Innere Zufriedenheit

Viele Menschen verschieben ihre innere Zufriedenheit in die Zukunft.

Wenn ich:

  • selbstbewusster werde…
  • meinen Traumjob gefunden habe…
  • 7,5kg abgenommen habe…

… dann kann ich zufrieden sein.

Doch das Hoch nach dem Erreichen eines solchen Ziels klingt relativ schnell ab.

Dann kehrt die Unzufriedenheit zurück.

Denn der wahre Grund für mangelnde innere Zufriedenheit ist der Glaube, dass sich etwas ändern muss, um sie zu bekommen.

Lass uns in diesem Artikel die Quelle innerer Zufriedenheit finden, die du nie mehr verlieren kannst.

Los gehts!

Wieso kaum jemand innere Zufriedenheit findet (nicht das, was du denkst)

Fast jeder meint, seine momentane Lebenssituation mit Job, Partnerschaft und zu wenig Geld wären schuld.

Wir meinen, würde sich im Außen etwas ändern, würden wir uns besser fühlen.

Diese Veränderung liegt dabei immer in der Zukunft und oft hinter einer Zeit harter Arbeit.

Doch so verpassen wir den einzigen Ort, an dem echte Zufriedenheit ist – dieser Moment.

Die Jagd nach Erfüllung durch Veränderung im Außen ist eine endlose Suche.

Wie oft wurden wir alle schon enttäuscht?

  • Neuer Partner?
  • Neues Handy?
  • Neue Wohnung?
  • Neuer Job?
  • Neue Persönlichkeitsentwicklungsmethode?

Was davon hat dauerhaft die Zufriedenheit gebracht, die es versprochen hat?

Auch in den Medien sehen wir täglich Menschen, die alles haben und denen es trotzdem miserabel geht.

Was ist innere Zufriedenheit?

Leiste ich Widerstand gegen diesen Moment, fängt das Leiden an.

Kann ich jedoch alles so sein lassen, wie es ist, dann ist nichts ein Problem für mich.

Es ist dann so, wie es eben ist.

Das ist innere Zufriedenheit. Total simpel.

Immer, wenn ich für mehr innere Zufriedenheit etwas ändern will, fangen die Probleme an.

Denn der große Trugschluss lautet: Dinge im Außen können beeinflussen, wie es uns innerlich geht.

Wieso du keine innere Zufriedenheit hast und nicht weißt, woran das liegt

Wir denken dann, es wäre unsere Aufgabe, das Leben im Außen perfekt zu machen.

Mit der Vorannahme: Erst wenn es perfekt ist, werde ich endlich innerlich zufrieden sein.

Doch das hält nie lange an (sonst würdest du jetzt nicht diesen Artikel lesen sondern mit deinem Leben zufrieden sein).

Es gibt nur EINE Einzige Ursache von Unzufriedenheit

“Etwas-nicht-haben-wollen” ist die einzige Ursache von Unzufriedenheit.

Innere Zufriedenheit entsteht genau dann, wenn wir mit alles so sein lassen, wie es ist.

Vor allem das, die wir so gerne ändern würden.

  • deine Angespanntheit mit anderen Menschen.
  • deine Angst vor zu Versagen.
  • deine Unsicherheit auf der Arbeit.
  • dein geringer Kontostand.

… gerade diese Dinge sind es, die liebevoll akzeptiert und angenommen werden wollen.

Wir überschätzen unsere Fähigkeit, die Welt zu beeinflussen

Übrigens: In diesem Moment sind die Dinge sowieso schon so, wie sie sind.

Es ändert nichts an der Situation, zusätzlich unzufrieden darüber zu sein.

Wenn du Widerstand leistest, ist die Schüchternheit schon da und das Konto schon leer.

Widerstand ist kein gutes Werkzeug für Veränderung. Ganz im Gegenteil.

Zufriedenheit kommt dann, wenn wir den Wunsch nach Kontrolle loslassen.

Davor haben viele Menschen Angst, denn Kontrolle gibt uns ein (sehr fragiles) Gefühl von Sicherheit.

Viele meinen, ihr Leben würde komplett zusammenbrechen wenn sie sich nicht mit Händen und Füßen gegen die Gefahren dieser Welt wehren.

  • Doch wir haben sehr wenig Kontrolle über unsere Gefühle.
  • Wir können uns nicht aussuchen, welcher Gedanke als nächstes zu uns kommt.

Wenn etwas unangenehmes passiert, konnten wir es offensichtlich nicht verhindern.

Trotzdem strampeln wir innerlich und äußerlich in der Hoffnung, so etwas beeinflussen zu können.

Doch wie fühlt sich das an, sich ständig im Kampf zu befinden?

Gib dich dem Fluss des Lebens hin

Einer der tiefsten Wünsche aller Menschen ist es, endlich mehr loszulassen und sich dem Fluss dieses Lebens hinzugeben.

Was wir uns alle wünschen ist die Fähigkeit, innerlich gelassen zu sein in dem Wissen – “Alles ist gut.”

Die Wahrheit lautet jedoch: “Alles ist gut, wenn wir ihm erlauben, gut zu sein.”

Wie finde ich innere Zufriedenheit?

“If the only thing people learned was not to be afraid of their experience, that alone would change the world.”

~ Sydney Banks

Der Ausweg ist zu lernen, keinen Widerstand mehr gegen deine Erfahrungen zu leisten.

Wenn wir den Versuch der Kontrolle unserer Erfahrungen loslassen und den Fluss des Lebens stattdessen passieren lassen, sind wir frei.

Dann ist auf einmal alles ok. Es kann nicht anders sein.

Dabei hat sich gar nichts im Außen geändert. Wir haben nur aufgehört etwas anders haben zu wollen.

Während wir früher alles unternommen haben, um zu kontrollieren, so tun wir jetzt das Gegenteil.

Wir lassen den Kontrollzwang los und geben uns dem Fluss der Dinge hin.

So finden wir innere Zufriedenheit. Auch sehr simpel.

Innere Zufriedenheit und deine Gedanken

Vielleicht denkst du beim Lesen dieser Zeilen jetzt: “Ja, du hast gut reden. Aber bei mir gibt es wirklich Eigenschaften, die nicht akzeptabel sind, oder Lebensumstände, die Leid erzeugen.”

Solche Gedanken kenne ich nur zu gut.

Akzeptanz heißt nicht, aktiv daran zu arbeiten, alles dein Leben lang zu behalten wie ein geliebte Topfpflanze.

Es geht immer nur darum es in diesem Moment zu akzeptieren – denn es gibt nichts, außer genau diesen Moment.

Daher kannst du auch nur in diesem Moment zufrieden sein.

Viele Menschen wissen nicht, was sie zufrieden macht

Das, was du heute unbedingt ändern willst, ist nicht in Stein gemeißelt.

Klar, im Moment kommt es dir so vor.

Doch kommt es dir so vor, weil es in jedem Fall so ist?

  • Woher weißt du mit 100%-iger Sicherheit, dass Schüchternheit etwas schlechtes ist?
  • Wer sagt dir, dass Angst zu haben total störend oder gar verboten ist?

Doch der einzige Ort, an dem irgendetwas als “nicht gut” oder “gut” deklariert werden kann, sind deine Gedanken.

Der wahre Schlüssel zu innerer Zufriedenheit

Daher ist der zweite Schlüssel für innere Zufriedenheit: Erkenne, dass NUR in Gedanken bestimmte Gefühle oder Lebensumstände inakzeptabel werden können.

Das Gefühl an sich ist niemals der “Übeltäter”.

Unser gedanklicher Wunsch, etwas an dem Gefühl zu ändern, ist in Wahrheit schuldig.

Der Weg dort heraus ist zu erkennen, dass es eben “nur” Gedanken sind.

Es sind Töne in deinem Kopf, nichts mehr.

Niemand sucht sich aktiv aus, was er den ganzen Tag so denkt.

Trotzdem meint jeder, diese Gedanken wären ganz wichtig.

Frage dich: “Wie würde mein Leben ohne diesen Gedanken sein?”

Innere Zufriedenheit entsteht im Moment

Innere Zufriedenheit heißt, präsent in diesem Moment zu leben.

Sei in Frieden mit dem, was gerade da ist.

Lasse den Glauben los, diesem Moment würde etwas fehlen.

Wir sind das präsente Bewusstsein im Fluss des Lebens.

Erfahrungen, Gefühle, Gedanken, Menschen, Situationen sind in ständigem Wandel.

Bewusstsein ist unveränderbar.

Das, was mit fünf Jahren dein Leben im elterlichen Garten wahrgenommen hat, nimmt jetzt deine Angst vor dem Job wahr.

Das Wahrnehmende ist unveränderlich – nur das Wahrgenommene ändert sich.

Lösen wir uns von dem Eindruck, es wäre unsere Aufgabe, etwas zu verändern, kontrollieren, optimieren, kommt wahre innere Zufriedenheit in unser Leben.

Wie du alles bekommst, was du dir wünschst

Übrigens kommen die Dinge, die wir uns wünschen, dann viel leichter in unser Leben.

Denn wir agieren nicht aus einer Position des Mangels, sondern aus Fülle.

Mit Widerstand erzeugen wir nicht nur Leid, sondern halten auch konsequent die Dinge fern von uns, die wir meinen zu brauchen.

Haben wir jetzt mit Akzeptanz eine einfache Möglichkeit gefunden, um doch noch alles zu bekommen, was ich haben will?

Nope.

Ganz so leicht zu auszutricksen ist das Universum nicht.

Erst wenn du spüren kannst, dass du nichts brauchst, um glücklich zu sein, öffnet sich dieser Raum.

Lass von jetzt an den direkten Weg zu innerer Zufriedenheit nehmen.

Lass uns erkennen, dass dir in diesem Moment nichts fehlt.

Keine andere Menschen, keine materiellen Güter und auch keine Anerkennung oder Sicherheit.

Wie du jeden Moment (also dein ganzes Leben) so akzeptierst, wie es ist

Selbstakzeptanz heißt, den Moment zu akzeptieren. Um den Moment zu akzeptieren müssen wir präsent sein.

Diese Präsenz bringt uns in Verbindung mit dem Fluss des Lebens.

Wir erkennen, dass der Fluss immer weiterzieht.

Emotionen, Menschen, Gefühle, Erfahrungen kommen und gehen.

Das, was bleibt, sind wir.

Schauen wir von diesem bewussten Punkt aus auf die Welt, sind wir frei. Innere Zufriedenheit kehrt ein, die uns nie mehr verlässt.

Eine praktische Übung für mehr innere Zufriedenheit

Auf der Grundlage von Akzeptanz des Moments kannst du deinen Fokus steuern.

Denn worauf wir uns fokussieren, davon bekommen wir mehr.

Wo wir unsere Aufmerksamkeit hinsenden, senden wir unsere Energie hin.

Du hast immer die Wahl: Fokussierst du dich…

  • Auf das, was du noch nicht hast – oder auf das, was du schon gut ist.
  • Auf die attraktiven Seiten deines Partners – oder auf die negativen.
  • Auf deine Schwächen – oder auf deine Stärken.
  • Auf deinen Mangel an Geld – oder auf Möglichkeiten, mehr zu verdienen.
  • Auf Gesundheit – oder Krankheit.
  • Auf deine Fehler in der Vergangenheit – oder auf die schönen Dinge in der Zukunft.
  • Auf unser mögliches Scheitern – oder Erfolg.

Konsumiere Nachrichten bewusst

Seitdem ich keine Tagesnachrichten mehr lese, geht es mir spürbar besser. 

Mein Fokus hat sich verändert. 

Ich lese nur noch positive Literatur und schaue aufbauende Filme. 

Manche Menschen würden das ignorant nennen.

Doch: Es ist nicht so, dass auf der Welt mehr schlechte als gute Dinge passieren. 

Das erscheint nur so, wenn man sich stark auf die negative Dinge fokussierst. 

Ich bin davon überzeugt, dass genauso viele gute Dinge auf dieser Welt passieren, wie schlechte.

Ist es nicht wahre Ignoranz, dort nicht hinzuschauen?

  • Jeden Tag kommen tausende gesunde Kinder auf die Welt.
  • Jeden Tag verlieben sich Menschen ineinander.
  • In jedem Winkel dieser Erde haben jederzeit Menschen zusammen eine gute Zeit.
  • Das Bewusstsein der Menschen steigt ständig an.
  • Es entstehen zur Zeit wunderbar viele nachhaltige Projekte.

Dort hinzusehen erzeugt innere Zufriedenheit.

Irgendwo müssen wir sowieso hinschauen. Wieso nicht zu den guten Dingen? 

Wähle dein Umfeld bewusst aus

Wie zufrieden du dich fühlst entscheidet wird auch von deinem Umfeld beeinflusst.

Was ist das häufigste Gesprächsthema in deinem Freundeskreis? Negatives oder Positives?

Unterhaltet ihr euch darüber, wie korrupt die Politiker sind und wie unsicher die Arbeitsplätze geworden sind. 

Sind die Verfehlungen des Nachbarn stundenlang Thema? Wird viel gelästert?

Oder unterstützt euch gegenseitig und freut euch gemeinsam darüber, wie wunderbar doch das Leben auf diesem Planeten ist.

Es klingt hart, aber wenn du unzufrieden bist und das gerne ändern möchtest, ändere deinen Freundeskreis, wenn er dir schlechte Gedanken und dadurch schlechte Gefühle bereitet.

Zufriedenheit lernen

Schätze dein Leben so wert, wie es momentan ist. 

Du kannst dich darauf konzentrieren, was du schon hast und es wirklich genießen. 

Zufriedenheit lernen bedeutet, Dankbarkeit in dein Leben zu holen.

Lenke deinen Fokus bewusst darauf, was du schon hast.

Wir fokussieren uns oft auf Probleme und Unzulänglichkeiten.

Zum einen erschaffen wir sie so zu allererst durch unser negatives Denken.

Zum anderen blenden wir so alles aus, was gut ist.

Suche Dinge in deinem Leben, die du für selbstverständlich hältst – und schenke ihnen bewusst neue Wertschätzung.

Sei bewusst dankbar:

  • Für die Sonne (oder den Regen).
  • Für das Essen in deinem Kühlschrank.
  • Für die Kleidung, die du trägst.
  • Dafür, dass du auf deinem Weg bist.
  • Dafür, dass du auf dieser Welt bist und diese Erfahrungen hier machen darfst.

All das sind unglaubliche Geschenke, die wir manchmal ausblenden.

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