November 30, 2013

Selbstakzeptanz: der komplette Guide

Hallo lieber Leser,

das heutige Thema liegt mir besonders am Herzen, da ich genau damit eine lange Zeit selbst enorme Schwierigkeiten hatte.f

Es geht um Selbstakzeptanz oder Selbstannahme.

Um es kurz zu machen: ich dachte oft, ich wäre so wie ich bin nicht gut genug und müsste mich verstellen, um angenommen zu werden. Ich konnte nicht ich selbst sein.

Mich in einer ganz bestimmten Art und Weise verhalten – einer, die mir eigentlich gar nicht entspricht.

Nach und nach habe aber ich gelernt, dass es sich immer lohnt, so authentisch wie möglich zu sein und einfach rauszuhauen, was ich sagen will. Das zu tun, was ich tun will.

Und zwar ohne es erst durch 10 unsinnige Filter laufen zu lassen und zu analysieren um auch ja bei niemandem ein „schlechtes Bild“ zu erzeugen oder anzuecken.

Das Ganze war ein Prozess, den ich ganz bewusst durchlebt habe, das ist nicht einfach mal so passiert.

Wenn ich das geschafft habe, dann kannst du das auch!

Was also habe ich da genau gemacht?

Zuerst einmal müssen wir einen kleinen, aber fundamental wichtigen Sachverhalt klären. Ohne dieses Verständnis ist es nicht möglich, den Sinn und Zweck hinter den Aufgaben zu erkennen, die ich dir am Ende dieses Artikels stellen werde.

Das grundlegende menschliche Bedürfnis.

Das grundlegende menschliche Bedürfnis ist es, sich gut zu fühlen.

Mental, physisch, emotional.

Bei dir und auch bei mir liegt genau dieser Antrieb jeder einzelnen Handlung zugrunde.

Und zwar wirklich jeder Handlung.

Bewusst oder Unbewusst.

Sogar meine faule Hand auszustrecken und einen Schluck Kaffee zu trinken wäre mir vollkommen unmöglich, wenn ich damit nicht Genuss (gut fühlen) verbinden würde.

Ich würde ihn einfach in seiner hübschen Tasse kalt werden lassen und dann in den Ausguss schütten.

Verbinden wir nicht in irgendeiner Weise ein positives Resultat mit unseren Handlungen, ist es uns nicht möglich, auch nur irgendetwas zu tun.

Bewusstheit und Selbstakzeptanz.

Jetzt kommt deine Bewusstheit ins Spiel.

Denn für welche unserer Abermillionen Handlungsmöglichkeiten wir uns letztendlich genau entscheiden, wird von unserem Level an Bewusstheit bestimmt.

Bewusstheit ist die Klarheit, mit der wir die Welt um uns herum und in unserem Inneren so wahrnehmen, wie sie ist.

Mit einem niedrigen Level an Bewusstheit nehmen wir vieles komplett anders wahr, als es in Wirklichkeit ist und mit einem hohen Level an Bewusstheit ist unsere Wahrnehmung im Großen und Ganzen in harmonischem Einklang mit der Realität.

Wie dein Level an Bewusstheit entsteht.

Alle Erfahren und Einflüsse, die in deinem Leben bisher auf dich eingeprasselt sind, beeinflussen dein Level an Bewusstheit.

Alle deine Entscheidungen, Gefühle und Handlungen in deinem Leben werden von deinem Level an Bewusstheit bestimmt.

Ein Beispiel:

Wenn dir dein Umfeld ständig einbläut, dass Dinge wie Geld und Macht entscheidend für deinen Wert als Mensch sind, dann hast du keine andere Chance, als es zu glauben bis zu dem Punkt, an dem du andere Erfahrungen machst.

An diesem Punkt verändert sich deine Bewusstheit.

Du wirst ein Stück bewusster.

Deshalb hast du auch gar keine andere Wahl, als Entscheidungen zu treffen, die mit genau dem vorherrschenden Level an Bewusstheit in einer ganz bestimmten Situation übereinstimmen und in diesem Kontext Sinn machen.

Jetzt kommt der wichtige Punkt.

Also Ohren gespitzt.

Auch wenn dein Level an Bewusstheit durch neue Erfahrungen und Einflüsse in deinem Leben immer im Wandel ist, an dem genauen Punkt einer jeden Entscheidung in deinem Leben ist es komplett unveränderbar.

Das bedeutet, dass du in jeder Situation in deinem Leben nur genauso entscheiden konntest, wie du entschieden hast.

Es gab keine andere Wahl.

Auch wenn du es Sekunden später durch eine Veränderung deiner Bewusstheit sofort besser wusstest.

Somit haben alle moralischen Verurteilungen, alle “hättest du mal…”, alle “solltest…”, “könntest…” und “du müsstest…” überhaupt keine Berechtigung mehr. Deine derzeitige Bewusstheit erlaubte dir nämlich einfach nicht, besser zu handeln.

Deshalb macht jegliche Form der Selbstablehnung wegen irgendetwas, was du getan hast, überhaupt keinen Sinn.

Hast du diesen Sachverhalt einmal wirklich emotional nachvollzogen, wird es dir viel leichter fallen, dich selbst zu akzeptieren.

Von dort aus kannst du ganz ruhig an dir und deinen Verhaltensweisen, Denkmustern und Erfolgsstrategien arbeiten, ohne dich als fundamental falsch anzusehen.

Ganz schön viel auf einmal…

Puh, haben wir das also hinter uns gebracht. Sehr schön!

Selbstakzeptanz!

Dich selbst zu akzeptieren bedeutet nämlich, dich selber so zu mögen, wie du bist. Du akzeptierst alle deine sogenannten Schwächen, Unzulänglichkeiten und alle deine Gefühle als einen Teil von dir.

Aber auch nicht als mehr. Nur als einen Teil, nicht als die Gesamtheit deiner Person.

Genau da liegt der Hund begraben.

Das ist nämlich der große Unterschied.

Da du jetzt ja auch weißt, wieso du das einfach tun kannst, wird es dir auch viel leichter fallen. Schlicht und einfach, weil es keinen Grund gibt!

Nebenbei bedeutet das übrigens keineswegs, dass du diesen Teil von dir unbedingt cool findest oder magst. Aber du verdammst ihn auch nicht, schließt nicht von ihm auf den Wert von dir als Person im Ganzen.

Wie kommst du nun dahin?

Ich halte eine Menge davon, viel zu lesen und sich intellektuell immer weiter zu bilden und zu fordern, aber ich glaube es ist noch niemandem gelungen, sich in mehr Selbstwertgefühl oder Selbstakzeptanz zu DENKEN. Denn das Denken macht nur einen kleinen Teil deiner Bewusstheit aus.

Ein viel größerer Teil ist das FÜHLEN. Es heißt ja nicht umsonst SelbstwertGEFÜHL.

Um nun wirklich deine Gefühle dir selbst gegenüber zu verändern, also dass du wirkliches Selbstwertgefühl und Selbstakzeptanz SPÜRST, anstatt es dir nur einzureden ist es unerlässlich, ins HANDELN zu kommen.

Bei jedem Menschen lösen unterschiedliche Situationen Gefühle der Selbstablehnung hervor.

Oftmals sind wir uns dieser Selbstverurteilung gar nicht bewusst. Sie läuft ganz automatisch ab.

Wie ein Reflex.

Unbewusst.

Es geht jetzt darum, aufmerksamer in bestimmte Situationen zu treten und dich ganz bewusst Situationen auszusetzen, in denen du dich unwohl fühlst.

Je weiter du dich so selber erkundest und erkennst, je mehr du auch deinen dunklen Seiten in die Augen schaust und dich aktiv mit ihnen auseinandersetzt, desto eher wirst du in der Lage sein, dich selber zu akzeptieren. Auch wenn da Dinge sind, die du gerne ändern möchtest, akzeptierst du sie schlussendlich als ein Teil von dir.

Du siehst dann deinen Unsicherheiten und „Schwächen“ ohne Scheu in direkt in die Augen und lernst sie so wirklich zu erkennen und dich selbst zu akzeptieren.

Mit dem Hintergrundwissen aus diesem Artikel ist es dir dann möglich, Schritt für Schritt deine Einstellung gegenüber ihnen zu verändern. Ganz proaktiv.

Auf einmal siehst du sie (und somit auch dich) in einem ganz anderen, positiven Licht. Du praktizierst ab jetzt positives Denken, wenn es um dich selbst geht.

Der erste Schritt zu mehr Selbstakzeptanz ist gemacht.

Nur in diesen intensiven Situationen, in denen die Unsicherheiten und Selbstverurteilungen dann wirklich hochkommen, kannst du sie wirklich sehen und effektiv mit ihnen umgehen.

Probier es aus.

Das nächste Mal, wenn du vor einer Situation stehst, die dir ein wenig Bauchkribbeln gibt, dann ist das dein Signal. Gehe durch die Situation durch anstatt dich herumzuschleichen und lege deinen Fokus auf die Gefühle, die da hochkommen und auf deine Gedankenstrukturen.

Nimmst du die Gefühle an oder verdammst du sie?

Fragst du dich, wieso immer du genauso fühlen musst?

Von dort aus, ändere deine Gedankenmuster aktiv ab. Sage dir, dass es vollkommen OK ist, so zu fühlen.

Mit etwas Übung und konstantem Verlassen deiner Komfortzone wirst du deine Einstellung dir gegenüber fundamental ändern können!

Ich habe übrigens zu dem Thema Selbstakzeptanz einen komplett kostenlosen E-Mail Kurs entworfen, in dem du leicht anzuwendende Tipps und Übungen bekommst, um dich selbst wieder mehr zu akzeptieren.

Baue mit Hilfe dieses Kurses eine starke Beziehung zu dir selbst auf und lerne, dich in allen Lebensbereichen wieder komplett anzunehmen.

Liebe Grüße

Tim


Author:

1 comment
Leave a comment

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?