März 11, 2018

Positive Selbstkritik: 5 Dinge, die du unbedingt beachten musst

In diesem Artikel wirst du lernen, wie du aus deinen Fehlern lernst und persönlich wächst, anstatt darauf zu schließen, dass du ein fehlerhafter Mensch bist.

Du wirst in einer entspannten Art und Weise dein volles Potential entfalten, anstatt einen kräftezährenden Kampf gegen dich selbst zu führen.

Mit den Tipps aus diesem Artikel wirst du persönlich in einem rastanten Tempo wachsen und gleichzeitig ein hohes Selbstwertgefühl aufbauen.

Denn du lernst, dich immer als wertvoll anzusehen anstatt deinen Wert als Mensch an dein Verhalten, Erfolg oder Misserfolg zu knöpfen.

Diese Fähigkeit macht dich frei. Du brauchst so keine Angst mehr vor Fehlern haben. Denn du weißt jetzt, dass jeder Mensch Fehler macht und sie etwas Gutes sind woran du persönlich wächst.

Selbstkritik ist die Grundlage für persönliche Entwicklung

Selbstkritik ist für deine persönliche Entwicklung unerlässlich. Solange sie auf einer grundlegenden Selbstakzeptanz basiert, zeigt sie dir Wachstumspotentiale auf und lässt dich dein volles Potential zu entfalten.

Sobald deine Selbstkritik jedoch das Fundament der Selbstakzeptanz verliert, schadet sie dir mehr, als sie nutzt.

Dann nämlich, wenn wir stetig auf der Suche nach Fehlern sind um uns zu beweisen, dass wir reparaturbedürftig und falsch sind.

Diese Art der Selbstkritik ist höchst destruktiv und führt dazu, dass dein Selbstwertgefühl erheblichen Schaden nimmt.

Du fühlst dich wie eine deffekte Maschine und glaubst, erst nach einer Komplettreparatur glücklich und zufrieden sein zu können.

Dabei ist es genau der Glaube defekt zu sein, der dich von einem schöneren Leben abhält.

Solange du deinen Fokus auf deine Fehler richtest und dich obendrein noch für sie bestrafst, fühlst du dich minderwertig.

Diese Minderwertigkeit kann so weit gehen, dass du die Lust aufs Leben verlierst und es sich wie ein schwerer Kampf anfühlt, den es kaum zu gewinnen gilt.

Um das zu vermeiden lernst du in diesem Artikel, wie du liebe- und rücksichtsvoll Selbstkritik übst um so persönlich zu wachsen und gleichzeitig zu erkennen, dass du genau so liebenswert bist, wie du bist.

Selbstbetrug, das andere Extrem

Genauso gibt es Menschen, die sich einen in die Tasche lügen. Die Fakten sprechen eine klare Sprache, werden von ihnen aber gnadenlos ignoriert.

Sie wollen sich der objektiven Realität nicht stellen und reden sich die Dinge schön.

Außerdem neigen sie dazu, den Schuldigen immer im Außen zu suchen. Dann ist die Großwetterlage, die Kollegen oder der zu kalte Kaffee Schuld an ihren Versagen.

Mit diesem Verhalten wollen sie sich meistens selbst schützen um sich nicht mit dem schmerzhaften eigenen Versagen auseinandersetzen zu müssen.

Doch mit produktiver Selbstkritik hat das wenig zu tun. Auch dieses Verhalten schadet uns mehr, als dass es uns hilft.

Wie liebevolle Selbstkritik einfach gelingt

Liebevolle Selbstkritik

Um persönlich zu wachsen, sein Bewusstsein zu erhöhen und nebenbei sein Selbstwertgefühl zu stärken gehen wir den Mittelweg.

Wir zerreißen uns nich selbst vollkommen in unserer Selbstkritik, jedoch belügen wir uns genauso wenig.

Wir versuchen, einen möglichst objektiven Blick auf uns zu bekommen und behalten dabei immer im Hinterkopf, dass wir tief in uns immer gut genug sind, egal wieviele Fehler wir machen und unabhängig von unseren Gewohnheiten und unserer Persönlichkeit.

Dabei ist es wichtig die Fähigkeit zum Unterscheiden zwischen dir und dem was du tust.

Solange wir mit unserem Handeln identifiziert sind, fällt Selbstkritik meist destruktiv aus.

Erst wenn du erkennst, dass es unter deinem Verhalten und deinem Denken etwas gibt, das niemals schlecht sein kann, kannst du entspannt Selbstkritik üben.

Selbstkritik ist eine Frage des Fokus

Selbstverständlich schauen wir bei dem Prozess der Selbstkritik eher auf unsere als negativ wahrgenommenen Facetten.

Doch viele Menschen neigen dazu, diese negativen Facetten aus der Proportion zu haben.

Sie sind hypersensibel für ihre negativen Seiten und blenden ihre Stärken generell aus.

Der erste Tipp für eine ausgewogene Selbstkritik ist deshalb, sich auf negative Facetten zu fokussieren, sich dafür jedoch nicht fertigzumachen. Stattdessen wollen wir so schnell es geht konstruktiv werden und etwas daraus lernen.

Außerdem wollen wir die Sache so schnell es geht loslassen, anstatt ihr ewig hinterherzuhängen und in Selbstvorwürfen zu versinken.

Denn wenn wir mit dem Fokus lange auf diesen negativen Dingen bleiben ohne aus ihnen zu lernen, entsteht daraus leicht unreflektierter Selbsthass.

Das wollen wir natürlich vermeiden. Deshalb ist es am allerwichtigsten, dass du niemals von einer Facette von dir auf deine gesamte Person Rückschlüsse ziehst.

Schaue stattdessen einen Lebensbereich mit Optimierungsbedarf an, ziehe so neutral wie möglich deine Schlüsse daraus und fühle dich dabei weiterhin als vollkommen in Ordnung.

Womit du unbedingt aufhören musst

Einer meiner größten Unglücklichmacher war früher der Vergleich mit anderen. Dadurch, dass ich immer nur meine Schwächen mit des anderen Stärken verglich, schnitt ich immer schlecher ab.

Außerdem habe ich aus meinem Versagen in den Vergleich geschlossen, dass ich als Mensch weniger wert bin.

Das hat sich so verdammt mies angefühlt. Gleichzeitig habe ich mir fast die Zähne ausgebissen um mich zu verändern und gleichzuziehen.

Doch dieser Wunsch resultierte aus einem inneren Mangelgefühl. Deshalb fühlte sich Veränderung immer wie ein Kampf an.

Als ich diesen Wunsch loslassen konnte und verstand, das ich ich bin und dass ich vollkommen in Ordnung bin, wie ich bin, ist mir ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen.

Endlich war die Lebensfreude und Lockerheit wieder zurück, nach der ich mich so lange gesehnt hatte.

Das hat gut eingeschlagen.

Wenn ich mich heute mit anderen vergleiche, dann suche ich nach Inspiration. Ich freue mich über den Erfolg anderer und schaue, was ich auf meine Art und Weise daraus lernen kann.

Außerdem habe ich in meinem Leben schon viele “Gurus” und echt erfolgreiche Menschen kennengelernt. Aus diesen Erfahrungen kann  ich dir eins mit 100%-iger Sicherheit versprechen – niemand ist perfekt.

Selbstkritik und Selbstakzeptanz

Selbstkritik Selbstakzeptanz

Bei produktiver Selbstkritik lässt du deinen Wert als Mensch konsequent aus der Rechnung heraus. Du trennst zwischen dir und dem was im Außen ist.

Wenn ich beispielsweise prokrastiniere obwohl ich eigentlich produktiv sein wollte, dann bin ich kritisch mit mir.

Ich begebe mich auf Ursachenforschung und schaue ganz genau, welche Emotionen und Gedanken dafür verantwortlich sind. Mit ihnen arbeite ich ausgiebig und löse sie auf.

Ich erstelle einen Plan, wie ich in Zukunft handeln möchte.

Niemals jedoch hasse ich mich für mein Verhalten. Ich schließe nie von meiner Prokrastination auf meinen Wert als Mensch.

Täte ich das, käme zur Prokrastination nämlich noch Selbsthass – eine explosive Mischung die schnell in Resignation und Depression münden kann.

Aus diesem Grund ist der wichtigste Bestandteil produktiver Selbstkritik Akzeptanz. Nur wenn ich mich aus tiefstem Herzen akzeptiere, ob ich nun produktiv war oder rumgeeiert habe, kann ich persönlich wachsen ohne mir dabei psychisch zu schaden.

1. Stell dir produktive Fragen

Deshalb ist es wichtig Selbstkritik sehr bewusst zu üben.

Denn 99% aller Menschen üben jeden Tag einen Haufen Selbstkritik – nur leider unbewusst.

Dann prasseln Abwertung und Selbstverurteilung unkontrolliert auf sie ein und sie bemerken es nicht.

Was wir aber bemerken ist, dass wir uns minderwertig und hilflos fühlen.

Sei deshalb bewusst, wenn du Selbstkritik übst. Schärfe deine Aufmerksamkeit dafür, wenn du in unkontrollierte Selbstkritik abdriftest und stoppe diesen Prozess, bevor er dich komplett mitreißt.

Das kann am Anfang ein wenig Übung erfordern, jedoch wirst du schnell besser darin werden. “Ah, ich hacke schonwieder mental auf mir herum, ich höre damit jetzt auf und stelle mir stattdessen produktive Fragen.”

Denn wenn wir uns unbewusst selbst kritisieren, stellen wir uns generelle Fragen, in denen meißt Vorannahmen enthalten sind.

  • “Warum muss ich immer versagen?”
  • “Wieso kann ich nie etwas richtig machen?”
  • “Warum bin ich immer so faul?”

Die Antworten auf diese Fragen fallen meistens wenig liebevoll und konstruktiv aus. Stattdessen wirst du weitere Gründe dafür finden, dass diese Vorannahmen wirklich stimmen.

P.S. Wenn du im Detail erfahren willst, wie du bewusster wirst, dann ließ diese beiden Artikel.

2. Spezifisch anstatt generell

Frage dich daher lieber konstruktive Fragen, die auf einen isolierten Sachverhalt abzielen und nicht auf dich als Person.

Anstatt dich die erste Frage zu fragen, denke lieber darüber nach, wie du in dieser einen Situation hättest effektiver handeln können. Sei dabei spezifisch. So kannst du aus deinen Fehlern lernen.

Wenn du dann erkennst, dass du in der nächsten Situation mit ein paar ganz simplen Verhaltensänderungen ein komplett neues, besseres Ergebnis erzielen kannst, dann schöpfst du daraus eine Menge Selbstvertrauen und Motivation.

Du erkennst, dass du etwas bewirken kannst und merkst, dass du nicht grundsätzlich ein Versager bist. In dieser Situation war lediglich den Verhalten suboptimal, was dich weder zu einem schlechten Menschen macht noch dein ganzes Leben so weitergehen muss.

So kannst du mehr Verantwortung übernehmen und befreist dich ganz natürlich aus der Opferrolle.

3. Lösungen anstatt Trübsal

Selbstkritik Lösungen

Schaue nach Lösungen und trenne deinen Wert als Person von deinem Handeln. Selbst wenn du ich momentan dafür hasst, dass du so schüchtern bist könntest du dich stattdessen fragen: “Wie werde ich selbstbewusster?”

Diese Frage impliziert schon, dass Veränderung in deiner Macht liegt. Sie zeigt dir, dass es Mittel und Wege gibt an seinem Selbstbewusstsein zu arbeiten.

Wenn du jetzt noch erkennen kannst, dass du eben in diesem Moment ein wenig schüchtern bist und das auch vollkommen in Ordnung ist, dann kannst du von nun an persönlich wachsen, ohne dich als grundsätzlich schlecht anzusehen.

Ich benutze dabei immer die Metapher eines Wissenschaftlers. Wissenschaftler versuchen, die Welt möglichst objektiv zu sehen. So möchte ich mich auch sehen. Ich möchte mein Verhalten neugierig betrachten, es jedoch nicht bewerten.

“Interessant, in Situationen mit vielen Menschen kommt also dieses enge Gefühl in der Brust bei mir hoch das mich lähmt. Ich frage mich, ob ich einen Weg finden kann, dieses Gefühl loszulassen und in Selbstvertrauen und innere Ruhe zu verwandeln.”

vs.

“Wieso kann ich nicht einfach locker sein mit anderen Menschen. Diese Schüchternheit nervt mich so sehr. Wieso muss gerade ich immer so schüchtern sein? Ich glaube, das wird sich niemals ändern. Andere Menschen sind sozial so viel besser als ich.”

Welche der beiden Formen der Selbstkritik meinst du führst dich eher zum Ziel? 🙂

4. Sei rücksichtsvoll mit dir

Sei daher rücksichtsvoll mit dir. Nimm deine Entwicklung mit Humor. Lerne, über die Dinge zu lachen die dir gestern Bauchschmerzen bereitet haben.

Lache über sie nicht in einer abwertenden, sondern liebevollen Art.

Das nimmt eine Menge Druck aus deiner Entwicklung.

Du begibst dich in einen lockeren, entspannten Zustand.  

Von hier aus kannst du auch mal alle fünfte gerade sein lassen. Ich war früher auch viel verbissener als heute. Auch wenn ich mich aus diesem Zustand heraus viel mehr angestrengt habe kam ich nicht schneller voran.

Ganz im Gegenteil. Nimm die Sache locker und mit Humor und du wirst dich schneller entwickeln.

5. Loslassen anstatt festbeißen

Selbstkritik Loslassen

Hast du deine Lektion gelernt und erkannt, wie du in Zukunft gerne handeln willst, dann lasse die Situation los.

Viele Menschen neigen dazu, Fehlern ewig hinterherzuhängen. Sie verlieren sich gerne in “Was wäre wenn’s…” und “Hätte ich doch mal’s…”

Das macht keinen Sinn denn dadurch machen wir uns nur unnötig fertig. Du kannst die Situation sowieso nicht mehr rückgängig machen. Also lerne daraus, was es für dich zu lernen gibt und ziehe weiter.

Je länger du deinen Verstand in Selbstverurteilung um Vergangenes wickelst, desto stärker leidet dein Selbstrespekt und Selbstwertgefühl.

Erkenne stattdessen, dass Fehler machen das menschlichste ist, was es gibt. Würden wir keine Fehler machen und daraus lernen und wachsen, lebten wir wahrscheinlich immer noch auf Bäumen.

Die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen und daraus zu lernen ist dem Menschen einzigartig. Nutze sie weise.

Was du jetzt tun kannst

Weitere Tipps für einen liebevollen Umgang mit dir erfährst du in meinem kostenlosen E-Mail Kurs für mehr Selbstwertgefühl.

Trage dich jetzt ein!


Author:

Leave a comment