November 19, 2019

Grübeln: Was du gegen ständige Gedankenschleifen tun kannst

Alle Menschen wollen nur eine Sache in ihrem Leben – innere Ruhe und Frieden. 

Und trotzdem liegen viele von uns nachts wach und grübeln was das Zeug hält. 

  • “Warum mag mich niemand?”
  • “Ich hoffe dass mein Mann gut mit dem Auto ankommt.”
  • “Ob das mit dem Geld auch nächsten Monat gut geht?”
  • “Warum bin ich denn keine gute Mutter/ Vater?”
  • “Wieso bekomme ich nichts hin und werfe mein Leben so weg?”
  • “Was wohl die anderen von mir denken?”
  • “Oh, ich hab da so ein Ziehen in der Schulter, hoffentlich ist das nichts schlimmes.”

Wir grübeln nach einer Trennung, vor allem gerne nachts, direkt nach dem Aufstehen und nach der Arbeit.

Hinterher regen wir uns noch darüber auf, dass wir gerade nicht mit dem Grübeln aufhören können…

… und fangen an zu grübeln woran das wohl liegen könnte.

Das Resultat? Wir leiden emotionale Höllenqualen. 

Je tiefer wir in diese Grübelschleifen reingeraten, desto schlechter fühlen wir uns.

Das Gegrübel macht uns Angst, raubt uns Lebensfreude, sorgt für Schlafstörungen und zerstört nachweislich sogar die Gesundheit. 

Doch auch wenn wir wissen, wie sinnlos solche Gedanken sind, das Grübeln abstellen können wir trotzdem nicht.

Es fühlt sich fast so an, als wenn uns die Gedanken verfolgen und komplett kirre machen wollen. 

Doch es gibt einen Ausweg. 

Denn sobald wir verstehen, was Grübeln wirklich ist, verliert es direkt seine magnetische Anziehung auf uns.

Leider versuchen viele Menschen mit genau dem falschen Ansatz das endlose Grübeln zu stoppen.

Falls du also Lust hast auf tiefe Veränderung, anstatt ein paar 08/15 Tipps gegen das Grübeln, dann bist du hier genau richtig.

Denn exzessive Grübeln ist zu einer wahren Epidemie geworden. 

Es erzeugt Probleme in allen Lebensbereichen (Beziehung, Job, Gesundheit, Wohlbefinden, …) – jedoch auch in unserer schönen Welt.

Du wirst hier lernen, wie du das Grübeln beenden und so zu immer mehr Wohlbefinden, Leichtigkeit und Freude kommen kannst.

… und keine Sorge, du wirst während des Artikels noch genau verstehen, wie das funktioniert.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet dich in diesem Artikel

Wieso es sich lohnt, mit dem Grübeln jetzt aufzuhören

Ganz einfach: Weil unsere Gedanken unser Leben bestimmen.

Unser Handeln (und Fühlen) ist immer nur der Ausdruck unseres Denkens (die Welt im Außen ist nur ein Spiegel der Welt im Innen).

Ich erarbeite das Verständnis über das Grübeln, das ich heute mit dir in diesem Artikel teilen möchte, jeden Tag mit meinen Coaching-Klienten. 

… und was dabei so herauskommt erstaunt mich jede Mal wieder aufs Neue.

In dem Moment, wo Menschen mit dem Grübeln aufhören, ändert sich wie ein Dominoeffekt alles andere im Außen auch. 

Das passiert meistens relativ schnell und ohne Anstrengung.

Wieso Grübeln Leid erzeugt (in diesem Verständnis liegt schon die ganze Lösung)

Grübeln erzeugt Leid, weil wir nicht die Welt da draußen fühlen – sondern unsere Gedanken über die Welt.

Wie sieht es demnach in unseren Gefühlen aus, wenn wir den ganzen Tag negative Grübel-Gedanken haben?

Bingo.Wir fühlen uns schlecht. 

  • Haben wir ängstliche Gedanken, dann fühlen wir Angst (auch wenn im echten Leben gerade gar nichts gefährlich ist).
  • Haben wir selbstzweifelnde Gedanken, dann fühlen wir Selbstzweifel (auch wenn wir gerade keine aktute Herausforderung vor uns haben, sondern nur in Gedanken).
  • Haben wir Zukunftssorgen, dann fühlen wir ganz konrekt sorgenvolle Gefühle (auch wenn in der Gegenwart die Miete bezahlt und der Kühlschrank voll ist und der Arzt auch nichts finden konnte).

Die Gleichung ist ganz simpel: Immer, wenn wir uns schlecht fühlen, haben wir ganz viele Gedanken: Viele Nebensätze, lange Gedanken, schnelle Gedanken – und alles ist sehr weit vom echten Leben entfernt.

Wenn wir uns gut fühlen und das Leben genießen, sind da nicht so viele Gedanken. 

Wieso wir uns gut fühlen, wenn wir nicht grübeln

Manchmal meinen wir, wir fühlten uns besser, weil sich im Außen etwas verändert hat.

Zum Beispiel kommt der langersehnte Anruf vom Partner, der mit dem Auto unterwegs war: Zack Erleichterung.

Jetzt könnten wir meinen, wir fühlten uns besser, weil es unserem Partner gut geht.

Natürlich ist das schön. 

Aber in Wahrheit fühlen wir uns von einer auf die andere Sekunde besser, weil diese ganzen verstörenden Grübeleien wegfallen.

Wir haben weniger Gedankenmüsli im Kopf und sind für den Moment klarer – und deshalb fühlen wir uns besser.

(Weil du weißt ja: Wir fühlen unsere Gedanken und nicht die Welt. Und weniger Gedanken = besseres Gefühl).

aber das klappt leider immer nur solange, bis unser Ego entscheidet, uns die nächsten Grübelgedanken zu schicken, auf die wir dann voll aufspringen.

Zack wieder im emotionalen Tief.

Wenn wir da nicht aussteigen, wird das unser ganzes Leben so weitergehen. 

Doch was können wir jetzt dagegen tun, dass uns immer wieder solche Gedanken in den Kopf kommen?

Das erfährst du im nächsten Kapitel. 

Woher kommt das Grübeln: Wieso wir nicht aufhören können, zu grübeln

Wie entsteht Grübeln? Grübeln entsteht immer dann, wenn wir offline sind und keinen Abstand zu unseren Gedanken haben.

Dann können die nämlich immer mehr Fahrt aufnehmen – und selbst mentaler Widerstand bringt dann nichts mehr.

Die Frage lautet: Warum grübelt man trotzdem, auch wenn es sich schlecht anfühlt und meistens zu nichts führt?

Weil wir meinen, dass wir durch das Grübeln eine Lösung finden. 

“Wenn ich jetzt einfach mit dem Grübeln aufhöre, dann werden ja all meine imaginären Probleme wirklich eintreten.”

Dieses vermeintliche Risiko wollen viele Menschen nicht eingehen – und grübeln dann weiter – und leiden weiter.

Weil sie ja diese Gedanken die ganze Zeit fühlen. 

Wir sind Problemerzeugungsmaschinen

Grübeln Probleme erzeugen

Irgendwie kommt der Eindruck auf, wir würden in den Gedanken für Besserung sorgen können.

Was wir also machen ist, wir erzeugen ein Problem in Gedanken (wir sind uns doch einig dass 99,9% dieser Probleme nicht real existieren) – und suchen dann in den selben Gedanken nach Lösungen.

Da wird das ganze sehr schnell sehr abstrakt und wir verlieren uns (und nebenbei entstehen direkt nochmal 27 neue Probleme, von denen wir bis vor kurzem noch gar nicht wussten, dass wir sie haben).

Wenn wir also feststellen können, dass wir in den Gedanken eben keine Lösung finden können und dass diese Probleme auch nicht real sind, sondern nur in Gedanken entstehen, dann können wir viel leichter mit dem Grübeln aufhören.

Im nächsten Absatz wirst du erfahren, was du dagegen tun kannst. 

Was gegen grübeln tun: Unser Bewusstseinszustand wenn wir Grübeln

Zuerst einmal müssen wir verstehen, wie es in unserem Bewusstsein aussieht, wenn wir gerade in der Grübelfalle sitzen.

Ganz eindeutig: 

  • Wir sind offline. 
  • Wir sind nicht da.

Wir können nicht mehr sehen, dass es nur Gedanken sind, die gerade diese Gefühle erzeugen. 

Wir sind voll im Film und nehmen den Gedanken alles ab, was sie uns erzählen. 

Wir meinen, sie gäben die Realität akurat wieder und morgen würde wirklich die Welt untergehen. 

Wir haben Null Abstand von dem Plappermaul dort oben.

Das nennt man unbewusst sein. 

Je mehr wir mit der Stimme im Kopf identifiziert sind, desto unbewusster sind wir.

Wenn wir so “offline”, also unbewusst sind, dann können wir nicht mitbekommen, was dort oben abläuft – wir sind Grübelgedanken vollständig ausgeliefert.

Sie entwicklen ihr Eigenleben und mir müssen ihnen alles glauben.

Wie es aussieht, wenn wir offline sind

In meiner Ausbildung saß ich oft an meinem Arbeitsplatz und hatte brutale innere Unruhe, große Ängste und meine Gedanken-Karussell lief auf Hochtouren.

Weil ich nicht “online” bei der Sache war, sondern “offline” krass in meinen Gedanken. 

Ich dachte, meine Gedanken über die Zukunft, Vergangenheit oder meine Fähigkeiten wären komplett real. 

Auch dachte ich dass ich mich auf alles, was da so schreckliches auf mich zukommen, mental vorbereiten muss.

Doch bereite dich mal auf etwas vor, was es gar nicht gibt. Das erzeugt ein krass hilfloses Gefühl.

Außerdem dachte ich, ich muss jetzt Angst haben, weil die Situation ja angsteinflößend ist.

Natürlich nahm ich diese Gedanken auch noch mit nach Hause – ich konnte also nie abschalten. 

Ich fühlte mich dann oft antriebslos, hing vor dem PC ab um micht abzulenken und war auch ständig erkältet.

Hätte ich damals schon gewusst, dass all diese Erfahrungen in meinen Gedanken entstehen, hätte ich mir eine Menge Leid ersparen können.

Deshalb liegt es mir so sehr am Herzen, diese Erkenntnisse heute mit dir zu teilen. 

Was gegen grübeln tun (wie wir innerlich frei werden)

Das Grübeln hört in der Sekunde auf, in der unser persönliches Denken aufhört.

Das heißt nicht, dass wir gar nicht mehr Denken – oder Gedanken wegdrücken oder uns ablenken.

Nein, ein gewissen Abstand zu dem Denker, dem Grübler, reicht schon vollkommen aus. 

Denn bei genauerer Betrachtung sind es nämlich nicht wir, die dort grübeln. 

Es ist eine Stimme in unserem Kopf – über die wir nicht ganz so viel Kontrolle haben, wie wir uns das gerne wünschen würden.

Hättest du die Kontrolle, würdest du diesen Artikel nicht lesen, sondern einfach kurzerhand mit dem Grübeln aufhören.

Was trotzdem hilft ist bewusste Erkenntnis.

Zu erkennen, dass es dort oben eine etwas wildgewordene Stimme gibt, die nicht aufhören kann zu schnattern.

… und auch zu erkennen, dass du selbst bestimmen kannst, wie sehr du da zuhören und mich einwickeln lassen willst.

Hier liegt persönliches Wachstum in die Tiefe. Zu erkennen, dass du nicht diese Stimme bist, sondern sie hast.

Strategien gegen Grübeln: Schule dein Bewusstsein

Um aus der Grübelfalle auszubrechen, musst du immer mehr online gehen – und immer weniger offline sein.

Der wichtigste Schritt dahin: Dein Bewusstsein schärfen. 

Schaue immer wieder in deinem Leben nach und erkenne: “Hier bin ich, da ist die Stimme.”

Frage dich vor allem dann, wenn sich etwas gerade ganz bedrohlich anfühlt: Könnte es nicht wirklich sein, dass ich meine Gedanken fühle – und es gar nichts bedrohliches gibt?”

Dann erkenne wieder: “Da ist die Stimme in meinem Kopf (die gerade ängstliche Gedanken plappert), und hier bin ich als Beobachter.”

Sich genau das immer wieder bewusst zu machen ist der Schlüssel zu mehr Verständnis, wie unsere Erfahrung als Menschen hier auf der Erde funktioniert.

Warum Grübeln nichts bringt: Wie du von deinen Gedanken nicht in die Tiefe gezogen wirst

Je mehr du “online” bist, desto weniger wirst du in die Grübel-Tiefen gezogen.

Und gleichzeitig nehmen wir dem Grübeln so den Wind aus den Segeln.

Denn immer dann, wenn wir etwas (vor allem durch neue Erfahrungen) klarer sehen können, dann können wir es auch besser anwenden.

Wenn wir also genau nachvollziehen können, wie das abläuft mit den “negativen Gefühlen” – dann können wir ganz simpel aufhören, immer wieder genau das gleiche zu tun und uns so immer wieder schlecht zu fühlen.

Hier liegt deine Freiheit.

Deine Gedanken haben nichts mit dir zu tun

Je mehr du erkennst, dass deine Gedanken rein gar nichts mit dir zu tun haben, desto weniger Macht haben sie über dich. 

Denn mit diesen Verständnis können wir die metaphorische Hand von der heißen Herdplatte unseres Lebens nehmen und uns nicht immer wieder verbrennen.

Sogar bei einer heißen Herdplatte würden wir die Hand nicht wegnehmen, wenn wir nicht erkennen könnten, dass unser Schmerz von der Herdplatte kommt.

Wenn wir das aber einmal erkannt haben, dann nehmen wir die Hand ganz automatisch weg – und legen sie auch nicht mehr drauf. 

Genauso wird das mit deinen Gedanken auch laufen. 

Wenn du einmal erkennst, dass Probleme, Leid und Ängste IMMER in Gedanken entstehen, dann wirst du dich nicht mehr von ihnen einwickeln lassen.

Anstatt das Grübeln bekämpfen zu wollen, tue das hier

Wichtig ist auch zu verstehen, dass Gedanken werden immer entstehen werden.

Aber je bewusster du wirst desto weniger Einfluss haben sie auf dich.

Stell dir einmal vor wie es wäre, wenn du deinen Gedanken nur noch so viel Wichtigkeit geben würdest, wie der Fahrstuhlmusik im Hintergrund.

Dann würden sie vielleicht noch so im Hintergrund vor sich hinplätschern – aber dich kaum stressen.

Grübel-Gedanken stressen dich erst, wenn du dich von ihnen einwickeln lässt und diese Trennung (hier ich – da Gedanken) nicht mehr hinbekommst.

Vor allem gestalten nicht mehr unbemerkt von dir deine gesamte (oft sehr düstere und angsteinflößende) Realität. 

Take it easy

Kennst du dieses Gefühl der Erleichterung?

Wenn das erlösende Prüfungsergebnis oder die erleichternde Diagnose beim Arzt kommt?

Auf einmal kommt Freude ins Leben. 

In diesem Moment gehen wir “online”. 

Manchmal muss ich regelrecht darüber lachen wenn ich auchwache und merke: “Oh man, darüber habe ich mich die ganze Zeit so verrückt gemacht?”

In wacheren Momenten bin ich immer wieder stark verwundert darüber, was mir “meine Stimme” dort oben erzählen will. 

Das befreit mich aus der Grübelfalle. Denn wenn ich erkenne, dass es nur Gedanken sind, dann muss ich denen nicht endlos nachgehen.

In dem Moment, in dem ich “online” gehe, kann ich gar nicht anders als diese Gedanken nicht mehr so ernst zu nehmen (obwohl sie ja noch da sind).

Deine Gedanken sind nicht wahr

Weil ich mittlerweile weiß, dass 99,9% von dem, was sie erzählt, nicht wahr 

ist – und weil ich auch weiß, dass ich alles fühle, was ich denke.

Je mehr wir das verstehen und anwenden, desto mehr kehrt da oben Stille ein – und je mehr Stille dort ist, desto mehr Wohlbefinden haben wir.

Außerdem muss ich nicht hunderte weiterführende Gedanken über diese Gedanken haben – oder im schlimmsten Falle noch Lösungen für Probleme suchen, die nur in meinem Denken entstanden sind. 

Noch besser: Diese Lücke wird dann mit positiven Gedanken entspannter und ruhiger Art gefüllt – und so entsteht dann Lebensfreude, Schöpferkraft, Gesundheit und harmonische Beziehungen.

Lass die Gedanken einfach Gedanken und lasse sie schweifen, anstatt dich so sehr auf sie zu konzentrieren.

Es gibt nämlich noch viel mehr im Leben als Gedanken. 

Je früher desto besser

Je früher du bewusst wirst und erkennst “Hier bin ich – da sind die Grübelein”, desto einfacher wirst du daraus aussteigen können.

Am Anfang kann es noch eine Weile dauern, bis du erkennst dass du gerade “offline” und in diese Gedanken gegangen bist.

Je mehr du dich selbst beobachtest und erkennst, wann und wo du unbewusst wirst und vom Grübeln überfallen wirst, desto leichter wird es dir fallen, dort nicht mehr einzusteigen.

Du kannst das ganze Prozedere jetzt von Außen betrachten.

Du wirst immer mehr merken, dass Gedanken halt nur Gedanken sind – und nur weil diese Stimme gerade genau in deinem Kopf ist, du sie noch lang glauben musst. 

Übung: Den Denker Beobachten

Baue kleine “Denker-Beobachtungspausen in deinen Alltag ein. Nimm dir immer mal 30 Sekunden Zeit, nimm einen tiefen Atemzug und mache dir bewusst: “Hier bin ich – da ist der Denker”.

Achtsamkeit hilft gegen grübeln. 

Dabei kannst du nichts falsch machen. Sie wie sich das für dich gerade anfühlt, ist es richtig. Mit der Zeit wirst du immer feiner in deiner Wahrnehmung werden.

Du kannst auch ein speziellen Orten in deinem Leben kleine Punkte anbringen, die dich daran erinnern. 

Klebe einen Punkt auf deinen Badezimmerspiegel oder dein Handy. Immer wenn du diesen Punkt siehst erinnere dich daran, die Stimme im Kopf ganz neutral zu beobachten. 

Nutze dein Gefühl als “Feuermelder”

Wir wissen ja, das wir unsere Gedanken fühlen und nicht die Welt.

Das können wir perfekt nutzen. Denn vorher hatten wir ja immer Angst vor unseren Gefühlen.

Weil wir meinten: Wenn ich Angst habe, dann muss es auch etwas gefährliches geben.

Das ist zu 99,9% leider nicht wahr, denn in unserer heutigen Welt sind wir sehr sicher.

Deshalb können wir die Gefühle einfach als Feuermelder für die Gedanken nehmen.

Immer, wenn wir uns schlecht fühlen heißt das ab heute nicht mehr, dass die Welt schlecht ist – sondern ist unser Zeichen ein wenig Abstand von unserem Denken zu bekommen.

Akzeptiere das Gefühl und gehe “online”, beobachte deine Gedanken mit Abstand anstatt von ihnen weiter runtergezogen zu werden. 

Wieso du KEINE positiven Gedanken erzeugen musst

Es geht übrigens nicht darum, positiv zu denken

Nein. Wenn wir erkennen, dass wir uns gerade schlecht fühlen, weil wir viele Gedanken im Kopf haben, dann entstehen ganz automatisch neue, positive Gedanken.

Da unser Leben im Außen meiner Erfahrung nach immer ein Spiegel der inneren Welt ist, wird sich diese Veränderung im Verständnis – und die dadurch ganz automatisch erzeugten positiven Gedanken, krass in positiv in Veränderungen in deinem Leben niederschlagen.

Und zwar ganz automatisch und spielerisch, anstatt mit Kampf und Anstrengung und vielem Zurückrutschen. 

Wieso du keine Techniken brauchst (und was stattdessen hilft)

Gedankenstopps: Wie gut helfen die wirklich? 

Hast du nicht auch schon mit vielen Mitteln versucht, das Grübeln zu stoppen?

… und bist dann doch immer wieder in die selbe Falle getappt?

Das ist ganz logisch wenn weil die meisten Techniken und Übungen setzen auf der gleichen Ebene an, auf der das Grübeln entsteht.

Erst wenn wir bewusster werden und das ganze aus der Helicopterperspektive anschauen anstatt aus Ameisensicht können wir wirklich damit aufhören. 

Leg deinen Beutel voll mit Mental-Hämmern weg

Dicken Bettinger, einer der coolsten Psychotherapeuten da draußen hat mal was lustiges gesagt.

Er hatte früher immer so einen kleinen Beutel mit verschiedenen Hämmern dabei.

Darin zu finden war:

  • Der Selbstzweifel-Hammer.
  • Der Zukunftsangst-Hammer.
  • Der Eifersuchts-Hammer.

Ganz viele mentale Hämmer. 

Und je nach Laune hat er sich einen dieser Hämmer aus seinem Beutel genommen und stundenlang damit auf den Kopf eingehämmert.

Und sich dann auch noch gefragt: “Wieso tut mein Kopf immer so weh?”

Als er dann verstanden hat, dass er da diese Hämmer (in Form von Gedanken) pausenlos gegen seinen Kopf schlägt – da brauchte er keine Technik um damit aufzuhören.

Das gebietet einfach der gesunde Menschenverstand.

Doch solange wir nicht wissen, dass unser Schmerz von den Gedankenhämmern ausgelöst wird, mit denen wir den ganzen Tag unseren Kopf malträtieren, können wir auch nicht damit aufhören.

Wir meinen sogar oft, wir müssten das noch mehr tun (also den Grund für unser Leiden herausfinden), irgendwann wird es schon aufhören. 

Was du auf jeden Fall mitnehmen solltest

Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann ist es die: 

  • “Du fühlst nicht dein Leben, du fühlst deine Gedanken.”

Komplett Simpel. 

Gleichzeitig kann man diesen Sachvehalt auf unendlich tiefe Weise verstehen. 

Aber auch ein erster Blick hinter die Kulissen wird dazu führen, dass du nicht mehr dauerhaft zu deinen alten Grübeleien zurückkehren kannst.

Selbstverständlich kann es vorkommen, dass du mal ein paar schlechte Tage hast und ein wenig stärker “offline” bist, als sonst – aber du kannst das nie mehr vergessen.

Das beste, was du dann tun kannst ist, nichts zu tun. 

Vor allem nicht darüber nachzugrübeln, wieso das jetzt so ist. 

Bleib ruhig und vertraue darauf, dass du wieder mehr “online” gehen wirst. Es geht gar nicht anders. 

Wenn du einmal in einer emotional intensiven Situation “aufwachst” und bemerkst: “Ich fühle mich gerade so, weil ich gerade extreme Gedanken habe – und kann jederzeit aufhören, diese Gedanken ernst zu nehmen – und dieses Gefühl hier ist lediglich ein Hinweis für mich, mein Denken mit ein wenig Abstand zu beobachten” – dann wird sich dein Verständnis davon immer weiter vertiefen.

Bleibe wachsam, bleibe offen. 

Nutze dein Leben als Trainingspartner

Nutze dein Leben aus Sparringspartner. Jede Situation, jedes Gefühl das du erfährst ist dazu da, dich wachsen zu lassen und bewusster zu machen.

In jeder Grübelei liegt das Potential für dich, ein bisschen mehr aufzuwachen und einem Leben voller Leichtigkeit und Gelassenheit ein Stück näher zu kommen. 

Alles ist ein Geschenk – alles was passiert, passiert für dich.

Nimm dir die Zeit, die du dafür brauchst. Alles kommt so, wie es kommen soll – und jede Erfahrung und Erkenntnis passiert zu genau dem richtigen Zeitpunkt.

Weitere Übungen gegen Grübeln: Einige Tipps um öfters “online” zu sein

1. Nimm dir Zeit für dich

Gehe bewusst mit Social Media um. 

Diese kleinen Geräte haben eine große Macht über unsere Wahrnehmungund spulen uns in einer Tour Informationen und Glaubenssätze über diese Welt in unser Bewusstsein. 

Ich bin da radikal. Ich halte mich von Nachrichten und auch Social Media relativ konsequent fern. 

Ich will mehr Zeit mit mir verbringen – ich will mich mehr spüren und präsenter mit mir werden.

2. Suche dir Gleichgesinnte

Es ist wichtig, diesen Weg gemeinsam zu gehen. 

In einer Gruppe von Menschen die sich auf ein gemeinsames Ziel ausrichten wachsen wir schneller – das ist ein Fakt. Wir können uns hier austauschen und merken, dass wir nicht alleine sind auf dem Weg. 

Wir können Fragen stellen und unsere Transformation auf ein ganz neues Level heben.

So kannst du deine Transformation auf ein neues Level heben – denn je mehr wir uns bewusst mit etwas beschäftigen, desto tiefer verstehen wir es. 

Genau aus diesem Grund habe ich die ‘Du Bist Genug Akademie‘ gegründet.

Schau sie dir doch einmal an. 

Meditation gegen das Grübeln

Bei der Meditation kannst du (neben den hunderten anderen, positiven Folgen) vor allem lernen, wieder “online” zu gehen.

Wenn du ohne Ablenkung für eine längere Zeit auf deinem Hintern sitzt und nur atmest, dann wird es besonders deutlich, wenn du abschweifst.

Immer, wenn du “offline” gehst, dann registriere das so gut du es kannst – und kehre dann sanft und ruhig zu deiner Atmung im Hier und Jetzt zurück.

Hier kannst du deinen Verstand vorzüglich dabei beobachten, wie er versucht mit den Grübeleien anzufangen – und gleich lernen, deinen Abstand von ihm zu halten.

7 Gründe, wieso du noch heute mit dem Grübeln aufhören solltest

1. Harmonische, liebevollere Beziehungen

Du kannst Menschen viel mehr so sehen, wie sie sind, anstatt deine Gedanken über sie zu sehen. Das führt automatisch zu tieferen Verbindungen und weniger zwischenmenschlichen Problemen.

2. Mehr Energie und Lebensfreude

Du verschwendest nicht 80% deiner Energie mit sinnlosem Grübeln. Somit hast du sie dafür zur Verfügung, dein Leben so zu gestalten, wie du willst. Schluss mit endloser Müdigkeit und Lustlosigkeit.

3. Mehr Erfolg

Je weniger verbissen wir an unsere Projekte herangehen, desto mehr Zugriff haben wir auf Kreativität und Flow während der Arbeit. Je weniger wir während des TUNs grübeln, desto einfach fällt uns das Erschaffen unseres Traumlebens.

4. Das Leben im Hier und Jetzt genießen

Bist du schon einmal in der U-Bahn aus deinen Gedanken “aufgewacht”? – Huch, wo war ich denn gerade in der letzten halben Stunde”. Auf jeden Fall nicht im Hier und Jetzt. Doch ist das der einzige Ort, an dem wir das Leben genießen können. 

5. Weniger Probleme und Schwierigkeiten, mehr Flow

Ich bin mir sicher: 99.9% unserer Probleme entstehen nur, weil wir endlos über Situationen grübeln. Sie existieren nur in unserem Kopf. Ohne Grübeln kannst du:

– viele Probleme loslassen, weil sie keine Probleme sind
– ohne Stress Lösungen finden, wenn es Lösungen gibt
– auch im Frieden sein, falls es keine offensichtliche Lösung gibt

6. Bessere Gesundheit

Dass Körper und Geist zusammengehören, das dürfte jedem klar sein. Und sogar die moderne Wissenschaft findet immer mehr Beweise dafür, wie unser Denken (also sich Sorgen machen und Grübeln), sich negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Also stehen die Chancen gut, durch weniger Grübeln zu mehr Energie, Gesundheit und Vitalität zu gelangen.

7. Eine positive Wirkung auf andere Menschen

Stell dir einmal vor, wie es wäre, wenn mehr Menschen wirklich mit sich verbunden wären, anstatt den ganzen Tag von Angst und Mangelgedanken besessen zu sein.

Ich bin mir sicher: Es gäbe viel weniger Gewalt, Umweltverschmutzung und Kriege. Lass uns daher bei uns selbst anfangen und so mit dazu beitragen, eine bessere Welt zu erschaffen.


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