Juli 5, 2018

Wie du mehr Selbstachtung in dein Leben holst

Du möchtest deine Selbstachtung stärken. Das ist ein wunderbares Unterfangen.

Denn es wird nichts weniger tun, als dein komplettes Leben verändern.

Stärkst du deine Selbstachtung, wirst du…

  • liebevoller mit dir umgehen.
  • dich mehr mögen.
  • von anderen mit mehr Achtung und Respekt behandelt werden.
  • für dich, deine Grenzen und Bedürfnisse zu 100% einstehen.

In diesem Artikel erfährst du, wie ich genau das erreicht habe und wie auch du es schaffen kannst.

Das Beste ist: Jeder Mensch hat diese Selbstachtung. Jeder kommt mit ihr auf die Welt. Sie ist unser natürlicher Zustand.

Doch im Laufe unserer Entwicklung ist sie bei vielen Menschen leider verloren gegangen.

Doch genauso, wie einen verloren gegangenen Schlüssel, so kannst du auch deine Selbstachtung wiederfinden.

Wie, das erfährst du in diesem Artikel.

Außerdem ist Selbstachtung die Grundlage für liebevolle Beziehungen zu anderen Menschen. Erst, wenn du dich selbst mit Achtung und Respekt behandelst, werden es andere Menschen tun.

Du wirst sie dann nur noch sehr selten dazu auffordern müssen – sie tun es von ganz alleine.

Unbewusst wird jeder spüren, dass er es hier mit jemandem zu tun hat, der keine Scheiße mit sich machen lässt.

Das nennt man dann natürliche Autorität. Auch dieses mysteriöse Charisma oder Ausstrahlung entstehen auf einem Fundament der Selbstachtung. Sie lässt anziehende Persönlichkeiten entstehen.

Hast du da Lust drauf?

Dann lies schnell weiter.

Dein natürliche Selbstachtungsradar

Selbstachtung Radar

Jeder Mensch hat einen eingebauten Gerechtigkeitssinn.

Wenn dir früher im Sandkasten jemand dein Schäufelchen weggenommen hat, dann musste dir niemand erst beibringen, dass das ungerecht ist.

Das hast du direkt und sehr intensiv gespürt.

Ganz automatisch hast du dafür gesorgt, dass diese Schaufel wieder in deinen Besitz kommt.

Sagt uns ein Spielgefährte, wir wären doof, dann stehen wir dafür ein, dass dieser kleine Specht kein Recht dazu hat, soetwas zu behaupten.

Wie kann es also dazu kommen, dass wir als erwachsene Menschen auf einmal Dinge mit uns machen lassen, die wir als Kind nicht einmal im Ansatz hätten durchgehen lassen?

  • Wieso lassen wir uns von anderen Menschen benutzen?
  • Wieso nehmen wir respektloses Dominanzverhalten einfach so hin?
  • Wieso machen wir uns klein, anstatt die eigene Größe zu leben?
  • Wieso tun wir Dinge, die wir eigentlich nicht tun wollen?
  • Wieso stecken wir aus Angst vor Konflikten zurück, anstatt für uns einzustehen und unsere Grenzen zu wahren?

Ganz einfach. Wir haben es über die Jahre so gelernt. Wenn du immer wieder hörst, deine Bedürfnisse sein nicht wichtig, deine Ziele nicht realistisch, du nur ein kleines Würmchen in diesem riesigen Universum bist..,

…dann glaubst du es irgendwann.

Erst kämpfst du dagegen an. Du wehrst dich. Es fließen wahrscheinlich viele Tränen und in dir brennt ein riesiger Schmerz. Dein Selbstwert kämpft um sein Überleben.

Doch oft haben wir als kleine, oft schutz- und führsorgebedürfte Wesen wenig Chancen gegen diese Übermacht. Eltern, Lehrer, Erzieher und auch Gleichalterige zeigen es uns jeden Tag aufs Neue.

Was wenig Selbstachtung bedeutet

Irgendwann geben wir auf. Der Kampf ist einfach zu anstrengend. Aufgeben heißt zu glauben, dass all das wahr ist.

Es heißt zu akzeptieren, dass etwas mit uns nicht stimmt und dass wir nicht wichtig wären und den Respekt (den jeder Mensch verdient), aus irgendwelchen Gründen eben nicht verdienen.

Wir sind gebrochen und fügen uns unserem Schicksal. Von nun an verlieren wir jedes Jahr mehr unserer kindlichen Energie und Schöpferkraft. Das Leben wird zu einem Kampf bei dem es nicht viel zu erwarten gibt.

Viele Menschen geben dann komplett auf und leben einfach nur noch so vor sich hin.

Jegliche Selbstachtung ist jetzt über Bord geworfen.

Das Problem ist, dass uns das alles einfach so passiert. Wir haben in diesem Alter keinen Einfluss darauf.

Deine Würde ist unantastbar

Selbstachtung Würde

In Artikel 1 unseres Grundgesetzes heißt es: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.”

Wenn ich mich in diesen Satz hineinfühle, dann nehme ich eine unfassbare Kraft dahinter wahr. Jeder Mensch hat diese innere Würde.

Wieder mit ihr in Kontakt zu treten stärkt die Selbstachtung. In einem Jeden gibt es dieses tiefe Gerechtigkeitsbewusstsein – mag es auch noch so stark verbuddelt sein.

Sei deshalb ehrlich zu dir selbst. Schaue dir dein Leben an. Lebst du mit Würde? In welchen Lebensbereichen weißt du ganz tief in dir, dass du schon seit Jahren Dinge hinnimmst, die eigentlich nicht hinnehmbar sind?

Wo tust du regelmäßig Dinge, von denen du weißt, dass sie dir nicht gut tun und die du spätenstens auf deinem Sterbebett fürchterlich bereuen wirst.

Ich war neulich auf einem sehr inspirierenden Vortrag von Veit Lindau. Veit hat dem Publikum immer wieder die 20 Minuten Frage gestellt.

“Würde ich darauf 20 Minuten vor meinem Sterben stolz sein?”

Wenn wir mal ehrlich sind, müssten wir dann aufhören 95% der Dinge zu tun, die wir sonst so tun.

Wie du dein Leben wieder nach deinen Vorstellungen und Werten lebst

Ooops. Vielleicht hast du dir unter diesem Artikel etwas anderes vorgestellt. Sorry, dass ich dich enttäuschen muss. Diesen inneren Würdekompass wiederzuentdecken und Schritt für Schritt nach ihm zu Leben ist der einzige Weg zu mehr Selbstachtung.

Er mag nicht immer einfach sein – aber er ist es immer wert zu gehen.

Möglicherweise kommt da jetzt ein wenig Unwohlsein oder sogar Angst aus deinem Unterbewusstsein hoch. Das Unterbewusstsein ist nämlich schneller im raffen, was so los ist.

Unwohlsein und Ängste sind ebenso ein Zeichen für Veränderung. Freu dich darüber.

Wieso sich der Aufwand lohnen wird

Selbstachtung in sein Leben zu holen ist kein Wochenendtrip mit dem E-Bike.

Es bedeutet, Dinge von nun an anders zu machen. Es heißt, gewohntes über Bord zu werfen. Womöglich heißt es, ein wenig wilder und abenteuerreicher zu leben.

Es kann sein, dass wir Gewohntes loslassen müssen. Es kann sein, dass wir uns in allen Lebensbereichen aus unserer Komfortzone bewegen müssen um Dinge zu tun, die wir niemals vorher zu tun gewagt hätten.

Du wirst Dinge tun müssen, die du noch niemals vorher getan hast – und ja, du wirst auch scheitern. Nicht nur einmal.

Doch lass mich dir eines sagen: Es lohnt sich. Du wirst erwachen. Du wirst dich wieder lebendiger fühlen.

Freiheit und Selbstachtung entsteht dann, wenn du wirklich für die Dinge gehst, von denen du tief in deinem Inneren weißt, dass sie richtig sind. Auch, und gerade wenn, der andere Weg bequemer und einfacher ist.

Das nennt man im Volksmund Mut und Mut ist schon seit jeher eine Tugend derer, die für das einstehen, was richtig ist.

Selbstachtung und deine persönlichen Grenzen

Selbstachtung Grenzen setzen

Auch bei deinen Grenzen ist ein wenig Introspektive gefragt. Lass mir dir sagen: Du kennst deine Grenzen. Jedes Mal, wenn sie jemand überschreitet, fühlst du das.

Viele von uns sind nur schon so entmutigt und müde, dass die Möglichkeit der Grenzwahrung schon vollständig aus unserem Handlungsrepertoire verschwunden ist.

Wir sind schlicht passiv geworden und lassen alles geschehen.

Angst vor Konflikten und ein niedriges Selbstwertgefühl lassen uns in Schockstarre verharren. Doch verbinde dich auch hier mit deiner Würde. Spüre sie und ehre sie.

Sie zeigt dir dein Weg.

Mache eine Liste von Situationen, in denen du dich in der letzten Zeit ungerecht behandelt gefühlt hast.

Ein guter Indikator ist das Gefühl der Wut. Wut zeigt dir, dass etwas nicht stimmt.

Wenn du dich bei anderen besonders häufig über diese eine Person in deinem Umfeld oder auf der Arbeit beschwerst, die dir das Leben jeden Tag schwer macht dann ist auch das ein todsicheres Anzeichen dafür, dass diese Person über deine Grenzen tritt.

Je klarer du dir über deine persönlichen Grenzen bist, desto einfacher wird es für dich sein, sie zu schützen.

Viele Menschen sind sich ihrer Grenzen jedoch nicht mehr bewusst, da schon so oft Menschen diese Grenzen mit Füßen getreten haben.

Schöpfer des eigenen Lebens werden

Selbstachtung Schöpfer

Lebst du dein Leben, oder das Leben anderer?

Wenn du jeden Tag Dinge tust, die dir keine Freunde machen – du aber den starken Drang verspürst, sie tun zu müssen (sonst passiert etwas ganz schlimmes z.B. Arbeitslosigkeit), dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass du nicht dein eigenes Leben lebst.

Je öfter wir gehört haben, dass “Arbeit keinen Spaß macht” oder “man ja von irgendwas leben muss”, desto mehr glauben wir es – und leben danach.

Unzufriedenheit, Energie- und Lustlosigkeit sind hier untrügliche Anzeichen dafür, dass du dein Leben nach den Regeln anderer lebst, anstatt nach deinen eigenen.

Frage dich immer öfters, wozu  du die Dinge tust, die du gerne tust. Eine Sache, die Sterbende am meisten bereuen ist, zu viel gearbeitet zu haben.

Ich nehme an damit meinen sie, zuviel Dinge getan zu haben, auf die sie eigentlich keinen Bock hatten, aber glaubten sie tun zu müssen.

Sie sind blind anderen gefolgt und haben ihr Leben in diesem Bereich verschwendet, anstatt es nach ihren eigenen Vorstellungen gelebt zu haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand auf dem Sterbebett behaupten würde, er hätte zu viel gearbeitet, wenn er jeden Tag inspiriert von seiner Arbeit gewesen wäre und seinem Herzen gefolgt ist.

Frage dich daher immer wieder, “Wozu”? Finde heraus, wofür du hier bist. Was ist das, womit du zu einer besseren Welt beitragen kannst. Was auch immer es ist, setze es um und lasse es nicht los.

Das ist wahre Selbstachtung. Auch wenn das beudetet, eingefahrene Wege und vermeindliche Sicherheit aufgeben zu müssen.

Selbstachtung kann nur in dir selbst entstehen

Ein Schulterklopfen fühlt sich gut an. Selbst wenn wir es für etwas bekommen, was uns nicht besonders wichtig ist.

Wenn dein Chef dir sagt: “Gute Arbeit”, dann freust du dich natürlich erstmal und du fühlst dich wertvoll.

Genauso, wie es sich gut anfühlt, wenn man Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht bekommt oder ein Projekt erfolgreich abschließt.

Doch hier ist der Punkt: Das angenehme Gefühl dieser Art der Selbstachtung ist hier an Bedingungen geknüpft. Wenn diese Person am Ende des Abends mit jemand anderem nach Hause geht oder der Chef dir sein Wohlwollen entzieht, dann entsteht Leid.

Wir denken dann, wir wären nicht gut genug und müssten noch härter schuften oder und verbessern, um wieder in den Genuss dieser verführerischen Droge zu gelangen.

Ein Hamsterrad. Brich daraus aus. Verbinde dich auch hier wieder mit deiner tiefen Würde als Mensch.

Mache dich unabhängig von der Meinung anderer oder Erfolg im Außen. Wenn sie kommt, genieße sie. Aber mache sie nicht zum primären Ziel deiner Bemühungen.

Lasse diesen Wunsch los und besinne dich nur auf dich.

Gib dir selbst Anerkennung und Liebe. Feiere deine Erfolge, auch wenn sie niemand anders als Erfolg wahrnimmt. Spüre auch bei Niederlagen und Fehlern, dass sich tief in deinem inneren, an dieser Würde, nichts verändert.

Selbstachtung kann niemals durch etwas im Außen erzeugt werden.

Das sind nur kurze Highs, auf die dann verdammt schnell auch fiese Lows folgen können – gespickt mit Selbstzweifeln und der Angst davor, die gerade erkämpfte Bestätigung direkt wieder zu verlieren.

So verfällt dein Leben zu einem Tanz auf der Rasierklinge. Das ist sehr anstrengend und vollkommen unnötig.

Es allen recht machen wollen

Selbstachtung Recht machen

Freundlich und respektvoll zu anderen Menschen zu sein, halte ich für essentiell für ein glückliches Leben.

Wir sind alle im Kern gleich und haben alle bedingungslose Liebe verdient.

Was deiner Selbstachtung jedoch jedes Mal einen erheblichen Schlag versetzt ist der Wunsch, es allen Recht machen zu wollen.

Wenn du jedes Wort und dein Verhalten auf die Goldwaage legst, wirst du unauthentisch. Du verheimlichst, was du wirklich denkst und fühlst.

Das ist respektloses Verhalten deinerseits, denn du belügst dein Gegenüber. Genauso ist es wunderbar, jemandem selbstlos einen Gefallen zu tun – wenn du darauf aber keinen Bock hast, es aber trotzdem machst, schadest du deiner Selbstachtung.

Denn hier ordnest du deine Bedürfnisse denen jemand anderes unter. Nicht bewusst, weil du ihm gerne helfen möchtest, sondern unbewusst, weil du Angst vor den Konsequenzen hast.

So zeigst du deinem Unterbewusstsein immer wieder: Die Bedürfnisse anderer sind wichtiger als meine eigenen.

Entwickle daher mehr Mut zum Nein sagen. Dabei wirst du die Erfahrung machen, dass die meisten Menschen mit einem knackigen und selbstbewussten Nein sehr gut umgehen können.

So wirst du deine Ängste vor den “katastrophalen Folgen” deines Handeln loslassen können.

Deine Schritt für Schritt Anleitung für mehr Selbstachtung

Selbstachtung in sein Leben zu holen klingt nicht immer einfach. Ist es auch nicht. Doch kaum etwas bringt dich mehr mit dir in Verbindung und führt zu guten Gefühlen, wie dieser Respekt dir selbst gegenüber.

Gehe Schritt für Schritt ran. Überlege dir, in welchem Lebensbereich du dich noch nicht so respektvoll behandelst, wie du das gerne tun würdest.

Überlege dir dann, wie so eine respektvolle Behandlung aussehen würde und handle dann danach. Verlasse deine Komfortzone. Es ist nur ein kleiner Sprung ins Wasser, danach geht es.

Diese kleine Überwindung wird es jedoch sein, die dein Leben verändert. Denn es sind die kleinen Dinge, die du dauerhaft immer wieder tust, die den Unterschied machen.


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