April 15, 2015

Was macht glücklich?

Was macht glücklich? Diese Frage ist wohl so alt wie die Menschheitsgeschichte. Von chinesischen Philosophien über die alten Griechen bis in unsere heutige Zeit haben sich Menschen darüber den Kopf zerbrochen, was wohl und glückliches Leben ausmacht.

Auch wenn die Frage “Was macht glücklich?” nur jeder ganz für sich allein komplett schlüssig beantworten kann, so gibt es doch eine Menge guter Tipps und noch viel mehr hanfeste Forschungsergebnisse, die uns bei unserer Suche unterstützen.

Denn am Ende des Tages möchte jeder Mensch nur eines. Glücklich sein. Sich gut fühlen. Mit sich im Reinen sein.

Doch was ist überhaupt Glück?

Laut Wikipedia kann man Glück

“als das Ziel und den Sinn des Lebens bezeichnen, weil letztlich alle anderen Ziele nur auf das eigene oder das Glück anderer (und damit wieder auf das eigene) hinauslaufen.” (Wikipedia)

Es gibt in der Wissenschaft einen relativ neuen Forschungszweig – die Glücksforschung. Sie beschäftigt sich ausschließlich damit, was uns Menschen glücklich macht – oder eben unglücklich.

Dabei wird zuerst einmal grundsätzlich unterschieden zwischen den Begriffen “Glück” und “subjektives Wohlbefinden”. Glück bezeichnet hierbei einen eher kurzfristigen Glücksmoment. Zum Beispiel ein schöner Sonnenuntergang, ein mitreißendes Konzert oder eine gute Zeit mit einem Freund zu haben.

Das etwas trocken klingende Wort “subjektives Wohlbefinden” bezeichnet eher ein dauerhaftes, gutes Gefühl. Es entsteht, wenn wir mit uns und dem Leben zufrieden sind, einen liebevollen Freundeskreis haben und einer sinnvollen, erfüllenden Tätigkeit nachgehen.

Was macht glücklich: Ein bunter Mix an Dingen

Es gibt nicht diese eine Sache, die jeden Menschen auf dieser Welt glücklich macht. Doch es gibt stichhaltige Ergebnisse aus Untersuchungen zu diesem Thema, die uns dabei helfen können, ein glückliches Leben zu führen.

Dabei ist einer der Faktoren, selbstbestimmt zu leben. Wenn wir nicht in der Lage sind, die Verantwortung zu übernehmen und unser Glück selbst in die Hand zu nehmen, dann werden uns diese ganzen Forschungsergebnisse relativ wenig bringen.

Wenn wir jedoch gewillt sind, uns in Bewegung zu setzen und aktiv an unserem Glück zu arbeiten, dann führt alleine diese proaktive Lebenseinstellung sicher dazu, dass wir ein glücklicheres und zufriedeneres Leben führen.

Wenn wir uns einfach nur so dahintreiben lassen und darauf warten, dass dieser eine Moment wie ein Lottogewinn, oder diese eine Person, wie unser Traumpartner auf einmal um die Ecke kommt und unser Leben in einer Sekunde in ein regelrechtes Glücksfeuerwerk verwandelt, dann werden wir lange warten können.

Gute soziale Einbindung

Die Grant Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mit Abstand wichtigste für ein glückliches Leben, feste soziale Bindungen sind. Dabei geht es nicht zu sehr um die Bindung zu einem bestimmten Lebenspartner, “sondern eher um die grundsätzliche Beziehung zu anderen Menschen”, sagt Spiegel Online.

In der Studie wurden über 268 Harvardabsolventen aus den Jahrgängen zwischen 1940 und 1945 über mehr als 75 Jahre begleitet um herauszufinden, welche Faktoren ein zufriedenes Leben ausmacht.

Auch Stefan Bergheim, Direktor der gemeinnützigen Denkfabrik, dem “Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt”, sagt in einem Interview mit der Süddeutschen, dass “enge soziale Bindungen, also Partner, Verwandte oder Freunde, zu denen ein gutes Verhältnis besteht”, den größten Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat.

in Dänemark am glücklichsten sind.

Ich habe mich da schonmal nach ner Wohnung umgesehen 🙂

Aber wie kommen solche Ergebnisse zustande? Kurz zusammengefasst: Zur Ermittlung der Lebenszufriedenheit in einem Land wurde vor allem “vor allem die Lebenserwartung, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und fehlende Korruption” herangezogen. (Quelle)

Außerdem ist es sehr wichtig, dass ein hoher Grad an persönlicher Freiheit herrscht und die Menschen die Macht haben, eigenständig Entscheidungen über das eigene Leben zu treffen.

Es geht aber auch ganz anders, wie diese unglaubliche Dokumentation über das kleine Land Bhutan zeigt. In Bhutan wurde nämlich vor einziger Zeit das “Bruttoinlandsglück” eingeführt.

Schau dir die Doku an. Ich finde es immer sehr inspirierend, wenn Menschen unbeirrt neue und komplett andere Wege gehen.

Geld und Wohlstand

Viele Menschen denken, viel Geld, ein Lottogewinn oder nie mehr arbeiten zu müssen, würde sie endgültig glücklich machen.

Diverse Studien haben jedoch bewiesen, dass ein höheres Gehalt nur bedingt mehr Lebensglück verspricht. So fanden Angus Deaton sowie der Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2002, Daniel Kahnemann, in einer Studie in den USA heraus, dass oberhalb eines Nettoeinkommens von umgerechnet ca. 60.000€ keine Steigerung im Lebensglück mehr festzustellen ist. Also macht dich ein noch dickeres Auto oder eine gigantische Wohnung nicht noch glücklicher.

Auf der anderen Seite konnte auch gezeigt werden, dass Geld vieles einfacher macht und eine materielle Basis doch dazu führt, dass wir glücklicher sind.

Das liegt vor allem daran, dass wir uns mit dem steigenden Wohlstand die Lebensumstände leisten können, in denen wir gerne leben möchten.

Außerdem ist mit mehr Geld die Chance höher, mit dem Geld die Freiheit zu erlangen, genau das tun zu können, was wir als sinnvoll erachten.

Auch hängt die Gesundheit mit dem Lebensglück auf der einen und natürlich auch mit dem Einkommen zusammen.

Also hat Geld Einfluss auf unser Glück, jedoch nur bis zu einem bestimmten Maße. Ebenfalls wurde eindringlich das Verhalten und das Glücksempfinden von Lottogewinnern untersucht. Dabei ist herausgekommen, dass nur bis maximal einem halben Jahr nach dem Gewinn ein höheres Level festzustellen ist – danach scheint sogar die Gefahr zu drohen, unter das Ausgangslevel abzusinken.

Etwas tun, das uns sinnvoll erscheint

Zum Beispiel ist erwiesen, dass ein Lottogewinn langfristig ziemlich unglücklich machen kann. Das liegt vor allem daran, dass die Gewinner auf einmal nicht mehr wissen, was sie sinnvolles mit ihrer Zeit anfangen sollen.

Aber genau das führt zu einem glücklichen Leben. Ein wesentlicher Bestandteil eines glücklichen Leben ist es, eine etwas zu tun, was einem Freunde bereitet und noch wichtiger, was für die Person ganz individuell als sinnvoll betrachtet wird.

Um glücklich zu sein macht es also eine Menge Sinn, sich über seinen Lebensweg gedanken zu machen.

  • Womit wollen wir unsere Zeit verbringen?
  • Erfüllt mich meine Tätigkeit mit Freude?
  • Sehe ich einen tieferen Sinn in dem, was ich tue?

Resilienz

Resilienz oder “die psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.”

Wenn wir uns gute Methoden antrainiert haben, um mit Krisen und herausfordernden Situationen umzugehen, dann trägt das erheblich zu unserem Glücksempfinden vor.

Die Glücksforschung bestätigt ebenfalls: Äußere Umstände entscheiden nicht maßgeblich darüber, ob wir glücklich sind. Wir haben es selbst in der Hand. Wir können an uns arbeiten und glücklich sein lernen.

Da haben wir es also: Persönlichkeitsentwicklung macht glücklich. Selbstwertgefühl aufzubauen und an seinem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu arbeiten führt also zu einer höheren Lebenszufriedenheit.

Klar, wenn wir weniger Angst haben, uns mehr zutrauen und uns als wertvoll betrachten, dann können wir ein freieres und selbstbestimmteres Leben führen.

Persönliche Strategien – der richtige Fokus

Heute ist ohne einen Zweifel bewiesen, dass wir die Welt um uns herum genauso erleben, wie wir sie erleben wollen. Wenn wir uns darauf konzentrieren, glücklich sein zu wollen und positive und schöne Dinge zu sehen, dann werden wir die Welt auch so wahrnehmen.

Als einen Platz, der uns glücklich macht und in dem eine ganze Menge schöner Dinge passieren.

Unser Fokus entscheidet maßgeblich darüber, wie glücklich wir sind. Auch wenn sich viele Menschen einen suboptimalen Fokus angewöhnt haben, haben wir doch jederzeit die Macht und Möglichkeit, ihn zu ändern.

In unserem Universum können, soweit wir bisher wissen, niemals zwei Dinge gleichzeitig an einem Platz sein. Daher kannst du keinen negativen Fokus haben, wenn du einen positiven hast.

Du kannst also selbst entscheiden, wie du die Welt siehst. Ändere deinen Fokus und du wirst dich nicht mehr “Was macht glücklich?” Fragen müssen.

Persönliche Strategien – Überzeugung, selbst für Glück und Erfolg verantwortlich zu sein

Da beißt sich der Hund selbst in den Schwanz. Es macht glücklich zu glauben, dass man selbst für sein Glück verantwortlich sei. Wenn wir davon überzeugt sind, dass wir selbst entscheiden können, wie wir uns fühlen und ganz bewusst ein Leben führen können, das uns glücklich macht – naja dann werden wir auch glücklich.

Diejenigen, die Glück zu sehr auf äußere Faktoren schieben, die sie nicht beeinflussen können, sind alleine wegen dieser Einstellung schon weniger glücklich. Sie haben ein ständiges Gefühl der Machtlosigkeit.

Fehlt uns diese Überzeugung, werden wir natürlich auch viel weniger bereit dazu sein, unsere Lebensumstände aktiv so zu gestalten, dass wir glücklich werden können.

Persönliche Strategien – Bildung macht Glücklich

In einer weiteren Sache sind sich die Glücksforscher einig. Bildung macht glücklich.

Sie gibt uns eine größere Perspektive und mehr Optionen um Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf unsere Zufriedenheit auswirken. Außerdem ist erwiesen, dass gebildete Menschen ein besseres soziales Umfeld haben, seltener arbeitslos sind und auch besser in der Lage sind, ihre Freizeit zu gestalten, so Bergheim.

Persönliche Strategien – Selbstbestimmtes Leben

Stefan Bergheim sagt in dem Interview mit der Süddeutschen, dass Glück für jeden Menchen etwas anderes bedeutet und es letztendlich der Job eines jeden Einzelnen ist, selbst für sich zu entscheiden, was Glück für sie bedeutet.

Immer dann, wenn wir selbst entscheiden können, womit wir unsere Zeit verbringen, führt das zu vermehrter Lebenszufriedenheit.

Wenn wir selbst aussuchen können, wo wir leben wollen und mit welchen Menschen wir uns umgeben wollen, dann führt das zu mehr Glück.

Ein zentraler Punkt dabei ist, sich für einen Lebensweg zu entscheiden. Denn de facto können wir kein selbstbestimmtes Leben führen, wenn wir nicht wissen, wie dieses Leben überhaupt aussehen soll.

Wir brauchen ein ganz klares Bild davon, was wir im Leben wollen und wie wir es verbringen wollen und noch den Mut, es auch in die Tat umzusetzen.

envelopeWenn du noch nicht so genau weißt, was dein Lebensweg ist, und du Angst hast, diesen zu gehen, dann trage dich für meinen 3-teiligen Videokurs zu dem Thema ein und erfahre:

  • Was eine Lebensmission ist (sicherlich nicht das, was du denkst).
  • Drei sehr effektive und einfache Übungen, um deine Lebensmission zu finden.
  • Wie du bombensicheres Selbstvertrauen aufbaust, um mit inneren und äußeren Widerständen fertigzuwerden.

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Persönliche Strategien – Sich auf sich selbst konzentrieren

Was relativ offensichtlich ist, wird in Stefan Bergheim’s Interview mit der Süddeutschen noch einmal bestätigt:

“Wir orientieren uns sehr stark an dem, was andere haben und tun und wie erfolgreich andere womöglich sind.”

Der direkteste Weg, vollkommen unglücklich zu sein und ständig unter Spannung zu stehen ist es, sich mit anderen Menschen zu vergleichen.

Wenn wir ständig schauen, was andere haben, was wir noch nicht haben, dann führt das immer dazu, dass wir uns selbst nicht mögen und annehmen können.

Denn seien wir einmal ehrlich: Es wird immer jemanden geben, der mehr hat als wir. Der mehr Geld verdient, der ein größeres Haus hat oder eine glücklichere Beziehung führt.

Doch wieso schauen wir da so ausgiebig hin? Wenn wir lernen, uns mehr auf uns zu konzentrieren und dankbar dafür zu sein, was wir haben und tun, dann führt das zu viel mehr Glück.

Dabei schauen wir natürlich immer nur auf die Menschen, die in einem kleinen Lebensbereich mehr erreicht haben, als wir. Wir schauen nach oben, nicht nach unten.

Reichlich dumm, denn dabei können wir per se nur verlieren.

Außerdem: Hat nicht jeder von uns schon mindestens einmal die Erfahrung gemacht, dass wir jemanden komplett überschätzt haben? Am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen aus Fleisch und Blut mit Schwächen und Stärken.

Lasst und glücklich sein und uns viel mehr auf uns konzentrieren, anstatt auf andere.

Persönliche Strategien – Dankbarkeit

Je öfters wir uns darauf besinnen, wie gut es uns geht und wie wohl wir uns in unseren Lebensumständen fühlen, desto glücklicher sind wir.

Jetzt magst du denken: “Ja, aber ich fühle mich doch gar nicht wohl in meinem Leben.” Ich bin der Meinung, es gibt immer etwas, wofür wir dankbar sein können. Wir haben nur schon so lange nicht mehr hingeschaut, dass wir diese Dinge nicht mehr bemerken.

Doch wir können immer dankbar sein, dass wir in Frieden leben, dass die Sonne scheint, dass es regnet oder dass wir an uns arbeiten und uns besser verstehen wollen.

Persönliche Strategien – Positives Selbstwertgefühl entwickeln

Wenn wir jeden Morgen aufstehen, uns im Spiegel ansehen und uns darüber freuen, dass wir uns ansehen dürfen – dann macht das glücklich.

Wenn wir eine liebevolle, positive und unterstützende Beziehung zu uns selbst pflegen, dann fühlt sich das einfach nur gut an. Wir sind für uns, anstatt gegen uns und treten für uns uns unsere Bedürfnisse ein.

envelopeSelbstwertgefühl ist übrigens etwas, das man entwickeln kann. Um dich dabei zu unterstützen, habe ich einen Kurs entwickelt, der dich mit kleinen, leicht auszuführenden Übungen und guten Tipps langsam aber sicher auf den Weg schickt, dein Selbstwertgefühl zu verbessern.

Trage dich hier ein und nimm dein Lebene und dein Glück selbst in die Hand.

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Liebe Grüße

Tim


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2 comments
  • Esther

    Hallo Tim……Du schreibst sehr viel über Glück…aber es ist immer leichter geschrieben als getan..
    Nun laut deinen Texten,kommt man zum Schluss, dass man nur positiv sein sollte,dankbar sein sollte unv.und dann wird man irgendwann glücklich.
    Aber es geht nicht immer so einfach im echtem Leben! Theorie und Umsetzen dauern Jahre, erst wenn man wirklich bereit ist für das Leben und ein eigenes Leben zu führen…fängt es langsam an zu funktionieren….für mich ist Glück eine Momentaufnahme…ich bin kurz glücklich …aber zufrieden das ist der Punkt…denn der kann ein Leben lang anhalten…
    lg Esther

    Juni 7, 2017 9:34 pm || Antworten

    1. Tim Hamer

      Hey Esther,

      in deinem Kommentar finden sich eine Menge Glaubenssätze, die deine Sicht auf die Dinge zeigen. “Es geht nicht immer so einfach” << Wenn du von vorne herein schon davon ausgehst, dass es schwer wird und lange dauert, dann erhöhst du die Chance darauf beträchtlich. Wieso nicht zumindest einmal die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass es auch schnell gehen und Freude bereiten kann 🙂 Liebe Grüße, Tim

      Juni 23, 2017 2:38 pm || Antworten

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