Doch wieso kommt es uns so schwer vor?

Weil wir eben nicht auf das Tun fokussiert sind, sondern auf mit 90% unserer Aufmerksamkeit im Denken sind. 

Wir bewerten jeden Schritt und unsere Fähigkeiten, anstatt einfach zu tun.

  • Wenn du etwas tust, nur um es zu tun – dann gibt das Energie.
  • Wenn du etwas tust, und über dieses Tun viel und kritisch nachdenkst – dann zieht das Energie und macht das antreibslos.

Fokussiere also mehr deiner Aufmerksamkeit auf das Tun. 

P.S. (In diesem Artikel findest du eine umfassende Liste an Achtsamkeitsübungen – ich wette dort findest du gute Anregungen, wie du das umsetzen kannst.)

P.P.S. Wenn du dauerhaft schlechte Laune hast, dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass du nicht so bewusst durch dein Leben gehst, wie du könntest.

7. Morgendliche Antriebslosigkeit überwinden

Wenn es jemanden gibt, der Antriebslosigkeit am Morgen kennt, dann ich. Ich dachte lange Zeit, ich wäre kein Morgenmensch.

Doch wenn ich morgens einer festen Routine folge, dann komme ich viel schneller in die Puschen.

Anstatt erstmal auf das Handy zu starren, gehe ich direkt duschen. Das erfordert ein wenig Training, aber dann bin ich schonmal in Bewegung und wach.

Danach koche ich mir einen Kaffee und höre dabei in interessantes Hörbuch. Während der Kaffee kocht mache ich ein paar leichte Dehnübungen für 3 Minuten. 

Alles Routine. 

Da das mittlerweile alles automatisiert abläuft, muss ich darüber nicht mehr nachdenken und starte so mit mehr Power in den Tag. 

8. Stelle dir kleine Herausforderungen und steigere dich

Es ist sehr wichtig, in Bewegung zu kommen. Wenn du erstmal in Bewegung bist, dann fällt es dir viel leichter, diese auch aufrecht zu erhalten.

Stell dir dazu kleine Aufgaben. 

Beispielsweise heute deinen Schreibtisch aufzuräumen. 

Wenn du das geschafft hast, dann sei zufrieden mit dir. 

Nimm dir an diesem Tag nichts weiter vor.

Suche dir Aufgaben, die herausfordernd für dich klingen, bei denen du dir aber relativ sicher bist, sie auch erfüllen zu können. 

So erzeugst du kleine Erfolgserlebnisse, auf denen du in Zukunft aufbauen kannst. Denn etwas zu schaffen fühlt sich immer gut an.

Am nächsten Tag nimmst du dir dann ein wenig mehr vor – und dann das Ganze wieder von vorne.

Wichtig dabei: 

  • Feiere deine kleinen Erfolge. 
  • Klopfe dir selbst auf die Schulter. 
  • Sei stolz auf dich.

Denn das war echt eine gute Leistung von dir. Lass dir das nicht von dieser Stimme im Kopf wieder ausreden.

Mindestens genauso wichtig wie sich zu fordern, sind regelmäßige Pausen.

9. Mini-Pausen

Mini Pausen gegen Antriebslosigkeit

Gönne dir regelmäßig kleine Pausen. Sei während dieser Pausen bewusst im Hier und Jetzt.

  • Fokussiere dich auf deine Atmung.
  • Schaue in den Himmel.
  • Spüre deinen Körper.

Diese kleinen Auszeiten wirken wie ein Mini-Urlaub für dich. 

Es müssen nur 1-2 bewusste Minuten mit dir sein und schon wirst du neue Energie haben.

10. Tief atmen gegen Antriebslosigkeit

Gerade wenn wir dauer-getresst sind, verfallen wir gerne in eine flache Brustatmung. Das führt dazu, dass unser Körper zu wenig Sauerstoff bekommt und wir uns schnell ausgelaugt und antriebslos fühlen.

Gerade wenn du viel im Sitzen arbeitest (wie ich auch), dann stehe immer mal wieder auf, nimm tiefe Atemzüge und dehne deinen Brustbereich.

Atme tief in deinen Bauch ein. In meinem Artikel über Atemübungen kannst du lernen, wie du richtig, verbunden und tief atmen kannst.

11. Genug trinken

Wassermangel ist die #1 Ursache für wenig Energie und Antriebslosigkeit. Viele Menschen trinken zu wenig Flüssigkeit und dazu noch die falschen Getränke.

Trinke mehr Wasser. Peile mindestens 2 Liter am Tag an. Jeden Tag. Für den Anfang können dir da Apps helfen, die dich an das Trinken erinnern.

Den Körper schön hydriert zu halten ist die Grundlange für mehr Energie und inneren Antrieb. 

12. Bewegung (mit Freude und ohne Zwang)

Unser Geist passt sich unserem Körper an. Wenn der Körper den ganzen Tag lang absolut inaktiv ist, dann folgt der Geist ihm in diese Lethargie.

Suche dir also eine Sportart, die dir wirklich Freude macht. Dabei musst du nicht der nächste Olympiasieger werden.

Es geht darum, sie mit Spaß und Freude Sport zu treiben und seinen Körper wieder zu spüren. 

Dieser Kontakt mit dem eigenen Körper bringt mehr Energie, auch wenn man sich am anfang etwas überwinden muss.

13. Finde heraus, was du überhaupt tun willst

Weißt du noch als kleines Kind? 

Erinnerst du dich, wieviel Lust du darauf hattest, mit deinen Freunden in den Wald zu fahren oder ein Versteck aus Decken und Kissen hinter dem Wohnzimmersofa zu bauen?

Damals haben wir noch nicht unter Antriebslosigkeit gelitten.

Doch diese kindliche Lebensfreude ist vielen Menschen heute abhanden gekommen.

Irgendwie scheinen wir als Erwachsene zu denken, Dinge tun zu müssen, auf die wir keinen Bock haben.

Kein Wunder dass es uns an Antrieb fehlt. 

Das heißt nicht, dass du direkt deinen langweiligen Job kündigen und beim nächsten Zirkus anheuern sollst. 

Doch überlege doch einmal, worauf du jetzt wirklich Lust hast. Nein, ich meine nicht, was cool und sozial akzeptabel ist.

Sondern worauf du jetzt Lust hast. Als Kind hast du ja auch getan, worauf du Lust hattest – und nicht worauf du dachtest jetzt Lust haben zu müssen.

Ich wette, dass du direkt so richtig viel Antrieb finden wirst, wenn es darum geht etwas zu tun, was du gerade wirklich tun willst.

Was ich lernen durfte: Je öfters du das übrigens tust, desto mehr wirst du auch im Größeren mehr von dem tun, was du tun willst.

14. Erkenne für dich bedeutsame Ziele

Klar, in Phasen extremer Antriebslosigkeit kommt es uns so vor, als könne uns nichts motivieren.

Doch daran glaube ich nicht unbedingt.

Jeder Mensch hat etwas, was ihm ein Grinsen ins Gesicht zaubert. 

Finde es heraus. Nimm dir da Zeit für.

Wenn wir keine Richtung im Leben haben, wieso sollten wir uns dann bewegen? Wenn wir allerdings ein so richtig cooles Ziel haben, dann wird das zu 100% unsere Phasen der Antriebslosigkeit stark reduzieren.

Fragerunde: Um dein Herzensziel herauszufinden, stell dir doch einfach mal folgende Fragen:

  • Wie würde ich leben, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
  • Was würde ich tun, wenn ich auf dem Weg dahin nicht scheitern könnte?
  • Wie kann ich anderen Menschen helfen?

Setz dich dabei nicht unter Druck. Du musst keine definitive Antwort darauf wissen. 

Doch vertraue deinem ersten Impuls. Vielleicht war es nur ein kurzes Bild oder Gedanke. 

Diese haben meistens sehr viel Wahrheit in sich, als wir glauben.

15. Es sind die kleinen Dinge, die helfen

Veränderung ist ein Marathon, kein Sprint. 

Du wirst deine Antriebslosigkeit nicht mit einer einzigen Hau-Ruck Aktion überwinden. 

Wenn du aber stetig dranbleibst und deine Gewohnheiten veränderst, dann wirst du graduell mehr Energie verspüren.

Vertraue dem Prozess. Versuche, deine Erfolge nicht allzu vorschnell zu beurteilen. 

Vielleicht fühlt es sich so an, dass alles nichts bringt, du in Wahrheit aber ganz kurz vor einem Durchbruch stehst.

Einer der größten “Fehler” in meinem Leben war, zu viel zu sprinten und zu wenig Ausdauer zu haben.

Ich bin ständig von einem Quick-Fix zur nächsten Magischen Pille gesprungen. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn du diesen Fehler vermeiden würdest.

Das ist am Ende der schnellste Weg zu mehr Antrieb und Energie.

16. Antriebslosigkeit, was tun wenn gar nichts hilft

Ich möchte dich ganz klipp und klar darauf hinweisen, dass Antriebslosigkeit auch ein Symptom physischer wie psychischer Erkrankungen sein kann. 

Vor allem wenn diese Symptome wochen- oder sogar monatelang anhalten, dann geh einfach zum Arzt und besprich deine Antriebslosigkeit mit ihm. 

Wenn dir diese Tipps nicht helfen, und du das Gefühl hast, absolut machtlos zu sein, dann hol dir professionelle Hilfe. 

Er wird dir dann den nötigen medizinischen Rat erteilen, den ich hier in diesem Artikel nicht leisten kann und dir bei der Suche nach Lösungen für deine Antriebslosigkeit helfen.

Hingabe

In diesem Artikel möchte ich mit dir teilen, wie du das Leben mit Hingabe leben kannst.

Damit meine ich nicht, dich jeden Tag in irgendwelche pseudo-spirituelle Zustände zu pushen.

Nein.

Echt Hingabe geht tiefer. 

Erfahre in diesem Artikel, wie du dich dem Leben hingeben kannst, so Zugriff auf deine innere Weißheit bekommst und das Leben dadurch mit mehr Leichtigkeit und Gelassenheit leben kannst. 

Los geht’s.

Was wahre Hingabe verhindert

Eine der größten Ursachen für das menschliche Leiden ist, dass wir Gedanken und Gefühlen sehr viel Wichtigkeit geben.

Wir nehmen sie als gefährlich wahr und versuchen uns vor ihnen zu schützen – das genaue Gegenteil von Hingabe. 

Wir manipulieren an ihnen herum – benutzen Techniken, um uns besser zu fühlen. Wir wollen, dass sie weggehen, wollen uns anders fühlen.

Anstatt uns dem Leben mit allen Höhen und Tiefen hinzugeben, verstecken wir uns vor ihm.

Wir wollen große Teile unserer emotionalen Bandbreite ausklammern, haben regelrecht panische Angst davor.

Das macht auf den ersten Blick betrachtet auch total Sinn. Wieso sollte freiwillig Angst, Einsamkeit oder Traurigkeit fühlen wollen?

Doch so stecken viele Menschen in einem täglichen Kampf gegen ihre Gefühle fest. 

Wir schneiden uns so leider auf tragische Weise von diesem Leben ab. 

Noch schlimmer: So richtig bekommen wir diese fiesen Gefühle am Ende doch nicht unter Kontrolle – und dann sind wir noch frustrierter.

Hingabe: Gefühle und Gedanken sind flüchtig wie der Wind

Doch hat sich auch bei dir schon einmal ein Gefühl innerhalb kurzer Zeit immer mal wieder geändert?

War du schonmal erst wütend und kurz danach wieder voller Vergebung und Liebe? ;)

Hast du die Gefühle und Gedanken, die du gestern hattest, heute immer noch?

Wahrscheinlich nicht.

  • Gefühle kommen und gehen. 
  • Gedanken kommen und gehen.

Das nennt man den Fluss des Lebens. 

Hingabe an das Leben heißt es, präsent in diesem Fluss des Lebens zu sein.

Gefühle und Gedanken sind im stetigen Fluss

Wenn du erkennst, dass unsere Gefühle und Gedanken in stetigem Wandel sind und sie sich nicht sehr effektiv kontrollieren lassen, dann kannst du dich genauso gut entspannen.

Wenn du bemerkst, dass sie eben in dein Bewusstsein kommen und dann auch wieder gehen – wieso darüber aufregen?

Dann kommt uns die Welt halt mal kurz gefährlich vor, das geht schon vorbei.

Wenn wir darüber hinaus noch wissen, dass sie gar nicht so viel über uns und das Leben aussagen, wie wir meinen, dann können wir uns noch mehr entspannen.

Je mehr Akzeptanz du diesem Moment gegenüber aufbringst, desto entspannter wirst du. 

Je weniger du Gedanken über Zukunft und Vergangenheit hinterherhängst, desto mehr Zeit verbringst du im Moment. 

Du wirst präsent und gibst dich dem Flow des Lebens hin. 

Heißt das, dass du von heute an 8 Stunden am Tag regungslos auf einer Parkbank sitzen muss, wie Eckhart Tolle in seinen Glanzzeiten?

Nein. Das ist ein häufiges Missverständnis. Du kannst tun, was auch immer du möchtest. 

Oder es lassen. Es ist dann gar nicht mehr so wichtig.

Darin liegt ja die Schönheit des Ganzen.

Du kennst den Zustand der Hingabe

Ich bin mir sicher, dass auch du schon sehr viele Hingabeerlebnisse in deinem Leben hattest. 

Das ist oft gar nicht so stark mit Engelschören, Regenbögen und Einhörnern, wie man sich das vielleicht vorstellt.

Erinnere dich einmal an einen Tag, an dem du scheinbar mühelos alles gemacht hast.

Es gab eine Herausforderung und du hast einfach kurzerhand gehandelt anstatt das ganze zu zerdenken.

Du hast dich mit Menschen unterhalten und das Gespräch lief einfach – ohne dass “du” eingreifen musstest.

Du hast zu genau der richtigen Zeit genau das richtige gesagt. 

Nichts besonderes, mag man denken. 

Wenn da nicht diese anderen Tage wären. Diese Tage, an denen wir mit dem falschen Fuß aufstehen, an denen wir über alle Sachen 10x nachdenken und uns über jede Kleinigkeit ärgern, die nicht nach Plan oder Wunsch passiert.

Möglicherweise sagen wir uns dann mental, ich muss mich noch mehr anstrengen, mehr kontrollieren.

Hingabe heißt, im Moment zu leben

Hingabe an diesen Moment ist der Schlüssel, um im Moment, entspannt und effektiv mit diesem Leben umzugehen.

Wir könnten unser gesamtes Leben so leben. Es passieren Dinge, wir nehmen sie wahr – dann kommt der nächste Moment, wir nehmen ihn wieder wahr.

Wenn es Zeit zum Handeln ist, dann wissen wir intuitiv, was zu tun ist. 

Wenn wir es nicht wissen, dann ist es auch ok.

Echte Hingabe heißt, diesen Moment anzunehmen – egal, was gerade passiert.

Das funktioniert solange wunderbar, wie wir unsere Finger da herauslassen und es einfach passieren lassen.

Widerstand gegen was ist stoppt den Fluss des Lebens

Je mehr wir uns dazu entscheiden, der Moment wäre nicht gut so, wie er ist, desto mehr blockieren wir den Flow.

Das fühlt sich dann oft so an, als wenn wir vorwärts fahren wollen, aber die Handbremse noch angezogen ist.

Kein Wunder dass sich das Leben schwer und anstrengend anfühlt wenn wir nicht einmal ansatzweise unsere vollen PS auf die Straße bringen können.

Gäbe es keine Widerstände in unserem Leben, dann würden wir immer im Fluss sein. 

Logisch.

Das Gegenmittel heißt: Loslassen. Sich jedem Moment mit Hingabe widmen.

Was den Fluss des Lebens aufhält

Steine legen wir immer dann in den Fluss des Lebens, wenn wir versuchen, es allzu stark zu kontrollieren.

Wir meinen, es wäre unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alles genauso abläuft und wir uns immer so fühlen, wie wir uns das vorgestellt haben.

Dieser Wunsch ist es, der das Leben anstrengend macht.

Immer dann, wenn wir etwas kontrollieren wollen, dann fühlen wir uns so, als hätten wir keine Kontrolle. Wir meinen, wir müssten jetzt ganz schnell etwas tun, um diese Kontrolle wiederzuerlangen.

Dann fangen wir an zu manipulieren, etwas erzwingen zu wollen, uns ganz dringend verändern zu müssen, unbedingt Recht haben wollen, andere zu dominieren, um nur einige Formen der Kontrolle aufzuzählen.

Das fühlt sich nicht nur schwer und anstrengend an – aus diesem Zustand gelingen unsere Vorhaben sehr selten so, wie wir uns das vorstellen.

Etwas in diesem Moment zu kontrollieren ist dabei gar nicht verkehrt. Doch wenn wir etwas unkontrollierbares wie das Leben kontrollieren wollen, dann entsteht dadurch eine Menge Stress. 

Doch…

  • Was wäre, wenn wir immer zur genau richtigen Zeit an der richtigen Stelle sind?
  • Was wäre, wenn wir sowieso immer genau das beste tun?
  • Was wäre, wenn du genau an diesem Punkt in deinem Leben bist, weil es hier etwas für dich zu lernen gibt?

Was wäre, wenn es da eine Kraft gäbe, die sowieso dazu führt, dass du richtig handelst?

Diese Hingabe an das Leben macht das Leben einfach. Wenn sowieso immer genau das passiert, was passieren soll – wo ist dann noch ein Problem?

Dann passiert etwas wunderbares: Je mehr wir den Wunsch nach Kontrolle loslassen, desto mehr in Kontrolle fühlen wir uns.

Flow und der Widerstand gegen das, was ist

Guck, die Dinge sind in diesem einen Moment sowieso so, wie sie sind.

Da kannst du auch noch so sehr Widerstand leisten und meinen, sie sollen anders sein.

Sind sie in diesem Moment nicht. Da kannst du sie auch erstmal einfach so sein lassen, wie sie sind.

Denn ich verrate dir einmal ein Geheimnis: Die Dinge sind sowieso so, wie sie sind. Erst mit unseren Gedanken machen wir sie zu dem, was sie für uns sind.

Was wäre, wenn wir die Ereignisse und auch die damit verbundenen Gedanken einfach weiterziehen lassen anstatt so zu tun, all das hätte wahnsinnig viel mit uns zu tun.

Die moderne Erzählung vom Hustle

Hingabe und Huste

Bei vielen Menschen herrscht der Glauben, sie müssten hart für ihr Glück und ihre Lebensträume kämpfen.

Als wäre diese Welt ein feindseeliger Platz der uns jeden Tag fertigmachen will und in dem wir hart kämpfen müssen, um zu überleben. 

“Entweder ich oder die.”

Kann man so sehen, aber wie entspannt wird das Leben dann?

Was wäre aber, wenn wir uns einfach dem Fluss das Lebens hingeben und uns entspannt den Strom abwärts tragen lassen könnten?

Einfach mal sehen, was so kommt, anstatt starr an genau den Umständen festzuhalten? 

Das ist Hingabe. 

“Dann erreiche ich meine Ziele ja nie!”, höre ich dann immer wieder. Was wäre aber, wenn deine persönlichen Ziele ein Vogelschiss sind verglichen mit dem, was das Leben für dich vorhat?

Vielleicht kommst du dann an einem Platz an, der 10x so sehr für dich geeinget ist, wie der, wo du ursprünglich hingehen wolltest.

Du kannst dich weiterhin sperren, oder ein wenig mehr vertrauen, loslassen und es mit Hingabe passieren lassen.

Die feine Unterscheidung, die dir eine Menge Stress erspart

Je mehr du mit Hingabe in diesen Fluss einsteigst und den Wunsch nach Kontrolle loslässt, desto einfacher wird es dir fallen das zu akzeptieren, was du sowieso nicht ändern kannst.

Es wird dir aber auch um ein vielfaches leichter fallen, die Dinge zu verändern, die du verändern kannst – und zwar ohne Stress. 

Du wirst es einfach tun.

Denn Kontrolle loslassen heißt nicht, alles passieren zu lassen und umgebremst in den Bankrott zu rutschen. 

Ganz im Gegenteil. Es heißt nur, Dinge reibungslos zu regeln – ohne die Stimme in deinem Kopf, die alles schnell zu einem Drama werden lässt.

Laufe bei Olympia, als wäre es nicht Olympia

Neulich hab ich mal ein sehr spannendes Interview mit einem Sportspychologen gesehen.

Der meinte, in dem Moment, in dem die Athleten in einem großen Wettkampf mit dem Kopf alles richtig machen wollen, haben sie schon fast verloren.

“Laufe bei Olympia, als wäre es nicht Olympia.”

In dem Moment, wo der Athlet den Kopf ausschalten und voll drauf vertrauen, dass sie schon genau das richtige tun werden, wird die Performance direkt besser.

Sie praktizieren Hingabe an den Moment und ihren Sport. Manche Sportler berichten sogar davon, dass sie sich erst wieder bewusst an dem Moment erinnern können, an dem sie die Ziellinie überquert haben.

Der Wunsch nach Kontrolle ist sehr ehrenwert, immerhin meinen wir es ja nur gut mit uns.

Gleichzeitig schneiden wir uns so ganz massiv von einer erheblichen Ressource ab, die weitaus mächtiger ist, als unser kleiner, persönlicher Verstand.

Wo du Intuition findest

Hinter deinen “persönlichen Gedanken” gibt es noch eine weitere Form von Gedanken.

Man könnte sie als intuitive Gedanken beschreiben.

Immer dann, wenn wir an den lautstarken, persönlichen Gedanken vorbeihören und uns darauf fokussieren, bekommen wir gute Informationen.

Immer dann, wenn wir den persönlichen Gedanken glauben, haben wir dein Eindruck, das Leben wäre schwer.

Alle Verantwortung läge bei uns. Wir wären die einzigen, die dafür zu sorgen haben, dass wir glücklich sein können.

“Wenn wir dieser harten Aufgabe nicht nachkommen, dann wird das im Desaster enden.” 

Sich dem Leben hinzugeben heißt darauf zu vertrauen, dass alles gut so ist, wie es ist. 

Hingabe an deine innere Führung

Hingabe und deine innere Führung

Jetzt kommt ein Thema, bei dem alle Kontrollfreaks unter euch direkt an die Decke gehen werden.

Was wäre, wenn du einfach einmal den Impulsen folgst, die so kommen?

… wenn du dich dem Leben so voll hingibst?

Was du bemerken wirst ist, dass diese Impulse schon immer da waren. 

Nur sprechen sie meistens sehr leise. Sie werden übertönt von der Lautstärke unserer persönlichen Gedanken darüber, was wir jetzt unbedingt tun müssen, sollten, können.

Doch je mehr du diese Gedanken mal Gedanken sein lässt und in den Moment eintauchst, desto mehr wirst du von dieser Stimme hören. 

Es wird schon ein Impuls von innen kommen, wenn du horchst. Diesem Impuls gehst du dann nach. 

Und ja, höchstwahrscheinlich wird dein persönlicher Verstand anfangen, da eine Menge zu zu sagen. Das ist ok und zu erwarten.

  • “Du kannst doch nicht einfach alles wegschmeißen und aufgeben, was du bis jetzt aufgebaut hast und nur noch irgendwelchen Hirngespinsten folgen.”
  • “Bleib mal realistisch. Bisher bist du doch auch so ganz gut durch das Leben gekommen.”

Dein Verstand, diese kleine Nervensäge

Der kleine Haken dabei, durch den Verstand zu leben ist, dass er denen Blick auf die “Realität” brutal einschränkt. Darüber hinaus sind deine Gedanken oft nicht ganz so schön, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Er ist voller Verurteilungen, Zweifel und Ängsten. Er ist voll von Stimmen, die dein Scheitern prophezeien und dir bunte Bilder davon malen, was alles so schiefgehen könnte. 

Wenn du dein Leben nur durch deine Gedanken wahrnimmst, dann ist das nicht allzu angenehm. 

Es ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Realität. Selbst wenn dein Verstand gerade sogenannte positive Gedanken denkt, ist auch das nur eine große Illusion.

Hingabe an das Leben bedeutet, präsent zu sein und hinter die Gedanken zu gucken. Mehr mit dem identifiziert zu sein, was die Gedanken wahrnimmt. Dein Bewusstsein. 

Wenn wir die Welt nur durch die Gedanken wahrnehmen passiert folgendes:Vieles, von dem du dachtest, es wird auf jeden Fall eintreten, wird nicht eintreten – und umgekehrt.

Wir sind selten im Moment, sondern in unseren Gedanken in der Zukunft oder der Vergangenheit. So verpassen wir die Schönheit unseres Lebens, weil wir niemals “da” sind. 

Hingabe heißt mit Leichtigkeit leben

Hingabe und Leichtigkeit

Ich kann dir nur von mir sagen, dass ich leichter und entspannter lebe, seitdem ich mehr im Moment bin und die Gedanken eben sein lasse, was sie sind: Töne in meinem Kopf die jeden Tag eine ganze Menge erzählen.

Wahr sein muss davon noch lange nichts und auch glauben muss ich all das nicht. Es gibt sicherlich ein paar gute Einsatzgebiete von deinem persönlichen Denken.

Mir kommt da die Steuererklärung in den Sinn, oder die Einkaufsliste.

Bei vielen anderen Sachen gibt es andere Berater, die uns viel besser zur Seite stehen.

Also, gib dir einen Ruck. 

  • Lasse den Wunsch nach Kontrolle los. 
  • Blicke hinter das Gedankenchaos in deinem Kopf. 
  • Tauch in diesem Moment ein, lasse den Flow zu. 
  • Werde präsent und schaue, was dieser Moment für dich zu bieten hat. Hier findet du den Flow.

Dein Leben mit Hingabe zu leben heißt, dich diesem Moment hinzugeben – cool mit allen Gefühlen und Gedanken zu sein und zu wissen, dass du genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist. 

Was macht glücklich

Die Frage “Was macht glücklich?” ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. 

Von chinesischen Philosophien über die alten Griechen haben sich Menschen darüber den Kopf zerbrochen, was ein glückliches Leben ausmachen könnte.

Am Ende muss diese Frage wohl jeder für sich beantworten.

Trotzdem gibt es eine Menge guter Tipps und noch viel mehr handfeste Forschungsergebnisse, die uns bei unserer Suche unterstützen.

In diesem Artikel teile ich mit dir die 17 besten Übungen, um direkt glücklicher leben zu können.

All diese Wege zum Glück habe ich selbst ausprobiert und in mein Leben integriert. Sie sind sofort auch für dich anwendbar.

Klingt das gut?

Dann lass uns zusammen loslegen.

1. Seine Gedanken nicht so ernst nehmen

Was macht glücklich - Gedanken

Ist dir das auch schon einmal aufgefallen? 

Wir fühlen uns nie einfach so unglücklich.

Wir haben vorher immer unglücklich-machende Gedanken gedacht.

Ob wir das bewusst oder unbewusst getan haben, steht adabei uf einem anderen Blatt Papier.

Aber wir haben es getan.

Jetzt lautet die Frage: Wieso denken wir denn solche Gedanken, wenn sie nicht glücklich leben lassen?

Die Antwort: Weil wir die Gedanken nur ganz bedingt steuern können.

Wenn das so ist, dann müssen wir unseren Gedanken aber auch nicht mehr alles glauben, was sie uns erzählen. 

Denn das sind sowieso oftmals nicht allzu erfrischende Geschichten:

  • “Na, ob du das schaffen kannst? Ich weiß ja nicht…”
  • “Der interessante Mensch am anderen Ende des Raumes wird dir bestimmt direkt einen Korb geben!”
  • “Ich weiß auch nicht, wie ich das alles schaffen soll…”

Doch auch wenn wir nicht 24/7 beeinflussen können, ob und was wir denken, so können wir doch erkennen, dass diese Stimme da nicht unsere Stimme ist.

Glückliche Menschen erkennen: Sie ist vielmehr eine Stimme, die wir beobachten können, aber der wir nicht alles glauben müssen.

Hier liegt meiner Meinung nach der größte Schlüssel um langfristigem Glück finden zu können. 

Dieser Stimme nicht mehr so aufmerksam zuzuhören, sondern sie einfach mal plappern lassen und mehr im Hier und Jetzt zu leben.

2. Leben im Hier und Jetzt

Die Weisen sagen es schon seit Jahrtausenden: Lebe im Hier und Jetzt.

Und wir? Sind in Gedanken ständig in der Zukunft (wir machen uns also Sorgen) oder in der Vergangenheit (wir bereuen und was wir getan haben).

Der einzige Ort, an dem du glücklich leben kannst, ist das Hier und Jetzt. Ganz logisch, denn es gibt nur diesen Moment.

Zukunft und Vergangenheit existieren nur in deinen Gedanken. Sie können niemals real sein. 

Trotzdem machen uns Gedanken daran unglücklich.

Die Lösung: Widme mehr deiner Aufmerksamkeit dem präsenten Moment.

  • Wenn du gehst, dann gehe (und lese nicht dabei auf dem Handy).
  • Wenn du duschst, dann dusche (und denke nicht an die Arbeit).
  • Wenn du das Geschirr spülst, gib dem Prozess 100% deiner Aufmerksamkeit.

So lebst du im Moment. Du wirst merken, dass du schnell wieder in deine Gedanken abdriftest. 

Das ist ok. 

Bemerke das und kehre ganz ruhig mit dieser Aufmerksamkeit wieder in den jetzigen Moment zurück. 

3. Lasse all deine Erwartungen los

Das Interessante dabei: Der Moment ist immer so, wie er ist.

Erst mit unseren Gedanken (also mentalen Bewertungen) machen wir ihn zu dem, was er für uns ist.

  • “Wieso kann er nie pünktlich zum Abendessen zu Hause sein?”
  • “Wie muss es heute schon wieder so kalt draußen sein?
  • “Ich will, dass mich mehr nette Frauen ansprechen…”

Immer dann, wenn unsere Erwartungshaltung und der Moment nicht zusammen passen, fühlen wir uns unglücklich.

Diese Erwartungen loszulassen macht dich glücklich.

Irgendwie scheinen unsere Gedanken ganz klare Regeln dafür zu haben, wann das Leben akzeptabel ist – und wann nicht.

Doch sein wir mal ehrlich: So richtig lässt sich der Moment selten kontrollieren.

Das Leben bietet uns immer mal wieder Zitronen an und verkauft sie als süß. 

Doch anstatt zu zappeln und zu zätern, akzeptiere den jetzigen Moment doch einfach so, wie er ist.

Denn er ist sowieso so, wie er gerade ist. In diesem Moment.

Da hilft auch alles mentale sich-sträuben nicht. Die einzige Person, die du damit unglücklich machst, bist du.

Akzeptieren heißt übrigens nicht, dass alles für die nächsten 20 Jahre genauso bleiben wird. 

Es geht nur um diesem Moment.

Wenn wir widerstandslos den Moment immer so nehmen könnten, wie er ist, wären wir immer glücklich.

Simpel aber nicht leicht. 

4. Aktiv leben vs. passiv leben

Wenn wir uns in Bewegung setzen und aktiv an unserem Glück arbeiten, dann führt alleine diese proaktive Lebenseinstellung dazu, dass wir ein glücklicheres Leben führen.

Denn aus einem präsenten, akzeptierenden Zustand lässt sich hervorragend handeln.

Mit einem Kopf voller Gedankenchaos eher nicht.

Wenn wir stattdessen darauf warten, dass der Lottogewinn oder unser Traumpartner auf einmal um die Ecke kommt und unser Leben in einer Sekunde in ein regelrechtes Glücksfeuerwerk verwandelt, dann werden wir lange warten können.

Denn außer uns ärgern tun wir nichts produktives für unser Glück. 

Bringe daher mehr Präsenz zu allem, was du tust. 

In dieser Identifikation mit dem Tun (ohne dass die Stimme dort oben alles bewertet), liegen Flow, Kreativität und Leichtigkeit.

5. Was macht glücklich? Ein selbstbestimmtes Leben

Einer der wichtigsten Faktoren für ein glückliches Leben ist es, selbstbestimmt zu leben.

  • Immer dann, wenn wir selbst entscheiden können, womit wir unsere Zeit verbringen, führt das zu größerer Zufriedenheit.
  • Wenn wir selbst aussuchen können, wo wir leben wollen und mit welchen Menschen wir uns umgeben wollen, dann führt das zu mehr Glück.

De facto können wir kein selbstbestimmtes Leben führen, wenn wir nicht wissen, wie dieses Leben überhaupt aussehen soll.

Wir brauchen ein klareres Bild davon, was wir im Leben wollen – und dann noch den Mut, es auch in die Tat umzusetzen.

Frage dich daher: “Wenn Geld keine Rolle spielen würde und ich nicht scheitern könnte – was würde ich dann tun?”

Das heißt nicht, dass du morgen alles hinwerfen und deiner Passion folgen solltest. Aber sie zu kennen reicht manchmal schon aus, um den Stein ins rollen zu bringen.

Ehe du dich versiehst, findest du dich möglicherweise an deinem Ziel und einem selbstbestimmten Leben wieder.

6. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun

Die Grant Studie kommt zu dem Ergebnis: Das Wichtigste für ein glückliches Leben sind feste soziale Bindungen.

Dabei geht es nicht um die Bindung zu einem bestimmten Lebenspartner, “sondern eher um die grundsätzliche Beziehung zu anderen Menschen”, sagt Spiegel Online.

Auch Stefan Bergheim, Direktor des “Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt”, erklärt in einem Interview mit der Süddeutschen, dass “enge soziale Bindungen, also Partner, Verwandte oder Freunde, zu denen ein gutes Verhältnis besteht”, den größten Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat.

7. Vergleiche dich nicht mit anderen

Was macht glücklich - sich mit anderen verleichen

Was relativ offensichtlich ist, wird in Stefan Bergheim’s Interview mit der Süddeutschen noch einmal bestätigt: “Wir orientieren uns sehr stark an dem, was andere haben und tun und wie erfolgreich andere womöglich sind.”

Der direkteste Weg, ständig unter Spannung zu stehen ist es, sich mit anderen Menschen zu vergleichen.

Wenn wir ständig schauen, ob andere mehr haben, dann müssen wir uns selbst immer als minderwertig ansehen.

Denn es wird immer jemanden geben, der mehr hat als wir.

Wenn wir lernen, uns mehr auf uns zu konzentrieren und dankbar dafür zu sein, was wir haben, dann führt das zu viel mehr Glück.

Außerdem: Hat nicht jeder von uns schon mindestens einmal die Erfahrung gemacht, dass wir jemanden komplett überschätzt haben?

Viele Menschen, vor allem auf Social Media, die wirken nur glücklich, aber sind es nicht. 

Zu erkennen, dass andere nicht wirklich fundamental glücklicher sind, als wir – sondern dass das zu 99% in unserem Kopf entsteht, bringt schon viel Erleichterung.

Glaube diesen Gedanken nicht alles. Erkenne sie für das, was sie sind: Eine Stimme, die dich gerade mit anderen vergleicht.

Wenn sich das für dich genauso schlecht anfühlt, wie sich das bei mir immer anfühlt – dann gib dieser Stimme doch für einen Moment mal weniger Aufmerksamkeit und schaue, was passiert.

8. Was macht glücklich? Mit Dankbarkeit leben

Anstatt dich zu vergleichen, sei happy dafür, was du gerade schon hast. 

Je öfters wir uns darauf besinnen, wie gut es uns geht, desto glücklicher sind wir.

Jetzt magst du denken: “Ja, aber ich fühle mich doch gar nicht wohl in meinem Leben.”

Doch jeder Mensch hat etwas, für das er dankbar sein kann.

Wir haben nur so lange nicht mehr hingeschaut, sodass uns all diese Dinge wie selbstverständlich vorkommen.

Doch wir können immer dankbar sein, dass wir in Frieden leben, dass die Sonne scheint, dass es regnet oder dass wir an uns arbeiten und uns besser verstehen wollen.

9. Verlasse deine Komfortzone – traue dich etwas Neues

Was macht glücklich - die Komfortzone verlassen

An den Punkten, an denen ich mich etwas Neues getraut habe, kam mehr Freiheit und somit auch Glück in mein Leben.

Als ich mit meiner persönlichen Entwicklung anfing, fing ich irgendwann auch an zu schreiben. Ich hatte 0 Plan vom Schreiben – aber lebe jetzt davon (Wer hätte das gedacht? Ich zumindest nicht. In diesem Zuge auch einen schönen Gruß an meinen ehemaligen Deutschlehrer).

… und auch wenn soetwas auch immer etwas mit Ängsten zu tun hat – sich diesen zu stellen wird sich langfristig immer lohnen. 

Denn in den meisten Fällen wirst du merken, dass alles gar nicht so schlimm ist, wie du es dir vorgestellt hast.

So verlierst du Schritt für Schritt die Angst vor dem Leben. Du traust dich mehr, erlebst mehr und erntest so eine Menge Lebensfreude.

10. Mache Pläne, doch halte sie nicht fest

“Pläne sind gut, Planen macht keinen Sinn.”

Es macht viel Sinn, sich zu überlegen, wo es in unserem Leben hingehen soll.

Doch gleichzeitig sind Pläne immer nur eine Momentaufnahme.

Sie zeigen, was du vor 2 Jahren oder 6 Monaten glaubest, das dich glücklich machen könnte.

Doch Umstände ändern sich und so auch Pläne. Das Leben hat manchmal etwas ganz anderes mit dir vor, als es dein Verstand wahr haben möchte.

Deshalb behalte deine Pläne im Hinterkopf. Als größeren Kompass. Aber fokussiere dich vor allem auf den Schritt, der vor dir liegt.

Gib ihm deine ganze Energie, anstatt mit 85% deiner Aufmerksamkeit bei deinen Plänen zu sein.

Gib dich dem Moment und somit dem Fluss des Lebens hin – denke weniger nach, sei mehr präsent.

Denn im Hier und Jetzt, mit 100% Fokus auf dein Tun liegt das Glück verborgen.

11. Wie wichtig sind Geld und Wohlstand wirklich?

Viele Menschen denken, viel Geld zu verdienen würde sie endgültig glücklich machen.

Diverse Studien haben jedoch bewiesen, dass ein höheres Gehalt nur bedingt mehr Lebensglück verspricht.

So fanden Wissenschaftler in einer Studie in den USA heraus, dass oberhalb eines Nettoeinkommens von umgerechnet ca. 60.000€ keine Steigerung im Lebensglück mehr festzustellen ist.

Also macht dich ein noch dickeres Auto oder eine gigantische Wohnung nicht noch glücklicher.

Bis zu diesem Punkt macht Geld dann doch glücklicher

Auf der anderen Seite konnte auch gezeigt werden, dass Geld vieles einfacher macht und eine materielle Basis doch dazu führt, dass wir glücklicher sind.

Das liegt vor allem daran, dass wir uns mit dem steigenden Wohlstand die Lebensumstände leisten können, in denen wir gerne leben möchten.

Außerdem ist mit mehr Geld die Chance höher, mit dem Geld die Freiheit zu erlangen, genau das tun zu können, was wir als sinnvoll erachten.

Auch hängt die Gesundheit mit dem Lebensglück auf der einen und natürlich auch mit dem Einkommen zusammen.

Also hat Geld Einfluss auf unser Glück, jedoch nur bis zu einem bestimmten Maße.

Ebenfalls wurde eindringlich das Verhalten und das Glücksempfinden von Lottogewinnern untersucht. 

Dabei ist herausgekommen, dass nur bis maximal einem halben Jahr nach dem Gewinn ein höheres Level festzustellen ist – danach scheint sogar die Gefahr zu drohen, unter das Ausgangslevel abzusinken.

12. Tue etwas, das dir sinnvoll erscheint

Was macht glücklich - etwas sinnvolles tun

Ein Lottogewinn kann langfristig ziemlich unglücklich machen.

Das liegt daran, dass die Gewinner auf einmal nicht mehr wissen, was sie sinnvolles mit ihrer Zeit anfangen sollen.

Doch ein wesentlicher Bestandteil eines glücklichen Leben ist es, etwas zu tun, was einem Freunde bereitet.

Noch wichtiger: Es sollte für dich ganz individuell als sinnvoll angesehen werden.

Um glücklich zu sein macht es also eine Menge Sinn, sich über seinen Lebensweg Gedanken zu machen.

  • Womit wollen wir unsere Zeit verbringen?
  • Erfüllt mich meine Tätigkeit mit Freude?
  • Sehe ich einen tieferen Sinn in dem, was ich tue?

13. Eine hohe Widerstandsfähigkeit macht glücklich

Resilienz oder “die psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.”

Wenn wir uns gute Methoden antrainiert haben, um mit Krisen und herausfordernden Situationen umzugehen, dann trägt das erheblich zu unserem Glücksempfinden vor.

Die Glücksforschung bestätigt ebenfalls: Äußere Umstände entscheiden nicht maßgeblich darüber, ob wir glücklich sind. 

Wir haben es selbst in der Hand.

Wir können an uns arbeiten und glücklich sein lernen.

Da haben wir es also: Persönlichkeitsentwicklung macht glücklich.

Selbstwertgefühl aufzubauen und an seinem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu arbeiten führt also zu einer höheren Lebenszufriedenheit.

Klar, wenn wir weniger Angst haben, uns mehr zutrauen und uns als wertvoll betrachten, dann können wir ein freieres und selbstbestimmteres Leben führen.

14. Fokussiere dich auf die richtigen Dinge

Heute ist ohne einen Zweifel bewiesen, dass wir die Welt um uns herum genauso erleben, wie wir sie erleben wollen.

Wenn wir uns darauf konzentrieren, glücklich sein zu wollen und positive und schöne Dinge zu sehen, dann werden wir die Welt auch so wahrnehmen.

Als einen Platz, der uns glücklich macht und in dem eine ganze Menge schöner Dinge passieren.

Unser Fokus entscheidet maßgeblich darüber, wie glücklich wir sind.

Auch wenn sich viele Menschen einen suboptimalen Fokus angewöhnt haben, haben wir doch jederzeit die Macht und Möglichkeit, ihn zu ändern.

In unserem Universum können niemals zwei Dinge gleichzeitig an einem Platz sein. Daher kannst du keinen negativen Fokus haben, wenn du einen positiven hast.

Du kannst also selbst entscheiden, wie du die Welt siehst.

15. Das kleine Land Bhutan mit seinem “Bruttoinlandsglück”

Es geht aber auch ganz anders, wie diese unglaubliche Dokumentation über das kleine Land Bhutan zeigt.

In Bhutan wurde nämlich vor einziger Zeit das “Bruttoinlandsglück” eingeführt.

Schau dir die Doku an (oder reise doch da mal hin).

Ich finde es immer sehr inspirierend, wenn Menschen unbeirrt neue und komplett andere Wege gehen.

16. Erkenne, dass du etwas für dein Glück tun kannst

Es gibt kaum etwas frustrierenderes als Unglücklich zu sein – und das Gefühl zu haben, nichts dagegen tun zu können.

Ich hoffe mit diesem Artikel kann ich dir dieses Gefühl ein wenig nehmen. 

Denn es macht glücklich zu spüren, dass du selbst etwas für dein Glück tun kannst.

Wenn wir davon überzeugt sind, dass wir selbst entscheiden können, wie wir uns fühlen – naja dann werden wir auch glücklich.

Diejenigen, die Glück zu sehr auf äußere Faktoren schieben, die sie nicht beeinflussen können, sind alleine wegen dieser Einstellung schon weniger glücklich. 

Sie haben ein ständiges Gefühl der Machtlosigkeit.

Fehlt uns diese Überzeugung, werden wir natürlich auch viel weniger bereit dazu sein, unsere Lebensumstände aktiv so zu gestalten, dass wir glücklich werden können.

Selbstoptimierung

Kennst du das auch? Du fühlst dich wie im Hamsterrad? Der Druck zur Selbstoptimierung scheint immens…

Super-unangenehm…. :(

Es fühlst sich so an, dass du dem Glück schon eine ganze Weile hinterher jagst, es aber nie so richtig packen kannst…

Glaubst du, du müsstest erst hart arbeiten, um das Leben dann genießen zu dürfen?

Falls das so ist, dann kann ich dich beruhigen. Denn in diesem Artikel werde ich dir zeigen, wie du auch ohne den ganzen überflüssigen Kram direkt zufrieden leben kannst.

Denn uns allen geht es um diesen einen Moment.

Dieser Moment, in dem alles OK ist. Dieser Moment, in dem wir keine Gedanken haben und voller Freude sind.

Dieser Moment, in dem wir eins mit der Welt sind ohne Zukunft und Vergangenheit. Dieser Moment, in dem wir zu Hause angekommen sind.

Viele Menschen meinen, er hinge mit Zielen im Außen und Selbstoptimierung zusammen: “Wenn ich erst … dann …”

Doch du kannst ständig in diesem schönen Zustand leben.

  • Hast du schonmal ein Handy gekauft und gedacht: “Jetzt wird alles besser?”
  • Schonmal jemanden bei der Hochzeit vor Glück weinen gesehen – und drei Jahre später wieder weinen – dieses Mal vor dem Familiengericht?
  • Wie oft rennen Menschen nach dem Erreichen eines Zieles direkt dem nächsten hinterher?

5.000€ pro Monat? Mist, ich fühl mich immer noch nicht sicher.

10.000€ ist das neue Ziel!

Ok, ok. Provokante Beispiele. Ich geb es zu. Doch leider treffen sie sehr ins Schwarze. 

Selbstoptimierung: Der Grund, wieso wir uns selbst optimieren wollen

Um das zu verstehen müssen wir zuerst die Frage klären: “Wieso wollen sich eigentlich so viele Menschen selbst optimieren?

Wir könnten doch auch einfach da bleiben, wo wir sind. 

Wieso Risiken, Mühen und Entbehrungen auf sich nehmen, um woanders zu sein (wo es hoffentlich dann besser ist), als wir gerade sind?

Was ist unsere wahre, tiefe Motivation dahinter? Das finden wir relativ einfach heraus – denn ganz am Ende gibt es immer nur eine Motivation (wenn man lange genug fragt).

Der Weg dorthin sind “Wieso-Fragen”.

Wieso möchtest du die Gehaltserhöhung?

>> Weil ich mir dann eine schönere Wohnung kaufen kann.

Wieso möchtest du eine größere Wohnung.

>> Weil ich dann eine größere Küche habe und das Wohnzimmer schöner einrichten kann.

Wieso möchtest du das?

>> Weil ich mich dann mehr zu Hause fühle.

Wieso möchtest du dich mehr zu Hause fühlen?

>> Weil ich mir dann vorstelle, innerlich ruhiger und zufriedener zu sein.

Ok, ich denke, du weißt worauf ich hinaus will.

Würden wir noch tiefer gehen, kämen wir immer bei sowas an wie: “Ich will, dass alles ok ist und ich mich wohl in meiner eigenen Haut fühlen kann.”

Du willst keine Selbstoptimierung, sondern …

Jetzt kommt der spannende Teil. 

  • Wir wollen uns niemals selbst optimieren, nur um uns selbst zu optimieren.
  • Wir beitreiben keine Selbstoptimierung, weil wir auf dem Weg persönlich wachsen.

…das sind höchstens schöne Begleiterscheinungen.

Der einzige Grund, wieso wir Ziele erreichen wollen ist, weil wir uns von ihnen ein Gefühl versprechen.

Genauer: Wir meinen in der Zukunft, wenn sich etwas verändert hat, fühlen wir uns anders (also besser).

All diese Gefühle könnte man ganz allgemein wohl alle mit glücklich-seinüberschreiben. 

Ist das nicht interessant? 

Wir rennen Selbstoptimerung und materiellen Zielen hinterher und haben dabei immer ein ganz anderes Ziel. 

Es geht uns also nie darum, das Ziel zu erreichen. Sondern darum, was wir uns für ein Gefühl davon versprechen.

Wieso setze ich mir nicht direkt das Ziel, glücklich zu sein – anstatt das Ziel, durch ein weiteres, in der Sache komplett unbedeutendes Ziel für mich, glücklich zu sein?

Wir alle Wissen, was wir eigentlich wollen

Das liegt daran, dass jeder Mensch irgendwo ganz tief in sich dieses Grundgefühl des “glücklich-seins-ohne-etwas-dafür-tun-zu-müssen” abgespeichert hat.

Kleiner Hinweis: Jeder kennt es, denn es ist die Essenz eines jeden Menschen.

Nur haben wir den Kontakt mit ihr verloren. 

Doch unbewusst ist der Wunsch danach noch da. 

Nur haben wir irgendwann einmal angefangen, dieses Gefühl mit mehr Selbstbewusstsein, einem besseren Job oder einer schicken Wohnung zu verknüpfen.

Doch auch wenn die Gefühle, die uns all diese Dinge geben, dem manchmal schon nahe kommen…

Es fühlt sich immer so an, als wenn das Glück nur noch eine Handbreit entfernt wäre – und diese Handbreit lässt sich scheinbar nie überwinden.

Deshalb muss dann der neue Partner, mehr Geld und eine größere Wohnung her. Wir gewöhnen uns an den neuen Umstand und müssen erkennen: “Mist, das was ich WIKRLICH wollte, habe ich nicht bekommen”.

Hinweis: Das konntest du auch nicht, denn es ist nicht im Außen zu finden.

So passiert es dann, dass viele Menschen ihr ganzes Leben Projekte verfolgen, Partnern, Lebensumständen und Geld hinterherlaufen – ohne jemals ihr wahres Ziel zu erreichen. 

Denn sie wissen nie, was sie da genau hinterherjagen – deshalb wählen sie die falschen Wege, um dort anzukommen.

Wann großes Leid entsteht

Richtig schlimm wird es, wenn wir unsere Identität an unsere Ziele knüpfen.

Dann passiert soetwas wie: “Ich bin nur etwas wert, wenn ich das Ziel auch erreiche und immer schön hart daran arbeite.”

Oder wir beziehen unsere Identität aus: Ich bin erfolgreicher Unternehmer.

Von da ab laufen wir auf Eierschalen um dieses Selbstbild aufrecht zu erhalten. 

Wenn jemand es angreift, dann fühlen wir uns existentiell bedroht und schlagen meistens zurück. Macht Sinn, immerhin meinen wir, wir müssten uns verteidigen.

Dabei sind es nur ein paar Gedanken, die wir über uns im Kopf haben und an die wir uns festklammern.

Den Wunsch nach Selbstoptimierung loslassen

Viele weise, erleuchtete Menschen lassen alle Ziele komplett los.

Denn dann sind sie dauerhaft dort angekommen, wo alle anderen durch diese Substitutionsziele so gerne ankommen wollen. 

Die sitzen dann 10 Jahre auf der Parkbank. Wenn du dem klassischen “Selbstoptimierer” sagst, er solle mal alle seine Ziele loslassen und einen Schritt tiefergehen, dann zieht direkt Panik auf.

  • Er klammert sich so an seinem Drang zur Selbstoptimierung fest, weil er ohne sie verloren wäre. 
  • Er wüsste ohne sie nicht, wie er überleben sollte, mal ganz hart ausgedrückt.

Also klammert er sich daran fest, im Wahn der Kontrolle. Er ist ein hoffender, der sich an den letzten Strohhalm klammert.

“Mir gehts zwar echt schlecht, aber in Zukunft wird bestimmt alles besser, wenn ich XYZ erreicht habe.”

Mööp, wird es nicht.

“Selbstoptimierung” und Anstrengung

Die Gesellschaft gibt uns ein bestimmtes Denkmuster vor. 

Zuerst musst du leiden und dich anstrengen – dann, später (wenn du die Rente erreicht hast), dann darfst du das Leben genießen und zufrieden sein.

Doch auch in kleinen Dingen greift dieses Denkmuster.

Neulich lief das Champions League Finale. Da war ich den ganzen Tag aufgeregt und voller Vorfreude.

Nichts gegen Vorfreude. Aber ich verpasste die einfache Schönheit des Tages und jedes Moments – weil mein Fokus auf die Zukunft gerichtet war. 

Wenn wir nicht aufpassen, hangeln wir uns so von Event zu Event.

Die Formel lautet: “Wenn ich… dann…”

Hier verschieben wir das Wohlbefinden, die Verzückung, die Freude, die Motivation, die Erfüllung immer wieder in die Zukunft.

Frei nach der Gleichung:

Leid + Harte Arbeit = Erfolg
Erfolg = Glück
Leid = Glück

Ich bin jetzt auch nicht der größte Mathematiker, aber das klingt selbst für mich nicht gerade sehr logisch.

Trotzdem folgen viele Menschen ihr ganzes Leben dieser Gleichung, um irgendwann einmal komplett mit sich im Reinen und zufrieden zu sein.

Doch möglicherweise kommen wir mit dieser Einstellung niemals dort an.

Es bleibt bei der Suche und dem Verlagern des Glücks in die Zukunft. Immerhin fühlt sich dann ja auch die Gegenwart ein wenig aushaltbarer an. 

Das klassische Mangeldenken

Wieso viele Menschen jetzt das Weite suchen ist folgender Denkfehler: “Ja, aber dann muss ich ja die ganze Zeit untätig herumsitzen und tue gar nichts mehr.”

Na, hast du auch schon Angst davor, ein wenig Kontrolle abzugeben :)

Dachte ich mir und kann ich gleichzeitig sehr gut verstehen. Doch heißt das nicht, dass du ab jetzt lethargisch auf einer Bank sitzen und 10 Stunden Enten beobachten sollst.

Seine Wünsche und Bedürfnisse zu unterdrücken führt genauso wenig dazu, glücklich und entspannt zu leben.

Wahre innere Freiheit bekommst du, wenn du erkennst, dass du alles tun kannst, aber nichts musst. 

Du kannst einfach immer glücklich sein. Egal was im Außen passiert, du spürst einfach, dass es an deinen Wohlbefinden nichts verändern wird – wenn du es nicht lässt.

Ziel erreicht oder nicht erreicht – beides gleich gut

Meiner Erfahrung nach “optimieren” wir un am einfachsten selbst, wenn wir voll cool damit sind, wenns klappt – aber auch voll cool damit sind, wenn nicht.

Wir geben alles, trotz des Wissen, dass es gar nicht so viel Einfluss auf unser Wohlbefinden hat, wie wir gerne meinen.

Dann können wir das Spiel des Lebens spielen, ohne dass sich der Eindruck breitmacht, jeder falsche Schritt würde uns in der Zukunft zum unglücklichseibar verdammen.

Außerdem: Wenn Selbstoptimierung und Zukunftsvisionen sowieso nichts über dein Glücklichsein entscheiden, wie wir uns alle einreden – dann kannst du auch endlich die Ziele loslassen, die sowieso nicht deine waren.

Keinen Bock auf den zwar gut bezahlten, aber furztrockenen Job beim Finanzamt?

Cool, mach was anderes. 

So kommt mehr Flow, mehr Leichtigkeit in unser Leben. Und wenn wir einmal nicht so performt haben, wie wir wollten – so what.

So ist das Leben. 

Erfahre zu diesem Thema mehr in meinem Podcast: Wie der Fluss des Lebens dich entspannt macht.

Lasse deine Geschichten jetzt los

Mir ist es auch vollkommen egal, was du so machst. 

Wichtig ist mir, dass du dich einmal hinterfragst, ob die Geschichte, die du dir immer wieder erzählst, wirklich wahr ist.

  • Ich meine, wie oft hat sie dich denn schon hängen gelassen? 
  • Wie oft hat das Handy, die neue Wohnung, der Urlaub nicht das gehalten, was du dir davon versprochen hast?

Vielleicht hast du sogar die Erfahrung gemacht, dass kleine Dinge dir echtes Wohlbefinden gegeben haben – und du so entspannt und happy warst, dass du es gar nicht mitbekommen hast.

Wir sind viel öfter zufrieden, als wir denken

Ich glaube nämlich, wir sind viel öfters vollkommen zufrieden, als wir denken. Nur wenn wir uns einreden, wir wären es nicht, kommt es uns so präsent vor, so real.

Dass wir aber vorher zwei Stunden komplett im Flow durch unser Leben geschwebt sind – naja, nicht der Rede wert.

Oder doch?

Unsere Wahrnehmung in Bezug auf Zufriedenheit, Flow und Glück ist extrem verzerrt. Wir nehmen es nur dann wahr, wenn es nicht da ist. Das ist ein wenig so, wie mit der Gesundheit.

Solange sie da ist, schenken wir ihr keine Beachtung.

Welche Geschichte erzählst du dir über das Glück?

Jeder Mensch hat andere Ziele. Das heißt im Grunde nichts anderes, als dass sich jeder Mensch eine bestimmte Geschichte darüber erzählt, welchen realen oder eingebildeten Dingen er gerne die Macht geben möchte, über sein Wohlbefinden und Lebensglück zu entscheiden.

Wo das Glück zu finden ist

In diesem Moment. Selbst wenn dein Unternehmen in drei Jahren die 250.000€ Umsatz geknackt hat – die Freude darüber kommt immer in diesem Moment. 

Nur halt in drei Jahren.

Es klingt so abgedroschen: Aber alles, was du dir jemals gewünscht hast, findest du in dir.

Und hier kommen viele Selbstoptimierer wieder ins stocken. Wie, in mir? Ich weiß doch ganz genau, wenn ich die Welt im Außen nur perfekt mache und alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, dann werde ich endlich glücklich sein.

Doch genau das ist eben nicht der Fall.

Solange du im Außen suchst, wird es immer etwas geben, was dein Wohlbefinden stört.

Die äußere Welt ist nicht perfekt und lässt sich nicht kontrollieren.

Wenn du erkennst, dass es nur eine Story ist, dass du nur mit Zielen glücklich sein kannst – und es auch ohne geht.

Und du gleichzeitig mit Flow und Leichtigkeit diese Ziele erreichen kannst. Ziele, die eine höhere Bedeutung haben – und nicht aus deinem Ego oder dem Ego anderer Menschen entstanden sind.

Selbstoptimierung und der präsente Moment

Es ist nichts falsch daran, sich selbst optimieren zu wollen oder sich Ziele zu setzen.

Es ist gut zu wissen, wo wir im Leben hinwollen. 

Wenn dich das jedoch aus dem präsenten Moment reißt, dann ist solch ein Denken absolut kontra-produktiv für innere Zufriedenheit.

“Ich bin noch nicht da, daher heißt es erstmal weiterleiden.”

Denke kurz darüber nach, wo du hinwillst, richte dann aber deine hauptsächliche Aufmerksamkeit auf das, was du gerade tust.

Tue es, um es zu tun – und nicht, um dadurch irgendwo anders hinzugelangen, wo es vermeintlich besser ist.

Denn diesen Ort gibt es nicht. 

Sei nicht mit 80% deines Denkens in Metakommentaren wie “Mach ich das jetzt richtig? Bringt mir das was? Kann ich das? Ist das gut genug?” verstrickt.

Ziele loslassen – Ziele erreichen

Je mehr uns selbst eingestehen, dass uns diese ganze Selbstoptimierung einfach nicht das bringen wird, was wir uns von ihr versprechen, desto freier werden wir – und desto leichter fällt uns auch, im Leben voran zu kommen.

Je mehr wir im Moment sind, desto mehr können wir das Leben jetzt schon genießen – und dann eben Ziele erreichen, oder eben nicht.

Du lässt die Bedingungen los, die dich davon abhalten, jetzt schon glücklich zu sein. 

Und bist es – ohne Ziele, oder mit Zielen.

Wie du den Zwang zur Selbstoptimierung loslässt

Deine Realität besteht aus Gedanken.

Bist du mit deinen Gedanken identifiziert und denkst, der Weg zum Glück wäre die Selbstoptimierung – dann hast du keine andere Wahl als das auch zu glauben.

Doch: Nur weil du den Gedanken denkst: “Ich muss dieses Ziel erreichen, damit ich glücklich sein kann” – muss der noch lange nicht wahr sein. 

Gedanken geben nicht die Realität wieder und die Gedanken sind auch nicht “du”.

Glaub deinen Gedanken nicht alles, was sie dir erzählen

Sie sind am Ende nicht viel mehr als relativ zufällige Stimmen in deinem Kopf. Oder weißt du jetzt, wo dein nächste Gedanke herkommen wird?

Vielleicht ist dir auch schon einmal aufgefallen, dass Gedanken sich wandeln. Sie kommen und sie gehen. Ständig und beständig. 

Deine Gedanken von gestern sind schon weitergezogen (außer natürlich, du machst dir die Mühe, kramst sie wieder hervor, und fühlst dich dann wieder schlecht – Die Kraft der Gedanken macht es möglich).

Wenn wir das einfach akzeptieren, dass wir Gedanken haben und ihnen nicht besonders viel Bedeutung und Aufmerksamkeit schenken, dann verbringen wir mehr und mehr Zeit in diesem Raum, in dem eben schon alles ok ist. 

Hier findet du das, was du dir von deiner Selbstoptimierung auf einer tiefen Ebene versprichst. 

Von innerer Getriebenheit zu innerer Ruhe

Denn wenn du dich rastlos und getrieben fühlst, dann geht das Gefühl nicht weg, wenn du im Außen etwas änderst. 

Es geht weg, wenn du aufhörst diesen ganzen “Wenn ich … dann …” Gedanken hinterherzurennen.

Je mehr wir das tun, desto mehr leben wir in dem stetigen Fluss des Moments.

  • Gedanken kommen, Gedanken gehen. 
  • Gefühle kommen, Gefühle gehen.

Du tust das, was du tust, präsent und mit der Intention, es einfach nur zu tun. Sobald wir etwas tun, um etwas anderes (in der Zukunft) davon zu bekommen, fängt das Leid und der Stress an. 

Komme einfach in den Fluss des Lebens

Sobald du etwas tust und dabei präsent bist – kommst du in den Fluss des Lebens. Dinge passieren mit Leichtigkeit, du tust automatisch das, was gut für dich ist.

Du bekommst Zugriff auf eine tiefere Intelligenz, die hinter deinen Gedanken ist. Ja, auch hinter den Gedanken die wir jetzt gerade sagen “Was soll das denn heißen?”

Hier liegt deine persönliche Freiheit, innere Zufriedenheit und Glück. Von hier aus entwickelst du dich mit Leichtigkeit, anstatt mit Anstrengung.

Von hier aus machst du, was gut für dich (und andere) ist, anstatt zu tun was jemand anders von dir erwartet. Dazu musst du dich nicht in deinen Gedanken entscheiden, es wird einfach passieren.

Emotionale Abhängigkeit

Mein Lieber, meine Liebe – heute möchte ich mit dir ein heikles Thema besprechen.

Eins, das mit viel Schmerz und Scham behaftet ist.

Ich freue mich wirklich sehr, dass du nun hier bist.

Da du nun auf dieser Seite gelandet bist, vermutest du bei dir vielleicht eine emotionale Abhängigkeit. Oder bei deinem Partner.

Ich nehme dich jetzt mit an die Hand und gehe das Thema von Adam und Eva mit dir durch.

Danach kannst du den Laptop zuklappen und gleich anfangen, an dir zu arbeiten.

Das Motto heute: Aus emotionaler Abhängigkeit befreien!

Klingt gut? Dann aber auf!

Heute lernen wir zusammen:

  • Was emotionale Abhängigkeit ist
  • Den Unterschied zwischen emotionaler und Co-Abhängigkeit
  • Typische Verhaltensweisen, Muster und Symptome emotionaler Abhängigkeit
  • Ob du emotional abhängig bist
  • Die Ursachen emotionaler Abhängigkeit
  • Wie du in eine emotionale Abhängigkeit geraten bist
  • Deine Befreiung aus der emotionaler Abhängigkeit

Was ist emotionale Abhängigkeit?

Emotionale Abhängigkeit ist ein Zustand, in dem einer der Partner seine Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse, Wünsche und Urteilsvermögen aufgibt, um den anderen zufrieden zu stellen.

Dabei glaubt dieser insgeheim, der andere sei für die Zufriedenstellung seiner Bedürfnisse (nach Liebe, Wertschätzung, Anerkennung, etc. ) verantwortlich.

Emotionale Abhängigkeit ist, im Gegensatz zur Co-Abhängigkeit, eine einseitige Form von Abhängigkeit.

So ist der emotional Abhängige süchtig nach der Liebe, Wertschätzung und Anerkennung des Partners und macht seinen persönlichen Wert vom anderen abhängig.

So wird er alles tun, um diesen zufriedenzustellen, um diese Liebe nicht zu verlieren.

Paradoxerweise verliert er seinen Partner meistens mit seiner emotionalen Abhängigkeit.

Ein Beispiel

Person [A] ist emotional abhängig von Person [B]. Wenn [A] etwas kocht, kann es nur gut sein, wenn es [B] schmeckt. Wenn [A] sich schön macht, kann sie in ihren Augen nur schön sein, wenn [B] sie so schön findet.

Person [B] fühlt sich nicht emotional abhängig von [A]. Person [B] sieht es als Dauer sogar als starke Belastung an und trennt sich womöglich von [A].

Empfindet Person [B] die emotionale Abhängigkeit von [A] nicht als belastend, unterstützt diese und bestätigt sich so selbst in seinem Wert, spricht man von Co-Abhängigkeit.

Emotionale Abhängigkeit =/= Co-Abhängigkeit

Da die Begriffe oft synonym verwendet werden, möchte ich dir die Begriffe an dieser Stelle voneinander abgrenzen.

Emotionale Abhängigkeit ist, wie im obigen Beispiel beschrieben, eine einseitige Abhängigkeit. Person [A] ist von Person [B] abhängig, aber nicht umgekehrt.

Co-Abhängigkeit ist (wie der Name schon sagt) eine gegenseitige Abhängigkeit, eine Interdependenz. Person [A] ist von Person [B] ist von Person [A] ist von Person [B] (und unendlich so weiter) abhängig.

Lass uns einmal einen Blick auf typische Verhaltensweisen, Muster und Symptome emotionaler Abhängigkeit werfen.

Typische Verhaltensweisen, Muster & Symptome emotionaler Abhängigkeit

Typische Symptome sind:

  • Klammern und Einengen
  • Vereinnahmung
  • Eifersucht und Kontrolle
  • Emotionale Erpressung und Silent Treatment
  • Besessenheit und innere Unruhe
  • Ständig wechselnde Partner, nie langes Single-Dasein
  • Soziale Isolation
  • Unselbstständigkeit

„Das ist alles schön und gut, aber wie erkenne ich jetzt konkret meine emotionale Abhängigkeit?“, denkst du vielleicht.

Hier findest du einen Test.

Test – Woran erkennst du deine emotionale Abhängigkeit?

  • Du bist süchtig nach Zuneigung
  • Du brauchst permanent Bestätigung
  • Du kannst schwer alleine Zeit verbringen – dies macht absolut keinen Sinn für dich (und macht dir womöglich sogar Angst)
  • Du benötigst viele Liebesbeweise
  • Du bist von deinem Partner besessen
  • Du möchtest genau kontrollieren, was dein Partner denkt und fühlt
  • Du vertraust deinem Partner nur schwer
  • Kritik von deinem Partner kannst du nur schwer ertragen
  • Du isolierst dich sozial
  • Du machst wenig ohne den „Segen“ deines Partners
  • Was er gut findet, findest du auch gut, auch, wenn es dir eigentlich nicht gefällt
  • Du BRAUCHST deinen Partner und KANNST nicht ohne ihn leben
  • Du hast panische Angst, deinen Partner zu verlieren
  • Du beklagst dich darüber, dass du deinen Partner mehr liebst als er dich
  • Dein Selbstwert hängt hauptsächlich von der Bewertung deines Partners ab
  • Manchmal fühlst du dich von deinem Partner emotional erpresst
  • Du kannst dir ein Leben ohne deinen Partner nicht vorstellen

Meine Liebe, mein Lieber – wenn du dich in mehr als 5 Punkten wiedererkennst und ein klares „JA, das trifft auf mich zu“, könntest du emotional abhängig sein.

Das ist total okay. Und es ist nicht deine Schuld.

Ich erkläre dir jetzt nämlich, wie sich diese emotionale Abhängigkeit entwickeln konnte.

Emotionale Abhängigkeit Alleine sein

Ursachen emotionaler Abhängigkeit

Die Kernursachen emotionaler Abhängigkeit sind Verlustängste, geringe Selbstliebe und ein geringes Selbstwertgefühl.

Du siehst dich selbst als wertlos an und brauchst deinen Partner, um dir einen Wert zu geben. Deswegen hältst du krampfhaft an seiner Liebe fest. Egal, ob sie dir guttut, oder nicht.

Du benötigst deinen Partner für deine eigene Bedürfniserfüllung. Beispielsweise findest du das T-Shirt an dir nur wirklich schön, wenn dein/e Partner/in es gut findet. Dein inneres Gefühl scheint niemals dasselbe Gewicht zu haben, als das deines Partners.

Du weißt nicht, wie du dich selbst liebst bzw. tust es nicht. Aus diesem Grund benötigst du eine weitere Person, um dies tun zu können.

Vielleicht wurdest du in deinen vorigen Beziehungen schlecht behandelt (bis sogar emotional missbraucht).

Vielleicht geschah dies auch in deiner Kindheit.

Womöglich hast du irgendwann in deinem Leben gelernt, dass du von alleine nicht liebenswert sein kannst. Und dass man dich verlässt, sobald du du selbst bist.

Ich weiß, wie sich dieser Schmerz anfühlt. Also fühl‘ dich erst einmal ganz fest gedrückt.

Aber mach dir keine Sorgen – der Schmerz ist das, was dich vorantreiben wird. Mit deinem Willen, diesen Schmerz loszulassen, wirst du dich aus deiner emotionalen Abhängigkeit befreien können.

Emotionale Bedürftigkeit =/= Emotionale Bedürfnisse

Liebe/r Leser/in, bitte verwechsle emotionale Bedürftigkeit nicht mit gesunden, emotionalen Bedürfnissen.

Unter gesunden, emotionale Bedürfnisse sind die natürlichen Bedürfnisse nach Liebe, Anerkennung, Gemeinschaft. An sich ist es in unserer Natur, diese zu benötigen. Ja, wir brauchen diese innig.

Der Unterschied liegt jedoch in der Herkunft der Bedürfniserfüllung.

Stell dir eine Linie vor. Auf der linken Seite steht „ausschließlich von außen“, auf der rechten Seite „ausschließlich von innen“.

Kannst du nur Liebe, Wertschätzung, Anerkennung, etc. von außen akzeptieren, als „echt“ und „valide“ ansehen, dann sprechen wir klar von emotionaler Bedürftigkeit.

Was heißt das denn jetzt?

Der Clou ist: du bist emotional unabhängig (oder emotional frei), wenn du die Liebe, Wertschätzung und Anerkennung theoretisch nicht bräuchtest, weil du dir diese selbst geben kannst.

Da wir aber Gemeinschaftswesen sind ist für uns ein gesundes Mittelmaß mit Tendenz zur emotionalen Freiheit angesagt.

Was ist gesund? Alles, was einem Mittelmaß zwischen Bedürfniserfüllung aus deinem Innern und einem kleineren Maß von außen geschieht, ist gesund.

Absolute, emotionale Abhängigkeit gibt es nämlich nicht. Sogar nicht, wenn wir alleine in einer Höhle leben. Auch da kann uns etwas Freude, oder Traurigkeit bereiten.

Was ist ungesund? Ungesund ist, wenn du auf das von außen angewiesen bist, um dich erfüllt zu fühlen. Dann bist du nämlich, genau, von der äußeren Bedürfniserfüllung abhängig.

Wie kommst du da raus?

Zunächst einmal musst du eines verstehen.

Du bist die einzige Person, die für dich verantwortlich ist.
Du bist für dein Glück verantwortlich.
Du kannst nur echte Liebe erfahren, wenn du dir selbst echte Liebe geben kannst.
Du kannst nur Liebe, Akzeptanz, Wertschätzung, Anerkennung geben, wenn du sie dir selbst geben kannst.
Du kannst nur wahrhaftig lieben, wenn du dich selbst lieben kannst.

Ich verstehe dich vollkommen, das sind erst einmal harte und radikale Worte. Ich verstehe auch vollkommen, wenn gerade die Panik in dir aufsteigt.

Das ist gut. Denn genau durch dieses drückende, ohnmächtige Gefühl führt dein Weg durch!

Möchtest du es endlich schaffen, den/die Richtigen zu finden?
Möchtest du nie wieder in deine alten Muster zurückfallen?
Möchtest du endlich glücklich und emotional frei sein?

Dann sag ein fettes JA zu dir!
Lerne, dich selbst zu lieben.
Und ich verrate dir jetzt, was du tun kannst.

Emotionale Abhängigkeit

Aus emotionaler Abhängigkeit befreien

  • Selbsterkenntnis – Erkenne deine emotionale Abhängigkeit. Gestehe sie dir ein. Damit hast du schon einmal einen riesigen Schritt getan. Viele emotional Abhängige sind sich dieser leider nicht bewusst. Dadurch geraten sie noch tiefer in die Abwärtsspirale. Da bist du schon einmal raus, check! : )
  • Nimm das Tempo raus – Da du in der Theorie weißt, wie du dich aus deiner emotionalen Abhängigkeit lösen kannst, wirst du am Anfang unglaublich motiviert sein. Das ist super! Mach dir allerdings bewusst, dass es sich aus dem Weg heraus mehr um einen Marathon als einen Sprint handelt. Du wirst viel Kraft, Konsequenz und Disziplin brauchen, um aus diesen Mustern herauszuwachsen. Mache stattdessen kleine Schritte. Setze praktische Tipps um.
    Dadurch, dass du immer wieder mit den unangenehmen Gefühlen konfrontiert sein wirst (tut mir Leid, da führt nur ein Weg durch) wirst du auch automatisch motiviert bleiben. Denn sind wir nicht dann am motiviersten, wenn wir den Schmerz loswerden wollen? Mehr zu dem Thema Motivation findest du hier.
  • Bewusste Entscheidungen – Triff eine bewusste Entscheidung, deine emotionale Abhängigkeit loszulassen und darauf hinzuarbeiten. Dann ist es eine beschlossene Sache, und du wirst nur noch auf diese Entscheidung zurückfallen.
  • Kleine Schritte – Gerade am Anfang deiner Reise kannst (und solltest du) mit kleinen Schritten beginnen. Beginne damit, nur Kleider anzuziehen, die DU gut findest, unabhängig von deinem Partner. Oder die Dinge zu essen, die DU magst. Oder dann zu lachen, wenn DU lachen möchtest.
  • Selbstliebe aufbauen – Finde heraus, was du an dir gut findest, und was weniger. In welchem Bereich liebst du dich bereits? Und ich welchem noch nicht? Setze dann genau dort an. Denn mit jedem Schritt, mit dem du auf dich selbst zugehst, gehst du einen aus der emotionalen Abhängigkeit heraus. Lerne also, die Liebe aus dem Inneren zu schöpfen.
  • Selbstwertgefühl stärken – Aktualisiere dein Selbstbild ein wenig, um auch tatsächlich auf Augenhöhe mit deinem Partner zu sein. Lies hier weiter darüber nach…
  • Beginne Selbstannahme – Beginne damit, JA zu dir zusagen. Zu deinen Wunden, deiner Vergangenheit, deinem Schmerz. Gestehe dir deine emotionale Abhängigkeit ein. Nimm allen Schmerz an und sage dir, es ist okay.
  • Dein Fokus – Beginne, den Fokus auf deine eigenen Gefühle zu lenken und die deines Partners loszulassen. Schaffe Bewusstsein für diese und höre ihnen zu. Bewerte sie am Anfang deiner Entwicklung noch nicht. Nimm sie einfach nur an.
  • Bewusste Selbstreflektion – Mit der Zeit wirst du eines feststellen: Manche Gefühle werden in manchen Situationen immer wieder vorkommen. Sie werden durch dieselbe Sache ausgelöst. Dies nennt man einen Trigger. Dieser Trigger kann ein Gedanke, ein Wort oder eine Bewegung deines Partners sein. Beginne, diese Gefühle auf ihre Echtheit zu hinterfragen. Stimmt das wirklich, was du gerade denkst? Oder hast du einen Gedanken einfach nur weitergesponnen?
  • Verbindung mit dir – Wenn das alles schon läuft, beginne, dich mit dir zu verbinden. Beginne, auf deinen Körper zu hören. Gib dir ein paar Minuten, in denen du einfach nichts tust und nur da bist. Lass die Dinge sein. Und beobachte einfach nur. Wenn du all dies tust und ein Gefühl für deine Muster bekommst, kannst du entsprechend handeln.
  • Die Kraft in bewussten Entscheidungen – Wenn du deine Muster langsam kennst und genau weißt,
    • wann du wie reagierst,
    • wodurch welcher Gedanke ausgelöst wird
    • dass gerade deine Angst spricht,

    handle entsprechend. Sage manchmal einfach nichts, wenn du einen Angstausbruch hast und lass die Gefühle sein. Oder sag deinem Partner, dass du gerade einen Angstmoment hast. Richte deine Wut gegen alles, nur nicht gegen deinen Partner. Das natürlich nur, wenn du dir deiner eigenen Gefühle bewusst bist und dein Partner nichts damit zu tun hat. Wichtig: teile dich mit. Rede mit deinem Partner. Dieser hat oft gar keine Ahnung, was da in dir vorgeht.

  • Durchkämme deine Vergangenheit – Finde den Ursprung deiner emotionalen Abhängigkeit. In welchen Situationen in deinem Leben wurdest du verlassen und verspürst heute noch diesen tiefen Schmerz? Wann hat man angefangen, dich abzuwerten? Wer? Und wann hast du damit begonnen?
  • Sei geduldig mit dir – Da du alte Ängste aufarbeiten musst, verstehst du sicherlich, dass dieser Prozess etwas Zeit benötigt. Lass dir Zeit. Sei gut zu und geduldig mit dir. Dieser Prozess braucht viel Zeit und Kraft. Es ist normal, wenn du dich manchmal fragst, warum in aller Welt du da durch musst und aufgeben möchtest.
  • Die Verbindung zwischen Verlustangst und emotionaler Abhängigkeit auflösen – da hinter emotionaler Abhängigkeit Verlustängste liegen, macht es ebenfalls Sinn, an deiner Verlustangst zu arbeiten. So unterstützt die Arbeit an deiner Verlustangst die Arbeit an deiner emotionalen Abhängigkeit. Wie das geht, kannst du hier nachlesen.
  • Hinterfrage deine Angst – Hinterfrage deine Glaubenssätze für jeden Lebensbereich. Wenn du verlassen wirst, bist du dann wirklich so finanziell abhängig? Oder verlierst du dann auch automatisch alle deine Freunde? Hast du weitere Ansprechpartner, wenn es dir einmal nicht gut geht? Wenn du diese Fragen mit 2x Nein und 1x Ja beantworten kannst, erinnere dich immer wieder daran. Bei 2x Ja und 1x Nein kommt jetzt der nächste Schritt.
  • Wenn alles von deinem Partner abhängt – Überlege dir konkrete Schritte, wie du dies ändern kannst. Wenn du dein gesamtes Leben um deinen Partner aufgebaut hast, ist es an der Zeit für dein Eigenes. Wie kannst du dir deine finanzielle Freiheit aufbauen? Wie kannst du dir einen eigenen Freundeskreis aufbauen? Wenn es wirklich zum Horror-Szenario kommt und du verlassen wirst, hast du ein Netz, das dich auffängt. Dadurch bist du schon ein großes Stück emotional unabhängiger. Das merkst du sofort, weil du dich im Inneren sicher fühlst.
  • Kümmere dich um deine Selbstverwirklichung – Um noch mehr an Unabhängigkeit dazuzugewinnen, kümmere dich um deine eigene Selbstverwirklichung. Welche sind deine Träume? Was wünschst du dir beruflich? Was wünschst du dir generell von deinem Leben? Setze dich damit auseinander. Überlege dir, wie du das erreichen kannst. Und lege dann los :)
  • Du To-Be – Stelle dir vor, welche Person du gerne sein würdest. Stelle dir vor, wie du handeln, fühlen, reagieren möchtest. Stelle dir vor, wie sich emotionale Unabhängigkeit für dich anfühlt. Am besten jeden Tag. Du fühlst praktisch heute schon, wie du dich in Zukunft zunehmend fühlen möchtest. Da dein Gehirn nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden kann, ziehst du dir deinen gewünschten Ist-Zustand somit Stück für Stück ins Jetzt.

Meine Liebe, mein Lieber – hab Vertrauen und glaube an dich. Du wirst es schaffen, dich aus deiner emotionalen Abhängigkeit zu befreien. Ja, es erfordert einiges an Disziplin, Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen. Nimm dir einen Therapeuten zu Hilfe, damit kannst du meistens schnellere Erfolge erzielen, wenn du dich damit wohlfühlst.

P.S. Wenn du ein Mann in einer Beziehung bist und dich emotional abhängig fühlst, schau dir den Artikel von meinen Kollegen von Authentic Charisma an. Hier gehts zu dem Artikel über Eifersucht und Kontrolle in Beziehungen.

Fazit

Hier fasse ich noch einmal kurz für dich zusammen, was nun deine nächsten Schritte sind:

  1. Arbeite aktiv an deiner Verlustangst, deiner Selbstliebe und deinem Selbstwertgefühl
  2. Werde bewusster Umgang mit dir selbst (Physisch, sowie emotional)
  3. Schaffe mehr Unabhängigkeit in deinem Alltag
  4. Manifestiere deine emotionale Unabhängigkeit

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute! Wenn du Fragen hast, schreib mich sehr gerne an – ich freue mich auf deine Nachricht.

Wahres Ich

Wenn man “wahres Ich” googelt, kommen irgendwelche komischen Testseiten dabei heraus. Doch aus irgendwelchen Gründen, bist du nicht dort, sondern auf meiner Seite gelandet.

Darüber freue ich mich.

Vielleicht hast du auch auf diese Seite geklickt um herauszufinden, wie deine Persönlichkeit ist.

Möchtest du erfahren:

  • Ob du extro- oder introveriert bist?
  • Schüchtern oder offen?
  • Oder was du wirklich im Leben tun willst, wofür du hier bist?

Alle diese Fragen werde ich dir auf dieser Seite beantworten. Gleichzeitig hoffe ich auch, dass du Lust hast, das ganze Thema ein wenig tiefer zu beleuchten.

Denn in diesem Artikel zeige ich dir, wieso du tief in dir immer vollkommen in Ordnung bist, dich stets sicher fühlst und einen positiven, liebevollen Blick auf dich, andere Menschen und die Welt hast.

Außerdem zeige ich dir, wieso so wenig Menschen überhaupt von diesen Ort aus leben (und was du tun kannst, um nicht in die gleiche Falle zu tappen und so mehr Freiheit in dein Leben zu holen).

Denn je genauer wir erkennen können, was unser wahres Ich ist, desto glücklicher werden wir und desto mehr können wir das Leben entspannt, ohne Stress und im Fluss genießen.


Wieso dein wahres Ich erkennen zu mehr Harmonie im Leben führt

Je mehr wir das, was im Leben passiert, auf “uns” beziehen, desto relevanter erscheint es uns – und desto mehr Angst und Unsicherheit müssen wir dem Leben gegenüber spüren.

Je mehr wir erkennen, dass “wir” gar nicht so viel mit dem zu tun haben, was uns momentan im Leben zu belasten scheint, desto freier werden wir.

Und vielleicht erkennen wir dann bald gemeinsam, dass wir alle viel mächter sind, als wir es uns jemals zu träumen gewagt hätten :)

Aber eins nach dem anderen. Am Ende des Artikels wirst du viel genauer verstehen, wie das gemeint ist und wie du das auf dein ganz persönliches Leben anwenden kannst.

Also, lass uns loslegen.

Wieso ich wissen sollte, wer oder was ich bin

wahres Ich - wer bin ich

Ja, wie finde ich also mein wahres Ich?

Ich finde es immer sehr spannend wenn ich die ersten Gespräche mit einem neuen Coachee habe.

Natürlich erzählt er oder sie erst einmal eine Menge von “sich”.

Das ist Voraussetzung für ein Coaching und genau richtig.

Doch manchmal muss ich ein wenig schmunzeln, denn ich weiß schon, welche Frage ich als nächstes stellen werde:

“Du hast jetzt sehr viel von dir gesprochen, aber wer ist denn eigentlich dieses ich?”

Viele Coachees kommen dann ein wenig ins Grübeln. “Ja, richtig. Wer bin ich eigentlich? Oh, das weiß ich gar nicht so genau.”

Kein Wunder, kaum jemand weiß es auf einer tiefen Ebene und trotzdem ist unser am häufig benutzten Wörter alles, was mit “ich” zu tun hat. “Mein, meins, mich, mir, …”

Manchmal kommen dann so Antworten wie:

“Naja, ich bin meine Gedanken”

oder

“Ich bin eine Mischung aus meinen Gedanken, Erinnerungen, meinem Körper und Gefühlen.”

Wieso wir scheinbar vergessen haben, wer wir wirklich sind

Der Grund dafür, dass so viele Menschen ewig darüber nachgrübeln, wer sie wohl sein könnten ist genau der: Sie grübeln darüber nach und können es vor lauter Lärm im Kopf nicht erkennen.

Wenn wir stark mit unseren persönlichen Gedanken identifiziert sind, dann sehen wir nicht klar (auch wenn unsere Gedanken uns das verklickern wollen).

Wir haben jeden Tag abertausende Gedanken.

Gedanken über die Welt, über andere Menschen und über uns selbst.

“Ich bin gut in Mathe” ist ein Gedanke über dich, genauso wie “Ich glaube, ich muss mehr Muskeln haben, damit die Frauen auf mich abfahren” ein Gedanke darüber ist, wie die (Frauen-) Welt funktioniert.

Wahres Ich - Sinne

Vielen dieser Gedanken glauben wir unbesehen. Das liegt daran, dass wir sie so oft und schon so lange denken.

Dein wahres Ich findest du nicht durch Nachdenken

Dann kommt schnell der Eindruck auf, sie wären unsere Gedanken. Liegt auch nahe, denn zumindest scheint es so, als wäre das unsere innere Stimme dort oben. Immerhin hört es sich so an, als wäre sie innerhalb “unseres” Körpers.

Aus all diesen Gedanken formt sich mit der Zeit dein Bild von dir und der Welt.

An diesem Punkt tun sich zwei Fragen auf:

  • Wie akkurat ist dieses Bild von dir?
  • Wie fühlst du dich, wenn du all diesen Gedanken vollen Glauben schenkst?
  • Sie sind daher unser wahres Ich?

Stellen wir uns diese Fragen, dann müssen wir zwangsläufig erkennen:

Dieses Bild kann nicht sehr akkurat sein, denn es verändert sich mit der Zeit. Oder meintest du mit 12 Jahren, du wärst die gleiche Person wie du in deinem heutigen Alter bist?

Außerdem geht es vielen Menschen nicht allzu gut mit diesen Gedanken.

Denn ihr gedankliches Selbstbild ist oft eher negativ ausgeprägt.

Doch auch, wenn sich diese täglichen, unbewussten Gedanken über uns (und die Welt) nicht gerade zu mehr Wohlbefinden führen, halten wir an ihnen fest wie Donald Trump an dummen politischen Forderungen.

Wieso dein Selbstbild nicht real (und daher sehr oberflächlich) ist

Schauen wir genauer hin, dann erkennen wir: Das Bild, welches wir von uns selbst haben, ist nicht real.

Es ist zu 100% ausgedacht – schließlich besteht es aus Gedanken (Glaubenssätze, Erinnerungen, Bildern) – und diese Gedanken haben wir uns nicht bewusst ausgesucht.

Sie waren scheinbar “auf einmal” da, ohne dass wir da etwas zu getan haben.

Manchmal sind sie sogar da ohne dass wir wissen, dass sie da sind.

Für unser Alltagsbewusstsein macht es eine Menge Sinn, solch ein spezifisches Selbstbild zu konstruieren. Denn auch wenn es nicht immer das angenehmste ist – so lässt es uns doch ganz gut in der Welt zurechtkommen.

  • Wir kennen unseren Platz in der Gruppe, meistens ohne große Rangkämpfe ausfechten zu müssen.
  • Außerdem “wissen” wir, was wir uns zutrauen können, und was nicht.
  • Wir “wissen”, wieviel Geld wir “verdienen” und welchen beruflichen Herausforderungen wir gewachsen sind.

Doch das ändert am Ende nichts daran, dass es ausgedacht ist. Wir können es theoretisch jeden Moment ändern.

Es gibt Menschen, die machen eine prägende Referenzerfahrung in ihrem Leben und lassen in diesem Moment ihren Glauben, absolut schüchtern zu sein einfach losund sind ab dann nicht mehr schüchtern.

Bist du dieses Auto? Eine Entdeckungsreise zum wahren Ich

Lass uns damit beginnen zu erforschen, was du nicht bist.

Wenn ich dir ein Auto auf der Straße zeige und dich frage: “Bist du dieses Auto?”– dann würden wohl 99.999% aller Menschen mit “Nein” antworten.

Wenn ich die selbe Frage mit einem Blumentopf oder dem Bild an der Wand stellen würde, dann rechne ich mit einer ähnlichen Antwort.

Das ist einfach nachzuvollziehen und komplett logisch.

Immerhin befinden sich diese Objekte außerhalb von “uns” und wir sind scheinbar “hier drin” und schauen raus – und sehen da halt das Auto, den Blumentopf und das Bild an der Wand.

Außerdem haben wir keinerlei Kontrolle über diese Objekte, wir können nicht willentlich beeinflussen, was sie tun. Du kannst dem Bild nicht sagen: “Fall jetzt von der Wand”.

Ich meine, das kannst du schon. Nur wird es das nicht für dich tun.

Und wir wissen ja, wenn wir etwas wahrnehmen können, dann sind wir es nicht. Dazu braucht es einen Wahrnehmenden und etwas, das wahrgenommen werden kann.

1. Bist du dein Körper?

Die nächste Frage wäre: Bist du dein Körper? Hier wird es schon ein wenig interessanter.

Denn über den Körper haben wir ja eine gewisse Kontrolle (aber auch nicht zu 100%).

Wir können zwar bestimmen, jetzt unsere linke Hand zu heben aber nicht entscheiden, jetzt mal weniger zu schwitzen oder die Verdauung anzuhalten.

Auch fühlt es sich so an, als wenn “wir” im Körper (genauer im Kopf) sind und herausgucken.

Aber auch hier ist es so, dass wir den Körper wahrnehmen können, also können wir am Ende auch nicht dieser Körper sein.

2. Bist du deine Gedanken?

Lass uns einen Schritt weitergehen: Sind wir unsere Gedanken? Diese Frage haben wir weiter oben schon beleuchtet. Sie kommen uns in den meisten Fällen noch näher, intimer und “wir selbst” vor, als unser Körper.

Wir haben diese Stimme dort oben schon so oft gehört, sodass der Eindruck entstanden ist, es wäre unsere Stimme und auch unsere Gedanken.

  • Doch weißt du, was dein nächste Gedanke sein wird?
  • Kannst du deine Gedanken dauerhaft kontrollieren?

Hier ist es ein wenig wie mit dem Körper.

Du kannst jetzt “Hallo” in deinem Kopf denken aber nicht dauerhaft deine Gedanken kontrollieren. In einem unachtsamen Moment kommen die alten, negativen Gedanken doch wieder in unser Bewusstsein.

Also können wir auch nicht unsere Gedanken sein, weil niemand so genau weiß, welche Gedanken wann in unserer Wahrnehmung auftauchen (und wo die dann genau herkommen).

Außerdem können wir sie, genau wie das Auto, das Bild und unseren Körper ja wahrnehmen.

Wir halten fest: Wir sind nicht unsere Gedanken, wir haben sie oder nehmen sie höchstens wahr.

Wenn du mehr zu dem Thema “Umgang mit deinen Gedanken” erfahren willst, dann höre dir doch meine Podcastfolge zu dem Thema an.

Oder direkt hier im Player:

Was uns Träume über unser wahre Ich verraten

Ok, auf zum nächsten Schritt: Dem Schlaf. Es gibt traumlosen Schlaf und träumden Schlaf. In Traum ändert sich vieles. Du kannst “jemand anders” sein, an abgefahrenen Orten und mit Superkräften ausgestattet, die du sonst nicht hättest.

Doch auch hier wird nur das ausgetauscht, was du wahrnimmst.

Doch was ist im traumlosen Schlaf eigentlich los?

  • Wo bist du?
  • Wo ist die Welt?
  • Wo ist da noch etwas, das du wahrnehmen kannst.

Hier wird es interessant. Denn hier ist einfach nichts mehr da.

Es scheint keinerlei “Ich” mehr zu geben.

Vorher war immer etwas da, was du beobachten bzw. wahrnehmen kannst. Im traumlosen Schlaf ist das alles scheinbar komplett weg.

“Du” bist weg und komplett unbewusst.

Was im “Außen” vorgeht, falls es dann überhaupt noch ein Außen gibt, kannst du nicht wissen.

Vielleicht hört sich die Welt dann ja auf zu drehen.

Dein wahres Ich ist reines Bewusstsein

Zumindest können wir festhalten, “dich” gibt es im traumlosen Schlaf nicht mehr. Was ist hier anders? Wieso kannst “du” in all den anderen Fällen erkennen, was “innen” und was “außen” zu sein scheint und hier ist auf einmal alles weg?

Das liegt daran, dass hier dein Bewusstsein offenbar ausgeschaltet ist.

Was du wirklich bist ist Bewusstsein. Du bist das, was all das hier wahrnimmt. Du bist das Bewusstsein, in dem das Auto auftaucht und in genau dem gleichen Bewusstsein auch deine Gedanken, dein Körper und deine Gefühle auftauchen.

Sogar wenn du dich komplett innerlich ruhig und entspannt fühlst – es ist immer das Bewusstsein da, was diese Ruhe oder dieses “nichts” wahrnehmen kann.

Das einzige, was sich niemals verändert, ist das Wahrnehmende

Dein Bewusstsein ist immer da und es war auch schon immer da.

Es ist das gleiche Bewusstsein, dass mit vier Jahren die Schaufel im Sandkasten wahrgenommen hat, das jetzt auch jetzt deine Lebenserfahrung mit allem guten, schlechten und Erfolgen und Niederlagen wahrnimmt.

Das bist du. Das, was wahrnimmt. Deshalb bist du auch “weg”, wenn du im traumlosen Schlaf bist. Weil dann, zumindest subjektiv, nichts mehr da ist, was wahrnimmt.

Wie unser wahres Ich unser Leben leichter macht

Das ist es also, was du bist. Was können wir damit jetzt anfangen?

Gute Frage.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir nicht unsere Gedanken und unsere Gefühle sind.

Denn viele Menschen sind damit sehr stark identifiziert. Sie erkennen nicht, dass sie diese nur wahrnehmen. Stattdessen denken sie, Gedanken und Gefühle gäben die Realität komplett wieder.

Und wenn dann der Gedanke kommt, nicht gut genug zu sein, dann sind wir so lange wirklich nicht gut genug, bis wir diese Gedanken erkennen.

Dadurch entsteht sehr viel Leid. Denn wir meinen, diese Gedanken wäre wahr und hätten ganz viel mit unserem Leben und unserem Wohlbefinden zu tun.

Doch je mehr wir erkennen, dass wir die Gedanken und Gefühle nur wahrnehmen und sie gar nicht so viel über die Realität aussagen, wir wir das meinen, erlangen wir große Freiheit im Leben.

  • Auf einmal sind die Dinge nicht mehr gefährlich, sondern wir erkennen dass unsere Gedanken sie gefährlich machen.
  • Dann ist ein Gefühl, dass wir jahrelang gemieden haben oder unter dem wir lange leiden mussten, nur noch ein Gefühl dass wir wahrnehmen (und was mit unseren fundamentalen Wohlbefinden rein gar nichts zu tun hat).

Wenn wir erkennen, dass Probleme eigentlich keine Probleme sind – sondern nur Gedanken über eine Situation, der wir eine Menge Glauben schenken – dann sind wir immer weniger gestresst.

Hier findest du dein wahres Ich.

Durch Achtsamkeit dein wahres Ich erkennen

Zu diesem Ort kannst du dich leider nicht hindenken.

Du kannst dich nur hin-erfahren.

Sei achtsam, sei präsent und so oft im Hier und Jetzt, wie du kannst. Komme auch noch einige Male zu diesem Artikel zurück und lies ihn nochmal.

Lies ihn vielleicht auch mal mehr mit dem Gefühl als mit dem Verstand.

Je achtsamer du bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die ganze Freiheit in dein Leben kommt, die die Erkenntnis deines wahren Ichs mit sich bringt.

Aber eine Garantie gibt es nicht. Das ist frustrierend und gleichzeitig so richtig spannend. Denn es erwartet dich eine unendliche Tiefe in dir, die du neugierig erforschen darfst.

So lernst du jeden Tag etwas über dich und erkennst dich auf einer tieferen Ebene.

Zum Glück war das alles nur ein Traum

Irgendwann ist das dann ungefähr so, als wenn du aus einem Traum aufwachst und erkennst “Mensch, zum Glück hab ich das nur geträumt”.

Ich meine im Traum kommt uns der Traum ja auch sehr real vor. Wir haben Angst, laufen Weg oder machen interessante Erfahrungen.

Doch in dem Moment, in dem wir aufwachen, scheint das alles irrelevant zu sein. Von einer Sekunde auf die nächste. Ist das nicht spannend? Was wäre, wenn diese “wache” Realität sich am Ende doch nur als ein weiterer Traum entpuppen würde?

Das der Traum aus Gedanken und Gefühlen besteht, mit denen wir stark identifiziert sind, anstatt sie zu beobachten?

Innere Zufriedenheit

Viele Menschen verschieben ihre innere Zufriedenheit in die Zukunft.

Wenn ich:

  • selbstbewusster werde…
  • meinen Traumjob gefunden habe…
  • 7,5kg abgenommen habe…

… dann kann ich zufrieden sein.

Doch das Hoch nach dem Erreichen eines solchen Ziels klingt relativ schnell ab.

Dann kehrt die Unzufriedenheit zurück.

Denn der wahre Grund für mangelnde innere Zufriedenheit ist der Glaube, dass sich etwas ändern muss, um sie zu bekommen.

Lass uns in diesem Artikel die Quelle innerer Zufriedenheit finden, die du nie mehr verlieren kannst.

Los gehts!

Wieso kaum jemand innere Zufriedenheit findet (nicht das, was du denkst)

Fast jeder meint, seine momentane Lebenssituation mit Job, Partnerschaft und zu wenig Geld wären schuld.

Wir meinen, würde sich im Außen etwas ändern, würden wir uns besser fühlen.

Diese Veränderung liegt dabei immer in der Zukunft und oft hinter einer Zeit harter Arbeit.

Doch so verpassen wir den einzigen Ort, an dem echte Zufriedenheit ist – dieser Moment.

Die Jagd nach Erfüllung durch Veränderung im Außen ist eine endlose Suche.

Wie oft wurden wir alle schon enttäuscht?

  • Neuer Partner?
  • Neues Handy?
  • Neue Wohnung?
  • Neuer Job?
  • Neue Persönlichkeitsentwicklungsmethode?

Was davon hat dauerhaft die Zufriedenheit gebracht, die es versprochen hat?

Auch in den Medien sehen wir täglich Menschen, die alles haben und denen es trotzdem miserabel geht.

Was ist innere Zufriedenheit?

Leiste ich Widerstand gegen diesen Moment, fängt das Leiden an.

Kann ich jedoch alles so sein lassen, wie es ist, dann ist nichts ein Problem für mich.

Es ist dann so, wie es eben ist.

Das ist innere Zufriedenheit. Total simpel.

Immer, wenn ich für mehr innere Zufriedenheit etwas ändern will, fangen die Probleme an.

Denn der große Trugschluss lautet: Dinge im Außen können beeinflussen, wie es uns innerlich geht.

Wieso du keine innere Zufriedenheit hast und nicht weißt, woran das liegt

Wir denken dann, es wäre unsere Aufgabe, das Leben im Außen perfekt zu machen.

Mit der Vorannahme: Erst wenn es perfekt ist, werde ich endlich innerlich zufrieden sein.

Doch das hält nie lange an (sonst würdest du jetzt nicht diesen Artikel lesen sondern mit deinem Leben zufrieden sein).

Es gibt nur EINE Einzige Ursache von Unzufriedenheit

“Etwas-nicht-haben-wollen” ist die einzige Ursache von Unzufriedenheit.

Innere Zufriedenheit entsteht genau dann, wenn wir mit alles so sein lassen, wie es ist.

Vor allem das, die wir so gerne ändern würden.

  • deine Angespanntheit mit anderen Menschen.
  • deine Angst vor zu Versagen.
  • deine Unsicherheit auf der Arbeit.
  • dein geringer Kontostand.

… gerade diese Dinge sind es, die liebevoll akzeptiert und angenommen werden wollen.

Wir überschätzen unsere Fähigkeit, die Welt zu beeinflussen

Übrigens: In diesem Moment sind die Dinge sowieso schon so, wie sie sind.

Es ändert nichts an der Situation, zusätzlich unzufrieden darüber zu sein.

Wenn du Widerstand leistest, ist die Schüchternheit schon da und das Konto schon leer.

Widerstand ist kein gutes Werkzeug für Veränderung. Ganz im Gegenteil.

Zufriedenheit kommt dann, wenn wir den Wunsch nach Kontrolle loslassen.

Davor haben viele Menschen Angst, denn Kontrolle gibt uns ein (sehr fragiles) Gefühl von Sicherheit.

Viele meinen, ihr Leben würde komplett zusammenbrechen wenn sie sich nicht mit Händen und Füßen gegen die Gefahren dieser Welt wehren.

  • Doch wir haben sehr wenig Kontrolle über unsere Gefühle.
  • Wir können uns nicht aussuchen, welcher Gedanke als nächstes zu uns kommt.

Wenn etwas unangenehmes passiert, konnten wir es offensichtlich nicht verhindern.

Trotzdem strampeln wir innerlich und äußerlich in der Hoffnung, so etwas beeinflussen zu können.

Doch wie fühlt sich das an, sich ständig im Kampf zu befinden?

Gib dich dem Fluss des Lebens hin

Einer der tiefsten Wünsche aller Menschen ist es, endlich mehr loszulassen und sich dem Fluss dieses Lebens hinzugeben.

Was wir uns alle wünschen ist die Fähigkeit, innerlich gelassen zu sein in dem Wissen – “Alles ist gut.”

Die Wahrheit lautet jedoch: “Alles ist gut, wenn wir ihm erlauben, gut zu sein.”

Wie finde ich innere Zufriedenheit?

“If the only thing people learned was not to be afraid of their experience, that alone would change the world.”

~ Sydney Banks

Der Ausweg ist zu lernen, keinen Widerstand mehr gegen deine Erfahrungen zu leisten.

Wenn wir den Versuch der Kontrolle unserer Erfahrungen loslassen und den Fluss des Lebens stattdessen passieren lassen, sind wir frei.

Dann ist auf einmal alles ok. Es kann nicht anders sein.

Dabei hat sich gar nichts im Außen geändert. Wir haben nur aufgehört etwas anders haben zu wollen.

Während wir früher alles unternommen haben, um zu kontrollieren, so tun wir jetzt das Gegenteil.

Wir lassen den Kontrollzwang los und geben uns dem Fluss der Dinge hin.

So finden wir innere Zufriedenheit. Auch sehr simpel.

Innere Zufriedenheit und deine Gedanken

Vielleicht denkst du beim Lesen dieser Zeilen jetzt: “Ja, du hast gut reden. Aber bei mir gibt es wirklich Eigenschaften, die nicht akzeptabel sind, oder Lebensumstände, die Leid erzeugen.”

Solche Gedanken kenne ich nur zu gut.

Akzeptanz heißt nicht, aktiv daran zu arbeiten, alles dein Leben lang zu behalten wie ein geliebte Topfpflanze.

Es geht immer nur darum es in diesem Moment zu akzeptieren – denn es gibt nichts, außer genau diesen Moment.

Daher kannst du auch nur in diesem Moment zufrieden sein.

Viele Menschen wissen nicht, was sie zufrieden macht

Das, was du heute unbedingt ändern willst, ist nicht in Stein gemeißelt.

Klar, im Moment kommt es dir so vor.

Doch kommt es dir so vor, weil es in jedem Fall so ist?

  • Woher weißt du mit 100%-iger Sicherheit, dass Schüchternheit etwas schlechtes ist?
  • Wer sagt dir, dass Angst zu haben total störend oder gar verboten ist?

Doch der einzige Ort, an dem irgendetwas als “nicht gut” oder “gut” deklariert werden kann, sind deine Gedanken.

Der wahre Schlüssel zu innerer Zufriedenheit

Daher ist der zweite Schlüssel für innere Zufriedenheit: Erkenne, dass NUR in Gedanken bestimmte Gefühle oder Lebensumstände inakzeptabel werden können.

Das Gefühl an sich ist niemals der “Übeltäter”.

Unser gedanklicher Wunsch, etwas an dem Gefühl zu ändern, ist in Wahrheit schuldig.

Der Weg dort heraus ist zu erkennen, dass es eben “nur” Gedanken sind.

Es sind Töne in deinem Kopf, nichts mehr.

Niemand sucht sich aktiv aus, was er den ganzen Tag so denkt.

Trotzdem meint jeder, diese Gedanken wären ganz wichtig.

Frage dich: “Wie würde mein Leben ohne diesen Gedanken sein?”

Innere Zufriedenheit entsteht im Moment

Innere Zufriedenheit heißt, präsent in diesem Moment zu leben.

Sei in Frieden mit dem, was gerade da ist.

Lasse den Glauben los, diesem Moment würde etwas fehlen.

Wir sind das präsente Bewusstsein im Fluss des Lebens.

Erfahrungen, Gefühle, Gedanken, Menschen, Situationen sind in ständigem Wandel.

Bewusstsein ist unveränderbar.

Das, was mit fünf Jahren dein Leben im elterlichen Garten wahrgenommen hat, nimmt jetzt deine Angst vor dem Job wahr.

Das Wahrnehmende ist unveränderlich – nur das Wahrgenommene ändert sich.

Lösen wir uns von dem Eindruck, es wäre unsere Aufgabe, etwas zu verändern, kontrollieren, optimieren, kommt wahre innere Zufriedenheit in unser Leben.

Wie du alles bekommst, was du dir wünschst

Übrigens kommen die Dinge, die wir uns wünschen, dann viel leichter in unser Leben.

Denn wir agieren nicht aus einer Position des Mangels, sondern aus Fülle.

Mit Widerstand erzeugen wir nicht nur Leid, sondern halten auch konsequent die Dinge fern von uns, die wir meinen zu brauchen.

Haben wir jetzt mit Akzeptanz eine einfache Möglichkeit gefunden, um doch noch alles zu bekommen, was ich haben will?

Nope.

Ganz so leicht zu auszutricksen ist das Universum nicht.

Erst wenn du spüren kannst, dass du nichts brauchst, um glücklich zu sein, öffnet sich dieser Raum.

Lass von jetzt an den direkten Weg zu innerer Zufriedenheit nehmen.

Lass uns erkennen, dass dir in diesem Moment nichts fehlt.

Keine andere Menschen, keine materiellen Güter und auch keine Anerkennung oder Sicherheit.

Wie du jeden Moment (also dein ganzes Leben) so akzeptierst, wie es ist

Selbstakzeptanz heißt, den Moment zu akzeptieren. Um den Moment zu akzeptieren müssen wir präsent sein.

Diese Präsenz bringt uns in Verbindung mit dem Fluss des Lebens.

Wir erkennen, dass der Fluss immer weiterzieht.

Emotionen, Menschen, Gefühle, Erfahrungen kommen und gehen.

Das, was bleibt, sind wir.

Schauen wir von diesem bewussten Punkt aus auf die Welt, sind wir frei. Innere Zufriedenheit kehrt ein, die uns nie mehr verlässt.

Eine praktische Übung für mehr innere Zufriedenheit

Auf der Grundlage von Akzeptanz des Moments kannst du deinen Fokus steuern.

Denn worauf wir uns fokussieren, davon bekommen wir mehr.

Wo wir unsere Aufmerksamkeit hinsenden, senden wir unsere Energie hin.

Du hast immer die Wahl: Fokussierst du dich…

  • Auf das, was du noch nicht hast – oder auf das, was du schon gut ist.
  • Auf die attraktiven Seiten deines Partners – oder auf die negativen.
  • Auf deine Schwächen – oder auf deine Stärken.
  • Auf deinen Mangel an Geld – oder auf Möglichkeiten, mehr zu verdienen.
  • Auf Gesundheit – oder Krankheit.
  • Auf deine Fehler in der Vergangenheit – oder auf die schönen Dinge in der Zukunft.
  • Auf unser mögliches Scheitern – oder Erfolg.

Konsumiere Nachrichten bewusst

Seitdem ich keine Tagesnachrichten mehr lese, geht es mir spürbar besser. 

Mein Fokus hat sich verändert. 

Ich lese nur noch positive Literatur und schaue aufbauende Filme. 

Manche Menschen würden das ignorant nennen.

Doch: Es ist nicht so, dass auf der Welt mehr schlechte als gute Dinge passieren. 

Das erscheint nur so, wenn man sich stark auf die negative Dinge fokussierst. 

Ich bin davon überzeugt, dass genauso viele gute Dinge auf dieser Welt passieren, wie schlechte.

Ist es nicht wahre Ignoranz, dort nicht hinzuschauen?

  • Jeden Tag kommen tausende gesunde Kinder auf die Welt.
  • Jeden Tag verlieben sich Menschen ineinander.
  • In jedem Winkel dieser Erde haben jederzeit Menschen zusammen eine gute Zeit.
  • Das Bewusstsein der Menschen steigt ständig an.
  • Es entstehen zur Zeit wunderbar viele nachhaltige Projekte.

Dort hinzusehen erzeugt innere Zufriedenheit.

Irgendwo müssen wir sowieso hinschauen. Wieso nicht zu den guten Dingen? 

Wähle dein Umfeld bewusst aus

Wie zufrieden du dich fühlst entscheidet wird auch von deinem Umfeld beeinflusst.

Was ist das häufigste Gesprächsthema in deinem Freundeskreis? Negatives oder Positives?

Unterhaltet ihr euch darüber, wie korrupt die Politiker sind und wie unsicher die Arbeitsplätze geworden sind. 

Sind die Verfehlungen des Nachbarn stundenlang Thema? Wird viel gelästert?

Oder unterstützt euch gegenseitig und freut euch gemeinsam darüber, wie wunderbar doch das Leben auf diesem Planeten ist.

Es klingt hart, aber wenn du unzufrieden bist und das gerne ändern möchtest, ändere deinen Freundeskreis, wenn er dir schlechte Gedanken und dadurch schlechte Gefühle bereitet.

Zufriedenheit lernen

Schätze dein Leben so wert, wie es momentan ist. 

Du kannst dich darauf konzentrieren, was du schon hast und es wirklich genießen. 

Zufriedenheit lernen bedeutet, Dankbarkeit in dein Leben zu holen.

Lenke deinen Fokus bewusst darauf, was du schon hast.

Wir fokussieren uns oft auf Probleme und Unzulänglichkeiten.

Zum einen erschaffen wir sie so zu allererst durch unser negatives Denken.

Zum anderen blenden wir so alles aus, was gut ist.

Suche Dinge in deinem Leben, die du für selbstverständlich hältst – und schenke ihnen bewusst neue Wertschätzung.

Sei bewusst dankbar:

  • Für die Sonne (oder den Regen).
  • Für das Essen in deinem Kühlschrank.
  • Für die Kleidung, die du trägst.
  • Dafür, dass du auf deinem Weg bist.
  • Dafür, dass du auf dieser Welt bist und diese Erfahrungen hier machen darfst.

All das sind unglaubliche Geschenke, die wir manchmal ausblenden.