Das Ego

Das Ego kann uns das Leben so richtig schwer machen.

Es kritisiert an uns herum, malt den Teufel an die Wand, vergleicht sich – und schiebt uns die Schuld für unsere Faulheit zu.

Es steigert sich gerne in Probleme hinein und fühlt sich von anderen Menschen (also anderen Egos) herabgesetzt.

Dann dreht es in unserem Kopf frei, wie ein kleines, schreiendes Kind.

Oder es setzt sich beleidigt in die Ecke und schmollt. 

Das Ego fühlst sich ständig bedroht. Es ist so ein richtig kleiner Angsthase. Es kann sich nie entspannen und ist ständig im Dauerstress.

Das Spannende daran ist, dass es auch kein Problem damit hat, innerhalb von Sekunden seine Meinung zu ändern.

Denn es will verhindern, dass wir es erkennen. 

Es braucht deine unbewusste Anerkennung. Für das Ego ist es überlebensnotwendig, dass du dich mit ihm identifiziert.

Was ist das Ego?

Das Ego ist unsere Identifikation mit materiellen Dingen, Erfolg im Business, (politischen) Meinungen, unserer Vergangenheit, unserem Beruf, dem attraktiven Partner, dem Bankkonto, unseren Talenten und Fähigkeiten, …

Das Problem dabei: All diese Dinge sind vergänglich. 

Entweder kommt jemand, der mehr Gehalt hat, der Partner verliert im Alter an Attraktivität und Geld kann man auch jederzeit verlieren.

Das erzeugt innere Anspannung und Druck. Wenn unser Selbstbild von vergänglichen Dingen abhängig ist, können wir uns nie wirklich sicher fühlen.

Denn wenn wir beispielsweise älter werden, uns aber mit unserer sportlichen Leistung identifiziert haben, dann sind wir auf einmal bedroht.

Es fühlt sich so an, als wären wir nichts mehr wert, wenn diese Fähigkeiten von uns gehen.

Wir ziehen unseren Wert aus dem Außen. Das Außen ist nicht zu kontrollieren. 

So fühlt sich unser Ego immer bedroht. Es ist immer wachsam und angespannt. 

Das ist keine schöne Art und Weise, durch das Leben zu gehen.

Dein Ego formt deine Persönlichkeit

Das, was viele Menschen als ihre Persönlichkeit bezeichnen, sind in Wahrheit nur Geschichten, die sich ihr Ego ausgedacht hat.

Das kann sehr einschränkend für unser Leben sein. 

Wenn wir erst einmal merken, dass diese ganzen Geschichten, die sich unser Ego so über die Jahre für uns ausgedacht hat – eben genau das sind: ausgedacht – dann kommt große Freiheit in unser Leben.

Du bist sicherlich nicht immer schüchtern, oder faul.

Dein Ego erzählt es dir – und du glaubst es. Es erzählt es dir sogar so oft, dass du es gar nicht mehr hinterfragst. 

Im Grunde genommen ist alles eine unschuldige Lüge, was dir dein Ego erzählt. 

Es erzählt auch nicht aus dem Grund, um dir zu helfen, sondern weil es Lust hat, zu erzählen. 

Die Identifikation mit Materiellen

Noch eine Stufe unbewusster ist die Identifikation mit dem Materiellen.

Ich bin mein VW-Bus, mein Handy, meine Uhr.

Sie gibt mir eine bestimmte Identität. Zum Beispiel zeigt mein Bus allen, dass ich ein abenteuerlustiger Mensch bin, weg vom Mainstream.

Natürlich macht es Spaß, in der Welt des Materiellen zu spielen. Ich fahre auch gerne mit einem VW Bus an der Küste lang und genieße es.

Wenn es jedoch darum geht, dass Objekte meiner Person mehr Wert oder Ansehen bei anderen geben, dann ist das nicht gesund.

Das Ego ist immer oberflächlich

Sehen wir uns selbst nur durch die Identifikation mit Objekten, Eigenschaften und unseren Gedanken, dann leben wir komplett an der Oberfläche des Lebens.

Wir verpassen die tiefere Dimension.

Es ist uns nicht möglich, zu der Quelle von Freiheit, Leichtigkeit und Lebensfreude vorzudringen, die in jedem von uns steckt.

Denn sie ist komplett verdeckt von diesen Ego-Gedanken.

Erst, wenn wir hinter die Identifikation mit unserem Denken schauen, wachen wir auf. Wir erkennen, dass wir mehr sind als das.

Wir sehen, dass es da diese dünne Schicht an gedanklichen Identifikationen an der Oberfläche gibt – und darunter eine große Tiefe des Seins.

Hier liegt wahre Befreiung. 

Wie sich die Stimme im Alltag äußert

Das Ego ist deine Stimme im Kopf. Diese sehr vertraute Stimme

Fast jeder Mensch ist sehr stark mit seinem Ego, also dieser Stimme, identifiziert. Wir alle glauben, wir seien das Ego.

Daher kann es dort oben schalten und walten wie es lustig ist.

Das Ego ist ein super Geschichtenerzähler. 

Dabei erzählt es immer wieder die gleichen Geschichten – die wir immer wieder glauben.

Oft sind das solche Geschichten wie: 

  • “Du bist nichts wert und musst erst noch etwas erreichen, um wertvoll zu sein.”
  • “Du kannst das sowieso nicht und solltest lieber kleine Brötchen backen.”
  • “In der Vergangenheit ist doch schon so viel schief gegangen, wieso sollte das in der Zukunft anders sein?”

Vielleicht kennst du die ein oder andere Geschichte davon. Wahrscheinlich glaubst du sie sogar. 

Beurteilen und Bewerten: Die Lieblingsaufgabe des Ego

Das Ego beurteilt und verurteilt gerne

Dem Ego macht es unglaubliche Freude, alles und jeden zu bewerten. So gelingt es ihm ein wenig, die Illusion von Kontrolle aufrecht zu erhalten.

Stell dir einmal vor wie dein Leben wäre, wenn du mehr erfahren und weniger bewerten würdest.

Was wäre, wenn du Erfahrungen, die du vorher immer als negativ bewertet hast, wie z.B. Angst auf der Arbeit oder Wut auf den Partner, jetzt einfach nur wahrnimmst?

“Oh, da ist die Angst. Hallo Angst.”

Was soll dich dann im Leben noch stressen?

Denn ist sind niemals die Dinge, sondern unsere (bewertenden) Ego-Gedanken darüber, die Leid erzeugen.

Je mehr Bewertungen du loslässt, desto weniger wirst du leiden.

Wieso wir unser Ego mögen

Wir fühlen uns sicher im Ego, denn es gibt uns eine Identität. 

Aus dieser Identität entsteht ein (illusorisches) Gefühl von Sicherheit.

Selbst an einer Identität wie “Mir geht es so schlecht und das Leben ist gegen mich” können wir uns ein Leben lang festhalten.

Vielen Menschen kommt das sicherer vor, als sich aufzumachen in die unbekannte Dimension hinter dem Ego.


Selbst wenn dort Schätze von unermesslichem Wert warten, die Unsicherheit und Angst vor dem Unbekannten ist zu groß.

Daher klammern wir uns immer wieder an der Identifizierung mit dem Ego fest.

Manchmal lässt es uns sogar loslaufen um uns “zu verändern”. 

Anstatt uns jedoch vom Ego zu lösen, erweitern wir es um einige Punkte oder streichen alte Punkte weg.

Jetzt haben wir vielleicht eine andere Identität, aber das Ego ist immer noch da.

Wie du dich von deinem Ego löst

Freiheit von dem Ego

Wir lösen uns vom Ego, indem wir es erkennen.

Wir müssen nicht kämpfen (denn die Idee des Kampfes kommt auch vom Ego) noch müssen wir es besiegen.

Unser einziger “Job” ist es, das Ego zu erkennen. 

Wir erkennen unser Ego, indem wir es beobachten. Wenn wir sehen können: “Hier bin ich – da ist die Stimme”, dann sind wir frei.

Oftmals gibt sich das Ego nicht so gerne damit zufrieden, erkannt zu werden. Also wird es versuchen, sich mit schlauen Kommentaren über deine persönliche Entwicklung wieder durch die Hintertür reinzuschleichen.

Auch das kannst du beobachten und vielleicht, wenn du magst, darüber amüsiert sein.

Wie du dein Ego überwinden kannst

Lasse den Gedanken los, es gäbe dort etwas zu überwinden. 

Denn auch dieser Gedanke kommt wahrscheinlich aus dem Ego.

Was dein Ego nicht ist – entdecke dein wahres Ich hinter dem Ego

Das Ego vs. das wahre Ich

Das Ego ist bei vielen Menschen im Vordergrund. 

Womit wir oft den Kontakt verloren haben, ist unser Sein. 

Das, was das Ego (und alles andere) wahrnehmen kann. Das Bewusstsein.

Es gibt dort etwas, das einfach nur wahrnimmt. 

Deine Erfahrungen, Gedanken und Gefühle sind immer im Wandel – doch das, was all das wahrnimmt, ist immer gleich.

Das “Fenster”, durch das du dein Leben heute siehst ist das gleiche Fenster, durch das du als Kind geschaut hast.

Das Unterschied ist: Heute siehst du andere Inhalte. Aber das “sehen” ist gleich geblieben.

Mit der Zeit ist uns aber das Wissen dafür abhanden gekommen, dass wir eben mehr sind als unsere Erfahrungen, Gedanken und Gefühle.

Wir meinen, wir wären unsere Gedanken.

Jetzt sind wir zu 100% mit dem Ego identifiziert. 

Du löst dich vom Ego, in dem du dich wieder auf das Bewusstsein konzentriert, anstatt auf seinen Inhalt.

Ängste überwinden

Ängste sind fies. Sie rauben uns jegliche Lebensfreude.

Sie sorgen für ständige innere Anspannung. Wir fühlen uns hilflos ausgeliefert. 

Wenn du das auch kennst und etwas dagegen tun willst, dann bist du auf dieser Seite genau richtig.

Denn hier zeige ich dir eine umfassende Anleitung, wie du deine Ängste überwinden und loslassen kannst – egal wie groß sie im Moment noch sein mögen.

Stell dir mal vor wie dein Leben wohl aussähe, wenn du keine Angst hättest.

  • Wie würde dein Leben aussehen?
  • Was würdest du alles tun?
  • Fühlen sich diese Vorstellungen gut an?

Dann lass uns direkt loslegen.

Wie Angst entsteht – und wie du sie besiegen kannst

Wir müssen zuerst erkennen, dass alle Ängste in unserem Denken entstehen.

Ist dir das auch schonmal aufgefallen? 

Auch wenn wir Angst haben, sitzen wir zu 98% in einem warmen Raum mit genügend zu Essen und funktionierendem Wasseranschluss.

Es lauert kein Säbelzahntiger im Gebüsch.

Wieso haben wir trotzdem so oft Angst?

Der alltägliche Horrorfilm – und wie du aus ihm aussteigst

Ängste überwinden - der mentale Horrofilm

Weil wir angsteinflößende Filme in unserem Kopf ansehen.

Wenn im Kopf die schlimmsten Horrorfilme laufen, dann ist es sehr schwer, sich innerlich angstfrei zu fühlen.

Hier liegt die Ursache ALL unserer Ängste: Nicht in einer akut bevorstehenden Katastrophe, sondern in unseren katastrophisierenden Gedanken.

Du fühlst nicht die Welt – du fühlst deine Gedanken

Wir alle leiden so stark unter Ängsten, weil wir meinen da draußen gäbe es etwas, das Angst in uns auslösen kann.

  • “Ich habe Angst, weil ich morgen eine Prüfung habe.”
  • “Ich habe Angst dass ich krank werde.”
  • “Ich habe Angst, den Job zu verlieren.”

Wir meinen, die Quelle unserer Angst wäre eine Person oder ein Ereignis im Außen.

Doch wieso macht uns eine Prüfung keine Angst, wenn wir gerade mit jemandem über das Wetter quatschen?

Weil wir in diesem Moment nicht an die Prüfung denken. 

Die Angst kommt erst wieder, wenn wir uns an die Prüfung “erinnern”.

Wir fühlen nie die Welt im Außen und immer unsere Gedanken über die Welt. 

Die Welt ist neutral, sie kann dir niemals Angst machen. 

Ängste entstehen immer zu 100% im Denken.

Beispiel: Angst vor einer Krankeit

Stell dir vor, du spürst so ein Ziehen im Bauch.

Obwohl du nicht weißt, woran es genau liegt, geht das Gedankenkarussell sofort los.

Dein Kopf meint schon zu wissen, was es ist. Er redet dir die schlimmsten Dinge ein. 

Möglicherweise gehst du dann zum Arzt und der sagt dir: “Alles ist in Ordnung.”

Jetzt fühlst du dich erleichtert, die Angst ist verschwunden. 

Es gibt jetzt keinen ‘Grund’ mehr, für ängstliche Gedanken. Sofort verschwindet dein Leid. 

Objektiv betrachtet gab es jedoch niemals einen ‘Grund’ dafür. 

Denn auch als du Angst hattest, krank zu sein, warst du nicht krank. Das Leid hatte nichts mit dem Ziehen im Bauch zu tun.

In deinem Denken sah das aber ganz anders aus.

Im Übrigen hätte deine ängstlichen Gedanken auch eine schlechte Diagnose nicht verhindern können – sie sind also komplett sinnlos.

Zukunftsangst – und wie du sie loslässt

Die Angst vor der Zukunft verdeutlicht den Angst-Mechanismus besonders gut. 

Denn die Zukunft konnte noch niemand anfassen oder sich ein Stück davon in seine Schubkarre legen.

Sie existiert nur in unseren Köpfen. Dennoch sorgt sie regelmäßig dafür, dass wir Angst bekommen.

Das liegt daran, dass wir ängstlichen Gedanken über die Zukunft haben und glauben, sie wären real. 

Obwohl noch gar nichts passiert ist. 

Dann zerbrechen wir innerlich fast vor Angst, wenn jemand mit den Auto länger unterwegs ist als geplant.

Hinterher stellt sich heraus, dass nichts passiert ist – und trotzdem hatten wir Angst. 

Selbst übrigens, wenn etwas passiert, konnte uns die ängstlichen Gedanken davor nicht bewahren.

Wirkliche Angst (ums Überleben)

Ängste überwinden - wirkliche Angst ums Überleben

All diese Zustände würde ich noch nicht einmal Angst nennen. 

Sich Sorgen machen’ oder ‘Grübeln’ passen hier viel besser.

Denn richtige Angst haben wir in unserem Teil der Welt vielleicht 5-10 Mal im Leben. 

Diese Angst lässt dich dann aber nicht bibbern für Stunden auf deinem Sofa sitzen.

Richtige Angst aktiviert dich und holt aus jeder Faser deines Körpers das Optimum heraus – weil es jetzt gerade um dein Leben geht.

Die Prüfung hingegen ist nicht lebensbedrohlich.

Trotzdem können wir nicht aufhören, über sie zu nachzudenken. So erschaffen wir immer wieder aufs Neue Angstgefühle.

Die Gedanken entstehen automatisch und wir meinen, die (Angst-) Gefühle kommen von der Prüfung. 

Der einzige Weg, Ängste dauerhaft zu besiegen: An der Ursache ansetzen

Erst wenn wir erkennen, dass Angst immer in unserem Denken und niemals aus der Welt im Außen entsteht, können wir sie dauerhaft überwinden.

Mit diesem neuen Verständnis können wir an der Ursache unserer Ängste ansetzen: An unserem unkontrollierten Denken.

Das heißt nicht ,dass du “Worst Case Szenarien” erdenken oder positiv denken sollst, um deine Ängste zu bewältigen.

So verhedderst du dich wieder sehr schnell im Denken.

Der Weg ist zu erkennen, dass diese Gedanken nicht wahr sein müssen – und dann aufzuhören, sie so verdammt ernst zu nehmen.

Reality-check: Wie oft hatte deine Angst-Stimme schon Unrecht?

“Ich meine hey, wie oft hatte der Denker dort oben schon Unrecht?”

Ich bin ihm und seinen Horrorgeschichten schon sehr oft auf dem Leim gegangen.

Dann hatte ich Angst. Nur um kurz danach feststellen zu dürfen, dass er total übertrieben hat.

Man sollte meinen, ich hätte daraus gelernt. Aber beim nächsten Mal bin ich direkt wieder in die gleiche Falle getappt.

Bis ich gemerkt habe, dass mein Denken gerne mal ein bisschen übertreibt.

Ängste überwinden durch Abstand von der Angst-Stimme im Kopf

Um uns von diesem angstvollen Denken zu lösen müssen wir erkennen, dass wir nicht diese Stimme sind.

Wir müssen sehen, dass es nur eine Stimme im Kopf ist, die viel erzählt wenn der Tag lang ist.

Du kannst dieser Stimme zuhören, aber du bist sie nicht. 

“Oder weißt du jetzt, was dein nächste Gedanke sein wird?”

Wie du siehst, haben wir keine richtige Kontrolle über diese Stimme.

Sie wickelt uns ein.

Dann glauben wir ihr alle Horrorszenarien unbesehen – und fühlen jeden dieser Gedanken.

Wir haben eine perfekte virtuelle Realitäts-Maschine im Kopf. 

Bei vielen Menschen erzeugt sie jeden Tag irrationale Ängste ohne Ende.

Nimm deine Angst-Stimme nicht mehr so ernst

Übrigens, wenn wir diese Stimme im Kopf wären, würden wir uns doch schönere Gedanken aussuchen!

Niemand denkt sich freiwillig in dauerhafte Angstzustände. 

Trotzdem tun wir es alle. Jeden Tag. Wie du siehst: keine Kontrolle.

Daher haben so viele Menschen ständig dieses ängstliche Gefühl in der Magengegend.

Sie bemerken nicht, dass sie denken – und halten das Denken für real.

Gleichzeitig würde die Angst in der Sekunde aufhören, in der wir diese Gedanken nicht mehr hätten.

Wenn du keine ängstlichen Gedanken im Kopf hättest, dann würdest du keine Angst mehr spüren.

Wenn sich solche Gedanken wieder ins Bewusstsein schleichen, kommt die Angst wieder.

Bewusstsein als Mittel gegen deine Ängste

Im Kern des Ganzen steht, innerlich Abstand von dieser Plapperstimme zu bekommen. 

Kann sie nicht mehr von dir unbemerkt plappern kann, hast du deine Ängste überwunden.

Die gute Nachricht lautet: Du musst die Stimme gar nicht loswerden (oder sie gar manipulieren).

Es reicht, wenn du sie nicht mehr so ernst nimmst.

Stell dir vor, da läuft ein kleiner, hässlicher Mann neben dir, der die die ganze Zeit “deine” Angstgedanken ins Ohr plappert. 

Wie ernst würdest du den Kollegen nehmen?

Schnell wirst du bemerken, dass dort oben die immer-gleichen Schallplatten spielen. 

Die Angst in Gedanken bekämpfen

Ängste überwinden - Ängste bekämpfen

Fühlen wir diese ängstlichen Gedanken dann als Gefühle in unserem Körper meinen wir oft, wir könnten sie durch weiteres Denken besiegen.

Leider entstehen 99,9% unserer Ängste in genau diesen Gedanken.

Erkennen wir das nicht, sind endlose Gedankenspiralen die Folge, die noch mehr Ängste erzeugen.

Du drehst dich jetzt ewig im Kopf um scheinbar gefährliche Situationen – und spürst so stundenlang diese Gedanken.

Du bist in deinen Angst-Gedanken gefangen.

Nimm deine Ängste als Feuermelder

Viele glauben, Ängste würden ihnen kompetent Auskunft darüber geben, wie “gefährlich” ihre Umwelt gerade ist.

Das dies eine komplette Illusion ist, haben wir schon verstanden.

Dabei es funktioniert ganz anders: Deine Ängste geben dir zuverlässig Rückschluss auf die Qualität deines Denkens.

Ängste sind ein Zeichen für dich, Abstand von deinem Denken zu nehmen und die Stimme zu beobachten.

Setz dich gemütlich in den Kinosessel des Lebens und schaue dem Film zu.

Vermeide es vor allem jetzt, auf die Kinoleinwand zu springen und komplett mitgerissen zu werden.

Hände weg vom Denken

Anstatt in einem ängstlichen Zustand irgendetwas (im Innen oder Außen) ändern zu wollen, lehn dich zurück und komme in den Moment.

Bemerke: “Oh, da ist die Angst – oh da ist ein großes Gedankenchaos im Kopf” – und lasse das komplett sein, wie es ist.

Lass mich das ganz deutlich sagen: Wenn wir versuchen, irgendetwas zu tun um die Angst loszuwerden, machen wir es schlimmer.

Zu 100%.

Das ist so, als wenn du Benzin in ein Feuer kippst um es zu löschen. 

Außerdem hast du gerade nicht die mentale Klarheit, um Probleme zu lösen oder vernünftig mit anderen Menschen zu kommunizieren.

Akzeptanz der Ängste

Schwitzige Hände, roter Kopf, wackelige Knie, flache Atmung, anespannte Schultern.

Das kann ganz schön nerven, ich weiß.

Du bist sicher hier hergekommen, um deine Ängste zu überwinden. Aber ich will dich nicht mit kurzfristigen Lösungen abspeisen.

Denn wenn wir die Angst weg machen wollen, dann packen wir nie an dem tieferen Muster an, aus dem immer wieder neue Ängste entstehen.

Dann wirst du zum Feuerwehrmann. 

Du hast eine Angst kurzfristig besiegt, nur um direkt zum nächsten Großbrand gerufen zu werden.

Doch es ist noch niemals ein Gefühl von uns gegangen, indem wir dagegen ankämpfen oder es beseitigen wollen.

Daher ist deine Angst auch nichts, wofür du dich schämen musst. Angst zu haben ist normal und wichtig.

Außerdem ist auch Angst am Ende nur ein Gefühl wie jedes andere auch.

Kopf aus, Herz an

Versuche dabei, nicht zu sehr mit dem Kopf zu akzeptieren. Verwende dein Herz. Gehe wieder zurück zu dir und spüre.

Richte deine Aufmerksamkeit nach innen. Sei präsent mit allem, was da ist. Versichere dem Gefühl, dass es für einen Moment da sein darf.

Schweifst du in Gedanken ab, bemerke das und gehe wieder sanft zurück zu seinem Körper und dem Gefühl.

Verweile dort eine Zeit und atme dabei tief und bewusst.

“Oh, hallo Angst, schön dass du da bist”

Stell dir vor wie es wäre, wenn eine Angst kommt und du einfach mit den Schultern zuckst: 

“Oh, da ist die Angst, wieder. Schön, dass du da bist.”

… und sie dann nicht mehr groß beachtest.

Wir leiden vor allem unter unseren Ängsten, weil wir sie loswerden wollen. 

Wenn wir sehen können, das Angst nichts als eine weitere Erfahrung ist, die wir als Menschen machen können, sind wir frei.

Wenn wir verstehen, dass sie keine Auskunft über die Außenwelt gibt, sondern über unser Denken, können wir uns noch weiter entspannen.

Die Angst loslassen

Schenke der Angst einmal deine komplette Aufmerksamkeit. Erforsche sie. Schließe dann Frieden mit ihr.

Du wirst merken, dass sie eben auch nur ein Gefühl ist.

Gefühle können niemals etwas mit dir machen. Alle Gefühle ziehen vorbei, wenn du sie lässt.

Im Schnitt bleibt ein Angstgefühl so um die 3-4 Minuten bei uns, dann wird es von einer anderen Erfahrung abgelöst.

Wenn wir es schaffen, unsere Angst einfach nur zu fühlen, ohne Widerstand, dann verliert sie die Macht über uns. 

Dann sind wir frei und haben unsere Angst bewältigt.

Angst bewältigen über den Körper

Ängste überwinden - sag der Angst Hallo

Um deine Angst “einfach nur” zu spüren, gehe zurück in deinen Körper. Dort ist sie am deutlichsten spürbar.

Denn was ist ein Gefühl letztendlich? Energie, die in deinem Körper kreist. Über deinen Körper kannst du sie wahrnehmen.

Doch viele Menschen sind in ihrem Kopf gefangen. Wenn Angst in ihrem Körper auftaucht, schießt ihr Fokus in den Kopf.

Die Gedanken fangen an zu rasen. Sie werden hektisch. Sie wollen kontrollieren. Sie wollen irgendetwas gegen diese Angst tun.

Also lenken sie sich ab. Oder nehmen Medikamente. Oder sie arbeiten noch mehr, um die Angst in Zukunft loszusein.

Lebe mit Achtsamkeit und überwinde so deine Ängste

Wir unternehmen viel – doch die Angst einfach nur zu spüren kommt den wenigsten in den Sinn.

Deshalb mach es dir zur Gewohnheit, achtsam zu leben. Nimm dir immer wieder Zeit um in Kontakt mit deinem Körper zu treten.

Mache Mini-Bodyscans und lasse deine Aufmerksamkeit von oben nach unten durch deinen Körper laufen. 

Mit der Zeit wirst du immer feinfühliger für dich und deine Energien werden.

Wieso Angst nichts schlimmes ist

Das bedeutet, dass deine Angst niemals vollkommen verschwinden wird, solange du dich entwickelst und wächst.

Das ist auch gar nicht unser Ziel. Wir wollen tiefer ansetzen und die Angst vor der Angst loslassen.

Wenn du den Kampf gegen deine Angst aufgibst und erkennst, dass sie nur so schlimm ist, wie du sie machst, dann löst sie ihren Klammergriff um dich.

Diese Einsicht, wird dir große Befreiung geben 

Solange du lebst, werden immer Ängste auf dich zukommen. Wenn du dich vor ihnen schützen willst, machst du es nur schlimmer.

Also, lass den Wunsch los, deine Ängste loszuwerden und akzeptiere sie.

Lass sie da sein.

Viele Menschen glauben, irgendwann wäre alles gut.

  • Wenn ich erst genug Geld habe, dann habe ich keine Angst mehr.
  • Wenn ich meinen Traumpartner gefunden habe, dann ist alles gut.
  • Wenn mich die Menschen erst wirklich verstehen, dann ist alles anders.

Die “schlechte” Nachricht lautet: Es geht immer weiter. Das Leben ist eine Reise mit immer neuen Herausforderungen.

Das kann uns Angst machen oder und freudig stimmen.

Wie du ins Leben eintauchst anstatt dich von der Angst kontrollieren zu lassen

Denn die gute Nachricht lautet: Wenn wir effektive Wege finden, mit unseren Ängsten umzugehen, werden wir reich beschenkt.

Wir werden beschenkt mit unglaublich intensiven und schönen Erfahrungen. Haben wir diese Fähigkeit gemeistert, fängt das Leben wirklich an.

Anstatt vor dem Leben zu flüchten und es zu vermeiden, tauchen wir voll ein.

Wir spüren die ganze Bandbreite. Wir kosten es voll aus. Wir tun, was wir wirklich tun wollen.

Es ist nur ein kleiner Schritt, der uns davon abhält. Der Schritt, in unsere Angst hinein.

Lernst du, diesen achtsam und mit Selbstmitgefühl zu gehen, dann steht dir das Leben offen.

Sinn und Unsinn von “sich seinen Ängsten stellen”

In vielen Artikeln zum Thema Ängste liest du, dass du dich deinen Ängsten stellen sollst.

Dem stimme ich zu, wenn auch mit zwei wichtigen Voraussetzungen.

Ernstens würde ich niemandem mit einer Sozialphobie raten, auf die Straße zu gehen und 20 fremde Menschen anzusprechen.

Diese Aufgabe ist zu schwierig und überfordert den Menschen komplett. Die Folge sind noch stärkere Ängste vor dem nächsten Mal.

Die zweite Regel ist, sich bewusst seinen Ängsten zu stellen. 

Wir wollen sie nicht unterdrücken, sondern ihnen erlauben in der Situation mit dabei zu sein.

Wir wollen uns nicht aus der Komfortzone bewegen, um die Ängste loszuwerden – sondern um zu erkennen, dass sie uns nichts tun können.

Ängste kommen besonders klar zum Vorschein, wenn wir etwas wirklich tun. Hier liegt das größte Wachstumspotential.

Du kannst merken, dass das Gefühl nicht so schlimm ist – und somit auch ein ganz neues Bild von der Situation bekommen.

Außerdem beweist du dir so immer wieder aufs Neue, welche Kraft und welche unglaublichen Fähigkeiten in dir stecken. 

Das zeigst du dir jedes Mal, wenn du deine Komfortzone ein kleines Bisschen mehr verlässt.

Praktische Tipps, um dich mit Köpfchen deinen Ängsten zu stellen

Es führt kein Weg daran vorbei, sich seinen Ängsten zu stellen.

Dabei rede ich nicht vom stumpfen verlassen seiner Komfortzone (wie sich z.B. in der Fußgängerzone für 2 Minuten auf den Boden zu legen).

Ich rede davon, sich mit Plan und Achtsamkeit seinen Gefühlen zu stellen.

Viele Therapieformen, in denen der Mensch mit seinen Ängsten konfrontiert wird, bringen große Erfolge.

Du kannst es nachmachen und das beste ist, dass da dafür nicht einmal einen Therapeuten benötigst.

Du kannst dich auch alleine regelmäßig deinen Ängsten stellen.

Das coolste dabei ist…

1. Stell dich deinen Ängsten Schritt für Schritt

Wenn du dabei kleinschrittig und langfristig deine Ängste angehst, wirst du bald merken, wie deine Ängste weniger werden.

Wenn du beispielsweise Angst hast, mit fremden Menschen in Kontakt zu treten, dann….

  • Fragst du zuerst 5 Menschen nach der Uhrzeit
  • Du fragst nach der Uhrzeit und sprichst sie dann auf ein Kleidungsstück an, das sie tragen.
  • Hast du das drauf, machst du eine Minute small-talk…

Ich denke, du verstehst die Herangehensweise.

2. Bleibe präsent während du dich deinen Ängsten stellst

Wichtig ist, dass du dabei immer schaust, wie du dich fühlst.

Frage dich:“Auf einer Skala von 1 bis 10, wie hoch war mein Angstlevel bei dieser Aufgabe?”

Liegt es zwischen 0-4: Steigere die Schwierigkeit

Liegt es zwischen 4-7: Mache die Übung noch ein paar Mal

Liegt es zwischen 7-10: Suche dir eine leichtere Aufgabe.

Deine Angst wird sich immer dann lösen, wenn du die Erfahrung machst, dass du die Angst aushalten kannst und sie dir nichts tut.

3. Die 3 Sekunden Regel

Ängste überwinden - die 3 Sekunden Regel

Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die erfolgreiche von noch-nicht-erfolgreichen Menschen unterscheidet: Diesen kleinen, aber unglaublich wichtigen Schritt nach vorne zu machen.

Sich regelmäßig ein wenig in die Angst zu lehnen, anstatt sich für den vermeitlich leichteren Weg zu entscheiden.

Um sich diese Fähigkeit anzueignen gibt es die 3-Sekunden-Regel:

Du hast von nun an 3 Sekunden Zeit, um den ersten Schritt ins ungewisse zu machen.

In diesen drei Sekunden ist deine Angst und das “alles ist gefährlich” -Geplapper in deinen Kopf noch nicht so stark, dass es dich abhalten könnte.

Danach wird es immer schwerer und schwerer weil dein Kopf immer mehr Zeit hat dir zu sagen, wie gefährlich das doch alles ist.

Übe, den Schritt immer öfters zu tun.

Draus erwächst Selbstvertrauen und deine Ängste werden weniger.

Es wird dein Leben verändern.

4. Genieße deine Entwicklung

Wenn du immer wieder bewusst mit deinen Ängsten bist, dann liegt hier der Weg in die emotionale Freiheit.

Es wird eine Zeit kommen, in der du für deine Erfahrungen, die dir jetzt anstrengend vorkommen, sehr dankbar sein wirst.

Denn hinter unseren größten Herausforderungen liegt unsere größte Freiheit. 

Ängste sind nicht dazu da, um dir das Leben schwer zu machen.

Sie wollen dich bewusster machen. An jeder Situation, an jedem Gefühl kannst du wachsen und ein wenig wacher werden.


Vor allem aber kannst du, auch wenn da noch die eine oder andere Angst ist, dein Leben jetzt schon genießen. 

Nicht erst, wenn du alle Ängste vollständig im Griff hast. 

Ängste überwinden - sich über Ängste freuen

5. Freue dich über deine Angst

Wie hört sich folgende Alternative für dich an?

“Immer, wenn ich Angst spüre, steht großes persönliches Wachstum bevor!”

Bewerte deine Angst anders.

Wie wäre es weiterhin hiermit:

“Meine Angst gibt mir Energie und schärft meine Wahrnehmung. Mein Körper möchte mir einen optimalen Zustand für die bevorstehende Herausforderung geben. Vielen Dank.”

Schaffst du es, deine Angst als etwas zu bewerten, das dir hilft, verliert sie die Macht über dich.

Vielleicht findest du ja deine ganz eigene, persönliche positive Bewertung dieses Gefühls?

Wie du Kraft aus Rückschlägen ziehst

Mut ist die Fähigkeit, trotz der eigenen Ängste zu handeln.

Am Ende ist das Leben simpel: Wenn ich das Leben voll leben möchte, dann brauche ich Mut. Ich muss ins Leben eintauchen, trotz meiner Ängste.

Das nennt sich Risiko. Aber auch, wenn es mal nicht so hinhaut kannst du das nutzen, um deine Ängste weiter zu überwinden.

Denn dann wirst du merken, dass das Leben weitergeht. Du wirst am eigenen Leib fühlen, dass sogar wenn sich deine Ängste bewahrheiten, es keine lebensbedrohlichen Konsequenzen für dich hat.

Das gibt für eine Menge Freiheit. Denn wenn sich die Angst das nächste Mal meldet kannst du ihr einfach sagen: “Hey Angst, ich kenne dich schon. Ich weiß vom letzten Mal, dass diese Situation mir nichts anhaben wird. Danke für deine Fürsorge.”

Existenzangst

Existenzangst nimmt in der heutigen Zeit immer mehr zu.

Die Anforderungen im Job wachsen und gleichzeitig gibt es immer weniger Garantien.

Die Welt befindet sich in immer schnellerem Wandel und vielen kommt es so vor, als würde es schwieriger, dabei mitzuhalten.

Das ganze wirkt dann schnell so auf uns, als könnte es unsere Existenz bedrohen.

Dabei sind die realen Gefahren für Leib und Leben in der heutigen Welt relativ überschaubar.

Wir haben ein krasses Gesundheitsystem und die Wahrscheinlichkeit eines Krieges, Hungersnot oder einer Straftat sind sehr gering.

Doch trotzdem leiden viele Menschen unter Existenzangst.

und glaub mir, ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn mir ging es auch lange Zeit so.

Ich sehe in meinen Coachings, dass immer mehr Menschen der Eindruck gewinnen, sie könnten mit den Herausforderungen des Lebens nicht mehr fertigwerden. 

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du am besten mit solchen ganz konkreten (und auch weniger konkreten) Existenzängsten umgehst. 

Auslöser von Existenzängsten – was sie wirklich sind

Dabei möchte ich dir helfen, die Existenzängste an der Wurzel zu packen anstatt nur die Symptomen zu lindern.

Denn auch wenn wir mental erkennen (oder uns einreden), dass es doch eigentlich gar nicht so schlimm ist – wie lange hält soetwas an?

Wir fühlen uns kurz besser und fallen kurze Zeit später oft in das alte Muster zurück.

Das liegt daran, dass wir oftmals nicht verstehen, wie solche Ängste entstehen.

Existenzängste können entstehen, wenn wir Geldsorgen haben oder uns der Jobverlust droht.

Selbstständige können vor schwierigen wirtschaftlichen Problemen stehen oder wir spüren die Last von Schulden oder großer Verantwortung auf unseren Schultern.

Sie entstehen wenn wir uns im Geiste ausmalen, dass wir, sobald sich unsre Lebensumstände ändern, unglücklicher wären, als jetzt.

  • Vielleicht sehen wir den sozialen Abstieg vor unserem geistigen Auge, …
  • die Aufgabe der geliebten Wohnung ….
  •  oder die Abhängigkeit von anderen Menschen oder dem Staat.

All diese Gedanken können lähmende Existenzängste in uns auslösen. 

Wie Existenzangst entsteht

Existenzangst (und auch “normale” Angst) entsteht dann, wenn wir uns eine Zukunft vorstellen, die vermeintlich schlechter ist, als die Gegenwart. 

Dann fangen die Gedankenspiralen an. 

Wir stellen uns lebthaft vor, wie unser Leben den Bach runtergeht und merken, wie wir uns minütlich ängstlicher und gelähmter fühlen.

Das geht auch gar nicht anders. 

Denn das spannende an den meisten solcher Vorstellungen ist:Sie sind noch gar nicht eingetreten.

Wenn wir Existenzangst haben, dann machen wir uns Sorgen und grübeln über eine fiktive Zukunft nach.

Wir müssen uns hier immer hilflos fühlen, denn gegen eine Katastrophe, die (außer in unseren Gedanken) nirgends existiert, können wir konkret nichts machen.

Deshalb sind Existenzängste auch so lähmend. Wir kämpfen mit einem Schwert aus Wolken gegen einen Drachen aus Wolken. 

Das ist auf Dauer sehr anstrengend und führt zu nichts.

Bevor es im nächsten Abschnitt darum geht, was du tun kannst, wenn deine Befürchtungen schon eingetreten sind, möchte ich vorher noch eine wichtige Grundlage mit dir klären.

Wieso wir fühlen, was wir fühlen

Existenzangst - wieso wir fühlen, was wir fühlen

Was du verstehen musst, damit dieser Artikel dir wirklich helfen kann ist, wie negative Gefühle entstehen.

Ich habe den Eindruck, dass 99,9% aller Menschen meinen, Gefühle kämen aus der Außenwelt.

  • “Ich muss Existenzangst haben, weil bei uns Stellen gekürzt werden.”
  • “Ich muss angespannt sein, weil da eine wichtige Präsentation auf mich wartet.”
  • “Ich muss wütend sein, weil mein Chef etwas respektloses zu mir gesagt hat.”

Doch die Stellen wurden noch gar nicht gekürzt und die Situation mit dem Chef ist schon vorbei.

Wieso fühlen wir in komplett anderen Situationen solche Gefühle?

Wir können im warmen Bett liegen, mit funktionierender Heizung und vollem Bauch – und gleichzeitig den Eindruck haben, die Welt stünde kurz vor dem Untergang.

Das ist gleichzeitig sehr faszinierend und kann uns das Leben schwerer machen, als es sein müsste.

Wie die Kraft deiner Gedanken Existenzangst erzeugt

Es liegt an der Kraft unserer Gedanken. Gedanken sind krass drauf.

Sie erschaffen Realität – und zwar zu 100%.

Es ist nämlich nicht so, dass du deinen Chef oder die drohende Arbeitslosigkeit fühlen kannst. 

Was du fühlst sind deine Gedanken darüber.

Denn sonst könntest du Abends im Bett nicht ängstlich oder im Auto auf dem Weg nach Hause wütend sein.

Dein Verstand spielt dir diese Filme immer wieder ins Bewusstsein.

Jeder Gedanken-Film produziert die dazugehörigen Gefühle. Das macht er so gut und realistisch, dass wir es nicht mitbekommen.

Unsere Gedanken erschaffen uns eine Realität, in der die Zukunft bedroht oder der Chef unfähig ist.

Wir fühlen immer unsere Gedanken und niemals das Außen. 

Wenn du das verstehst, dann wirst du bemerken, dass der einzige Ort, an dem deine Existenzangst entsteht, in deinem Kopf (genauer deinem Denken) ist. 

Und was da manchmal für eine Realität entsteht.

Wieso wir dazu neigen, katastrophierend zu denken

Glauben wir unserem denken, dann könnte schnell der Eindruck entstehen, dass alles zum Scheitern verurteilt ist.

Das Leben kommt uns dann oft hart, gefährlich und ungerecht vor. Von Sekunde zu Sekunde verschwindet (in unseren Gedanken, daher auch gefühlt) das Vertrauen in unsere Fähigkeit, mit diesen Herausforderungen fertigzuwerden.

Dann finden wir auf gar keinen Fall einen neuen Job oder Partner und wir sind sowieso schon viel zu alt, als dass und irgendwer überhaupt noch nehmen würde.

Und nochmal: Keines dieser Dinge ließe sich objetiv mit absoluter Sicherheit bestätigen. 

Dennoch kommt es uns so vor, als wäre das absolut real – dann haben wir Existenzangst.

Lies den letzten Absatz noch einmal. Wenn du das verstehen kannst, wirst du im Leben frei sein. 

Wieso uns Existenzängste nicht beschützen können

Ich denke wir sind uns in diesme Punkt einig: Das Leben ist nicht zu kontrollieren, geschweige denn vorherzusehen. 

Es passieren täglich Dinge, die wir eher verhindern würden, wenn wir könnten.

Trotzdem versuchen wir verzweifelt, Kontrolle auszuüben.

Irgendwie scheint der Eindruck entstanden zu sein, wir könnten uns durch ‘Sorgen machen’ oder Grübeln vor schlimmen Dingen schützen.

Was, wenn die ‘Katastrophe’ doch eingetreten ist

Und wenn doch mal etwas unvorhergesehenes passiert ist? 

Erst einmal dürfen wir feststellen, dass all die Existenzangst im Vorfeld nicht dazu geführt hat, dass wir irgendwas verhindern konnten ….

Manchmal passiert es einfach trotzdem.

Also…

  • Wir verlieren wirklich den Job.
  • Die Ehe geht in die Brüche.
  • Der Kredit wächst uns über den Kopf.
  • Der Umsatz bleibt aus.

… jetzt machen wir den zweiten ‘Fehler’. 

Wir meinen, ängstliche und katastrophisierende Gedanken wären die besten Begleiter, um eine ‘Lebenskrise’ zu meistern.

Doch selbst wenn ein ganz konkreter Anlass existiert, über den wir uns gedanglich Sorgen machen könnten – wohin führt uns das Gegrübel?

Eine praktische Lösung finden wir sicherlich nicht, wenn wir schweißnass im Bett liegen und vor Angst schlottern.

In solch einem emotionalen Zustand macht es keinen, irgendetwas regeln zu wollen.

Die Lösung für reale Probleme liegt nicht im Nachdenken

Auch hier merken wir: Obendrein exzessiv solche Gedanken zu denken, bringt uns keine Lösung, dafür aber ganz viele negative und lähmende Gefühle.

Durch ein unbewusstes Versinken und solch negativen Gedanken schneiden wir uns von einer großen Resource ab, die es uns ermöglicht, effektiv und mühelos einen Weg aus der Misere zu finden.

Wir denken uns quasi fest – weil wir immer die gleichen Gedanken denken, können wir keine Lösungen finden.

Lösungen kommen immer dann, wenn wir bewusster werden und uns von dem katastrophisierenden Denken über die Situation oder Zukunft lösen.

Erst, wenn unser Kopf nicht ganz so voll ist mit allerlei existenziellen Angstgedanken, wird Platz frei für neues, frische Denken.

Der Ort, an dem frisches Denken und kreative Problemlösungen entstehen

Kannst du dich an das letzte Mal erinnern, als du die zentrale Lösung für ein Problem gefunden hast?

  • War das, nach einem 3-stündigen Grübel- und Sorgen-Marathon?
  • Oder in einem Moment, in dem dein Denken nicht ganz so exzessiv ablief und kurz etwas mehr Ruhe im Kopf war?

Alle großen Denker und Wissenschaftler (Einstein, Edison, …) hatten ihre besten Ideen, wenn sie sich gerade nicht aktiv in ihrem logischen Denken damit beschäftigten.

Es kam zu ihnen – nach einem Mittagsschaf oder einem Spaziergang im Wald.

Denn kreative Lösungen, aber auch generell positivere Gedanken können wir nicht zwanghaft mit unserem persönlichen Denken erzeugen.

Sie kommen automatisch zu uns wenn wir den Wunsch nach Kontrolle loslassen und innerlich etwas weiter werden.

Solange wir Gedanken über unsere bedrohte Existenz mental hinterherhängen, werden wir genau diese fühlen.

Das liegt daran, dass wir eben unsere Gedanken fühlen – und nicht die Zukunft oder Vergangenheit.

Wie du Existenzängste loslassen kannst

Was du verstehen musst, um deine Existenzängste loszulassen ist, dass sie nicht real sind.

… und ich weiß, was du jetzt denkst. 

Ja, auch mir kommen meine Ängste oft genug sehr plastisch und real vor. 

Immer, wenn ich unbewusst bin und sehr viele Gedanken im Kopf habe, kann ich das auch nicht sehen.

Dann meine ich: “Nein, dieses Mal ist das Leben wirklich gefährlich.”

Doch auch dort liege ich gemütlich im Bett – nur fühlt sich das in solchen gar nicht gemütlich an.

Schaue mal ob du dich jemals ängstlich gefühlt hast, und dabei komplette Ruhe und Frieden im Kopf hattest?

Wie sah es hingegen aus, als du dich lebensfroh und entspannt gefühlt hast?

War da jemals dein ganzer Kopf voll mit hektischen Gedanken?

Ich habe noch niemanden getroffen, der sich der Zukunft gegenüber optimistisch gefühlt hat und gleichzeitig das absolute Gedankenchaos im Kopf hatte.

Die Erkenntnis über Existenzangst, die dich frei macht

Es führt also kein Weg daran vorbei zu erkennen, dass zumindest 99,9% des Dramas in deinem Kopf entsteht – und es sich gleichzeitig für dich so anfühlt, als käme das alles aus der Welt um dich herum.

Kannst du das sehen, bist du frei.

Dann gibt es vielleicht noch existenzängstliche Gedanken, aber sie verlieren ihren riesigen Einfluss auf dich und ihre Ernsthaftigkeit.

Dann wird Energie und Kapazität frei für neues, frisches Denken. 

Das führt zu neuen Ideen um dein Problem zu lösen und nach vorne zu schauen.

Falls es bisher noch gar kein real existierendes Problem gab (was oft genug der Fall ist), dann kannst du wieder dazu übergehen, das Leben zu genießen anstatt in Angst über deine Existenz zu leben.

Wir erschaffen unsere Existenzangst selbst – es gibt sie dort draußen nicht

Du kannst die Illusion, es gäbe etwas gefährliches in der Zukunft, loslassen. Denn zum einen kannst du es durch dein Denken nicht verhindern und zum zweiten ist dein Denken der einzige Ort, wo das Problem exisitert. 


Das heißt, du erschaffst es dir selbst. Das macht dich nicht zu einem schlechten Menschen, das ist einfach ein Fakt.

Auch machst du das nicht absichtlich, sondern hast mit deinem Bewusstsein und Fähigkeiten immer das beste gegeben.

Nur manchmal führt das halt zu Gefühlen wie Existenzangst. 

Nur, weil das bisher immer so war heißt das nicht, dass wir damit nicht jederzeit aufhören könnten. 

Doch du kannst erst in den Moment aufhören, in dem du erkennst dass du deine (ängstlichen) Gedanken fühlst und nicht die Realität.

Flexibel und offen sein für neues Denken

Das erfordert ein wenig geistige Flexibilität und Offenheit, aber es ist der Schlüssel zur Lösung all deine Probleme.

Das klingt jetzt nach viel, aber meiner Erfahrung ist es so. 

Wir können keine Sorgen über die Zukunft haben, wenn es nicht irgendwo einen Gedanken gibt, der dir solche Sorgen gibt.

Deine Lebensumstände könnten noch so ‘ausweglos’ sein, wenn du nicht denkst sie wären ausweglos, dann sind sie nur so, wie sie eben sind.

Nicht mehr und nicht weniger. Aber ‘ausweglos’ werden sie erst im persönlichen Denken.

Es ist auch immer wieder spannend zu sehen, wie verschiedene Menschen komplett unterschiedliche Realitäten haben.

Was beim einen keine emotionale Regung auslöst, bringt den anderen schon an den Rand des Aushaltbaren – und genauso umgekehrt.

Eine kleine Geschichte von Existenzangst und Geldsorgen

Existenzangst und Geldsorgen

Ich habe einen Kumpel, der ist konkret immer finanziell abgebrannt – aber hat dazu keine sorgenvolle Gedanken.

Er denkt (weil er es wohl irgendwann mal so gelernt hat) immer sowas wie: “Wird schon, hat doch bisher immer geklappt.”

Weil auch er seine Gedanken fühlt, kann ihm die Situation keine Angst machen.

Kennst du auch Situationen, in denen du komplett anders reagierst, als ein anderer Mensch?

Wenn es so wäre, dass wir die Welt fühlen, dann müssten alle Menschen komplett gleich reagieren.

Das tun sie aber nicht. 

Der Grund dafür liegt schlicht daran, dass sich jeder unterschiedliches Denken angewöhnt hat im Laufe seines Lebens.

Das wird dann unbewusst automatisch abgespult. 

  • Manche dieser Denkweisen sind harmlos und dann macht uns die Situation nichts aus.
  • In anderen Situationen fährt unser Denker aber zur Höchstleistung auf und wir haben keine andere Möglichkeit zu leiden – solange wir unbewusst sind.

Durch mehr Bewusstsein die Existenzangst besiegen

Die naheliegende Lösung ist also, bewusster zu werden.

Alleine diesen Artikel gelesen zu haben, hat dich bewusster gemacht.

Jetzt hast du in der nächsten Situation die Möglichkeit, bewusster zu erkennen, was abgeht. Du bist weniger Opfer deiner Gedanken und mehr Beobachter.

Wenn du die Trennung schaffen kannst: “Hier bin ich, da ist die Stimme in meinem Kopf, die grade Lust hat, Horrorgeschichten zu erzählen”, hast du einen riesigen Schritt gemacht.

Denn erst jetzt kannst etwas anders machen, als vorher. 

Wenn wir nicht wissen, dass der Schmerz in unserer Hand von der heißen Herdplatte kommt, dann können wir die Hand auch nicht runternehmen.

Wir müssen den Schmerz aushalten.

Wenn du nicht bemerkst, dass deine Existenzangst aus deinem Denken entsteht, dann wirst du auch immer weiter unter ihr leiden müssen.

Dann wird dein Verstand immer weiter und unbemerkt von dir Gedanken erzeugen, die nicht wahr sein müssen – dich aber trotzdem stressen.

Nimm deine Gedanken nicht mehr so ernst

Existenzangst - nimm deine Gedanken nicht so ernst

Du musst erkennen, dass es dort eine Stimme in deinem Kopf gibt, die eine Menge erzählt.

Auch kannst du ganz konkret einmal in deinem Leben nachsehen, wie oft dir diese Stimme schon etwas erzählt hat, was nicht stimmt.

Bei mir macht sie das mehrmals pro Tag.

Trotzdem glauben wir (ja, ich auch), ihr immer mal wieder. Doch all das sind nur Gedanken die oft sehr wenig mit der Realität zu tun haben.

Wir könnten genauer sagen: 

  • Je schlechter wir uns fühlen, desto unrealistischer und je weiter Weg von dem Moment sind diese Gedanken.

Dann finden wir uns in so richtig abstrusen Horrorszenarien in der Zukunft wieder, die einfach hart unrealistisch (und manchmal sogar unmöglich) sind.

Aber da wir alle Gedanken fühlen, fühlen wir auch diese Horrorfilme. 

Erst wenn wir erkennen, dass wir im Kinosessel sitzen und der Film dort vorne läuft – und das Monster auf der Leinwand uns nichts anhaben kann, haben wir eine Chance uns aus der Existenzangst zu lösen.

Selbstbewusster werden

Kennst du das auch? Du bist eher schüchtern und zurückhaltend.

Immer, wenn du irgendwo auf neue Menschen triffst, machst du dir direkt Gedanken darüber, was die wohl über dich denken könnten (oder fühlst dich schnell angegriffen oder abgewertet)?

Du ordnest dich eher unter und stehst nicht für dich und deine Meinung ein. 

Anspannung und Unsicherheit sind deine ständigen Begleiter.

Wenn du überlegst, dein Leben zu verändern, dann kommen direkt Selbstzweifel und negative Gedanken. 

Ganz kurz vorneweg: Du bist damit nicht allein. So wie dir geht es vielen Menschen.

Auch ich habe eine lange Zeit unter mangelndem Selbstbewusstsein gelitten – mein Licht unter den Scheffel gestellt. 

Doch dann hab ich einen Weg gefunden, das alles dauerhaft loszuwerden.

Möchest du:

  • selbstbewusster werden und deine Schüchternheit hinter dir lassen?
  • dir weniger Gedanken darüber machen, was andere über dich denken?
  • in deinem Job selbstbewusster werden?
  • Dieses Gefühl, dass dir nichts passieren kann?
  • das Gefühl, dieses Leben erfolgreich bewältigen zu können?
  • Entspannt und gelassen mit seinen Herausforderungen umgehen zu können. 

Diesem Weg möchte ich mit dir in diesem Artikel teilen, damit all das in dein Leben kommt.

Lass uns loslegen!

Selbstakzeptanz als Grundlage für Selbstbewusstsein

Zu allererst: Klar ist es unangenehm, schüchtern zu sein und sich manchmal unsicher zu fühlen.

Doch das sagt nichts über deinen Wert als Menschen aus.

Behalte das während des Artikels im Hinterkopf. Meine Seite heißt schließlich nicht umsonst “Du Bist Genug”.

Viele Menschen sehen sich als defekt an. Und genau aus diesem Grund fehlt dir Selbstbewusstsein.

  • Weil du denkst, du bräuchtest noch mehr, um loszulegen.
  • Weil du denkst, du müsstest perfekt sein.

Doch niemand ist perfekt. Erlaube dir zu allererst diese Imperfektion. Sie ist die Grundlage für nachhaltiges, persönliches Wachstum.

Echtes Selbstbewusstsein entsteht dann, wenn wir unrealistische Erwartungen an uns loslassen und Selbstmitgefühl entwickeln.

Selbstbewusster werden – erkenne deinen inneren Kritiker

Wir alle haben ihn, unseren inneren Kritiker. 

Die Gleichung dabei ist ganz simpel: Immer, wenn wir uns unsicher fühlen, plappert uns der innere Kritiker rein.

  • “Der hat doch gerade komisch geguckt!”
  • “Was denken die jetzt wohl über dich?”
  • “Spreche ich gerade selbstbewusst?”

Das lustige dabei ist – er labert einfach ins Blaue hinein. Oft ohne Sinn und Verstand.

Aber aus irgendwelchen Gründen glauben wir dem alles – und sind dann verunsichert.

Doch hast du dir auch schonmal so richtig fies den Kopf über etwas zerbrochen (und darunter gelitten) – nur um dann hinterher zu merken, dass das alles gar nicht so schlimm war?

Ja?

Kenn ich gut…

Glaube deiner inneren Stimme nicht alles

Doch wir müssen dieser Stimme nicht alles glauben.

Was wäre, wenn du sie dir vorstellst wie einen hässlichen kleinen Mann.

Dieser Mann läuft den ganzen Tag neben dir und erzählt dir eine Menge.

  • Würdest du dich von dem so verrückt machen lassen?
  • Würdest du ihm alles glauben, ohne deine “eigene Meinung” dazu haben?

Höchstwahrscheinlich nicht. Aber bei dir Stimme ist das anders.

Daher: Die Grundlage für ein glückliches Leben ist, diese Stimme nicht immer ganz ernst zu nehmen.

Schließlich weißt du ja jetzt noch nicht einmal, was die als nächstes sagen wird. 

Selbstbewusstsein entsteht und zerfällt in deinem Kopf

Versetze dich jetzt einmal in eine Situation hinein, in der du gerne selbstbewusster werden willst.

Was ist da los im Kopf? Wahrscheinlich eine ganze Menge.

Ich kann mir vorstellen, dass da sogar so viel los ist, dass klares Denken für dich nicht mehr möglich ist.

Durch diesen Schleier an Gedanken kannst du nicht mehr klar sehen (das kann kein Mensch).

Du bist also nicht schüchtern, unsicher – und es fehlt dir auch nicht an Selbstbewusstsein.

Dein Kopf ist nur so voll mit Gedanken, dass du auf deine natürlichen Fähigkeiten keinen Zugriff mehr hast.

Tunnelblick nennt sich das. 

Wie werde ich selbstbewusster?

Daher muss es auch keine Jahre dauern, bis du mehr Selbstbewusstsein aufbauen kannst.

In dem Moment, in dem du weniger Gedanken im Kopf hast, lösen sich viele Probleme von einer auf die nächste Sekunde.

Stell dir einmal vor, wie dein Leben aussehen würde, ohne dieses Plappermaul da oben im Kopf.

Wie wäre es …

  • Wenn du deine Arbeit einfach tun würdest, ohne den Kommentar im Kopf über deine Fähigkeiten, was passiert wenn du einen Fehler machst – und das du eigentlich keinen Bock hast.
  • Wenn du mit anderen Menschen sprichst, ohne diese Stimme die sich pausenlos fragt, ob du jetzt unterhaltsam genug bist, was der andere denkt und ob du ein Salatblatt zwischen den Zähnen hast.

Ich kann dir sagen, wie das wäre. Du wärst frei. 

In dem Moment, in dem du keine schüchternen Gedanken mehr hast, kannst du dich nicht mehr schüchtern verhalten.

Wenn du deiner unsicheren Stimme da oben nicht mehr alles glaubst, bist du nicht mehr unsicher.

So simpel ist das (in der Theorie).

Wenn du wissen willst, wie das in der Praxis funktioniert, dann ließ schnell weiter.

5 Schritte um selbstbewusster zu werden

Jetzt teile ich mir dir 5 Wege, um selbstbewusster zu werden.

Doch aufgepasst: Hier wird es nicht darum gehen, die neue Klamotten zu kaufen oder dich im Spiegel ganz selbstbewusst und selbstsicher anzuschauen.

Ich möchte nicht, dass du dir Selbstbewusstsein einredest, sondern selbstbewusster wirst.

1. Schaffe Abstand von deinem inneren Kritiker

Wenn du erkennst, dass du immer dann unsicher und schüchtern bist, wenn in deinen Gedanken sehr viel los ist, dann hast du einen riesiegen Schritt gemacht.

Wenn du jetzt noch erkennst, dass das nicht alles wahr sein muss, was deine Stimme dir da so verklickern will, dann bist du schon fast am Ziel.

Erkenne: Hier bin ich (der Beobachter) – da ist die Stimme. 

Wenn du sie beobachten kannst, dann musst du sie nicht mehr so ernst nehmen. 

Dann ist es auf einmal nicht mehrdeine Stimme, sondern nur noch eine Stimme. Diese Stimme erzählt halt gerne mal ne Menge Quatsch, aber davon muss noch lange nicht alles wahr sein.

2. Werde selbstbewusster in diesem Moment (vom Kopf in den Körper)

Wenn wir sehr im Kopf (in Gedanken) sind, dann sind wir nicht im Moment.

Doch in diesem Moment wollen wir ja entspannt und locker sein. 

Wenn da wieder diese schüchternen und unsicheren Gefühle kommen, fokussiere dich auf den Moment.

  • Merke, dass du atmest.
  • Spüre deine Füße auf dem Boden.
  • Lenke deine Aufmerksamkeit vom Kopf in den Körper.

So kannst du auch wunderbar Abstand von dem Chaos dort oben im Kopf bekommen und wirst direkt innerlich ein wenig ruhiger.

P.S. Um selbstbewusster zu werden macht es auch viel Sinn, regelmäßig Sport zu treiben. 

Sich zu bewegen hilft dabei, in den Körper zu kommen, abzuschalten und neue Kraft zu tanken.

Such dir dazu einen Sport aus, der wir wirklich Freude macht und den du genießen kannst.

Egal was das ist, Hauptsache Bewegung.

3. Wie du dir sofort mehr zutrauen kannst

Ich würde fast die guten Manschettenknöpfe meines Uropas darauf verwetten, dass du als Leser dieses Artikels deine Fähigkeiten unterschätzt.

Um es auf den Punkt zu bringen, du machst dich kleiner, als du bist.

Doch wieso neigen einige Menschen dazu, sich klein zu machen – und andere sich zu zeigen?

Weil sie irgendwann einmal angefangen haben, solchen Gedanken zu glauben. 

Natürlich ist es fast unmöglich sich mehr zuzutrauen, solange diese Stimme dort oben etwas anderes behauptet. 

Das Spannende ist: Wir fühlen nicht die Welt da draußen – wir fühlen unsere Gedanken.

Wenn du dir wenig zutraust, dann fühlt sich das total real an. Du bist davon sehr überzeugt. 

Doch was du da fühlst ist nicht die Realität – du fühlst deine Gedanken über deine Fähigkeiten (und die fühlen sich leider sehr real an).

  • Hast du dich selbst schon einmal überrascht? “War das gerade echt ich?”
  • Hast du mal was gesagt und dich dann gefragt: “Kam das wirklich gerade von mir?”

Unsere Gedanken sind nicht sehr gut dafür geeignet, unsere Fähigkeiten vorherzusagen.

4. Wie du direkt bessere Leistung bringst 

Wir verbessern die Chance auf eine gute Performance immer dann, wenn wir dabei nicht so viel nachdenken.

Profisportler wissen, dass sie für Topleistung voll im Moment sein müssen. Sie müssen sich komplett einlassen auf die Situation.

Wenn sie in der spielentscheidenden Situation anfangen zu denken, dann werden sie scheitern.

So ist es bei uns auch. 

Wenn wir gute Arbeit machen wollen, aber unser gesamter Kopf voller zweifelnder und bewertender Gedanken ist – haben wir keine Ressourcen mehr dafür, worauf es gerade ankommt.

Wir werden sehr wahrscheinlich nicht so gut abschneiden, weil wir schlicht nicht bei der Sache sind.

Wenn wir alles, was wir tun, super-kritisch betrachten, haben wir keine Kapazitäten für alles andere frei. 

Wenn wir zu 100% in unseren Gedanken damit beschäftigt sind, jetzt “normal zu wirken”, dann können wir anderen nicht zuhören, werden fahrig, sind abwesend und nicht bei der Sache.

Je mehr du dich darauf fokussierst, was vor dir ist – und deine Gedanken dabei mal Gedanken sein lässt, desto leichter werden dir viele Dinge fallen.

Probier es einmal aus. 

5. Loslassen und Loslegen ist die Grundlage, um selbstbewusster zu werden

Erinnerst du dich?

Selbstbewusstsein ist das Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten.

Wie soll dieses Vertrauen jedoch entstehen, wenn uns das Leben bisher immer wieder das Gegenteil aufgezeigt hat?

Wie soll Vertrauen in dein Durchsetzungsvermögen entstehen, wenn du dich noch nie durchgesetzt hast?

Wie soll Selbstbewusstsein entstehen, wenn wir all diese Erfolgserfahrungen fehlen, die den zentralen Stützpfeiler beim Aufbau von Selbstbewusstsein bilden?

Letztendlich haben wir uns in einem Teufelskreis verheddert.

Wir brauchen Erfolgserlebnisse um selbstbewusster werden zu können und Erfolgserlebnisse kommen (scheinbar) nur mit dem nötigen Selbstbewusstsein in unser Leben.

Es ist zum Mäuse melken.

Was tun wir also, wenn wir keine Erfolgserlebnisse vorzuweisen haben? Wenn auf unserem Erfolgskonto gähnende Leere herrscht wie in der Staatskasse von Griechenland?

5.1 Stelle dich Herausforderungen (aber gehe dabei clever vor)

Wir können nicht selbstbewusster werden, wenn wir den ganzen Tag zu Hause hinter dem warmen Ofen verbringen.

Echtes Selbstbewusstsein entsteht nur dann, wenn wir in der realen Welt sehen, dass viele unserer Befürchtungen nicht zutreffend sind.

Dazu stellen wir uns unseren Herausforderungen – und zwar mit Grips.

Wenn du dich manchmal unsicher mit anderen Menschen fühlst, dann brauchst du dich nicht gleich auf die Bühne vor 500 Menschen schwingen um eine Rede zu halten.

Fordere dich, aber überfordere dich nicht.

Gehe langsam vor. 

Nimm dir stattdessen lieber vor, in jedem Gespräch mit mehreren Menschen ein oder zwei Mal einen kurzen Satz beizusteuern.

Wichtig dabei: Erlaube dir hinterher, so richtig stolz auf dich zu sein. 

Hast du das ein paar Mal gemacht, dann steigere dich ein wenig. 

Du musst dabei keine riesigen Sprünge machen.

Wenn du dich jeden Tag nur um 0.1% mehr herausforderst, wirst du dich selbst bald selbst nicht mehr wiedererkennen, so selbstbewusst bist du.

4 Übungen um selbstbewusster zu werden

Wenn du ganz konkrete Möglichkeiten suchst um selbstbewusster zu werden und dein Selbstbewusstsein zu trainieren, dann bist du hier richtig.

Taste dich an jede Übung behutsam heran. 

1. Nein sagen

Selbstbewusste Menschen haben kein Problem damit, Nein zu sagen. Zu einer Einladung, zu einer Bitte oder zu einer Aufgabe.

Sie wissen, dass sie das Recht dazu haben. Menschen mit wenig Selbstbewusstsein fällt das sehr schwer.

Sie glauben, dass andere Menschen sie dann ablehnen und sie in Schwierigkeiten geraten.

Doch in Wahrheit landest du bei ständigen “Ja-Sagen” schnell in Schwierigkeiten. Arbeit wird auf dich abgewälzt und Respekt bekommst du auch nicht.

Also such dir eine kleine Sache aus und sage dazu ganz freundlich, aber bestimmt “Nein.”

2. Entscheidungen treffen

Oft fällt es uns schwer Entscheidungen zu treffen, weil wir uns vor den Konsequenzen sorgen.

“Kann ich damit umgehen?”

Möchtest du selbstbewusster werden, dann triff Entscheidungen.

Mach doch in deinem Freundeskreis mal einen Vorschlag: “Leute, lass doch heute mal ins Kino gehen.”

Du wirst schon sehen, was danach kommt – und an jeder Herausforderung wachsen. Fang auch hier mit kleinen Entscheidungen an.

Denk nicht groß nach, nimm die erste Option, die dir in den Kopf kommt. 

3. Deine Meinung sagen

Hältst du auch immer mal wieder mit deiner Meinung hinter dem Berg?

Wieso eigentlich?

Angst vor den Konsequenzen? Vor einer Diskusssion mit Gegenwind?

Stell dich auch diesen Situationen.

Wenn du spürst, dass du gerne deine Meinung äußern würdest, stehst du an einer Weggabelung.

Mehr oder weniger Selbstbewusstsein. Du kannst dich jedes Mal entscheiden.

4. Probiere etwas neues aus

Der #1 Grund für mangelndes Selbstbewusstsein ist unser Alltag. 

Wir sind auf so dermaßen eingefahrenen Bahnen unterwegs, dass wir quasi vor allem Unvorhergesehenem Schiss haben.

So entwickeln wir eine Grundangst. Die richtet sich noch nicht einmal auf eine bestimmte Situation, sondern viel mehr auf alles Unbekannte.

Wirke dem entgegen, indem du immer mal wieder etwas neues machst.

  • Nimm einen anderen Weg zur Arbeit.
  • Gehe mal alleine in eine Ausstellung.
  • Sprich mit einem Menschen, mit dem du nie sprechen würdest.
  • Buche spontan einen Wochenendtrip ans Meer oder in die Berge.

Mit jedem Schritt ins Unbekannte erweiterst du deine Komfortzone.

Du wirst so merken, dass du mit viel mehr fertig wirst, als du es dir immer wieder einreden lässt.

3 Mindsets für mehr Selbstbewusstsein

Oft denken wir in eingefahrenen Mustern über unser Leben. Doch diese Muster müssen nicht wahr sein.

Wir haben sie nur schon so oft gedacht, dass wir sie gar nicht mehr hinterfragen.

Oder hast du dich schon einmal gefragt, wieso genau es dir so schlimm vorkommt, einen Fehler zu machen? :)

Mindset #1: Was wäre das schlimmste, was passieren kann?

Wenn unsere Stimme dort oben im Kopf mal wieder so richtig schön loslegt, dann sind wir schnell mitten in einem Horrorfilm drin.

Wir sehen unser Leben den Bach runtergehen, wenn wir nicht endlich mal selbstbewusster werden.

Doch stimmt das überhaupt? Haben diese Horrorfilme ihre Berechtigung? 

Immerhin kommen sie uns schon sehr real und bedrohlich vor.

Aber wenn wir mal einen kleinen Schritt zurücktreten und uns fragen:

“Was ist jetzt das schlimmste, was realistisch passieren kann?”

und uns dann fragen:

“Würde ich damit umgehen können?”,

… nehmen wir so schon sehr viel Druck aus der Situation.

Denn oft sind die möglichen Folgen vielleicht nicht ganz so angenehm, aber komplett unaushaltbar eben nur in unserem Kopf.

Auch merken wir dann immer mehr, dass unser Verstand oftmal so richtig fies übertreibt – ohne wirklichen Grund.

So können wir lockerer werden. 

Mindset #2: Selbstbewusstsein – Fehler machen ist nicht so schlimm

Selbstbewusster werden wir nicht etwa durch eine mentale Auflistung all unserer Erfolge und auch nicht durch 74 Plusse auf unserer gute-Taten-Liste.

Nein, es kommt durch die Erfahrung, dass wir weiterhin Menschen bleiben, wenn wir einmal daneben liegen.

Es kommt durch die Erfahrung, dass Rotwerden vor der Verkäuferin vollkommen in Ordnung ist und Zurückweisung zum Leben dazugehört.

Selbstbewusstsein entsteht in dem Moment, in dem wir erkennen, dass Fehler nichts über unseren Wert als Person aussagen.

So bekommen wir die Freiheit, zu tun, was wir tun wollen. 

Weil wir wissen, dass keine der möglichen Konsequenzen auch nur ansatzweise in der Lage ist, uns etwas anzuhaben.

Mindset #3: Auch selbstbewusste Menschen haben Angst

Ist es nicht das, was wir so an selbstbewussten Menschen beneiden? 

Dass sie, scheinbar ohne Angst, jede Situation meistern?

Die Wahrheit ist – sie haben Angst, akzeptieren diese aber vollkommen.

Ein selbstbewusster Mensch geht locker auf andere Menschen zu, weil er akzeptiert, dass sie ihn nicht immer angenehmen werden und Zurückweisung zum Leben dazugehört.

Nicht, weil er keine Angst hat. 

Zögerst du vielleicht aus dem Grund, weil du Ablehnung mit aller Kraft vermeiden willst?

Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich und selbstbewusst, weil sie akzeptiert haben, dass es ohne Fehler und Rückschläge nicht geht.

Zögerst du vielleicht, weil jede Form von Rückschlägen für dich schlimmer klingen, als der Gedanke an Spaghetti mit Ketchup?

Hier liegt der Unterschied. 

Selbstbewusste Menschen akzeptieren all dies. 

Sie haben sich damit angefreundet, nicht perfekt zu sein und dazu zu stehen. Das ist die größte Quelle von Selbstbewusstsein.

Antriebslosigkeit

Fühlst du dich oft antriebslos und willst deine Antriebslosigkeit überwinden?

Fallen dir Kleinigkeiten übertrieben schwer oder fallen sie komplett unter den Tisch?

Fühlst du dich kraftlos, schwach und jede Kleinigkeit kostet dich eine Menge Energie? 

Da bist du hier genau richtig. Denn in diesem Artikel gebe ich dir 16 Tipps, mit denen du deine Antriebslosigkeit bekämpfen kannst.

und nein, ich werde dir nicht raten, einfach ein paar mal in die Luft zu springen, dabei zu grinsen und eben deine (leider im Moment nicht vorhandene) Willenskraft zu benutzen.

Stattdessen möchte ich dir zeigen, wie du nachhaltig mehr Lebensenergie aufbaust, sodass Phasen von Gleichgültigkeit, ständiger Müdigkeit oder auch Erschöpfung seltener in dein Leben kommen.

Außerdem gebe ich dir einen Notfallplan an die Hand. Damit du schnell reagieren kannst, solltest du doch noch einmal von Antriebslosigkeit überrascht werden.

Also, wenn du Lust hast, deine Antriebslosigkeit jetzt mit mir zusammen zu überwinden und dein Leben zu verändern…

dann lies schnell weiter :)

1. Wundermittel: Wie du durch Akzeptanz deine Antriebslosigkeit überwindest

Gleich vorneweg: Antriebslose Phasen hat jeder Mensch hin und wieder einmal. 

Unser Organismus ist sehr clever und weiß ganz genau, wann wir Ruhe brauchen und einfach einmal nichts tun müssen.

Doch viele Menschen fühlen sich deshalb minderwertig oder verfallen sogar in Selbsthass.

Sie verurteilen sich für ihre vermeintliche “Unfähigkeit”.

Der absolute Quick-Fix für Antriebslosigkeit ist, sie zu akzeptieren.

“Waaaaas soll ich tun?”, höre ich dich sagen. “Ich bin doch hier hergekommen, um die Antriebslosigkeit loszuwerden!”

Du hast richtig verstanden. Phasen der Antriebslosigkeit kommen uns nur so schlimm vor, weil wir innerlich Widerstand gegen sie leisten.

  • Wir meinen, wir dürften sie nicht haben.
  • Wir glauben, es wäre etwas nicht in Ordnung mit uns, wenn wir uns mal antriebslos fühlen.

Doch lass mich dir versichern: Jeder Mensch fühlt sich mal so. Außerdem kannst du in diesem Moment sowieso nichts mehr ändern.

Solchen Phasen können auch von ganz alleine vorbeigehen, wenn wir ihnen ein wenig Zeit dafür geben.

Wieso also nicht einfach mal annehmen?

1.1 Feiere dich und deine Antriebslosigkeit

Also feiere deine Antriebslosigkeit so richtig. Scheinbar will sich dein Organismus erholen. 

Mach ihm dieses Geschenk. Wenn, dann aber so richtig.

Nimm dir Zeit für dich und deine Antriebslosigkeit. Leg dich auf das Sofa und mach dir einen leckeren Tee.

Hier kommt der Unterschied: Anstatt dich in Gedanken dafür fertigzumachen, gönne dir diese Phase aus vollem Herzen. 

Tue mit voller Inbrunst nichts und fühl dich gut dabei. Alleine das wird dir schon eine ganz neue Beziehung zu deiner Antriebslosigkeit geben.

Danach wird es dir direkt viel leichter fallen, ins Tun zu kommen. Denn du verschwendest nicht mehr so viel Zeit damit, dich über deine Antriebslosigkeit zu ärgern.

P.S. Ich habe zu dem Thema eine Podcastfolge aufgenommen.

Hier kannst du sie dir direkt anhören:

2. Löse deine Verwirrung im Kopf – die #1 Ursache für Antriebslosigkeit

Kennst du das auch?

Im Kopf herrscht Gedankenchaos deluxe. Ein Gedanke jagt den nächsten und ein Ende ist nicht in Sicht.

Wenn wir uns regelmäßig in solchen Denkorgien verzetteln, dann zieht uns das unglaublich viel Energie ab – und führt gleichzeitig zu einer Menge innerer Unruhe.

Außerdem neigen Gedanken dazu, alles von 100 Seiten zu beurteilen. 

  • “Soll ich jetzt X oder Y machen?”
  • “Bringt es überhaupt was, wenn ich Z tue?”
  • “Was denken meine Freunde davon, wenn ich XY tue?”

Solch (unbewusstes) Denken führt zu absolutem Stillstand. 

Denn wenn du nicht weißt, in welche Richtung es gehen soll, dann kannst du dich per Definition nicht in Bewegung setzen. 

Unmöglich. 

Kein Wunder, dass wir uns antriebslos fühlen.

Wenn sich dann noch Gedanken wie Selbstvorwürfe und Selbsthass ins Spiel kommen, dann wird es richtig bunt.

Räume also das Gedankenchaos auf. 

Wie soll dass denn gehen? 

Ließ schnell weiter und ich erkläre es dir. 

2.1 Räume dein Gedankenchaos auf

Antriebslosigkeit und Gedankenchaos

Aus dem Gedankenkarussell auszusteigen geht nicht mit stumpfem positiven Denken.

Gerade in Phasen großer Antriebslosigkeit haben wir vieles im Sinn – aber sicherlich nicht uns dazu zu zwingen, das “Glas halb-voll zu sehen”…

Funktioniert nicht.

Was aber sehr gut funktioniert ist ein bewussterer Umgang mit deinen Gedanken. In dem Moment, wo du einfach nur bemerkst, dass da eine Stimme in deinem Kopf stark am Plappern ist, wirst du innerlich ein wenig ruhiger.

Nächter Schritt: Erkenne, dass du deinen Gedanken nicht alles glauben musst. 

Die Gedanken beruhigen sich so immer mehr.

Aus dieser inneren Ruhe entsteht mit der Zeit mehr Klarheit. Aus mehr Klarheit folgt eine Richtung im Leben.

Wenn du genau weißt, wo du hinwillst, dann wird es dir auch nicht mehr an Antrieb fehlen.

P.S. Es kann durchaus helfen, seine Gedanken einmal aufzuschreiben. Alleine dadurch verlieren sie schon ordentlich Macht über uns.

3. Lasse deine Sorgen los

Ständige Sorgen ziehen uns jeglichen Antrieb aus dem Körper.

Vielleicht machst du dir sogar jetzt gerade Sorgen darüber, dir mit deiner Antriebslosigkeit deine Zunkunft zu zerstören.

Zuerst einmal: Sich Sorgen zu machen ist voll menschlich. Wir meinen, uns damit etwas gutes zu tun, uns vor gefährlichen Dingen in der Zukunft schützen zu können.

Sorgen sind nichts weiter als eine mentale Story einer schrecklichen Zukunft – eine Story, deren Hauptdarsteller wir sind.

Das fühlt sich dann sehr unangenehm oder sogar bedrohlich an.

Doch auch wenn wir es gut mit uns meinen – endloses Gegrübel über eine gefährliche Zukunft ist und bleibt vor allem eines: Mindfuck.

Denn diese gefährlliche Zukunft existiert nur ein einem Ort, in deinem Kopf. Dort aber sehr furchteinflößend und real. 

Wenn du erkennst, dass Sorgen nichts mit der Realität zu tun haben müssen – sondern vor allem Gedanken in deinem Kopf sind – dann kannst du dich entspannen.

Aus dieser Entpanntheit legst du dann viel einfacher los, weil du eben nicht mehr meinst, direkt auf ein Desaster in der Zukunft zuzusteuern.

Seine Sorgen loslassen ist sehr mächtig, aber nur halb so wirkungsvoll, wenn wir den nächsten Tipp dabei außer acht lassen…

4. Achte auf deine Ernähung 

Wenn wir unsere Antriebslosigkeit bekämpfen wollen, leistet uns eine ausgewogene Ernährung einen unschätzbaren Dienst. 

Denn neben dem Sauerstoff ist unsere Nahrung eine unserer Hauptenergiequellen. 

Führen wir unserem Körper nur Mist zu, wie soll er dann Energie produzieren? 

Das wäre genauso, als wenn du minderwertiges, verunreinigtes Schweröl in deinen V8 Motor kippen würdest.

Der Motor könnte niemals seine volle Leistung entfalten und würde relativ zeitig seinen Geist aufgeben.

Ich kann dir wirklich wärmstens ans Herz legen, dich intensiv mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. 

Der Platz in diesem Artikel reicht für dieses umfassende Thema natürlich bei weitem nicht aus. Auch rate ich dir, nicht jedem Hype hinterherzulaufen.

Die einzig wirkungsvolle Ernährung für dich ist die, die sich für dich gut anfühlt. 

Auch kann es sich lohnen, bestimmte Nährstoffe als Nahrungsergänzung hinzuzufügen. 

Informiere dich auch da und halte eventuell sogar Rücksprache mit einen Ernähnrungsberater oder einen spezialisierten Arzt.

Das ist leider ein wenig Detektivarbeit, zahlt sich aber am Ende sehr aus.

Eine ausgewogene Ernährung wird übrigens perfekt vom nächsten Tipp unterstützt, also ließ schnell weiter…

5. Gehe raus an die frische Luft

Mir hat es in antriebslosen Phasen geholfen, einfach ohne Ziel aus dem Haus zu gehen. 

Ich bin dann für eine Stunde durch Berlin gelaufen. Ganz langsam und in meinem Tempo.

Wenn du beim Herumlaufen tief und bewusst atmest, flutest du deinen Körper so mit Sauerstoff, welcher dich verlässlich mit Energie versorgt.

Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und hilft dir, deine Antriebslosigkeit zu bekämpfen.

Ich habe den Kopf frei bekommen. Zu Hause zu sitzen und zu grübeln, wieso ich so antriebslos bin, bringt nicht viel.

P.S. Lasse dein Handy am besten zu Hause :)

P.P.S Ein weiterer Vorteil ist, dass du beim Verlassen des Hauses mit Sonnenlicht in Berührung kommst, was nachweislich zu mehr Wohlbefinden und Energie führt. 

Außerdem… 

6. Achtsamkeit – der #1 Killer von Antriebslosigkeit

… komms du durch diese bewusste Bewegung aus deinem Kopf in deinen Körper

Das führt dazu, dass du nicht mehr so viel Zeit mit nutzlosen Herumgedenke verschwendest – sondern direkt ins Tun kommst.

Oft sind wir antriebslos, weil uns das Tun so schwer vorkommt. Doch wieso kommt es uns so schwer vor?

Weil wir eben nicht auf das Tun fokussiert sind, sondern auf mit 90% unserer Aufmerksamkeit im Denken sind. 

Wir bewerten jeden Schritt und unsere Fähigkeiten, anstatt einfach zu tun.

  • Wenn du etwas tust, nur um es zu tun – dann gibt das Energie.
  • Wenn du etwas tust, und über dieses Tun viel und kritisch nachdenkst – dann zieht das Energie und macht das antreibslos.

Fokussiere also mehr deiner Aufmerksamkeit auf das Tun. 

P.S. (In diesem Artikel findest du eine umfassende Liste an Achtsamkeitsübungen – ich wette dort findest du gute Anregungen, wie du das umsetzen kannst.)

P.P.S. Wenn du dauerhaft schlechte Laune hast, dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass du nicht so bewusst durch dein Leben gehst, wie du könntest.

7. Morgendliche Antriebslosigkeit überwinden

Wenn es jemanden gibt, der Antriebslosigkeit am Morgen kennt, dann ich. Ich dachte lange Zeit, ich wäre kein Morgenmensch.

Doch wenn ich morgens einer festen Routine folge, dann komme ich viel schneller in die Puschen.

Anstatt erstmal auf das Handy zu starren, gehe ich direkt duschen. Das erfordert ein wenig Training, aber dann bin ich schonmal in Bewegung und wach.

Danach koche ich mir einen Kaffee und höre dabei in interessantes Hörbuch. Während der Kaffee kocht mache ich ein paar leichte Dehnübungen für 3 Minuten. 

Alles Routine. 

Da das mittlerweile alles automatisiert abläuft, muss ich darüber nicht mehr nachdenken und starte so mit mehr Power in den Tag. 

8. Stelle dir kleine Herausforderungen und steigere dich

Es ist sehr wichtig, in Bewegung zu kommen. Wenn du erstmal in Bewegung bist, dann fällt es dir viel leichter, diese auch aufrecht zu erhalten.

Stell dir dazu kleine Aufgaben. 

Beispielsweise heute deinen Schreibtisch aufzuräumen. 

Wenn du das geschafft hast, dann sei zufrieden mit dir. 

Nimm dir an diesem Tag nichts weiter vor.

Suche dir Aufgaben, die herausfordernd für dich klingen, bei denen du dir aber relativ sicher bist, sie auch erfüllen zu können. 

So erzeugst du kleine Erfolgserlebnisse, auf denen du in Zukunft aufbauen kannst. Denn etwas zu schaffen fühlt sich immer gut an.

Am nächsten Tag nimmst du dir dann ein wenig mehr vor – und dann das Ganze wieder von vorne.

Wichtig dabei: 

  • Feiere deine kleinen Erfolge. 
  • Klopfe dir selbst auf die Schulter. 
  • Sei stolz auf dich.

Denn das war echt eine gute Leistung von dir. Lass dir das nicht von dieser Stimme im Kopf wieder ausreden.

Mindestens genauso wichtig wie sich zu fordern, sind regelmäßige Pausen.

9. Mini-Pausen

Mini Pausen gegen Antriebslosigkeit

Gönne dir regelmäßig kleine Pausen. Sei während dieser Pausen bewusst im Hier und Jetzt.

  • Fokussiere dich auf deine Atmung.
  • Schaue in den Himmel.
  • Spüre deinen Körper.

Diese kleinen Auszeiten wirken wie ein Mini-Urlaub für dich. 

Es müssen nur 1-2 bewusste Minuten mit dir sein und schon wirst du neue Energie haben.

10. Tief atmen gegen Antriebslosigkeit

Gerade wenn wir dauer-getresst sind, verfallen wir gerne in eine flache Brustatmung. Das führt dazu, dass unser Körper zu wenig Sauerstoff bekommt und wir uns schnell ausgelaugt und antriebslos fühlen.

Gerade wenn du viel im Sitzen arbeitest (wie ich auch), dann stehe immer mal wieder auf, nimm tiefe Atemzüge und dehne deinen Brustbereich.

Atme tief in deinen Bauch ein. In meinem Artikel über Atemübungen kannst du lernen, wie du richtig, verbunden und tief atmen kannst.

11. Genug trinken

Wassermangel ist die #1 Ursache für wenig Energie und Antriebslosigkeit. Viele Menschen trinken zu wenig Flüssigkeit und dazu noch die falschen Getränke.

Trinke mehr Wasser. Peile mindestens 2 Liter am Tag an. Jeden Tag. Für den Anfang können dir da Apps helfen, die dich an das Trinken erinnern.

Den Körper schön hydriert zu halten ist die Grundlange für mehr Energie und inneren Antrieb. 

12. Bewegung (mit Freude und ohne Zwang)

Unser Geist passt sich unserem Körper an. Wenn der Körper den ganzen Tag lang absolut inaktiv ist, dann folgt der Geist ihm in diese Lethargie.

Suche dir also eine Sportart, die dir wirklich Freude macht. Dabei musst du nicht der nächste Olympiasieger werden.

Es geht darum, sie mit Spaß und Freude Sport zu treiben und seinen Körper wieder zu spüren. 

Dieser Kontakt mit dem eigenen Körper bringt mehr Energie, auch wenn man sich am anfang etwas überwinden muss.

13. Finde heraus, was du überhaupt tun willst

Weißt du noch als kleines Kind? 

Erinnerst du dich, wieviel Lust du darauf hattest, mit deinen Freunden in den Wald zu fahren oder ein Versteck aus Decken und Kissen hinter dem Wohnzimmersofa zu bauen?

Damals haben wir noch nicht unter Antriebslosigkeit gelitten.

Doch diese kindliche Lebensfreude ist vielen Menschen heute abhanden gekommen.

Irgendwie scheinen wir als Erwachsene zu denken, Dinge tun zu müssen, auf die wir keinen Bock haben.

Kein Wunder dass es uns an Antrieb fehlt. 

Das heißt nicht, dass du direkt deinen langweiligen Job kündigen und beim nächsten Zirkus anheuern sollst. 

Doch überlege doch einmal, worauf du jetzt wirklich Lust hast. Nein, ich meine nicht, was cool und sozial akzeptabel ist.

Sondern worauf du jetzt Lust hast. Als Kind hast du ja auch getan, worauf du Lust hattest – und nicht worauf du dachtest jetzt Lust haben zu müssen.

Ich wette, dass du direkt so richtig viel Antrieb finden wirst, wenn es darum geht etwas zu tun, was du gerade wirklich tun willst.

Was ich lernen durfte: Je öfters du das übrigens tust, desto mehr wirst du auch im Größeren mehr von dem tun, was du tun willst.

14. Erkenne für dich bedeutsame Ziele

Klar, in Phasen extremer Antriebslosigkeit kommt es uns so vor, als könne uns nichts motivieren.

Doch daran glaube ich nicht unbedingt.

Jeder Mensch hat etwas, was ihm ein Grinsen ins Gesicht zaubert. 

Finde es heraus. Nimm dir da Zeit für.

Wenn wir keine Richtung im Leben haben, wieso sollten wir uns dann bewegen? Wenn wir allerdings ein so richtig cooles Ziel haben, dann wird das zu 100% unsere Phasen der Antriebslosigkeit stark reduzieren.

Fragerunde: Um dein Herzensziel herauszufinden, stell dir doch einfach mal folgende Fragen:

  • Wie würde ich leben, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
  • Was würde ich tun, wenn ich auf dem Weg dahin nicht scheitern könnte?
  • Wie kann ich anderen Menschen helfen?

Setz dich dabei nicht unter Druck. Du musst keine definitive Antwort darauf wissen. 

Doch vertraue deinem ersten Impuls. Vielleicht war es nur ein kurzes Bild oder Gedanke. 

Diese haben meistens sehr viel Wahrheit in sich, als wir glauben.

15. Es sind die kleinen Dinge, die helfen

Veränderung ist ein Marathon, kein Sprint. 

Du wirst deine Antriebslosigkeit nicht mit einer einzigen Hau-Ruck Aktion überwinden. 

Wenn du aber stetig dranbleibst und deine Gewohnheiten veränderst, dann wirst du graduell mehr Energie verspüren.

Vertraue dem Prozess. Versuche, deine Erfolge nicht allzu vorschnell zu beurteilen. 

Vielleicht fühlt es sich so an, dass alles nichts bringt, du in Wahrheit aber ganz kurz vor einem Durchbruch stehst.

Einer der größten “Fehler” in meinem Leben war, zu viel zu sprinten und zu wenig Ausdauer zu haben.

Ich bin ständig von einem Quick-Fix zur nächsten Magischen Pille gesprungen. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn du diesen Fehler vermeiden würdest.

Das ist am Ende der schnellste Weg zu mehr Antrieb und Energie.

16. Antriebslosigkeit, was tun wenn gar nichts hilft

Ich möchte dich ganz klipp und klar darauf hinweisen, dass Antriebslosigkeit auch ein Symptom physischer wie psychischer Erkrankungen sein kann. 

Vor allem wenn diese Symptome wochen- oder sogar monatelang anhalten, dann geh einfach zum Arzt und besprich deine Antriebslosigkeit mit ihm. 

Wenn dir diese Tipps nicht helfen, und du das Gefühl hast, absolut machtlos zu sein, dann hol dir professionelle Hilfe. 

Er wird dir dann den nötigen medizinischen Rat erteilen, den ich hier in diesem Artikel nicht leisten kann und dir bei der Suche nach Lösungen für deine Antriebslosigkeit helfen.

Hingabe

In diesem Artikel möchte ich mit dir teilen, wie du das Leben mit Hingabe leben kannst.

Damit meine ich nicht, dich jeden Tag in irgendwelche pseudo-spirituelle Zustände zu pushen.

Nein.

Echt Hingabe geht tiefer. 

Erfahre in diesem Artikel, wie du dich dem Leben hingeben kannst, so Zugriff auf deine innere Weißheit bekommst und das Leben dadurch mit mehr Leichtigkeit und Gelassenheit leben kannst. 

Los geht’s.

Was wahre Hingabe verhindert

Eine der größten Ursachen für das menschliche Leiden ist, dass wir Gedanken und Gefühlen sehr viel Wichtigkeit geben.

Wir nehmen sie als gefährlich wahr und versuchen uns vor ihnen zu schützen – das genaue Gegenteil von Hingabe. 

Wir manipulieren an ihnen herum – benutzen Techniken, um uns besser zu fühlen. Wir wollen, dass sie weggehen, wollen uns anders fühlen.

Anstatt uns dem Leben mit allen Höhen und Tiefen hinzugeben, verstecken wir uns vor ihm.

Wir wollen große Teile unserer emotionalen Bandbreite ausklammern, haben regelrecht panische Angst davor.

Das macht auf den ersten Blick betrachtet auch total Sinn. Wieso sollte freiwillig Angst, Einsamkeit oder Traurigkeit fühlen wollen?

Doch so stecken viele Menschen in einem täglichen Kampf gegen ihre Gefühle fest. 

Wir schneiden uns so leider auf tragische Weise von diesem Leben ab. 

Noch schlimmer: So richtig bekommen wir diese fiesen Gefühle am Ende doch nicht unter Kontrolle – und dann sind wir noch frustrierter.

Hingabe: Gefühle und Gedanken sind flüchtig wie der Wind

Doch hat sich auch bei dir schon einmal ein Gefühl innerhalb kurzer Zeit immer mal wieder geändert?

War du schonmal erst wütend und kurz danach wieder voller Vergebung und Liebe? ;)

Hast du die Gefühle und Gedanken, die du gestern hattest, heute immer noch?

Wahrscheinlich nicht.

  • Gefühle kommen und gehen. 
  • Gedanken kommen und gehen.

Das nennt man den Fluss des Lebens. 

Hingabe an das Leben heißt es, präsent in diesem Fluss des Lebens zu sein.

Gefühle und Gedanken sind im stetigen Fluss

Wenn du erkennst, dass unsere Gefühle und Gedanken in stetigem Wandel sind und sie sich nicht sehr effektiv kontrollieren lassen, dann kannst du dich genauso gut entspannen.

Wenn du bemerkst, dass sie eben in dein Bewusstsein kommen und dann auch wieder gehen – wieso darüber aufregen?

Dann kommt uns die Welt halt mal kurz gefährlich vor, das geht schon vorbei.

Wenn wir darüber hinaus noch wissen, dass sie gar nicht so viel über uns und das Leben aussagen, wie wir meinen, dann können wir uns noch mehr entspannen.

Je mehr Akzeptanz du diesem Moment gegenüber aufbringst, desto entspannter wirst du. 

Je weniger du Gedanken über Zukunft und Vergangenheit hinterherhängst, desto mehr Zeit verbringst du im Moment. 

Du wirst präsent und gibst dich dem Flow des Lebens hin. 

Heißt das, dass du von heute an 8 Stunden am Tag regungslos auf einer Parkbank sitzen muss, wie Eckhart Tolle in seinen Glanzzeiten?

Nein. Das ist ein häufiges Missverständnis. Du kannst tun, was auch immer du möchtest. 

Oder es lassen. Es ist dann gar nicht mehr so wichtig.

Darin liegt ja die Schönheit des Ganzen.

Du kennst den Zustand der Hingabe

Ich bin mir sicher, dass auch du schon sehr viele Hingabeerlebnisse in deinem Leben hattest. 

Das ist oft gar nicht so stark mit Engelschören, Regenbögen und Einhörnern, wie man sich das vielleicht vorstellt.

Erinnere dich einmal an einen Tag, an dem du scheinbar mühelos alles gemacht hast.

Es gab eine Herausforderung und du hast einfach kurzerhand gehandelt anstatt das ganze zu zerdenken.

Du hast dich mit Menschen unterhalten und das Gespräch lief einfach – ohne dass “du” eingreifen musstest.

Du hast zu genau der richtigen Zeit genau das richtige gesagt. 

Nichts besonderes, mag man denken. 

Wenn da nicht diese anderen Tage wären. Diese Tage, an denen wir mit dem falschen Fuß aufstehen, an denen wir über alle Sachen 10x nachdenken und uns über jede Kleinigkeit ärgern, die nicht nach Plan oder Wunsch passiert.

Möglicherweise sagen wir uns dann mental, ich muss mich noch mehr anstrengen, mehr kontrollieren.

Hingabe heißt, im Moment zu leben

Hingabe an diesen Moment ist der Schlüssel, um im Moment, entspannt und effektiv mit diesem Leben umzugehen.

Wir könnten unser gesamtes Leben so leben. Es passieren Dinge, wir nehmen sie wahr – dann kommt der nächste Moment, wir nehmen ihn wieder wahr.

Wenn es Zeit zum Handeln ist, dann wissen wir intuitiv, was zu tun ist. 

Wenn wir es nicht wissen, dann ist es auch ok.

Echte Hingabe heißt, diesen Moment anzunehmen – egal, was gerade passiert.

Das funktioniert solange wunderbar, wie wir unsere Finger da herauslassen und es einfach passieren lassen.

Widerstand gegen was ist stoppt den Fluss des Lebens

Je mehr wir uns dazu entscheiden, der Moment wäre nicht gut so, wie er ist, desto mehr blockieren wir den Flow.

Das fühlt sich dann oft so an, als wenn wir vorwärts fahren wollen, aber die Handbremse noch angezogen ist.

Kein Wunder dass sich das Leben schwer und anstrengend anfühlt wenn wir nicht einmal ansatzweise unsere vollen PS auf die Straße bringen können.

Gäbe es keine Widerstände in unserem Leben, dann würden wir immer im Fluss sein. 

Logisch.

Das Gegenmittel heißt: Loslassen. Sich jedem Moment mit Hingabe widmen.

Was den Fluss des Lebens aufhält

Steine legen wir immer dann in den Fluss des Lebens, wenn wir versuchen, es allzu stark zu kontrollieren.

Wir meinen, es wäre unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alles genauso abläuft und wir uns immer so fühlen, wie wir uns das vorgestellt haben.

Dieser Wunsch ist es, der das Leben anstrengend macht.

Immer dann, wenn wir etwas kontrollieren wollen, dann fühlen wir uns so, als hätten wir keine Kontrolle. Wir meinen, wir müssten jetzt ganz schnell etwas tun, um diese Kontrolle wiederzuerlangen.

Dann fangen wir an zu manipulieren, etwas erzwingen zu wollen, uns ganz dringend verändern zu müssen, unbedingt Recht haben wollen, andere zu dominieren, um nur einige Formen der Kontrolle aufzuzählen.

Das fühlt sich nicht nur schwer und anstrengend an – aus diesem Zustand gelingen unsere Vorhaben sehr selten so, wie wir uns das vorstellen.

Etwas in diesem Moment zu kontrollieren ist dabei gar nicht verkehrt. Doch wenn wir etwas unkontrollierbares wie das Leben kontrollieren wollen, dann entsteht dadurch eine Menge Stress. 

Doch…

  • Was wäre, wenn wir immer zur genau richtigen Zeit an der richtigen Stelle sind?
  • Was wäre, wenn wir sowieso immer genau das beste tun?
  • Was wäre, wenn du genau an diesem Punkt in deinem Leben bist, weil es hier etwas für dich zu lernen gibt?

Was wäre, wenn es da eine Kraft gäbe, die sowieso dazu führt, dass du richtig handelst?

Diese Hingabe an das Leben macht das Leben einfach. Wenn sowieso immer genau das passiert, was passieren soll – wo ist dann noch ein Problem?

Dann passiert etwas wunderbares: Je mehr wir den Wunsch nach Kontrolle loslassen, desto mehr in Kontrolle fühlen wir uns.

Flow und der Widerstand gegen das, was ist

Guck, die Dinge sind in diesem einen Moment sowieso so, wie sie sind.

Da kannst du auch noch so sehr Widerstand leisten und meinen, sie sollen anders sein.

Sind sie in diesem Moment nicht. Da kannst du sie auch erstmal einfach so sein lassen, wie sie sind.

Denn ich verrate dir einmal ein Geheimnis: Die Dinge sind sowieso so, wie sie sind. Erst mit unseren Gedanken machen wir sie zu dem, was sie für uns sind.

Was wäre, wenn wir die Ereignisse und auch die damit verbundenen Gedanken einfach weiterziehen lassen anstatt so zu tun, all das hätte wahnsinnig viel mit uns zu tun.

Die moderne Erzählung vom Hustle

Hingabe und Huste

Bei vielen Menschen herrscht der Glauben, sie müssten hart für ihr Glück und ihre Lebensträume kämpfen.

Als wäre diese Welt ein feindseeliger Platz der uns jeden Tag fertigmachen will und in dem wir hart kämpfen müssen, um zu überleben. 

“Entweder ich oder die.”

Kann man so sehen, aber wie entspannt wird das Leben dann?

Was wäre aber, wenn wir uns einfach dem Fluss das Lebens hingeben und uns entspannt den Strom abwärts tragen lassen könnten?

Einfach mal sehen, was so kommt, anstatt starr an genau den Umständen festzuhalten? 

Das ist Hingabe. 

“Dann erreiche ich meine Ziele ja nie!”, höre ich dann immer wieder. Was wäre aber, wenn deine persönlichen Ziele ein Vogelschiss sind verglichen mit dem, was das Leben für dich vorhat?

Vielleicht kommst du dann an einem Platz an, der 10x so sehr für dich geeinget ist, wie der, wo du ursprünglich hingehen wolltest.

Du kannst dich weiterhin sperren, oder ein wenig mehr vertrauen, loslassen und es mit Hingabe passieren lassen.

Die feine Unterscheidung, die dir eine Menge Stress erspart

Je mehr du mit Hingabe in diesen Fluss einsteigst und den Wunsch nach Kontrolle loslässt, desto einfacher wird es dir fallen das zu akzeptieren, was du sowieso nicht ändern kannst.

Es wird dir aber auch um ein vielfaches leichter fallen, die Dinge zu verändern, die du verändern kannst – und zwar ohne Stress. 

Du wirst es einfach tun.

Denn Kontrolle loslassen heißt nicht, alles passieren zu lassen und umgebremst in den Bankrott zu rutschen. 

Ganz im Gegenteil. Es heißt nur, Dinge reibungslos zu regeln – ohne die Stimme in deinem Kopf, die alles schnell zu einem Drama werden lässt.

Laufe bei Olympia, als wäre es nicht Olympia

Neulich hab ich mal ein sehr spannendes Interview mit einem Sportspychologen gesehen.

Der meinte, in dem Moment, in dem die Athleten in einem großen Wettkampf mit dem Kopf alles richtig machen wollen, haben sie schon fast verloren.

“Laufe bei Olympia, als wäre es nicht Olympia.”

In dem Moment, wo der Athlet den Kopf ausschalten und voll drauf vertrauen, dass sie schon genau das richtige tun werden, wird die Performance direkt besser.

Sie praktizieren Hingabe an den Moment und ihren Sport. Manche Sportler berichten sogar davon, dass sie sich erst wieder bewusst an dem Moment erinnern können, an dem sie die Ziellinie überquert haben.

Der Wunsch nach Kontrolle ist sehr ehrenwert, immerhin meinen wir es ja nur gut mit uns.

Gleichzeitig schneiden wir uns so ganz massiv von einer erheblichen Ressource ab, die weitaus mächtiger ist, als unser kleiner, persönlicher Verstand.

Wo du Intuition findest

Hinter deinen “persönlichen Gedanken” gibt es noch eine weitere Form von Gedanken.

Man könnte sie als intuitive Gedanken beschreiben.

Immer dann, wenn wir an den lautstarken, persönlichen Gedanken vorbeihören und uns darauf fokussieren, bekommen wir gute Informationen.

Immer dann, wenn wir den persönlichen Gedanken glauben, haben wir dein Eindruck, das Leben wäre schwer.

Alle Verantwortung läge bei uns. Wir wären die einzigen, die dafür zu sorgen haben, dass wir glücklich sein können.

“Wenn wir dieser harten Aufgabe nicht nachkommen, dann wird das im Desaster enden.” 

Sich dem Leben hinzugeben heißt darauf zu vertrauen, dass alles gut so ist, wie es ist. 

Hingabe an deine innere Führung

Hingabe und deine innere Führung

Jetzt kommt ein Thema, bei dem alle Kontrollfreaks unter euch direkt an die Decke gehen werden.

Was wäre, wenn du einfach einmal den Impulsen folgst, die so kommen?

… wenn du dich dem Leben so voll hingibst?

Was du bemerken wirst ist, dass diese Impulse schon immer da waren. 

Nur sprechen sie meistens sehr leise. Sie werden übertönt von der Lautstärke unserer persönlichen Gedanken darüber, was wir jetzt unbedingt tun müssen, sollten, können.

Doch je mehr du diese Gedanken mal Gedanken sein lässt und in den Moment eintauchst, desto mehr wirst du von dieser Stimme hören. 

Es wird schon ein Impuls von innen kommen, wenn du horchst. Diesem Impuls gehst du dann nach. 

Und ja, höchstwahrscheinlich wird dein persönlicher Verstand anfangen, da eine Menge zu zu sagen. Das ist ok und zu erwarten.

  • “Du kannst doch nicht einfach alles wegschmeißen und aufgeben, was du bis jetzt aufgebaut hast und nur noch irgendwelchen Hirngespinsten folgen.”
  • “Bleib mal realistisch. Bisher bist du doch auch so ganz gut durch das Leben gekommen.”

Dein Verstand, diese kleine Nervensäge

Der kleine Haken dabei, durch den Verstand zu leben ist, dass er denen Blick auf die “Realität” brutal einschränkt. Darüber hinaus sind deine Gedanken oft nicht ganz so schön, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Er ist voller Verurteilungen, Zweifel und Ängsten. Er ist voll von Stimmen, die dein Scheitern prophezeien und dir bunte Bilder davon malen, was alles so schiefgehen könnte. 

Wenn du dein Leben nur durch deine Gedanken wahrnimmst, dann ist das nicht allzu angenehm. 

Es ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Realität. Selbst wenn dein Verstand gerade sogenannte positive Gedanken denkt, ist auch das nur eine große Illusion.

Hingabe an das Leben bedeutet, präsent zu sein und hinter die Gedanken zu gucken. Mehr mit dem identifiziert zu sein, was die Gedanken wahrnimmt. Dein Bewusstsein. 

Wenn wir die Welt nur durch die Gedanken wahrnehmen passiert folgendes:Vieles, von dem du dachtest, es wird auf jeden Fall eintreten, wird nicht eintreten – und umgekehrt.

Wir sind selten im Moment, sondern in unseren Gedanken in der Zukunft oder der Vergangenheit. So verpassen wir die Schönheit unseres Lebens, weil wir niemals “da” sind. 

Hingabe heißt mit Leichtigkeit leben

Hingabe und Leichtigkeit

Ich kann dir nur von mir sagen, dass ich leichter und entspannter lebe, seitdem ich mehr im Moment bin und die Gedanken eben sein lasse, was sie sind: Töne in meinem Kopf die jeden Tag eine ganze Menge erzählen.

Wahr sein muss davon noch lange nichts und auch glauben muss ich all das nicht. Es gibt sicherlich ein paar gute Einsatzgebiete von deinem persönlichen Denken.

Mir kommt da die Steuererklärung in den Sinn, oder die Einkaufsliste.

Bei vielen anderen Sachen gibt es andere Berater, die uns viel besser zur Seite stehen.

Also, gib dir einen Ruck. 

  • Lasse den Wunsch nach Kontrolle los. 
  • Blicke hinter das Gedankenchaos in deinem Kopf. 
  • Tauch in diesem Moment ein, lasse den Flow zu. 
  • Werde präsent und schaue, was dieser Moment für dich zu bieten hat. Hier findet du den Flow.

Dein Leben mit Hingabe zu leben heißt, dich diesem Moment hinzugeben – cool mit allen Gefühlen und Gedanken zu sein und zu wissen, dass du genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist. 

Was macht glücklich

Die Frage “Was macht glücklich?” ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. 

Von chinesischen Philosophien über die alten Griechen haben sich Menschen darüber den Kopf zerbrochen, was ein glückliches Leben ausmachen könnte.

Am Ende muss diese Frage wohl jeder für sich beantworten.

Trotzdem gibt es eine Menge guter Tipps und noch viel mehr handfeste Forschungsergebnisse, die uns bei unserer Suche unterstützen.

In diesem Artikel teile ich mit dir die 17 besten Übungen, um direkt glücklicher leben zu können.

All diese Wege zum Glück habe ich selbst ausprobiert und in mein Leben integriert. Sie sind sofort auch für dich anwendbar.

Klingt das gut?

Dann lass uns zusammen loslegen.

1. Seine Gedanken nicht so ernst nehmen

Was macht glücklich - Gedanken

Ist dir das auch schon einmal aufgefallen? 

Wir fühlen uns nie einfach so unglücklich.

Wir haben vorher immer unglücklich-machende Gedanken gedacht.

Ob wir das bewusst oder unbewusst getan haben, steht adabei uf einem anderen Blatt Papier.

Aber wir haben es getan.

Jetzt lautet die Frage: Wieso denken wir denn solche Gedanken, wenn sie nicht glücklich leben lassen?

Die Antwort: Weil wir die Gedanken nur ganz bedingt steuern können.

Wenn das so ist, dann müssen wir unseren Gedanken aber auch nicht mehr alles glauben, was sie uns erzählen. 

Denn das sind sowieso oftmals nicht allzu erfrischende Geschichten:

  • “Na, ob du das schaffen kannst? Ich weiß ja nicht…”
  • “Der interessante Mensch am anderen Ende des Raumes wird dir bestimmt direkt einen Korb geben!”
  • “Ich weiß auch nicht, wie ich das alles schaffen soll…”

Doch auch wenn wir nicht 24/7 beeinflussen können, ob und was wir denken, so können wir doch erkennen, dass diese Stimme da nicht unsere Stimme ist.

Glückliche Menschen erkennen: Sie ist vielmehr eine Stimme, die wir beobachten können, aber der wir nicht alles glauben müssen.

Hier liegt meiner Meinung nach der größte Schlüssel um langfristigem Glück finden zu können. 

Dieser Stimme nicht mehr so aufmerksam zuzuhören, sondern sie einfach mal plappern lassen und mehr im Hier und Jetzt zu leben.

2. Leben im Hier und Jetzt

Die Weisen sagen es schon seit Jahrtausenden: Lebe im Hier und Jetzt.

Und wir? Sind in Gedanken ständig in der Zukunft (wir machen uns also Sorgen) oder in der Vergangenheit (wir bereuen und was wir getan haben).

Der einzige Ort, an dem du glücklich leben kannst, ist das Hier und Jetzt. Ganz logisch, denn es gibt nur diesen Moment.

Zukunft und Vergangenheit existieren nur in deinen Gedanken. Sie können niemals real sein. 

Trotzdem machen uns Gedanken daran unglücklich.

Die Lösung: Widme mehr deiner Aufmerksamkeit dem präsenten Moment.

  • Wenn du gehst, dann gehe (und lese nicht dabei auf dem Handy).
  • Wenn du duschst, dann dusche (und denke nicht an die Arbeit).
  • Wenn du das Geschirr spülst, gib dem Prozess 100% deiner Aufmerksamkeit.

So lebst du im Moment. Du wirst merken, dass du schnell wieder in deine Gedanken abdriftest. 

Das ist ok. 

Bemerke das und kehre ganz ruhig mit dieser Aufmerksamkeit wieder in den jetzigen Moment zurück. 

3. Lasse all deine Erwartungen los

Das Interessante dabei: Der Moment ist immer so, wie er ist.

Erst mit unseren Gedanken (also mentalen Bewertungen) machen wir ihn zu dem, was er für uns ist.

  • “Wieso kann er nie pünktlich zum Abendessen zu Hause sein?”
  • “Wie muss es heute schon wieder so kalt draußen sein?
  • “Ich will, dass mich mehr nette Frauen ansprechen…”

Immer dann, wenn unsere Erwartungshaltung und der Moment nicht zusammen passen, fühlen wir uns unglücklich.

Diese Erwartungen loszulassen macht dich glücklich.

Irgendwie scheinen unsere Gedanken ganz klare Regeln dafür zu haben, wann das Leben akzeptabel ist – und wann nicht.

Doch sein wir mal ehrlich: So richtig lässt sich der Moment selten kontrollieren.

Das Leben bietet uns immer mal wieder Zitronen an und verkauft sie als süß. 

Doch anstatt zu zappeln und zu zätern, akzeptiere den jetzigen Moment doch einfach so, wie er ist.

Denn er ist sowieso so, wie er gerade ist. In diesem Moment.

Da hilft auch alles mentale sich-sträuben nicht. Die einzige Person, die du damit unglücklich machst, bist du.

Akzeptieren heißt übrigens nicht, dass alles für die nächsten 20 Jahre genauso bleiben wird. 

Es geht nur um diesem Moment.

Wenn wir widerstandslos den Moment immer so nehmen könnten, wie er ist, wären wir immer glücklich.

Simpel aber nicht leicht. 

4. Aktiv leben vs. passiv leben

Wenn wir uns in Bewegung setzen und aktiv an unserem Glück arbeiten, dann führt alleine diese proaktive Lebenseinstellung dazu, dass wir ein glücklicheres Leben führen.

Denn aus einem präsenten, akzeptierenden Zustand lässt sich hervorragend handeln.

Mit einem Kopf voller Gedankenchaos eher nicht.

Wenn wir stattdessen darauf warten, dass der Lottogewinn oder unser Traumpartner auf einmal um die Ecke kommt und unser Leben in einer Sekunde in ein regelrechtes Glücksfeuerwerk verwandelt, dann werden wir lange warten können.

Denn außer uns ärgern tun wir nichts produktives für unser Glück. 

Bringe daher mehr Präsenz zu allem, was du tust. 

In dieser Identifikation mit dem Tun (ohne dass die Stimme dort oben alles bewertet), liegen Flow, Kreativität und Leichtigkeit.

5. Was macht glücklich? Ein selbstbestimmtes Leben

Einer der wichtigsten Faktoren für ein glückliches Leben ist es, selbstbestimmt zu leben.

  • Immer dann, wenn wir selbst entscheiden können, womit wir unsere Zeit verbringen, führt das zu größerer Zufriedenheit.
  • Wenn wir selbst aussuchen können, wo wir leben wollen und mit welchen Menschen wir uns umgeben wollen, dann führt das zu mehr Glück.

De facto können wir kein selbstbestimmtes Leben führen, wenn wir nicht wissen, wie dieses Leben überhaupt aussehen soll.

Wir brauchen ein klareres Bild davon, was wir im Leben wollen – und dann noch den Mut, es auch in die Tat umzusetzen.

Frage dich daher: “Wenn Geld keine Rolle spielen würde und ich nicht scheitern könnte – was würde ich dann tun?”

Das heißt nicht, dass du morgen alles hinwerfen und deiner Passion folgen solltest. Aber sie zu kennen reicht manchmal schon aus, um den Stein ins rollen zu bringen.

Ehe du dich versiehst, findest du dich möglicherweise an deinem Ziel und einem selbstbestimmten Leben wieder.

6. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun

Die Grant Studie kommt zu dem Ergebnis: Das Wichtigste für ein glückliches Leben sind feste soziale Bindungen.

Dabei geht es nicht um die Bindung zu einem bestimmten Lebenspartner, “sondern eher um die grundsätzliche Beziehung zu anderen Menschen”, sagt Spiegel Online.

Auch Stefan Bergheim, Direktor des “Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt”, erklärt in einem Interview mit der Süddeutschen, dass “enge soziale Bindungen, also Partner, Verwandte oder Freunde, zu denen ein gutes Verhältnis besteht”, den größten Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat.

7. Vergleiche dich nicht mit anderen

Was macht glücklich - sich mit anderen verleichen

Was relativ offensichtlich ist, wird in Stefan Bergheim’s Interview mit der Süddeutschen noch einmal bestätigt: “Wir orientieren uns sehr stark an dem, was andere haben und tun und wie erfolgreich andere womöglich sind.”

Der direkteste Weg, ständig unter Spannung zu stehen ist es, sich mit anderen Menschen zu vergleichen.

Wenn wir ständig schauen, ob andere mehr haben, dann müssen wir uns selbst immer als minderwertig ansehen.

Denn es wird immer jemanden geben, der mehr hat als wir.

Wenn wir lernen, uns mehr auf uns zu konzentrieren und dankbar dafür zu sein, was wir haben, dann führt das zu viel mehr Glück.

Außerdem: Hat nicht jeder von uns schon mindestens einmal die Erfahrung gemacht, dass wir jemanden komplett überschätzt haben?

Viele Menschen, vor allem auf Social Media, die wirken nur glücklich, aber sind es nicht. 

Zu erkennen, dass andere nicht wirklich fundamental glücklicher sind, als wir – sondern dass das zu 99% in unserem Kopf entsteht, bringt schon viel Erleichterung.

Glaube diesen Gedanken nicht alles. Erkenne sie für das, was sie sind: Eine Stimme, die dich gerade mit anderen vergleicht.

Wenn sich das für dich genauso schlecht anfühlt, wie sich das bei mir immer anfühlt – dann gib dieser Stimme doch für einen Moment mal weniger Aufmerksamkeit und schaue, was passiert.

8. Was macht glücklich? Mit Dankbarkeit leben

Anstatt dich zu vergleichen, sei happy dafür, was du gerade schon hast. 

Je öfters wir uns darauf besinnen, wie gut es uns geht, desto glücklicher sind wir.

Jetzt magst du denken: “Ja, aber ich fühle mich doch gar nicht wohl in meinem Leben.”

Doch jeder Mensch hat etwas, für das er dankbar sein kann.

Wir haben nur so lange nicht mehr hingeschaut, sodass uns all diese Dinge wie selbstverständlich vorkommen.

Doch wir können immer dankbar sein, dass wir in Frieden leben, dass die Sonne scheint, dass es regnet oder dass wir an uns arbeiten und uns besser verstehen wollen.

9. Verlasse deine Komfortzone – traue dich etwas Neues

Was macht glücklich - die Komfortzone verlassen

An den Punkten, an denen ich mich etwas Neues getraut habe, kam mehr Freiheit und somit auch Glück in mein Leben.

Als ich mit meiner persönlichen Entwicklung anfing, fing ich irgendwann auch an zu schreiben. Ich hatte 0 Plan vom Schreiben – aber lebe jetzt davon (Wer hätte das gedacht? Ich zumindest nicht. In diesem Zuge auch einen schönen Gruß an meinen ehemaligen Deutschlehrer).

… und auch wenn soetwas auch immer etwas mit Ängsten zu tun hat – sich diesen zu stellen wird sich langfristig immer lohnen. 

Denn in den meisten Fällen wirst du merken, dass alles gar nicht so schlimm ist, wie du es dir vorgestellt hast.

So verlierst du Schritt für Schritt die Angst vor dem Leben. Du traust dich mehr, erlebst mehr und erntest so eine Menge Lebensfreude.

10. Mache Pläne, doch halte sie nicht fest

“Pläne sind gut, Planen macht keinen Sinn.”

Es macht viel Sinn, sich zu überlegen, wo es in unserem Leben hingehen soll.

Doch gleichzeitig sind Pläne immer nur eine Momentaufnahme.

Sie zeigen, was du vor 2 Jahren oder 6 Monaten glaubest, das dich glücklich machen könnte.

Doch Umstände ändern sich und so auch Pläne. Das Leben hat manchmal etwas ganz anderes mit dir vor, als es dein Verstand wahr haben möchte.

Deshalb behalte deine Pläne im Hinterkopf. Als größeren Kompass. Aber fokussiere dich vor allem auf den Schritt, der vor dir liegt.

Gib ihm deine ganze Energie, anstatt mit 85% deiner Aufmerksamkeit bei deinen Plänen zu sein.

Gib dich dem Moment und somit dem Fluss des Lebens hin – denke weniger nach, sei mehr präsent.

Denn im Hier und Jetzt, mit 100% Fokus auf dein Tun liegt das Glück verborgen.

11. Wie wichtig sind Geld und Wohlstand wirklich?

Viele Menschen denken, viel Geld zu verdienen würde sie endgültig glücklich machen.

Diverse Studien haben jedoch bewiesen, dass ein höheres Gehalt nur bedingt mehr Lebensglück verspricht.

So fanden Wissenschaftler in einer Studie in den USA heraus, dass oberhalb eines Nettoeinkommens von umgerechnet ca. 60.000€ keine Steigerung im Lebensglück mehr festzustellen ist.

Also macht dich ein noch dickeres Auto oder eine gigantische Wohnung nicht noch glücklicher.

Bis zu diesem Punkt macht Geld dann doch glücklicher

Auf der anderen Seite konnte auch gezeigt werden, dass Geld vieles einfacher macht und eine materielle Basis doch dazu führt, dass wir glücklicher sind.

Das liegt vor allem daran, dass wir uns mit dem steigenden Wohlstand die Lebensumstände leisten können, in denen wir gerne leben möchten.

Außerdem ist mit mehr Geld die Chance höher, mit dem Geld die Freiheit zu erlangen, genau das tun zu können, was wir als sinnvoll erachten.

Auch hängt die Gesundheit mit dem Lebensglück auf der einen und natürlich auch mit dem Einkommen zusammen.

Also hat Geld Einfluss auf unser Glück, jedoch nur bis zu einem bestimmten Maße.

Ebenfalls wurde eindringlich das Verhalten und das Glücksempfinden von Lottogewinnern untersucht. 

Dabei ist herausgekommen, dass nur bis maximal einem halben Jahr nach dem Gewinn ein höheres Level festzustellen ist – danach scheint sogar die Gefahr zu drohen, unter das Ausgangslevel abzusinken.

12. Tue etwas, das dir sinnvoll erscheint

Was macht glücklich - etwas sinnvolles tun

Ein Lottogewinn kann langfristig ziemlich unglücklich machen.

Das liegt daran, dass die Gewinner auf einmal nicht mehr wissen, was sie sinnvolles mit ihrer Zeit anfangen sollen.

Doch ein wesentlicher Bestandteil eines glücklichen Leben ist es, etwas zu tun, was einem Freunde bereitet.

Noch wichtiger: Es sollte für dich ganz individuell als sinnvoll angesehen werden.

Um glücklich zu sein macht es also eine Menge Sinn, sich über seinen Lebensweg Gedanken zu machen.

  • Womit wollen wir unsere Zeit verbringen?
  • Erfüllt mich meine Tätigkeit mit Freude?
  • Sehe ich einen tieferen Sinn in dem, was ich tue?

13. Eine hohe Widerstandsfähigkeit macht glücklich

Resilienz oder “die psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.”

Wenn wir uns gute Methoden antrainiert haben, um mit Krisen und herausfordernden Situationen umzugehen, dann trägt das erheblich zu unserem Glücksempfinden vor.

Die Glücksforschung bestätigt ebenfalls: Äußere Umstände entscheiden nicht maßgeblich darüber, ob wir glücklich sind. 

Wir haben es selbst in der Hand.

Wir können an uns arbeiten und glücklich sein lernen.

Da haben wir es also: Persönlichkeitsentwicklung macht glücklich.

Selbstwertgefühl aufzubauen und an seinem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu arbeiten führt also zu einer höheren Lebenszufriedenheit.

Klar, wenn wir weniger Angst haben, uns mehr zutrauen und uns als wertvoll betrachten, dann können wir ein freieres und selbstbestimmteres Leben führen.

14. Fokussiere dich auf die richtigen Dinge

Heute ist ohne einen Zweifel bewiesen, dass wir die Welt um uns herum genauso erleben, wie wir sie erleben wollen.

Wenn wir uns darauf konzentrieren, glücklich sein zu wollen und positive und schöne Dinge zu sehen, dann werden wir die Welt auch so wahrnehmen.

Als einen Platz, der uns glücklich macht und in dem eine ganze Menge schöner Dinge passieren.

Unser Fokus entscheidet maßgeblich darüber, wie glücklich wir sind.

Auch wenn sich viele Menschen einen suboptimalen Fokus angewöhnt haben, haben wir doch jederzeit die Macht und Möglichkeit, ihn zu ändern.

In unserem Universum können niemals zwei Dinge gleichzeitig an einem Platz sein. Daher kannst du keinen negativen Fokus haben, wenn du einen positiven hast.

Du kannst also selbst entscheiden, wie du die Welt siehst.

15. Das kleine Land Bhutan mit seinem “Bruttoinlandsglück”

Es geht aber auch ganz anders, wie diese unglaubliche Dokumentation über das kleine Land Bhutan zeigt.

In Bhutan wurde nämlich vor einziger Zeit das “Bruttoinlandsglück” eingeführt.

Schau dir die Doku an (oder reise doch da mal hin).

Ich finde es immer sehr inspirierend, wenn Menschen unbeirrt neue und komplett andere Wege gehen.

16. Erkenne, dass du etwas für dein Glück tun kannst

Es gibt kaum etwas frustrierenderes als Unglücklich zu sein – und das Gefühl zu haben, nichts dagegen tun zu können.

Ich hoffe mit diesem Artikel kann ich dir dieses Gefühl ein wenig nehmen. 

Denn es macht glücklich zu spüren, dass du selbst etwas für dein Glück tun kannst.

Wenn wir davon überzeugt sind, dass wir selbst entscheiden können, wie wir uns fühlen – naja dann werden wir auch glücklich.

Diejenigen, die Glück zu sehr auf äußere Faktoren schieben, die sie nicht beeinflussen können, sind alleine wegen dieser Einstellung schon weniger glücklich. 

Sie haben ein ständiges Gefühl der Machtlosigkeit.

Fehlt uns diese Überzeugung, werden wir natürlich auch viel weniger bereit dazu sein, unsere Lebensumstände aktiv so zu gestalten, dass wir glücklich werden können.

Selbstoptimierung

Kennst du das auch? Du fühlst dich wie im Hamsterrad? Der Druck zur Selbstoptimierung scheint immens…

Super-unangenehm…. :(

Es fühlst sich so an, dass du dem Glück schon eine ganze Weile hinterher jagst, es aber nie so richtig packen kannst…

Glaubst du, du müsstest erst hart arbeiten, um das Leben dann genießen zu dürfen?

Falls das so ist, dann kann ich dich beruhigen. Denn in diesem Artikel werde ich dir zeigen, wie du auch ohne den ganzen überflüssigen Kram direkt zufrieden leben kannst.

Denn uns allen geht es um diesen einen Moment.

Dieser Moment, in dem alles OK ist. Dieser Moment, in dem wir keine Gedanken haben und voller Freude sind.

Dieser Moment, in dem wir eins mit der Welt sind ohne Zukunft und Vergangenheit. Dieser Moment, in dem wir zu Hause angekommen sind.

Viele Menschen meinen, er hinge mit Zielen im Außen und Selbstoptimierung zusammen: “Wenn ich erst … dann …”

Doch du kannst ständig in diesem schönen Zustand leben.

  • Hast du schonmal ein Handy gekauft und gedacht: “Jetzt wird alles besser?”
  • Schonmal jemanden bei der Hochzeit vor Glück weinen gesehen – und drei Jahre später wieder weinen – dieses Mal vor dem Familiengericht?
  • Wie oft rennen Menschen nach dem Erreichen eines Zieles direkt dem nächsten hinterher?

5.000€ pro Monat? Mist, ich fühl mich immer noch nicht sicher.

10.000€ ist das neue Ziel!

Ok, ok. Provokante Beispiele. Ich geb es zu. Doch leider treffen sie sehr ins Schwarze. 

Selbstoptimierung: Der Grund, wieso wir uns selbst optimieren wollen

Um das zu verstehen müssen wir zuerst die Frage klären: “Wieso wollen sich eigentlich so viele Menschen selbst optimieren?

Wir könnten doch auch einfach da bleiben, wo wir sind. 

Wieso Risiken, Mühen und Entbehrungen auf sich nehmen, um woanders zu sein (wo es hoffentlich dann besser ist), als wir gerade sind?

Was ist unsere wahre, tiefe Motivation dahinter? Das finden wir relativ einfach heraus – denn ganz am Ende gibt es immer nur eine Motivation (wenn man lange genug fragt).

Der Weg dorthin sind “Wieso-Fragen”.

Wieso möchtest du die Gehaltserhöhung?

>> Weil ich mir dann eine schönere Wohnung kaufen kann.

Wieso möchtest du eine größere Wohnung.

>> Weil ich dann eine größere Küche habe und das Wohnzimmer schöner einrichten kann.

Wieso möchtest du das?

>> Weil ich mich dann mehr zu Hause fühle.

Wieso möchtest du dich mehr zu Hause fühlen?

>> Weil ich mir dann vorstelle, innerlich ruhiger und zufriedener zu sein.

Ok, ich denke, du weißt worauf ich hinaus will.

Würden wir noch tiefer gehen, kämen wir immer bei sowas an wie: “Ich will, dass alles ok ist und ich mich wohl in meiner eigenen Haut fühlen kann.”

Du willst keine Selbstoptimierung, sondern …

Jetzt kommt der spannende Teil. 

  • Wir wollen uns niemals selbst optimieren, nur um uns selbst zu optimieren.
  • Wir beitreiben keine Selbstoptimierung, weil wir auf dem Weg persönlich wachsen.

…das sind höchstens schöne Begleiterscheinungen.

Der einzige Grund, wieso wir Ziele erreichen wollen ist, weil wir uns von ihnen ein Gefühl versprechen.

Genauer: Wir meinen in der Zukunft, wenn sich etwas verändert hat, fühlen wir uns anders (also besser).

All diese Gefühle könnte man ganz allgemein wohl alle mit glücklich-seinüberschreiben. 

Ist das nicht interessant? 

Wir rennen Selbstoptimerung und materiellen Zielen hinterher und haben dabei immer ein ganz anderes Ziel. 

Es geht uns also nie darum, das Ziel zu erreichen. Sondern darum, was wir uns für ein Gefühl davon versprechen.

Wieso setze ich mir nicht direkt das Ziel, glücklich zu sein – anstatt das Ziel, durch ein weiteres, in der Sache komplett unbedeutendes Ziel für mich, glücklich zu sein?

Wir alle Wissen, was wir eigentlich wollen

Das liegt daran, dass jeder Mensch irgendwo ganz tief in sich dieses Grundgefühl des “glücklich-seins-ohne-etwas-dafür-tun-zu-müssen” abgespeichert hat.

Kleiner Hinweis: Jeder kennt es, denn es ist die Essenz eines jeden Menschen.

Nur haben wir den Kontakt mit ihr verloren. 

Doch unbewusst ist der Wunsch danach noch da. 

Nur haben wir irgendwann einmal angefangen, dieses Gefühl mit mehr Selbstbewusstsein, einem besseren Job oder einer schicken Wohnung zu verknüpfen.

Doch auch wenn die Gefühle, die uns all diese Dinge geben, dem manchmal schon nahe kommen…

Es fühlt sich immer so an, als wenn das Glück nur noch eine Handbreit entfernt wäre – und diese Handbreit lässt sich scheinbar nie überwinden.

Deshalb muss dann der neue Partner, mehr Geld und eine größere Wohnung her. Wir gewöhnen uns an den neuen Umstand und müssen erkennen: “Mist, das was ich WIKRLICH wollte, habe ich nicht bekommen”.

Hinweis: Das konntest du auch nicht, denn es ist nicht im Außen zu finden.

So passiert es dann, dass viele Menschen ihr ganzes Leben Projekte verfolgen, Partnern, Lebensumständen und Geld hinterherlaufen – ohne jemals ihr wahres Ziel zu erreichen. 

Denn sie wissen nie, was sie da genau hinterherjagen – deshalb wählen sie die falschen Wege, um dort anzukommen.

Wann großes Leid entsteht

Richtig schlimm wird es, wenn wir unsere Identität an unsere Ziele knüpfen.

Dann passiert soetwas wie: “Ich bin nur etwas wert, wenn ich das Ziel auch erreiche und immer schön hart daran arbeite.”

Oder wir beziehen unsere Identität aus: Ich bin erfolgreicher Unternehmer.

Von da ab laufen wir auf Eierschalen um dieses Selbstbild aufrecht zu erhalten. 

Wenn jemand es angreift, dann fühlen wir uns existentiell bedroht und schlagen meistens zurück. Macht Sinn, immerhin meinen wir, wir müssten uns verteidigen.

Dabei sind es nur ein paar Gedanken, die wir über uns im Kopf haben und an die wir uns festklammern.

Den Wunsch nach Selbstoptimierung loslassen

Viele weise, erleuchtete Menschen lassen alle Ziele komplett los.

Denn dann sind sie dauerhaft dort angekommen, wo alle anderen durch diese Substitutionsziele so gerne ankommen wollen. 

Die sitzen dann 10 Jahre auf der Parkbank. Wenn du dem klassischen “Selbstoptimierer” sagst, er solle mal alle seine Ziele loslassen und einen Schritt tiefergehen, dann zieht direkt Panik auf.

  • Er klammert sich so an seinem Drang zur Selbstoptimierung fest, weil er ohne sie verloren wäre. 
  • Er wüsste ohne sie nicht, wie er überleben sollte, mal ganz hart ausgedrückt.

Also klammert er sich daran fest, im Wahn der Kontrolle. Er ist ein hoffender, der sich an den letzten Strohhalm klammert.

“Mir gehts zwar echt schlecht, aber in Zukunft wird bestimmt alles besser, wenn ich XYZ erreicht habe.”

Mööp, wird es nicht.

“Selbstoptimierung” und Anstrengung

Die Gesellschaft gibt uns ein bestimmtes Denkmuster vor. 

Zuerst musst du leiden und dich anstrengen – dann, später (wenn du die Rente erreicht hast), dann darfst du das Leben genießen und zufrieden sein.

Doch auch in kleinen Dingen greift dieses Denkmuster.

Neulich lief das Champions League Finale. Da war ich den ganzen Tag aufgeregt und voller Vorfreude.

Nichts gegen Vorfreude. Aber ich verpasste die einfache Schönheit des Tages und jedes Moments – weil mein Fokus auf die Zukunft gerichtet war. 

Wenn wir nicht aufpassen, hangeln wir uns so von Event zu Event.

Die Formel lautet: “Wenn ich… dann…”

Hier verschieben wir das Wohlbefinden, die Verzückung, die Freude, die Motivation, die Erfüllung immer wieder in die Zukunft.

Frei nach der Gleichung:

Leid + Harte Arbeit = Erfolg
Erfolg = Glück
Leid = Glück

Ich bin jetzt auch nicht der größte Mathematiker, aber das klingt selbst für mich nicht gerade sehr logisch.

Trotzdem folgen viele Menschen ihr ganzes Leben dieser Gleichung, um irgendwann einmal komplett mit sich im Reinen und zufrieden zu sein.

Doch möglicherweise kommen wir mit dieser Einstellung niemals dort an.

Es bleibt bei der Suche und dem Verlagern des Glücks in die Zukunft. Immerhin fühlt sich dann ja auch die Gegenwart ein wenig aushaltbarer an. 

Das klassische Mangeldenken

Wieso viele Menschen jetzt das Weite suchen ist folgender Denkfehler: “Ja, aber dann muss ich ja die ganze Zeit untätig herumsitzen und tue gar nichts mehr.”

Na, hast du auch schon Angst davor, ein wenig Kontrolle abzugeben :)

Dachte ich mir und kann ich gleichzeitig sehr gut verstehen. Doch heißt das nicht, dass du ab jetzt lethargisch auf einer Bank sitzen und 10 Stunden Enten beobachten sollst.

Seine Wünsche und Bedürfnisse zu unterdrücken führt genauso wenig dazu, glücklich und entspannt zu leben.

Wahre innere Freiheit bekommst du, wenn du erkennst, dass du alles tun kannst, aber nichts musst. 

Du kannst einfach immer glücklich sein. Egal was im Außen passiert, du spürst einfach, dass es an deinen Wohlbefinden nichts verändern wird – wenn du es nicht lässt.

Ziel erreicht oder nicht erreicht – beides gleich gut

Meiner Erfahrung nach “optimieren” wir un am einfachsten selbst, wenn wir voll cool damit sind, wenns klappt – aber auch voll cool damit sind, wenn nicht.

Wir geben alles, trotz des Wissen, dass es gar nicht so viel Einfluss auf unser Wohlbefinden hat, wie wir gerne meinen.

Dann können wir das Spiel des Lebens spielen, ohne dass sich der Eindruck breitmacht, jeder falsche Schritt würde uns in der Zukunft zum unglücklichseibar verdammen.

Außerdem: Wenn Selbstoptimierung und Zukunftsvisionen sowieso nichts über dein Glücklichsein entscheiden, wie wir uns alle einreden – dann kannst du auch endlich die Ziele loslassen, die sowieso nicht deine waren.

Keinen Bock auf den zwar gut bezahlten, aber furztrockenen Job beim Finanzamt?

Cool, mach was anderes. 

So kommt mehr Flow, mehr Leichtigkeit in unser Leben. Und wenn wir einmal nicht so performt haben, wie wir wollten – so what.

So ist das Leben. 

Erfahre zu diesem Thema mehr in meinem Podcast: Wie der Fluss des Lebens dich entspannt macht.

Lasse deine Geschichten jetzt los

Mir ist es auch vollkommen egal, was du so machst. 

Wichtig ist mir, dass du dich einmal hinterfragst, ob die Geschichte, die du dir immer wieder erzählst, wirklich wahr ist.

  • Ich meine, wie oft hat sie dich denn schon hängen gelassen? 
  • Wie oft hat das Handy, die neue Wohnung, der Urlaub nicht das gehalten, was du dir davon versprochen hast?

Vielleicht hast du sogar die Erfahrung gemacht, dass kleine Dinge dir echtes Wohlbefinden gegeben haben – und du so entspannt und happy warst, dass du es gar nicht mitbekommen hast.

Wir sind viel öfter zufrieden, als wir denken

Ich glaube nämlich, wir sind viel öfters vollkommen zufrieden, als wir denken. Nur wenn wir uns einreden, wir wären es nicht, kommt es uns so präsent vor, so real.

Dass wir aber vorher zwei Stunden komplett im Flow durch unser Leben geschwebt sind – naja, nicht der Rede wert.

Oder doch?

Unsere Wahrnehmung in Bezug auf Zufriedenheit, Flow und Glück ist extrem verzerrt. Wir nehmen es nur dann wahr, wenn es nicht da ist. Das ist ein wenig so, wie mit der Gesundheit.

Solange sie da ist, schenken wir ihr keine Beachtung.

Welche Geschichte erzählst du dir über das Glück?

Jeder Mensch hat andere Ziele. Das heißt im Grunde nichts anderes, als dass sich jeder Mensch eine bestimmte Geschichte darüber erzählt, welchen realen oder eingebildeten Dingen er gerne die Macht geben möchte, über sein Wohlbefinden und Lebensglück zu entscheiden.

Wo das Glück zu finden ist

In diesem Moment. Selbst wenn dein Unternehmen in drei Jahren die 250.000€ Umsatz geknackt hat – die Freude darüber kommt immer in diesem Moment. 

Nur halt in drei Jahren.

Es klingt so abgedroschen: Aber alles, was du dir jemals gewünscht hast, findest du in dir.

Und hier kommen viele Selbstoptimierer wieder ins stocken. Wie, in mir? Ich weiß doch ganz genau, wenn ich die Welt im Außen nur perfekt mache und alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, dann werde ich endlich glücklich sein.

Doch genau das ist eben nicht der Fall.

Solange du im Außen suchst, wird es immer etwas geben, was dein Wohlbefinden stört.

Die äußere Welt ist nicht perfekt und lässt sich nicht kontrollieren.

Wenn du erkennst, dass es nur eine Story ist, dass du nur mit Zielen glücklich sein kannst – und es auch ohne geht.

Und du gleichzeitig mit Flow und Leichtigkeit diese Ziele erreichen kannst. Ziele, die eine höhere Bedeutung haben – und nicht aus deinem Ego oder dem Ego anderer Menschen entstanden sind.

Selbstoptimierung und der präsente Moment

Es ist nichts falsch daran, sich selbst optimieren zu wollen oder sich Ziele zu setzen.

Es ist gut zu wissen, wo wir im Leben hinwollen. 

Wenn dich das jedoch aus dem präsenten Moment reißt, dann ist solch ein Denken absolut kontra-produktiv für innere Zufriedenheit.

“Ich bin noch nicht da, daher heißt es erstmal weiterleiden.”

Denke kurz darüber nach, wo du hinwillst, richte dann aber deine hauptsächliche Aufmerksamkeit auf das, was du gerade tust.

Tue es, um es zu tun – und nicht, um dadurch irgendwo anders hinzugelangen, wo es vermeintlich besser ist.

Denn diesen Ort gibt es nicht. 

Sei nicht mit 80% deines Denkens in Metakommentaren wie “Mach ich das jetzt richtig? Bringt mir das was? Kann ich das? Ist das gut genug?” verstrickt.

Ziele loslassen – Ziele erreichen

Je mehr uns selbst eingestehen, dass uns diese ganze Selbstoptimierung einfach nicht das bringen wird, was wir uns von ihr versprechen, desto freier werden wir – und desto leichter fällt uns auch, im Leben voran zu kommen.

Je mehr wir im Moment sind, desto mehr können wir das Leben jetzt schon genießen – und dann eben Ziele erreichen, oder eben nicht.

Du lässt die Bedingungen los, die dich davon abhalten, jetzt schon glücklich zu sein. 

Und bist es – ohne Ziele, oder mit Zielen.

Wie du den Zwang zur Selbstoptimierung loslässt

Deine Realität besteht aus Gedanken.

Bist du mit deinen Gedanken identifiziert und denkst, der Weg zum Glück wäre die Selbstoptimierung – dann hast du keine andere Wahl als das auch zu glauben.

Doch: Nur weil du den Gedanken denkst: “Ich muss dieses Ziel erreichen, damit ich glücklich sein kann” – muss der noch lange nicht wahr sein. 

Gedanken geben nicht die Realität wieder und die Gedanken sind auch nicht “du”.

Glaub deinen Gedanken nicht alles, was sie dir erzählen

Sie sind am Ende nicht viel mehr als relativ zufällige Stimmen in deinem Kopf. Oder weißt du jetzt, wo dein nächste Gedanke herkommen wird?

Vielleicht ist dir auch schon einmal aufgefallen, dass Gedanken sich wandeln. Sie kommen und sie gehen. Ständig und beständig. 

Deine Gedanken von gestern sind schon weitergezogen (außer natürlich, du machst dir die Mühe, kramst sie wieder hervor, und fühlst dich dann wieder schlecht – Die Kraft der Gedanken macht es möglich).

Wenn wir das einfach akzeptieren, dass wir Gedanken haben und ihnen nicht besonders viel Bedeutung und Aufmerksamkeit schenken, dann verbringen wir mehr und mehr Zeit in diesem Raum, in dem eben schon alles ok ist. 

Hier findet du das, was du dir von deiner Selbstoptimierung auf einer tiefen Ebene versprichst. 

Von innerer Getriebenheit zu innerer Ruhe

Denn wenn du dich rastlos und getrieben fühlst, dann geht das Gefühl nicht weg, wenn du im Außen etwas änderst. 

Es geht weg, wenn du aufhörst diesen ganzen “Wenn ich … dann …” Gedanken hinterherzurennen.

Je mehr wir das tun, desto mehr leben wir in dem stetigen Fluss des Moments.

  • Gedanken kommen, Gedanken gehen. 
  • Gefühle kommen, Gefühle gehen.

Du tust das, was du tust, präsent und mit der Intention, es einfach nur zu tun. Sobald wir etwas tun, um etwas anderes (in der Zukunft) davon zu bekommen, fängt das Leid und der Stress an. 

Komme einfach in den Fluss des Lebens

Sobald du etwas tust und dabei präsent bist – kommst du in den Fluss des Lebens. Dinge passieren mit Leichtigkeit, du tust automatisch das, was gut für dich ist.

Du bekommst Zugriff auf eine tiefere Intelligenz, die hinter deinen Gedanken ist. Ja, auch hinter den Gedanken die wir jetzt gerade sagen “Was soll das denn heißen?”

Hier liegt deine persönliche Freiheit, innere Zufriedenheit und Glück. Von hier aus entwickelst du dich mit Leichtigkeit, anstatt mit Anstrengung.

Von hier aus machst du, was gut für dich (und andere) ist, anstatt zu tun was jemand anders von dir erwartet. Dazu musst du dich nicht in deinen Gedanken entscheiden, es wird einfach passieren.

Emotionale Abhängigkeit

Mein Lieber, meine Liebe – heute möchte ich mit dir ein heikles Thema besprechen.

Eins, das mit viel Schmerz und Scham behaftet ist.

Ich freue mich wirklich sehr, dass du nun hier bist.

Da du nun auf dieser Seite gelandet bist, vermutest du bei dir vielleicht eine emotionale Abhängigkeit. Oder bei deinem Partner.

Ich nehme dich jetzt mit an die Hand und gehe das Thema von Adam und Eva mit dir durch.

Danach kannst du den Laptop zuklappen und gleich anfangen, an dir zu arbeiten.

Das Motto heute: Aus emotionaler Abhängigkeit befreien!

Klingt gut? Dann aber auf!

Heute lernen wir zusammen:

  • Was emotionale Abhängigkeit ist
  • Den Unterschied zwischen emotionaler und Co-Abhängigkeit
  • Typische Verhaltensweisen, Muster und Symptome emotionaler Abhängigkeit
  • Ob du emotional abhängig bist
  • Die Ursachen emotionaler Abhängigkeit
  • Wie du in eine emotionale Abhängigkeit geraten bist
  • Deine Befreiung aus der emotionaler Abhängigkeit

Was ist emotionale Abhängigkeit?

Emotionale Abhängigkeit ist ein Zustand, in dem einer der Partner seine Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse, Wünsche und Urteilsvermögen aufgibt, um den anderen zufrieden zu stellen.

Dabei glaubt dieser insgeheim, der andere sei für die Zufriedenstellung seiner Bedürfnisse (nach Liebe, Wertschätzung, Anerkennung, etc. ) verantwortlich.

Emotionale Abhängigkeit ist, im Gegensatz zur Co-Abhängigkeit, eine einseitige Form von Abhängigkeit.

So ist der emotional Abhängige süchtig nach der Liebe, Wertschätzung und Anerkennung des Partners und macht seinen persönlichen Wert vom anderen abhängig.

So wird er alles tun, um diesen zufriedenzustellen, um diese Liebe nicht zu verlieren.

Paradoxerweise verliert er seinen Partner meistens mit seiner emotionalen Abhängigkeit.

Ein Beispiel

Person [A] ist emotional abhängig von Person [B]. Wenn [A] etwas kocht, kann es nur gut sein, wenn es [B] schmeckt. Wenn [A] sich schön macht, kann sie in ihren Augen nur schön sein, wenn [B] sie so schön findet.

Person [B] fühlt sich nicht emotional abhängig von [A]. Person [B] sieht es als Dauer sogar als starke Belastung an und trennt sich womöglich von [A].

Empfindet Person [B] die emotionale Abhängigkeit von [A] nicht als belastend, unterstützt diese und bestätigt sich so selbst in seinem Wert, spricht man von Co-Abhängigkeit.

Emotionale Abhängigkeit =/= Co-Abhängigkeit

Da die Begriffe oft synonym verwendet werden, möchte ich dir die Begriffe an dieser Stelle voneinander abgrenzen.

Emotionale Abhängigkeit ist, wie im obigen Beispiel beschrieben, eine einseitige Abhängigkeit. Person [A] ist von Person [B] abhängig, aber nicht umgekehrt.

Co-Abhängigkeit ist (wie der Name schon sagt) eine gegenseitige Abhängigkeit, eine Interdependenz. Person [A] ist von Person [B] ist von Person [A] ist von Person [B] (und unendlich so weiter) abhängig.

Lass uns einmal einen Blick auf typische Verhaltensweisen, Muster und Symptome emotionaler Abhängigkeit werfen.

Typische Verhaltensweisen, Muster & Symptome emotionaler Abhängigkeit

Typische Symptome sind:

  • Klammern und Einengen
  • Vereinnahmung
  • Eifersucht und Kontrolle
  • Emotionale Erpressung und Silent Treatment
  • Besessenheit und innere Unruhe
  • Ständig wechselnde Partner, nie langes Single-Dasein
  • Soziale Isolation
  • Unselbstständigkeit

„Das ist alles schön und gut, aber wie erkenne ich jetzt konkret meine emotionale Abhängigkeit?“, denkst du vielleicht.

Hier findest du einen Test.

Test – Woran erkennst du deine emotionale Abhängigkeit?

  • Du bist süchtig nach Zuneigung
  • Du brauchst permanent Bestätigung
  • Du kannst schwer alleine Zeit verbringen – dies macht absolut keinen Sinn für dich (und macht dir womöglich sogar Angst)
  • Du benötigst viele Liebesbeweise
  • Du bist von deinem Partner besessen
  • Du möchtest genau kontrollieren, was dein Partner denkt und fühlt
  • Du vertraust deinem Partner nur schwer
  • Kritik von deinem Partner kannst du nur schwer ertragen
  • Du isolierst dich sozial
  • Du machst wenig ohne den „Segen“ deines Partners
  • Was er gut findet, findest du auch gut, auch, wenn es dir eigentlich nicht gefällt
  • Du BRAUCHST deinen Partner und KANNST nicht ohne ihn leben
  • Du hast panische Angst, deinen Partner zu verlieren
  • Du beklagst dich darüber, dass du deinen Partner mehr liebst als er dich
  • Dein Selbstwert hängt hauptsächlich von der Bewertung deines Partners ab
  • Manchmal fühlst du dich von deinem Partner emotional erpresst
  • Du kannst dir ein Leben ohne deinen Partner nicht vorstellen

Meine Liebe, mein Lieber – wenn du dich in mehr als 5 Punkten wiedererkennst und ein klares „JA, das trifft auf mich zu“, könntest du emotional abhängig sein.

Das ist total okay. Und es ist nicht deine Schuld.

Ich erkläre dir jetzt nämlich, wie sich diese emotionale Abhängigkeit entwickeln konnte.

Emotionale Abhängigkeit Alleine sein

Ursachen emotionaler Abhängigkeit

Die Kernursachen emotionaler Abhängigkeit sind Verlustängste, geringe Selbstliebe und ein geringes Selbstwertgefühl.

Du siehst dich selbst als wertlos an und brauchst deinen Partner, um dir einen Wert zu geben. Deswegen hältst du krampfhaft an seiner Liebe fest. Egal, ob sie dir guttut, oder nicht.

Du benötigst deinen Partner für deine eigene Bedürfniserfüllung. Beispielsweise findest du das T-Shirt an dir nur wirklich schön, wenn dein/e Partner/in es gut findet. Dein inneres Gefühl scheint niemals dasselbe Gewicht zu haben, als das deines Partners.

Du weißt nicht, wie du dich selbst liebst bzw. tust es nicht. Aus diesem Grund benötigst du eine weitere Person, um dies tun zu können.

Vielleicht wurdest du in deinen vorigen Beziehungen schlecht behandelt (bis sogar emotional missbraucht).

Vielleicht geschah dies auch in deiner Kindheit.

Womöglich hast du irgendwann in deinem Leben gelernt, dass du von alleine nicht liebenswert sein kannst. Und dass man dich verlässt, sobald du du selbst bist.

Ich weiß, wie sich dieser Schmerz anfühlt. Also fühl‘ dich erst einmal ganz fest gedrückt.

Aber mach dir keine Sorgen – der Schmerz ist das, was dich vorantreiben wird. Mit deinem Willen, diesen Schmerz loszulassen, wirst du dich aus deiner emotionalen Abhängigkeit befreien können.

Emotionale Bedürftigkeit =/= Emotionale Bedürfnisse

Liebe/r Leser/in, bitte verwechsle emotionale Bedürftigkeit nicht mit gesunden, emotionalen Bedürfnissen.

Unter gesunden, emotionale Bedürfnisse sind die natürlichen Bedürfnisse nach Liebe, Anerkennung, Gemeinschaft. An sich ist es in unserer Natur, diese zu benötigen. Ja, wir brauchen diese innig.

Der Unterschied liegt jedoch in der Herkunft der Bedürfniserfüllung.

Stell dir eine Linie vor. Auf der linken Seite steht „ausschließlich von außen“, auf der rechten Seite „ausschließlich von innen“.

Kannst du nur Liebe, Wertschätzung, Anerkennung, etc. von außen akzeptieren, als „echt“ und „valide“ ansehen, dann sprechen wir klar von emotionaler Bedürftigkeit.

Was heißt das denn jetzt?

Der Clou ist: du bist emotional unabhängig (oder emotional frei), wenn du die Liebe, Wertschätzung und Anerkennung theoretisch nicht bräuchtest, weil du dir diese selbst geben kannst.

Da wir aber Gemeinschaftswesen sind ist für uns ein gesundes Mittelmaß mit Tendenz zur emotionalen Freiheit angesagt.

Was ist gesund? Alles, was einem Mittelmaß zwischen Bedürfniserfüllung aus deinem Innern und einem kleineren Maß von außen geschieht, ist gesund.

Absolute, emotionale Abhängigkeit gibt es nämlich nicht. Sogar nicht, wenn wir alleine in einer Höhle leben. Auch da kann uns etwas Freude, oder Traurigkeit bereiten.

Was ist ungesund? Ungesund ist, wenn du auf das von außen angewiesen bist, um dich erfüllt zu fühlen. Dann bist du nämlich, genau, von der äußeren Bedürfniserfüllung abhängig.

Wie kommst du da raus?

Zunächst einmal musst du eines verstehen.

Du bist die einzige Person, die für dich verantwortlich ist.
Du bist für dein Glück verantwortlich.
Du kannst nur echte Liebe erfahren, wenn du dir selbst echte Liebe geben kannst.
Du kannst nur Liebe, Akzeptanz, Wertschätzung, Anerkennung geben, wenn du sie dir selbst geben kannst.
Du kannst nur wahrhaftig lieben, wenn du dich selbst lieben kannst.

Ich verstehe dich vollkommen, das sind erst einmal harte und radikale Worte. Ich verstehe auch vollkommen, wenn gerade die Panik in dir aufsteigt.

Das ist gut. Denn genau durch dieses drückende, ohnmächtige Gefühl führt dein Weg durch!

Möchtest du es endlich schaffen, den/die Richtigen zu finden?
Möchtest du nie wieder in deine alten Muster zurückfallen?
Möchtest du endlich glücklich und emotional frei sein?

Dann sag ein fettes JA zu dir!
Lerne, dich selbst zu lieben.
Und ich verrate dir jetzt, was du tun kannst.

Emotionale Abhängigkeit

Aus emotionaler Abhängigkeit befreien

  • Selbsterkenntnis – Erkenne deine emotionale Abhängigkeit. Gestehe sie dir ein. Damit hast du schon einmal einen riesigen Schritt getan. Viele emotional Abhängige sind sich dieser leider nicht bewusst. Dadurch geraten sie noch tiefer in die Abwärtsspirale. Da bist du schon einmal raus, check! : )
  • Nimm das Tempo raus – Da du in der Theorie weißt, wie du dich aus deiner emotionalen Abhängigkeit lösen kannst, wirst du am Anfang unglaublich motiviert sein. Das ist super! Mach dir allerdings bewusst, dass es sich aus dem Weg heraus mehr um einen Marathon als einen Sprint handelt. Du wirst viel Kraft, Konsequenz und Disziplin brauchen, um aus diesen Mustern herauszuwachsen. Mache stattdessen kleine Schritte. Setze praktische Tipps um.
    Dadurch, dass du immer wieder mit den unangenehmen Gefühlen konfrontiert sein wirst (tut mir Leid, da führt nur ein Weg durch) wirst du auch automatisch motiviert bleiben. Denn sind wir nicht dann am motiviersten, wenn wir den Schmerz loswerden wollen? Mehr zu dem Thema Motivation findest du hier.
  • Bewusste Entscheidungen – Triff eine bewusste Entscheidung, deine emotionale Abhängigkeit loszulassen und darauf hinzuarbeiten. Dann ist es eine beschlossene Sache, und du wirst nur noch auf diese Entscheidung zurückfallen.
  • Kleine Schritte – Gerade am Anfang deiner Reise kannst (und solltest du) mit kleinen Schritten beginnen. Beginne damit, nur Kleider anzuziehen, die DU gut findest, unabhängig von deinem Partner. Oder die Dinge zu essen, die DU magst. Oder dann zu lachen, wenn DU lachen möchtest.
  • Selbstliebe aufbauen – Finde heraus, was du an dir gut findest, und was weniger. In welchem Bereich liebst du dich bereits? Und ich welchem noch nicht? Setze dann genau dort an. Denn mit jedem Schritt, mit dem du auf dich selbst zugehst, gehst du einen aus der emotionalen Abhängigkeit heraus. Lerne also, die Liebe aus dem Inneren zu schöpfen.
  • Selbstwertgefühl stärken – Aktualisiere dein Selbstbild ein wenig, um auch tatsächlich auf Augenhöhe mit deinem Partner zu sein. Lies hier weiter darüber nach…
  • Beginne Selbstannahme – Beginne damit, JA zu dir zusagen. Zu deinen Wunden, deiner Vergangenheit, deinem Schmerz. Gestehe dir deine emotionale Abhängigkeit ein. Nimm allen Schmerz an und sage dir, es ist okay.
  • Dein Fokus – Beginne, den Fokus auf deine eigenen Gefühle zu lenken und die deines Partners loszulassen. Schaffe Bewusstsein für diese und höre ihnen zu. Bewerte sie am Anfang deiner Entwicklung noch nicht. Nimm sie einfach nur an.
  • Bewusste Selbstreflektion – Mit der Zeit wirst du eines feststellen: Manche Gefühle werden in manchen Situationen immer wieder vorkommen. Sie werden durch dieselbe Sache ausgelöst. Dies nennt man einen Trigger. Dieser Trigger kann ein Gedanke, ein Wort oder eine Bewegung deines Partners sein. Beginne, diese Gefühle auf ihre Echtheit zu hinterfragen. Stimmt das wirklich, was du gerade denkst? Oder hast du einen Gedanken einfach nur weitergesponnen?
  • Verbindung mit dir – Wenn das alles schon läuft, beginne, dich mit dir zu verbinden. Beginne, auf deinen Körper zu hören. Gib dir ein paar Minuten, in denen du einfach nichts tust und nur da bist. Lass die Dinge sein. Und beobachte einfach nur. Wenn du all dies tust und ein Gefühl für deine Muster bekommst, kannst du entsprechend handeln.
  • Die Kraft in bewussten Entscheidungen – Wenn du deine Muster langsam kennst und genau weißt,
    • wann du wie reagierst,
    • wodurch welcher Gedanke ausgelöst wird
    • dass gerade deine Angst spricht,

    handle entsprechend. Sage manchmal einfach nichts, wenn du einen Angstausbruch hast und lass die Gefühle sein. Oder sag deinem Partner, dass du gerade einen Angstmoment hast. Richte deine Wut gegen alles, nur nicht gegen deinen Partner. Das natürlich nur, wenn du dir deiner eigenen Gefühle bewusst bist und dein Partner nichts damit zu tun hat. Wichtig: teile dich mit. Rede mit deinem Partner. Dieser hat oft gar keine Ahnung, was da in dir vorgeht.

  • Durchkämme deine Vergangenheit – Finde den Ursprung deiner emotionalen Abhängigkeit. In welchen Situationen in deinem Leben wurdest du verlassen und verspürst heute noch diesen tiefen Schmerz? Wann hat man angefangen, dich abzuwerten? Wer? Und wann hast du damit begonnen?
  • Sei geduldig mit dir – Da du alte Ängste aufarbeiten musst, verstehst du sicherlich, dass dieser Prozess etwas Zeit benötigt. Lass dir Zeit. Sei gut zu und geduldig mit dir. Dieser Prozess braucht viel Zeit und Kraft. Es ist normal, wenn du dich manchmal fragst, warum in aller Welt du da durch musst und aufgeben möchtest.
  • Die Verbindung zwischen Verlustangst und emotionaler Abhängigkeit auflösen – da hinter emotionaler Abhängigkeit Verlustängste liegen, macht es ebenfalls Sinn, an deiner Verlustangst zu arbeiten. So unterstützt die Arbeit an deiner Verlustangst die Arbeit an deiner emotionalen Abhängigkeit. Wie das geht, kannst du hier nachlesen.
  • Hinterfrage deine Angst – Hinterfrage deine Glaubenssätze für jeden Lebensbereich. Wenn du verlassen wirst, bist du dann wirklich so finanziell abhängig? Oder verlierst du dann auch automatisch alle deine Freunde? Hast du weitere Ansprechpartner, wenn es dir einmal nicht gut geht? Wenn du diese Fragen mit 2x Nein und 1x Ja beantworten kannst, erinnere dich immer wieder daran. Bei 2x Ja und 1x Nein kommt jetzt der nächste Schritt.
  • Wenn alles von deinem Partner abhängt – Überlege dir konkrete Schritte, wie du dies ändern kannst. Wenn du dein gesamtes Leben um deinen Partner aufgebaut hast, ist es an der Zeit für dein Eigenes. Wie kannst du dir deine finanzielle Freiheit aufbauen? Wie kannst du dir einen eigenen Freundeskreis aufbauen? Wenn es wirklich zum Horror-Szenario kommt und du verlassen wirst, hast du ein Netz, das dich auffängt. Dadurch bist du schon ein großes Stück emotional unabhängiger. Das merkst du sofort, weil du dich im Inneren sicher fühlst.
  • Kümmere dich um deine Selbstverwirklichung – Um noch mehr an Unabhängigkeit dazuzugewinnen, kümmere dich um deine eigene Selbstverwirklichung. Welche sind deine Träume? Was wünschst du dir beruflich? Was wünschst du dir generell von deinem Leben? Setze dich damit auseinander. Überlege dir, wie du das erreichen kannst. Und lege dann los :)
  • Du To-Be – Stelle dir vor, welche Person du gerne sein würdest. Stelle dir vor, wie du handeln, fühlen, reagieren möchtest. Stelle dir vor, wie sich emotionale Unabhängigkeit für dich anfühlt. Am besten jeden Tag. Du fühlst praktisch heute schon, wie du dich in Zukunft zunehmend fühlen möchtest. Da dein Gehirn nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden kann, ziehst du dir deinen gewünschten Ist-Zustand somit Stück für Stück ins Jetzt.

Meine Liebe, mein Lieber – hab Vertrauen und glaube an dich. Du wirst es schaffen, dich aus deiner emotionalen Abhängigkeit zu befreien. Ja, es erfordert einiges an Disziplin, Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen. Nimm dir einen Therapeuten zu Hilfe, damit kannst du meistens schnellere Erfolge erzielen, wenn du dich damit wohlfühlst.

Fazit

Hier fasse ich noch einmal kurz für dich zusammen, was nun deine nächsten Schritte sind:

  1. Arbeite aktiv an deiner Verlustangst, deiner Selbstliebe und deinem Selbstwertgefühl
  2. Werde bewusster Umgang mit dir selbst (Physisch, sowie emotional)
  3. Schaffe mehr Unabhängigkeit in deinem Alltag
  4. Manifestiere deine emotionale Unabhängigkeit

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute! Wenn du Fragen hast, schreib mich sehr gerne an – ich freue mich auf deine Nachricht.

Wahres Ich

Wenn man “wahres Ich” googelt, kommen irgendwelche komischen Testseiten dabei heraus. Doch aus irgendwelchen Gründen, bist du nicht dort, sondern auf meiner Seite gelandet.

Darüber freue ich mich.

Vielleicht hast du auch auf diese Seite geklickt um herauszufinden, wie deine Persönlichkeit ist.

Möchtest du erfahren:

  • Ob du extro- oder introveriert bist?
  • Schüchtern oder offen?
  • Oder was du wirklich im Leben tun willst, wofür du hier bist?

Alle diese Fragen werde ich dir auf dieser Seite beantworten. Gleichzeitig hoffe ich auch, dass du Lust hast, das ganze Thema ein wenig tiefer zu beleuchten.

Denn in diesem Artikel zeige ich dir, wieso du tief in dir immer vollkommen in Ordnung bist, dich stets sicher fühlst und einen positiven, liebevollen Blick auf dich, andere Menschen und die Welt hast.

Außerdem zeige ich dir, wieso so wenig Menschen überhaupt von diesen Ort aus leben (und was du tun kannst, um nicht in die gleiche Falle zu tappen und so mehr Freiheit in dein Leben zu holen).

Denn je genauer wir erkennen können, was unser wahres Ich ist, desto glücklicher werden wir und desto mehr können wir das Leben entspannt, ohne Stress und im Fluss genießen.


Wieso dein wahres Ich erkennen zu mehr Harmonie im Leben führt

Je mehr wir das, was im Leben passiert, auf “uns” beziehen, desto relevanter erscheint es uns – und desto mehr Angst und Unsicherheit müssen wir dem Leben gegenüber spüren.

Je mehr wir erkennen, dass “wir” gar nicht so viel mit dem zu tun haben, was uns momentan im Leben zu belasten scheint, desto freier werden wir.

Und vielleicht erkennen wir dann bald gemeinsam, dass wir alle viel mächter sind, als wir es uns jemals zu träumen gewagt hätten :)

Aber eins nach dem anderen. Am Ende des Artikels wirst du viel genauer verstehen, wie das gemeint ist und wie du das auf dein ganz persönliches Leben anwenden kannst.

Also, lass uns loslegen.

Wieso ich wissen sollte, wer oder was ich bin

wahres Ich - wer bin ich

Ja, wie finde ich also mein wahres Ich?

Ich finde es immer sehr spannend wenn ich die ersten Gespräche mit einem neuen Coachee habe.

Natürlich erzählt er oder sie erst einmal eine Menge von “sich”.

Das ist Voraussetzung für ein Coaching und genau richtig.

Doch manchmal muss ich ein wenig schmunzeln, denn ich weiß schon, welche Frage ich als nächstes stellen werde:

“Du hast jetzt sehr viel von dir gesprochen, aber wer ist denn eigentlich dieses ich?”

Viele Coachees kommen dann ein wenig ins Grübeln. “Ja, richtig. Wer bin ich eigentlich? Oh, das weiß ich gar nicht so genau.”

Kein Wunder, kaum jemand weiß es auf einer tiefen Ebene und trotzdem ist unser am häufig benutzten Wörter alles, was mit “ich” zu tun hat. “Mein, meins, mich, mir, …”

Manchmal kommen dann so Antworten wie:

“Naja, ich bin meine Gedanken”

oder

“Ich bin eine Mischung aus meinen Gedanken, Erinnerungen, meinem Körper und Gefühlen.”

Wieso wir scheinbar vergessen haben, wer wir wirklich sind

Der Grund dafür, dass so viele Menschen ewig darüber nachgrübeln, wer sie wohl sein könnten ist genau der: Sie grübeln darüber nach und können es vor lauter Lärm im Kopf nicht erkennen.

Wenn wir stark mit unseren persönlichen Gedanken identifiziert sind, dann sehen wir nicht klar (auch wenn unsere Gedanken uns das verklickern wollen).

Wir haben jeden Tag abertausende Gedanken.

Gedanken über die Welt, über andere Menschen und über uns selbst.

“Ich bin gut in Mathe” ist ein Gedanke über dich, genauso wie “Ich glaube, ich muss mehr Muskeln haben, damit die Frauen auf mich abfahren” ein Gedanke darüber ist, wie die (Frauen-) Welt funktioniert.

Wahres Ich - Sinne

Vielen dieser Gedanken glauben wir unbesehen. Das liegt daran, dass wir sie so oft und schon so lange denken.

Dein wahres Ich findest du nicht durch Nachdenken

Dann kommt schnell der Eindruck auf, sie wären unsere Gedanken. Liegt auch nahe, denn zumindest scheint es so, als wäre das unsere innere Stimme dort oben. Immerhin hört es sich so an, als wäre sie innerhalb “unseres” Körpers.

Aus all diesen Gedanken formt sich mit der Zeit dein Bild von dir und der Welt.

An diesem Punkt tun sich zwei Fragen auf:

  • Wie akkurat ist dieses Bild von dir?
  • Wie fühlst du dich, wenn du all diesen Gedanken vollen Glauben schenkst?
  • Sie sind daher unser wahres Ich?

Stellen wir uns diese Fragen, dann müssen wir zwangsläufig erkennen:

Dieses Bild kann nicht sehr akkurat sein, denn es verändert sich mit der Zeit. Oder meintest du mit 12 Jahren, du wärst die gleiche Person wie du in deinem heutigen Alter bist?

Außerdem geht es vielen Menschen nicht allzu gut mit diesen Gedanken.

Denn ihr gedankliches Selbstbild ist oft eher negativ ausgeprägt.

Doch auch, wenn sich diese täglichen, unbewussten Gedanken über uns (und die Welt) nicht gerade zu mehr Wohlbefinden führen, halten wir an ihnen fest wie Donald Trump an dummen politischen Forderungen.

Wieso dein Selbstbild nicht real (und daher sehr oberflächlich) ist

Schauen wir genauer hin, dann erkennen wir: Das Bild, welches wir von uns selbst haben, ist nicht real.

Es ist zu 100% ausgedacht – schließlich besteht es aus Gedanken (Glaubenssätze, Erinnerungen, Bildern) – und diese Gedanken haben wir uns nicht bewusst ausgesucht.

Sie waren scheinbar “auf einmal” da, ohne dass wir da etwas zu getan haben.

Manchmal sind sie sogar da ohne dass wir wissen, dass sie da sind.

Für unser Alltagsbewusstsein macht es eine Menge Sinn, solch ein spezifisches Selbstbild zu konstruieren. Denn auch wenn es nicht immer das angenehmste ist – so lässt es uns doch ganz gut in der Welt zurechtkommen.

  • Wir kennen unseren Platz in der Gruppe, meistens ohne große Rangkämpfe ausfechten zu müssen.
  • Außerdem “wissen” wir, was wir uns zutrauen können, und was nicht.
  • Wir “wissen”, wieviel Geld wir “verdienen” und welchen beruflichen Herausforderungen wir gewachsen sind.

Doch das ändert am Ende nichts daran, dass es ausgedacht ist. Wir können es theoretisch jeden Moment ändern.

Es gibt Menschen, die machen eine prägende Referenzerfahrung in ihrem Leben und lassen in diesem Moment ihren Glauben, absolut schüchtern zu sein einfach losund sind ab dann nicht mehr schüchtern.

Bist du dieses Auto? Eine Entdeckungsreise zum wahren Ich

Lass uns damit beginnen zu erforschen, was du nicht bist.

Wenn ich dir ein Auto auf der Straße zeige und dich frage: “Bist du dieses Auto?”– dann würden wohl 99.999% aller Menschen mit “Nein” antworten.

Wenn ich die selbe Frage mit einem Blumentopf oder dem Bild an der Wand stellen würde, dann rechne ich mit einer ähnlichen Antwort.

Das ist einfach nachzuvollziehen und komplett logisch.

Immerhin befinden sich diese Objekte außerhalb von “uns” und wir sind scheinbar “hier drin” und schauen raus – und sehen da halt das Auto, den Blumentopf und das Bild an der Wand.

Außerdem haben wir keinerlei Kontrolle über diese Objekte, wir können nicht willentlich beeinflussen, was sie tun. Du kannst dem Bild nicht sagen: “Fall jetzt von der Wand”.

Ich meine, das kannst du schon. Nur wird es das nicht für dich tun.

Und wir wissen ja, wenn wir etwas wahrnehmen können, dann sind wir es nicht. Dazu braucht es einen Wahrnehmenden und etwas, das wahrgenommen werden kann.

1. Bist du dein Körper?

Die nächste Frage wäre: Bist du dein Körper? Hier wird es schon ein wenig interessanter.

Denn über den Körper haben wir ja eine gewisse Kontrolle (aber auch nicht zu 100%).

Wir können zwar bestimmen, jetzt unsere linke Hand zu heben aber nicht entscheiden, jetzt mal weniger zu schwitzen oder die Verdauung anzuhalten.

Auch fühlt es sich so an, als wenn “wir” im Körper (genauer im Kopf) sind und herausgucken.

Aber auch hier ist es so, dass wir den Körper wahrnehmen können, also können wir am Ende auch nicht dieser Körper sein.

2. Bist du deine Gedanken?

Lass uns einen Schritt weitergehen: Sind wir unsere Gedanken? Diese Frage haben wir weiter oben schon beleuchtet. Sie kommen uns in den meisten Fällen noch näher, intimer und “wir selbst” vor, als unser Körper.

Wir haben diese Stimme dort oben schon so oft gehört, sodass der Eindruck entstanden ist, es wäre unsere Stimme und auch unsere Gedanken.

  • Doch weißt du, was dein nächste Gedanke sein wird?
  • Kannst du deine Gedanken dauerhaft kontrollieren?

Hier ist es ein wenig wie mit dem Körper.

Du kannst jetzt “Hallo” in deinem Kopf denken aber nicht dauerhaft deine Gedanken kontrollieren. In einem unachtsamen Moment kommen die alten, negativen Gedanken doch wieder in unser Bewusstsein.

Also können wir auch nicht unsere Gedanken sein, weil niemand so genau weiß, welche Gedanken wann in unserer Wahrnehmung auftauchen (und wo die dann genau herkommen).

Außerdem können wir sie, genau wie das Auto, das Bild und unseren Körper ja wahrnehmen.

Wir halten fest: Wir sind nicht unsere Gedanken, wir haben sie oder nehmen sie höchstens wahr.

Wenn du mehr zu dem Thema “Umgang mit deinen Gedanken” erfahren willst, dann höre dir doch meine Podcastfolge zu dem Thema an.

Oder direkt hier im Player:

Was uns Träume über unser wahre Ich verraten

Ok, auf zum nächsten Schritt: Dem Schlaf. Es gibt traumlosen Schlaf und träumden Schlaf. In Traum ändert sich vieles. Du kannst “jemand anders” sein, an abgefahrenen Orten und mit Superkräften ausgestattet, die du sonst nicht hättest.

Doch auch hier wird nur das ausgetauscht, was du wahrnimmst.

Doch was ist im traumlosen Schlaf eigentlich los?

  • Wo bist du?
  • Wo ist die Welt?
  • Wo ist da noch etwas, das du wahrnehmen kannst.

Hier wird es interessant. Denn hier ist einfach nichts mehr da.

Es scheint keinerlei “Ich” mehr zu geben.

Vorher war immer etwas da, was du beobachten bzw. wahrnehmen kannst. Im traumlosen Schlaf ist das alles scheinbar komplett weg.

“Du” bist weg und komplett unbewusst.

Was im “Außen” vorgeht, falls es dann überhaupt noch ein Außen gibt, kannst du nicht wissen.

Vielleicht hört sich die Welt dann ja auf zu drehen.

Dein wahres Ich ist reines Bewusstsein

Zumindest können wir festhalten, “dich” gibt es im traumlosen Schlaf nicht mehr. Was ist hier anders? Wieso kannst “du” in all den anderen Fällen erkennen, was “innen” und was “außen” zu sein scheint und hier ist auf einmal alles weg?

Das liegt daran, dass hier dein Bewusstsein offenbar ausgeschaltet ist.

Was du wirklich bist ist Bewusstsein. Du bist das, was all das hier wahrnimmt. Du bist das Bewusstsein, in dem das Auto auftaucht und in genau dem gleichen Bewusstsein auch deine Gedanken, dein Körper und deine Gefühle auftauchen.

Sogar wenn du dich komplett innerlich ruhig und entspannt fühlst – es ist immer das Bewusstsein da, was diese Ruhe oder dieses “nichts” wahrnehmen kann.

Das einzige, was sich niemals verändert, ist das Wahrnehmende

Dein Bewusstsein ist immer da und es war auch schon immer da.

Es ist das gleiche Bewusstsein, dass mit vier Jahren die Schaufel im Sandkasten wahrgenommen hat, das jetzt auch jetzt deine Lebenserfahrung mit allem guten, schlechten und Erfolgen und Niederlagen wahrnimmt.

Das bist du. Das, was wahrnimmt. Deshalb bist du auch “weg”, wenn du im traumlosen Schlaf bist. Weil dann, zumindest subjektiv, nichts mehr da ist, was wahrnimmt.

Wie unser wahres Ich unser Leben leichter macht

Das ist es also, was du bist. Was können wir damit jetzt anfangen?

Gute Frage.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir nicht unsere Gedanken und unsere Gefühle sind.

Denn viele Menschen sind damit sehr stark identifiziert. Sie erkennen nicht, dass sie diese nur wahrnehmen. Stattdessen denken sie, Gedanken und Gefühle gäben die Realität komplett wieder.

Und wenn dann der Gedanke kommt, nicht gut genug zu sein, dann sind wir so lange wirklich nicht gut genug, bis wir diese Gedanken erkennen.

Dadurch entsteht sehr viel Leid. Denn wir meinen, diese Gedanken wäre wahr und hätten ganz viel mit unserem Leben und unserem Wohlbefinden zu tun.

Doch je mehr wir erkennen, dass wir die Gedanken und Gefühle nur wahrnehmen und sie gar nicht so viel über die Realität aussagen, wir wir das meinen, erlangen wir große Freiheit im Leben.

  • Auf einmal sind die Dinge nicht mehr gefährlich, sondern wir erkennen dass unsere Gedanken sie gefährlich machen.
  • Dann ist ein Gefühl, dass wir jahrelang gemieden haben oder unter dem wir lange leiden mussten, nur noch ein Gefühl dass wir wahrnehmen (und was mit unseren fundamentalen Wohlbefinden rein gar nichts zu tun hat).

Wenn wir erkennen, dass Probleme eigentlich keine Probleme sind – sondern nur Gedanken über eine Situation, der wir eine Menge Glauben schenken – dann sind wir immer weniger gestresst.

Hier findest du dein wahres Ich.

Durch Achtsamkeit dein wahres Ich erkennen

Zu diesem Ort kannst du dich leider nicht hindenken.

Du kannst dich nur hin-erfahren.

Sei achtsam, sei präsent und so oft im Hier und Jetzt, wie du kannst. Komme auch noch einige Male zu diesem Artikel zurück und lies ihn nochmal.

Lies ihn vielleicht auch mal mehr mit dem Gefühl als mit dem Verstand.

Je achtsamer du bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die ganze Freiheit in dein Leben kommt, die die Erkenntnis deines wahren Ichs mit sich bringt.

Aber eine Garantie gibt es nicht. Das ist frustrierend und gleichzeitig so richtig spannend. Denn es erwartet dich eine unendliche Tiefe in dir, die du neugierig erforschen darfst.

So lernst du jeden Tag etwas über dich und erkennst dich auf einer tieferen Ebene.

Zum Glück war das alles nur ein Traum

Irgendwann ist das dann ungefähr so, als wenn du aus einem Traum aufwachst und erkennst “Mensch, zum Glück hab ich das nur geträumt”.

Ich meine im Traum kommt uns der Traum ja auch sehr real vor. Wir haben Angst, laufen Weg oder machen interessante Erfahrungen.

Doch in dem Moment, in dem wir aufwachen, scheint das alles irrelevant zu sein. Von einer Sekunde auf die nächste. Ist das nicht spannend? Was wäre, wenn diese “wache” Realität sich am Ende doch nur als ein weiterer Traum entpuppen würde?

Das der Traum aus Gedanken und Gefühlen besteht, mit denen wir stark identifiziert sind, anstatt sie zu beobachten?

Innere Zufriedenheit

Viele Menschen verschieben ihr Glück und ihre innere Zufriedenheit in die Zukunft.

Wenn ich:

  • endlich selbstbewusster bin…
  • wenn ich meinen Traumjob gefunden habe…
  • wenn ich 7,5kg abgenommen habe…

… daaaaann kann ich glücklich und zufrieden sein. Doch sicherlich hast auch du schon einmal die Erfarhrung gemacht, dass das Hoch nach dem Erreichen eines solchen Ziels reltiv schnell abklingt.

Die Unzufriedenheit kehrt zurück, wir können unsere neue Errungenschaft bald schon nicht mehr genießen und machen uns auf zum nächsten Ziel.

Und genau hier liegt der wahre Grund für mangelnde innere Zufriedenheit: Es liegt eben nicht daran, dass uns etwas fehlt.

Sondern vielmehr daran, dass wir fest davon überzeugt sind, dass erst (im Inneren oder im Außen) etwas anders sein muss, um zufrieden sein zu können.

Woher mangelnde innere Zufriedenheit wirklich kommt (nicht das, was du denkst)

Wir meinen, unsere momentane Lebenssituation, der Job, die Partnerschaft oder das mangelnde Selbstvertrauen wären an der mangelnden inneren Zufriedenheit Schuld.

Doch so sind wir in Gedanken ständig schon in der Zukunft und verpassen den einzigen Moment, in dem “echte” Zufriedenheit entsteht – dieser Moment.

Außerdem wird diese Hatz nach der Erfüllung im Außen dann ein Leben lang weitergehen.

Das ist eine endlose Spirale von mehr und mehr und mehr.

Wie oft reden wir uns ein “wenn ich noch 1.000€ mehr im Monat mache, dann ist es endlich soweit, dann lösen sich alle Probleme in Luft auf und ich bin endlich ok so, wie ich bin.”

Was für eine Illusion. Und trotzdem glauben wir sie immer wieder.

Doch wie oft wurdet du schon enttäuscht? Wie oft warst du überzeugt, die endgültige Lösung gefunden zu haben nur um nach kurzer Zeit innerlich an genau den gleichen Punkt zurückzukehren, von dem aus du gestartet bist?

  • Neuer Partner?
  • Neues Handy?
  • Neue Wohnung?
  • Neuer Job?
  • Neue Persönlichkeitsentwicklungsmethode?

Und mal unter uns: Jeder von uns kennt, durch die Medien oder persönlich mindestens einen Menschen, der scheinbar alles hat und dem es trotzdem miserabel geht (und der sich dann vor laufenden Kameras Skandale leistet und den Kopf rasiert).

Die Erkenntnis, die mir innere Zufriedenheit gebracht hat

Für mich gab es in meinem Leben eine absolut essentielle Erkenntnis: In genau dem Moment, in dem ich Widerstand gegen irgendetwas leiste, fängt das Leiden an.

Bin ich allerdings in der Lage, “einfach” alles so sein zu lassen, wie es ist (also Annahme praktiziere), dann wäre nichts ein Problem für mich – dann ist alles eben einfach so, wie es ist.

Immer dann, wenn ich irgendetwas in meinem Leben ändern will, vor allem mit dem Gedanken, dass es mir hinterher bestimmt besser geht – sitze ich einer fundamentalen Fehlannahme bezüglich dem Mechanismus der inneren Zufriedenheit auf.

Der große Trugschluss lautet: Wir meinen, Dinge im Außen wären in irgendeiner Art und Weise dafür verantwortlich, wie es uns geht.

Wieso innerer Widerstand immer Leid erzeugt

Diese Annahme führt dann dazu, dass wir innerlich Widerstand leisten gegen das, was gerade in diesem Moment ist.

Wir Menschen sind wahre Meister im Widerstand leisten. Gegen unsere Lebenssituation, gegen unsere Gedanken, Gefühle und gegen unser Verhalten.

Eigentlich gegen alles.

Als wäre das Leben ein “Work in Progress” – und es wäre unsere Aufgabe, es perfekt zu machen. Mit der Vorannahme: Erst wenn es perfekt ist, dann darf ich mir erlauben, innerlich zufrieden zu sein.

Allerdings auch nicht sehr lange, weil das nächste “Fix myself” Projekt wartet schon um die nächste Ecke.

Wenn wir genau hinsehen erkennen wir, dass dieser Widerstand, dieses “nicht-haben-wollen” das genaue Gegenteil von innerer Zufriedenheit ist.

Innere Zufriedenheit entsteht in dem Moment, in dem wir erkennen, dass Dinge nun einmal gerade so sind, wie sie sind – und dass das vollkommen OK so ist, wie es ist.

Innere Zufriedenheit entsteht daher genau dann, wenn wir mit allem cool undentspannt sind. Vor allem mit den Dingen, die wir so gerne an uns ändern würden.

Und ja, damit meine ich auch…

  • deine Angespanntheit mit anderen Menschen.
  • deine Angst vor zu Versagen.
  • deine Unsicherheit auf der Arbeit.

… gerade diese Dinge sind es, die zuerst liebevoll akzeptiert und angenommen werden wollen.

Wir überschätzen unsere Fähigkeit, die Welt zu beeinflussen

Ok, jetzt verrate ich dir einmal ein Geheimnis: In diesem Moment sind die Dinge sowieso so, wie sie sind.

Da bringt es nichts, auch noch unzufrieden darüber zu sein.

In dem Moment, in dem du Widerstand leistest, ist die Schüchternheit schon da und das Leben erscheint dir sowieso schon langweilig und ziellos.

Selbst mit Widerstand kannst du das in diesem Moment nicht mehr ändern, auch wenn dir das dein Ego natürlich verklickern will.

Du hast in dieser Sekunde keinen Einfluss mehr, auch wenn wir uns das nicht eingestehen wollen.

Zufriedenheit entsteht vor allem dann, wenn wir den Wunsch nach Kontrolle loslassen, der uns noch einigermaßen ein (natürlich sehr fragiles) Gefühl von Sicherheit gibt.

Viele Menschen haben tierische Angst, diese Kontrolle loszulassen.

Sie meinen, ihr Leben wird über ihnen vollends zusammenbrechen, wenn sie sich nicht mit Händen und Füßen gegen die Schrecklichkeit und die Gefahren dieser Welt wehren.

Klar, dass das unzufrieden macht. Wir können es nunmal nicht kontrollieren.

Denn wir haben viel weniger Kontrolle über die Gefühle, die wir bekommen und die Gedanken, die wir denken, als wir meinen (und auch über die Dinge, die uns passieren).

Trotzdem strampeln wir innerlich und äußerlich, sobald wieder einmal eines dieser fiesen Gefühle vorbeikommt.

Doch wie fühlt sich das an, sich ständig im Kampf zu befinden?

Ich glaube, einer der tiefsten Wünsche aller Menschen ist es, endlich ein Stück mehr loszulassen und sich diesem Fluss des Lebens mehr hinzugeben.

Die Welt ist sowieso, wie sie ist. Was wir uns wirklich wünschen ist die Fähigkeit, innerlich ruhig und zentriert zu sein in dem Wissen – “Alles wird gut.”

Ich würde sagen: “Alles ist gut, wenn wir ihm erlauben, gut zu sein.”

Dieses Gefühl verprechen wir uns übrigens auch heimlich davon, wenn wir meinen uns verändern zu müssen. “Wenn ich erstmal mehr Selbstbewusstsein habe, dann wird alles ok.”

Nope. Es ist schon alles ok und mit deinem Widerstand gegen diesen Moment (auch ohne Selbstbewusstsein) erzeugst du das, was du nicht haben willst.

Innere Zufriedenheit: Die Angst vor dem Leben loslassen

“If the only thing people learned was not to be afraid of their experience, that alone would change the world.”

~ Sydney Banks

Das ist so wahr. Wir haben nämlich keine Angst vor der Welt, sondern davor, wie wir meinen, dass sie uns fühlen lassen könnte.

Wir haben Angst, dass wir eine Erfahrung machen könnten, gegen die wir dann Widerstand leisten müssten.

Daher ist der Ausweg zu lernen, keinen Widerstand mehr gegen keine Erfahrung zu erzeugen (übrigens, solltest du doch Widerstand leisten, lasse den Wunsch los, daran etwas zu verändern).

Wenn den Versuch der Kontrolle über unsere Erfahrungen loslassen und den Fluss des Lebens einfach passieren lassen, werden wir frei.

Dann ist auf einmal alles ok. Wir sind innerlich zufrieden. Im Grunde hat sich nichts geändert, außer unsere Sicht.

Wenn wir erkennen, dass der Fluss des Lebens immer da ist und wir mit ihm fließen können, entsteht innere Gelassenheit und Zufriedenheit.

Und während wir früher geschrien und gestrampelt haben und alles unternommen haben, um zu kontrollieren – tun wir jetzt genau das Gegenteil.

Wir lassen immer mehr Bewertungen, Abneigungen und Kontrollzwang los und geben uns dem Fluss der Dinge hin. Denn wenn wir mal ehrlich sind: Wieviel Einfluss haben wir wirklich auf die Dinge?

Wir können strampeln und schreien, soviel wir wollen. An dem Lauf der Dinge wird das wie gesagt sowieso nichts ändern. Also können wir uns auch direkt hingeben.

Innere Zufriedenheit und deine Gedanken

Vielleicht “denkst” du beim Lesen dieser Zeilen jetzt: “Ja, du hast gut reden. Aber bei mir gibt es wirklich Charaktereingeschaften, die nicht akzeptabel sind, die will bzw. muss ich wegbekommen.”

I get you, I get you. Solche Gedanken kenne ich nur zu gut.

Hierzu möchte ich zwei prägende Erkenntnisse mit dir teilen: Zum einen heißt wahre Akzeptanz nicht, dass du aktiv daran arbeiten sollst, alles von dir als negativ wahrgenommene dein ganzen Leben lang zu hegen und zu pflegen wie ein geliebte Topfpflanze.

Es geht immerausschließlich um den Moment – denn es gibt streng genommen nichts, als genau diesen Moment.

Daher kannst du auch nur in diesem Moment zufrieden sein.

Zum zweiten: Das, was du unbedingt ändern willst, ist nicht in Stein gemeißelt. Klar, im Moment kommt es dir so vor.

Doch die Frage lautet: Kommt es dir so vor, weil es in jedem Fall so ist? Oder kommt es dir so vor, weil du denkst, es wäre so?

  • Woher weißt du mit 100%-iger Sicherheit, dass Schüchternheit etwas schlechtes ist?
  • Wer sagt dir, dass Angst zu haben total störend oder gar verboten ist?

Klar, aus der Gesellschaft, Erziehung, Werbung, Medien gibt es klare Tendenzen. Es wird uns versucht zu verklickern, dass es eine Reihe an Gefühlen gibt, die akzeptabel sind und wiederum andere, die es zu meiden gilt wie die Pest.

Doch der einzige Ort, an dem irgendetwas als “nicht gut” deklariert werden kann, ist dein Kopf.

Der wahre Schlüssel zu innerer Zufriedenheit

Daher ist das zweite Schlüsselelement für wahre innere Zufriedenheit: Zu erkennen, dass wir die einzigen sind, die bestimmte Gefühle, Gedanken oder Lebensumstände als inakzeptabel deklarieren – und daher auch die einzigen sind, die jederzeit ihre Meinung darüber ändern können.

Einfach so. Ohne jemanden zu fragen. Ohne sich rechtfertigen zu müssen.

Was wäre, wenn nicht das Gefühl an sich der “Übeltäter” wäre, sondern unsere Tendenz, etwas mit dem Gefühl machen zu müssen, weil wir es nicht akzeptieren können so, wie es ist.

In dem Moment, in dem du deinen Gedanken das glaubst, gehst du in den Widerstand. Der erste Schritt dort heraus ist es, präsent mit diesen Gedanken zu sein und zu erkennen, dass es eben “nur” Gedanken sind.

Es sind Töne in deinem Kopf, die sonstwo herkommen. Zumindest suchen wir uns nicht aktiv aus, was wir den ganzen Tag so denken – und trotzdem meinen wir, es wären “unsere” Gedanken und diese wären ganz furchtbar wichtig.

Innere Zufriedenheit entsteht im Moment

Innere Zufriedenheit heißt daher nichts anderes, als präsent in diesem Moment zu leben. Es heißt, mit dem, was gerade da ist, einfach zu sein, anstatt sich zu wünschen, dieser Moment wäre anders.

Schau, wir sind das präsente Bewusstsein im Fluss des Lebens. Erfahrungen, Gefühle, Gedanken, Menschen, Situationen sind in ständigem Wandel.

Bewusstsein ist unveränderbar. Das, was mit fünf Jahren dein Leben im Kindergarten oder im elterlichen Garten wahrgenommen hat, nimmt jetzt deine Angst vor dem Job oder deine Unzufriedenheit mit deiner Wohnung wahr.

Der Wahrnehmende ist gleich – das Wahrgenommene ändert sich.

In dem Moment, in dem wir den Schritt heraus aus der Identifikation mit unserer Erfahrungen machen und heraus aus dem Eindruck, wir hätten damit etwas zu tun (oder es wäre unsere Aufgabe, es zu verändern, kontrollieren, optimieren), kommt wahre innere Zufriedenheit in unser Leben.

Innere Akzeptanz gibt dir das, was du dir wünschst

Übrigens fallen uns dann Dinge wie “die Passion finden” oder “Selbstvertrauen” viel einfacher zu. Denn wir agieren dann nicht mehr von einer Position des Mangels, sondern aus Fülle.

Mit Widerstand erzeugen wir nicht nur Leid, sondern halten auch konsequent die Dinge fern von uns, die wir meinen haben zu wollen.

Tricky minds kommen jetzt auf die Idee.

Cool, dann habe ich mit Akzpetanz ja ein super Tool gefunden, um über diesen Umweg doch noch alles zu bekommen, was ich meine zu brauchen um happy zu sein.

Nope.

Ganz so leicht zu verarschen ist das Universum dann auch nicht. Erst wenn du präsent in diesem Moment spüren kannst, dass du nichts brauchst, damit du glücklich sein kannst, öffnet sich dieser Raum für dich. Dann aber ohne Aufwand und ohne gefakte Selbstakzeptanz.

Lass uns diesen Umweg zum Glück von jetzt an auslassen und den direkten Weg nehmen. Der direkte Weg ist zu erkennen, dass du in diesem Moment alles hast, um ok zu sein.

Das du nichts brauchst. Keine andere Menschen, keine materiellen Güter und auch keine Anerkennung und Sicherheit.

Selbstakzeptanz heißt, den Moment zu akzeptieren. Um den Moment zu akzeptieren müssen wir präsent und bewusst sein.

Diese Präsenz bringt uns dann Verbindung mit dem Fluss des Lebens. Wir erkennen, dass der Fluss immer weiterzieht. Emotionen, Menschen, Gefühle, Erfahrungen kommen und gehen.

Das, was bleibt, sind wir. Schauen wir von diesem bewussten Punkt aus auf die Welt, sind wir frei.

Ex zurück

Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn eine Partnerschaft auseinander geht, dann hat das einen Grund.

Das kann ich dir aus Erfahrung sagen. Ich war mit knapp 20 lange Jahre mit einer Frau zusammen, die vier Jahre älter war als ich.

Und obwohl ich viel von ihr gelernt habe, wir verliebt waren und eine wunderbare Zeit hatten, nagte doch immer wieder der Wunsch an mir, mich auszuprobieren.

Ich wollte andere Frauen kennenlernen, mich frei fühlen und meinen Spaß haben.

Ohne schlechtes Gewissen wenn ich wieder um 6 Uhr morgens mit nem ganz guten Pegel zu ihr unter die Bettdecke kroch und sie in einer halben Stunde zur ihrer Schicht im Krankenhaus musste.

Ich habe in den vier Jahren zwar niemals etwas “illegales” getan (nagut, einmal kurz geknutscht, es direkt bereut und ihr erzählt).

Trotzdem fühlte ich mich nicht frei und selbstbestimmt. Ich wollte ausbrechen und ich wollte die Welt jenseits einer Beziehung entdecken.

Wieso ich mich getrennt habe

Also trennte ich mich nach langem Hadern von dieser Frau. Zuerst überkam mich ein unbeschreibliches Hochgefühl. Ich war frei. Ich konnte komplett tun und lassen, was ich will.

Keine Diskussionen über die Wochenendgestaltung und Zeitplanung. Kein schlechtes Gewissen wenn ich mich mit anderen, attraktiven Frauen unterhielt.

Ich genoß mein Leben, dachte nicht zu viel nach, ging viel mit Freunden raus, lernte eine Menge hübscher Frauen kennen und tobte mich aus.

Während sie die Zeit nutze, um mit der Trennung abzuschließen, lenkte ich mich schön ab.

Wenn der Trennungsschmerz zuschägt

Dann passierte es: Ich vermisste sie. Es überkam mich wie ein Hammer. Schlagartig wollte ich nichts mehr, als sie zurück in meinem Leben zu haben.

Ich war innerlich rastlos, fühlte mich einsam und traurig. Ich dachte, wenn wir wieder zusammenkommen, dann gehen diese Gefühle wieder weg und alles ist gut.

Also versuchte ich es. Ich schrieb ihr einen Brief und schenkte ihr eine Rose (was ich während unserer Beziehung nie gemacht habe, für sowas bin ich eigentlich nicht der Typ).

Und siehe da, sie zeigte Interesse. Irgendwie nahmen wir wieder Kontakt auf.

Ich machte mir Hoffnungen und stellte mir vor, wie schön es werden würde. Doch dann kam die Absage per SMS (ja, damals in 2006 hat man sich noch SMS geschrieben).

Und ich? War nicht traurig. Das Gefühl der Freiheit kam wieder. Irgendwie konnte ich abschließen.

Doch nach 3 Tagen schrieb sie mir, dass sie es sich doch überlegt hätte, mich nicht vergessen kann und doch wieder mit mir zusammenkommen will.

Wow. Innerlich fühlte ich, dass es nicht das richtige war, dass diese Freiheit wichtiger für mich war. Sie war schließlich auch der Grund, wieso wir uns getrennt hatten.

Trotzdem sagte ich ja. Und wir kamen wieder zusammen. Das erste halbe Jahr war magisch. Wir verbrachten viel Zeit miteinander, fuhren für ein Wochenende in fremde Städte und lernten uns noch besser kennen.

Doch diese Dynamik flachte immer weiter ab und nach einem halben Jahr war die Beziehung wieder genauso, wie sie angefangen hatte. Ich wollte Freiheit und sie klammerte immer mehr an mir.

Wieso die wenigsten Beziehungen nach einer Trennung noch funktionieren

Kurz gesagt: Nach 2 Jahren trennten wir uns wieder.

Was du daraus lernen kannst: Es hat immer einen Grund, wieso sich Menschen trennen.

Entweder sie haben unterschiedliche Auffassungen von Beziehung, sie entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen im Leben oder sind von vornherein nicht kompatibel, ohne es zu merken.

Seitdem habe ich schon einige Frauen vermisst, mit denen es auseinander gegangen ist.

Wieder gemeldet habe ich mich bei keiner. Weil ich weiß, dass es wenig bringt.

Wir meinen, wir könnten mit einem anderen Menschen unsere innerliche Leere, Traurigkeit und Einsamkeit heilen.

In solchen Momenten sind wir selten rational. Wir handeln aus einer Emotion heraus und können die Lage nicht klar einschätzen.

Auch wenn du verlassen wurdest, hatte das einen Grund. Auf irgendeiner Ebene hat es nicht gepasst – und dann ist es Zeit, auseinander zu gehen.

Was du stattdessen tun solltest

Sei ehrlich zu dir

Mal Hand aufs Herz. Möchtest du diesen Menschen wirklich zurück, oder eher die Gefühle, die du mit ihm verbindest?

Hat er dir geholfen, dich selbst mehr zu mögen, mehr Spaß am Leben zu haben und dich nicht mehr alleine zu fühlen?

Hinterfrage dich bewusst und sei komplett offen.

Wenn wir einen Menschen “nutzen” wollen, um unsere eigenen Verletzungen nicht mehr fühlen zu müssen, quasi als Schmerzmittel, dann laufen wir sehenden Auges ins Verderben.

Sei radikal ehrlich zu dir. Nimm dir dafür Zeit und beobachte deine Gedanken und Gefühle ganz genau.

Entwickle Selbstwertgefühl. Erkenne, dass du wertvoll bist und es eine Ehre für andere Menschen ist, mit dir zusammen zu sein. Nicht von Oben herab, aber doch deutlich.

Außerdem wirst du so lernen, dass das wichtigste in einer Partnerschaft ist, Liebe zu geben.

Du kannst nur etwas geben, von dem du schon genug hast. Wenn du deinen Partner zurückwillst, weil du etwas (meistens Gefühle) willst, dann ist das extrem unattraktiv.

Wenn du aber in einen Zustand kommst, in dem du gute Gefühle, Liebe und Fürsorge aus vollem Herzen geben kannst, ohne etwas dafür zu erwarten, wirst du zu einem wahren Magneten für andere Menschen (romantisch und platonisch).

2. Kümmere dich um dich selbst

Wenn du in Stille entspannt sein kannst ohne das Gefühl zu haben, es fehlt dir etwas, dann legst du dafür den Grundstein, einen Partner anzuziehen, der wirklich zu dir passt.

Wenn du anfängst, dich persönlich zu entwickeln, dann wirst du höchstwahrscheinlich irgendwann einen Menschen kennenlernen, der ebenfalls auf dem Weg ist. Dann könnt ihr den Weg zusammen gehen.

Ihr könnt gemeinsam in eurer Partnerschaft wachsen und auch gegenseitig unterstützen.

3. Erkenne, wie deine ideale Partnerschaft aussieht

Oft gehen wir große Kompromisse bei Partnerschaften ein, weil wir meinen, wir bräuchten unbedingt einen Partner.

Doch wenn wir zu viel mit uns machen lassen, keine klaren Grenzen und Werte haben, ist eine Partnerschaft zum Scheitern verurteilt.

Mach dir also genau Gedanken, was für einen Partner du möchtest und wie euer Zusammenleben aussehen soll.

Und nein, dabei reicht es nicht zu sagen: “Hauptsache er/sie hat Humor und versteht mich”.

Was zum Teufel soll das denn bitte heißen? Geh hier ins Detail. Überlege dir, was “Humor” denn genau heißt und wie sieht es aus, wenn dich jemand “versteht”.

  • Wie möchtest du dich genau fühlen?
  • Wie willst du Meinungsverschiedenheiten lösen?
  • Wie fühlt es sich an, wenn er/ sie in deiner Nähe ist?
  • Wie kommuniziert ihr?
  • Was unternehmt ihr zusammen?

Je klarer du hier bist, desto leichter wird es dir fallen, eine Beziehung auf die Beine zu stellen, die dauerhaft halten kann.

Was du tun solltest, anstatt deinen Ex Partner zurück zu wollen

Es hat immer einen Grund, wieso Beziehungen auseinander gehen. Genauso hat es auch einen Grund, wieso du deinen Ex-Partner hinterher läufst.

Untersuche beides. Sei ehrlich zu dir. Willst du die Beziehung bzw. diesen Menschen wirklich, oder willst du nur irgendwie dafür sorgen, dass es dir in diesem Moment besser geht.

Schaue dann, wieso du das willst.

Was fehlt dir ohne Partner? Was sagt eine Partnerschaft über dich aus? Was würde es für dich bedeuten, länger single sein zu müssen?

Akzeptiere, dass das gerade so ist und lerne dann, diese Gefühle loszulassen, an deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten und so zu einem Menschen zu werden, dem es alleine auch wunderbar geht.

Wenn du dann weißt, was für ein Mensch du möchtest und wie deine Beziehung aussehen soll, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis du eine liebevolle Beziehung auf Augenhöhe führen wirst, die auch hält.

Weiterführende Inhalte

>> Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade zum Thema “Ex zurück” von Männlichkeit Stärken.

Wenn du Lust hast, andere spannende Blogbeiträge aus dieser Blogparade zu lesen, dann hab ich hier eine kurze Auswahl für dich:

lebeblog.de mit dem Artikel Warum du schon wieder Drama hast und wie du deine Beziehung retten kannst

Trennungsschmerzen ¸berwinden – Oder Ex zurückgewinnen? von Nina

Stephan von szenario-zwei.com mit dem Artikel Ex zurückgewinnen – 25 hochwirksame Tipps

Helen mit ihrem Artikel Loslassen lernen

Körperhaltung verbessern – 3 Wege zu einem starken Selbstwertgefühl von Kay (arsamo.de)

Viel Freude dabei,

Tim


Achtsamkeit

Konzentriere dich jetzt auf deinen Atem.

Möglicherweise ist er dir bisher nicht aufgefallen.

Doch trotzdem war dein Atem da. Die ganze Zeit.

Fokussiere dich jetzt auf deine Gedanken. Wahrscheinlich war diese Stimme in deinem Kopf die ganze Zeit präsent – auch dessen warst du dir bis jetzt nicht bewusst.

So geht es uns oft im Leben. Wir sind mit einer Sache beschäftigt, aber in Gedanken sind wir vollkommen wo anders.

Wir nehmen nicht mehr wahr, was in diesem Moment gerade präsent ist. So entfernen wir uns von uns selbst.

Achtsam zu leben bringt uns wieder näher zu uns.

Leben wir achtsam, dann kontrollierenÄngste und Unsicherheiten unser Leben nicht mehr, wir lassen wir uns nicht mehr von negativen Gedanken beeinflussen und bekommen mehr Energie und Leichtigkeit.

Dabei ist achtsamer zu leben nicht schwer.

Wie das geht und wie du Freude dabei hast, erfährst du in diesem Artikel.

Bist du bereit?

Los gehts.

Achtsamkeit – heute wichtiger als jemals zuvor

Wir leben in einer immer schneller werdenden Welt.

Werbung, das Internet, Handys und Chat- und Social Media Programme ziehen unsere Aufmerksam magisch an.

Unsere Fokus verschiebt sich weg von uns und hinein ins Außen.

Jeder von uns ist nach einer Stunde am Handy schonmal “aufgewacht” nachdem hast, er eine Stunde komplett weg und unbewusst war.

Wir fühlen uns dann ermattet und leicht betäubt.

Sind wir unachtsam, dann passiert uns das Leben einfach nur und wir werden zum Spielball äußerer Einflüsse, unserer Gedanken und Gefühle.

Oft sind die Auswirkungen mangelnder Achtsamkeit nicht direkt zu erkennen.

Dann fühlen wir uns ständig schlapp, dünnhäutig und gestresst und wissen nicht so richtig, wo das herkommt.

Wir laufen vor Problemen und unseren Gefühlen weg, anstatt uns ihnen zu stellen und so zu wachsen.

Wieso viele Menschen unachtsam leben

Viele Menschen haben Angst vor ihren Gefühlen. Sie wenden enorme Anstrengung auf um das, was da unten schlummert, nicht fühlen zu müssen.

Eines der meistgenutzten Mittel dazu ist die gute, alte Ablenkung.

Wir betäuben uns mit Medikamenten, Drogen und Unterhaltung – das zieht sich durch die Generationen. So unterdrücken wir unsere Gefühle indem wir die Aufmerksamkeit stark ins Außen verlagern – weg von uns – Unachtsamkeit als Fluchtmechanismus.

Anstatt sich mit unseren unangenehmen Emotionen auseinanderzusetzen, laufen wir vor ihnen weg.

Das erscheint uns auf den ersten Blick sinnvoller.

Wieso sollte ich etwas, das ich als unangenehm wahrnehme, spüren wollen?

So verlieren wir den Kontakt zu uns selbst und den Kontakt zu diesem Moment. Es gibt kaum etwas schlechteres für unsere emotionale Gesundheit.

Denn wir brauchen immer stärkere Ablenkung – oder hast du nicht auch schonmal einen Film geguckt und nebenbei noch mit jemanden bei Whatsapp geschrieben und durch eine Nachrichtenseite gescrollt.

Gerade in Momenten, in denen unsere Gefühle intensiver werden und lange unterdrückte Energien an die Oberfläche strömen brauchen wir die Extradosis Ablenkung.

Doch lindern wir unsere Probleme so nur oberflächlich. Sie bleiben in uns und werden nur noch stärker versuchen, in unser Bewusstsein zu gelangen.

Deshalb ist ein achtsames Leben nicht nur Wellness. Langfristig führt es zu mehr Wohlbefinden. Aber nur, wenn du auch bereit bist, mit allem achtsam zu sein und auch dahin zu gucken, wo du bisher möglicherweise nicht hinschauen wolltest.

Dann merkst du nämlich, dass Gefühle nicht gefährlich sind und nur soviel Macht über dich haben, wie du ihnen gibst.

Die Vorteile eines achtsamen Lebens

Wenn wir mehr Achtsamkeit in unser Leben holen, dann:

  • lassen wir uns nicht mehr von negativen Gedanken beeinflussen.
  • bekommen mehr Energie und Leichtigkeit.
  • Ängste und Unsicherheiten kontrollieren unser Leben nicht mehr.
  • können wir uns selbst besser akzeptieren.
  • werden wir seltener von Gefühlen überrumpelt.
  • können wir Versuchungen besser widerstehen.
  • Wir haben eine bessere Kontrolle über plötzliche Impulse.
  • Wir sehen uns selbst klarer und lernen uns so zu akzeptieren, wie wir sind.
  • Wir sprengen selbstauferlegte Grenzen.
  • Wir entwickeln mehr innere Stabilität und Gelassenheit.

Wie du siehst lohnt es sich auf vielen Ebenen, mehr Achtsamkeit in unser Leben zu ziehen.

Was ist Achtsamkeit

Ein Zen-Schüler fragt seinen Meister: „Was unterscheidet den Zen-Meister von einem Zen-Schüler?“ Der Zen-Meister antwortet: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“

„Wieso? Das mache ich doch auch.“

Der Zen-Meister antwortet: „Wenn du gehst, denkst du ans Essen und wenn du isst, dann denkst du ans Schlafen. Wenn du schlafen sollst, denkst du an alles Mögliche. Das ist der Unterschied.“

Immer mehr Menschen verbringen ihr gesamtes Leben auf Autopilot – sie spüren sich nicht mehr. Sie sind nicht präsent sondern in Gedanken verloren.

Das führt zu innerer Anspannung und latenter Unzufriedenheit.

Achtsamkeit bedeutet, seine Aufmerksamkeit wieder auf sich selbst und diesen Moment zu lenken.

Es bedeutet seinen Fokus vom Außen nach Innen zu verlagern. Wieder mehr zu spüren und bewusst mit dem präsent zu sein, was eben gerade in diesem Moment da bist.

Dabei lassen wir Bewertungen und Widerstände außen vor.

Achtsamkeit führt zu Selbstbestimmtheit

Sind wir achtsam, reagieren wir nicht stumpf auf unsere Gedanken, Gefühle oder Reize von außen sondern nehmen wahr, dass wir sie wahrnehmen und treffen dann eine bewusste Entscheidung.

Achtsamkeit ist ein Zustand, in dem du sehr präsent bist. Du nimmst bewusst wahr, was um dich herum vor sich geht.

Doch dabei befindest du dich an einem besonderen Platz.

An einem Platz, der nicht bewertet. Ein Platz, an dem es kein “gut” und auch kein “schlecht” gibt.

Du begegnest allem um dich herum vollkommen vorurteilsfrei.

Wenn wir im Moment sind, dann fühlen wir uns gut. Wir sind einfach nur. Ohne Gedanken an die Vergangenheit oder die Zukunft, ohne Ängste, ohne Erwartungen.

Das fühlt sich gut an. Das ist der Zustand, den sich so viele Menschen wünschen, ihn aber im Außen suchen anstatt im Innen.

Wenn du abschweifst, Widerstand leistest oder dich in Gefühlen verlierst, dann nimm auch das so schnell wie möglich bewusst wahr, sei damit präsent und kehre dann entspannt wieder zurück zu deiner neutralen Wahrnehmung.

Das Leben ist ein Fluss – Achtsamkeit lässt dich in diesen Fluss eintauchen

Je achtsamer du lebst, desto mehr wirst du merken, dass das Leben ein ständiger Fluss ist.

Gedanken kommen und ziehen weiter, genauso wie Gefühle und Körperwahrnehmungen.

Es gibt keinen Stillstand.

Dieser Zustand ist äußerst angenehm. Er trägt dich sanft durch das Leben und hilft dir, präsent und aus deiner Mitte heraus zu agieren.

Schwierig wird dein Leben nur dann, wenn du versuchst, in diesen Fluss einzugreifen.

Wenn du Widerstand leistest, ihn verändern willst, Kontrolle über ihn ausüben willst und ihm deinen Willen aufzwingen willst.

In diesem Flow triffst du mit Leichtigkeit Entscheidungen und reagierst aus Fülle und intuitiven Wissen auf die Herausforderungen des Lebens.

Wenn du allerdings anfängst, festzuhalten und Widerstand zu leisten, wird dein Leben anstrengend.

Achtsamkeit hilft dir, die Dinge so wahrzunehmen wie sie sind – und eben keinen Widerstände gegen deine Gefühle, Gedanken und diesen präsenten Moment zu leisten.

Der Wurzel allen Leids

Viele Menschen glauben, sie wären der Welt um sich herum schutzlos ausgeliefert. Sie glauben, sie wären ihre Gedanken und hätten ihre Gefühle.

Auch meinen sie, das Glück wäre im Außen zu finden.

Doch du bist mehr als deine Gedanken und deine Gefühle. Schließlich kannst du sie wahrnehmen.

Auch sind in Wahrheit nicht die äußeren Umstände dafür verantwortlich, wie wir uns fühlen, sondern unsere Reaktion auf diese Umstände.

Wenn du etwas wahrnehmen kannst, dann muss es auch etwas geben, das wahrnimmt. Das bist du. Du bist dieses Bewusstsein, das die Welt und alles was in dir vorgeht wahrnimmt.

Wenn du dir dessen durch Achtsamkeit bewusst wirst, dann bist du glücklich. Denn je mehr du mit diesem Bewusstsein verbunden bist desto mehr merkst du, das nichts eine Bedeutung hat, außer der die dein Verstand den Dingen gibt.

Du merkst, dass all deine “Probleme” verstandgemacht sind.

Je mehr du mit deinen Gefühlen und Gedanken identifiziert bist und je mehr du ihnen alles glaubst was sie dir so erzählen – also je unbewusster du bist, desto unglücklicher wirst du dich fühlen.

Deine Gedanken sagen dir dann:

  • das ist schlecht, du musst dich schlecht fühlen.
  • hier wird es gefährlich, du musst Angst haben.
  • diese Person bedroht dich, du musst jetzt wütend werden.

Doch nicht nur das.

Die meisten dieser Gedanken laufen außerhalb unserer bewussten Wahrnehmung ab. Wir hören sie nicht mehr bewusst, sondern reagieren einfach nur auf sie.

Wieso du nicht deine Gedanken bist

Doch mal unter uns: Weißt du, was dein nächster Gedanke sein wird? Ich nicht.

Wie können wir dann einer Stimme so viel Aufmerksamkeit geben, die uns scheinbar vollkommen zufällig mit irgendwelchen Kram volltextet?

Trotzdem tun wir es. Leider erzählt uns diese Stimme selten positive und sehr oft unrealistisch negative Dinge.

Du kannst dir sicherlich vorstellen, wie du dich dabei fühlst. Wir sind wie in einem schlechten Film, der ohne unser zutun abläuft.

Das nennt sich unbewusst Leben. Wenn wir jedoch Achtsamkeit praktizieren und in die Beobachterrolle gehen, dann erkennen wir, dass wir eigentlich im Kino sitzen.

Vor uns laufen eine Menge Gedanken, Gefühle und unser ganzes Leben ab und wir können es aus einer neutralen Position beobachten, anstatt vollständig von diesem Film eingenommen zu sein.

Dann tritt eine Veränderung ein:

Vorher:

  • Wenn etwas “schlechtes” passiert, fühlen sie sich schlecht (und wollen diese schlechten Gefühle loswerden).
  • Wenn etwas “gutes” passiert, fühlen sie sich gut (und wollen an diesen guten Gefühlen festhalten).

So leben wir in ständiger Reaktion. Wir sind fremdbestimmt und versuchen gleichzeitig, selbst die Kontrolle zu übernehmen.

Das führt zu noch mehr Leid, denn wir führen einen ständigen Kampf gegen das, was ist.

Nachher:

  • Wenn etwas “schlechtes” passiert, nehmen wir alle Gefühle bewusst wahr, akzeptieren sie und lassen sie dann weiterziehen. Wir bleiben zentriert und entscheiden bewusst über unsere Reaktion.
  • Wenn etwas “gutes” passiert, dann nehmen wir auch die dazugehörigen Gefühle bewusst wahr und lassen sie so sein, wie sie sind. Wir sind bewusst und genießen sie, solange sie bei uns sind.

Loslassen und in den Flow des Lebens eintauchen

Leid entsteht, wenn wir an Gefühlen und Gedanken festhalten. Festhalten bedeutet, Widerstand zu leisten gegen das, was ist.

Achtsamkeit hilft dir, Gefühle und Gedanken loszulassen.

Der natürliche Fluss ist des Lebens sieht wie folgt aus:

  • Ein Gefühl kommt – und dann geht es wieder.
  • Ein Gedanke kommt – und dann geht er wieder.

Es gibt immer nur diesen Moment. Alles ist im Fluss und wir sind in unseren natürlichen Zustand: Wir sind glücklich.

Dann kommt ein Gefühl oder ein Gedanke, den wir nicht so einfach durchflutschen lassen wollen.

Hier sperren wir uns gegen den Fluß des Lebens. Wir wollen, dass der Moment anders ist, als er gerade ist. Wir wollen, dass etwas verändern.

Wir wollen das positive Gefühle bei uns bleiben und negative von uns fernbleiben.

Diese beiden Wünsche ist der Ursprung allen Leidens und Unglücklichseins.

So leisten wir Widerstand gegen den Moment und somit gegen uns selbst. Wir fangen an zu bewerten, zu kämpfen, zu kontrollieren.

Das ist anstrengend, es zieht uns Energie ab. Es ist genauso, als wenn du versuchen würdest, einen Fluß stetig stromaufwärts zu schwimmen.

Stattdessen können wir auch von der Strömung entspannt nach unten treiben lassen.

Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit lässt sich am besten in deinem Alltag praktizieren.

Schenke deinen alltäglichen Akitivitäten mehr Präsenz und Aufmerksamkeit und schon lebst du achtsam.

Wenn du etwas tust, dann sei mit deiner Aufmerksamkeit genau da.

Dabei geht es nicht darum, die Gedanken abzuschalten oder 3 Dimensionen weiter oben herumzuschweben.

Das einzige Ziel ist es, wahrzunehmen, was gerade ist. Und immer wieder dahin zurückzukehren wenn der Geist abschweift.

Immer und immer wieder.

Ohne zu bewerten, Widerstand zu leisten oder sich an etwas im Geiste festzuklammern.

Mehr nicht.

Sollte sich dein Geist doch einmal an Widerständen gegen das, was gerade ist festhalten, dann bemerke das sanft und kehre wieder zu deinem “nicht-verurteilenden” Zustand zurück.

Auch das ist Achtsamkeit: zu bemerken, wenn wir uns selbst verurteilen und uns für unser Verhalten (hier geistiges Abschweifen).

Sei nachsichtig mit dir und deinem Verstand.

Er ist manchmal sehr aufgeregt und schießt über das Ziel hinaus. So wie ein kleines Kind.

Das ist ok und manchmal sogar echt süß.

Wie du wirklich frei wirst

Frei und glücklich werden wir hingegen, wenn wir unsere Reaktion bewusst beobachten.

Dann passiert etwas in unserem Leben und wir fühlen auch Wut, Trauer, Scham oder ähnliches in uns aufsteigen.

Der Unterschied ist nun, dass wir diese Gefühle nur noch achtsam wahrnehmen und sie nicht mehr bewerten.

So ziehen sie an uns vorbei, wie Bäume am Straßenrand auf einer langen Autofahrt.

Wir tauchen in den Fluss des Lebens ein und alles fühlt sich an, wie aus einem Guß. Im Außen ändert sich gar nicht so viel.

Wie wir jedoch darauf reagieren dreht sich um 180 Grad.

  • Wir gehen von Bewertungen Urteilsfreiheit.
  • Wir gehen von Widerstand zu Akzeptanz dessen, was ist.
  • Wir gehen von innerer Unruhe zu innerer Ruhe.
  • Inneres Verlangen wird ersetzt durch Zufriedenheit.
  • Selbstzweifel gehen und Vertrauen in die Welt und uns selbst kommen.
  • Wir lassen Belastendes los anstatt festzuhalten.
  • Der Zwang zu Kontrollieren wird abgelöst zu Hingabe in den Fluss des Lebens.
  • Ungeduld weicht Geduld.

Die Welt jeden Tag aufs Neue entdecken

Wir Erwachsene bilden uns ein, die Welt zu kennen. Wir haben alles schon einmal gesehen und erlebt – glauben wir.

Doch in Wahrheit hat jede Erfahrungen viel mehr Facetten, als wir zu kennen glauben.

„In einem Anfängergeist existieren unzählige Möglichkeiten, im Geist eines Experten nur wenige.“ – Shunryu Suzuki

Doch wir glauben zu wissen, was eine Erfahrung für uns bedeutet.

Dadurch, dass wir schon “wissen” was uns erwartet, manifestieren wir uns auch genau das.

Wir beschneiden uns so viele tausender Möglichkeiten, das Leben zu sehen, die für so viel mehr Freude und Spannung im Leben sorgen.

Achtsamkeit hilft uns, das Leben jeden Tag neu zu entdecken und es wieder mehr zu genießen. Es hilft uns auch, auf einmal neue Möglichkeiten zu sehen, die uns vorher verborgen geblieben sind.

Deshalb bist du auch nach einer Woche Achsamkeit nicht am Ziel. Es geht immer weiter und immer tiefer. Dein Bewusstsein ist unendlich und so kannst du deine Wahrnehmung immer weiter vertiefen.

Wenn dir Achtsamkeit nach einiger Zeit mal langweilig vorkommt, dann schaue genauer hin.

Gehe tiefer, mache weiter. Bleib dran. Es gibt unendlich viele spannende Facetten zu entdecken.

Übe dich im Anfängergeist.

  • Wenn es regnet, spüre den Regen wieder so, wie ein Kind.
  • Trinke einen Tee so, als wenn du eine neue Sorte zum ersten Mal in einem fernen Land probieren würdest.
  • Achte bei deinen täglichen Wegen wieder darauf, was es alles zu entdecken gibt.

Es wird dein Leben stark bereichern.

Mache einen Lifestyle draus

“Wir sind das was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.”

– Aristoteles

Der Zugang zu einem achtsamen Leben ist für jeden Menschen jederzeit da.

Nichtsdestotrotz sind wir je achtsamer, desto regelmäßiger wir Achtsamkeit praktizieren.

Es bringt wenig, sich 5 Sekunden auf diesen Moment zu fokussieren und dann wieder in die Tiefen der Gedanken, Gefühle und Bewertungen einzutauchen.

Achtsam leben ist am effektivsten, wenn wir einen Lifestyle draus machen.

Dazu kannst du für den Anfang verschiedene Hinweise an Orten platzierst, an denen du oft bist.

So kannst du beispielsweise einen roten Punkt an deinem Schreibtisch anbringen der dich daran erinnert, in den Moment zurückzukehren.

Du kannst dir einen Handyhintergrund einrichten, der dich daran erinnert, bewusst zu sein.

Irgendwann wirst sich dein Alltagsbewusstsein immer achtsamer gestalten und sich dein Leben dadurch zum Positiven verändern.

Achtsamkeit, ein Allheilmittel?

Auch wenn Achtsamkeit jedem Menschen gut tut ist sie bei weitem kein Allheilmittel. Bei ernsthaften psychischen und körperlichen Problemen sollte sie immer in Absprache mit einem Fachmann und nur als Ergänzung zu anderen Behandlungsarten eingesetzt werden.

Davon abgesehen schenkt sie jedem Menschen mehr Bewusstheit, einen tieferen Kontakt mit sich selbst und am Ende mehr Gelassenheit und Glück im Leben.

Achtsamkeit zur Selbstoptimierung

Viele Menschen suchen nach Ressourcen zum Thema Achtsamkeit um noch mehr leisten zu können.

Etwas zu leisten an sich ist dabei nicht das Problem.

Fallen wir jedoch auf den Gedanken herein, dass uns mehr leisten mehr Glück und Zufriedenheit bringen wird, dann verfangen wir uns in einem Teufelskreis.

Bei der Achtsamkeit geht es darum, in Kontakt mit sich zu kommen, sich genauer kennenzulernen und uns so von unserem Ego zu distanzieren.

Wenn wir Achtsamkeit als Tool benutzen, um unseren Egogedanken noch mehr zu folgen, dann ist das genauso kontraproduktiv, wie Akzeptanz zu benutzen, um Gefühle wegzumachen.

Achtsamkeit und Selbstwertgefühl

Die Grundlage für ein achtsames Leben ist ein hohes Selbstwertgefühl.

Wenn du liebevoll mit dir und deinen Gefühlen in Kontakt gekommen bist, dann fällt es dir viel leichter, mit ihnen präsent zu sein.

Trage dich daher jetzt kostenlos in meinen E-Mail Kurs zum Thema Selbstwertgefühl stärken ein und starte in ein Leben mit mehr Freude und Leichtigkeit.

Selbstwertgefuehl

Hier entsteht eine Blogparade zum Thema Selbstwertgefühl.

Schön, dass du Lust hast, mit dabei zu sein :)

Alles, was du dafür tun musst ist bis zum 14.07.2018 einen Blogbeitrag zum Thema Selbstwertgefühl zu veröffentlichen.

Dabei kannst du deiner Kreativität völlig freien Lauf lassen um den Artikel mit deinem Thema und Zielgruppe zu verknüpfen.

Einzige Bedingung ist, dass es lose um das Thema Selbstwertgefühl geht.

Deine Vorteile:

  • Du bekommst 6-10 hochwertige Backlinks auf deinen Blog die dich in Suchmaschinen sichtbarer machen (mehr dazu weiter unten).
  • Du knüpfst Kontakte zu neuen Bloggern und tauchst auf deren Radar auf.
  • Du hast Zugriff auf eine große, themenrelevante Zielgruppe.

Ablauf:

    1. Schreibe einen Artikel zum Thema Selbstwertgefühl.
    2. Verlinke diese Blogparade in der Einleitung.

(z.B. “Dies ist mein Beitrag für die Blogparade zum Thema Selbstwertgefühl von Tim Hamer auf dubistgenug.de)

  1. Schreibe mir eine E-Mail (oder hinterlasse hier einen Kommentar) mit dem direkten Link zu deinem Beitrag.

Wenn alle Teilnehmer ihren Beitrag veröffentlicht haben kümmere mich darum, dass die Linkpower gerecht aufgeteilt wird und so jeder genau in gleichem Maße von der Aktion profitiert.

Liebe Grüße,

Tim

P.S. Falls du noch einen interessanten Blogger kennst, der unbedingt hierbei mitmachen muss, dann leite ihm diese Mail einfach weiter :)

Wie ich einen Blogartikel schreibe, der Menschen hilft und auch gelesen wird

Wir alle haben unsere Projekte ins Leben gerufen, um Menschen zu helfen (und natürlich, um davon zu leben).

Wir stecken all unser Herzblut in diese Artikel und sind am Ende mächtig stolz darauf.

Die Welt, so finden wir, würde zu einem besseren Ort wenn Menschen diesen Artikel lesen.

Doch nach einigen Tagen die Ernüchterung: Keine Besucher, keine Kommentare, keine E-Mails.

Uff.

Dabei kann es so einfach sein. Suchmaschinenoptimierung heißt das Zauberwort.

Aber keine Angst vor diesem komplizierten Wort…

Wieso Suchmaschinenoptimierung einfach ist, als jemals zuvor

Falls bei dir jetzt schon die Technik-Alarmsirenen angehen lass mich dir versichern: Seinen Artikel bei google sichtbar zu machen ist heute einfacher den je.

Denn google ist schlau. Es möchte, dass die besten Inhalte oben stehen – nicht die am besten manipulierten ohne echten Mehrwert.

Deshalb ist die Grundlage ein Artikel, der den Menschen wirklich weiterhilft und all ihre Fragen beantwortet.

Da ich dich für diese Blogparade ausgesucht habe gehe ich einfach einmal davon aus, dass das bei dir gegeben ist :)

Herzlichen Glückwunsch. Wir haben schon die Hälfte des Weges geschafft.

Mit einen paar kleinen, einfachen Kniffen können wir obendrein unsere Artikel auf die oberen Ränge von google katapultieren und so zu mehr Besuchern und letztendlich Kunden zu kommen.

Schritt #1: Ein Keyword finden, für das du auch gefunden wirst

Schau dir den Inhalt deines Artikels an. Um was geht es?

Frage dich ganz konrekt: Was würde jemand bei google eingeben, wenn er genau diesen Artikel suchen würde.

Schritt #2: Suchvolumen – ist Interesse da?

Fürs erste reicht es, wenn du das Karma Keyword Tool von meinem Kumpel Moritz nimmst und schaust, ob deine Idee auch wirklich von realen Menschen gesucht wird.

Alles über 150 Anfragen pro Monat ist fürs erste ein gutes Suchvolumen (denn wir sind lieber für ein kleineres Keyword auf Platz 1, als für ein großes Keyword (1500 Anfragen + auf Seite Timbuktu.)

P.S. Wenn du dir unsicher bist mit dem Keyword: Frag mich. Dann gucken wir uns das zusammen einmal an.

Schritt #3: “Konkurrenz” abchecken

Ich weiß, ich weiß…es gibt keine Konkurrenz :) Sehe ich ja auch so.

Gehe danach trotzdem nochmal zu unserem Freund Mr. Google und tippe dein Keyword in Anführungszeichen ins Suchfeld ein (oberer Kreis).

Schaue jetzt auf die Anzahl der Suchergebnisse (unterer Kreis). Pauschal kann man sagen: Je weniger Ergebnisse, desto besser (alles über 50.000, wie in diesem Beispiel, sollte fürs erste rausfallen).

Schaue jetzt noch, welche Seiten sich ohne Anführungszeichen auf den Rängen 1-5 befinden.

Findest du dort spiegel.de, zeit.de, palverlag.de, … und ähnliche “krasse” Seiten wieder, dann wird es schwer sein, zu ranken.

Siehst du Foren oder Seiten, von denen du vorher noch nie etwas gehört hast – dann go for it.

P.S. Bei dem ganzen Prozess ist ein wenig Kreativität gefragt. Teste ein paar Ideen aus und du wirst schnell ein Keyword finden, das a) wenig Konkurrenz und b) ein relativ hohes Suchvolumen hat.

Deinen Artikel aufpolieren

Hier findest du einige gute Tipps, um deinen Artikel zu pimpen.
Merke: Heute geht es darum, dass Besucher möglichst lange auf deiner Seite bleiben und dort genau das finden, was sie suchen.

Baue deine Artikel daher so auf, dass der Leser sofort das findet, was er sucht und zu jederzeit vollen Überblick hat (nicht schreckt mehr ab, als eine kilometerlange Wand aus Text, kennste ja selbst).

Schritt #1: Eine anziehende Einleitung

Überzeuge deine Leser daher in deiner Einleitung direkt davon, dass sie hier genau das finden, weshalb sie zu dir gekommen sind (und schreibe einen Artikel, der mindestens 800 Wörter hat, wenn möglich noch mehr).

(Ein kleines Beispiel findest du in diesem Artikel.)

Wenn du das hast, kommt der nächste, wichtige Punkt…

Schritt #2: Formatierung

Unterteile deinen Artikel geschickt mit Bildern, Überschriften und Zitaten.

Schaffe so markante Punkte, an denen sich das Auge des Lesers festhalten kann.

(Profitipp: Gestalte diese Punkte so, dass sie den Leser zum weiterlesen verleiten. Stelle eine Frage oder stelle ihm die Antwort auf eine für ihn wichtige Frage in Aussicht. Auch hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt).

Auch fett und kursiv sollten stragetisch bei wichtigen Wörtern im Text eingebaut werden. Stichpunkte könnten obendrein niemals schaden.

P.S. Benutze die <h1> Überschrift wirklich nur für deinen Titel. Nur eine h1 pro Artikel.

Schritt #3: Aussagekräftige Metabeschreibung für viele Klicks

Schreibe in die Metabeschreibung bei WordPress rein, was genau der Leser davon hat, deinen Text zu lesen. Es geht immer nur um den Mehrwert.

Verklickere dem Leser unmissverständlich, dass er die Antwort auf seine Frage bei dir finden wird.

Schritt #4: Wie du Bilder richtig einbindest

Neben schönen Bildern ist es vor allem wichtig, dass die Bilder im Alt-Tag bei WordPress mit dem Keyword versehen werden. Außerdem sollte der der Dateiname ebenfalls mit dem Keyword übereinstimmen (Bsp: anstatt IMG_296046.jpg – lieber selbstwertgefuehl-staerken.jpg).

Schritt #5: Welche Art von Permalinks google gerne mag

Nenne den Artikel wie dein Keyword (Bsp: anstatt https://abcd.de/categorie01/categorie02/artikel-02-17-2018-afwf/lieber https://dubistgenug.de/selbstwertgefuehl-staerken/).

P.S. Wenn du wirklich in die Tiefe gehen willst, dann schau dir diesen Artikel von meinem Freund Moritz an.

Jetzt bist du dran

Jetzt weißt du, wie du deine Artikel mit oft weniger als 30 Minuten Zeiteinsatz viel viel viel viel sichtbarer für deine Leser machst.

Die durch diese Blogparade auf deinen Artikel generierten Links werden zusätzlich dafür sorgen, dass der Artikel gut abgeht.

Also, ich würde mich freuen wenn du soviele dieser Punkte wie möglich beherzigst und so zu deinem persönlichen und dem Erfolg dieser Blogparade beiträgst.

Falls du zu Suchmaschinenoptimierung oder der Parade eine Frage hast, schreib mir jederzeit eine Mail :)

Liebe Grüße,

Tim

Hier kannst du den kleinen Guide als PDF herunterladen.

Selbstablehnung

Wer sich selbst ablehnt, hat generell eine schlechte Meinung über sich. Er denkt, bewusst oder unbewusst, er wäre nicht in Ordnung.

Aus Selbstablehnung erwächst oft der Drang, sich zu verbessern. Beispielsweise erfolgreich oder selbstbewusst zu werden.

Sie denken, dann würden sie dich endlich besser fühlen. Sie denken, nach ein paar Jahren der Selbstoptimierung und des Kampfes wären sie endlich frei.

Doch früher oder später müssen die meisten Menschen einsehen, dass sie dieses Ziel auf diesem Weg niemals erreichen werden.

Doch diesen Zustand der Befreiung kannst du erreichen.

Nicht jedoch, indem du versuchst, dich im Außen zu verbessern.

Wenn du stattdessen deinen Blick nach Innen richtest und an der Ursache – nämlich deiner Beziehung zu dir selbst – ansetzt, wirst du dieses Ziel erreichen.

Das kann sogar sehr schnell gehen.

Selbstakzeptanz

Der erste Schritt dahin ist, deinen momentanen Zustand zu akzeptieren.

Oft neigen wir Menschen dazu, Selbstablehnung als Imperfektion zu bewerten und zu versuchen, sich auch in diesem Bereich zu optimieren.

Frei nach dem Motto: Da gibt es etwas an mir, das nicht akzeptierbar ist. Erst, wenn ich es verändere und wegmache, kann ich glücklich sein und mich mögen.

Doch hier beißt sich die Katze selbst in den Schwanz und wir finden uns an genau der gleichen Stelle wieder, wie vorher.

Aus diesem Grund ist die erste (und eigentlich auch einzige) Übung, deine Selbstablehnung zu akzeptieren.

Na und, dann lehnst du dich eben in manchen Lebensbereichen selbst ab. Es gibt Schlimmeres.

Akzeptanz bringt dich in den Moment

Rufe dir das immer wieder ins Gedächtnis und nimm den jetzigen Moment so an, wie er ist.

Das ist die kraftvollste Übung, die ich dir mitgeben kann.

Denn indem du deine Selbstablehnung annimmst, nimmst du dich viel mehr an.

    • Schaue morgens in den Spiegel.
    • Schaue dich an.
  • Nimm Kontakt mit dir auf.
  • Sieh das wertvolle Wesen, das dir da gegenüber steht.

Erkenne in diesem Kontakt, dass du von tiefstem Herzen immer nur das beste für dich willst.

Du bist genug

Du versuchst, wie jeder andere Mensch auch, glücklich zu sein.

Dafür hast du vollen Respekt verdient. Außerdem liest du gerade diesen Artikel – das heißt dass du dir etwas wert bist, dich mit dir  beschäftigen willst und dir damit etwas gutes tun willst.

In diesem Kontakt lernst du liebevolle Kommunikation mit dir. Wenn du in diesen Worten mit dir sprichst, dann respektierst du dich, anstatt dich abzulehnen.

Sage dir regelmäßig, dass du, wie jeder andere Mensch auch, Glück verdient. Sage dir, dass du Liebe und Geborgenheit verdienst.

Einfach nur, weil du es bist. Schau, dich unterscheidet kaum etwas von anderen Menschen. Wir sind uns so verdammt ähnlich.

Jeder von uns versucht, glücklich zu sein. Jeder Mensch hat schon einmal Angst, Wut und Trauer gespürt.

Jeder versucht, dieses Leben zu meistern und zufrieden zu sein.

Wieso solltest du also weniger wert sein, als andere? Mache dir das immer wieder klar. Auf einer tiefen Ebene bist du wertvoll. Punkt.

Genauso hat jeder Mensch unendliches Wachstumspotential. Genauso, wie du. Jeder Mensch macht eine Menge Fehler, genauso, wie du.

Gib dir die Erlaubnis, glücklich zu sein (einfach so)

Erlaube dir als erstes nach dem Aufwachen, glücklich zu sein.

Gib dir die Erlaubnis, dich für das wertzuschätzen, was du bist.

Einfach so.

Ohne dafür etwas geleistet zu haben oder besonders, selbstbewusst, charmant oder freundlich zu anderen Menschen zu sein.

Erkenne, dass du das verdient hast, wie jeder andere Mensch auch.

Du kannst dir, nach der Metta-Tradition aus dem Buddhismus, regelmäßig wünschen, dass du gesund bist und leicht durch dein Leben gehst.

Wünsche dir ein Leben voller Freude, Inspiration und netter Menschen.

Ich meine, wünschen kann man sich das doch mal, oder? :)

Außerdem wirst du erstaunt sein, was diese simple Praxis für eine Auswirkung auf dein Leben haben wird.

Schon bald wirst du dich so akzeptieren können, wie du bist und alle Freuden, Glück und Erfolg in diesem Leben als dein natürliches Geburtsrecht ansehen.

Höre deinem Ego nicht zu

Unter Umständen wird dir dein Ego erstmal einreden, dass das alles gar nichts bringt und du deine Zeit verschwendest.

Höre da nicht so genau hin. Solche Gedanken sind ein gutes Zeichen. Sie zeigen dir, dass du dich wirklich auf einer tiefen Ebene veränderst. Das möchte dein Ego verhindern.

Sei in dieser Übergangsphase stark, sie wird bald vorüber gehen. Sprich diese Sätze aus, egal wie sich das anfänglich anfühlt.

Schnell wirst du dich daran gewöhnen und jedes Wort wird Wohlbefinden und ein Gefühl von Verbundenheit und Liebe mit dir auslösen.

Sie dieses neue Ritual jedoch nicht als etwas an, das du ab jetzt tun musst, weil du sonst kein guter Mensch bist.

Tue es in dem Wissen, dass du schon vollkommen in Ordnung bist, wie du bist und diese Erkenntnis wieder stärker fühlen willst.

Was du jetzt tun kannst

Weitere Anregungen für mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe findest du übrigens in meinem Newsletter.

Trage dich jetzt ein und erhalte simple Tipps, wie du deine Beziehung zu dir selbst verbessern kannst und dadurch ein entspannteres, glücklicheres Leben führen kannst.