Glücklich sein

Viele Menschen können einfach nicht glücklich sein, obwohl sie scheinbar alles haben.

Manchmal denken wir für einen kurzen Moment: “Ja, da ist es, das Glück”, nur um ihm dann dabei zuschauen zu müssen, wie es wieder das Weite sucht.

Doch Glück ist für jeden erlernbar. Dauerhaft.

Dafür müssen wir einfach nur verstehen, wie Glück entsteht und wo es zu finden ist.

Denn 99,9% aller Menschen suchen schlicht an den falschen Orten.

Das wäre so, als wenn du mit einem Stadtplan von Berlin eine Straße in München suchst.

Doch wenn man einmal weiß, wo es liegt, dann ist es kein großes Ding mehr.

Dazu habe ich heute eine neue, umfangreiche Anleitung zum glücklich sein für dich erstellt – damit du ab heute genau weißt, wo du suchen musst.

(…und nein, es handelt sich nicht um 08/15 Tipps, sondern um ein tiefes Verständnis davon, wie glücklich sein wirklich funktioniert.)

Überzeuge dich selbst von der Wirkung.

Los geht’s.

Wie gute Gefühle und Glück entstehen

Schaue mal bei dir nach:Wie sieht es in deinem Kopf aus, wenn du dich unglücklich fühlst

Sind da:

  • lange Gedanken- und Grübelschleifen?
  • große innere Dialoge?
  • Bewertungen über dich, die Welt, andere, deine Leistung oder dein Verhalten?

Oder ist da Stille und nur sehr wenige Gedanken?

Bei mir zumindest ist immer die Hölle los im Kopf, wenn es mir nicht so gut geht.

Die Gedanken überschlagen sich und es herrscht eine gedankliche Lautstärke wie auf einem Rock-Konzert.

Diese Erkenntnis ist der Schlüssel zu mehr Verständnis, wieso wir Menschen uns glücklich oder auch unglücklich fühlen.

Sie ist der Schlüssel, um die Kunst des Glücklich seins zu erlernen.

Die simple Gleichung um glücklich zu sein

Die simple Gleichung lautet: 

  • Glücklich sein = Kopf leer (wenige, klare Gedanken).
  • Unglücklich sein = Kopf voll (viele, komplizierte Gedanken).

Jetzt magst du einwenden, das wäre zu simpel: Aber genauso funktioniert das mit dem glücklich sein.

Viele Coaching-Klienten von mir berichten: “Ich bin so unglücklich weil ich immer über alles und jeden nachgrübeln muss, besonders nachts!”

Oder sowas:

“Eigentlich habe ich ihm auch verziehen aber ich muss andauernd darüber nachdenken.”

Kannst du sehen, dass das unglücklich sein nicht aus der realen Welt stammt, sondern im Denken über die Welt entsteht?

Glücklich sein: Wo das Glück garantiert nicht zu finden ist

Das schlimmste, was du tun kannst ist, das Glück im Außen zu suchen.

  • “Wenn ich meinen Mann nur dazu bringe, dass er endlich mal die Zahnpastatube richtig zumacht, dann kann ich endlich glücklich sein – aber vorher nicht.”
  • “Wenn ich auf der Arbeit weniger zu tun habe (und diese nervige Kollegin endlich im Urlaub ist), dann fühle ich mich endlich zufrieden und glücklich.”
  • “Wenn ich das neue Auto, das Handy oder eine neue Beziehung habe, dann werde ich glücklich sein.”

Wir verknüpfen unser glücklich sein mit dem Außen. 

Wir meinen, diese Welt hätte die Fähigkeit, uns glücklich oder unglücklich zu machen. Doch da schenken wir ihr zu viel Macht.

Denn wir fühlen niemals die Welt – wir fühlen unsere Gedanken über die Welt. 

Lass dir das noch einmal auf der Zunge hergehen, weil das so wichtig ist. 

Wo Stress, Angst und innere Unruhe herkommen (und das Glück zerstören)

  • Wenn dich der Arbeitskollege stresst, dann stressen dich in Wahrheit deine Gedanken über ihn.
  • Wenn dir der Blick auf dein Bankkonto Angst macht, dann machen wir in Wahrheit deine Gedanken über dein Konto Angst.

Wieso ist das so?

Weil wir nicht diese Welt fühlen, sondern unsere Gedanken über die Welt.

Erinnerst du dich an die Gleichung? Sie ist immer noch sehr simpel:

  • Viele, komplizierte, ernsthafte Gedanken = das Leben wirkt schwer und angsteinflößend
  • Wenige, kurze, simple Gedanken = das Leben wird leicht und es gibt keine Probleme

Und um ehrlich zu sein: Kurzfristig funktioniert Veränderung im Außen sogar.

Es kann Erleichterung bringen, wenn der Arbeitskollege mal nicht da ist und wieder neues Geld auf das Konto kommen. 

Jedoch fühlen wir uns hier nur besser, weil wir diese stressigen Gedanken für kurze Zeit nicht haben müssen.

Doch in dem genauen Moment, in dem unser Ego uns neue, negative Gedanken sendet, geht der Kreislauf wieder von vorne los.

Wir brauchen eine neue Veränderung – damit diese Stimme im Kopf mal kurz ein Stück weniger plappert und wir uns kurzfristig besser fühlen können.

(Denn auch hier führt nicht die Veränderung zu mehr Wohlbefinden, sondern die kurzfristige Reduzierung des Gedankenstroms).

Hast du schonmal vergessen, dass du unglücklich bist?

Hast du auf der anderen Seite schon einmal vergessen, dass du unglücklich bist?

Erinnere dich einmal an eine Situation, in der du einen negativen Gedanken quasi vergessen hast. 

Vielleicht hast du dich gerade in deinen Gedanken fürchterlich aufgeregt über deinen Chef oder dir dein Versagen vorgestellt – und in diesem Moment lacht dich ein Baby an oder du wirst durch einen Anruf abgelenkt.

In der Sekunde, wo sich deine Gedanken ändern, ändert sich das Gefühl. Vielleicht schwingt es in deinem Körper noch ein wenig nach, aber es ändert sich, garantiert.

Wenn die Situation von davor also sooo schlimm gewesen ist, wieso erscheint sie es dir auf einmal nicht mehr?

Würdet du wieder die “Ernsthaftigkeit” dieser Situation spüren wollen, dann müsstest du dich erstmal wieder in diese Gedanken reinsteigern (was wir alle ja auch oft genug machen). 

Der Schlüssel zum glücklich sein lernen

Glücklich sein Schlüssel

Möchtest du das Glücklich sein lernen, dann erkenne: Hier bin ich (Beobachter) und da sind meine Gedanken (das beobachtbare Objekt). 

Schon fangen sie an, die Macht über dich zu verlieren. Denn wir kommen nicht mehr so schnell ins Grübeln.

Wir können uns “weglehnen” von den Gedanken, anstatt uns reinzustürzen.

Und wenn wir nach 1-2 Gedanken merken: “Hey, das geht hier gerade voll in Richtung Grübelfalle” – naja dann hören wir auf, in die Richtung zu gehen.

Wie du aufhörst zu leiden und glücklich wirst

Wir nehmen die Hand von der heißen Herdplatte – einfach so, weil sich Hände auf heißen Herdplatten relativ unangenehm anfühlen.

Wir geben den Gedanken nicht mehr so viel Aufmerksamkeit, wir lassen den Fokus weit werden und entspannen uns innerlich – weil wir erkannt haben, dass sich so viel zu grübeln einfach nicht gut anfühlt.

Worum geht es? 

Den Punkt zu erwischen, an dem wir drauf und dran sind, in die Gedankenspirale abzutauchen – und dann bewusst zu bleiben und es nicht zu tun.

Dafür müssen wir aber so wach sein und erkennen, dass wir gerade die Gedanken fühlen und nicht die Welt. 

Das einzige, was du lernen musst, um frei zu sein

Bewusstsein ist der Schlüssel. 

Je klarer wir sehen können, dass wir nicht diese Gedanken sind, sondern sie wahrnehmen, desto freier werden wir.

Doch das Gute ist, dass sich Bewusstsein schulen lässt. 

Bewusstsein führt zu mehr Wachheit. 

Das führt zu mehr Verständnis und das wiederum führt zu weniger Grübeln -> was dann am Ende zu zu mehr Wohlbefinden führt.

Lerne ganz klar von außen zu betrachten, dass da eine Stimme in deinem Kopf jeden Tag ne Menge Geschichten erzählt.

Erkenne durch Selbst-Beobachtung: Je schlechter du dich fühlst, desto negativere Stories erzählt sie …

… und desto besser du dich fühlst – desto weniger ist dort oben gerade los.

Nimm dein Denken nicht mehr so ernst wenn du glücklich sein willst

Denn weißt du, was dein nächste Gedanke sein wird? Ich weiß es bei mir nicht. 

Und trotzdem nehmen wir diese Stimme super-ernst. Wir meinen, alles was sie uns erzählt, wäre uneingeschränkt wahr.

Doch hast du dir schon einmal völlig grundlos Sorgen gemacht? Ich schon tausende Male. 

Trotzdem tue ich es immer mal wieder. 

Schon hundert mal musste ich feststellen: “Och so schlimm war es gar nicht, wie ich mir das jetzt vorgestellt habe”, und trotzdem sitze ich bald wieder auf dem Stuhl und grübel und machen mir Sorgen über eine fiktive Zukunft.

Auch wenn ich immer wieder festgestellt habe, dass die Sorgen und das Grübeln komplett überflüssig waren – irgendwie fiel es mir doch schwer sie loszulassen.

Mehr Klarheit im Kopf = mehr Glück

Weil ich in diesem Moment nicht so bewusst war um zu sehen, was da gerade abging.

Ich dachte nämlich, ich fühle die Realität – und nicht meine Gedanken. Das war der Trugschluss.

Ist dir das auch schon einmal aufgefallen?

Wir Menschen sind in der Lage, in Sekunden von totaler innerer Ruhe und Präsenz in einen Zustand von kompletter Aufregung und Stress gehen.

Wie? 

Es kommt ein stressiger Gedanke in unserem Kopf und wir haben keinen Abstand von ihm – wir nehmen ihn total ernst.

… noch schlimmer. 

Wir fangen an zu Grübeln und fallen für 3 Stunden in ein Gedankenkarussell – schon ist es passiert. Wir fühlen uns schlecht.

Du musst deine Gedanken nicht kontrollieren

Kein Mensch auf der Welt kann kontrollieren, welcher Gedanke in seinen Kopf kommt. 

Aber wenn wir unser Bewusstsein schulen können wir erkennen, was da gerade für ein Programm abläuft.

Dann können wir entscheiden, wie sehr wir ihm nachgehen wollen.

Wir haben die Entscheidung, ob wir stundenlang grübeln wollen, oder nicht.

Die Entscheidung ist je einfacher, je bewusster wir unsere Gedanken mitbekommen.

Ich meine damit nicht, jeden einzelnen Gedanken zu analysieren. Ganz im Gegenteil. 

Einfach zu merken, DAS wir gerade denken, reicht vollkommen aus. 

Werde dir deiner Gedanken bewusst – beobachte sie. Das wars.

So verlieren sie die Macht über uns. Wenn du in die Beobachterrolle wechselst und erkennst: “Hier bin ich, da sind meine Gedanken”, bist du frei.

Du kannst sie nun einfach kommen und gehen lassen, aber sie beeinflussen dich nicht mehr.

Du beobachtest sie, ohne dich mit ihnen zu identifizieren. So lässt du sie los.

Anstatt dich von ihnen runterziehen zu lassen, erkennst du: “Ah, ein negativer Gedanke. Interessant.”

Du nimmst ihn nicht mehr für bare Münze, sondern bist ausschließlich Zeuge. Dann wird er flux weiterziehen, ohne in negative Gefühle zu erzeugen.

Ich muss mittlerweile immer mal wieder laut lachen darüber, was mir “meine Stimme” dort oben erzählen will. 

Auch heißt Glücklich sein nicht, positiv zu denken

Glücklich sein

Gleichzeitig geht nicht nicht darum, zwanghaft positive Gedanken zu erzeugen. Wer das schon einmal versucht hat der wird bemerkt haben, wie schwierig das dauerhaft ist.

Es geht um neutrale Beobachtung. 

Je präsenter wir mit Gedanken sind und desto weniger ernst wir sie nehmen, desto mehr kehrt da oben Stille ein – und je mehr Stille dort ist, desto mehr Wohlbefinden haben wir.

Noch besser: Diese Lücken im Denken wird dann mit positiven Gedanken entspannter und ruhiger Art gefüllt – und so entsteht dann Lebensfreude, Schöpferkraft, Gesundheit und harmonische Beziehungen.

Jeder von uns trägt die Quelle des glücklich seins immer in sich

Wusstest du, dass wir alle eine ständige Quelle von Glück in uns haben?

Schon einmal ein Baby angeschaut und ich dabei offen und liebevoll gefühlt? – hier verbindest du dich mit dieser Quelle. 

Kleine Zwischenfrage: Wieviel Gedanken hast du in genau diesem Moment, in dem dein Herz aufgeht?

Das reine Bewusstsein des Babys erinnert dich an diese Quelle – es ist dein Lehrer und zeigt dir den Weg.

Auch die Natur eignet sich auch super. Warst du schon einmal überwältigt von einem Bergpanorama oder einem Sonnenuntergang?

Auch hier – die Natur ist dein Lehrer. Sie zeigt dir, wo du das Glück finden wirst: Nämlich hinter deinen Gedanken

Entsteht eine Lücke in deinem Gedankenstrom, wirst du sofort glücklich.

Wann genau gingen denn diese schönen Momente wieder weg? 

Richtig, wenn deine Gedanken wiederkommen – und zwar meistens genauso schnell, wie sie gekommen sind.

Solange wir den Fehler machen, und etwas im Außen für unsere guten Gefühle verantwortlich machen – anstatt die Lücke im Denken- dann sind wir für immer Sklaven unserer Umwelt und rennen kurzen Momenten von Glück von Außen hinterher.

Was wir alle wirklich wollen, wenn wir sagen wir wollen erfolgreich sein, glücklich sein, einen Partner haben ist Freiheit von Gedanken.

Wenn das Glück immer da ist – wo hat es sich manchmal versteckt?

Dieses Wohlbefinden ist immer da. 

Du kannst jederzeit in einen Zustand mit weniger Troubel im Kopf fallen – und deshalb von eine Sekunde auf die nächste glücklich sein.

Das Glück wird von vielen Lehrern gerne mit der Sonne verglichen. 

Die scheint ja auch immer.

Auch wenn wir sie nicht immer scheinen sehen. Weil Wolken davor sind – oder sie auf der anderen Seite vom Planeten ist.

Doch sie ist immer da. 

Genauso ist das Glück auch immer da, wir können es nur manchmal durch unsere Gedanken-Wolken nicht sehen.

Jeder kann das Glück jederzeit wiederfinden

Glücklich sein Gedanken

Und das beste: Jeder kann es jederzeit wiederfinden. Denn es ist ja nicht weg. Nur hinter den Wolken.

Dafür braucht es keine lange Entwicklung – das passiert sofort, wenn es passiert. 

Bei dem Baby arbeitest du ja auch nicht jahrelang dafür, dass du dich in genau dem Moment gut fühlen kannst. 

Nein, das Glück ist auf einmal einfach da. Wie aus dem Nichts

Wenn die Gedanken für einen kurzen Moment ausgeschaltet werden, dann ist es sofort da.

… und naja, wenn die Gedanken dann wiederkommen, dann klingt es auch schnell wieder ab. 

Dein Weg, um immer öfter glücklich sein zu können

Gedanken kommen und gehen, sie sind nicht immer da. Aber du bist ist immer da. 

Du bist das, was diese Gedanken wahrnehmen kann.

Wir haben ja gelernt, dass wir uns immer dann unglücklich fühlen, wenn wir viele negative Gedanken haben.

Diese Erkenntnis ermöglicht es uns, hinter die Gedanken zu schauen.

Vorher sehen wir die Welt wie durch eine Glasscheibe mit tausend kleinen Kratzern. Jeder Gedanke ist ein Kratzer. 

  • Wie gut können wir die dahinterliegende Welt jetzt noch erkennen? 
  • Wie akkurat sind die Informationen, die wir bekommen?

Wo du das Glück nicht findest – und wo es versteckt liegt

Viele Menschen suchen die Lösung für ihre Probleme jetzt auf dieser Glasscheibe.

“Wenn ich nur noch genauer hinsehe oder noch ein paar neue Kratzer hinzufüge – dann wird bestimmt alles besser (wir machen uns also Sorgen und Grübeln).”

Doch das einzige, was passiert ist, dass wir noch unklarer sehen. 

Wenn wir direkt glücklich sein wollen, dann können wir diese Glasscheibe einfach wegwerfen und die Welt so sehen, wie sie ist.

Dann erkennen wir, dass wir viele Probleme in unseren Gedanken selbst erschaffen haben und es überkommt uns direkt eine gewisse Leichtigkeit und innere Freiheit.

Negative Glaubenssätze loslassen und glücklich sein

  • Was glaubst du über das Leben?
  • Was glaubst du über andere Menschen?
  • Was glaubst du über Arbeit?

Mag mag es kaum glauben (haha), aber solche Fragen haben einen unglaublichen Einfluss auf dein Glück.

Denn wenn du glaubst, dass die Welt gefährlich ist, andere Menschen böse sind und Arbeit keinen Spaß machen darf, dann stehen die Sterne für dein Glück nicht allzu gut.

Wenn du glücklicher sein willst, dann erkenne alle Glaubenssätze als Illusionen.

Denn was sind Glaubenssätze? Richtig, Gedanken über dich oder die Welt, an die du fest glaubst.

Doch auch der festeste Glaubenssatz ist am Ende nur ein Gedanke und nicht in Stein gemeißelt.

Es gibt im Universum Millionen Wege, dich zu sehen und das Leben zu sehen. Andere Menschen glauben andere Dinge über sich, das Leben und die Welt.

Wer hat jetzt Recht? Niemand.

In Wahrheit ist die Welt nicht gut oder schlecht. 

Sie ist so, wie du sie betrachtest. 

  • Wenn du gute Dinge über die Welt glaubst, freust du dich in ihr zu leben.
  • Wenn du glaubst, fremde Menschen sind gefährlich, wirst du dich nicht gut fühlen können.

Das beste ist: Du musst noch nicht einmal bewusst für bessere Glaubenssätze sorgen.

Immer, wenn du bewusst wirst und alte Glaubenssätze nicht mehr so ernst nimmst – werden sie über kurz oder lang ganz automatisch von positiveren Gedanken ersetzt.

Die Vergangenheit loslassen und Glücklich sein

Glücklich sein Vergangenheit

Der einzige Ort, an dem die Vergangenheit existiert, sind deine Gedanken. Nirgendwo sonst.

Ich kenne bisher niemanden, der durch die Zeit reisen konnte und die Vergangenheit LIVE nochmal erleben konnte.

Aber wir alle erleben sie jeden Tag neu – und oftmals die negativen Erfahrungen. 

Wir spulen die immergleichen Schallplatten ab – und fühlen uns dann oft schlecht. 

Es kommt uns so vor, als müssten wir das tun, als hätten wir keine andere Wahl.

Doch die haben wir.

Wenn wir nämlich erkennen, dass das nicht real ist, was da passiert, sondern nur Gedanken, dann können wir uns so von der Vergangenheit lösen.

Niemand muss unter seiner Vergangenheit leiden

Wenn wir in den Moment eintauchen, dann gibt es die Vergangenheit nicht. 

Nur wenn wir daran denken, erschaffen wir sie wieder neu.

Jedes Mal aufs Neue. Und das tun wir nicht, weil es unbedingt nötig ist – sondern nur weil wir uns daran gewöhnt haben.

Außerdem: Es kommt uns oft so vor, als könnten wir die Vergangenheit ungeschehen machen, je länger wir über sie nachdenken. 

Doch das einzige, was du ändern kannst, ist dein Umgang mit solchen Gedanken.

Am besten so, dass du relativ schnell aussteigst, wenn der Gedankenzug losfährt in Richtung Vergangenheit.

Jeder von uns hat schon Fehler gemacht. Genauso hat jeder gute Chancen verpasst und sich nicht fair verhalten.

Das ist menschlich. Lasse es deshalb los – er schaffe die Vergangenheit nicht mehr neu in deinen Gedanken.

 Begleiche alle offenen Rechnungen und entschuldige dich, wenn nötig.

Lerne aus der Vergangenheit und fokussiere dich auf die Gegenwart. Lasse die Dinge dann aber hinter dir und schaue nach vorne. 

Jetzt kannst du dich ändern und etwas anders machen. Nur im Hier und Jetzt kannst du glücklich sein.

Was tun, wenn du nicht aus negativen Gefühlen rauskommst

Selbst wenn du gerade gar nicht aus dem Film herauskommst: Auch in sehr intensiven Emotionen zu wissen “Ich fühle hier gerade nicht die Welt, sondern meine Gedanken über die Welt” ist unglaublich befreiend. 

Denn dann wissen wir, zumindest auf einer mentalen Basis, dass unser Wohlbefinden gerade nicht in Gefahr ist – auch wenn wir diese Gefühle gerade fehlinterpretieren.

Denn du weißt auf einer intellektuellen Ebene, dass sie nichts über die Qualität deines Leben aussagen – sondern einfach nur ein “chemischer Spiegel” deiner Gedanken in deinem Körper sind.

Schule dein Verständnis und dein Bewusstsein dafür – auch in Situationen in denen es dir so vorkommt, als würden die Gefühle ganz klar aus der Außenwelt kommen.

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7 Tipps um schneller weniger zu Grübeln und Glücklicher zu sein

Ich denke wir sind uns mittlerweile einig, dass es an unserem Denken liegt, wenn wir unglücklich sind.

Doch manchmal kann dieser Denker dort oben echt hartnäckig sein.

Außerdem haben wir uns schon so an ihn gewöhnt, dass wir es oft gar nicht merken, wenn er wieder die Führung übernimmt.

Deshalb bekommst du jetzt einige Tipps von mir, mit deren Hilfe du deinen Beobachter schulen kannst und dich schneller aus dem Griff deines Gedankenkarussells lösen kannst.

1. Mehr Bewusstsein durch weniger Ablenkung

Wir leben in einer Welt tausender Ablenkungen. 

Handy und Internet zerren unsere Aufmerksamkeit weg von unserer inneren Welt.

So ziehen sie uns auch von uns selbst weg. Wir verlieren den Kontakt zu uns.

Wir werden immer unbewusster – und somit immer anfälliger dafür in negativen Gedankenspiralen zu versinken.

Nimm dir bewusst Auszeiten ohne Handy, Fernsehen und andere Menschen, in denen du dich nur auf dich fokussierst. 

Das kann eine Minute oder eine Stunde dauern.

Fahre bei der nächsten Busfahrt einmal komplett ohne Handy und spüre in dich hinein.

Mache doch mal einen handyfreien Tag pro Woche. Es wird deinem glücklich-sein sehr dienen.

2. Entspannung: Der viel-unterschätzte Glücksbeschleuniger

Ist es nicht lustig. Wir rackern uns jedes Jahr mehr ab, um glücklich zu werden.

Meine Frage an dich: Hat das bisher geklappt?

Das Leben ist eine ständig Abfolge von An- und Entspannung.

Doch oft spannen wir nur noch an.

Das führt zu Stress: und zu seelischen und körperlichen Verspannungen.

Diese loszulassen führt zu Entspannung.

Frei fließende Energie fühlt sich gut an. Sie macht dich glücklich. Sind wir entspannt, kann deine Energie freier fließen.

Nimm dir regelmäßig Zeit zu entspannen.

Ob das ein ausgedehnter Spaziergang, eine Massage oder Yogaübungen sind, bleibt dir überlassen.

Gewöhne dir auch an, tagsüber tiefer und bewusster zu atmen. 

Atmen ist Leben. Atme einmal tief ein, fokussiere dich auf ein Körperteil (z.B. deine Hand), atme aus lasse dieses Körperteil bewusst los (hier findest du dazu übrigens sehr effektive Atemübungen).

In diesem Artikel findest du weiterhin die wirkungsvollsten Entspannungsübungen in der Übersicht.

3. Meditation: Eine 4000 Jahre Tradition für mehr Wohlbefinden

  • Ja, Meditation macht glücklich. 
  • Nein, eine Wellness-Methode ist sie nicht. 

Wenn du ernsthaft meditierst, wirst du dich auf einer tiefen Ebene kennenlernen.

Du wirst immer mehr den Zusammenhang zwischen deinen Gefühlen und deinen Gedanken sehen können.

Denn während deiner Meditationszeit gibt es keine Ablenkung.

Während dieser Zeit wirst du immer wieder merken, wie dein Denken “die Kontrolle” übernimmt.

Die Chancen stehen sehr gut, dass du anfänglich von deiner Präsenz (indem du z.B. deinen Atem beobachtest) in irgendwelche Denkmuster abdriftest.

Schwups, und schon bist du abwesend.

Kein Problem. 

Denn das einzige Ziel während der Meditation ist, diesen Punkt zu erkennen und dann wieder sanft zu deinem Atem und dem Moment zurückzukehren.

Das dient dir als Trockenübung für das echte Leben.

Außerdem macht Meditation:

  • gesünder
  • wacher
  • produktiver
  • …und glücklicher

Sie kann Angstzustände und Depression verringern und mehr innere Ruhe bringen

Sie sorgt dafür, dass deine Gedanken nicht mehr so verrückt spielen und du deine Emotionen besser im Griff hast.

Das alles führt nachhaltig zu mehr Glück in deinem Leben. Fange mit 2 Minuten täglich an und steigere dich langsam. Du wirst es nicht bereuen, das verspreche ich dir.

4. Bleib bewusst und achtsam im Alltag

Am allerwichtigsten bleibt es aber, immer wieder zu erkennen, dass du deine Gedanken fühlst und nicht die Welt (deinen Job, das Arbeitsamt, andere Menschen, deine Großmutter) um dich herum.

Das heißt im Umkehrschluss – immer, wenn du dich schlecht fühlst, ist das kein Zeichen dafür, dass da gerade wirklich etwas schlecht ist in deinem Leben ist, sondern dass du deinen Gedanken gerade sehr viel Aufmerksamkeit gibst.

Was ist also die Lösung?

Anstatt unter deinen Gefühlen zu leiden, kannst du sie einfach nur als kleine Erinnerung dafür nutzen, dass du gerade stark in deinen Gedanken bist.

Du kannst sie als Aufforderung zu erkennen, dass das Gedankenkarussell gerade auf Hochtouren fährt und du lieber aussteigen solltest. 

Dann hören deine Gefühle ganz schnell auf, etwas negatives zu sein – und entwickeln sich zu einem praktischen Werkzeug für dich, um bewusster zu werden.

5. Bringe mehr Präsenz zu alltäglichen Dingen

Bringe mehr Präsenz in deinen Alltag, lebe mit mehr Achtsamkeit.

  • Wenn du gehst – dann geht (und schaue nicht aufs Handy).
  • Wenn du kochst, dann koche (und schaue nicht nebenbei Youtube)
  • Wen du dich unterhältst, dann unterhalte dich (und denke nicht an Morgen) 

Das kannst du mit allem tun, was du im Leben so machst. Zähneputzen, abwaschen, …

6. Höre geführte Meditationen

Manche Menschen helfen geführte Meditationen, um präsenter zu leben und mehr zu erkennen.

Ich kann dir da die von meinem Kollegen Peter Beer empfehlen.

7. Das Glück teilen

Eigentlich muss ich es gar nicht sagen, weil es zum Automatismus für dich werden wird.

Teile dein Glück. Am besten ist es dazu, erst einmal selbst innerlich zufrieden zu werden.

Dann kommt automatisch der Drang, das mit anderen zu teilen.

Wenn du dich gut fühlst, schenke anderen ein Lächeln oder wünsche ihnen innerlich alles gute und genauso schöne Gefühle für ihr Leben.

Angst vor Veränderung

Möchtest du die Angst vor Veränderung loswerden und sie durch ein aktives Leben nach deinen Vorstellungen ersetzen?

Dann bist du hier genau richtig.

Kennst du das Gefühl, es gäbe keinen Weg mehr zurück? Die Zweifel, ob wir nicht einen riesigen Fehler gemacht hätten?

Von Tag zu Tag steigt die Angst vor dem Unbekannten und die Angst, etwas altes, gutes, bekanntesunwiederbringlich zu verlieren.

Diese Ängste halten uns von Veränderung ab, sogar wenn die jetzige Situation alles andere als ideal ist.

Die Gedanken fangen an zu kreisen:

  • “Wie wird das nur alles werden?”
  • “Kann ich mit den neuen Herausforderungen überhaupt umgehen?”
  • “Habe ich gerade die komplett falsche Entscheidung getroffen?”
  • “Werde ich etwas vermissen?”
  • “Komme ich mit den neuen Kollegen klar?”
  • “Werde ich noch genügend Zeit für mich selbst haben?”

Manchmal bleiben wir sogar in der unangenehmen Situation, weil wir mehr Angst vor der Veränderung als Lust auf etwas Neues haben.

Das liegt vor allem an einer Sache: Wir denken, diese Veränderungen, nicht bewältigen zu können.

Es kommt uns so vor, als würde unser Leben nach der Veränderung noch schlechter werden.

Doch wir können die Angst vor der Veränderung überwinden– und uns so Schritt für Schritt für ein neues, spannendes Leben öffnen.

In diesem Artikel teile ich 12 Übungen, Tipps und Mindset-Hacks mit dir, durch die deine Angst vor Veränderung ihren Schrecken verliert.

Los geht’s.

Woher die Angst vor Veränderung (wirklich) kommt – eine Gedankenspirale aus Eventualitäten

Jeder Mensch will im Leben vorankommen.

Wir wollen es nicht passiv an uns vorbeiziehen lassen – sondern aktiv gestalten.

Gleichzeitig fühlen wir uns auch sehr wohl in alten, vertrauten Umständen. 

Wir wollen uns verändern, haben aber Angst, die Kontrolle zu verlieren und uns ins Unbekannte vorzuwagen.

Ein Dilemma. 

Doch die Angst vor Veränderung entstehen ausschließlich in unseren Gedanken. 

Wenn wir uns für Stunden in diesen Kopf-Horrorfilmen verheddern, dann ist es kein Wunder, wenn wir oft ängstlich sind.

Wir sind dann nicht mehr in der Lage, klar zu denken. Der Kopf ist voller Katastrophen – und wir mitten drin.

Die Stimme der Vernunft wird immer leiser und die Gedanken im gleichen Atemzug immer extremer. 

Kopfkino deluxe.

Wir gehen ein Szenario nach dem nächsten durch – oft ohne es bewusst zu bemerken. 

Wieso uns Veränderung so angsteinflößend vorkommt

Die Krux ist die: An jedem Gedanken hängt ein Gefühl. 

  • Haben wir angsteinflößende Gedanken – fühlen wir Angst.
  • Haben wir traurige Bilder im Kopf – fühlen wir uns traurig.

Daher müssen wir uns immer schlechter zu fühlen, je tiefer wir in diesen Gedankenstrudel abtauchen.

Und trotzdem tun wir es alle (ich übrigens auch).

Wir denken daran, wie wir unser Leben ruinieren, wenn wir uns nicht augenblicklich verändern – und im nächsten Augenblick denken wir, unser Leben zu ruinieren, wenn wir uns verändern.

Wir sehen unsere Traurigkeit, wenn alles so bleibt, wie es ist. 

… und den ganzen Stress und dier Herausforderungen einer Veränderung, der wir sicherlich nicht standhalten können.

Das würde uns, so ist sich unser Verstand sicher, wieder brutal runterziehen. 

Wir spinnen uns eine belastende Situation nach der anderen zurecht, bis hin zum völligen Scheitern unserer Existenz. 

Dann fühlen wir uns völlig unfähig, dem Leben zu begegnen oder zu Handeln. 

Doch dieses Muster lässt sich von hier auf gleich abschalten – wenn du deinem Verstand auf die Schliche kommst.

… ließ schnell weiter und erfahre im nächsten Absatz, wie das geht. 

1. Komme deinem Verstand auf die Schliche – und überwinde so deine Angst vor Veränderung

Angst vor Veränderung - Gedankenchaos

Wie du siehst ist es schwer, so auf einen grünen Zweig zu landen. Die Stimme da oben wird einfach immer weiterplappern. 

Bis… ja bis du ihr auf die Schliche kommst. 

Denn der einzige Ort, an dem all diese Geschichten exisiteren, ist unser Oberstübchen.

Und wenn wir mal ehrlich sind: zu 99,9% werden diese Befürchtungen niemals eintreten. 

Trotzdem hemmen uns solche Gedanken maßlos, Veränderungen endlich einmal anzupacken.

Auch wenn sie de facto noch nicht eingetreten sind.

Unser Verstand will uns verklickern, dass die Katastrophe zu 100% unvermeidlich ist.

Irgendwas passt hier nicht ganz so zusammen, wenn du mich fragst. 

Niemand kann negative Gedanken einfach abstellen – aber du kannst etwas anderes tun

Hast du schon einmal versucht, solche Gedanken dauerhaft abzustellen?

Habe ich auch…

Hats geklappt? Bei mir nicht so wirklich. Für eine kurze Zeit vielleicht. Aber schwups, sind sie wieder da. 

Dieses positive Denken LINK funktioniert gerade dann nicht, wenn wir sowieso schon getresst sind und starke Emotionen haben.

Was wir aber tun können ist, uns der Gedanken bewusst zu werden. 

Wenn wir erkennen, dass es dort diese Stimme gibt und sie beobachten, anstatt komplett von ihren Horrorvisionen mitgezogen zu werden, dann lösen wir uns langsam aber aus ihrem Schwitzkasten.

Aus einer nüchternen, ruhigen Position herausbetrachtet können wir niemals mit Sicherheit wissen, ob all diese Horrorvorstellungen wirklich eintreffen werden.

Doch wenn wir so unbewusst von diesen Gedanken eingewickelt werden, anstatt sie zu beobachten – dann glauben wir ihnen den ganzen Bullshit.

… gar nicht gut.

Wenn du stattdessen sehen kannst dass dort die Gedanken sind – und du hier bist – dann bist du frei von diesen Gedanken.

Dann ist sie wie monotone Fahrstuhlmusik – anstatt Dauerbeschallung aus der ersten Reihe eines Rockkonzerts.

Was wäre, wenn auf einmal alles gut geht?

Wir haben übrigens nicht nur Angst davor, zu Scheitern. Wir haben mindestens genauso viel Angst vor Erfolg.

Denn dann würde unsere vertraute Welt auf einmal auch starkte Veränderungen aushalten müssen – dann kommen Ängste, ob wir diesen neuen Stress und Druck wohl aushalten könnten.

“Werde ich da nicht wieder genauso von runtergezogen und fühle mich dann mies?”

Du siehst, auch bei vermeintlich guten Ergebnissen fällt deinem Verstand nichts besseres ein, als negative Gedanken zu produzieren.

Wenn du noch einen Beweis brauchtest, ihn nicht ganz so ernst zu nehmen, hier hast du ihn :)

2. Akzeptiere, dass du Angst vor der Veränderung hast

Je mehr wir unsere Angst ablehnen, desto unangenehmer wird sie.

Erlaube dir daher zu allererst, Angst vor Veränderung zu haben. Denn das ist vollkommen menschlich. 

Jeder Mensch hat Angst. Nur einige lassen sich davon mehr beeinflussen, als andere.

Das Problem mit Ängsten ist: Wir steigern uns gerne mal rein. 

Dann liegen wir in unserem warmen, sicheren Bett – und fühlen uns trotzdem so, als würde die Welt morgen untergehen.

Oh oh…

Es entsteht der Eindruck, wir könnten da absolut nichts gegen tun. 

Wieso ist das überhaupt so?

Weil wir glauben, das gäbe uns Sicherheit. Wir meinen, wir könnten dem Unheil doch noch entgehen, je intensiver wir darüber nachgrübeln.

aber liegst du nicht gerade sicher in deinem Bett? Wäre es möglich, dass diese Ängste gerade ein wenig übertreiben?

Das ist sehr gut möglich – und trotzdem kommt uns das Leben schier unaushaltbar und wirklich gefährlich vor.

3. Deine Angst ist nicht unangenehm, sondern ein Zeichen für unwahre Gedanken

Was wäre, wenn deine Angst vor Veränderung nicht heißen würde, dass die Zukunft wirklich schlechter wird, sondern dass du gerade deinen Gedanken ein wenig zu viel Bedeutung gibst?

Immer, wenn du Angst fühlst, dann kannst du dir sicher sein, dass da gerade zu viele und zu schnelle Gedanken in deinem Kopf herumflitzen.

Das einzige, was du dann tun darfst ist,ein wenig Abstand zu gewinnen und sie für den Moment weniger ernst zu nehmen.

Ich weiß, sie haben magnetische Anziehungskaft. 

Doch hier liegt dein Weg weg von der Angst vor Veränderung hin zu innerer Ruhe und Gelassenheit.

Je mehr du der Beobachter bist, desto weniger wirst du von deinen Ängsten kontrolliert.

Desto weniger werden sie dich stressen und dein Handeln und deine Entscheidungen beeinflussen.

4. Wie du ein “An Neues Anpassen” – Weltmeister wirst

Angst vor Veränderung - Schritt für Schritt

Wir haben so große Angst vor Veränderung, weil wir glauben jetzt schon alles vorhersagen zu müssen.

Wir haben dein Eindruck, in Gedanken auf jede Eventualität vorbereitet sein zu müssen.

So drehen sich die Gedanken – sie meinen es gut mit uns. Sie wollen uns bestmöglich auf die Veränderung vorbereiten.

Doch das Leben lässt sich nicht vorhersagen. Je mehr wir 17 Schritte weiterdenken und alle Katastrophen + unsere Reaktion vorhersagen wollen – desto unentspannter werden wir.

Doch ich durfte die Erfahrung machen, dass das gar nicht nötig ist. 

Wenn wir den ersten Schritt machen, dann ergibt sich ganz oft der nächste Schritt. 

… das geht immer so weiter. 

Konzentriere dich auf das Hier und Jetzt

Wenn wir uns auf den Schritt vor uns konzentrieren – dann brauchen wir das ganze, angstmachende Gedankenchaos über Schritt #27 nicht. 

Denn was der Schritt #27 sein wird, erfahren wir bei Schritt #26. So leben wir mehr im Moment und so entsteht Flow.

Du hast deine gesamte Energie für den jetzigen Schritt zur Verfügung, anstatt 85% der Energie mit Grübelein zu verschwenden. 

Vertraue darauf, dass du zur Richtigen Zeit die richtigen Dinge tun wirst – und zwar ohne dass du dir dafür hart den Kopf zerbrechen musst.

Verweile auch dann im Hier und Jetzt, wenn der nächste Schritt noch nicht offensichtlich ist. 

Er wird kommen.

Wenn du so lebst, musst du nie mehr Angst vor der Veränderung haben, denn alles, was du wissen musst, ist der nächste Schritt. 

Mehr dazu kannst du übrigens in meiner Podcastfolge erfahren.

Hier direkt anhören:

5. Schritt für Schritt die Kontrolle loslassen (und sie somit viel stärker gewinnen)

Wenn wir Angst vor etwas Neuem haben, dann haben wir in Wahrheit Angst vor Kontrollverlust.

Veränderung ist immer der große Schritt uns Unbekannte.

  • Kann ich mit den neuen Herausforderungen umgehen?
  • Werde ich das bereuen?

Ich sag es nicht gerne, aber niemand kann dir garantieren, dass es klappt und du damit zurechtkommst.

Das kann sich so anfühlen, wie der freie Fall ins Nichts. 

Doch in Wahrheit lässt sich das Leben nur bedingt kontrollieren (meiner Meinung nach gar nicht). Du kontrollierst es auch nicht, wenn du in deinem sicheren zu Hause sitzen bleibst.

Dann kontrollieren deine Ängste dich zu 100%.

Was wäre, wenn du Schritt für Schritt diesen Wunsch nach Kontrolle loslässt?

Wie du dich ohne Angst dem Leben hingeben kannst

Wenn du dich dem Leben hingibst und jedem einzelnen Schritt deine volle Aufmerksamkeit gibst, anstatt so sehr im Denken zu sein.

Wie würde dein Leben aussehen, wenn du darauf vertraust, dass du in der richtigen Situation schon die richtigen Dinge tun wirst (und bei jedem Schritt lernst)?

Wie würdet du dich fühlen, wenn du wüsstest, dass es kein Scheitern, sondern nur Lernen gibt?

Was wäre, wenn du bemerkst, dass es all diese schrecklichen Dinge nur in deinem Kopf gibt, und das Hier und Jetzt dir mehr Gelassenheit und Lebensfreude gibt?

Löse dich von dieser krassen Identifikation mit deinen Gedanken. Lerne, dem Leben (und dir) wieder mehr zu vertrauen. 

6. Erlaube dir, dich jetzt schon wohlzufühlen

Ich bin der festen Überzeugung, dass sich jeder Mensch seine Lebensumstände (bewusst oder unbewusst) so gestaltet, wie er sie haben will.

Das heißt, wenn du dich in einer Situation befindest, die du vordergründig nicht so gerne magst – hintergründig gibt es doch Gründe dafür.

Erlaube dir doch einfach, diese Vorzüge auch mal zu genießen. 

  • Wenn du einen bequemen, aber nicht so gut bezahlten Job hast – genieße sie Bequemheit – anstatt dich über das wenige Geld zu ärgern.
  • Wenn du gerade keinen festen Job hast, dann ändere das. Genieße aber zwischenzeitlich aber die viele Zeit, die du für dich hast.

Wenn du gerade in deinem Leben an einem Punkt bist, wo du auch ohne Neuerungen und Veränderungen zufrieden bist – dann lass dich nicht stressen.

Lasse deine Erwartungen (und die anderer) einfach mal Erwartungen sein, und schalte einen Gang runter.

Das heißt nicht, dass diese Umstände ewig so bleiben müssen. Jedoch hast du sie dir nicht ohne Grund so erschaffen. 

Erlaube dir, sie jetzt zu genießen.

7. Löse dich von den Erwartungen anderer

Wieso willst du dich überhaupt verändern? 

Kommt der Wunsch nach einem besseren, interessanteren Leben aus dir – oder rennt du nur einem Idealbild der Gesellschaft hinterher?

Am Ende des Tages ist es dein Leben. Du kannst entscheiden. 

Ich habe ein paar alte Freude, die sind niemals aus unserer Heimatstadt herausgekommen. 

Die Jungs und Mädels machen da ihre Jobs, gründen ihre Familien, ohne jemals die Welt gesehen haben.

Und weißt du was? Die sind damit echt zufrieden, weil sie sich dafür entschieden haben. 

Mach dein Ding – mit Veränderung oder ohne

Die machen ihr Ding – und ihnen ist es egal, dass die Gesellschaft sagt, man müsse 3 Weltreisen gemacht, einen Job mit Prestige und eine hippe Wohnung in einer Top10 Großstadt auf der Welt haben.

Muss man eben nicht um glücklich zu sein.

Ich glaube es macht viel mehr Sinn, sein Ding zu machen, auch wenn andere Menschen große Erwartungen haben.

Schaue mal, ob die Gesellschaft oder andere Menschen dich subtil unter Druck setzen, etwas zu verändern – du aber am Ende deinen jetzigen Lebensstil ganz angenehm findest.

Wenn du ein wenig sozialen Druck aushalten kannst, dann erschaffst du dir so dein Leben, und stresst dich nicht in etwas, was andere für dich wollen.

8. Was tun, wenn du dich von der Veränderung überfordert fühlst

Angst vor Veränderung - Überforderung

Ich gebe zu, das Leben hat die Tendenz uns viele Herausforderungen auf einmal zu geben.

Wenn du dich vom Leben und der Veränderung in kurzer Zeit überfordert fühlst, dann mach mal eine Pause.

Wir meinen, je hektischer wir handeln und vor allem, je angestrengter wir nachdenken, desto besser können wir mit dem Leben zurechtkommen.

Meiner Erfahrung nach ist genau das Gegenteil der Fall.

Ich habe eine persönliche Regel: Immer wenn ich das Gefühl bekomme, ich müsste jetzt ganz schnell handeln oder etwas verändern – ist das ein untrügliches Signal für mich, einen Gang runterzuschalten.

Wie du die Angst vor Veränderung loslässt und innerlich ruhig wirst

Dann nehme ich mir ein wenig Zeit für mich und lasse die Gedanken ein wenig zur Ruhe kommen.

Wie mache ich das ?

Ich entziehe ihnen meine Aufmerksamkeit. 

Wenn du Sand und Schmutz in einem Wasserglas hast – und du das Wasser wieder klar bekommen willst – dann stell es einfach auf den Tisch, beachte es nicht und warte.

Genauso funktioniert das auch mit den Gedanken. Sie kehren natürlich wieder zu mehr Stille und innerer Ruhe zurück – wenn wir sie lassen und nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen.

Klar, das erfordert ein wenig Übung. Hektische Gedanken haben eine große Anziehungskraft auf unsere Aufmerksamkeit.

P.S. Wenn du das mehr üben möchtest, dann empfehle ich dir meinen Artikel mit vielen schönen Achtsamkeitsübungen.

Aber du wirst mit mehr Gelassenheit und Selbstvertrauen beschenkt.

9. Die Angst, Veränderung nicht mehr rückgängig machen zu können

Viele Menschen verharren in Schockstarre, aus Angst, einen Schritt dann nicht mehr rückgängig machen zu können. 

Sie machen sich Sorgen, falsche Entscheidungen zu treffen und mit diesen dann nicht klarzukommen. 

Zuerst einmal: Auch wenn es dir manchmal anstrengend vorkam – bisher konntest du mit allen Umständen in deinem Leben umgehen – sonst würdest du diese Zeilen nicht lesen.

Du musst in den meisten Fällen auch nicht ins kalte Wasser springen. 

Ziehe nicht alle Veränderungen gleichzeitig durch. Taste dich langsam heran. Jedes Mal wirst du bemerken, dass du es irgendwie hinbekommst.

10. Wie du die Angst loslässt, etwas altes zu verlieren

Eine Million Euro. 

Würdest du mehr Energie reinstecken, diese Million zu bekommen – oder darin zu verhindern, dass sie dir jemand wieder wegnimmt?

Wenn es dir so geht wie den meisten Menschen, dann würdest du eher dafür kämpfen, die Million zu behalten.

Es ist uns wichtiger, den Status Quo aufrecht zu erhalten, als die Chance auf Veränderung.

Denn hier wissen wir immerhin, was wir haben – aber dort wissen wir nicht, was wir bekommen.

Niemand kann dir garantieren, dass deine Veränderungsvorhaben auch klappen. 

Wir malen uns jetzt schon aus, wie wir scheitern und dann nicht mehr in die vertraute Umgebung unseres alten Lebens zurückkönnen.

Am meisten Angst haben wir davor, eine Entscheidung zu bereuen, die uns in Schwierigkeiten gebracht hat.

11. Erkenne: Das Leben ist Veränderung

Auch wenn sich dein Verstand gerne sperrt – Leben heißt Veränderung. 

Das kann Angst machen – aber auch Mut. 

Denn das heißt auch, dass keine Angst und keine negative Lebenssituation ewig bleibt.

Es geht immer weiter. Auch wenn dir dein Verstand etwas anderes erzählen möchte. Es öffnen sich immer neue Türen – gehe durch. 

Erkenne, dass dahinter nur in deinen Gedanken etwas schreckliches wartet. Denn in Wahrheit wartet da nur etwas anderes.

Die einzige Kraft, die dich davon abhält, ist die Identifikation mit deinen Gedanken. 

12. Angst vorm Scheitern und dem Unbekannten

Niemand kann in die Zukunft gucken.

Trotzdem meint unser Verstand, er könnte es. Was er da sieht, ist selten besonders aufbauend. Doch obwohl er nicht sicher sagen kann, dass wir scheitern werden – tut er es einfach trotzdem.

24/7 in Dauerschleife. 

Diese Gedanken verursachen dann große Ängste und innere Unruhe

Das ist ganz natürlich, schließlich richtet sich unser Organismus gerade auf eine absolute Katastrophe ein – während wir möglicherweise gemütlich auf dem Sofa sitzen.

Dann ist es verständlich, wenn wir lieber verharren, als uns zu bewegen. 

Doch wenn du deine Gedanken dafür erkennst, was sie sind – nämlich eine oft sehr negative Stimme in deinem Kopf – dann wirst du Schritt für Schritt frei von ihnen. 

Je mehr sie in den Hintergrund treten, desto mehr innere Ruhe bekommst du.

Aus dieser inneren Ruhe wirst du gelassen Veränderung einleiten und auch durchziehen können – denn es redet dir jetzt niemand mehr so penetrant rein.

So fühlt sich Freiheit an, so kannst du dir dein Leben so gestalten, wie du es gestalten willst. Wenn du erkennst, dass es kaum Limitierungen gibt – außer eben denen, die dir dein übervorsichtiger Verstand einreden will.

Das wünsche ich mir für dich!

Selbstsicherheit

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du deine Selbstsicherheit stärken kannst.

Vielleicht kennst du das auch…

  • Du kannst selten wirklich locker und entspannt mit anderen Menschen sein (denn wer weiß, was die gerade alles über dich denken).
  • Du nimmst dir negatives Feedback anderer schnell zu Herzen und kannst damit nur sehr schlecht umgehen (womöglich grübelst du sogar stundenlang darüber nach).
  • Du bist extrem kritisch mit allem, was du tust (deinen Auftreten, deiner Arbeit, deiner Wortwahl, dein Verhalten, …) – obwohl es rational betrachtet nicht notwendig wäre.
  • Du kannst Lob und Komplimente nur schwer annehmen und stellst dein Licht regelmäßig unter den Scheffel.
  • Dir fällt es schwer, deine Meinung zu sagen oder Dinge anzusprechen, die dir nicht gefallen.

Du fühlst dich in vielen Lebenslagen unsicher und angespannt. Dir steht wortwörtlich der Schweiß auf der Stirn.

Du kannst dich aber in der Sekunde entspannen, in der Menschen dir ein Zeichen von Akzeptanz oder Wohlwollen geben. 

Zum Schluss machst du dir Sorgen darüber, mit dieser Art im Leben letztendlich scheitern zu müssen – dein Alltag kommt dir sehr anstrengend und stressig vor.

Du hast selbst schon erkannt, dass das Leben oft einfacher wäre, wenn wir nicht alles selber verkomplizieren und uns mit Selbstzweifeln Steine in den Weg legen würden.

Doch so richtig abstellen können wir das irgendwie auch nicht.

Trifft das auf dich zu, dann bist du hier richtig. Denn Selbstsicherheit lässt sich trainieren.

Denn ich kann dich gut verstehen, mir ging es ähnlich – und ich habe ein paar echt gute Tipps gefunden, wie man gut damit umgehen kann.

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • Wie du selbstsicher werden über den Dingen stehst kannst – und dir so die Meinung anderer nicht mehr so relevant vorkommt.
  • Wie du dich in jeder Situation wohl in deiner eigenen Haut fühlst (auch wenn du nicht die komplette Kontrolle oder 100%-ige Kompetenz fühlst).

… und nein, hier gibt es keine “Grinse breit in den Spiegel und mache eine Siegerpose” – Tipps. 

Alles in diesem Artikel praktiziere ich regelmäßig und weiß daher, dass es auf einer tiefen Ebene funktioniert – und du nicht direkt wieder in alte Muster rutschst.

Hört sich das gut an?

Dann lass uns loslegen!

Was Selbstsicherheit bedeutet – und wieso du nicht selbstsicher bist

Es gibt nur einen Grund, wieso wir unsere Selbstsicherheit verloren haben.

Wir haben zu hohe Ansprüche an uns – und hinterfragen diese nicht. Irgendwann haben “wir” einmal entschieden, dass wir immer alles perfekt machen müssen.

(Wieso ich das “wir” in Anführungszeichen gesetzt habe, dazu kommen wir später noch).

  • Wir müssen alles perfekt machen (und perfekt sein).
  • Wir müssen alles schnell und effizient hinbekommen (und alles sofort verstehen)
  • Jeder Mensch muss uns mögen, akzeptieren und schätzen…

… und wenn das einmal nicht passiert, dann macht uns das auf einer tiefen Ebene zu einem schlechten Menschen.

Darüber hinaus haben hyper-strikte Regeln dafür, dass etwas “gut genug” ist. Somit machen wir es uns fast unmöglich, erfolgreich zu sein.

Darüber hinaus haben wir eine sehr sensible Wahrnehmung für die kleinsten “Beweise” in unserer Umgebung, dass etwas gerade falsch läuft.

Aus diesen Hinweisen macht unser innerer Kritiker dann sogleich ein riesiges Drama. Wir werden vom Gedankenstrudel mitgerissen und können nicht mehr klar denken.

Dann verhalten wir uns noch trotteliger und unsicherer, weil wir versuchen das irgendwie zu verheimlichen.

Im Folgenden findest du nun die besten Tipps, um deine Selbstsicherheit stärken zu können – und zwar dauerhaft und nachhaltig.

1. Unsicherheit und Selbstzweifel (und alles andere) akzeptieren

Mittlerweile fange ich fast jeden Artikel mit diesem Ratschlag an. 

Wenn wir unser Verhalten akzeptieren können, haben wir schon zu 50% verändert.

Akzeptanz ist immer die Grundlage. 

Steh einfach dazu. 

Mache dir bewusst, dass du nicht der oder die einzige bist. Das kann ich dir zu 100% bestätigen, denn mir geht es auch heute noch manchmal so. 

Vielleicht sind andere Menschen einfach bessere Schauspieler als du :)

In dem Moment wo du zu “deiner” Unsicherheit stehst, biste schon ein Stück selbsicherer geworden. 

Lustigerweise verlieren die Selbstzweifel direkt ihre Macht über uns, wenn wir sie nicht mehr so ernst nehmen. 

Dann können wir trotzdem tun, was wir tun und bemerken – “Oh, da waren gerade wieder diese Selbstzweifel. Naja.”

Sie stehen dann auf einmal gar nicht mehr so im Mittelpunkt. 

Denn so richtig mies fühlen sich diese Selbstzweifel nicht an – so richtig unangenehm ist unser innerer Kampf dagegen.

Dieses krampfhafte “anders sein wollen” bringt uns nicht weiter, außer noch mehr Druck und Selbstzweifel zu erzeugen.

Selbstzweifel als Stärke?

Selbstzweifel sind nicht per se schlecht. Denn sie zeigen, dass du hohe Ansprüche an dich und dein Tun hast.

Selbstsicherer zu werden heißt auch nicht, unverantwortungsvoll zu werden. 

Es heißt lediglich, ein wenig der inneren Anspannung loszulassen – sich freier zu fühlen – und so ebenfalls gute Leistung zu bringen, aber aus einer entspannten Grundhaltung heraus.

Wahre Selbstsicherheit entsteht, wenn wir innerlich locker sind.

2. Wie du aufhörst dir Sorgen darüber zu machen, was andere Denken

Selbstsicherheit - wie es dir egal ist, was andere von dir denken

Wenn du jeden Tag darüber nachdenkst, was wohl andere über dich denken könnten (auch, wenn es dazu im Grunde keinen Anlass gibt) – dann bist du nicht alleine.

Ich kenn das nur zu gut.

Gleichzeitig ist es aus zwei Gründen total überflüssig:

  1. Andere Menschen werden immer irgendetwas über dich denken (so wie du auch etwas über andere denkst).
  2. Du kannst es mit dem Gegrübel nicht einmal zu 0.01% beeinflussen.

Das einzige, was dadurch passiert ist, dass du dich selbst innerlich verrückt machst.

… das hält die anderen jedoch nicht vom Denken ab.

Ich weiß, dass das logisch nicht zu lösen ist. Denn diese Gedanken kommen einfach so – wir machen uns diese Gedanken, ohne uns dazu entschieden haben.

Pure Angewohnheit.

  • Was da nicht hilft: Zwanghaft positiv zu denken oder solch Denken sogar wegzudrücken.
  • Was hilft: Zu wissen, dass andere zwar etwas über uns denken, aber wir niemals wissen können, was das genau ist.

Deshalb bringt diese wilde Spekulation im Kopf uns herzlich wenig – außer uns total wuschig und tollpatschig zu machen.

Also müssen wir diese Gedanken nicht zu 100% ernst nehmen. Wir haben sie zwar, aber erlauben ihnen ein wenig mehr in den Hintergrund zu treten. 

Lerne, einen Schritt von deinen Gedanken zurückzutreten. Erkenne, dass da eine Stimme ist, die sich Sorgen macht – und nicht deine Stimme.

Denn so ganz ausgesucht hast du dir diese endlosen Grübelein ja nicht. Sobald du sie nicht mehr so ernst nimmst, kommen sie dir direkt nicht mehr so ernst vor. 

3. Zähme den inneren Kritiker – stärke deine Selbstsicherheit

Selbstsicherheit ist nicht in einigen Menschen mehr vorhanden als in anderen.

Es gibt nur Unterschiede im internen Dialog.

Bei manchen (eher unsicheren) Menschen ist der ein bisschen außer Kontrolle geraten. 

Irgendwie hat er sich dazu entschieden, dass:

  • nichts gut genug ist…
  • du nie schnell genug, selbstbewusst genug, schlau genug bist.

Sprich: Er legt die Messlatte für dich sehr sehr hoch.

Somit macht er es dir sau-schwer, erfolgreich zu sein und kinder-leicht, zu versagen. 

Wie du deinem inneren Kritiker den Wind aus den Segeln nimmst

Dann verzerrt sich bald unsere Wahrnehmung. Kritik und Fehler wiegen auf einmal tonnenschwer – Erfolge kommen im Kopf gar nicht mehr an.

Also ich wäre auch absolut nicht selbstsicher, wenn die Chancen (wohlgemerkt intern) erfolgreich zu sein, bei ca. 0.01% lägen – und Fehler und Versagen quasi unvermeidlich wären.

Nimm daher mal Kontakt mit diesen Kritiker auf. Du musst nicht böse auf ihn sein, denn er meint es nur gut mit dir.

Trotzdem musst du ihm nicht alles unbesehen glauben. Die Magie liegt in folgender Unterscheidung:

Von:

  • “Ich könnte das alles noch besser machen!” 
  • “Ich könnte noch selbstbewusster auftreten”
  • “Ich könnte noch interessanter sein und humorvoller…”

Hin zu: 

Da ist eine Stimme in meinem Kopf, die behauptet einfach…

  • “Du musst….”
  • “Du solltest…”
  • “Wieso kannst du nie…”

Lass die Stimme ruhig reden. 

4. Gib dir bewusst die Erlaubnis, nicht perfekt zu sein

selbstsicher werden - du musst nicht perfekt sein

Liegt die Messlatte hoch und sind die (mentalen) Konsequenzen erschütternd – schmilzt unsere Selbstsicherheit wie ein Eis in der Sahara. 

Innerlich steigt der Druck enorm, denn bei jedem Schritt sind hundert Stimmen im Kopf aktiv, die diesen direkt bewerten (und meistens abwarten).

Wenn es keinerlei Raum für Fehler gibt, dann macht das Leben bald keinen Spaß mehr.

Außerdem kommen wir so niemals selbstsicher durchs Leben.

Wir machen das natürlich nicht, um uns zu quälen. Ganz im Gegenteil. Wir machen das, weil wir irgendwo glauben, ohne diesen Druck würden wir noch mehr versagen.

Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. 

Wenn wir innerlich loslassen und uns auch Fehler erlauben, sinkt die Gefahr, Fehler zu machen enorm.

Denn je mehr Druck von uns abfällt, desto lockerer werden wir innerlich. Alle mit “sich Sorgen machen” beschäftigten Kapazitäten sind nun frei dafür, ordentlich Leistung zu bringen. 

Lasse also den Gedanken los, das alles perfekt werden muss. Es ist nur ein Gedanke, der unnötigen Stress erzeugt. 

5. Lasse den Gedanken los, du müsstest anders sein

Sind wir nicht selbstsicher haben wir obendrein noch das Bedürfnis, das vor allen anderen zu verstecken.

Wir setzen eine Maske auf, spielen cool. Doch das wirkt nicht souverän, sondern gegen gegenteilig auf andere.

Wenn du dir selbst erlaubt hast, zu deiner Unsicherheit zu stehen, dann wird es dir auch leichter fallen, dich Schritt für Schritt damit zu zeigen.

6. Wie du negatives Feedback entspannt annehmen kannst – ohne es persönlich zu nehmen

Selbstsicherheit bekommen - gehe entspannt mit negativem Feedback um

Du nimmst dir negatives Feedback anderer schnell zu Herzen und kannst damit nur sehr schlecht umgehen (womöglich grübelst du sogar stundenlang darüber nach).

Wir denken uns Gründe aus, wieso nicht gerechtfertigt ist und bauschen Kritik gleichzeitig riesig auf. 

Auch hier muss ich ebenfalls meine Hand heben – kenn ich gut.

… und auch hier bringt es nichts, sich stumpf zu sagen: “Nimm es halt mal locker…”

Weil du das eben im Moment nicht kannst, bist du ja hier.

Denn auch diese Reaktionen laufen unbewusst ab. Es kommt ein Feedback oder Kritik und bam, innerlich sind wir direkt auf 180 – und jegliche Selbstsicherheit ist direkt aus dem Fenster geflogen.

Kritik persönlich zu nehmen lässt sich nicht vermeiden – das kannst du trotzdem tun

Wir nehmen Kritik (oder vermeintliche Kritik durch einen unbedachten Blick unseres Gegenübers) nicht als Kritik an der Sache, sondern als Kritik an unserer Person wahr.

Wenn wir das nicht trennen können, dann haben wir keine Wahl als sofort Panik zu schieben.

Denn in unseren Steinzeitgenen droht uns bei Ausschluss aus der Gruppe der sichere Tod.

Vielleicht hilft dir diese Information, dich, dein Verhalten und deine Gefühle besser zu verstehen :)

Erkenne auch hier, dass die Konsequenzen ausschließlich in deinen Gedanken entstehen. 

Das sieht ungefähr so aus:

  1. eine vermeintlich kritische Bemerkung
  2. ein (unbewusster Gedanke), dass wir als Person unfähig und nicht wertvoll sind
  3. ein starkes, negatives Gefühl

Boom. Schon sind wir voll drin, ohne uns dazu entschieden zu haben. Hier läuft ein Automatismus ab.

Was kannst du also hier tun?

Du kannst deine Gedanken nicht steuern und genauso wenig die Gefühle, die da dranhängen. Denn wenn du das könntest, würdest du dich nicht zu so einer panischen Reaktion mit starken Gefühlen entscheiden.

Werde dir deiner unbewussten Muster bewusst

Daher ist das Werkzeug der Wahl wieder einmal Bewusstheit.

Denn so richtig übel wird es erst, wenn wir unbewusst bleiben und auf den Gedankenzug aufspringen. 

Dann sind wir stundenlang in irgendwelchen Gedankenspiralen gefangen, die uns immer weiter runterziehen.

  • Dann fühlen wir uns ungerecht behandelt, weil wir ungerechte Gedanken denken
  • Wir fühlen uns minderwertig, weil wir minderwertige Gedanken denken

Du kannst stattdessen üben, den Gedankenzug vorbeifahren zu lassen, anstatt bei voller Fahrt aufzuspringen.

Betrachte die Gedanken aus einer gewissen Entfernung. Lass sie reden. Erkenne, dass sie nicht unbedingt wahr sein müssen (und akzeptiere gleichzeitig, dass sie da sind).

Lasse sie spielen, wie eine Fahrstuhlmusik im Hintergrund, während du dich auf das Hier und Jetzt konzentrierst.

7. Perfektionismus erkennen und loslassen

In unserer westlichen Welt wird von Kindesbeinen an vieles auf Perfektion getrimmt.

Nur wenn wir 0 Fehler machen, gibt es die 1.

So entwickeln wir einen Perfektionismus, der uns unsicher macht. Denn wenn keine Fehler erlaubt sind, so tanzen wir jeden Tag auf der Rasierklinge.

Ein selbstsicheres Auftreten ist so quasi nicht möglich.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man ruhig mal Fehler machen kann. Auch kann man zu ihnen stehen.

Und es passiert viel weniger, als wir uns immer ausmalen. 

In diesem Artikel über Perfektionismus erfährst du mehr darüber.

8. Lockere deine Regeln dafür, wie du sein darfst (und was Erfolg bedeutet)

Selbstsicherheit stärken - Lockere deine Regeln für Erfolg

Erfolg und Misserfolg sind zu 100% ausgedacht. 

Klar gibt es im Job oder Studium Regeln dafür, was du vorweisen musst. Und selbst hier gibt es große Bandbreiten.

Vor allem aber sind Regeln für unser Verhalten komplett in unserem Kopf entstanden. 

  1. Wir denken, wir können nur eine gute Präsentation halten, wenn wir dabei locker wie Leonardo DiCaprio wirken.
  2. Weil wir so enge Regeln für unser Verhalten haben, fällt es uns sehr schwer, zu unserer Zufriedenheit zu performen.
  3. Wir werden unsicher und versuchen krampfhaft, auf eine bestimmte Art und Weise auf andere zu wirken.
  4. Schon steht uns der Schweiß auf der Stirn und wir sind komplett im “Kontrollieren Wollen” unseren Verhaltens gefangen – was ein lockeres, flowiges Auftreten im Moment komplett unmöglich macht.

Denn locker und entspannt sind wir nicht, wenn wir es mit aller Macht wollen – sondern wenn es uns vollkommen egal ist, wie wir gerade rüberkommen (und ob wir dabei locker und entspannt sind).

Dir erlauben, du selbst zu sein = automatisch mehr Selbstsicherheit

Je mehr du dir erlaubst, so zu sein, wie du bist, desto lockerer wirst du innerlich. Denn jetzt kannst du einfach sein, anstatt zu kontrollieren. 

Du tappst nicht mehr mit einer Augenbinde im Minenfeld deiner Erwartungen an dich selbst herum.

Auch wenn das manchmal unsicher ist und obwohl du nicht immer den Swag und die Coolness eines gewissen Hollywood Schauspielers aufzuweisen hast.

Take it easy. 

P.S. Mehr darüber kannst du übrigens in meiner Podcastfolge zum Thema Selbstsicherheit erfahren:

Hier kannst du sie dir direkt anhören.

9. Tue neue Dinge – teste “neues” Verhalten

Es tut doch immer wieder gut, in der realen Welt zu sehen, dass einige der eigenen Hirngespinste eben das sind – Hirngespinste ohne Bezug zur Realität.

Doch wenn wir nie einen Realitätscheck machen, bleiben wir oft gefangen in unserem eigenen Kopfkino.

Was du dabei immer wieder sehen wirst: Auch wenn du dich dabei nicht so wohlfühlst, wie nach einer Ganzkörpermassage – du hast es überlebt.

So schlimm, wie du es dir vorgestellt hast, war es nicht.

Je mehr du das tust, desto mehr wird dein Gedankengefängnis bröckeln. Du wirst immer mehr deiner eigenen Beschränkungen erkennen und automatisch loslassen.

Wenn wir erkennen, dass etwas nicht wahr ist, dann hören wir automatisch auf, es zu glauben.

Sage einfach öfters mal “Ja” zu den Einladungen, die dir das Leben gibt. Probier mehr aus. 

  • Wenn ein Impuls kommt, etwas zu sagen – sag es.
  • Wenn dich jemand einlädt – nimm die Einladung an.
  • Anstatt dich um Verantwortung herumzuschlängeln – übernimm sie.

Dir etwas zuzutrauen stärkt immer das Selbstbewusstsein. Selbst wenn das ein oder andere Mal etwas (wohl vor allem in deinen Gedanken) schiefgehen sollte – du wirst merken, dass das nicht das Ende der Welt ist.

Gehe jeden Tag Minischritte. Sag mehr “Ja” zum Leben und somit zu dir. Es wird sich lohnen. 

Angst zu Versagen

Die Angst zu versagen hält uns davon ab, unser volles Potential zu leben.

Sie flüstert uns ein, wir können dieses nicht und sollten jenes lieber lassen.

Wir machen uns selbst unermesslichen Druck, haben riesige Ansprüche an uns selbst und sind dauerhaft im Stress. 

In der Folge vertrauen wir uns (und unseren Fähigkeiten) immer weniger. Wir fühlen uns dauerhaft überfordert.

Wir würden uns am liebsten vor dem Leben verstecken. Alles kommt uns viel zu viel vor.

Doch die Angst zu versagen lässt sich in den Griff bekommen. Denn sie ist nicht real (auch wenn sie so wirkt) – sondern entsteht in unseren Gedanken.

Hier können wir ansetzen und ihr die Macht über uns nehmen

In diesem Artikel zeige ich dir 16 Techniken und Übungen, mit denen du deine Angst zu versagen überwinden kannst.

Danach zeige ich dir noch, wie du einen felsenfesten Glauben an dich und deine Fähigkeiten entwickelst.

Viel Freude dabei.

Wieso wir Angst haben, zu versagen

Die Angst zu versagen resultiert aus dem Gedanken, zu versagen wäre etwas ganz schlimmes und kaum zu überleben.

Jeder Mensch ist zu weit mehr in der Lage, als er es sich jemals zu erträumen wagt.

Was zwischen jedem von uns und einem erfüllten und erfolgreichen Leben steht, sind einzig und allein unsere Ängste.

Wenn wir glauben, zu versagen würde uns Freunde, Job und Beziehung kosten, dann entsteht daraus eine riesige Angst.

Wenn wir der Stimme unserer Angst glauben, dann behält sie am Ende Recht.

  • Diese innere Stimme ziehen uns Energie ab. 
  • Sie verhindert, dass wir mutig handeln. 
  • Sie lässt uns zögern.

Genau aus diesem Grund steigt die Wahrscheinlichkeit zu versagen tatsächlich.

Aber ist diese Angst gerechtfertigt?

Nur in den seltensten Fällen. 

Denn meistens sind die Konsequenzen eines echten Versagens nicht einmal halb so schlimm, wie wir es uns vorstellen.

Trotzdem versucht unsere Angst zwanghaft, uns genau das weißzumachen.

1. Akzeptiere, dass du Angst zu versagen hast

Eines vorneweg: Versagensangst zu haben, ist vollkommen normal. Es sagt nichts über dich aus – sondern ist total menschlich.

Du bist nicht der einzige Mensch mit diesem Problem.

Wir leiden vor allem unter diesen Ängsten, weil wir sie nicht haben wollen. Wir meinen, man dürfte nicht ängstlich sein.

Es kam eine unglaubliche Befreiung in mein Leben, als ich mir endlich erlaubt habe, mich auch mal ängstlich zu fühlen. 

Seitdem kommen die Ängste zwar immer nochmal wieder zurück, aber sie stressen mich weitaus weniger.

Akzeptanz ist der erste Schritt, um Ängste dauerhaft loszulassen.

  • Ja, deine Ängste sind stark. 
  • Ja, sie sind unangenehm.

Sei trotzdem präsent mit ihnen, anstatt sie zu unterdrücken

2. Erkenne, dass die Angst zu versagen nur ein Papiertiger ist

Immer dann, wenn wir stark in Versagensängsten feststecken, stecken wir in Wahrheit in Gedanken über das Versagen fest.

Das Problem dabei ist, dass sich diese Gedanken so verdammt real anfühlen. 

Mit je weniger Abstand wir sie betrachten (oder sogar ohne jeglichen Abstand), desto brutaler wirken sie.

Das wichtigste ist daher zu erkennen, dass diese Ängste trotz allem nur aus Gedanken bestehen. 

Auch, aber vor allem gerade dann, wenn die Ängste sehr stark und präsent sind

Ich weiß nicht, wie es dir geht – aber ich kann nicht in die Zukunft gucken. 

Das heißt: Der einzige Ort, an dem deine Versagensängste exisiteren, sind deine Gedanken. 

Denn per Definition kann die Zukunft immer nur in Gedanken entstehen.

  • Wenn es keine Zukunft gibt – dann gibt es auch kein Versagen. 
  • Es gibt nur Gedanken über das Versagen. 

Was uns dabei das Leben schwer macht ist, dass an jedem Gedanke ein Gefühl dranhängt. 

Du fühlst keine reale Bedrohung – sondern du fühlst den Inhalt deiner Gedanken.

3. Schaffe Abstand zwischen dir und deinen ängstlichen Gedanken

Der Ausweg ist zu erkennen, dass deine Gedanken nicht wahr sein müssen. 

Denn was sind Gedanken am Ende des Tages wirklich? 

Meiner Erfahrung nach sind Gedanken nichts weiter, als eine nervige Stimme in unserem Kopf, die den ganzen Tag alles mögliche erzählt.

… manchmal erzählt sie dir aus irgendwelchen, unerfindlichen Gründen halt eine Geschichte über dein Scheitern. 

Erkenne, dass es nur eine Stimme ist, die dir eine Geschichte erzählt, die nicht wahr sein muss.

Dann beobachte deine Stimme. Sieh, dass das nicht deine Stimme, sondern eine Stimme ist. 

Oder hast du dir diese Gedanken über dein Scheitern bewusst ausgesucht?

Ich denke mal nicht, denn so angenehm fühlen sie sich nicht an.

4. Die Identifikation mit deinen (Versagens-) Gedanken loslassen

Angst zu versagen

Trotzdem fallen du und ich immer wieder in diese Falle hinein. Wir werden unbewusst und meinen, dass wäre unsere Stimme.

Dann müssen wir ihr alles glauben. In diesem Moment wirken die Horrorszenarien über die Zukunft zu 100% real. Es geht nicht anders. 

Wenn wir nicht wieder “aufwachen”, zieht uns diese Stimme immer tiefer hinein. Du kennst das ja auch, wenn du nach 3 Stunden komplett fertig aus einer dieser fiesen Gedankenspiralen aufwachst.

Doch je länger wir bewusst bleiben, desto weniger Macht hat diese Stimme über uns. 

Um unsere Angst zu versagen überwinden zu können ist es daher unsere einzige Aufgabe, uns nicht komplett von dieser Stimme vereinnahmen zu lassen.

Du erkennst dann, dass du ein Bild eines Monsters auf ein Blatt Papier gemalt hast – und dich danach so erschreckt hast, dass du schreiend aus dem Raum laufen musstest. 

5. Hinterfrage was es überhaupt heißt, zu versagen

“Versagen” ist komplett subjektiv. Es ist nichts weiter als ein Konzept in deinem Kopf. 

Was für mich “Versagen” ist, kann für jemand anders ein großer Erfolg sein. 

Wenn “versagen” für dich heißt, 99,7% anstatt 100% Leistung zu bringen – dann wird es sich für dich lohnen, deine Ansprüche mal ein wenig herunterzuschrauben.

Wir machen uns aus dem Grund so viel Druck, weil wir meinen es würde uns an unser Ziel bringen.

Wir meinen, ließen wir ein wenig lockerer, würden wir total abdriften.

Doch jeder gute Sportler wird dir sagen, das ein guter Mix aus Fokus aber auch Lockerheit die Voraussetzung dafür ist, Topleistung abzurufen.

Sind wir zu angespannt, ist die Chance zu versagen viel höher. 

6. Die Angst loslassen, Fehler zu machen

Angst zu versagen - die Angst vor Fehlern loslassen

Die Angst zu versagen ist vor allem eines: Die Angst vor Fehlern. Wir wollen mit aller Macht vermeiden, etwas falsch zu machen.

Wir meinen, die Konsequenzen davon wären fatal. 

  • Doch Fehler gehören zum Leben dazu. 
  • Nur durch Fehler können wir lernen.

Wir entwickeln uns nur weiter und werden besser in einer Sache, wenn wir etwas probieren und dabei auch mal Scheitern. 

Ohne Fehler geht es nicht. Sie sind der schnellste Weg zu besseren Fähigkeiten. 

Fun-Fact: Je mehr wir mit aller Macht Fehler vermeiden wollen, desto eher machen wir am Ende welche. 

Denn wir sind nicht bei der Sache, sondern sehen uns in unserem mentalen Kino dabei zu, wie wir einen Fehler machen – und im Anschluss unser Leben den Bach runtergeht. 

Dabei ist der Fehler oft noch nicht einmal passiert. Doch uns kommt es so vor, als würde wirklich alles schiefgehen, was schiefgehen kann. 

Je mehr wir im Kopf sind und nachgrübeln, desto abgelenkter sind wir. 

Desto weniger Kapazität haben wir, um uns auf die Arbeit oder den Lernstoff zu fokussieren.

6.1 Sei im Moment – nicht im Kopf

Erkenne, dass das nur eine Stimme in deinem Kopf ist – die sich verdammt real anfühlt. 

Fokussiere dich dann auf das, was vor dir ist. 

Fühle den Stift in deiner Hand, sei im Moment, spüre, rieche, schmecke deine Umgebung. 

Lass diese Gedanken an Fehler wie Fahrstuhlmusik im Hintergrund spielen. Klar, das erfordert Übung. Du wirst immer mal wieder von diesen Gedanken übermannt.

Die Kunst ist, das zu bemerken, den Gedanken nicht direkt alles zu glauben und mit dener Aufmerksamkeit wieder zurück zur Tätigkeit zu kehren. 

7. Die Erwartungen an sich selbst zurückschrauben

Lasse zu hohe Erwartungen los

Klar, es gibt auch Erwartungen von außen. Im Studium brauchen wir bestimmte Noten und in Ausbildung oder Job müssen wir bestimmte Resultate vorweisen.

Doch übertriebene Erwartungen kommen vor allem von uns selbst. 

Sie entstehen in userem Kopf. Dann kommt es uns so vor, als würden alle anderen Menschen genauso hohe Erwartungen an uns haben.

Die Wahrheit lautet aber: Auch wenn Erwartungen im Außen da sind – sie sind niemals so groß und schwerwiegend, wie sie uns in unserem Kopf vorkommen.

Diese Gedanken erzeugen eine Menge Druck, Stress und lenken uns heftig von dem ab, worin wir eine gute Leistung bringen wollen.

Je mehr wir uns während des Tuns (Lernen, Arbeiten, …) auf das Tun fokussieren und je weniger auf unsere Gedanken an das Resultat, desto leichter wird es uns fallen.

Am Ende kannst du sowieso nur Dein Bestes geben. Das gelingt die aber viel wahrscheinlicher, mit einem ruhigen Verstand. 

Dazu kannst du dir hier auch meine Podcastfolge anhören.

8. Die realen Konsequenzen unseres Scheiterns erkennen

Genauso wie Erwartungen entstehen die “fatalen” Folgen eines Scheiterns ausschließlich in unseren Gedanken.

Auch hier übertreiben wir gerne einmal komplett in unserem Kopfkino. 

Doch: Niemand kann in die Zukunft gucken. Sie existiert einfach nicht, außer in unserem Denken. 

Trotzdem lassen wir Horrorfilme über diese Zukunft dort oben abspielen – und wundern uns dann, wenn wir krasse Angst haben.

Erkenne, dass mögliches Scheitern nicht wirklich zu einem absoluten Desaster führen wird, sondern du das im Moment nur denkst.

Es ist schon witzig.

Wir können sicher und warm in unserem Bett liegen. Wir haben genug gegessen und getrunken. Es fehlt uns nichts. Und trotzdem haben wir das Gefühl, morgen wäre das Leben zu Ende. 

Die Gedanken an die morgen unweigerlich bevorstehenden Katastrophen, lassen den Wunsch entstehen, gar nicht mehr hinzugehen.

Klar, es gibt angenehemre Gefühle, als wirklich einmal zu Scheitern oder einen Fehler zu machen. 

Aber um Leben und Tod geht es nicht – außer vielleicht in deinem Kopf. 

9. Wie du es schaffst, dich weniger unter Druck zu setzen

Druck entsteht zu 100% in dir. Genauer gesagt in deinen Gedanken.

Wenn sich deine Gedanken nur noch darum drehen, nicht zu versagen, keine Fehler zu machen und gleichzeitig noch mehr zu leisten – dann versetzt dass dein ganzes System in Alarmbereitschaft.

Erkenne, dass da ein innerer Kritiker in dir ist, der dir diesen Druck macht. Es ist nicht deine Arbeit, dein Studium oder deine Beziehung.

Entziehe dem Kritiker das Wort. Immer, wenn er dir Druck machen will, sage ihm: “Ich weiß, du meinst es gut mit dir, aber gerade übertreibst du ein wenig.”

Erkenne:

  • Dein Leben (oder deine Zukunft) steht nicht auf der Kippe
  • Du wirst nicht morgen von einem wilden Mob durch die Straßen getrieben

Fun-Fact: Je lockerer du mit Fehlern, Missgeschicken und Unkonzentriertheiten umgehen kannst, desto lockerer sehen andere Menschen das auch oft.

Und wenn nicht, dann kannst du ihre Reaktion lockerer sehen. Denn auch hier malt der innere Kritiker wieder den Teufel an die Wand. 

Lass ihn das tun, aber nimm ihm nicht alles ab. 

Dein Professor, Chef oder Ausbilder wird dich nicht direkt in eine Kiste packen und nach China schicken.

10. Was wäre das Worst-Case Szenario?

Stell dir vor, was das Worst-Case Szenario wäre, wenn du tatsächlich einmal versagen solltest.

  • Lachen die Leute über dich?
  • Wirst du arbeitslos?
  • Lassen deine Freunde dich im Stich?

Ich stimme dir zu, das hört sich alles unangenehm an. Wenn wir es uns aussuchen könnten, würden wir beide auf diese Erfahrungen lieber verzichten.

Und trotzdem würden wir es überleben. Relativ leicht sogar. Ausgelacht zu werden und selbst seinen Job zu verlieren ist nicht lebensbedrohlich.

Aber in unseren Gedanken fühlt es sich so an. Deshalb leiden wir und fühlen uns elend. Unsere Gedanken dramatisieren schamlos. Wenn wir ihnen glauben, dann kommt und das Versagen gefährlich vor.

Wenn wir ihnen nicht glauben, dann ist das Leben auf einmal leicht. Denn du kannst dich viel mehr trauen.

Wenn Scheitern für dich nichts mehr ist, was du um jeden Preis vermeiden musst, dann bist du frei.

Deine Angst zu versagen will dich schützen. Sie will dich von dieser “Gefahr” bewahren. 

Deshalb versucht sie auch weiterhin versuchen, dir diese Worst-Case Szenarios glaubenhaft erscheinen zu lassen.

Gehe dem nicht auf den Leim. Bleibe bewusst und hinterfrage. 

10.1 Wieso deine Ängste zu 99.9% übertreiben

Mache dir dann bewusst, dass Ängste zu 99.9% übertreiben. 

Ich gebe es zu: Angst ist ein Gefühl – ein sehr starkes Gefühl.

Auch wenn es sich so anfühlt, abe selbst eine Abfuhr von einem attraktiven Menschen zu bekommen, bringt dich nichts in Grab.

Selbst das Scheitern im Job i fst realistisch betrachtet kein Weltuntergang.

Wie man im Süden sagen würde:“Das Lebbe geht weida”…oder so.

Wenn es also wirklich einmal passieren sollte, dass all die gefürchteten Konsequenzen eintreten, dann wirst du folgendes merken:

Selbst wenn das Worst-Case Szenario eintritt – es bringt dich nicht um.

  • Klar, es ist unangenehm.
  • Klar, damit müssen wir umgehen. 
  • Aber am Ende schaffen wir es.

Das Beste daran ist: Hier liegt persönliches Wachstum. Fehler und Niederlagen gehören zum Wachstum dazu. Sie machen uns stark.

Aus ihnen lernen wir. Sie geben uns Selbstvertrauen und innere Stärke.

Ich kenne niemanden, der erfolgreich und glücklich ist und nicht mehrmals auf die Nase gefallen ist.

Solange wir unsere Nase aus dem Schneckenhaus stecken und am Leben teilnehmen wollen, passiert sowas.

So what? Wenn wir das einfach akzeptieren und sehen, dass es am Ende gar nicht so schlimm ist, dann verlieren wir ganz automatisch eine Menge dieser Ängste. 

11. Lege deinen Perfektionismus ab

Deine Angst zu versagen entsteht aus Perfektionismus.

Perfektionismus ist komplett unnötig. Und trotzdem streben wir alle danach, etwas besonders perfekt zu machen.

Wenn deine Ansprüche an dich regelmäßig ins Unerreichbare abdriften, sage STOP.

Denn auch deine Ansprüche und dein Perfektionismus entsteht in deinen mentalen Bewertungen. Sie sind nicht real. 

Wir drücken unserem Handeln einen Stempel auf: 

  • Perfekt gemacht
  • Ok gemacht
  • Schlecht (also zu langsam, zu fehlerhaft, zu …)

Du wirst niemals perfekt sein – und das ist gut so

Wir zücken dabei sehr oft den Stempel “schlecht gemacht”. Dabei ist es oft so, dass gar nicht die Qualität erwartet wird, die wir meinen, unbedingt liefern zu müssen.

Sieh es mal so: Du kannst sowieso nicht mehr tun, als du gerade tun kannst. Das ist ein Fakt. 

Du kannst nur aufmerksam sein, lernen und versuchen, dich zu verbessern. Das ist die Leistung, die du bewerten solltest – nicht was am Ende dabei rauskommt.

Denn das kannst du nicht beeinflussen. Wieviel du gibst, kannst du beeinflussen. Auch kannst du beeinflussen, wie präsent du dabei bist und wie sehr du deine bewertenden Gedanken dabei ernst nimmst.

Erkenne: Perfektion gibt es nicht.

Wenn du sie jedoch erreichen willst, wirst du per Definition immer scheitern. Was meinst du, mit wieviel Motivation und innerer Ruhe du an die Sache herangehen kannst, wenn du sowieso nur scheitern kannst.

Hinterfrage deine Stempel. Erkenne sie dazu zuerst. Hier liegt der Weg von Selbstzweifeln hin zu Selbstvertrauen

12. Lasse dein Vergleich mit anderen los

Du bist du. Andere sind andere. 

Auch wenn ihr euch in der gleichen Umgebung bewegt (Job, Studium, Ausbildung), so seid ihr doch verschieden.

Es macht sehr viel Sinn, auf andere zu schauen und von ihnen zu lernen. 

Gar keinen Sinn macht es jedoch, sich schlecht zu fühlen, wenn jemand anders etwas besser kann. 

Denn wir schauen die meiste Zeit nur darauf, was andere besser können – und haben solche Gedanken wie:

  • “Wieso kann ich nicht so organisiert und schnell arbeiten?”
  • “Warum brauche ich immer doppelt so lange, um etwas zu verstehen.”

Erstens kannst du diese Fakten im Moment nicht ändern, also bleibt dir nur die Akzeptanz. Zweitens gibt es mindestens genauso viele Dinge, die du besser kannst, als andere.

Nur irgendwie schauen wir da nicht so richtig drauf. Es geht mir nicht darum, das du den Egotrip fahren sollst. 

Erkenne, dass du halt du bist, mit allem was dazu gehört – und dass das voll OK so ist. 

13. Wichtig: Lass deinen Selbstwert aus der Sache heraus

Richtig fies wird es, wenn wir unseren Selbstwert an unsere Leistung knüpfen.

  • “Nur wenn ich keine Fehler mache, dann bin ich ein wertvoller Mensch.”
  • “Nur, wenn ich Topleistung bringe, werden andere mich respektieren.”
  • “Nur, wenn ich alle Ansprüche über-erfülle, kann ich mit mir zufrieden sein.”

Hier muss ganz klar eine Trennung her. Sonst steigt der Druck ins unermessliche und wir sind gleichzeitig völlig gelähmt.

Denn bei allem was wir tun ist auf einer unser Wert als Mensch in Frage gestellt.

Erkenne, dass deine Leistung nichts über dich als Mensch aussagt. So kannst du alles geben, lernen und wachsen – aber mit Leichtigkeit und ohne Stress und Druck.

Das ist sehr befreiend. 

Fange mit deiner Sprache an. 

Anstatt: “Ich bin ein Versager.” –  sage dir: “Da ist mir ein Fehler passiert.” Trenne die Situation und den Handeln von dir als Person.

14. Ängste zu haben ist nicht schlechtes

Danke deinen Gefühlen dafür, dass sie dich beschützen wollen. 

Sie meint es wirklich gut mit dir.

Angst ist nichts schlechtes. Es ist eine (oft starke) Energie, die sich in dir bewegt. Das Gefühl hat noch niemandem auch nur ein Haar gekrümmt. 

Es ist ein zahnloser Tiger. Am Ende des Tages kann die Angst nur das mit uns machen, was wir mit uns machen lassen.

Wenn wir erkennen, dass sie “nur” ein Gefühl ist und auch wieder weiterzieht, dann kommt so richtig viel Entspannung in unser Leben. 

Übrigens: Erfolgreiche Menschen können akzeptieren, dass Ängste zu ihrem Weg dazugehören – während erfolglose Menschen mit dem Handeln warten, bis diese Ängste weg sind.

Da können sie leider lange warten. 

15. Wie du die Angst zu versagen loslässt

Ganz simpel, nutze dein Angstgefühl als Türsteher. 

Immer, wenn du starke Angst spürst, dann nimm das als Signal deine Gedanken für eine Weile nicht ganz so ernst zu nehmen.

Sie sagt dir, von deinem momentanen Gedanken abzuspringen. Nimm dir einen Moment der Stille und warte darauf, dass der nächste Gedanke zu dir kommt.

Widerstehe dem Zug der Gedanken, der dich direkt mitreißen will – immer tiefer ins Gedankenchaos. 

Die Angst zeigt dir, dass der Gedanke dir gerade nichts über dich, deine Fähigkeiten oder die Welt sagt – sie zeigt dir lediglich, dass am Ende dieser Gedankenspirale überhaupt nichts gutes auf dich warten kann. 

Daher sind solche Angstgefühle sehr nützlich.

Das kannst du mit dem leichten Schmerz vergleichen, wenn du deine Hand einer heißen Herdplatte zu nah kommt.

Instinktiv ziehst du die Hand weg – anstatt dich richtig stark zu verbrennen.

15.1 Du musst nicht angstfrei sein, um zu handeln

Viele Menschen glauben, sie müssten erst alle Ängste innerlich besiegt haben, um ihre Träume zu verwirklichen.

Doch dabei unterschätzen wir maßlos unsere Fähigkeit, auch mit Angst etwas zu tun. Die Angst sagst uns zwar, dass wir das jetzt auf gar keinen Fall tun können.

Doch das stimmt nicht. 

Performance und Angst hängen erstaunlich wenig miteinander zusammen.

Erkenne, dass Angst kein zuverlässiger Gradmesser dafür ist, was wir tun können und nicht tun können.

Um handfeste Beweise dafür zu bekommen, zeige ich dir im nächsten Schritt, wie du dich deinen Ängsten stellen kannst – ohne dich zu überfordern.

16. Stell dich deinen Ängsten – verliere die Angst zu versagen

Angst zu versagen - verliere die Angst vor der Versagensangst

Viel krasser wird es noch, wenn du anfängst, dich mit diesem neuen Wissen deinen Ängsten zu stellen. 

Frage dich, wie oft dich deine Angst zu versagen schon davon abgehalten hat, das zu tun, was du wirklich tun willst. 

Frage dich jetzt, was alles möglich wäre, wenn du trotz dieser Angst aus deiner inneren Mitte handeln könntest.

Die Rechnung ist ganz einfach. 

Wenn wir ein entspannteres, glücklicheres Leben wollen, dann dürfen wir mehr handeln und weniger grübeln.

Mache dir daher bewusst, dass du trotz der Angst handeln kannst.

  • Sie hat letztendlich keine Macht über dich. 
  • Du kannst immer frei entscheiden, was du tust. 

Wenn du das verstehst, hast du eine Menge für dein gesamtes Leben gelernt.

“Feel the Fear and Do it Anyway” – so der Titel eines wunderbaren Buches.

Dabei gehen wir systematisch vor.

Zuerst schauen wir unsere Ängste an. Wir gucken ganz genau, wovor wir Angst haben.

Dann stellen wir uns der Angst und gucken, ob diese Ängste wirklich etwas mit der Realität zu tun hatten.

Oft werden wir hier feststellen, dass dem nicht so ist. Wir merken, dass wir uns viel Sorgen um wenig gemacht haben.

17. Steigere dich langsam

Ich rate dir nicht, dich deinen größten Herausforderungen sofort zu stellen. Steigere dich langsam.

Taste dich heran.

Fange klein an und merke, dass du es kannst. Gehe bewusst heran und schaue, was sich herausfordernd, aber nicht überfordernd anfühlt für dich.

Denke daran: Jeder wächst in seinem Tempo. Gucke dabei nicht darauf, was sich andere schon alles zutrauen.

Sei präsent und gucke, was sich für dich nach gutem Wachstum anfühlt.

Sei dabei ehrlich mit dir. Wenn du das Gefühl hast, eine Herausforderung fühlt sich nicht mehr herausfordernd für dich an dann stelle dich einer neuen Herausforderung.

So wirst du sehr schnell eine riesige Komfortzone entwickeln.

Dann wird es immer weniger Bereiche in deinem Leben geben, in denen du Versagensangst hast.

Du kannst jetzt entspannt in dir ruhen. Du vertraust dir vollkommen selbst.

18. Bewusster durch den Tag gehen

Oftmals merken wir gar nicht, wie sehr ir uns den ganzen Tag lang unter Druck setzen. Es kommt uns nur alles wahnsinnig schwer und anstrengend vor – und am Abend sind wir fix und fertig.

Wir stehen den ganzen Tag unter (hausgemachter) Anspannung. 

Erst wenn wir erkennen, dass sie durch unsere Gedanken (Perfektionismus, keine Fehlertoleranz, Ansprüche an sich selbst, Druck machen) entstehen, können wir etwas dagegen tun.

Also lege am Tag immer ein paar kleine Pausen ein in denen du dich bewusst mit ein wenig Abstand auf dein Denken konzentrierst, einmal tief durchatmest und ihm für den Moment weniger Bedeutung gibst.

Je mehr du das tust und so deine unbewussten Muster erkennst, desto weniger tief kannst du in diese Gedankenspiralen hineinfallen.

Selbstzweifel

Fast alle Menschen haben Selbstzweifel.

… sie hindern uns daran, unsere Träume zu verwirklichen.
… sie führen zu innrer Unruhe und ziehen uns Energie ab
.… sie verhindern, dass wir erfolgreich sind und unsere Talente leben.

Doch die gute Nachricht lautet: Jeder kann seine Selbstzweifel überwinden.

ja, auch du :)

Denn möglicherweise lässt dich deine innere Stimme gerade daran zweifeln. Darf ich präsentieren: Selbstzweifel in voller Aktion.

Sie reden dir ein, dass es niemals klappen wird, du nicht gut genug bist und das am Ende alles zum Scheitern verurteilt ist.

In diesem Artikel teile ich mit dir, wie du deine Selbstzweifel ganz einfach loswerden kannst.

… und dazu brauchst du keine merkwürdigen Psychotechniken oder ganz viel Willenskraft.

Nein, das einfache Verständnis davon, was Selbstzweifel wirklich sind,reicht aus, um ihnen komplett den Wind aus dem Segeln zu nehmen.

Klingt das gut für dich?

Ok, dann lass uns loslegen.

Was sind Selbstzweifel eigentlich?

Wenn wir heftige Selbstzweifel haben, dann hören wir unentwegt eine Stimme in unserem Kopf, die uns sagt, dass wir etwas nicht können.

Diese Stimme prognostiziert unser Versagen und stellt uns das Ganze auch noch in den schrecklichsten mentalen Bildern dar.

Das führt dann dazu, dass wir Angst bekommen. Wir bekommen Angst davor, zu scheitern.

Ok, ich geb es zu: wir haben keine Angst zu Scheitern, sondern vor den emotionalen Konsequenzen dieses Scheiterns. 

Das zieht uns jegliche Energie ab.

Dann gehen wir nicht mehr zu 100% für unsere Ziele, sondern gehen sie am Ende gar nicht oder nur halbherzig an.

So kommen wir nur langsam weiter und schränken uns selbst ein. 

Selbstakzeptanz anstatt Selbstverurteilung

Deshalb macht es auch wenig Sinn, sich selbst für seine Selbstzweifel zu verurteilen, denn eigentlich meint unser Unterbewusstsein es immer nur gut mit uns. 

Es möchte uns vor Unheil bewahren und dafür sorgen, dass wir uns gut fühlen und gesund bleiben.

Bei manchen von uns wurde dieser eigentlich positive Mechanismus in der Vergangenheit leider ein wenig zu sensibel eingestellt. 

Seitdem übertreiben unsere negativen Gedanken ein wenig.

Doch kein Problem, denn das lässt sich sehr simpel ändern…

Ursachen von Selbstzweifeln

Die Ursachen von Selbstzweifeln liegen oft in unserer Kindheit. Jeder von uns hat schon einmal die Erfahrung gemacht, etwas nicht auf Anhieb zu können oder auch Fehler zu machen.

Das gehört zu jedem Lernprozess einfach dazu – ohne zu Scheitern geht es nicht.

Doch Menschen mit Selbstzweifeln schließen daraus dann, dass sie generell nicht in der Lage sind, Erfolg zu haben. 

Sie beziehen einmaliges (oder auch mehrmaliges) Scheitern auf sich als Person und schließen von einer Situation auf ihr ganzes Leben.

Was ist also der Unterschied?

Was unterscheidet selbstbewusste Menschen von Menschen mit Selbstzweifeln?

Wieso du an dir zweifelst, anstatt selbstbewusst zu sein

Was also wirklich zu Selbstzweifeln führt sind nicht Fehler oder Missgeschicke an sich, sondern die Art und Weise, wie wir über diese denken. 

Denn manche Menschen ziehen aus ihren Fehlern Rückschlüsse auf ihre Person (“Ich bin unfähig und werde es immer bleiben”) während andere zwischen Situation und der eigenen Person unterscheiden können (“Ich habe in dieser Situation nicht ganz optimal gehandelt und werde es das nächste Mal besser machen.”)

Wenn wir solche in den meisten Fällen unbewussten Gedanken oft genug denken (und sie nie hinterfragen), dann bilden sich Muster.

Unser Verstand macht es sich einfach. 

Bei der nächsten Herausforderung spielt er ab jetzt das automatische “Ich bin unfähig”-Muster ab, anstatt die Situation unvoreingenommen zu beurteilen.

Was für unseren faulen Verstand sehr bequem ist, führt zu großen Problemen für uns.

Doch mal unter uns: Ich finde es ist gar nicht so wichtig zu verstehen, woher diese Selbstzweifel genau kommen.

Viel wichtiger ist es zu lernen, wie wir sie überwinden können. 

Kopfkino vs. Realität: Erfahrungen am eigenen Leib

Selbstzweifel Kopfkino

Wenn wir ehrlich sind, treten 99,9% der Dinge, vor denen wir Angst haben, niemals ein. 

Der einzige Ort, an dem sie jedoch tag-täglich in rauen Mengen eintreten, ist unser Kopf.

Diese Denkfarbrik dort oben produziert unablässig Bildern von verheerenden Konsequenzen.

In unseren Kopf schaltet dann alles auf Alarmstufe Rot.

…während wir in einer warmen Decke eingemummelt im Bett liegen und uns in diesem Moment keinerlei physische Gefahr droht. 

Realistisch betrachtet.

Wie lange willst du dich noch “verarschen” lassen?

Doch unsere persönliche Realität sieht in diesem Moment anders aus. 

Wir sind voll drin in diesem Horrorfilm. Weil wir so auf ihn fixiert sind (ohne zu merken, dass er nur aus Gedanken besteht), müssen wir alles komplett ernst nehmen, was da gerade passiert.

Aber ich wette, auch du hast schon einmal die Erfahrung gemacht, dass du dir etwas nicht zugetraut hast, es trotzdem gemacht hast und hinterher feststellen konntest, dass all deine Sorgen und Einwände komplett unbegründet waren.

… und genau hier liegt der Ausweg

Der Ausweg aus Selbstzweifeln liegt nicht darin, seine Komfortzone zu verlassen oder ständig Erfolgserlebnisse zu haben.

denn es gibt Menschen, die sind von außen betrachtet “hyper-erfolgreich” und Zweifeln innerlich so sehr an sich, dass sie es kaum noch aushalten.

Auch ich kenne mindestens einen Menschen (*hust hust*), der seine Komfortzone extrem und regelmäßig verlassen hat – aber auch dadurch dieses zweifelnde Grundgefühl niemals verloren hat :-)

Was ist es also?

Bei mir hat sich wirklich etwas verändert, als ich anfing, meine Gedanken nicht mehr so ernst zu nehmen.

Wie du siehst muss man seine Selbstzweifel gar nicht weg bekommen. Man muss nur erkennen, dass sie am Ende so substanzlos sind, wie Wolken am Himmel. 

Was bedeutet das?

Der einzige Ort, an dem du deine Selbstzweifel mit der Wurzel herausreißen kannst

Wir haben gesehen, dass Selbstzweifel nichts anderes sind, als eher unbequeme Gedanken in unseren Kopf.

Wir können uns in vollkommener Sicherheit befinden und gleichzeitig mental an der Klippe stehen.

Das wichtige Wort heißt hier mental. Denn du stehst nicht an der Klippe – du denkst es nur.

Und was sind schon Gedanken? Weißt du, was diese Stimme dort oben als nächstes von sich geben wird?

Also ich weiß es nicht.

Und trotzdem glauben wir dieser zweifelnden, panischen, teilweise verrückten Stimme einfach ALLES. Sie hat noch nicht einmal Beweise (und wenn wir genauer hinschauen, trifft 99,9% der ganzen Horrorszenarien niemals ein).

Wenn du erkennen kannst, dass du dort eine Stimme im Kopf hast – und bemerkst dass es nicht deine Stimme ist – bist du frei von Selbstzweifeln.

Aber was ist mit dem Gefühl von Selbstzweifel

Sobald du das erkennen kannst, verliert diese Stimme immer mehr Macht über dich.

An jedem Gedanken bestimmte Gefühle dran. 

  • hast du positive Gedanken, fühlst du dich gut.
  • hast du komplizierte, negative Gedanken, fühlst du dich schlecht.

Total simpel. 

Wahr ist auch: Je mehr mentale Runden wir auf diesem Selbstzweifel-Gedankenkarussell drehen, desto intensiver werden diese negativen Gefühle.

Irgendwann wurden wir von diesen Gedanken in eine komplett ausweglos erscheinende Situation hineingedacht.

Es kommt dir so vor, als wenn du das wirklich nicht könntest – und noch viel schlimmer, es fühlt sich auch so an.

Nutzen und Grenzen von positiver Visualisierung

Coaches der alten Schule würden dir jetzt raten: “Naja, dann ersetz dich einfach die negativen Bilder und Gedanken durch bessere.”

Schwups – die Selbstzweifel sind verschwunden und du fühlst dich direkt motivierter.

(Fun-Fact: In etwas älteren Artikeln von mir könntest du auch noch dein einen oder anderen Tipp in diese Richtung finden).

Doch mit der Zeit musste ich feststellen, dass es hier Grenzen gibt.

Ich durfte bisher noch nie jemanden kennenlernen, der 24/7 positiv denken kann. Positiv Denken funktioniert, wenn man es benutzt.

… und gerade wenn wir es am meisten brauchen, denken wir an vieles, aber sicher nicht ans positive Denken.

Doch es gibt eine viel effektivere und gleichzeitig simplere Möglichkeit, mit diesen zweifelnden Gedanken umzugehen.

Nimm deine Gedanken nicht so ernst

Denn das würde ja bedeuten, dass wir unsere Gedanken immer noch komplett ernst nehmen.

Was wir machen wollen ist folgendes: Wir wollen lernen, die Gedanken eher so wahrzunehmen wie Fahrstuhlmusik im Hintergrund.

Die Musik ist schon irgendwie da, aber niemand kümmert sich so wirklich darum.

Das ist der Punkt, an den wir kommen wollen. Denn je leiser es in deinem Kopf ist, desto mehr Ressourcen hast du zur Verfügung.

Wenn ich hinter meine lauten, persönlichen Gedanken schauen kann, kommt oft eine leistere, positivere Stimme zum Vorschein.

Hier liegt ein positives Grundgefühl. Dieses Gefühl ist immer da. Vielleicht kennst du das Gefühl der Klarheit, wenn du einem Baby in die Augen schaust.

Auch hier hast du für einen kurzen Moment keine Gedanken. Du fühlst dich frei.

Dein Gefühl gibt dir Auskunft über die Qualität deiner Gedanken

Gefühle wirken wie ein Barometer für die Qualität unserer Gedanken.

Wenn du dich eng, zweifelnd und energielos fühlst, dann ist das nicht weiter als ein Zeichen dafür, dass du gerade irgendwelchen unwahren Gedanken Glauben schenkst.

Mein Motto: Wenn das Gefühl nicht so nice ist dann, lasse ich meine Gedanken einfach mal machen ohne sie so ernst zu nehmen oder besonders viel Aufmerksamkeit auf sie zu richten.

… bis ich wieder mehr Leichtigkeit fühle. Denn je weniger Aufmerksamkeit wir den Gedanken geben, desto schneller ziehen sie eben auch vorbei. 

Doch wir versuchen genau das Gegenteil: Wir versuchen uns aus der “etwaigen Misere” herauszudenken.

als wenn wir uns nicht gerade erst selbst hineingedacht hätten :)

Wenn Selbstvertrauen wie die Sonne ist, dann sind Selbstzweifel wie die Wolken, die diese Sonne verdecken.

Und wir?

Wir suchen dann eifrig nach Lösung für das Wolkenproblem mit mehr Wolken. 

Wir versuchen die Antwort in den Wolken zu finden –  sie zu erdenken.

… antatt die Wolken einfach mal weiterziehen zu lassen bis die Sonne ganz natürlich wieder zum Vorschein kommt. 

Ein Horst mit hohem Selbstvertrauen

Kennst du diese Menschen?

Objektiv gesehen eher voll der Horst, aber mit einer breiten Brust wie Chuck Norris.

Und scheinbar kommen die immer weiter im Leben. 

Im Beruf kommen sie unqualifizierterweise in Positionen, in die sie nicht kommen sollten…

… und die attraktivesten Partner bekommen sie auch nocht.

Was einen ärgern könnte ist in Wahrheit höchst-interessant.

Denn Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dieses Selbstvertrauen vollkommen losgelöst von den tatsächlichen Fähigkeiten einer Person dazu führt, dass diese Person Aufgaben besser bewältigen kann, als eine Person mit geringem Selbstvertrauen.

Es konnte bewiesen werden, dass Menschen mit mehr Selbstvertrauen:

  • erfolgreicher im Leben sind
  • ausdauernder an Aufgaben arbeiten 
  • generell eine höhere Motivation aufweisen

Außerdem nehmen sie Niederlagen nicht persönlich und leiden aus diesem Grund weniger an Selbstweifeln.

Selbstzweifel und deine innere Stimme

Weißt du, wieso das so ist?

Diese Leute geben dem Geplapper einfach nicht so viel Aufmerksamkeit…

Die sagen sich: “Jaja, schon ok, ich mach das schon. Chill out liebe Stimme.”

Schau dir das ab. Dazu musst du kein Angeber werden der sein Selbstvertrauen zur Schau stellt. 

In dem Moment, in dem du deine Gedanken nicht mehr so Ernst nimmst, kannst du dich nämlich zu 100% auf deine Aufgabe fokussieren – anstatt mit 85% deiner Aufmerksamkeit bei Gedanken über dein Scheitern zu sein.

Was meinst du wie auf einmal deine Chancen steigen, ein gutes Ergebnis zu erzielen?

Selbstzweifel durch Aktion überwinden

Jetzt ist es an der Zeit, das Ganze am realen Objekt zu erfahren. A.k.a an dir.

  1. Wenn du das nächste Mal von plötzlichen Selbstzweifeln heimgesucht wirst – halte kurz Inne.
  2. Merke: Du fühlst dich gerade nicht wegen der Situation gehemmt – sondern wegen deinen Gedanken über diese Situation.
  3. Lass die Gedanken einfach da sein, lass das Gefühl da sein – aber gib ihnen nicht so brutal viel Beachtung.
  4. Komme im Hier und Jetzt an und tue das, was wir jetzt intuitiv als erster Schritt kommt. Lass auch die Gedanken darüber zu und tue ihn.

Von dort aus kannst du weiter-schauen.

Mehr zu diesem Prozess erfährst du übrigens in meiner Podcastfolge zu dem Thema.

Hier direkt anhören:

Erfolgserlebnisse unterstüzen deine Entwicklung

Nehmen wir erst unsere Gedanken nicht so ernst und gehen den ersten Schritt, dann führt das dazu, dass wir in kurzer Abfolge immer wieder kleine Erfolgserlebnisse haben. 

So zeigen wir uns und unserem Unterbewusstsein ständig aufs Neue, dass wir es drauf haben und bekommen zusätzlich bombenfeste Beweise dafür, dass all diese Selbstzweifel-Gedanken vorher komplett für die Katz waren.

Wir vergleichen immer wieder Fiktion (“Das kann ich nicht.”) mit der Realität (“Oh, es hat doch geklappt.”)

Nach ein wenig Übungszeit merken wir dann immer deutlicher, dass diese Stimme dort oben in unseren Kopf eine Menge Stuss erzählt, wenn der Tag lang ist. 

Denn es führt kein Weg daran vorbei zu erkennen, dass ihre Aussagen sehr oft nicht zutreffen.

Stelle dich kleinen Herausforderungen – bekomme eine große Wirkung

Du brauchst dir auch keine Sorgen um die Größe der Herausforderungen zu machen, denn unser Unterbewusstsein trifft da keine Unterscheidungen. 

Es denkt hier sehr schwarz-weiß. 

Das bedeutet, deine Selbstbewusstsein wird auch steigen, wenn deine Herausforderungen im Vergleich zu den Herausforderungen anderer Menschen eher klein aussehen.

Überfordere dich nicht, aber suche dir trotzdem eine Aufgabe aus, bei der es ein wenig kribbelt.

Mit ein wenig Übungen wirst du dich selbst besser kennenlernen und merken, was für dich angemessen ist.

Deine Umgewöhnungsphase – dein Gefühl sagt erstaunlich wenig über die Realität aus

Viele Menschen meinen, sie könnten erst etwas tun, wenn sie sich komplett selbstbewusst und fähig fühlen.

Ich sage: Dein Gefühl sagt erstaunlich wenig über deine wahren Fähigkeiten aus.

Bist du wirklich immer gescheitert, wenn du Selbstzweifel hattest?

Nein.

Also ist diese Annahme nicht korrekt.

Werden wir dadurch automatisch immer Erfolg haben? 

Nein.

Dadurch kann ich meine Selbstzweifel überwinden und mir Schritt für Schritt das Leben meiner Träume selbst erschaffen.

Beschränke dich nicht selbst weil du glaubst, diese Dinge wären unrealistisch. Sie sind in der Zukunft und deshalb theoretisch möglich. 

Wie du weißt redet dein Verstand viel, wenn der Tag lang ist – und liegt dabei bei weiten nicht immer richtig.

Du kannst es nicht wissen, bis du es nicht ausprobiert hast. Das Leben beginnt außerhalb deiner Komfortzone – aber vor allem beginnt es dann, wenn du deinen Gedanken nicht mehr jeden Mist glaubst.

Selbstakzeptanz

Sehr viele Menschen haben Probleme mit Selbstakzeptanz.

Sie leiden darunter, dass sie sich selbst nicht akzeptieren können.

Sie meinen, ihr Aussehen, ihre Intelligenz oder ihre Disziplin wären nicht gut genug.

Noch schlimmer: Daraus schlussfolgern sie, das irgendetwas mit ihnen als Personnicht stimmen würde.

Das fühlt sich sehr frustrierend an – und macht Veränderung viel schwerer, als sie sei muss.

In diesem Artikel wirst du ganz praktisch lernen, wie du dich so akzeptieren kannst, wie du bist – und dich auf dieser Basis spielerisch zu dem Menschen entwickelst, der du sein möchtest.

Falls du eine schnelle Lösung gesucht hast bist du hier falsch.

Wenn du dein Selbstwertgefühl & Selbstakzeptanz auf einer tiefen Ebene dauerhaft stärken willst – dann lies direkt weiter.

Lass uns direkt loslegen.

Selbstakzeptanz heißt nicht: “Alles bleibt so, wie es ist”

Selbstakzeptanz und Fehler

Sich selbst akzeptieren lernen heißt dabei natürlich nicht, das alles immer so bleiben muss, wie es gerade ist.

Ganz im Gegenteil. 

Wer keine Selbstakzeptanz hat, dem wird es viel schwerer fallen, sich dauerhaft zu verändern.

Möglichkeit #1: “Ich bin schüchtern. Das kann ich nicht akzeptieren. Das darf nicht sein. Schüchterne Menschen sind schlecht, …”

Möglichkeit #2: “Ich bin schüchtern. Ok, das scheint gerade so zu sein. Was kann ich jetzt tun, um mehr Selbstvertrauen aufzubauen?”

Siehst du den Unterschied?

Bei #1 sind wir komplett gelähmt und unsere Gedanken kreisen nur darum, was wir nicht mehr wollen. Die Folge davon: Wir bewegen uns nicht vom Fleck.

So bekommen wir am Ende noch mehr von dem, was wir nicht mehr wollen.

Möglichkeit #2 fokussiert sich darauf, was wir stattdessen wollen – so erhöht sich die Chance dramatisch, dass wir auch genau das bekommen.

Wieso eine starke Selbstakzeptanz dein Leben verändern wird

Das heutige Thema liegt mir besonders am Herzen, da ich genau damit eine lange Zeit selbst enorme Schwierigkeiten hatte.

Ich möchte meine eigenen Erkenntnisse so gerne mit dir teilen, weil ich am eigenen Leib erfahren durfe, was für fundamental positive Veränderungen in mein Leben gekommen sind, als ich anfing, mich selbst wirklich zu akzeptieren.

Dabei spreche ich von tiefer Selbstakzeptanz und nicht von oberflächlichen “Wohlfühl-Techniken”.

Ich möchte dir hier zeigen, dass du immer gut genug bist, egal was du gerade denkst, fühlst, oder tust – egal ob du dich verändest, oder nicht.

Ich möchte dass du diesen Ort in dir wiederfindest, an dem all dieser Kram keinerlei Einfluss auf dich hat.

Let’s go.

Deine “Fehler” sagen NICHTS über DICH aus

Zuerst einmal ist es vollkommen natürlich, Teile von sich nicht so toll zu finden.

Das tut jeder Mensch – du bist da also keine Ausnahme. 

Nur für manche Menchen fühlt sich das total bedrohlich an, während andere mit ihren Schwächen vollkommen locker umgehen können.

Wo liegt der Unterschied?

Er liegt enau an dem Punkt, an dem wir von einzelnen “Fehlern” direkte Rückschlüsse auf unsere gesamte Person ziehen.

Frei nach dem Motto:

“Ich bin ein wenig Übergewichtig = ich bin generell nicht wertvoll und liebenswert.”

Das fühlt sich dann so richtig mies an. 

Stell dir einmal vor, du könntest deine kleinen, oberflächlichen Schwächen aus deinem tieferen Ich betrachten.

So wie kleine, lustige Lemminge auf der Kinoleinwand, statt großer, gefährlicher Monster direkt neben dir.

Das würde unglaublich viel innere Ruhe in dein Leben bringen.

und jetzt erfährst du, wie das geht.

Wie mangelnde Selbstakzeptanz entsteht

Wie mangelnde Selbstakzeptanz entsteht

Geringe Selbstakzeptanz ist nicht real.

Sie ist ausgedacht. Sie existiert nur in deinen Gedanken. 

Klar, wir haben diese Gedanken schon so oft gedacht, dass sie uns mitterweile total wahr vorkommen. 

Aber nur weil sie uns so vorkommen, müssen sie noh lange nicht wahr sein.

Meines Wissens gibt es nirgendwo ein offizielles Dokument das uns vorschreibt, was wir an uns mögen dürfen, und was nicht.

Also: Der einzige Ort, an dem diese Selbstablehnung Substanz hat (und negativen Einfluss auf dich), sind deine Gedanken in deinem Kopf.

Wer GENAU lehnt dich eigentlich ab?

Bist es eigentlich wirklich du, der sich da selbst ablehnt?

Hmm…

Ich kenne wirklich niemanden, der sich bewusst dazu entscheidet, sich selbst abzulehnen.

Irgendwie passiert das einfach so.

Nicht du lehnst dich selbst ab, sondern diese komische Stimme in deinem Kopf.

Sie erzählt dir, du wärst nicht gut genug, zu dick zu dünn, zu dumm, zu faul…

Das Problem dabei: Die meisten Menschen glauben dieser Stimme einfach alles. 

Nur weil sie in ihrem Kopf ist meinen sie, das wäreihre Stimme. Hier fängt das Leid an. 

Wenn wir glauben, das wäre unsere Stimme anstatt einer Stimme, dann müssen wir ihr alles glauben.

Ja, auch alles negative, was sie den ganzen Tag so über unseren Charakter oder unsere Fähigkeiten zu sagen hat.

…und wie wir wissen, hängt an jedem Gedanken ein Gefühl dran. Glauben wir dieser Stimme also alles, fühlen wir uns den ganzen Tag minderwertig.

Mehr darüber erfährst du in dieser Podcast-Folge.

Diese revolutionäre Erkenntnis führt zu wahrer Selbstliebe

Wenn du erkennst, dass es eben nicht deine Stimme, sondern eine Stimme in deinem Kopf ist, die dir all das einredet, dann bist du frei.

Denn dann kann sie noch so viel meckern, kommentieren, abwerten – du nimmst es jetzt viel weniger ernst.

Irgendwann erkennst du: Hier bin ich – da ist diese Stimme.

Und dieser Beobachter, das bist du. 

Lehn dich einmal eine Minute zurück und höre dieser Stimme zu. Erkenne, dass es eben nur eine Stimme ist – und du noch nicht einmal weißt, was sie als nächstes sagen wird.

Erkenne, dass du der Beobachter bist. 

  • Hier entsteht eine tiefere Verbindung zu dir. 
  • Hier findest du wahre, tiefe Selbstakzeptanz. 

Ganz ohne dich verändern zu müssen, irgendwelche Listen darüber anzulegen, was alles toll an dir ist oder ähnliches (was natürlich nicht heißt, dass du das nicht tun kannst, so zum Spaß).

Tipps zum Selbstakzeptanz lernen

Daher halte ich auch sehr wenig davon, sich mit jeder einzelnen “Schwäche” und jedem “Fehler” im Detail auseinanderzusetzen.

  • “Kann ich jetzt akzeptieren, dass ich manchmal unsicher bin?”
  • “Vielleicht, aber diese 15kg zu viel, die gehen nun wirklich nicht…”
  • “…und was ist mit meiner Aufschieberitis?”

Das endet einfach in endlosen Debatten von dieser Stimme mit sich selbst (Ich wette du kennst es auch, wenn 2-17 Stimmen da oben in deinem Kopf eine hitzige Dikussion führen).

Das ist sehr anstrengend und führt auch nicht zu mehr Selbstakzeptanz.

Wie wäre es hingegen, wenn wir erkennen würden, dass wir mehr sind, als die Dinge, die wir an uns ablehnen.

Klar, auch an mir gibt es Dinge, die mir nicht gefallen. Wenn ich zu lange schlafe, wenn ich faul bin, wenn ich mich ungesund ernähre, …

Doch ich darf immer mehr erkennen, dass das nichts über mich aussagt. Das alles findet an der Oberfläche statt.

Es ist diese Stimme, die plappert – und manchmal glaube ich es ihr. Dann fühle ich mich unwohl und habe den starken Drang, mich zu verändern.

Manchmal glaube ich es ihr nicht. Dann bin ich präsent, in diesem Moment und bemerke, dass da eben eine Stimme ist, die mir gerade etwas erzählen will – und nicht mehr. 

Das zu erkennen, sich von dieser Stimme zu lösen, ist super-befreiend. Es ist der direkte Weg, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist.

Wie du dich spielerisch veränderst

Auf Grundlage der bedingungslosen, tiefen Selbstakzeptanz ist Veränderung auf einmal spielend einfach.

Denn jetzt geht es nicht mehr um unser tiefes Wohlbefinden: “Erst, wenn ich dieses und jenes ändere, kann ich mich voll mögen.”

Sondern: “Ich bin auf einer tieferen Ebene IMMER ok und habe einfach Lust, in dieser Welt das Veränderungsspiel zu spielen.”

Wenn es klappt, dann bin ich happy – und wenn es nicht klappt, bin ich auch happy.

Mir ist so ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, als ich diesen Schritt gegangen bin.

Echte Selbstakzeptanz aus Grundlage für tiefe Veränderung 

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
– Reinhold Niebuhr (US-amerikanischer Theologe)

Wenn wir uns nicht selbst akzeptieren können (also in diesem Moment mit unserer Stimme identifiziert sind) kommt es uns so vor, als bestimmten diese Dinge über unser fundamentales Wohlbefinden.

“Erst wenn ich mich verändert habe, kann ich glücklich sein.”

Solange wir diesem Glauben aufsitzen, haben wir keine Chance, als unser Glück immer wieder in die Zukunft zu verschieben.

Denn selbst wenn wir uns verändert haben, bleibt dieses gute Gefühl meistens nicht allzu lange bei uns – schell springen wir wieder auf den Selbstoptimierungszug auf – denn unser Verstand findet garantiert den nächsten Fehler.

Wie du für immer aus dem Veränderungs-Hamsterrad ausbrechen kannst

Um aus diesem Hamsterrad auszusteigen ist es nötig, Veränderung und Glücklich-sein zu trennen.

Wenn wir erkennen, dass Erfolg im Außen nur sehr wenig mit unserem inneren Wohlbefinden zu tun hat, dann kommt auf einmal sehr viel Lockerheit in die ganze Sache hinein.

Deine Selbstakzeptanz stärken: Der praktische Weg

praktische Übungen für mehr Selbstakzeptanz

1. Stell dich deinen Herausforderungen – und wachse daran

Sich den Situationen bewusst stellen, in denen du dich selbst kritisiert.

Hier kommen die Gefühle und Gedanken besonders stark hoch und du kannst am besten üben, sie als das zu sehen, was sie sind: Gedanken und Gefühle, die nichts mit dem zu tun haben, was du wirklich bist.

Das nächste Mal, wenn du vor einer Situation stehst, die dir ein wenig Bauchkribbeln gibt, dann ist das dein Signal.

Gehe durch die Situation durch anstatt dich herumzuschleichen und lege deinen Fokus auf die Gefühle, die da hochkommen und auf deine Gedankenstrukturen.

  • Nimmst du die Gefühle an oder verdammst du sie?
  • Fragst du dich, wieso immer du genauso fühlen musst?

Von dort aus, akzeptiere deine Gedankenmuster einfach. Bemerke, dass es vollkommen OK ist, so zu denken.

Und dass sich deine Gedanken nur wirklich real anfühlen, wenn du sie eben nicht beobachtest – sondern denkst, es wären deine Gedanken. 

Mit etwas Übung wirst du deine Einstellung dir gegenüber fundamental ändern können!

2. Die Stimme immer wieder beobachten

Ich will ehrlich zu dir sein: Die Stimme wird wiederkommen und du wirst ihr auch wieder glauben.

Das gehört zum Prozess mit dazu.

Erinnere dich trotzdem immer wieder daran, die Stimme zu beobachten. 

Spüre in dich hinein und nimmt Kontakt mit dem auf, was die Stimme wahrnimmt.

Blicke eine Ebene tiefer hinter deine Gedanken und deine Gefühle.

Nimm sie so wahr, als säßest du im Kino und alles passiert auf der Leinwand.

  • “Hier bin ich – da sind die Gedanken.”
  • “Hier bin ich – da sind die Gefühle.”

Hier liegt deine Selbstakzeptanz. 

Dabei kannst du nichts falsch machen. So, wie du es im Moment spüren kannst, ist es genau richtig.

Bleib dran und dein Verständnis davon wird sich vertiefen. Es geht gar nicht anders. 

Deine persönliche Reise

Ich hoffe sehr, dass du jemand bist, der gerne einen Schritt tiefer gehen möchte.

Vielleicht hast du auch schon bemerkt, dass die schnelle Lösung meistens nicht unbedingt die nachhaltigste Lösung ist.

Den Ort zu entdecken, der diese innere Stimme wahrnimmt und präsent mit ihm zu sein ist etwas, bei dem du unendlich in die Tiefe gehen kannst.

Hier liegt alles verborgen, was du dir jemals im Leben gewünscht hast: Nämlich das Gefühl, das auf einer tieferen Ebene immer alles OK ist, egal, was da gerade im Außen so los ist.

Ich freue mich, dich auf dieser Reise ein Stück begleitet zu haben.

Dein Tim

Selbstachtung

Du möchtest deine Selbstachtung stärken.

Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel wirst du lernen, wie du mehr Selbstachtung bekommst. 

Das Beste ist: Jeder Mensch kommt mit einer natürlichen Selbstachtung auf die Welt.

Sie ist unser Grundzustand. Deshalb kann sie auch jeder wiederfinden.

Das ganze wird funktionieren, ohne dass du irgendwelche komischen Gründe für deinen Wert als Mensch erfinden oder unauthentisch auf einmal Grenzen ziehen musst.

Kennst du das Gefühl, wenn du versuchst, dir krampfhaft einzureden, du wärst ganz toll und wertvoll?

Nicht so angenehm – das fühlt sich einfach nur unauthentisch an.

Du wirst es einfach fühlen, tief in dir – und dann steht dein Wert als Mensch nie mehr zur Diskussion und Grenzen setzt du auch ganz automatisch und aus einem entspannten Gefühl heraus.

Bist du bereit?

Dann lass uns zusammen loslegen!

Wie eine geringe Selbstachtung entsteht

Selbstachtung als Kind

Jeder Mensch hat einen eingebauten Gerechtigkeitssinn.

Wenn dir früher im Sandkasten jemand dein Schäufelchen weggenommen hat, dann musste dir niemand erst beibringen, dass das ungerecht ist.

Das hast du intuitiv gespürt – und ganz automatisch dafür gesorgt, dass diese Schaufel wieder in deinen Besitz kommt.

Wie kann es also dazu kommen, dass wir als erwachsene Menschen auf einmal Dinge mit uns machen lassen, die wir als Kind nicht einmal im Ansatz hätten durchgehen lassen?

  • Wieso lassen wir uns von anderen Menschen benutzen?
  • Wieso nehmen wir respektloses Verhalten einfach so hin?
  • Wieso machen wir uns klein, anstatt die eigene Größe zu leben?
  • Wieso tun wir Dinge, die wir eigentlich nicht tun wollen?

Ganz einfach: Wir haben es über die Jahre so gelernt. 

Wieso Menschen ihre Selbstachtung verlieren

Wenn du immer wieder hörst, deine Bedürfnisse seien nicht wichtig, deine Ziele unrealistisch und du nur ein kleines Würmchen in dieser gefährlichen Welt …

…dann werden diese Stimmen anderer irgendwann zu deiner eigenen. Wir Menschen sind in diesem Alter so verletzlich, offen und beeinflussbar, dass es gar nicht anders geht.

Auf einmal erzählt dir diese Stimme da in deinem Kopf genau die gleichen Dinge, die du vorher von anderen Menschen immer wieder gehört hast.

Das Problem ist, dass uns das alles einfach so passiert. Wir haben in diesem Alter keinen Einfluss darauf.

Unser Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein nehmen dann erheblichen Schaden. Wir fangen an, unseren Wert im Vergleich mit anderen festzumachen. Dabei schneiden wir oft schlecht ab.

So geht unserer Selbstachtung verloren.

Selbstachtung? Was ist das eigentlich?

In Artikel 1 unseres Grundgesetzes heißt es: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.”

Wenn ich mich in diesen Satz hineinfühle, dann nehme ich eine unfassbare Kraft dahinter wahr.

Jeder Mensch hat diese innere Achtung vor sich selbst– mag es auch noch so stark verbuddelt sein.

  • Selbstachtung ist ein tiefes Gefühl, dass du OK so bist, wie du bist.
  • Mit einer hohen Selbstachtung weißt du, dass du nicht schlechter, aber auch nicht besser als andere Menschen bist.
  • Aus wahrer Selbstachtung entsteht ein unerschütterliches Selbstvertrauen.
  • Ganz automatisch wirst du für dich einstehen und dich respektvoll behandeln.

Das wichtige Wort ist hier “tiefes Gefühl”.

Denn dieses Gefühl kannst du dir nicht einfach so einreden.

Denn schon Einstein hat erkannt, dass sich Probleme nicht auf der Ebene lösen lassen, auf der sie entstehen.

Aber du kannst es wiederentdecken – und so dein Leben auf einer tieferen Ebene krasser verändern. als du es dir jemals hättest träumen lassen.

Der Ort, an dem du wahre Selbstachtung findest

Wir alle sind im Kern vollkommen genug und liebenswert (aus diesem festen Glauben (und auch Wissen) ist übrigens der Name meiner Seite entstanden).

Daher halte ich auch nichts davon, dir jetzt 7 Techniken für mehr Selbstachtung vorzustellen.

Denn das hieße, dass du nicht über eine hohe Selbstachtung verfügen würdest, und sie erst von irgendwo außerhalb holen müsstest.

Ich möchte dir in diesem Artikel den Ort zeigen, an dem dieses Gefühl immer da ist.

Ich möchte, dass du dich auf einer tiefen Ebene erkennst, anstatt nur an der Oberfläche zu arbeiten.

Ich möchte dir zeigen, wenn du alles loslassen kannst, was noch zwischen dir und mehr Selbstachtung steht.

Bereit?

Tiefe, starke Selbstachtung findest du hinter deinen Gedanken

Wir haben vorhin schon festgestellt, dass wir alle möglichen negativen Gedanken ….

  • über uns: (“Ich verdiene es nicht, für meine Rechte einzustehen.”)
  • über die Welt: (“Ich muss kleine Brötchen backen und tun, was von mir verlangt wird.”)
  • über andere: (“Ich muss mich unterordnen und darf mich nicht zeigen.”)

… irgendwann einmal ungefragt übernommen haben.

Das große Problem ist dabei folgendes: Wir haben diese Gedanken seitdem nie mehr hinterfragt.

Frei nach dem Motto: “Naja, wenn ich diese Gedanken denke, dann werden die wohl auch wahr sein – sind ja schließlich meine Gedanken.”

Hier liegt die tiefe, fundamentale Ursache für mangelnde Selbstachtung!

Wir glauben dieser Stimme da oben einfach alles, was sie uns den ganzen Tag lang erzählt.

Wieso mangelnde Selbstachtung so unangenehm ist

Wenn es dabei nur bei Gedanken bleiben würde, dann wäre alles halb so wild.

Das doofe ist nur: An jedem Gedanken hängt ein Gefühl dran. Wir fühlen nicht die Welt so, wie sie ist – wir fühlen unsere Gedanken über diese Welt.

Wow.

Wenn wir also (oft unbewusst) den ganzen Tag denken, wir wären nichts wert – dann fühlen wir uns auch den ganzen Tag wertlos.

Ganz schön unangenehm auf Dauer. 

Doch es gibt etwas, mit dem wir diese Gedanken sofort komplett entschärfen können …

Davon erzähle ich dir im nächsten Abschnitt.

Glaub dem inneren Kritiker nicht alles, was er erzählt

Aufgepasst! Diesen Abschnitt nicht überfliegen.

Hier kommt der Teil, der einen riesiegen Unterschied in deinem Leben machen kann.

Du bist nicht deine Gedanken – du nimmst deine Gedanken wahr.

Wenn du erkennst, dass es da oben eine Stimme gibt, die unablässig erzählt…

  • … du kannst nichts.
  • … du bist nichts.
  • … du musst dich zurückhalten und verstecken…

… aber es eben nur eine Stimme ist, die das erzählt, nicht deine Stimme und schon gar nicht die Wahrheit,dann bist du frei.

Dann erkennst du nämlich, dass es nicht zwingend so sein muss, sondern dass es dir diese Stimme oben im Kopf nur einredet (weil sie es in einem kritischen Alter eben selbst mal aufgeschnappt und nicht hinterfragt hat).

Was deine Gedanken mit Fahrstuhlmusik gemeinsam haben

Selbstachtung Fahrstuhlmusik

Wenn jemand in meinen Coachings erkennt, dass seit Jahrzehnten seine innere Stimme für seine geringe Selbstachtung verantwortlich ist, kommt oft als erstes Widerstand.

“Ich muss jetzt etwas gegen diese Stimme tun.”

Doch wer schon einmal versucht hat, dauerhaft seine Gedanken zu kontrollieren, dem wird aufgefallen sein, wie schwierig das ist.

(Stichwort: positiv Denken)

Viel einfacher ist es, den Gedanken einfach nicht mehr so viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn du erkannt hast, dass es nicht deine Gedanken sind, sondern halt nur eine Stimme in deinem Kopf (die du beobachten kannst) – dann kannst du sie auch einfach plappern lassen.

  • … ohne ihr so genau zuzuhören.
  • … ohne ihr alles zu glauben.

Dann wirst du sehen, wie schnell sie die Macht über dich verliert.

Vorher: Du kannst dir 100x sagen “Vergleiche dich nicht mit anderen.” Sobald du mit deiner Stimme identifiziert bist und sie auf die Idee kommt, sich zu vergleichen – wirst du dich wieder vergleichen. Wahrscheinlich wirst du dich (in Wahrheit natürlich deine Stimme) sich wahnsinnig darüber ärgern.

Nachher: Die Stimme kann sich so viel vergleichen, wie sie will – das alles spielt sich im Hintergrund ab und verliert seinen Einfluss auf dich.

Eine leisere innere Stimme bringt automatisch mehr Selbstachtung

Jetzt passiert es: Sobald deine selbstverurteilenden Gedanken an Gewicht verlieren kommst du immer mehr mit diesem natürlichen Gefühl der Selbstachtung in Kontakt.

ohne dass du etwas tun musst. 

Denn das ist nichts, was du dir mühsam erarbeitet hast. Es ist dein natürlicher Zustand, der die ganze Zeit von diesen lauten, unbewussten Gedanken versperrt war.

Aus diesem Zustand:

  • entstehen ganz automatisch positivere Gedanken.
  • so fühlen wir uns direkt besser.
  • und stehen aus uns selbst heraus für uns ein.

Komplett simpel und ganz ohne inneren Zwang.

Dieser Ort ist so wie die Sonne. Die Sonne scheint auch immer – nur manchmal sehen wir sie nicht, weil Wolken davor sind.

Doch sie scheint.

In unserem Fall sind diese Wolken starkes, exzessives Denken.

Sobald wir ein wenig Abstand davon gewinnen und die Gedanken für das erkennen, was sie sind, kommen wir automatisch mit diesem Zustand in Kontakt.

So kommen wir wieder mit unserer starken, natürlichen Selbstachtung in Kontakt – ohne, dass wir von Bestätigung von außen abhängig sind.

3 simple Wege, um deine selbstabwertenden Gedanken in den Griff zu bekommen

In dem Moment, in dem du diesen Abstand zu deinen Gedanken bekommst, wirst du frei.

Dann können sie erzählen, was sie wollen – du kannst ihnen glauben, oder auch nicht.

Du erkennst, dass sie dir nicht immer die Wahrheit erzählen und du merkst, dass es sich oft ganz schön daneben anfühlt, wenn du so nah an ihnen dran bist.

Doch wie gehen wir mehr in diese beobachtende Rolle?

Wie können wir uns aus dem Schwitzkasten der Gedanken lösen

1. Nimm Kontakt zu der Stimme in deinem Kopf auf

Selbstachtung - die Stimme in deinem Kopf

Weißt du, was dein nächste Gedanke sein wird? Nein? Ich auch nicht.

Und trotzdem glauben wir unseren Gedanken so viel. Ja, ich auch. 

Meiner Meinung nach geht es nur darum, “aufzuwachen”. Zu erkennen, dass wir die letzten 30 Minuten, 3 Stunden, 3 Tage, … total offline in irgendwelchen Gedankenschleifen herumgeschwommen sind.

Der Moment, in dem wir bemerken: “Hier bin ich – da ist der Gedanke und vor 10 Sekunden war ich noch komplett drin in diesen Gedanken”, ist alles, was wir brauchen.

Höre, so oft du kannst, deinen Gedanken aus etwas Entfernung zu.

2. Lass dir von deinen Gefühle den Weg zeigen

Wie du dich fühlst, ist ein super Barometer dafür, wie sehr du gerade mit deinen selbstabwertenden Gedanken identifiziert bist.

#1: Enges, angespanntes, niedrig-energetisches Gefühl = Die Chancen stehen gut, dass du gerade Gedanken hast (und sie glaubst), die nicht unbedingt wahr sein müssen (und oft von niedriger Qualität sind).

#2: Freies, offenes, höher-energetisches Gefühl = Die Chancen sind gut, dass du gerade Dinge denkst, du gut für dich (und näher an der “Wahrheit”) sind.

Ich mach es dir ganz einfach: Immer, wenn du dich eher wie #1 fühlst, schenke deinen Gedanken nicht so viel Aufmerksamkeit.

Fertig. 

Das Gefühl geht davon sicherlich nicht sofort weg, aber du wirst es direkt als weniger real und bedrohlich wahrnehmen.

Erinnere dich daran: Deine Gefühle sagen niemals die Wahrheit über dich aus, sie zeigen dir nur, wie du gerade über dich denkst.

Und dieses Denken muss noch lange nicht wahr sein, nur weil es in deinem Kopf stattfindet – und du ihm bisher vlt. alles geglaubt hast.

Wieso das wichtig ist? Immer dann, wenn du in die beobachtende Position gehst, löst du dich so ein wenig mehr aus der Identifikation mit diesen Gedanken – d.h. du glaubst ihnen nicht mehr alles unbesehen – so wirst du frei von ihnen.

3. Nutze dein Leben als Sparringspartner

Frage dich: In welchen Situationen im Leben leide ich besonders an geringer Selbstachtung?

  • Im Job?
  • In Beziehungen zu anderen Menschen?
  • Mit fremden Menschen?

Schenke dir vor allem in diesen Situationen erstmal dein volles Mitgefühl. Akzeptiere, dass du das im Moment noch so machst, anstatt Widerstand zu leisten.

Das ist die Grundlage für Veränderung.

Jetzt bringe besondere Präsenz in diese Situationen. Anstatt voll in deine Gedanken/ Gefühle zu fallen und unbewusst zu werden, lasse sie zu.

Erkenne, dass die komplette Art und Weise, wie du diese Situation siehst, zu 100% in deinen Gedanken entsteht – und diese Gedanken nichts weiter als Stimmen in deinem Kopf sind (die oft sehr viel Mist erzählen).

Auch wenn dir in diesem Moment alles sehr bedrohlich und ernst vorkommt – nimm Abstand und erkenne, dass du gerade nur deine Gedanken fühlst.

Schaue in deinem Leben immer wieder bewusst hin. 

Jede herausfordernde Situation ist eine perfekte Möglichkeit, hinter diese Illusion zu gucken und innerlich freier davon zu werden.

Mehr dazu kannst du übrigens in dieser Podcastfolge erfahren.

Hier kannst du die Folge direkt anhören:

Ein Leben ausgehend von deinem wahren Ich

Je mehr du dies übst, desto weniger wirst du unter mangelnder Selbstachtung leiden. Denn du wirst sie als Illusion erkennen.

Nicht als etwas, das du bekämpfen oder verändern musst – sondern eher wie ein Film auf der Leinwand deines Lebens, den du aus dem Kinositz der Selbstliebe und des Selbstwertgefühls locker beobachten kannst.

Du wirst immer mehr mit deinem wahren ich hinter deinen Gedanken identifiziert sein, anstatt mit dem oberflächlichen Level der Gedanken.

Du wirst ganz tief in dir fühlen, dass es dort einen Ort gibt, an dem immer die Sonne scheint.

Von diesem Ort aus wirst du ganz automatisch für dich eintreten. Es wird keine Frage mehr sein. 

Von diesem Ort aus musst du keine Selbstliebe mehr entwickeln, du hast sie einfach. Sie ist dein Grundzustand.

Was du tun kannst, um diesen Prozess zu unterstützen

Immer tiefer zu verstehen, dass du nicht deine Gedanken bist (sondern der Beobachter deiner Gedanken) ist ein Prozess.

… es ist ganz natürlich, dass mal mehr und mal weniger zu fühlen. Vor allem in Situationen, in denen es im Kopf und dementsprechend auch emotional hoch her geht, verlieren wir gerne mal den Bezug dazu.

Auf einmal kommen diese alten Minderwertigkeitsgefühle wieder.

Das gehört mit dazu und passiert mir genauso, wie dir und sogar sogenannten Erleuchteten.

Damit du in Zukunft schneller aus diesen Zuständen aufwachsen kannst, gibt es einige Tipps, die du beherzigen kannst.

1. Meditation lernen

Selbstachtung Meditation lernen

Lerne zu meditieren. Während der Meditation lernst du die Fähigkeit, immer wieder aus der Identifikation mit deinem Gedanken “aufzuwachen” und im Hier und Jetzt anzukommen.

Das ist die Fähigkeit, die meiner Meinung nach vor allem bei der Meditation geschult wird.

Es geht nicht um Wellness oder Entspannung sondern darum, sich der Identifikation mit seinen Gedanken bewusst zu werden.

2. Social Media loslassen

Wir alle sind online. Doch viele Menschen nutzen Social Media und das Internet als Ablenkung.

Wenn es uns schlecht geht, dann checken wir mal eben Facebook oder Instagram und lenken uns so von dem akuten Unwohlsein ab.

Doch genau hier liegt riesiges Wachstumspotential. Lenke deinen Fokus immer mal wieder wertungsfrei nach Innen, anstatt im Außen nach Ablenkung zu suchen.

Das wird sich erstmal ein wenig ungewohnt anfühlen, aber genau hier liegt der Weg.

3. Bewusst leben

Bringe Aufmerksamkeit zu den Dingen, die du alltäglich tust.

Oft sind wir morgens unter der Dusche in Gedanken schon bei der Arbeit.

Bei der Arbeit sind wir dann in Gedanken schon zu Hause.

Oder wir sind mit 85% unseres Fokusses in Gedanken und bewerten das, was wir gerade erleben und tun, anstatt das wir es mit 100% unserer Aufmerksamkeit erleben oder tun.

Nur an einem Ort sind wir selten: Im Hier und Jetzt. Dort, wo das Leben stattfindet.

Je öfters du deinen Fokus auf das Hier und Jetzt richtest, desto mehr wirst du auch mit deinem wahren Ich in Kontakt kommen.

Wieso sich der Aufwand lohnen wird!

Um ehrlich zu sein habe ich diesen Prozess während des Artikels ein wenig unter Wert verkauft.

Lernst du, präsent in diesem Moment als Beobachter deiner Gedanken am Start zu sein, wirst du ein glückliches Leben führen.

Es benötigt womöglich ein wenig Übung, aber es lohnt sich. Du wirst so immer tiefer mit dir in Verbindung kommen.

Weißt du was es bedeutet, glücklich zu sein? 

Glücklich sein

Für mich sind wir glücklich, wenn wir unser wahres Ich spüren und unglücklich, wenn wir die Welt vollständig durch unsere Gedanken (also das Ego) sehen.

Daher kannst du durch diesen Artikel nicht nur ordentlich Selbstachtung aufbauen, sondern wirst allgemein dein Leben viel mehr genießen können und insgesamt ein glücklicher Mensch werden.

Das wünsche ich mir für dich,

Liebe Grüße,
Tim

Sich mit anderen vergleichen

„Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, misslich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.“

– Arthur Schopenhauer

Der ewige Vergleich mit anderen. Eigentlich so überflüssig, gleichzeitig
präsenter denn je. 

Er führt zu Nichts außer zu Neid, innerer Unruhe und geringer Selbstachtung.

Und dennoch kann sich niemand davon frei machen. Du tust es, genauso wie ich. Wir vergleichen uns mit anderen.

Und das jeden Tag, ob es schneit, stürmt oder die Sonne scheint. Das ist nicht nur ungesund, es macht auch unglücklich.

In diesem Artikel lernst du, wie du dir von heute an selbst Bestätigung und Anerkennung geben kannst, anstatt sie dir von anderen zu wünschen.

Das Beste dabei: So steigen die Chancen ganz nebenbei, dass andere Menschen uns respektieren.

Sich mit anderen vergleichen: Wieso es jeder tut

In diesem Artikel erfährst du, wieso es gerade heutzutage so verdammt schwer ist, sich nicht mit anderen zu vergleichen.

Er wurde stark von dem Buch “Status Angst” von Alain de Botton beeinflusst. 

Dieses Thema liegt mir wie kaum ein anderes wirklich stark am Herzen und ich beschäftige mich sehr viel damit.

Wie ich den Drang, mich zu vergleichen, loslassen konnte

Ich selbst bin nämlich ziemlich akut betroffen und führe meinen ganz persönlichen täglichen Kampf, um mich davon nicht mehr ganz so abhängig zu machen. 

  • Ich mache mir Gedanken darüber, ob meine Kumpels meine Freundin heiß genug finden oder hinter meinen Rücken lästern, wie hässlich sie doch ist. 
  • Ich erzähle bestimmten Leuten nicht von meinen Vorhaben und Leidenschaften aus Angst, sie könnten dann ein anderes, schlechteres Bild von mir bekommen. 
  • Starte ich ein neues Projekt, so muss ich mir schon sehr sicher über den Erfolg sein, damit ich es jemanden erzähle.

Ich beschäftige mich mit dem Thema, um freier und mehr nach meinem eigenen Standard zu leben.

Auch wenn ich auf einer logischen Ebene genau weiß, dass es keinen Sinn macht, auf einer emotionalen Ebene werde ich oft genug noch von vergleichenden Gefühlen übermannt.

Diese Emotionen kontrollieren zu wollen, macht jedoch wenig Sinn.

Vielmehr möchte ich dir dir erforschen, wieso wir uns vergleichen, wieso das per se nicht schlecht ist – und wie wir uns Schritt für Schritt davon lösen können.

Sich mit anderen vergleichen muss nicht schlecht sein

Aber ist es denn per se schlecht, Anerkennung und Respekt von anderen haben zu wollen? 

Ich sage Nein. 

Denn diese Emotionen fühlen zu wollen, ist eine der größten Bedürfnisse des Menschen.

Früher wären wir ohne dieses Bedürfnis einfach aus der Gruppe ausgeschlossen worden – das hatte unseren sicheren Tod bedeutet.

Doch heute leben wir in anderen Zeiten. 

Wie entsteht der Drang, sich zu vergleichen?

Sich mit anderen vergleichen höherer Stand

Heute, zumindest in unseren Breiten, geht es der Mehrheit der Bevölkerung sehr gut. 

Verglichen mit vor 200 Jahren leben wir in Saus und Braus.

Unser Erfolg und unser Status im Leben hängen nicht mehr allein von der Schicht ab, in die wir hineingeboren wurden.

Unsere Chancen sind größer als jemals zuvor. Jeder kann es schaffen. 

Doch irgendwie hat das nicht nur positive Auswirkungen auf unser Glücklichsein.

Denn neben unzähligen Vorteilen bringt unsere heutige Leistungsgesellschaft auch einen verheerenden Nachteil mit sich.

Denn auch wenn wir im Vergleich mit unseren Ur-Urgroßvätern um ein Vielfaches wohlhabender, gesünder und erfolgreicher sind – so haben wir gleichzeitig mehr Selbstzweifel und soziale Ängste, als jemals zuvor.

Daraus resultiert eine Rastlosigkeit und Unzufriedenheit, die nicht vergleichbar ist mit früheren Generationen.

Offenbar geben uns all diese materiellen Dinge, all das Geld, unser soziales Netz, die sehr gute medizinische Versorgung trotzdem kein Gefühl von Sicherheit und Glück.

Welchen Einfluss hat das auf unsere Leben?

Der Mensch ist nur dann in der Lage, sich sozial angesehen zu fühlen, wenn er sich mit anderen Menschen vergleicht (und dabei nicht schlechter abschneidet).

Und zwar mit Menschen aus unserer unmittelbaren Umgebung. 

Nicht mit unerreichbarem Erfolgsmenschen wie Bill Gates, sondern eher Klaus-Dieter Müller von nebenan mit dem funkelnagelneuen Mercedes.

Es ist also relativ, ob wir uns zufrieden fühlen, oder nicht.

  • Haben wir etwas mehr Erfolg, etwas mehr Geld und den schöneren Rasen als der Klaus-Dieter, ist alles im Lot.
  • Haben wir das nicht, so schlägt sich das absolut negativ auf unser Selbstwertgefühl nieder.

Wieso vergleichen wir uns gerade heute mehr als früher

Doch wieso ist dieser Neid, dieses zwanghafte Vergleichen mit dem Nachbarn in der heutigen Zeit so ausgeprägt?

Seit einigen Jahrzehnten herrscht die generelle Annahme (zumindest in unserer Gesellschaft), dass alle Menschen gleich sind,was ihre Chancen angeht.

Diese Idee an sich ist natürlich sehr lobenswert.

Jedoch hat sie eine kleine, fiese Nebenwirkung. 

Gehörtest du früher zu einer niedrigeren Schicht, konntest du kaum etwas unternehmen. 

Es gab also keinen Grund, dich schlecht zu fühlen, nur weil der Fürst ein größeres Haus hatte, als du. Es lag ja nicht an dir, sondern an deiner Gesellschaftsschicht.

Sich mit anderen vergleichen – ein modernes Phänomen

Heute ist das anders. Wir leben in einer Welt, in der jeder theoretisch gleiche Chancen hat.

Dennoch gibt es immer jemanden, der mehr hat. 

Jetzt fällt es viel schwerer, diese Unterschiede nicht als Unzulänglichkeit wahrzunehmen und sich auch dann selbst zu lieben, wenn man im Vergleich schlechter abschneidet.

Das Resultat sind mangelnde Selbstakzeptanz, Rastlosigkeit und diese ständige Unzufriedenheit.

„Irgendwie muss ich es doch auf schaffen, irgendwie muss ich es dem A***** doch heimzahlen, dass er mit seinem tollen neuen fahrbaren Rasenmäher wie Krösus durch seinen Garten fährt und dabei so ein selbstgefälliges, höhnisches Grinsen drauf hat!“

Den Vergleich mit anderen kannst du nicht gewinnen

Sich mit anderen vergleichen - du kannst dabei nicht gewinnen

Also wollen wir immer und immer mehr, um in diesem Vergleich noch besser abzuschneiden. 

Das hindert uns daran, zu akzeptieren und wert zu schätzen, was wir schon haben.

Noch mehr: Wir spüren regelrecht Missgunst, wenn jemand anderes mehr hat, als wir. 

Außerdem entsteht so ein ständiger Neid auf unsere Mitmenschen. Denn irgendjemand hat in bestimmten Bereichen immer mehr erreicht, als wir.

Paradox:Immer mehr Menschen denken, sie bräuchten mehr Luxusartikel, während gleichzeitig immer weniger Menschen wirklich glücklich sein können und sich nicht erfüllt fühlen.

Heute kann sich jeder noch so arme und erfolglose Mensch mit den Reichen und Schönen vergleichen – denn theoretisch hat jeder die Chance, aufzusteigen. 

Deshalb ist es viel viel schwerer, sich in diesem Moment glücklich und zufrieden zu fühlen. 

Wir denken, wir müssten erst etwas Bestimmtes erreichen, damit wir es uns erlauben können, glücklich zu sein. 

Bis dahin fristen wir ein Dasein bestimmt von Neid und Unzufriedenheit.

Das materielle Wettrüsten – da freut sich die Wirtschaft

Schlimmer noch: Wir versuchen, diesen Gefühlen zu entkommen, indem wir ein Wettrüsten mit materiellen Dingen anfangen. Klaus-Dieter Müller gegen Karl-Heinz Neumann.

Ein kurzes Gefühl der Zufriedenheit bis der andere sich wieder einen neueren Fernseher kauft.

Denn in unserer kapitalistischen Gesellschaft wird Glück und Erfolg fast ausschließlich an materiellen Dingen festgemacht. Hast du was, bist du was.

Großes Haus mit Garten = Glück.

Das führt direkt in einen Teufelskreis. Kaum haben wir Karl-Heinz überholt, schauen wir nach oben und sehen Dieter, den alten Schuft, mit einem neuen Mercedes Cabrio. 

“Das kann doch nicht wahr sein.”

Schon ist das Gefühl der Unzulänglichkeit wieder voll präsent.

Der ewige Vergleich mit uns selbst

Aber nicht nur der Vergleich mit anderen macht uns unglücklich. Auch die ganzen Dinge, die wir von uns selbst fordern, sorgen für Stress.

Der amerikanische Psychologe William James hat Selbstwertgefühl folgendermaßen definiert:

Selbstwertgefühl = Erfolg / Erwartungen

Simple Mathematik sagt uns also, dass wir, um mehr Selbstwertgefühl aufzubauen, entweder mehr Erfolg anstreben können, oder aber, unsere Erwartungen zurückschrauben.

Irrglaube: Sei erfolgreich und du das Glück kommt von allein

Das Problem unserer heutigen Gesellschaft ist, dass sie uns ständig enormen Druck aussetzt, erfolgreich zu sein und somit ganz nebenbei unser Selbstwertgefühl zerschlägt wie ein rohes Ei. 

Um dies auszugleichen, müssen wir immer mehr Erfolg haben, ansonsten ist es uns nicht möglich, uns selbst zu akzeptieren und zu mögen.

Also fällt es enorm schwer, die Erwartungen runterzuschrauben.

Niemand kommt auf auch nur auf die Idee, einfach mal nicht so viel von sich zu erwarten.

Das fällt uns so schwer, da wir ja scheinbar in einer Welt leben, in der jeder alles erreichen kann. 

Also sind wir nur ganz alleine schuld, wenn es mal nicht klappt.

Immer besser sein zu müssen, erzeugt großen Druck

Wir beurteilen ständig die Leistung und die Besitztümer anderer, nur um danach zu schauen, wie wir selber dagegen abschneiden. 

  • Schneiden wir schlechter ab, fühlen wir und miserabel. 
  • Schneiden wir gut ab, fühlen wir uns wie auf Wolke Sieben. 
Sich mit anderen vergleichen - erzeugt Stress und Druck

Aber nur genau so lange, bis jemand kommt und eben wieder besser ist, als wir.

Was für ein Schwachsinn.

So machen wir uns ständig Sorgen und haben Angst, dass jemand „besseres“ um die Ecke kommen könnte und unser Selbstwertgefühl (aka das gute Gefühl, dass wir im Moment des Triumphes im Vergleichskrieg haben) zerstören könnte.

Also schuften sich die meisten Menschen den Buckel rund, verstellen sich und tun alle Mögliche um mit Würde behandelt zu werden, um einen gewissen Status zu erreichen und so in dem immerwährenden Vergleich besser abzuschneiden.

Es ist natürlich, Anerkennung zu wollen

Nochmal zurück zum Anfang. Ich hatte ja darauf hingewiesen dass es nicht schlimm ist, Anerkennung anderer zu wollen.

  • Wir fühlen uns gut und mögen uns, wenn Menschen uns Aufmerksamkeit schenken, sich für uns interessieren und uns warm begegnen.
  • Wir fühlen uns miserabel, sobald Menschen uns ignorieren oder mit Geringschätzung begegnen.

Wir alle wollen Bestätigung und Aufmerksamkeit von anderen. Sei es von unseren Freunden, Mitmenschen, Vorgesetzten, Kollegen, unseren Eltern oder Lebenspartnern. 

Das ist auch gut so.

Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach dieser Anerkennung und es ist ein beträchtlicher Teil unseres Lebens.

Wir sind nun einmal soziale Wesen und für eine lange Zeit hin davon unser Überleben ab.

Je mehr wir nach Statussymbolen wie einer teuren Uhr, einem gut bezahlten Job und ähnlichen streben, desto mehr streben wir in Wirklichkeit das Gefühl an, gemocht und wertgeschätzt zu werden.

Echter Selbstrespekt kommt immer von Innen 

Wir sollten mehr Zeit in uns investieren um selbstbewusster, vorurteilsfreier, präsenter zu werden. Reich an Charakter eben.

Wir dürfen uns fragen, wie wir anderen Menschen helfen können und ihnen echten Wert geben können.

Der Respekt anderer (und zwar der richtigen anderen) wird dadurch von ganz alleine kommen.

Noch besser: Entwickle persönliche Werte. 

  • Für was genau gibst du dir selbst Respekt? 
  • In welchen Situationen? 
  • Oder wieso entscheidest du dich nicht, dich einfach ohne irgendwelche Konditionen zu mögen? 
  • Wieso musst du erst einen guten Job und eine teure Wohnung haben? 
  • Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass dein Level an Glück und Zufriedenheit sowieso gleich bleiben wird.

Kurz: es ist sehr sehr gesund für dein Selbstwertgefühl, deine Bestätigung nicht in anderen zu suchen, sondern in dir selber.

Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen

„Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, misslich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.“

Das wusste schon der gute, alte Arthur Schopenhauer.

Oftmals sind es die Menschen, von denen wir den meisten Respekt haben wollen, denen wir am egalsten sind. Wieso also so stark anstrengen und ihr Urteil entscheiden lassen, was wir aus unserem Leben machen?

Wieso sollten wir unser ganzes Leben davon abhängig machen, was andere für uns wollen (sogar wenn es gut gemeint ist, niemand kann ich dich hineinsehen und wissen, was das Beste für dich ist, außer du selbst)?

Was willst DU wirklich?

Es wird Zeit herauszufinden, was wir wirklich wollen, danach zu leben und uns vollen Respekt dafür zollen. 

Was also wichtig ist: Nicht, was wir für die Menschen da draußen darstellen wollen, sondern was wir in unserem Inneren sind.

Darauf muss unser Fokus ausgerichtet sein.

Wäre es nicht cool, wenn du ab sofort immer, wenn du Respekt und Anerkennung von anderen haben möchtest, einfach in dich hineinschaust und dir selbst nur für dein Wesen Anerkennung gibst?

(Möchtest du wissen, wie du dich besser kennenlernst und besser in dich hineinschauen kannst? Schau dir dazu meinen Artikel über Achtsamkeitsübungen an.)

Gib dir Respekt für dein persönliches Wachstum

sich mit anderen vergleichen - gib dir selbst den Respekt, den du verdienst

Wenn du stattdessen überlegst, wie du dein Selbstvertrauen und deine guten Charaktereigenschaften weiter ausbauen kannst anstatt dich darüber zu sorgen, wie du jetzt wohl rüberkommst.

So wirst du immer und immer mehr bemerken, wie sinnlos viele deiner Unterfangen sind, die dir vermeintlich Respekt und Anerkennung einbringen sollen. 

So entwickelst du dich langsam von äußerer, zu innerer Bestätigung.

Wenn es uns egal wäre, was andere von uns denken, würden wir dann nicht viel eher genau den Job ausüben, der uns Spaß und Freude bringt? 

Würden wir uns nicht nur mit den Menschen umgeben, die uns genauso mögen, wie wir sind?

Würden wir andere Menschen nicht nach ihrem Äußeren und Statussymbolen, sondern nach inneren Werten beurteilen?

Ich glaube schon. Also ist es an der Zeit, sich weniger mit anderen zu vergleichen, uns mehr Bestätigung von innen zu geben.

Leichtigkeit

Das Leben mit Leichtigkeit zu leben ist einfach. Denn es ist ein stetiger Fluss von Erfahrungen.

  • Ein Ereignis geht in an das nächste über.
  • Ein Gefühl löst das nächste ab.
  • Gedanken kommen und gehen.

Eigentlich ist alles ganz schön entspannt.

Doch dann ist da noch eine Instanz in uns, die das gar nicht so entspannt findet.

Sie vermutet hinter jeder Ecke Gefahr und hat die starke Tendenz, alles kontrollieren zu wollen.

Sie meint:“Alles wird ganz schrecklich den Bach heruntergehen, wenn ich nicht jetzt sofort eingreife und den Karren eigenhändig aus dem Dreck ziehe.”

So ein kleiner Kontrollfreak eben. Er erstickt jede Leichtigkeit im Keim.

Gleichzeitig haben wir offensichtlich nur eine begrenzte Kontrolle über das Leben. Ehrlich gesagt ist es total zufällig.

Niemand weiß, ob dein Lebensplan funktionieren wird. Ob die Spülmaschine genau dann die Bude unter Wasser setzt, wenn du nicht zu Hause bist, weiß kein Schwein. Ob die Gäste bei der Party dich mögen werden, who the f*ck knows.

Und trotzdem versuchen wir, genau solche Dinge krampfhaft zu verhindern.

Kannst du sehen, wie das den einen oder anderen stressigen Moment erzeugt und Leichtigkeit verhindert, wenn wir etwas unkontrollierbares auf einmal versuchen zu kontrollieren?

Mit Leichtigkeit leben: Der Versuch, die Emotionen zu kontrollieren

Nur hört es noch lange nicht dabei auf, unsere Umwelt oder andere Menschen kontrollieren zu wollen.

In Wahrheit versuchen wir, unsere emotionale Reaktion auf diesen Strom an Erfahrungen zu kontrollieren.

Die Erfahrung an sich ist nicht das, was uns belastet und die Leichtigkeit nimmt.

Wir haben Angst vor dem Gefühl, das dabei hochkommt. Weil wir Angst vor dem Gefühl haben meinen wir, wir müssten strampeln und uns abrackern (also kontrollieren), um dieses Gefühl zu vermeiden.

Aber wie mit den Ereignissen ist es auch mit den Gefühlen: Irgendwie kommen die einfach so zu uns. Wieso und woher genau, wieviel davon und wann – keine Ahnung.

Doch trotzdem versuchen wir da irgendwie, Einfluss drauf zu nehmen – und das erzeugt Stress und Anspannung.

Wieso wir mit kontrollierendem Verhalten die Kontrolle verlieren

Leichtigkeit Kontrolle loslassen

Obendrein bewirken wir mit diesem kontrollierenden Verhalten das genaue Gegenteil. Wir blockieren unsere inneren Kapazitäten, entspannt und mit Leichtigkeit mit dem umzugehen, was das Leben uns gibt.

Stattdessen herrscht innerlich ständig Anspannung, Unruhe, Angst.

Denn am effektivsten handeln wir nicht, wenn wir unter Druck stehen und tausende Gedanken im Kopf haben – sondern dann, wenn wir innerlich ruhig und frei sind.

Manche Menschen wundern sich, wieso solche Gefühle ihnen immer wieder das Leben schwer machen. Die Antwort ist weil wir meinen sie zu brauchen, um mit dem Leben umgehen zu können.

Würden wir in den Fluss des Lebens vertrauen, bräuchten wir keinen Stress und Druck erzeugen. Aber das ist momentan die einzige Möglichkeit, de wir sehen, um die Illusion von Einfluss und Kontrolle noch irgendwie aufrecht zu erhalten.

Wir sind alle exzellente Geschichtenerzähler

Leichtigkeit Geschichten

Die meisten Menschen haben vor nichts weniger Angst, als ihre Kontrolle zu verlieren. Wir tun fast alles, um immer die Oberhand zu behalten.

Wir meinen, das wäre der einzige Weg, Sicherheit in unser Leben zu holen.

Immerhin haben wir das Leben doch bisher mehr oder weniger gut gebacken bekommen, oder?

Doch der Grund, wieso uns das so vorkommt ist, dass wir uns eine gute Geschichte erzählen.

Das Leben (also Erfahrungen, Gefühle, Gedanken, …) passiert sowieso – und wir reden uns ein, wir hätten wahnsinnig viel Einfluss darauf.

Wie?

  • Wenn irgendwas “gut geklappt” hat, dann haben wir das “gut gemacht”.
  • Wenn etwas anderes in die Hose gegangen ist, dann waren wir daran natürlich auch Schuld.

Was wäre jedoch, wenn die Dinge sowieso so kommen, wie sie kommen – wir uns aber an unsere Stories festklammern weil wir tierischen Schiss haben, uns dem Fluss des Lebens einfach mal so hinzugeben und es uns zur Abwechselung mal einfach zu machen.

Wenn wir das verstehen kommt große Leichtigkeit in unser Leben – denn dann ist es nicht mehr zu 100% an uns.

Das Totschlagargument, was ich oft bekomme ist: ”Ja, dann fress ich mich ja den ganzen Tag voll, liege faul auf der Couch rum und mach gar nichts mehr.”

Möglich, dass du dann für eine Zeit diese Erfahrung machen würdest. Doch was wäre, wenn das nur eine Phase wäre und du danach anfangen würdest, mehr deiner Intuition, dem Flow des Lebens zu folgen? Weil du wüsstest, das alles ok ist.

Vielleicht findest du dann deine Passion, weil du automatisch auf sie zusteuerst? Vielleicht erscheinen dir dann alte Limitierungen gar nicht mehr als limitierend – sondern als irrelevant. Vielleicht bewerkstelligst du dann hoch-stressige Situationen auf einmal mit viel mehr Leichtigkeit.

Der Fluss des Lebens

Leichtigkeit Flow

Klingt zu gut um wahr zu sein? Nicht wirklich.

Denn wir können uns langsam diesem Zustand des Flows annähern und für immer längere Zeit in ihn einzutauchen.

Ich bin mir sicher, dass dir auch schonmal ein Tag untergekommen ist, an dem einfach alles so geflowt ist – alles hat einfach gut geklappt. Ohne Anstrengung, ohne Kontrolle.

Du wusstest, was zu tun ist, und hast es dann getan. Einfach so. Ohne Nachdenken. Ohne Stress und Aufregung – dafür mit viel Leichtigkeit.

Und dann gibt es andere Tage, an denen jeder Schritt zur Qual wird. Alles ist schwergängig, nichts klappt so richtig und du bist um 12 Uhr schon bereit für einen 18-stündigen Mittagsschlaf.

Deine Gedanken, Flow und Leichtigkeit

Wo liegt hier der Unterschied?

An unflowigen Tagen haben wir schwierige, komplizierte Gedanken zu fast allem, was wir tun.

… und an flowigen Tagen genau anders herum.

Erinnere dich einmal an eine Zeit zurück, an dem scheinbar alles geklappt hat für dich (vielleicht auch in deiner Kindheit).

  • Wie sehr hast du da nachgedacht über das, was du getan hast?
  • Oder hast du es möglicherweise einfach gemacht, “ohne groß darüber nachzudenken?”

Wahrscheinlich zweiteres.

Denn nicht das Leben an sich ist kompliziert. Es ist ein stetiger Fluss. Es passiert einfach.

Unsere Gedanken erzeugen Probleme, die es nicht gibt

Anstatt mich im Moment darauf zu fokussieren, was ich tue (und was passiert), bin ich mit 90-95% meiner Aufmerksamkeit bei meinem inneren Plappermaul das meint, einen wichtigen Beitrag dazu geben zu können.

Immer dann, wenn etwas schwer ist, du unsicher bist ob du das richtige tust oder “etwas kannst oder nicht kannst” – sind das am Ende nur Gedanken.

Das Resultat wird sowieso irgendwie ausfallen – und noch fast niemand hat es mit exzessiven Abgelenktsein durch Gedanken zum besseren bewegt – auch wenn wir da oft genug von überzeugt sind.

Bemerke also das nächste Mal, wenn du scheinbar nicht im Flow bist, wieviele Gedanken du in diesem Moment hast. Ich gehe jede Wette ein, dass das ordentlich viele sind.

Versuche nicht, da etwas gegen zu tun, das erzeugt nur noch mehr Gedanken – sondern bemerke es nur. Sei präsent mit dem, was du tust und mit den Gedanken.

Fokussiere dich ein wenig mehr auf den Raum zwischen deinen Gedanken, nicht so sehr auf den konkreten Inhalt.

Denn immer dann, wenn wir von Gedanken aus dem Flow gerissen werden, dann liegt es nicht an den Gedanken – sondern daran, dass wir “offline” sind und mit den Gedanken identifiziert und ihnen alles glauben.

Was uns also aus dem Flow bringt ist nicht, dass wir “das falsche tun” oder etwas wirklich “nervig, anstrengend, …” oder sonst etwas ist.

Viel mehr ist es unser Denken darüber.

Damit machen wir es zu dem, was es ist – ohne es zu merken.

Deine Realität besteht aus Gedanken

Mittlerweile ist relativ offensichtlich, dass uns das nicht besonders gut tut und viel Stress und wenig Leichtigkeit erzeugt.

Wieso tun wir das dann trotzdem?

Das liegt daran, dass wir diese Gedanken oft nicht mehr so richtig mitbekommen. Sie gestalten unsere Realität, ohne dass wir etwas davon mitbekommen.

Wir haben sie uns irgendwann einmal angewöhnt und ab dann schlicht so oft gedacht, dass wir sie gar nicht mehr so richtig mitbekommen.

Solange wir so in “unseren” Gedanken verstrickt sind, ist die Arbeit wirklich nervig und meine Performance wirklich schlecht. Aber von jetzt auf gleich, mit einem frischen Gedanken, könnte die Welt auch ganz anders aussehen.

Wache aus deinem Tagtraum auf für mehr Leichtigkeit

Es geh also darum, unsere Gedanken über das Leben zu erkennen. Wir dürfen bemerken, dass wir unwahren Gedanken aufsitzen, wenn wir gestresst sind und Angst haben.

Wenn ich aber aus diesem Tagtraum ausbreche, dann bemerke ich die Illusion.

Dann sehe ich, dass die Dinge eben nicht schwer und anstrengend sind, sondern ich sie dazu mache. Mit Gedanken.

Also was nun? Positives Denken? Nein.

Um mit solchen Gedanken umzugehen reicht es, bewusst mit ihnen zu sein und zu erkennen, dass sie nichts weiter sind, als Stimmen in deinem Kopf.

Diese Stimmen haben zu allem und jedem eine Meinung. Sie kommentieren ungefragt alles und jedem in deinem Leben. Doch hat sie damit noch lange nicht recht.

Hinter den Gedanken liegen Leichtigkeit und Flow

Leichtigkeit Freiheit

Wenn wir hinter unsere Identifikation mit den Gedanken blicken können dann merken wir, dass das Leben immer im Fluss ist. Vorher wehren wir uns mit Händen und Füßen (also mit Gedanken) dagegen, in ihn einzutauchen.

Es fühlt sich fast schon gefährlich an, ihm zu vertrauen. Jetzt tun wir das immer mehr. Je mehr wir erkennen, dass Gedanken eben nur Gedanken sind, desto freier werden wir.

Dieser unendliche Strom von Gedanken rückt in den Hintergrund und der Flow rückt in den Vordergrund.

Wir nehmen unsere Gedanken einfach nur wahr, antatt sie zu bewerten oder ihnen zu glauben. Sie kommen uns dann ein wenig so vor, wie Fahrstuhlmusik. Die ist auch da, aber niemand interessiert sich dafür wirklich.

Einfach tun ohne zu grübeln

Was wäre wohl, wenn du ab heute nur noch tun würdet, ohne groß zu grübeln. Dein Verstand erledigt zuverlässig den logischen Planungsteil deines Lebens (Morgen um 15 Uhr zum Zahnarzt, danach einkaufen und an die Milch denken) – sonst hält er sich vornehm im Hintergrund.

  • Würdet du dich dann mehr trauen in deinem Leben?
  • Würdest du Sachen einfach mal durchziehen, anstatt zu grübeln?Würdest du offener und lockerer mit anderen Menschen sein?

Davon gehe ich einmal aus.

In Leichtigkeit zu lesen heißt also, die Identifikation mit seinen Gedanken loszulassen. Es bedeutet zu erkennen, dass hinter den Gedanken eine komplette Welt aus innerer Führung, innerer Ruhe und Entspanntheit liegt.

Hier ist unsere Fähigkeit verborgen, mit allen Herausforderungen ruhig und gelassen umzugehen und das Leben mit viel mehr Leichtigkeit zu leben.

Selbstfuersorge

Selbstfürsorge bedeutet, sich gut um sich selbst zu kümmern und seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche ernst zu nehmen und zu verwirklichen.

Du übernimmst Verantwortung für dich, dein Leben, deine Grenzen und dein allgemeines Wohnbefinden.

Du kümmerst dich gut um dich.

Diese ganz natürliche Fähigkeit haben leider viele verlernt. Wir hören, wir wären egoistisch wenn wir uns zuerst um uns selbst und unser Wohlbefinden kümmern.

Dann passen wir uns an, erfüllen die Wünsche, die von Außen (Familie, Gesellschaft, Politik) an uns herangetragen werden und verlieren uns darin.

Wir wundern uns, wieso wir uns immer schlechter fühlen und den Kontakt zu uns selbst und die Lebensfreude verlieren.

Was Selbstfürsorge nicht heißt

Doch sich um sich selbst zu kümmern heißt nicht, egoistisch zu sein und andere Menschen schlecht zu behandeln.

Es heißt auch nicht, aus der Gesellschaft auszusteigen.

Ganz im Gegenteil.

Je besser du dich um dich kümmerst, desto mehr Energie entwickelst du, um dich aus tiefsten Herzen und nicht nur aus Pflichtgefühl um andere zu kümmern.

Je mehr du tust, was du wirklich gut kannst und was dich erfüllst, desto mehr echten Wert steuerst du zu dieser Gesellschaft bei.

Du siehst also, Selbstfürsorge lohnt sich. Für dich und für andere.

In diesem Artikel erfährst du 12 Tipps, wie du dich wieder besser um dich sorgst.

1. Lasse alle Widerstände gegen dich selbst los

Wer sich liebevoll um sich kümmern will, der muss sich zuerst liebevoll annehmen. Wir fügen uns jeden Tag selbst Leid zu, weil wir nicht akzeptieren können, wie wir sind.

  • Wir hassen unsere Schüchternheit.
  • Wir lehnen unsere Fettpölsterchen ab.
  • Wir machen uns Vorwürfe, nicht mehr leisten zu können.
  • Wir grübeln tagelang über einen Fehler nach.

Selbstfürsorge Loslassen

Doch wohin bringt uns diese Vorgehensweise? Hat sie bisher dazu geführt, dass du dich mit dir verbunden und innerlich frei fühlst – oder diese Dinge ablegen konntest?

Wahrscheinlich sind sie immer noch da und erzeugen obendrein Druck und innere Angespanntheit.

Akzeptanz heißt dabei nicht, das alles für immer so bleiben muss, wie es ist.

Viele Menschen denken, wenn ich nur genug kämpfe, Widerstand gegen mich leiste und mich zu einem perfekten Menschen entwickle, dann kann ich mich selbst und auch andere akzeptieren.

Doch das ist ein Fass ohne Boden – du wirst in die Selbstoptimierungstretmühle gezogen.

Es gibt nur einen Zeitpunkt, in dem wir uns selbst akzeptieren können – und der ist genau jetzt.

2. Baue ein solides Fundament aus Selbstakzeptanz und Selbstliebe

Von diesem Fundament aus Selbstkazpetanz können wir unsere Reise zu mehr Selbstfürsorge beginnen (im Grunde ist es die Essenz der Selbstfürsorge, denn wenn du dich selbst akzeptieren und lieben lernst, dann wirst du dich automatisch besser um dich kümmern).

Lerne daher, dich so anzunehmen, wie du jetzt bist. Erlaube allen Gefühlen, allen Gedanken, allen Prägungen und Gewohnheiten und auch deiner Vergangenheit genau so zu sein, wie sie eben gerade sind.

Das bringt dich in den Moment mit dir selbst und alle Selbstvorwürfe fallen weg. Du baust eine liebevolle Beziehung zu dir auf.

Meinen ausführlichen Artikel zum Thema Selbstannahme findest du hier.

3. Lebe achtsam

Achtsamkeit ist die zweite Grundvoraussetzung für Selbstfürsorge.

Wir können uns nur um unsere Bedürfnisse kümmern, wenn sie uns bewusst sind. Wir können nur liebevoll mit unseren Gefühlen umgehen, wenn wir sie neutral wahrnehmen und aus der Beobachterposition betrachen.

Wir können unsere Gedanken nur dann akzeptieren, wenn wir uns ihnen bewusst sind, anstatt von ihnen kontrolliert zu werden.

In dieser immer hektisch werdenden Welt wird unsere Aufmerksamkeit von tausenden Quellen von uns Weg ins Außen gezogen.

Doch wahre Selbstfürsorge heißt, sich wieder auf sich zurückzubesinnen. Nur wenn wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf uns richten, können wir uns besser um uns sorgen.

Wir können nur unsere Werte und persönliche Grenzen erfahren, wenn wir den Fokus auf uns richten.

Achtsam sein heißt, all das, was gerade ist, wahrzunehmen und so sein zu lassen, wie es ist.

Es ist der Pfad in den Moment. In jedem Moment sind wir präsent und Verbunden mit allem, was ist. Das macht glücklich und ist der natürliche Zustand eines jeden Menschen.

Bringe daher wieder mehr Aufmerksamkeit für dich auf.

  • Schaue, wie du dich in diesem Moment fühlst – und lasse das Gefühl da sein.
  • Beobachte deine Gedanken und lasse sie an dir vorbeiziehen, wie Wolken am Himmel.
  • Bringe deine vollstände Aufmerksamkeit auf das, was du gerade tust. Wenn du gehst – gehe (und schaue nicht auf den Handy), wenn du isst – esse (und lese keine Zeitung dabei).

Achtsamkeit ist ein Prozess.

Je mehr du diesen praktizierst, desto einfacher wird es dir fallen und desto stärker bist du mit dir verbunden – und desto glücklicher bist du.

4. Grenzen setzen

Selbstfürsorge Grenzen setzen

Gut für sich zu sorgen heißt, Grenzen setzen zu können. Wenn wir unseren Wert als Mensch dem anderer unterordnen, dann kann lassen wir automatisch auf uns herumtrampeln.

Andere Menschen machen das selten mit Absicht – es passiert einfach. Es ist ein natürlicher Prozess anderer Menschen Grenzen zu testen. So bilden sich soziale Strukturen.

Dabei entsteht bei anderen sehr schnell ein bestimmtes Bild von dir. Genauso, wie du einen anderen Menschen in Sekundenschnelle einordnest, passiert das auch mit dir.

Wenn du also wach bist und für deine Grenzen eintrittst dann erkennen andere Menschen schnell, dass sie dich respektieren müssen – und tun das dann auch.

Setzen wir keine Grenzen, so denken wir, dass wir immer wieder kämpfen müssen. Doch das stimmt nicht. Irgendwann strahlst du aus, das du jemand mit genau festgelegten Grenzen ist – und andere Menschen respektieren das.

Deshalb hat Grenzen setzen nichts mit Kämpfen zu tun. Sobald du 100%ige Klarheit über deine Grenzen hast und entschlossen bist, für sie einzustehen, werden sie sehr viel weniger überschritten werden.

Sollte es doch einmal passieren kannst du ruhig aus deiner Mitte heraus eine Grenze setzen. Andere werden das respektieren.

Daher mache dir jetzt Gedanken darüber, wie deine Grenzen aussehen.

Wie das geht, erfährst du in diesem Artikel.

5. Dein Leben nach deinen Werten und Bedürfnissen gestalten

Weißt du, was dir wirklich wichtig ist? Lebst du nach diesen Werten? Hast du ein klares Bild davon, was du von diesem Leben haben möchtest? Bist du auf dem Weg, das in deinem Leben zu verwirklichen?

Viele Menschen leben ein Leben, das nicht zu ihnen passt weil sie noch nie aus ihrem Schneckenhäuschen gekrochen sind um sich intensiv darüber Gedanken zu machen, was sie wollen und was ihnen wichtig ist.

Sie leben dann ein uninspiriertes Leben in Mittelmäßigkeit. Ich glaube jeder Mensch hat eine Wahrheit, die er leben soll. Jeder Mensch ist hier, um etwas zu hinterlassen.

Doch aus Angst zu Scheitern oder schlichter Faulheit gehen dem viel zu wenige Menschen nach.

Frage dich doch einmal, was du tun würdest, wenn Geld keine Rolle spielen würde und du nicht scheitern könntest.

  • Wie würdest du leben?
  • Womit würdest du Zeit verbringen?
  • Was würdest du dieser Welt schenken wollen.

Mach dir keinen Druck.

Du musst nicht gleich das Welthungerproblem lösen oder für ewigen Frieden sorgen.

Vielleicht ermöglichst du aber den Menschen auf einer Insel in Indonesien das Meer sauber zu halten oder löst mit den Bewohnern eines Altersheim zusammen Kreuzworträtsel.

Wobei fühlst du dich richtig gut? Traue dich erst, mehr zu träumen und dann Schritt für Schritt mehr davon in dein Leben einzuladen.

Eine umfassende Anleitung, wie du deine Werte herausfinden kannst, erfährst du übrigens in diesem Artikel.

6. Selbst entscheiden, was wir tun wollen

Selbstfürsorge Lebensweg

Sei für einen Moment mal ganz ehrlich zu dir…

Wer hat die Entscheidungen in deinem Leben getroffen?

  • Deine Berufswahl?
  • Deine Art zu leben?
  • Deinen Partner?
  • Deine politischen und moralischen Grundsätze?

Auf den ersten Blick scheint es, dass du es warst. Klar, am Ende hast du die Unterschrift unter den Arbeitsvertrag gesetzt und für eine bestimmte Art politisch zu denken diskutiert.

Doch aus welchem Grund?

Oft haben solche Entscheidungen ihren Ursprung in unserem direkten Umfeld. Wir glauben, wir hätten uns selbst entschieden, doch in Wahrheit rationalisieren wir unsere  fremdbestimmten Entscheidungen.

Lasse diese Prägungen für einen Moment los und frage dich, wie du dich entscheiden würdest wenn du niemandem gefallen müsstest, du keine Angst um deine finanzielle Zukunft hättest und es die Möglichkeit des Scheiterns oder des Alleineseins nicht gäbe.

Würdest du dann genau die gleichen Entscheidungen treffen, wie du sie bisher getroffen hast?

Ich bezweifle es.

Du musst nicht von heute auf Morgen deine ganzen Lebensentscheidungen revidieren (obwohl es Menschen gibt, die das tun).

Ehrlich zu sich zu sein und kritisch zu hinterfragen, wieso wir uns so entschieden haben, wie wir es getan haben ist der erste Schritt hin zu einem selbstbestimmteren und somit glücklicheren Leben.

7. Ausgiebig für Ruhe und Entspannung sorgen

Das Leben verläuft immer in Wellenbewegungen. Anspannung und Entspannung.

Beim Sport können wir nur wachsen, wenn wir uns moderat fordern und dann dem Körper und Nervensystem Zeit geben, um die nötigen Anpassungen an die Belastung zu bewerkstelligen.

Dabei sind oft zwei Extreme zu beobachten.

  • Zum einen gibt es Menschen, die sich immer nur fordern, immer nur leisten und kaum in der Lage sind, mal einen Gang runterzuschalten um zur Ruhe zu kommen, die Eindrücke zu verarbeiten und dem Unterbewusstsein den Raum zu geben, psychische Anpassungen vorzunehmen.
  • Das andere Extrem sind Menschen, die sich vor jeglicher Belastung drücken und am liebsten den ganzen Tag nichts tun würden.

In beiden Extremen leben wir nicht im Einklang mit dem natürlichen Flow des Lebens.

Selbstfürsorge heißt auch, sich zu fordern.

Es heißt sich genauer kennenzulernen und zu wissen, wann es Zeit ist, einen Gang hochzuschalten und auch zu wissen, wann wir eine Ruhepause brauchen.

In der Natur gibt es keinen Stillstand. Es gibt nur Wachstum oder Rückschritt. Deshalb ist es wichtig sich selbst immer wieder zu fordern, sich Herausforderungen zu stellen und diese zu bewältigen.

Alles andere geht gegen die Natur.

8. In den Moment eintauchen

Selbstfürsorge im Hier und Jetzt

Leid entsteht dann, wenn wir Widerstand gegen den Moment leisten. Immer, wenn wir etwas, was gerade da ist verändern oder kontrollieren wollen, gehen wir aus diesem Moment heraus.

Sind wir im Moment dann herrscht Flow. Gefühle, Eindrücke, Bilder und Gedanken kommen, und gehen wieder.

Sobald wir aus dem Moment gehen, halten wir fest. Das ist anstrengend. Das macht unglücklich.

Sei achtsam und schaue, wann du aus dem Moment herausgehst. Das passiert meistens, indem wir über die Vergangenheit nachgrübeln oder uns über die Zukunft sorgen.

Wir gehen auch dann aus dem Moment, wenn wir Gefühle unterdrücken oder Gedanken durch positives Denken manipulieren wollen.

Besinne dich immer wieder auf den Moment. Wenn du merkst, dass du mit deiner Aufmerksamkeit abschweifst, lasse los und gehe wieder in den Moment.

Wie du das genau tun kannst, erfährst du in meinem Artikel zum Thema im Hier und jetzt leben.

9. Liebevoll mit seinen Gefühlen umgehen

Leisten wir Widerstand gegen unsere Gefühle, unterdrücken wir sie oder versuchen wir uns anders zu fühlen, als wir es gerade tun, dann sorgen wir nicht gut für uns.

Wir lehnen etwas ab, was nun einmal gerade bei uns ist. Aus welchen Gründen auch immer.

Emotional viel gesünder ist es, Gedanken und Gefühle so zu akzeptieren, wie sie sind. Das bringt uns mehr in den Moment und löst innere Anspannung und Widerstände auf.

Diese sind es nämlich, die uns schlecht fühlen lassen, nicht das Gefühl an sich. Erst der Widerstand gegen das, was ist, führt zu Leid.

Nimm deine Gefühle an, lasse sie da sein. Sei präsent mit ihnen und nimm sie als das wahr, was sie sind: Energie, die sich in dir bewegt.

Nur haben wir gelernt, manche Erscheinungsformen dieser Energie lieber zu mögen, als andere. So halten wir an bestimmten Gefühlen fest, während wir andere weghalten wollen.

Beides ist anstrengend und führt zu innerer Unruhe.

10. Sich um seine Gesundheit und den Körper kümmern

Selbstfürsorge Gesundheit

Auch wenn du viel mehr bist, als dein Körper und dein Geist, brauchen beide Pflege und Zuwendung.

Füttere deinen Körper mit gesunder, hochwertiger Nahrung. Das gibt Energie und bringt deine Biochemie so auf die Reihe, dass sie dir mehr positive Gefühle schenkt.

Möchtest du einen Einfluss auf diese Welt haben und dein Leben mit Freude genießen, dann hilft dir ein gesunder Körper dabei.

Halte ihn deshalb auch stark und beweglich. Mache regelmäßig eine Sportart, die dein Herz-Kreislaufsystem fordert und nutze auch deine Kraft regelmäßig.

Ich mache z.B. regelmäßig Krafttraining und gehe mindestens 6 Monate im Jahr surfen.

So bringe ich meinen Körper auf Vordermann, genieße dabei die Kräfte der Natur und fordere meinen Körper und meinen Geist regelmäßig heraus – denn in großen Wellen gilt es vor allem, cool und im Moment zu bleiben und instinktiv zu spüren anstatt mit dem Kopf zu kontrollieren.

Diese Fähigkeit bringt dich wieder in Kontakt mit dir.

11. Kümmere dich um dein spirituelles Ich

Selbstfürsorge Ruhe und Entspannung

Wir sind mehr als unser Körper und unsere Gedanken. Jeder Mensch hat auch eine spirituelle Seite und ich wage einmal zu behaupten, dass diese den Großteil von uns

ausmacht.

Doch viele Menschen haben den Kontakt dazu verloren.

Sie sind sehr mit ihren Gedanken und den Körper identifiziert. “Was ich nicht sehen kann existiert nicht”.

Durch Praktiken wie Meditation oder Yoga (nein, kein Wellnessyoga bei McFit) können wieder mehr in Kontakt damit kommen.

Widmest du dich ausgiebig deinem Seelenleben, wirst du lebendiger werden, innere Blockaden und emotionale Muster loslassen und mehr Energie und innere Freiheit in dein Leben holen.

Außerdem wirst du einen Teil von dir integrieren, der womöglich über längere Zeit vernachlässigt wurde. Sorge dich auch um diesen Teil.

Gib ihm Aufmerksamkeit.

Es gibt kaum einen spannenden Bereich im Leben. Hier gibt es unendliche Tiefe zu erfahren und am Ende liegt nur in diesem Weg das wahre, immerwährende Glück verborgen.

12. Finde die Balance zwischen Zeit für dich und Zeit mit anderen

Wir Menschen sind Rudeltiere. Ohne soziale Kontakte gehen wir ein. In Deutschland gibt es derzeit eine wahre Vereinsamungswelle.

Möchtest du also besser für dich sorgen, dann umgib dich regelmäßig mit Menschen, die gut für dich sind, dich inspirieren und das Beste für dich wollen – und zieh dich auch mal zurück um Zeit mit dir selbst zu verbringen.

Entwickle die Fähigkeit, aus beidem Energie zu ziehen und beides zu genießen.

So kümmert du dich liebevoll um dich, vernachlässigst die wichtige soziale Komponente auch nicht.

Sogar in der Medizin wird immer mehr erkannt, dass soziale Kontakte ein wichtiger Faktor unserer Gesundheit darstellen.

https://www.gesundheit-nds.de/CMS/images/stories/PDFs/LVG-Newsletter-Nr73-Web.pdf

Keine Überforderung bitte

Lasse dich von den Tipps aus diesem Artikel inspirieren und neue Wege aufzeigen.

Setze dich aber nicht selbst unter Druck. Jeder Mensch wächst in seinem eigenen Tempo.

Es ist besser, für den Anfang mit einem Punkt, der am besten mit dir resoniert, zu experimentieren, anstatt alles auf einmal perfekt umsetzen zu wollen.

Auch das ist Selbstfürsorge. Sich selbst Zeit zum Wachsen zu geben und auch dann rücksichtsvoll mit sich umzugehen, wenn es mal eine Zeit dauert.

Viele Menschen wollen ihre Persönlichkeit ändern. Doch bei fast genauso vielen bleibt es auf lange Sicht bei dem Wunsch.

Denn sie wollen sich entweder aus ungesunden Gründen ändern oder wissen schlicht nicht, wie man persönliche Veränderung dauerhaft gestaltet.

Wenn auf Selbstakzeptanz anstatt Selbstablehnung basierend ist es spielend einfach, seine Persönlichkeit zu ändern.

In diesem Artikel erfährst du, was du dabei beoachten solltest und wie du die häufigsten Fallen auf deinem Weg locker umschiffst.

Bist du bereit?

Los gehts.

Mache einen Persönlichkeitstest

Als perfekten Start auf deine Reise deine Persönlichkeit zu ändern ist ein Persönlichkeitstest.

Solch ein Test ermöglicht es dir, den Status Quo herauszufinden, versteckte Stärken zu erkennen und eine Menge interessante Dinge über dich zu erfahren, die dir vorher nicht bewusst waren.

Es gibt im Internet eine Menge Persönlichkeitstests verschiedenster Qualität.

Informiere dich vorab über den Test und die Testmethode und hinterfrage die Ergebnisse kritisch. Deine Persönlichkeit ist sehr komplex und immer nur verallgemeindernd zu erklären.

Ein guten Grundtest findest du hier: https://www.mein-wahres-ich.de/persoenlichkeitstest.html

Mir hat ein ähnlicher Test damals dabei geholfen, vermeintliche Schwächen als Stärken umzudeuten und mich dadurch stärker zu akzeptieren und mehr Selbstvertrauen zu gewinnen.

Ich war nämlich lange Zeit davon überzeugt, meine eher ruhige und zurückhaltende Art wäre nicht selbstbewusst und müsste verändert werden.

Dann machte ich einen Test und bemerkte, dass es mir diese Art ermöglicht, sehr tief mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und schnell zu verstehen, wie es ihnen wirklich geht.

Das hat mir dann das Selbstbewusstsein geben, nach dem ich so lange gesucht habe.

Hinterfrage, aus welchem Grund du dich verändern willst

Auf meiner Seite geht es um das Thema Selbstwertgefühl.

Wenn du dich verändern willst, weil du meinst nicht gut genug zu sein oder glaubst, andere Menschen könnten dich nur mögen, wenn du anders wärst, dann stoppe all deine Bemühungen sofort.

Lerne zuerst, dich selbst zu akzeptieren. Lerne Selbstliebe.

Gehe mit diesem inneren Widerstand gegen dich in Kontakt. Spüre ihn, akzeptiere auch diesen Widerstand.

Und lasse ihn dann los.

Die Persönlichkeit zu ändern funktioniert nur dann, wenn du auf einem Fundament der Selbstakzeptanz aufbaust.

Veränderungswillen aus Selbstablehnung und Selbsthass heraus führt nur zu noch mehr Leid.

Außerdem erschwert es unsere Veränderung immens, denn wir kämpfen ständig gegen uns selbst an.

Das ist anstrengend, zieht Energie ab und fühlt sich unangenehm an. Außerdem garantiere ich dir, dass du dich immer wieder selbst sabotieren wirst.

Denn wenn du dich selbst auf einere tieferen Ebene nicht magst, dann wirst du dir unterbewusst diese neuen Persönlichkeitsmerkmale nicht gönnen.

  • Du wirst dich nicht als jemanden wahrnehmen, der selbstbewusst sein darf.
  • Du kannst nicht akzeptieren, dass du auf einmal produktiv bist und wirst früher oder später wieder zurückfallen.

Tue dir selbst also den Gefallen und arbeite vor aller Veränderung an deinem Selbstwertgefühl und lerne, dich so wie du bist auf einer tiefen Ebene anzunehmen.

Finde Beweise dafür, dass Veränderung möglich ist

Viele Menschen meinen, Veränderung sei schwer.

Dabei ist es in Wahrheit schwer, sich nicht zu verändern. Es ist schlicht nicht möglich.

Auch wenn es dir nicht bewusst ist hast du dich in der Zeit, in der du diesen Artikel gelesen hast, verändert.

Einige Zellen sind abgestorben und neue haben sich gebildet. Es haben sich neue Verknüpfungen in deiner Psyche gebildet.

Doch diese kleinen Veränderungen passieren im Verborgenen. Irgendwann erreichen sie eine bestimmte Größe und sie werden spürbar.

Mache dir bewusst, dass du dich immer veränderst – körperlich sowie psychisch. Wenn das so ist, dann kannst du auch bewusst Einfluss darauf nehmen.

Vertraue darauf, dass sich im Unterbewusstsein Prozesse abspielen, die du nicht direkt wahrnehmen kannst, die dich aber dorthin bringen, wo du hinmöchtest.

Mache dir klar, wer du sein willst

Viele Menschen wollen anders sein, als sie sind.

Dabei wissen sie nur, was sie nicht mehr wollen.

  • “Ich will nicht mehr so schüchtern sein.”
  • “Ich will nicht mehr so viel prokrastinieren.”
  • “Ich habe keine Lust mich von anderen herumschubsen zu lassen.”

Einen Kontrast im Leben zu spüren ist gut.

Oft finden wir nur die nötige Energie für eine lange überfällige Veränderung, wenn es uns schlecht geht und wir unzufrieden sind.

Doch das darf nur das Sprungbrett sein. Wollen wir unsere Persönlichkeit dauerhaft ändern dürfen wir niemals hier stehenbleiben.

Anstatt unseren Fokus ständig darauf zu lenken, was an uns alles unperfekt ist, müssen wir uns zu 100% darauf fokussieren, wo wir hinwollen.

So erschaffen wir ein neues Ich. Stell dir also vor, wie du sein wolltest, wenn du alles sein könntest, was du willst (was du in Wahrheit auch kannst).

Es gibt auch eine Methode bei der du dich auf deiner eigenen Beerdigung siehst und du deine eigene Trauerrede schreibst. Frage dich: “Wie möchte ich, dass die Menschen mich in Erinnerung behalten?”.

Gehe von diesem Bild aus. Schreib es dir auf und versetze dich immer wieder in diese Person hinein.

Nutze die Macht der Vorstellung

Viele Menschen tun ihre Vorstellungskraft als “unrealistisch” ab. Während wir in unserer Kindheit die größten Abenteuer erlebt haben und kein Problem damit hatten uns als großer Held zu sehen, tun wir uns heute damit eher schwer.

Doch in Wahrheit hat unsere Vorstellungskraft viel mehr mit der Realität zu tun, als wir glauben.

Jedes menschengemachte Objekt war zuerst eine Vorstellung. So wie du heute lebst ist die Folge deiner (leider oft unbewussten) Vorstellung.

Deine Vorstellung erschafft deine Realität.

Viele Menschen fühlen sich als Opfer ihrer Umstände oder der Vergangenheit. Wir glauben daher, wir müssten immer so bleiben, wie wir sind. Das ist vorherbestimmt.

Doch in unserer Vorstellung können wir sofort sein, wer wir wollen.

Wir können uns ein Bild davon erschaffen, wie wir sein wollen.

Je öfter wir uns auf dieses Bild fokussieren, desto mehr werden wir uns in diese Richtung bewegen.

Je mehr Zweifel wir an der Wirkung unserer Vorstellungen haben, desto mehr stellen wir uns uns Scheitern vor – du kannst dir ja vorstellen, wohin sich dein Leben dann entwickelt.

Nimm dir also Zeit um dir genau vorzustellen, wie deine Persönlichkeit aussehen soll. Gehe ins Detail und lasse alle Zweifel los, dass es wirklich so sein könnte.

Besonders wichtig: Spüre, wie du dich dann fühlen wirst. Sieh, wie die Menschen auf dich reagieren. Höre dich sprechen, wie du gerne sprechen willst. Mache das ganze plastisch und ganz wichtig: Gestalte die Bilder so, dass du dich dabei so richtig gut fühlst.

Gehst du in diese Vorstellung regelmäßig rein, dann wirst du dich automatisch weiterentwickeln.

Was dabei ganz normal ist: Am Anfang fühlt sich das ungewohnt an. Das liegt aber nicht daran, dass es schlecht ist sondern lediglich, dass du etwas neues tust.

Akzeptiere diese Zweifel und lasse sie weiterziehen.

Schon bald wirst du dich an deine neue Art zu Denken gewöhnen und erste Resultate spüren.

Suche nach Beweisen für deine neuen Eigenschaften

Nehmen wir einmal an, du möchtest selbstbewusster werden. Im Umkehrschluss heißt das, dass du den Eindruck hast, über wenig Selbstbewusstsein zu verfügen.

Daher lade ich dich auf ein kleines Gedankenexperiment ein: Was wäre, wenn du irgendwann einmal den Glauben übernommen hast, kein Selbstbewusstsein zu haben und seitdem alle Beweise für das Gegenteil konsequent aus deiner Wahrnehmung ausklammerst?

Wir Menschen sind wahre “Beweis-lösch-maschinen”.

Sind wir erstmal von etwas überzeugt, dann blenden wir alle Beweise für das Gegenteil aus.

Wir nehmen sie schlicht nicht mehr wahr.

Trau dich deshalb ein wenig aus deiner Komfortzone heraus. Könntest du dir erlauben es für möglich zu halten, dass dir gar nicht so sehr das Selbstbewusstsein fehlt, du nur sehr stark auf die Beweise dafür schaust und die Beweise für das Gegenteil kleinredest oder komplett ignorierst.

Öffne dich für diese Möglichkeit und gehe aktiv in deinem Leben auf die Suche nach Beweisen für das Gegenteil. Ich wette du wirst Situationen finden, in denen du vollkommen cool, zentriert und souverän gehandelt hast.

Schaue jeden Tag danach.

Anstatt dir immer wieder zu sagen: “Siehst du, ich hab dir doch gesagt, ich hab einfach wenig Selbstbewusstsein” sage dir stattdessen: “Siehst du, es gibt doch viel mehr Situationen, in denen ich selbstbewusst bin, als ich immer dachte. Wow.”

Umgib dich mit Menschen die schon so sind, wie du sein willst

Sicher hast auch du den Satz schon einmal gehört: “Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst.”

Umgibst du dich mit Menschen die schon da sind, wo du hinwillst, (in egal welchem Lebensbereich) zieht dich das unfassbar mit.

Du schwimmst mit dem Strom und nimmst Fahrt auf. Wenn du dich hingegen mit Menschen umgibst, die komplett andere Persönlichkeitseigeschaften haben, als du sie entwickeln willst, bist du immer im Kampfmodus.

Du musst jeden Tag Widerstand leisten und dich bewusst zu entscheiden, deine Persönlichkeit zu ändern.

Gucke wo sich Menschen aufhalten, die so sind, wie du sein möchtest. Gehe öfters an diese Orte. Nimm dir nicht zu viel vor, 80% deines Erfolges ist das einfache Hingehen.

Sei innerlich offen für neue Kontakte und Impulse. Erwarte nichts, halte alles für möglich.

Begib dich immer wieder in diese Gesellschaft und feiere jeden Kontakt als einen wichtigen Schritt zu deinem neuen Ich.

Wie das genauer gehen kann, erfährst du in meinem Artikel zum Thema neue Freunde finden.

Kleide dich so, wie sich ein Mensch kleiden würde, der so ist wie du

Kleider machen Leute. Ich verspreche dir, dass du dich 3 Klassen besser fühlen wirst, wenn du dich 3 Klassen besser kleidest.

Ein guter Freund von mir ist Stilberater und er sagt, dass Kleidung die einzige fast magische Pille für eine direkte Veränderung in der Selbstwahrnehmung ist.

Auch werden andere Menschen anders auf dich reagieren, weil sie mit deinem Stil bestimmte Charaktereingenschaften verbinden.

Kleidest du dich regelmäßig gut, dann wirst du diese neuen Charaktereigeschaften irgendwann übernehmen und die Reaktion anderer auf dich wird sie noch verfestigen.

Wenn du jetzt sagst, eine bestimmte Art sich zu kleiden ist passt nicht zu dir dann liegt das nur daran, dass du diese Eigenschaften noch nicht integriert hast – das ist nicht schlimm, nur ungewohnt.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wird dein neuer Stil ganz normal und somit auch deine veränderte Persönlichkeit.

Nimm Unterstützung an

Früher war ich der Auffassung, alles alleine schaffen zu können.

Davon bin ich immer noch überzeugt. Doch ich durfte die Erfahrung machen dass die Persönlichkeit zu verändern viel schneller geht, wenn wir uns Hilfe holen.

Das kann in Form einer Mastermindgruppe sein, in Form von Einzelcoachings, Gruppencoachings oder Workshops.

In dem Moment, in dem wir uns anderen anvertrauen, viel Zeit mit Menschen verbringen die auf dem gleichen Weg sind, multipliziert sich unser Aufwand.

Gleichzeitig wachsen wir schneller, wenn wir in uns selbst investieren. Die beste Investition ist immer in uns selbst.

Wenn du also genau weißt, wohin du deine Persönlichkeit ändern willst, schaue welche Coaches, Workshops oder Gruppen dich auf deinem Weg dorthin unterstützen können.

Es wird sich für dich zu 100% bezahlt machen.

Lasse Erwartungen außen vor

Vorhin habe ich erwähnt dass es wichtig ist genau zu wissen, wohin es gehen soll. Davon bin ich weiterhin überzeugt.

Doch genauso ist es wichtig, alles zu geben und nichts zu erwarten.

Wenn wir viel erwarten, ist doch nächste Enttäuschung nicht weit. Wenn wir jedoch offen bleiben für alles, unser bestes Geben und jedes Ergebnis als wertvollen Lernschritt erwachten, bleibt unsere Motivation stets hoch.

In Wahrheit gibt es kein Scheitern. Es gibt nur ein vor dem Ziel aufhören.

Außerdem bleiben wir so im Flow und genießen die Reise, genießen jede Erfahrung und jeden Tag.

Stärke dein Selbstwertgefühl

Die Grundlage jeder persönlichen Veränderung ist ein hohes Selbstwertgefühl.

Wenn wir uns ändern wollen, weil wir uns so nicht mögen, ist dieses Vorhaben zu Scheitern verurteilt.

Lerne daher, dich so zu akzeptieren, wie du bist und baue dir so das Fundament für persönliche Veränderung auf, das nachhaltig ist.

Ich bin traurig

Traurig zu sein kann ganz schön anstrengend sein, da sind wir uns einig.

Manchmal wissen wir sogar gar nicht so recht, wieso wir uns schon wieder so traurig fühlen müssen.

Das raubt uns eine Menge Energie und Lebensfreude. Ein wahrer Kraftakt. Am liebesten wollen wir einfach nicht mehr traurig sein.

Doch auch du hast sicherlich schon gemerkt: Je mehr wir gegen diese Traurigkeit kämpfen, desto hartnäckiger ist sie – und desto mehr Angst bekommen wir vor ihr.

Daher werde ich dir in diesem Artikel Wege zeigen, wie du bewusst mit deiner Traurigkeit umgehst.

Das wird dazu führen, dass du deine Angst vor der Traurigkeit verlierst und sie am Ende ganz entspannt loslassen kannst.

Bereit?

Allles klar, los gehts.

Wieso es gut ist, traurig zu sein

Es gibt hunderte Gründe, wieso wir traurig sind. Wir wurden verlassen, jemand hat etwas respektloses zu uns gesagt oder wir haben eine Reportage über Hungersnöte und Krieg auf dieser Welt gesehen.

Oft kennen wir den wahren Grund unser Traurigkeit gar nicht so genau, wir sind es einfach.

Zu allererst: Traurigkeit hat ihren Sinn und hilft uns, mit Situationen besser umzugehen.

Lasse daher deiner Traurigkeit freien Lauf, wenn es sein muss. Da ist nichts bei.

Wenn du jedoch immer wieder scheinbar grundlos in diese Emotionen fällst, dann gilt es deinen Umgang mit diesem Gefühl zu verändern.

Wenn du das Gefühl haben solltest, keinen Ausweg mehr aus diesen Gefühlen zu finden, dann nimm dir professionelle Hilfe. Du könntest unter eine Depression leiden.

Lebe deine Traurigkeit voll aus

Ich weiß, du möchtest deine Traurigkeit loswerden. Doch auch wenn es paradox klingt ist der schnellste Weg dahin, eine gute Beziehung zu diesem Gefühl aufzubauen.

Es hat seinen Sinn und möchte gehört werden. Oft sind wir traurig und unsere erste Reaktion darauf ist Widerstand.

Das Gefühl fühlt sich unangenehm an und wir wollen es verändern oder sogar komplett loswerden.

Doch hier liegt genau der Grund, wieso wir unter unserer Traurigkeit leiden.

Nicht das Gefühl an sich macht die Traurigkeit schwer auszuhalten, sondern unser Widerstand gegen das, was gerade ist.

Ehre daher das Gefühl. Erlaube ihm, bei dir zu sein. Nur für einen kurzen Moment.Tauche einmal voll ein. Nimm dir Zeit nur für dich und für dein Gefühl.

Wenn du richtig All-In gehen willst, dann lass dir eine heiße Badewanne ein und gib dich dieser Traurigkeit mal so richtig hin. Mache dir traurige Musik an und wer weiß – vielleicht kannst du das Gefühl sogar auf eine gewisse Weise genießen.

Traurigkeit und Selbstmitleid

Wichtig dabei ist, das Gefühl zu fühlen und präsent mit ihm zu sein, aber nicht in Selbstmitleid zu verfallen.

Selbstmitleid fühlen wir, wenn wir uns als Opfer unserer Gefühle wahrnehmen und gleichzeitig keinen Ausweg in Sicht ist.

Wir wollen anders vorgehen. Wir wollen das Gefühl voll spüren. Gleichzeitig wollen wir bewusst bleiben, anstatt von dem Gefühl verschluckt zu werden.

“Hier bin ich – da ist das Gefühl.”

Wenn du lernst, voll in Gefühle einzutauchen und sie sogar zu genießen, dabei aber stets präsent zu sein,dann gibt es keinen Grund mehr für Selbstmitleid.

Dann wirst du merken, dass ein Gefühl zu dir kommt, du es wahrnehmen kannst, und es dann auch wieder geht.

Was deine Traurigkeit mit einer Kaffeetasse gemeinsam hat

Letztendlich ist ein Gefühl nichts weiter als ein weiteres Objekt in deiner Wahrnehmung. Es unterscheidet sich nicht von der Kaffeetasse und dem Bild an der Wand.

Beides nimmst du wahr.

Dem Gefühl allerdings gibst du extrem viel Aufmerksamkeit und leistest Widerstand, während du die anderen Objekte einfach sein lässt (wahrscheinlich, weil dieses Objekt in dir ist).

Das ist der große Unterschied und auch der Grund, wieso wir unter Gefühlen leiden.

Verurteile dich nicht dafür, dass du traurig bist

Gerade wenn sie scheinbar grundlos traurig sind, verurteilen sich viele Menschen dafür.

  • “Was stimmt nicht mit mir, dass ich mich immer so fühlen muss?”
  • “Ich hasse mich und dieses Gefühl und will, dass es weggeht!”
  • “Ich habe schon so viel geändert und versucht – doch immer kommt dieses verdammte Gefühl wieder.”

Zu allererst: Ich kann diese Reaktion sehr gut verstehen. Wer will schon traurig sein? Doch so gießen wir nur noch unnötig Öl ins Feuer. Wir werden obendrein noch wütend oder es schleicht sich eine Hoffnungslosigkeit ein.

Was du tun kannst: Erlaube dir nur für einen kurzen Moment, das zu fühlen, was du gerade fühlst. Lasse den Widerstand gegen dich los und lasse dich so sein, wie du bist – mit oder ohne diesem Gefühl.

Zur Unterstützung kannst du dir selbst die Frage stellen: “Könnte ich für einen Moment den Wunsch loszulassen, irgendetwas an mir zu verändern?”

Akzeptiere die Traurigkeit

Wenn du den Widerstand losgelassen hast, kommt Akzeptanz fast automatisch.

Lasse jetzt einfach alles da sein, was gerade da ist und hilf dem Gefühl so, weiterziehen zu können.

Viel zu oft kämpfen wir gegen unsere Gefühle an. Wir wollen sie “wegmachen”. Doch genau das führt dazu, dass die Gefühle bei uns bleiben.

Wir halten an ihnen fest, anstatt sie gehen zu lassen. Lerne also, nichts mit deinen Gefühlen machen zu wollen.

Was du jetzt tun kannst: Erlaube der Traurigkeit so zu sein, wie sie ist. Akzeptiere alles, was gerade da ist.

Gehe dazu auf die Ebene des direkten Fühlens. Richte deinen Fokus nach Innen. Schaue, was du in diesem Moment jetzt gerade wahrnimmst.

  • In welchem Bereich deines Körpers nimmst du es wahr? Erlaube jeder Wahrnehnung genau so zu sein, wie sie gerade ist.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Gefühl normalerweise für 90 Sekunden bei uns ist, dann zieht es weiter.

Das ist der normale Zyklus. Doch wir halten an den Gefühlen fest und sorgen so gegen unseren Willen dafür, sie dass stundenlang bei uns bleiben.

Die Traurigkeit loslassen

Wenn du deine Traurigkeit wirklich akzeptiert hast, dann lasse sie frei. (Durch das Akzeptieren gehst du schon die Hälfte des Weges).

Spüre die Traurigkeit und entspanne dich. Lasse innerlich alles locker werden. Atme.

Stell dir vor, wie du eine fest zur Faust geballte Hand in dir trägst, die du jetzt sanft und langsam öffnest. Aus dieser Hand fliegt dann dein Gefühl in die Freiheit.

Entspanne deinen Körper und werde innerlich weich und weit.

Wenn eine weitere Welle Traurigkeit aufkommt, lasse auch das sein. Manche Emotionen ziehen relativ schnell weiter, bei anderen dauert es mitunter länger.

Das kannst du dir so vorstellen wie eine Zwiebel, die nach und nach geschält wird. Wenn du eine Schicht losgelassen hast, dann präsentiert sich dir die nächste und dann die nächste – bis irgendwann nichts mehr da ist.

Lerne so, immer mit einem offenen Herzen zu leben. Sei zu jeder Zeit komplett offen für alles, was du wahrnimmst.

Lasse alles da sein und kämpfe gegen nichts an.

Wovor sollst du noch Angst haben und wovor willst du dich dann noch schützen, wenn du jede Emotion so annehmen kannst, wie sie ist.

Die Vergangenheit loslassen

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

– Gelassenheitsgebet

Das Leben ist nicht immer schön und es gibt in dieser Welt hunderte Dinge, die uns traurig machen können.

Doch sich als Opfer der Umstände zu sehen fühlt sich mies an und macht uns noch trauriger.

Wenn du merkst, dass es in deinem Umfeld Menschen oder Situationen gibt, die dich immer wieder traurig machen – ändere etwas. Sei mutig und kündige deinen Job, wenn es sein muss oder löse dich aus ungesunden Beziehungen.

Oft kann eine kleine Entscheidung extrem viel Energie freisetzen, die das ganze Gegrüble vorher blockiert hat.

Auch hängen wir in Gedanken viel zu stark an Dingen fest, die uns in der Vergangenheit passiert sind und die wir nicht mehr ändern können.

Lass die Vergangenheit so sein, wie sie ist und gehe weiter. Gib aber auch der Zukunft die Chance, alles zu sein, was sie sein will.

Fokussiere dich auf den Moment.

“Ich bin traurig”: Was du in Fällen akuter Traurigkeit machen kannst

Ich halte sehr viel davon, sich bewusst mit seinen Gefühlen zu beschäftigen.

Wenn wir in die Stille gehen und tiefer erforschen, was es da zu spüren gibt und das ohne Bewertungen tun, kann Heilung stattfinden.

Doch genauso ist es wichtig, weiterhin am Leben teilzunehmen und zu lernen, das Leben wieder zu genießen.

Deshalb findest du im folgenden die 5 wichtigsten Mindsets, um die Grundlage dafür zu schaffen, in Zukunft nicht mehr so oft von Traurigkeit heimgesucht zu werden.

Nimm weiterhin am Leben teil

Sich mit seinen Gefühlen zu beschäftigen und sie zu akzeptieren ist die Grundlage für ein glückliches, freies und entspanntes Leben.

Das bedeutet jedoch nicht, in Selbstmitleid zu versinken und sich zu Hause im Bett zu verstecken.

Das kann, wie wir gesehen haben, für eine gewisse Zeit hilfreich sein (wenn wir es bewusst tun).

Wenn wir uns jedoch dauerhaft zurückziehen macht das alles nur noch schlimmer. Wir drehen uns um uns selbst und versinken tiefer in der Traurigkeit.

Was du jetzt tun kannst: Auch wenn es anfangs schwerfällt, gehe weiterhin raus. Tue vor allem Dinge, die dir wirklich Freude machen. Mache nichts aus Pflichtbewusstsein.

Höre auf dich und deinere innere Stimme und erlaube dir, ihr zu folgen.

2. Triff dich mit den richtigen Menschen

Triff dich mit Menschen denen du dich öffnen kannst.

Sprich mit Menschen, denen du vertraust offen darüber, wie es dir geht. Das kann sehr befreiend wirken.

Oft reicht es schon zu wissen dass da jemand ist, der dir zuhört, dich versteht und dich wegen deinen Gefühlen nicht bewertet (denn das tun wir selbst schon genug).

Mein Tipp: Achte dabei darauf, dass du andere Menschen nicht mit in deinen Strudel ziehst sondern bei dir bleibst.

Sprich neutral über dein Gefühl und beschreibe es, anstatt in Schuldzuweisungen oder Hoffnungslosigkeit zu versinken.

3. Mache Yoga oder Körpertherapie

Wenn wir regelmäßig von bestimmten Gefühlen heimgesucht werden dann ist die Chance groß, dass sie sich irgendwo in unserem Körper festgesetzt haben.

Um angestaute Traurigkeit zu lösen ist Bewegung ein super Mittel.

Anstatt in Selbstmitleid auf seiner Couch zu versinken kann es viel bringen, sich aufzuraffen und ein wenig zu bewegen. Ein langer Spaziergang in der Natur kann manchmal Wunder bewirken, reinigend wirken und uns ganz neue Perspektiven aufzeigen.

Sich mit Gewichten oder bei einem Waldlauf einmal so richtig auszupowern wird ebenfalls Festgefahrenes in Bewegung bringen.

Sport setzt Endorphine frei und führt dazu, dass wir uns gut fühlen.

In guten Yogastudios gibt es außerdem Kurse, in denen dir der Umgang mit körperlicher Manifestation von Gefühlen beigebracht wird.

Auch kann es dir sehr helfen, dir eine Form der Körpertherapie zu suchen, die dich anspricht. Mit einem Therapeut zusammen kannst du diese alten Gefühle auf körperlicher Ebene lösen und loslassen.

Dann kann die Energie in deinem Körper wieder besser fließen. Google einfach mal nach Grinberg Methode, Körpertherapie nach Dr. Pohl oder Bioenergetik und schaue, ob dich dort etwas anspricht.

4. Lebe Dankbarkeit

Wir leben in absolutem Überflüss. Unser Überleben ist gesichert, es gibt keinen Krieg oder Hungersnot.

Trotzdem sind wir oft unzufrieden oder sogar traurig. Ein Grund dafür kann sein, dass wir uns zu stark auf negative Dinge fokussieren.

Wir leben in einer dualen Welt.

Das heißt es gibt kein böse ohne gut und kein hell ohne dunkel. Das bedeutet auch: Wir können an jeder Situation etwas finden, das positiv ist.

Die Nachrichten und viele Menschen um uns herum sind in einer Tour damit beschäftigt uns zu verklickern, wie ungerecht, gemein und gefährlich diese Welt ist.

Das könnte man fast glauben, wenn man die Dinge nur so einseitig betrachtet.

Wenn ich immer nur darauf gucke, wie schlecht es mir geht, wie ungerecht mich andere behandeln und wie arm ich dran bin – klar bin ich dann ständig traurig.

Doch es gibt auch eine andere Möglichkeit: Du kannst dir genauso angewöhnen, dich auf die positiven Seiten des Lebens zu fokussieren.

Das mag sich erstmal unangenehm anfühlen oder Widerstand auslösen: “Aber die Leute sind wirklich so gemein zu mir und ich bin wirklich so arm dran.”

Ist das so oder erschaffst du dir diese Realität immer wieder durch deinen Fokus?

Was du jetzt tun kannst: Nimm jetzt ein Blatt Papier zur Hand und schreibe 10 Dinge auf, für die du dankbar bist. Das müssen keine großen Dinge sein. Übe, wieder dankbarer für die alltäglichen Dinge zu sein.

Mache das von nun an jeden Morgen.

Quick Fix: Lächeln

Ich halte wenig davon, Emotionen zu unterdrücken.

Doch um mit der Trauer bewusst arbeiten zu können kann es manchmal Sinn machen, ihr ein wenig Intensität zu nehmen.

Es konnte wissenschaftlich bewiesen werden, dass durch simples Lächeln für eine gewisse Zeit dazu führt, dass wir uns besser fühlen.

Was du jetzt tun kannst: Lege kleine Lachpausen ein. Wenn du morgens vor dem Spiegel stehst – lächle dich an. Mache das für mindestens 2 Minuten und sei erstaunt, wie so etwas simples dein Leben verändern wird.

Fazit

Das wichtigste ist, dass du bewusst mit der Traurigkeit bleibst. Wenn du merkst, dass sie dich mit in die tiefe reißt, werde wieder bewusst. “Wache auf” und bemerke wieder: Hier bin ich – da ist das Gefühl.

Diese Fähigkeit wird es dir 100x leichter machen, mit jeglichen unangenehmen Gefühlen umzugehen.

Was will ich wirklich

In diesem Artikel helfe ich dir dabei herauszufinden, was du wirklich willst.

Um ein zufriedendes Leben zu führen und ein Gefühl der Sinnhaftigkeit zu haben müssen wir uns früher oder später die Frage “Was will ich?” stellen.

Ansonsten leben wir nur so vor uns hin. Das mag auf den ersten Blick einfacher sein.

Wirklich glücklich und zufrieden kann so niemand werden.

Denn diese Lebensweise verhindert jegliche tiefere Verbindung mit dem Leben.

Wenn du also Lust hast auf mehr Glück, mehr Enthusiasmus, mehr Energie und echte, tiefe Verbindung mit dem Leben und anderen Menschen, dann musst du eine Antwort auf die Frage “Wer bin ich?” finden.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du diese Antwort findest. Durch einfache Fragen an dich selbst kommst du der Antwort und all den positiven Nebenwirkungen näher.

Bereit?

Los geht’s.

Wieso viele Menschen nicht wissen, was sie wollen

Viele Menschen wissen nicht, was sie wollen, weil sie bisher nur geschaut haben, was die anderen machenund das dann nachmachen.

…und was alle machen wird viel zu selten hinterfragt.

Das geht von der Berufswahl über Kleidungsstil, von Freizeitaktivitäten und Hobbies bis hin zu Verhaltensweisen und Meinungen.

Doch wenn du diesen Artikel liest, dann spürst du ganz tief in dir drin vielleicht schon, dass du andere Träume und Wünsche hast. Du weißt, dass für dich mehr drin und ein anderer Weg für dich vorgesehen ist.

Du bist mit dem Status Quo unzufrieden und möchtest etwas ändern.

  • Doch wo genau soll es hingehen?
  • Was willst du machen?
  • Wie soll dein Leben aussehen?

Noch gibt es viel Fragezeichen.

Um eine Antwort auf diese Fragen zu bekommen, müssen wir wieder mehr in Kontakt mit uns selbst gehen.

Höre dir auf jeden Fall dieses kurze Audio an, bevor du weiterliest. In ihm erfährst du die wichtigste Regel um herauszufinden, was du willst.

Fange an, wieder auf dich selbst zu hören

Im Laufe denes Lebens haben viele Menschen ihren Senf dazugegeben und dir gesagt, was “man so macht” und was du “tun solltest”.

Jeder meint etwas anderes. Da kann Verwirrung entstehen. Wir sind zwischen “Vernunft” und Träumen hin- und hergerissen.

Ich weiß mit Sicherheit nicht, was gut für dich ist. Auch weiß ich nicht, woher du kommst und wo du gerade in deinem Leben stehst.

Deshalb möchte ich dir in diesem Artikel keine konkreten Ratschläge geben. Vielmehr möchte ich dir zeigen, wie du mit dir selbst in Kontakt treten kannst, dich wieder richtig und spürst und so alle Antworten in dir findest.

Denn am Ende kannst nur du diese wichtige Frage beantworten. Nur du kannst wissen, was dir Freude macht, was du gut kannst und was du gerne in diese Welt bringen willst.

Ich will dir zeigen, wie du sanft aber bestimmt mit den Erwartungen anderer umgehst und trotzdem dein Ding machst – egal was andere sagen oder denken.

Auch möchte ich dir dabei helfen, die ersten Schritte auf deinem Weg zu machen – ohne dich zu überfordern, sondern ganz langsam und entspannt.

Was will ich Schritt #1: Wie finde ich heraus, was ich will?

Grundlage: Flow – was bringt deine Energie zum fließen?

Das wichtigste Zeichen um zu wissen, was du willst, ist ein Gefühl der Freude.

Jeder kennt dieses Gefühl der Leichtigkeit, Energetisierung und Tatendrang.

Doch wenn wir mal ehrlich sind: Wann hattest du zuletzt solch ein euphorisches Gefühl in deinem Leben und wie lange ist es bei dir geblieben?

Wenn du so bist wie die meisten Menschen, dann ist das schon eine ganze Weile her.

Denn uns wurde systematisch eingetrichtert, vernünftig zu sein und still zu sitzen. So wurden wir Schritt für Schritt von dieser kindlichen Freude getrennt, die uns allen innewohnt.

Wieso wir uns gut oder schlecht fühlen: Wir fühlen uns gut, wenn Energie fließt und schlecht, wenn sie blockiert ist.

Wenn wir uns immer gegen unsere inneren Wünsche und Impulse entscheiden, dann blockieren wir unsere Energie und fühlen uns schlecht.

Mit der Zeit haben sich diese inneren Blockaden so verfestigt, dass wir sie als komplett normal ansehen – wir kennen es gar nicht mehr anders.

1. Nimm mit deinem Bauchgefühl Kontakt auf

Ganz tief in sich wissen wir ganz genau, was gut für uns ist.

Wir wissen, was uns erfüllt, was unsere Mission im Leben ist und was unsere Energie zum Fließen bringt.

Doch viele Menschen leben in einer kopfzentrierten Welt und treffen Entscheidungen zu 100% rational.

Nimm also wieder Kontakt mit dir auf. Wenn ich “mit dir” sage, dann meine ich, “mit dein Gefühl.”

In unserem Bauchgefühl liegt große Weisheit begraben.

Was du jetzt tun kannst: Frage dich, welche Optionen es in deinem Leben gibt.

Wenn du an verschiedene Möglichkeiten denkst, was fühlst du da?

Wenn es bei einer Möglichkeit anfängt zu kribbeln und sich bei der anderen eher etwas zusammenzieht, dann gibt dir das wertvolle Hinweise auf die richtige Antwort für dich.

Lerne, deinem Gefühl und deiner Intuition wieder mehr zu vertrauen. So wirst du leichter herausfinden, was du willst.

2. Sei neugierig und probiere unterschiedlichste Dinge aus

Wir können viele Dinge in unserer Fantasie erleben.

Auch können wir dort schauen, ob uns etwas gefallen könnte.

Doch herausfinden, wie es wirklich ist, kannst du nur, wenn du es selbst ausprobierst.

Erst dann erfährst du die Details. Du spürst sie. Das ist ein riesiger Unterschied in der Intensität.

Ich wollte lange Zeit Lehrer werden. In meiner Fantasie stellte ich mir das entspannt vor. Ich stehe vor der Klasse, unterrichte und bringe die jungen Menschen im Leben weiter.

Doch in so einem Klassenraum kann man auch schnell mal in Stresssituationen kommen. Mir war vorher nicht klar, wie stark mich das belasten könnte.

Natürlich ist das eine wunderbare Möglichkeit, um persönlich zu wachsen – mir das aber mein ganzes Leben zu geben, das merkte ich in der Praxis, wollte ich dann doch nicht.

Was du jetzt tun kannst: Gehe also in die Welt raus und nutze jede Gelegenheit, um Erfahrungen zu machen.

Sei dabei nicht allzu wählerisch. Du kannst schon drei wichtige Erfahrungen gemacht haben, während du immer noch über das Für und Wieder einer Aktivität nachgrübelst.

Die Wahrheit ist nur direkt erfahrbar.

Überlege kurz, was interessant sein könnte, und probiere es dann aus.

Vielleicht ist Tanzen deine größte Leidenschaft. Du wirst es aber niemals erfahren, wenn du es nicht ausprobierst.

2.1 Dieser Sweetspot zeigt dir, ob eine Sache wirklich etwas für dich ist

Sei ruhig ein wenig hartnäckig. Einige Dinge fangen erst an so richtig Spaß zu machen, wenn du sie ein wenig länger tust.

Bei meinen ersten Surferfahrungen in Portugal war ich zwischenzeitig ganz schön frustiert.

Ich hatte überall Muskelkater und Salzwasser wie Sau geschluckt.

Jetzt ist das Surfen meine absolute Leidenschaft. In diesem Fall hat es sich für mich gelohnt, dranzubleiben. Surfen hat mein Leben seither in so vielen Facetten bereichert.

Ich durfte die Kräfte der Natur wirklich spüren. Ich habe viele nette Menschen mit interessanten Lebenseinstellungen getroffen. Ich musste mehrfach körperlich über mich hinauswachsen und mich großen Ängsten stellen – und obendrein habe ich ohne Ende Glücksgefühle und fühle mich sehr verbunden mit Mutter Natur.

All das wäre niemals möglich gewesen, wenn ich a) nicht neugierig gewesen wäre und b) nicht hartnäckig drangebleiben wäre.

Finde deinen Sweetspot zwischen “das ist ungewohnt” und “das ist wirklich nichts für mich”.

3. Pro/ Contra Liste und auf das Gefühl achten

Die gute, alte Pro und Contra Liste kann dabei helfen, die Frage “Was will ich” zu beantworten.

Hierbei gibt es einen wichtigen Hack: Schreibe deine Pro und Contraliste nicht aus dem Kopf heraus, sondern aus dem Gefühl. Es weiß oft sehr gut darüber Bescheid, was du willst und was gut für dich ist.

Leider haben wir uns in dieser rationalen Welt abtrainiert, darauf zu hören.

Lerne, wieder mehr damit in Kontakt zu treten und so wichige Hinweise zu erhalten, was du wirklich willst.

Während du schreibst, fokussiere dich nach innen.

  • Was sagt dir deine Intuition?
  • Welche Argumente fühlen sich gut an?
  • Wo zieht es dich innerlich hin, auch wenn dein Verstand dir etwas ganz anderes einreden will?

4. Dein perfekter Tag

Vor Jahren war ich auf einem kleinen Workshop, der von einem Freund von mir organisiert wurde.

Eine der Übungen war es, seinen perfekten Tag aufzuschreiben.

Es ging darum, seiner Fantasie komplett freien Lauf zu lassen.

Frage dich: “Wenn ich ein Fimregisseur wäre und jedes Detail genauso entwerfen könnte, wie ich es wollte, wie sähe diese Szene aus.”

Sitzt du in einem schönen Strandhaus an der Côte d’Azur und schaust um 6 Uhr morgens mit einer warmen Tasse Kaffee auf das Meer herunter oder wachst du in einem Zelt in den Wäldern Canadas auf?

Du hast die Wahl.

Ich habe übrigens neulich beim Ausmisten die Notizen dieses Workshops wiedergefunden.

Überraschung: Mein Leben sieht mittlerweile in vielen Teilen fast genauso aus, wie ich es damals aufgeschrieben habe.

Das mag Zufall sein, oder auch nicht. Eine Studie in Harvard konnte zumindest herausfinden, dass Menschen, die ihre Ziele und Visionen aufschreiben, sie mit deutlich höhrer Wahrscheinlichkeit erreichen.

5. Werte herausfinden

Unser Handeln und auch Wohlbefinden ist sehr stark durch unsere Werte definiert. Sie sind unser persönlicher Kompass, der uns durch das Leben führt.

All unsere Entscheidungen messen wir an diesem Kompass.

Dein erster Schritt: Hole einen Zettel und Stift heraus uns schreibe deine Werte auf.

Achte dabei auf dein Gefühl. Sei ehrlich mit dir.

Es gibt nämlich auch Werte, die wurden uns aufgezwungen. Wir haben sie übernommen ohne sie zu hinterfragen. Wenn dein Kopf dir also sagt “Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit!”, dann frage explizit noch einmal dein Herz.

Vielleicht findest du dort deutlich mehr Abenteuerlust, als du glaubst.

Brauchst du ein wenig Inspiration? Hier findest du eine Liste mit über 300 Werten – nimm sie als Anregung.

6. Frage dich, was du für deinen Traum bereit bist, aufzugeben

Oft sehen wir nur die Vorteile unserer Träume. Doch jeder Traum bringt auch Nachteile mit sich.

Ortsunabhängig zu Arbeiten, so wie ich es mittlerweile tue, gibt mir jeden Tag die absolute Freiheit.

Doch dafür muss ich mich jeden Tag selbst motivieren, manchmal kackt das W-LAN in irgendeinem exotischen Land ab und ich muss meinen kompletten Tag umstrukturieren.

Außerdem gab es vor allem am Anfang immer mal wieder Monate, in denen ich nicht ganz so sicher war, ob d am Ende des Monats das Geld reichen wird.

Auch sitze ich so gut wie jeden Tag lange Stunden vor dem PC.

Doch all diese Dinge war ich bereit, im Kauf zu nehmen, denn frei sein ist ein großer Wert für mich.

Frage dich also auch: Was muss ich für meinen Traum in Kauf nehmen? Kann ich damit umgehen? Oder stresst mich das am Ende doch zu stark? Sei hier ehrlich zu dir.

Am effektivsten ist natürlich auch hier das Ausprobieren. Sei kreativ und finde Möglichkeiten, um einmal in deinen neuen Lifestyle reinzuschnuppern.

Was will ich Schritt #2: Wie setze ich um, was ich will?

Mindset-Hack #1: “Alles ist möglich”

Wie oft haben wir in unserem Leben schon gehört, dieses oder jenes geht auf gar keinen Fall?

  • “Bleib dir doch selbst mal treu.”
  • “Lass die Kirche mal in Dorf.”
  • “Das wirst du später mal bereuen.”

Wenn es dir so geht wie mir, dann hast du höchstwahrscheinlich angefangen, so einen Mist unhinterfragt zu glauben.

Doch auch wenn sie sich sehr real anfühlen, diese Limitierungen haben nichts mit der Realität zu tun.

Denn irgendwo auf der Welt gibt es immer einen Menschen, der genau deinen Traum gerade lebt.

Dein erster Schritt: Lasse diese Beschränkungen los. Immer, wenn du denkst oder dir jemand sagt, dass du etwas nicht kannst oder das etwas nicht geht, frage dich im Stillen: “…und was wäre, wenn es doch geht?”.

Frage dich dann: “Was würde ich stattdessen lieber glauben?” – und fokussiere dich auf diesen Gedanken. Zum Beispiel darauf, dass eben doch alles möglich ist.

Bleibe bewusst bei diesen Gedanken, anstatt dein Bewusstsein von diesem negativen Kram verschmutzen zu lassen.

Ohne diese mentale Befreiung hängt eine Zentnerschwere Last an deinem Fußgelenk und zieht dich jeden Tag runter.

Das verbrauchst so viel Energie, dass dir für deine Ziele und Träume kaum noch Power übrig bleibt.

Mindset-Hack #2: “Der Weg ist das Ziel”

Herauszufinden, was du willst, ist einer der wichtigsten Prozesse in deinem Leben. Doch er ist nichtmal so eben abgefrühstückt, wie das sonntägliche Müsli bei Oma.

Ich wage sogar zu behaupten, dass diese Art der Selbsterkenntnis eine lebenslange Aufgabe ist.

Denn auch wenn du deine Lebensaufgabe für jetzt gefunden hast, kann das in 5 Jahren wieder anders aussehen.

Natürlich nur dann, wenn wir immer wieder auf unsere innere Stimme hören und ihr auch folgen.

Dabei geht es immer tiefer – du wirst dich auf Ebenen kennenlernen, die lange im Verborgenen geblieben sind.

Das kann sehr interessant sein, manchmal schmerzhaft und manchmal extrem überraschend.

Doch es ist immer heilsam und lässt dich persönlich wachsen.

Es geht vielmehr darum, dich selbst besser kennenzulernen. Die Reise zu dir selbst wird dir am Ende die Antwort darauf geben, was du willst.

Auch wenn sich gerade alles eher konfus anfühlt – fokussiere dich auf den Weg und die Reise anstatt starr auf das Ziel zu gucken.

So wirst du die Schönheit des Weges viel mehr wahrnehmen, präsenter leben und am Ende dein Leben viel stärker genießen.

Was will ich Schritt #3: Wie gehe ich mit Hindernissen auf dem Weg um?

Ich will dir nichts vormachen, echte Introspektive verläuft nicht immer gradlinig.

Wir verlaufen uns und machen Umwege. Außerdem müssen wir unangenehmen Gefühlen und Verhaltensweisen ins Auge schauen und sie akzeptieren.

Manchmal wissen wir auch schlicht nicht weiter und Selbstzweifel schleichen sich ein.

Das ist alles kein Problem, denn es gibt einige simple Techniken, um damit locker umzugehen.

Umgib dich mit gleichgesinnten Menschen

Heutzutage ist es leichter als jemals zuvor, mit gleichgesinnten Menschen in Kontakt zu treten. Das Internet macht es möglich.

Es gibt zu jedem Thema Facebookgruppen oder Foren. So auch zu diesem Thema. Tritt einer solchen Gruppe bei und kommuniziere mit Menschen, die auf den gleichen Weg sind, wie du.

Gemeinsam werdet ihr euer Ziel deutlich schneller erreichen. Außerdem macht eine Reise mit anderen Menschen zusammen gleich dopppelt so viel Freude.

Du kannst auch selbst aktiv werden und Gleichgesinnte au deinem Bekanntenkreis bei dir im Wohnzimmer oder einer Whatsappgruppe versammeln.

Unterstützt euch gegenseitig auf eurem Weg, teilt eure Erfahrungen und wachst gemeinsam. Es wird sich lohnen.

2. Werde präsent und meditiere

Hast du schon einmal versucht, in einer lauten und hektischen Fußgängerzone ein entspanntes Gespräch zu führen?

Wo wir uns mit anderen Menschen in ein ruhiges Café zurückziehen, bleiben wir mit uns selbst in der lauten Umgebung.

Oft können wir nicht mehr hören und spüren, was wir wirklich wollen, weil unsere Umgebung so verdammt laut ist.

Wir bekommen ständig Notifications auf unserem Handy, die neuesten News schmettern in unser Bewusstsein und ein optischer und akustischer Reiz von Außen jagt den nächsten.

Das führt dazu, dass es auch in uns lauter und lauter wird. Kein Wunder, dass wir keinen Kontakt mehr zu unserer inneren Stimme haben – wir können sie kaum noch hören.

Kehre daher regelmäßig in die Stille zurück.

Lerne zu Meditieren oder schaffe dir Zeiten, in denen du ganz alleine mit dir und ohne Ablenkung Zeit in der Natur verbringst.

Nicht umsonst nutzen Menschen seit Jahrtausenden die kraftspendende Wirkung der Natur um zu sich zu kommen und neue Informationen über ihr Leben zu bekommen.

Nutze auch du sie.

3. Löse deine Blockaden

Wir können alte Blockaden loslassen und unsere Lebensenergie wieder zum Fließen bringen.

Wie das genau geht, das erfährst du in meinem Artikel zum Thema Loslassen.

Je freier unsere Energie fließt, desto leichter können wir wieder mit dem in Kontakt kommen, was wir wirklich wollen.

Denn jetzt sind keine emotionalen Barrieren dazwischen und wir können wieder unserem Herzen folgen, ohne dass sich alles schwer und fest anfühlt.

Sobald du alte Blockaden auflöst, kannst du aus einem freien Geist heraus entscheiden.

4. Quickfix: Finde heraus, was du nicht willst

Solltest du einmal überhaupt nicht weiterkommen, dann frage dich stattdessen, was du auf gar keinen Fall willst.

Erfahrungsgemäß wissen viele Menschen nur allzu gut, was sie nicht mehr wollen.

Das führt normalerweise dazu, dass sie mehr davon in ihr Leben ziehen bzw. den Status Quo erhalten.

Doch das passiert nur, wenn wir einen wichtigen Schritt auslassen (was die meisten Menschen leider tun).

Herauszufinden, was du nicht willst, kann dir wunderbar als Kontrast dienen.

Wenn du weißt, dass du auf gar keinen Fall für einen Chef arbeiten willst, dann ist das ein wunderbarer Ausgangspunkt um dich auf dein Traumleben zu fokussieren.

Dein erster Schritt: Immer, wenn dich etwas in deinem Leben nervt und du bemerkst, dass du es nicht mehr haben willst, dann frage dich direkt: “Was will ich stattdessen haben?” und bleibe offen für alle Gedanken, Gefühle und Bilder, die da reinkommen.

So nutzt dein diesen Kontrast als Sprungbrett um dich darauf zu fokussieren, was du willst.

5. Löse die Sorge auf: “Was denken die anderen wohl von mir?”

Darf ich dir ein Geheimnis verraten?

Menschen reden sowieso über dich. Sie werden es immer tun.

Selbst wenn du der angepassteste, blasseste und langweiligste Mensch der Welt bist und niemandem wirklich auffällst – die Leute werden darüber reden, dass du langweilig bist und niemandem auffällst.

Trotzdem lassen wir uns von der Angst davor, was andere wohl denken davon abhalten, das zu tun, was wir wirklich tun wollen.

Wenn aber sowieso über dich geredet wird, dann kannst du auch direkt das tun, was du willst.

Dann wird eben ein wenig anders über dich geredet. Na und?

Ok, ich gebe es zu: Kurzfristig ist es einfacher, sich zu beugen und versuchen, zu 100% konform zu sein.

Der äußere Druck ist erstmal nicht so stark…

Doch bezahlst du solche Entscheidungen oft mit innerem Druck. Umzufriedenheit und Schuldgefühle.

Daher lohnt es sich zu lernen, mit sozialem Druck umzugehen.

Immerhin verwirklichst du jetzt deine Träume in der wahren Welt, anstatt dich von den Ketten der Gesellschaft in einem Leben fesseln zu lassen, dass du gar nicht leben willst.

5.1 Der Denkfehler, der dich an ein fremdbestimmtes Leben fesselt

Außerdem liegst du mit deinen Ängsten, was andere über dich sagen meistens hart daneben.

Dein Unterbewusstsein übertreibt maßlos – es will dich vor sozialer Ausgrenzung schützen.

Die Angst davor, was die anderen über dich denken beschränkt dich nicht nur in deiner freien Gestaltung deines Lebens, sie hat obendrein nur sehr selten etwas mit der Realität zu tun.

Trotzdem lassen wir unser ganzes Leben von ihr bestimmen.

Außerdem verlierst du jegliches Profil, wenn du dein Leben und dein Handeln danach ausrichtest, was die anderen denken.

Im Grunde wird sich dann wirklich niemand für dich interessieren – denn du bist falsch und trägst ständig eine Maske.

So ist echter Kontakt nicht möglich. Lerne also, deine Wünsche und Bedürfnisse offen zu kommunizieren. zu ihnen zu stehen und sie im Leben umzusetzen.

So wirst du echten, tiefen Kontakt zu den Menschen aufbauen, die wirklich zu dir passen und obendrein noch ein Leben erschaffen, das lebenswert ist.

Um deinen Wert nicht aus der Meinung anderer, sondern aus dir selbst zu ziehen, kann ich dir diesen Artikel sehr ans Herz legen.

6. Stelle dich deinen Ängsten, aber behutam und Schritt für Schritt

Wir verfangen uns schnell in der Bequemlichkeitsfalle.

Wenn ich einfach so weitermache, wie immer, dann muss ich meinen Ängsten und Unsicherheiten nicht ins Auge gucken.”

Da nehmen viele Menschen lieber etwas in Kauf, was ganz ok ist, um sich ihren Ängsten nicht aussetzen zu müssen.

Doch ich bin fest davon überzeugt, dass das viele dieser Menschen das irgendwann einmal bereuen werden.

Auf Platz 1 der Dinge, die sterbende Menschen am meisten bereuen wird übrigens das hie genannt: “Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.”

Fast uns jetzt bequemer erscheint, fällt uns irgendwann brutal auf die Füße. Doch dann ist es oft zu spät. Ich will dir jetzt keine Angst machen.

Trotzdem lohnt es sich, dir darüber einmal ausführlicher Gedanken zu machen auch vor allem auch hartnäckig bleiben.

7. Wie du mit Phasen von Selbstzweifel umgehst

Wenn wir etwas neues Ausprobieren (und sei es auch nur in Gedanken), dann können wir zu Beginn niemals wirklich wissen, was dabei herauskommen wird.

  • “Werden die Menschen mein neues Projekt mögen?”
  • “Wird mich diese Umstellung in meinem Leben wirklich glücklicher und zufriedener machen?”
  • “Kann ich damit erfolgreich sein?”
  • “Kommt genug Geld in die Kasse?”
  • “Kann ich das überhaupt durchhalten?
  • “Wird mir der neue Job wirklich besser gefallen und mich mehr erfüllen?”
  • “Reichen meine Fähigkeiten aus?”

Zweifel und vor allem Selbstzweifel kommen mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal hoch.

Du wirst dich irgendwann fragen, ob das alles nicht eine riesengroße Schei*ßidee war und du doch lieber beim alten geblieben wärst.

Wenn solche Momente kommen: Halte kurz inne. Nimm dir Zeit. Gehe in die Stille und übe dich in Selbstreflektion.

Merke: Solche Gedanken und Gefühle entstehen oft aus einer unterschwelligen Angst.

Ängste zu haben ist vollkommen ok – sich von ihnen ein unerfülltes Leben diktieren zu lassen hingegen nicht.

Gib daher nicht sofort auf. Ich nehme Ängste und Unsicherheit immer als Zeichen, dass sich etwas zum Guten verändert. Am Ende sind das alles nur Gedanken und Gefühle – es ist nicht real.

Du hast immer die Wahl, dich zu entscheiden und weiterzumachen, egal wie du dich fühlst. Akzeptiere die Gefühle, lasse sie dann los und erinnere dich dann immer wieder daran, wieso du diese Entscheidung damals getroffen hast.

Selbstwertgefühl stärken

“Du allein bestimmst, ob du wert-voll oder wert-los sein willst.”
– Gudrun Kropp

In diesem Artikel werde ich dir zeigen, wie du dein Selbstwertgefühl stärken kannst.

Damit du von deinem größten Kritiker wieder zu deinem besten Freund wirst.

Du wirst erfahren:

  • Wie ein geringes Selbstwertgefühl entstehen kann (und wieso du oft nicht Schuld daran bist).
  • Wieso vielleicht gerade du ein geringes Selbstwertgefühl hast.
  • Was das Selbstwertgefühl schwächt (und wie du solche Verhaltensweisen vermeiden kannst).
  • … und natürlich meine 15 Tipps und Übungen, wie du dein Selbstwertgefühl verbessern kannst (von denen ich übrigens jeden einzelnen persönlich ausprobiert habe).
Ich denke du wirst mir zustimmen wenn ich dir sage: Ein starkes Selbstwertgefühl ist die Grundlage für ein glückliches Leben.

Klingt das gut für dich?

Dann lass uns direkt loslegen.

P.S. Wenn du direkt zum ersten heißen Tipp für mehr Selbstwertgefühl kommen möchtest, dann klicke auf diesen Link.

Was dein Selbstwertgefühl wirklich schwächt

Vielleicht kennst du das auch: Dein innerer Kritiker hat den ganzen Tag nichts besseres zu tun als dir zu verklickern, was du alles nicht kannst und wieso du minderwertig bist.

Das ist anstrengend und macht das Leben beschwerlich.

Kannst du sie gerade hören, diese innere Stimme?

Vielleicht kommentiert sie gerade diesen Artikel. Sie ist dafür verantwortlich, dass du deinen Wert als Menschen manchmal nicht klar sehen kannst.

Doch mal unter uns: Diese Stimme ist nichts weiter, als eine Stimme. Sie plappert unendlich viel.

Wenn wir ihr alles glauben – dann fühlen wir uns schlecht.

Ein hohes Selbstwertgefühl entsteht ganz automatisch dann, wenn wir mehr Abstand von dieser Stimme bekommen.

  • “Hier bin ich – da ist die Stimme.”
  • “Sie ist eine Stimme und nicht meine Stimme.”

Was es für dein Leben bedeutet, ein geringes Selbstwertgefühl zu haben

Wie dein Selbstwertgefühl ausgeprägt ist entscheidet darüber:

… ob du mit Leichtigkeit und Freude …

… oder mit Stress, Angst und Minderwertigkeitsgefühlen lebst.

Sie bestimmt, ob du in einer erfüllten Beziehung lebst.

Ob du authentisch mit Menschen sprechen kannst.

Und alle Herausforderungen des Lebens gelassen meisterst.

Vor allem aber wissen Menschen mit einem hohen Selbstwertgefühl, dass sie Glück und Erfolg verdienen.

Dieser Glaube gibt Energie und Motivation.

Die Gleichung ist simpel: Wenn du dir ein glückliches Leben, Erfolg und gute Gefühle (unterbewusst) nicht gönnst, dann wirst du auch nichts davon bekommen.

Gleichzeitig werden sich viele Probleme fast von alleine lösen, wenn du dein Selbstwertgefühl stärkst.

Stell dir einmal vor, was für Auswirkungen es auf dein Leben haben würde, wenn du dich selber akzeptieren und lieben lernst und dir selber immer der beste Freund bist!

Wieso vielleicht gerade du ein schlechtes Selbstwertgefühl hast

Doch genau diese liebevolle Einstellung zu sich fehlt vielen Menschen. Sie sind überkritisch mi sich.

Außerdem gehen sie davon aus, dass sie sowieso scheitern werden (und alle Menschen sie direkt ablehnen werden).

Leider mussten viele Menschen in ihrer Kindheit Erfahrungen machen, in denen sie herabgewürdigt wurden.

Sie bekamen wenig Aufmerksamkeit und mussten für Liebe immer Leistung bringen.

Wenn sie sich verletzlich gezeigt haben, gab es Ablehnung anstatt Mitgefühl.

Auch wenn diese Erfahrungen teils Jahrzehnte zurückliegen so prägen sie doch bei vielen Menschen immer noch das gesamte Leben.

Mangelndes Selbstwertgefühl – der innere Kritiker ist Schuld

Aus solchen Erfahrungen entstehen dann Gedanken wie:

  • “Du kannst nichts.”
  • “Aus dir wird nichts.”
  • “Du bist dumm.”
  • “Wieso musst du immer alles falsch machen?”
  • “Wieso musst du dich immer so komisch verhalten?”
  • “Du bist hässlich.”
  • “Das schaffst du sowieso nicht.”

Besonders interessant: Solche Worte kommen nur selten aus dem Mund anderer.

Sie kommen aus unserem (geistigen) Mund.

Das ist so tief in unser Unterbewusstsein abgedriftet, dass wir es nicht mehr bewusst mitbekommen und deshalb auch nicht hinterfragen können.

Die Auswirkungen bekommen wir jedoch sehr deutlich mit. Wir fühlen uns minderwertig, schüchtern und einfach falsch.

Wieso es mit dem Glücklich-sein nie so richtig klappt

So intensiv wir auch versuchen, glücklich zu leben – in uns gibt es diese unbewusste Stimme, die uns den Erfolg nicht gönnt und uns früher oder später sabotiert.

Sie sorgt dafür, dass wir uns extrem unwohl in unserer Haut fühlen und oft angespannt und unsicher sind.

Große, (oft soziale) Ängste sind unsere ständigen Begleiter und das Leben fühlt sich an wie ein langer, anstrengender Kampf ohne Aussicht auf Belohnung.

Daher gibt es nur eine einzige Möglichkeit, dein Selbstwertgefühl zu stärken: Setze bei dir an und verbessere deine Beziehung zu dir. Klar wollen wir auch mit der äußeren Welt arbeiten, doch die wahre Arbeit findet im inneren statt.

Dein Selbstwertgefühl zu stärken ist ein Prozess

Es bringt dich nicht weiter, dir immer wieder einzureden, dass du ein liebenswerter Mensch bist – solange dein Unterbewusstsein da eine komplett andere Meinung zu hat, bist du aufgeschmissen.

Daher wirst du dein Selbstwertgefühl leider auch nicht innerhalb von 5 Minuten aufbauen.

Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht ist: Du kannst etwas tun – sehr viel sogar (und sogar mehr, als die meisten Menschen meinen).

Nimm diese jetzt Herausforderung an – es wird sich positiv auf jeden Bereich deines Lebens auswirken.

Du bist der einzige Mensch, der über deinen Wert entscheiden kann

Du bist der einzige Mensch der die Macht zu entscheiden, wie du in Zukunft mit dir selbst umgehst.

Du kannst heute anfangen, dich liebevoller zu behandeln und mehr du selbst zu sein.

Wenn du dein Selbstwertgefühl stärken willst, dann bist du die einzige Person, die das kann.

Kein anderer Mensch kann dir das geben. Auch kein beruflicher Erfolg, Traumpartner oder -urlaub kann das leisten.

Du musst bei dir selbst ansetzen und deine Beziehung zu dir schrittweise verbessern.

Im folgenden zeige ich dir jetzt 15 Möglichkeiten, wie du von nun an liebe- und rücksichtsvoller mit dir umgehen kannst.

Viel Spaß dabei – es kann dein Leben verändern.

„Von allen Urteilen, zu denen wir im Leben kommen, ist keines so wichtig, wie das, das wir über uns selbst fällen“
– Gerlinde Unverzagt

Tipp #2: Achte dich selbst – stehe zu deinen Wünschen und Bedürfnissen

Das Leben und andere Menschen werden dich in genau dem Maße achten, wie du dich selbst achtest.

Wenn wir uns nicht den Respekt geben, der uns zusteht, dann werden wir ihn auch nicht von anderen bekommen.

Wahre Selbstachtung kann nur von innen kommen. Fange an, dir selbst Respekt zu geben.

Aus dem Akt der Selbstachtung entsteht das Gefühl von Selbstwert.

Die einzige Quelle von Selbstachtung:

Werde dein größer Fan und zur wichtigsten Person in deinem Leben. Lerne, deine Bedürfnisse genauso zu achten, wie die anderer.

Entwickle deine eigene Meinung und deine eigenen Ansichten – während du stets offen für konstruktives Feedback bleibst.

Nimm dir ein wenig Zeit um die folgende Fragen (am besten schriftlich) zu beantworten:

  • Was ist mir wichtig?
  • Wo liegen meine Grenzen (was dürfen andere mit mir machen und was nicht)?
  • Was sind meine Wünsche und Träume im Leben?

Nochmal: Du bist die wichtigste Person in deinem Leben. Deine Bedürfnisse zählen, deine Wünsche sind es alle wert, verwirklicht zu werden.

Erkenne das an. Ehre das. Jeden Tag.

P.S. Das ist kein Egotrip. Erst wenn du deine Bedürfnisse beachtest, kannst du wirklich selbstlos für andere eintreten.

Tipp #3: Selbstmitgefühl macht glücklich

Selbstmitgefühl bedeutet zu erkennen, dass du ein wertvoller Mensch bist – egal was du fühlst, tust und machst.

Selbstmitgefühl hilft uns vor allem dann, wenn etwas nicht so geklappt hat, wie wir es uns vorgestellt haben.

Zu allererst: Fehler machen ist normal. Sie gehören zum Leben und zur persönlichen Entwicklung zwangsläufig dazu.

Doch Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl neigen dazu, Fehler auf sich als Person zu beziehen.

Auf einmal sind wir in unserer Gesamtheit schlecht, weil wir es diese Woche nicht geschafft haben, zum Sport zu gehen.

Selbstmitfühlend zu sein bedeutet zu erkennen, dass jeder Mensch Fehler macht und dass Fehler nichts über unseren Wert als Mensch aussagt.

Vielmehr erkennen wir, dass wir immer wertvoll sind und gehen nachsichtig und wohlwollend mit uns um – vor allem in schwierigen Seiten. Wir bauen uns selbst auf, anstatt uns runterzumachen.

Was du jetzt tun kannst: Behandle dich so, wie du gerne von anderen behandelt werden willst. Wie gehst du mit deinen Freunden um, wenn sie Fehler machen?

  • Du baust sie auf.
  • Du unterstützt sie.
  • Du gibst ihnen Lösungsvorschläge

Ändere die Art und Weise, wie du mit dir selbst sprichst. Sprich ab heute liebevoller mit dir.

Tipp #4: Wieso komplette Selbstakzeptanz dein Selbstwertgefühl stärken wird

Je mehr wir uns versuchen zu “optimieren”, desto stärker denken wir, es stimme etwas nicht mit uns. Wir müssten uns erst ändern, um wertvoll zu sein.

Dich vollkommen zu akzeptieren  ist die wichtigste Grundlage für ein hohes Selbstwertgefühl.

Selbstakzeptanz heißt übrigens nicht, alles an sich auf einmal ganz toll zu finden. Es heißt, allem in diesem Moment erlauben, da zu sein.

Ohne diese Einstellung führen wir einen Kampf gegen uns selbst, der nicht zu gewinnen ist.

Dann fangen wir an uns selbst beweisen zu wollen, dass wir wertvoll sind, indem wir etwas an uns ändern.

Wir glauben, wir müssen erst alle Ängste loswerden oder immer selbstbewusst und offen sein, um zufrieden mit uns sein zu können.

Das führt zu nichts außer zu enormen inneren Druck und einer ganzen Menge Inauthentizität.

1. Deine Gefühle akzeptieren für mehr Selbstwertgefühl

Gefühle gehören zum Leben dazu.

Es gibt keine Sekunde, in der wir nichts fühlen.

Doch am Ende konnte ein Gefühl noch nie jemanden nur das kleinste Haar krümmen.

Trotzdem stehen wir auf Kriegsfuß mit den Gefühlen. Wir können sie nicht einfach so lassen, wie sie sind. Wir versuchen krampfhaft, mehr gute Gefühle zu erzeugen und negative Gefühle von uns wegzuhalten.

So verfangen wir uns in einem täglichen Kampf, der so richtig erschöpfend ist und jegliche Lebensfreude zunichte macht.

Was du jetzt tun kannst: Erlaube stattdessen, allen Gefühlen bei dir zu sein. Gehe dazu einen Schritt zurück und beobachte deine Gefühle, während du sie wahrnimmst.

Sei präsent mit ihnen, aber nicht identifiziert.

Lasse jeglichen Widerstand gegen deine Gefühle los.

Du kannst deinem Gefühl sagen: “Ich erlaube dir, so zu sein, wie du bist. Willkommen.”

Das Coole ist: So werden deine Gefühle viel weniger Stress machen. Sie kommen und dann gehen sie wieder. Der einzige Grund, wieso manche Gefühle so hartnäckig bei dir bleiben ist, weil du sie durch deinen Widerstand festhältst.

Akzeptierst du sie lässt du sie gleichzeitig los.

2. Akzeptiere dein Handeln

Hätte, hätte, Fahrradkette. Hätte ich vor 5 Jahren schon so viel über Onlinemarketing gewusst, wie ich heute weiß, dann stünde ich ganz wo anders. Wusste ich aber nicht.

… und weißt du was? Das ist auch gut so. Ich habe es akzeptiert.

Ich bin fest davon überzeugt: Ich bin gerade genau an dem Platz in meinem Leben, an dem ich sein soll.Hier kann ich die Lektionen lernen, die ich gerade lernen soll.

Vor 5 Jahren gab es andere Lektionen.

Deshalb war das, was ich vor 5 Jahren gemacht habe genau richtig. Es hat mich dahin gebracht wo ich heute bin und mich darauf vorbereitet das zu lernen, was ich gerade lerne.

Was du jetzt tun kannst: Akzeptiere also alles, was du in der Vergangenheit getan (oder auch nicht getan) hast.

Es hat dich zu dem Menschen gemacht, der du bist. Erlaube dir anzuerkennen, dass du immer dein Bestmöglichstes getan hast, damit du glücklich bist.

Mal hat das besser geklappt und manchmal nicht so. Aber du hast es immer versucht. Das ist so verdammt bemerkenswert. Sei dafür so richtig stolz auf dich!

3. Akzeptiere deine Schwächen

Ebenso hat jeder Mensch Schwächen. Niemand ist perfekt.

Doch du wirst 10x so entspannt durch dein Leben gleiten wenn du akzeptieren kannst, dass du wahrscheinlich niemals so gut tanzen kannst, wie Fred Astaire oder so selbstbewusst sein wirst wie James Bond.

Es wird immer Dinge in deinem Leben geben, in denen du so richtig schlecht bist.

Das ist vollkommen in Ordnung und normal.

Was du jetzt tun kannst: Je eher du das akzeptierst, desto glücklicher wirst du leben.

Niemanden auf der ganzen Welt hat nur Stärken. Jeder hat seine Schwächen – und so auch du.

Den Unterschied macht, wie du mit deinen Schwächen umgehst.

P.S. Aus einem Zustand der Akzeptanz kannst du übrigens viel effektiver daran arbeiten, deine Schwächen in Stärken zu verwandeln.

Tipp #5: Mit diesem Trick musst du dich nicht mehr mit anderen vergleichen

Unsere Gesellschaft ist oberflächlich. Es geht um Instagram-Likes und die coolsten Urlaubsfotos auf Social Media.

Wieso reißen sich so viele Menschen ein halbes Bein aus, nur damit andere auf ihr Leben schauen, neidisch sind und denken “wow hat der ein cooles Leben”?

Ganz einfach, sie wollen Anerkennung von anderen.

Und wenn sich doch niemand für uns interessiert? Dann sind wir traurig und schieben alles auf uns.

  • “Ich bin nicht erfolgreich genug.”
  • “Ich bin nicht schön genug.”
  • “Ich bin nicht schlau genug.”
  • “…und sowieso ein Versager.”

So können wir uns nur gut fühlen, wenn andere uns das durch ihre Anerkennung erlauben.

Doch dieses Rennen lässt sich nicht gewinnen. Wir sitzen immer auf heißen Kohlen weil es außerhalb unserer Kontrolle liegt, wie andere Menschen auf uns reagieren.

Was du tun kannst: Gib dir Bestätigung selbst. Entscheide selbst darüber, ob du dich gut fühlen darfst. Setze deine eigenen Maßstäbe fest, wann du dich lobst.

Feiere deine Erfolge, egal ob andere 100x erfolgreicher sind. Freue dich über deinen Urlaub, egal ob andere dir dafür “Likes” geben.

Lege die Messlatte dafür, was für dich einen Erfolg ausmacht in Zukunft so niedrig wie möglich. Du wirst es nicht glauben, aber es gibt Menschen für die ist der Tag schon ein voller Erfolg, wenn sie aufwachen und atmen.

Tipp #6: Erfolge feiern – Erfolg zieht mehr Erfolg an

Noch ein riesiger Schritt zu mehr Selbstwertgefühl – feiere deine Erfolge! Damit meine ich nicht, alle Jubeljahre mal die Gehaltserhöhung oder deinen Uniabschluss – sondern die täglichen, kleinen Erfolge.

  • Du bist mit dem ersten Wecker aufgestanden – mache einen Luftsprung und feiere dich.
  • Du hast dein Fitnessprogramm durchgezogen – Partytime.
  • Du hast die E-Mail geschrieben, vor der du dich schon seit 3 Tagen gedrückt hast – “YESSSSS!”

Ein Mentor von mir hat einmal gesagt, dass diese Gewohnheit darüber bestimmt, ob du “erfolgreich” wirst, oder nicht.

Auch wenn es sich am Anfang ein wenig merkwürdig anfühlt – gewöhne dir das an und schau deinem Leben dabei zu, wie es sich zum Positiven verändert.

Tipp #7: Dankbarkeit: Deine Prime-Glücks-Bestellung

Dankbarkeit zu leben ist einer der Schlüssel zu mehr Selbstwertgefühl.

Täglich dankbar zu sein für was, was du schon hast und was gut läuft macht glücklich – und zieht noch mehr von dem an, was dich glücklich macht. Es ist quasi eine Amazon-Bestellung beim Leben auf der steht: “Mehr davon”.

Doch leider bestellen viel zu viele Menschen jeden Tag noch mehr davon, was sie sowieo schon haben. Schlechte Gefühle, Versagen, Geldprobleme, miese Beziehungen und ewiges Scheitern.

Was machen sie falsch? Sie fokussieren sich viel zu sehr auf das, was noch nicht so ganz optimal läuft.

Dadurch fühlen sie sich nicht nur schlecht, sondern produzieren auch noch mehr davon. Mit täglicher Dankbarkeit verändern wir unseren Fokus auf die Dinge, von denen wir mehr in unserem Leben haben wollen.

Das fühlt sich gut an und führt zu mehr Freude am Leben.

Was du jetzt tun kannst: Nimm dir jeden Morgen 3-4 Minuten und schreibe mindestens fünf kleine Dinge auf, für die du von Herzen dankbar bist.

Lass es einfach aus dir heraussprudeln und zensiere nichts. Ich bin dankbar für den schönen Sonnenschein, meinen Kaffee, meine Körpertherapie, dafür, dass ich meinen Tag so gestalten kann, wie ich es will und für Lester Levenson (google him).

Tipp #8: Mehr Selbstrespekt im Zwischenmenschlichen

Falls du Angst vor Konflikten oder Streit hast, dann wird das auf Dauer dafür sorgen, dass du unzufrieden bist.

Klar, für den Moment ist die “Kopf in den Sand” Taktik angenehmer.

Du kommst um eine Konfrontantion erstmal herum.

Du wirst diese Emotionen immer wieder herunterschlucken. Das führt dazu, dass du innerlich angespannt bist und jeglichen Respekt vor dir selbst verlierst. Schließlich lässt du deine Werte mit Füßen treten, ohne etwas zu unternehmen.

Doch für dein Selbstwertgefühl ist das der Todesstoß.

Was du jetzt tun kannst: Du musst nicht direkt die größten Konflikte deines Lebens ansprechen. Fange klein an. Sprich Kleinigkeiten an.

Wenn es dich stört, dass jemand immer vergisst seinen Teller abzuwaschen – sprich ihn drauf an. Entspanne dich vorher, atme tief durch und bleibe vor allem freundlich.

Nichts ist schlimmer als jemandem die Energie von 5 Jahren unterdrückter Ladung auf einmal an den Kopf zu knallen.

Tipp #9: Deinen Eltern verzeihen

Verzeihe deinen Eltern.

Gehe davon aus, dass sie sich so gut um dich gekümmert haben, wie sie es konnten.

Wahrscheinlich hatten sie mit ihren eigenen Themen genauso zu tun, wie du jetzt. Nur ohne Hilfe und Unterstützung durch das Internet.

Mit all diesen Voraussetzungen haben sie mit Sicherheit ihr Bestes gegeben, um das Leben und auch die Erziehung zu meistern. Besser ging es schlicht nicht.

Erinnere dich daran: Jeder macht Fehler und niemand ist perfekt. Ehre das und sei deinen Eltern dankbar dafür, dass sie ihr bestmöglichstes gegeben haben.

Tipp #10: Komplimente annehmen für mehr Selbstwertgefühl

Gerade Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl haben Probleme damit, Komplimente anzunehmen.

Sie vermuten direkt, ihr Gegenüber “sagt das ja nur, damit es mir nicht ganz so schlecht geht”.

Fun-Fact: Mindestens 95% aller Komplimente kommen von Herzen. Einem anderen Menschen fällt etwas an dir auf, das er wirklich bewundert – und teilt es dir mit.

Sag einfach “Danke” und koste es voll aus. Akzeptiere auch deine inneren Widerrstände und Unsicherheiten – aber bleib trotzdem bei einem einfachen “Danke”.

Kein Kompliment zurück, kein Diskutieren – einfach genießen.

Tipp #11: Was dich dein wahres Ich erkennen lässt

Bewusstheit ist in aller Munde. Wir sollen uns bewusst ernähren, bewusst mit Verpackungen und der Umwelt umgehen.

Doch was bedeutet es, bewusst zu leben?

Bewusstheit bedeutet, dass du mitbekommst, was gerade passiert – anstatt in der Vergangenheit oder Zukunft herumzufliegen.

Es bedeutet, dass du deine Gedanken und Gefühle in diesem Moment wahrnimmst – aber gleichzeitig merkst, dass du nicht diese Gedanken und Gefühle bist (du nimmst sie nur wahr).

Wenn du so bewusst bist, dann kannst du bewusst entscheiden, wie und ob du auf sie reagieren willst – anstatt von ihnen fremdbestimmt zu sein.

Viele Menschen sind zu 100% mit ihren Gefühlen und Gedanken identifiziert.

  • “Ich bin gerade traurigheißt für viele Menschen, dass sie sich zurückziehen müssen.
  • “Ich bin schüchtern” heißt, dass sie sich verstecken müssen.

Wenn du bewusst bist, dann kannst du deine Gedanken und Gefühle beobachten– das ist der erste Schritt zu einem hohen Selbstwertgefühl.

du kannst dann sehen, dass da gerade der Gedanke “Ich bin nicht genug” ist, aber es eben nur ein Gedanke ist der nicht dein ganzes Leben bestimmen muss.

Irgendwann siehst du hinter deine limitierenden Gedanken, Gefühle und Blockaden und erkennst dort, was du wirklich bist – ein liebenswerter Mensch genau so, wie du bist.

Was du jetzt tun kannst: Bewusster werden wir, indem wir achtsamer leben. Je weniger wir uns von Gedanken oder dem Facebook Newsfeed aus dem Hier und Jetzt ziehen lassen – desto besser bekommen wir uns selbst mit.

Baue daher Achtsamkeitsübungen in dein Leben ein. Wenn du eine Sache tust, dann tue nur diese.

  • Wenn du gehst – geh.
  • Wenn du abwäscht – wasche ab.

Sei präsent mit allem, was du dabei wahrnimmst.

Tipp #12: Mehr Selbstwertgefühl in Beruf, Beziehung und Gesundheit

Je mehr Entscheidungen wir bewusst mit unseren Werten und Zielen ausrichten, desto erfüllter ist unser Leben.

Wenn ein wichtiger Wert deine Gesundheit ist, du aber selten an einem McDonalds vorbeigehen kannst, dann lebst du nicht im Einklang mit deinen Werten.

Unser Selbstrespekt steigt, je mehr wir im Einklang mit unseren Werten leben. Daher ist der erste Schritt für ein hohes Selbstwertgefühl, seine Werte herauszufinden.

Was du jetzt tun kannst: Nimm deine fünf wichtigsten Lebensbereiche und schreibe auf, was dir in diesen wichtig ist.

Beruf: Freiheit, Sicherheit, Kreativität oder…?

Beziehung: Treue, Offenheit, Freiheit, Vetrauen, …?

Ergänze diese Liste mit Werten, die für dich wichtig sind.

Frage dich auch:

  • “Wie genau sieht dieser Wert im realen Leben für mich aus?”
  • “Wie könnte ich diese Werte noch stärker in mein Leben integrieren?

Tipp #13: Deiner Passion folgen und so dein Selbstwertgefühl stärken

Je mehr du dich mit dir auseinandersetzt, desto tiefer wird deine Verbindung mit dir.

Gerade dann, wenn du wirklich tief schaust, was es ist was du in diesem Leben willst.

Alleine schon dir das Recht zuzugestehen, dein Leben so zu gestalten, wie du das willst, zeigt dir, dass du dich wertschätzt.

Was du jetzt tun kannst: Frage dich, wie dein Leben aussähe, wenn es perfekt wäre.

Zensiere nichts, tue nichts als “unrealistisch” ab. Sei für einen Moment der Regisseur deines Lebens. Du kannst frei entscheiden, wie es verlaufen soll.

  • Wie würdest du leben?
  • Wie würdest du dich verhalten?
  • Welchen Job würdet du machen?
  • Mit welchen Menschen würdet du dich umgeben?
  • Wo würdet du leben?

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, wie kraftvoll diese Übungen sind. In dem Moment, wo wir den ganzen Bullshit mal zur Seite rollen und uns selbst sagen: “Was wäre, wenn es doch möglich wäre?” – kommen diese Dinge in unser Leben.

Versprochen.

Weil wir es uns jetzt erlauben und auch gönnen.

Tipp #14: Wie deine Angst vor Ablehnung langsam dein Selbstwertgefühl zerstört

Oftmals bringen wir unsere Persönlichkeit nicht zum Ausdruck weil wir Schiss haben, dass andere sich an uns stören.

Dann setzen wir Masken auf und versuchen herauszufinden, was wir tun oder sagen sollten, damit andere Menschen uns mögen.

Das ist auf Dauer sehr anstrengend. Manchmal wissen vor vor lauter Verstellen schon gar nicht mehr so genau, wer wir eigentlich sind.

Doch mal ganz ehrlich: Wieso solltest du Anerkennung von Menschen haben wollen, die dich nur mögen, wenn du dich verstellst?

Ein kleines Geheimnis: Oftmals würden uns Menschen noch viel mehr akzeptieren, wenn wir mehr von uns zeigen würden – doch wir erlauben es uns selbst nicht.

Wir halten uns am allermeisten selbst davon ab so zu sein, wie wir sind.

Oft ist es nur ein kleiner Sprung. Die Entscheidung einfach mal rauszuhauen kann auf lange Sicht über dein Selbstwertgefühl entscheiden.

Profitipp: Der Trickt hierbei ist, keine Reaktion anderer Menschen zu erwarten. Sei so, wie du sein willst und akzeptiere jede Reaktion anderer.

Tipp #15: Anderen (von Herzen) helfen

Anderen Menschen zu helfen ist das ultimative Entwicklungstool.

Du machst die Erfahrung, dass du gebraucht wirst und Veränderung bewirken kannst.

Außerdem fühlst du dich wieder mit anderen verbunden. Diese Verbundenheit wirkt sich stark auf dein Selbstwertgefühl aus, denn wir Menschen sind Rudeltiere und diese Art der Verbindung liegt in unserer DNA – und wird mit guten Gefühlen belohnt.

Wichtig: Hilf anderen Menschen nicht, weil du dafür etwas erwartest. Hilf ihnen nur um des Helfens willen.

Fange klein an. Mähe den Rasen des Rentners nebenan oder trage einer älteren Dame die Einkäufe nach Hause.

Selbstwertgefühl stärken

Tipp #16: Investiere in dich

Als ich angefangen habe, auf dummen Konsum zu verzichten und den Großteil meines Geldes in mich zu investieren, habe ich so mein Selbstwertgefühl krass gestärkt.

Ich habe mir gezeigt, dass ich und meine Entwicklung mir wichtig sind.

Dieser Artikel ist mein Beitrag zu meiner Blogparade “Selbstwertgefühl stärken”. Hier findest du noch einige weitere interessante Beiträge zu dem Thema:

Zufrieden sein

In diesem Artikel werde ich dir zeigen, wie du endlich zufrieden sein kannst.

Ich wette auch du hast es satt, dem Glück immer noch hinterherzurennen.

Du willst zufrieden sein und dein Leben genießen – und zwar nicht erst in 7 Jahren, sondern jetzt.

Da habe ich eine gute Nachricht für dich. Denn mehr Zufriedenheit in sein Leben zu holen ist simpel, jeder kann es.

Es gilt nur, ein paar simple Gewohnheiten zu verändern. Welche das sind und wieso sie mit 100%-iger Sicherheit dafür sorgen werden, dass du glücklicher und zufriedener wirst, das erfährst du in diesem Artikel.

Hört sich das verlockend an?

Gut, dann lass uns loslegen.

Noch eine Sache, die sehr wichtig ist, damit die Tipps auf diesem Artikel ihre maximale Wirkung entfalten können:

Gut, hätten wir das auch geklärt. Im Folgenden findest du nun die Gewohnheiten, die dir dabei helfen, jetzt schon zufrieden sein zu können.

9 Tipps, um jetzt schon zufrieden sein zu können

1. Vergleiche dich nicht mit anderen

Unzufriedenheit entsteht oft dadurch, dass wir nur noch das sehen, was wir noch nicht haben, können, schaffen.

Gerade in Zeiten von Social-Media und Co. springt uns schier an jeder Ecke das vermeintliche “Goodlife” ins Gesicht.

Auf einmal macht jeder einen Traumurlaub nach dem anderen, alle sind in einer unglaublich glücklichen und erfüllten Beziehung und erleben jeden Tag Action pur.

Und du?

Du sitzt mit schlechter Laune und einem Fleck auf der Hose auf in deinem unaufgeräumten Zimmer und fragst dich, was mit dir und deinem Leben nicht stimmt.

Unzufriedenheit macht sich breit.

Doch völlig zu unrecht. Denn wenn du täglich wie es bei anderen auf der Bühne aussieht damit vergleichst, wie es bei dir dahinter aussieht, dann kannst du nur verlieren.

Der einfachste Ausweg ist Dankbarkeit. Wache morgens auf und sage dir im Stillen “Danke”. Spüre diese Dankbarkeit. Stelle dir vor, wofür du dankbar bist.

Weise ist, wer nicht bedauert, was er nicht hat, sondern wer sich an dem erfreut, was er hat.

– Epiket

Fokussiere dich dabei vor allem auf die kleinen Dinge. Du atmest, der Kaffee schmeckt gut und die Sonne scheint. Was brauchst du sonst noch?

Zu gucken was andere alles haben, machen und können bringt diese Dinge nicht in dein Leben. Dafür aber eine Menge Unzufriedenheit – das bringt nun wirklich niemandem etwas.

Zu gucken was du schon hast lässt dich dein Leben wertschätzen – und macht glücklich. Du kannst dich jede Sekunde neu entscheiden, tue das!

Dein erster Schritt: Immer, wenn du deine Zähne putzt oder unter der Dusche steuhst frage dich: “Für was kann ich in meinem Leben so richtig dankbar sein?”

2. Alles im Leben hat einen Sinn

Ich habe mich lange Zeit gefragt, wieso gerade ich es so schwer haben muss. Scheinbar war ich der einzige in meinem Freundeskreis, der sich mit seiner Psyche beschäftigen musste.

Ich fand das ungerecht. Heute bin ich fest davon überzeugt, dass genau das passieren musste.

Ich musste (und muss) durch diese Dinge durchgehen, weil es meine Mission ist, anderen Menschen dabei zu helfen, es schneller zu schaffen und so ein glücklicheres Leben zu bekommen.

Schau…

In jedem negativen Ereignis lässt sich immer etwas positives finden. Wenn man nur will.

Also ist der erste Schritt zu einem zufriedeneren Leben, dich mehr auf das zu fokussieren, was positiv ist.

Dazu hast du übrigens immer die Möglichkeit. Falls du jetzt glaubst, manche Dinge sind einfach schlecht und da gäbe es auch nichts zu diskutieren dann liegt es einfach nur daran, dass du schon so gewöhnt an deine eingefahrere Sichtweise bist.

Entwickle mehr Flexibilität und gestalte deine Realität so, wie du es willst.

3. Konzentriere dich darauf, was du willst und nicht, was du nicht willst

Jetzt stelle ich dir meine Wunderwaffe vor, mit der du im Handumdrehen aus Unzufriedenheit Zufriedenheit machen kannst.

Bereit?

Nutze deine Unzufriedenheit als Kontrast. Sie zeigt dir, was du im Leben nicht mehr willst.

Wenn du noch nicht das Leben führst, was du gerne führen möchtest und deshalb unzufrieden bist, dann liegt das mit Sicherheit an einem dieser zwei Punkte:

  • Du weißt überhaupt nicht, was du genau willst.
  • Du fokussierst dich zu stark darauf, was du nicht willst.

Beides führt automatisch dazu, dass du nicht das bekommst, was du haben willst und dich dann unzufrieden fühlst.

Halte dich daher nicht unnötig damit auf, dich dafür zu bemitleiden und die Ausweglosigkeit deiner Situation zu betrauern – sondern fokussiere dich von nun an ausschließlich darauf, was du willst.

Worauf du dich im Leben fokussierst, davon bekommst du mehr.

Außerdem bestimmt dein Fokus maßgeblich, wie du dich fühlst.

Das funktioniert ganz simpel. Wenn du dich auf Mangel konzentrierst, wirst du dich mangelhaft fühlen. Wenn du dich auf Probleme und Unzulänglichkeiten fokussierst, siehst du nur noch Probleme und Unzulänglichkeiten.

Mal angekommen, du bist unzufrieden über deinen Job. Du bist unterfordert und verdienst viel zu wenig Geld.

Gut, dass du das herausgefunden hast.

Jetzt frage dich, was du stattdessen willst. Male dir das so genau du kannst aus. Sei kreativ. Beschränke dich nicht. Erlaube dir, zu träumen.

Dann erstelle einen konkreten Plan, wie du das erreichen kannst (Nein, mit Plan meine ich nicht darüber nachzudenken, wieso das eben nicht möglich ist, sondern wie du es schaffen kannst).

Stell dir die richtigen Fragen und stell sie dir oft – ich verspreche dir, du wirst Wege finden, deine Ziele zu erreichen.

4. Erfolge feiern

Wenn du nur ein bisschen so bist, wie ich früher war, dann feierst du deine Erfolge nicht.

Du bist fest davon überzeugt, dass das “nicht der Rede wert” war oder “das jeder kann.”

Tut mir Leid dass ich dir das so offen sagen muss, aber das ist zum einen richtig großer Quatsch und zum zweiten hält dich das von einem glücklichen Leben ab.

Nur wer seine Erfolge feiert und genießt kann wirklich zufrieden sein.

Damit meine ich übrigens nicht alle 3 Jahre die Beförderung oder den Uniabschluss nach 6 Jahren Schinderei in verstaubten Bibliotheken und Hörsälen.

Damit meine ich:

  • wenn du es gepackt hast mit dem ersten Wecker aufzustehen
  • die Laufschuhe geschnürrt und eine Runde um den Block gedreht hast
  • einem Menschen ein Lächeln geschenkt hast

Feiere die kleinen Dinge ab, auch wenn es sich am Anfang ungewohnt anfühlt.

Zieh es vor allem durch, wenn dein Kopf dir sagt, dass das total lächerlich ist und dir sowieso nichts bringen wird.

Dieser Widerstand ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass Veränderung ansteht. Du bist fast am Ziel. Mache noch ein kurzes bisschen weiter und du wirst dich schon bald zufriedener und glücklicher fühlen.

5. Sei gut zu dir

Wenn wir unzufrieden sind, zweifeln wir schnell an uns.

Wir glauben, nicht genug zu leisten und zu wenig erreicht zu haben. Das kann sogar soweit gehen, dass wir uns als Mensch ablehnen.

Sei daher gut zu dir. Dabei hilft dir am Anfang eine simple Gedankenstütze.

Gehe davon aus, dass jeder Mensch(also auch du) immer das Beste gibt, was er geben kann.

Niemand schadet sich absichtlich selbst (es sei denn, er verbindet auf einer tieferen Ebene damit irgendwie etwas Gutes für sich).

Halte dir das immer wieder vor Augen. So, wie du gerade bist, tust du immer dein Bestmöglichstes.

Das ist unglaublich befreiend und erfüllt dich mit Stolz. Du stehst für dich ein und bist für dich da. Auch wenn du gerade noch denkst, dass du nicht genug tust.

In diesem Moment kannst du schlicht nicht mehr tun, akzeptiere das.

Was im nächsten Moment, wenn du etwas gelernt hast und gewachsen bist, das steht auf einem anderen Blatt.

Aber bis zu diesem Zeitpunkt und in diesem Moment gibst du immer dein Bestes. Erkenne das an. Sei zufrieden mit dir.

6. Gedanken und Gefühlen loslassen anstatt festhalten

Kennst du das?

Du bist wütend auf deinen Arbeitskollegen oder einen Bekannten?

Du bist zu recht wütend, nicht wahr?

Immerhin hat sich diese Person absolut daneben verhalten.

Doch mal unter uns: Wem schadest du mit diesem Verhalten am meisten?

Zahlst du es der anderen Person damit heim? Ich glaube eher nicht. Wenn sie dich schlecht behandelt wird sie sich nicht sonderlich darum kümmern, ob du schmollend in der Ecke sitzt und sie keines Blickes würdigst.

Wie ist es mit Fehlern in der Vergangenheit? Wieviel bringt es, sich darüber ewig und drei Tage den Kopf zu zerbrechen? Wird das dazu führen, dass du es in Zukunft besser machst?

Eher nicht.

Es führt dazu, dass du dich kurzfristig mies fühlst und langfristig sogar krank werden kannst.

Hake diesen Mist daher ab. Schaue kurz, was du daraus lernen kannst, kommuniziere authentisch, was dir nicht gefallen hat und dann ziehe weiter.

Lasse diesen Kram los. Er bringt dir nichts, außer dich unzufrieden zu machen.

“An Wut und Groll festzuhalten, ist wie Gift zu sich zu nehmen, in der Hoffnung, dass dadurch ein Anderer stirbt.”

– Unbekannt

7. Von Herzen Geben…

Mehr geben. Das steht ganz oben auf meiner Liste.

Und damit meine ich nicht nur finanzielle Spenden an coole Projekte. Ich meine vor allem Aufmerksamkeit und Zeit.

Früher dachte ich, es geht nur um mich und darum, dass ich glücklich bin. Das stimmt auch, denn das ist der einzige Bereich, auf den ich 100% Einfluss nehmen kann.

Doch ein großer Schritt zu wahrer innerer Zufriedenheit ist es, Menschen von Herzen etwas zu geben.

Schenkst du jeden Tag einem Menschen nur 5 Minuten deiner ungeteilten, liebevollen Aufmerksamkeit, so machst du seinen Tag garantiert schöner.

Eine Sache ist dabei zu beachten: Auch wenn Geben dich glücklicher und zufriedener machen wird – es darf niemals das Ziel sein.

Deine Motivation zu Geben sollte ausschließlich in deinem Gegenüber liegen.

Zu Geben und gleichzeitig zu erwarten, etwas zu bekommen ist voll daneben (… und ich darf dir mal ein kleines Geheimnis verraten: Das Universum wird dich reicher beschenken, als du es dir jemals vorstellen kannst).

…aber nur, wenn du den Wunsch, etwas zu bekommen komplett loslässt und von Herzen und ohne Erwartungen gibst.

Eine erste kleine Übung: Schenke einem Menschen pro Tag ein Lächeln. Das wird dir jetzt richtig leicht fallen, denn du erwartest ja kein Lächeln zurück. Du erwartest überhaupt keine Reaktion.

Du gibst einfach nur.

9. …und empfangen können

Irgendwo heißt es, Geben ist seeliger als Nehmen. Mal ganz logisch betrachtet macht das gar keinen Sinn. Wenn jemand gibt muss automatisch jemand anders empfangen.

Öffne dich also auch dafür, zu empfangen. Mache dich frei von Gedanken, ob du dieses oder jenes verdient hast.

Kannst du dich daran erinnern, wann dir das letzte Mal jemand ein Kompliment gemacht hat?

Wie hast du darauf reagiert?

  • War dir das unangenehm?
  • Hast du direkt ein Kompliment zurückgegeben?

Wie schaut es mit Lob oder Geschenken aus? Übe dich darin, dich einfach nur höflich zu bedanken und anzunehmen.

Lasse deine Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle los. Öffne dich, um anzunehmen was andere dir geben.

Denk mal drüber nach…

Wenn du jemanden ein Kompliment gibst und du bekommst soetwas wie: “Ach komm, das sagst du jetzt nur so. Das stimmt doch gar nicht. Übertreib mal nicht” als Antwort – macht Komplimente geben so Spaß?

Nein. Du willst auch, dass dein Gegenüber sich eherlich freut. Also freue dich auch ehrlich.

10. Mehr Zufriedenheit durch ein Leben im Hier und Jetzt

Achtsamkeit ist der Schlüssel zu einem zufriedenem Leben.

Achtsam zu leben bedeutet mitzubekommen, was gerade um uns herum und in uns geschieht.

Es bedeutet, die Beobachterposition einzunehmen und voll in den Moment einzutauchen.

Ich verrate dir kein Geheimnis wenn ich dir sage, dass es nur diesen Moment gibt.

Lebst du in der Gedanken über Vergangenheit oder Zukunft, bist du meistens unzufrieden.

Denn hier hast du nur zwei Möglichkeiten: Entweder du ärgerst dich über die Vergangenheit oder hast Angst vor der Zukunft.

Beides fühlt sich nicht besonders gut an. Der einzige Zeitpunkt, der dir mehr Zufriedenheit geben kann, ist dieser Moment.

Das coole ist, dass wir immer in ihm sind. Wir müssen nur aufhören, uns von ihm abzulenken.Der einfachste Weg dazu ist Achtsamkeit. Besinne dich immer wieder darauf, was jetzt ist.

  • Was nimmst du jetzt gerade wahr? (Was hörst du, was schmeckst du, was siehst du, welche Körperempfindungen hast du?)
  • Was fühlst du? (Schaue, welche Energien sich in dir Bewegen. Wie fühlen sie sich an?)
  • Was denkst du? (Fokussiere dich auf deine Gedanken. Beobachte sie ohne sie zu bewerten oder ihnen zu glauben, was sie dir erzählen wollen)

Diese Praktiken, regelmäßig ausgeführt, zeigen dir den Weg zu einem achtsameren, zufriedenerem Leben. Go for it.

3 kleine Tipps für eine gelungene Umsetzung

  1. Nimm dir nicht zu viel vor. Picke dir einen der Tipps heraus und integriere ihn für mindestens 30 Tage in dein Leben. Es bringt nichts, sich am Anfang zu überfordern nur um dann schnell wieder komplett einzuknicken. Wenn du dich Sattelfest in einer Gewohnheit fühlst (sie also kaum Willenskraft braucht), dann integriere die nächste.
  2. Gib dir Zeit. Alte Gewohnheiten zu ändern ist ein Prozess. Genieße ihn und fokussiere dich nicht zu stark auf das Endresultat. Schaue stattdessen, was du heute tun kannst, um ein kleines bisschen zufriedener zu werden.
  3. Lasse die Kontrolle los. Es gibt nichts was uns mehr lähmt, als das ganze Leben kontrollieren zu wollen. Lass die Dinge geschehen und öffne dich für neue und unerwartete Wege, auf denen neue Dinge in dein Leben kommen können. Entspannte dich innerlich, halte deine Intention, zufrieden sein zu wollen immer präsent und lass die Dinge passieren.