sich selbst finden

Sich selbst finden: Die Voraussetzung für bedingungslosen Selbstausdruck

Geht es um bedingungslosen Selbstausdruck, dann schweifen meine Gedanken sofort ins Jahr 2007 zurück. Damals war ich ungefähr 22 Jahre alt.

Mit purer Freude im Herzen hatte ich gerade den letzten Arbeitstag bei meiner Ausbildung in trockene Tücher gebracht und war unendlich glücklich, den ganzen Kram endlich hinter mir zu haben.

Endlich die Welt zu erkunden und keine Verpflichtungen mehr haben.

Ich fühlte mich so erleichtert, so frei.

Nichts lag mir damals ferner, als mich selbst finden zu wollen.

Also buchte ich mit einem sehr guten Freund einen Trip an die portugiesische Atlantikküste – Surfcamp!

Spaß, Abenteuer, Aufregung. Yeah.

Der Trip war umwerfend, ich machte unglaublich viele neue Erfahrungen und lerne eine Menge sehr interessanter Menschen kennen.

Wenn ich mich heute an diesen Urlaub zurückerinnere, dann hat sich ein ganz spezieller Abend dort wirklich in meinem Gedächtnis festgebrannt.

Wir hatten einen großes Barbecue organisiert, das ganze Camp hat mitgeholfen zu kochen und wir aßen alle zusammen.

Die Stimmung war ausgelassen, alle hatten eine gute Zeit und Spaß.

Nur ich fühlte mich irgendwie unwohl. (Zumindest war ich damals fest davon überzeugt, dass ich der Einzige wäre.)

Ich wollte teilhaben, ich wollte auch Spaß haben, aber ich wusste ganz und gar nicht, wie ich mich verhalten sollte. Wie ich mich ausdrücken sollte und mich zeigen sollte.

Ich fragte mich, wie sich wohl so ein echter Surfer verhält. Was er sagt, wie er sich bewegt und was er tut.

Doch was ich auch versuchte, es fühlte sich falsch und ungelenk an.

Der Grund dafür: Ich wusste nicht, wer ICH war.

Ich war hin- und hergerissen zwischen meiner eher zurückhaltenden Seite, die ich damals nicht annehmen konnte und dem Idealbild eines coolen Surfers.

So sehr ich mich auch anstrengte, ich konnte keine zufriedenstellende Lösung für mich finden.

Nur eins wusste ich, es fühlte sich nicht echt und auch nicht besonders gut an.

Zu mir stehen

Heute, Jahre später, habe ich gelernt, zu mir zu stehen und mich so auszudrücken, wie ich bin.

Dafür war aber eine Sache ganz wichtig: Ich musste mich erst einmal selbst kennenlernen, mich selbst finden.

Das ist die unabdingbare Voraussetzung, um sich zeigen und ausdrücken zu können.

Wie soll ich mich ausdrücken, wenn ich gar nicht weiß:

  • Wer ich bin.
  • Was mich ausmacht.
  • Was ich fühle.
  • Was ich vom Leben will.
  • Für welche Werte ich stehe.

Bedingungsloser Selbstausdruck

Ich definiere bedingungslosen Selbstausdruck so: “Einen extrem guten Draht zu sich selbst zu haben und über die Fähigkeit zu verfügen, sich Hier und Jetzt zu zeigen.”

Ich bin nicht nur in meinem Kopf, sondern spüre das Leben in meinem ganzen Körper.

Garniert wird das Ganze, indem ich den Mut aufbringe, das auch nach außen zu zeigen – und ja, auch manchmal damit anzuecken oder aufzufallen.

Wenn ich aber einmal weiß, wer ich bin, dann ist all das nicht mehr allzu schwierig. Es geht sogar fast komplett automatisch.

Sich selbst besser kennenlernen, sich selbst finden

Für mich geht es darum, in sich zu spüren und Bewusstsein und Achtsamkeit für sich zu entwickeln.

Unser Körper sendet und ständig Impulse, die wir wahrnehmen können und die uns relativ gut leiten.

Aber wenn wir die Augen davor verschließen, dann treiben wir so einen Keil zwischen uns und unsere Bedürfnisse.

Der erste Schritt ist also, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und sich besser kennenzulernen.

Stell dir einmal vor, du begegnet bei einem Kochkurs einer neuen Person.

Du hast diese Person noch nie vorher gesehen, aber du bist aufgeschlossen und möchtest sie besser kennenlernen. Du fängst ein Gepräch mit ihr an, nimmst dir Zeit.

Beim nächsten Kurs unterhaltet ihr euch wieder und so kannst du dir ein immer besseres Bild von dieser Person machen und ihr werdet euch immer vertrauter – eine Freundschaft entsteht.

Nimm dir genauso Zeit für dich selbst. Erkunde dich, sprich mit dir, höre dir vor allem aber zu.

Das ist die Essenz der Selbsterkenntnis. Zu sehen, was da ist, ohne es zu bewerten.

Zu lernen, sich selbst zu lieben und anzunehmen, seine Bedürfnisse und Wünsche wirklich zu erkennen und wertzuschätzen – erst dann kann der Punkt kommen, an dem wir diese auch in dieser Welt ausdrücken.

Hier geht die Kette dann weiter. Wenn ich mein Bedürfnis ausgedrückt habe spüre ich weiter hin.

  • Wie hat sich das angefühlt?
  • Was hat das mit mir gemacht?
  • Wie geht es mir danach?
  • Was will ich jetzt machen?

Und dann geht es weiter. Das ist das verrückteste und gleichzeitig spannenste Forschungsprojekt, dass du starten kannst.

Aber es lohnt sich.

Kein logisches Konstrukt

Ich glaube, was wir wirklich sind und was wir wirklich wollen ist schwer mit dem Verstand zu fassen. Es ist zu allererst ein Gefühl, dem wir uns mit Worten vielleicht etwas nähern können.

Jedoch bleibt es ein Gefühl und deshalb bleibt uns auch keine andere Wahl, als zu horchen und zu spüren, was da in uns ist.

Wie sich das anfühlt.

Einfach hinschauen und beobachten. Das akzeptieren, was da ist, die Impulse wahrnehmen.

Irgendwann kommst du immer mehr bei dir selbst an.

Minimalismus

Das Ganze ist ein Prozess. Meiner Meinung nach einer, bei dem wir nicht hunderte von Dingen zu unserer Persönlichkeit hinzuaddieren, sondern ein Prozess des Streichens.

Je mehr von dem wir erkennen, was wir nicht sind, desto mehr kommen wir dem näher, was wir sind.

Klingt doch eigentlich ganz einfach.

Irgendwann erkennen wir dann, dass wir eben nicht unser Job sind, unser Aussehen, unser Geld oder auch, ganz beliebt, unser Partner.

Wir erkennen, dass das alles nur Zusätze sind, die uns anhaften und die uns ein Gefühl von dem geben, der wir sind. Aber es bleibt immer oberflächlich, dieses Gefühl.

Sobald wir uns aber lösen können, von den ganzen Identifikationen, erkennen wir immer mehr, was dahinter steckt.

Wer wir sind. Alle Facetten davon.

Manche waren uns vielleicht bisher vollkommen unbekannt. Manche wollen wir womöglich auch gar nicht so genau sehen, geschweige denn ausleben. Aber das wäre Verrat an uns selbst, denn momentan ist es ja da.

Je besser wir uns kennenlernen, desto mehr können wir uns auch selbst vertrauen. Denn wir wissen, wer wir sind, was wir können und wie wir reagieren.

Wie schaut es heute bei mir aus?

Seitdem ich auf der Reise bin und mich selbst immer besser kennenlerne kann ich viel intensivere Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen, denn sie sehen sofort, dass ich echt bin.

Es fühlt sich mittlerweile echt gut an, meine Schwächen zu zeigen und zu ihnen zu stehen.

Es geht mir jetzt um Kontakt mit echten Kontakt mit Menschen, anstatt darum, ein möglichst perfektes Bild von mir vermitteln zu wollen.

Ich kann dann ganz ich selbst sein.

Das nimmt mir innerlich unglaublich viel Druck und gibt meinem Leben eine Menge Freude und Leichtigkeit.

Also: Zuerst steht die Selbsterkenntnis, dann der Mut, seine Erkenntnisse auch zu leben und zu ihnen zu stehen.

Ich fahre jetzt mit meiner Familie nach Hause und feiere Weihnachten, ich wünsche euch allen ein Frohes Fest und einen guten Rutsch.

Alles Liebe,

Tim

Weitere Artikel zum Thema “Bedingungsloser Selbstausdruck” findest du hier:

Positives Denken

Wenn du auf dieser Seite gelandet bist, dann willst du positives Denken lernen.

Du möchtest optimistischer sein.

Du willst dir mehr zutrauen und das Glas halb voll sehen.

Super.

Denn genau das werde ich dir in diesem Artikel beibringen.

Positives Denken kann jeder Mensch lernen

Das Beste ist: Es ist nicht einigen Glücklichen in den Schoß gefallen.

Jeder kann es lernen.

Egal wie alt du bist. Egal ob du dich gerade niedergeschlagen fühlst.

Es ist möglich und die Auswirkungen auf dein Leben sind phänomenal.

Wenn du die Tipps in diesem Artikel beherzigst, werden sich schon bald spürbare Veränderungen in deinem Leben einstellen.

Die Grundlage, um positiv denken zu können

Bevor du mit dem Artikel loslegst bitte ich dich, noch kurz diese Audiodatei zu hören.

In ihr teile ich dir die wichtigste Grundlage mit, damit die Inhalte aus diesem Artikel auch wirklich funktionieren.

Was dir positives Denken bringt

Immer mehr Studien beweisen: Positiv zu denken wirkt sich vorteilhaft auf alle Lebensbereiche aus.

Die Auswirkungen von positivem Denken sind unter anderem:

  • positiv Denken erlernen bringt Vitalität und Energie.
  • Es kann die Gesundheit verbessern.
  • Es macht erfolgreicher.
  • Es gestaltet Beziehungen harmonischer.
  • Es hilft bei der Partnersuche.
  • Es macht selbstbewusster.
  • Es stärkt dein Selbstwertgefühl.

Was ist postives Denken?

Alles, was dir im Leben passiert, kannst du von genau zwei Seiten betrachten.

Du hast immer die Wahl:

  • Entweder, du fokussierst dich darauf, was schlecht ist…
  • …oder darauf, was gut ist.

Ziemlich simpel, oder?

Zugegeben: Du kannst nie alles kontrollieren, was in deinem Leben passiert.

Aber du kannst sehrwohl kontrollieren, wie du darüber denkst.

Somit auch, wie du dich damit fühlst und am Ende darauf reagierst.

Einige Beispiele gefällig?

Wenn dein Auto kaputt geht, hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Du kannst dich darüber ärgern, dass du Zeit und Geld investieren musst, um es wieder flott zu machen.
  2. Du kannst dich darüber freuen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren und dabei richtig fit zu werden.

Wenn dich ein attraktiver Mensch zurückweist:

  1. … kannst du dich darauf fokussieren, dass du unattraktiv bist und niemals einen Partner finden wirst.
  2. Oder du kannst dich freuen, weil du jetzt weißt, dass du mit dieser Person nicht zusammenpasst.

Positives Denken TVWenn dein Fernseher abraucht:

  1. Du kannst dich über dein unglaubliches Pech aufregen, weil die Garantie seit einem Tag abgelaufen ist.
  2. Du kannst dich darüber freuen, endlich wieder sozialer zu werden und Freunde zu treffen (oder neue kennenzulernen), anstatt jeden Abend vor der Kiste zu verschimmeln.

Die wichtigste Grundlage für positives Denken

Hier kommt der wichtigste Part dieses Artikels, also Ohren gespitzt, Notizbuch rausgeholt:

Bei all den Punkten da oben gibt es etwas ganz wichtiges zu beachten:

Du musst zuerst akzeptieren, dass dein Auto kaputt ist.

Auch musst du einsehen, dass du einen Korb bekommen hast und der Fernseher in diesem Leben wohl nicht mehr anspringen wird.

Akzeptanz dessen, was gerade ist, führt zu innerer Freiheit.

Das, was gerade im Außen passiert tangiert dich emotional nicht mehr so stark und du kannst deine Energie darauf verwenden, eine Lösung zu finden oder das “Problem” komplett loszulassen.

Ein simpler Tipp wie du alles in bekommen kannst, was du dir wünschst

Positives Denken lernenWir bekommen fast immer, worauf wir uns konzentrieren.

Super, jetzt müssen wir nur noch wissen, was wir wollen, und schon wird es in unser Leben kommen.

Nicht durch Zauberhand.

Wenn wir unsere Gedanken fokussieren, dann bündeln wir unsere Energie.

Dadurch fangen wir automatisch an zu handeln.

Wenn du dich hauptsächlich auf das konzentrierst, was du möchtest, wirst du das früher oder später auch bekommen.

Deshalb geht es auch so vielen Menschen mies. Sie nicht wissen, was sie wollen.

Sie wissen meist nur, was sie nicht mehr wollen – was dann auch stur in ihrem Leben bleibt. Sie handeln eben nicht anders und deshalb bekommen sie auch immer genau die gleichen Ergebnisse.

Die meisten Menschen wollen:

  • nicht mehr schlecht behandelt werden.
  • nicht mehr schüchtern sein.
  • dass der Partner aufhört, die Zahnpastatube so nervig auszudrücken.

Hast du dir schonmal Gedanken darüber gemacht, was du wirklich willst?

Also, ich meine so richtig im Detail?

Nein?

Dann wird es höchste Zeit. Male es dir täglich aus. In den buntesten Bildern und ganz groß.

Denn die Gedanken, die jeden Tag am häufigsten durch unsere Gehirnwindungen sausen bestimmten letztendlich:

  • Wie wir uns fühlen.
  • Was wir bekommen.
  • In welche Richtung wir gehen.

Das ist positives Denken im Kurzform – zu wissen, was man vom Leben will.

Als ich das in mein Leben integriert habe, hat sich so viel verändert, es ist wirklich immer noch unfassbar.

9 einache Tipps, um noch heute positiver zu denken

Jetzt verrate ich dir 9 einfache Tricks, mit denen du sofort positiver denken kannst. Sie brauchen kaum zusätliche Zeit und sind gut in deinen Alltag zu integrieren.

Positives Denken Schokoladenseite

#1: Konzentriere dich auf deine Schokoladenseite

Positives Denken lernenJeder Mensch hat etwas, das ganz besonders ist.

Auch du hast ganz bestimmte Talente, die einzigartig sind. Doch viele von uns erkennen das nicht genügend an.

“Ja, das ist doch nichts besonderes.”

Und ob das was besonderes ist.

Wir setzen alles Gute an uns als absolut Standard voraus.

Stattdessen fokussieren wir uns auf das, was noch nicht so optimal läuft.

“Ja soag omoal” – macht das irgendwie auch nur im Entferntesten Sinn?

Nein, macht es nicht!

Auch wenn du sie als “nicht der Rede wert” und gottgegeben ansiehst – diese Dinge sind absolut fantastisch und verdienen einen Riesenapplaus.

Jeden Tag.

“Aber das ist ja total egoistisch und selbstverliebt!”

Du musst nicht jedem dahergelaufenen Typen erzählen, das du der tollste Hecht im Teich bist.

Für dich selbst jedoch solltest du deinen Fokus ab sofort auf die guten Seiten an dir lenken.

“Da finde ich doch nichts, an mir gibt es nichts Gutes!”

Doch, gibt es.

Der einzige Grund, wieso du das momentan vielleicht nicht ganz so klar siehst ist, weil du es dir über die Jahre systemtisch aberzogen hast, dich selbst zu loben.

“Das macht man ja nicht.”

Macht man doch!

Betrachte dich ab sofort in einem neuen Licht.

Entdecke dich neu.

Es gibt auch bei dir absolut wunderbare und einzigartige Dinge.

Deine einzige Aufgabe besteht darin, sie wieder entsprechend zu würdigen.

Positives Denken AnleitungPraktische Anleitung

  1. Nimm dir einen Stift und ein Blatt Papier.
  2. Nimm die 15-20 Minuten Zeit.
  3. Schreibe alles auf, was super an dir ist.
  4. Falls dir wenig einfällt: Bleib dran. Dein Unterbewusstsein wird dir etwas liefern. Versprochen.
  5. Als Anregung kannst du dich auch fragen, was andere an dir schätzen.
  6. Fokussiere dich auf Kleinigkeiten, denn sie zählen.

#2: Würdige, was du schon geschafft hast

Viele Menschen fokussieren sich darauf, was sie erst noch erreichen müssen, um sich gut zu fühlen.

Doch das kann ganz schnell zu Schuldgefühlen führen.

Schließlich sind wir noch nicht dort angekommen.

Aber den Blick immer nur nach vorne zu richten versperrt die Sicht auf das, was schon alles positiv ist.

Wir regen uns auf, heute 3 von 27 Punkten auf unserer ToDo Liste nicht erledigt zu haben.

Konzentriere dich lieber darauf, dass du 27 Punkte souverän abhaken konntest.

So steigerst du dein Selbstwertgefühl und deine Zufriedenheit.

Außerdem schafft das bessere Voraussetzungen dafür, morgen alle 30 Punkte abhaken zu können.

#3: Echte Wertschätzung praktizieren

Objektiv gesehen geht es uns in Deutschland unglaublich gut.

Das Land ist sicher und wir haben alle genug zu essen. Doch wir Menschen neigen ganz natürlich dazu, diese Dinge schnell als gegeben anzunehmen.

Das ist auf der einen Seite wichtig um sich weiterzuentwickeln.

Auf der anderen Seite führt es zu Umzufriedenheit.

Lege daher deinen Fokus ganz bewusst auf Dinge, die du schon hast.

Positives Denken AnleitungPraktische Anleitung

  1. Schau dich jetzt in deiner Umgebung um und suche etwas, das du als positiv empfindest.
  2. Fokussiere dich eine Weile darauf, wie wunderbar, schön, edel oder praktisch es ist.
  3. Freue dich darüber, dass es da ist.
  4. Wenn du diese simple Übung regelmäßig ausführst werden dir immer mehr Dinge auffallen, die wunderbar sind.
  5. Und das, mein Freund, fühlt sich verdammt gut an und zaubert ein Grinsen in dein Gesicht.
  6. Darum geht’s doch beim positiven Denken, oder?

Alternative

Notiere dir jeden Abend 1-2 Dinge in ein Notizbuch, für die du dankbar bist.

Klingt banal?

Ist es aber nicht.

Du richtest durch dieses simple Ritual deinen Fokus jeden Tag auf positive Dinge in deinem Leben.

Nach einiger Zeit installierst du so einen Automatismus, der dich ganz automatisch viel positiver denken lässt.

Positives Denken Aspekte

#4: Das Spiel der positiven Aspekte

Suche dir eine Person aus deinem Umfeld aus, die du gerne magst.

Frage dich, wieso du diese Person so gerne magst. Beantworte die Frage, was du so an ihr schätzt.

Du kannst dieses Spiel in deinem Kopf spielen.

Die Wirkung wird jedoch verstärkt, wenn du die positiven Aspekte auch noch aufschreibst.

Führst du diese Übung regelmäßig durch, so wirst du immer mehr positive Aspekte an anderen Menschen feststellen.

Es gibt kaum etwas, was deine zwischenmenschlichen Beziehungen so stärken wird.

Positives Denken Erinnerung

#5: Mit positiven Erinnerungen zu mehr Lebensfreude

Erinnere dich mindestens ein Mal am Tag an etwas, bei dem du dich gut gefühlt hast.

  1. Ein Lächeln.
  2. Eine lustige Situation.
  3. Ein persönlicher Erfolg.

Ich weiß, ich weiß.

Viele Menschen glauben, sie hätten nichts schönes in ihrem Leben, an das sie sich erinnern können.

Das liegt meiner Erfahrung nach jedoch daran, dass sie nicht aktiv danach suchen.

Nimm dir jetzt 1-2 Minuten Zeit und suche nach etwas, was sich gut für dich angefühlt hat.

So richtest du deinen Fokus gezielt aus – nichts weiter ist positives Denken.

Wie du weiterhin mehr Lebensfreude entwickeln kannst, erfährst du hier.

Positives Denken Erfolg

#6: Visualisiere dich in Momenten des Erfolges

Positives Denken lernenPositiv denkende Menschen haben ein klares Bild ihres persönlichen Erfolges im Kopf.

Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, ein positives Ergebnis zu erzielen.

Tony Robbins hat dazu ein wunderbares Beispiel gebracht.

Ein Rennfahrer fährt immer dahin, wohin er schaut.

Wenn er von der Strecke abkommt, dann ist es nicht sehr schlau, den Fokus auf die rasant näherkommende Mauer zu richten.

So wird er mit der Mauer kollidieren.

Stattdessen sollte er seinen Blick darauf richten, wo er hinmöchte – am besten wieder zurück auf die Strecke.

Gewöhne dir an dir vorzustellen, wo du hinmöchtest.

Stell dir das mit allen Sinnen vor.

  • Wie fühlt es sich an?
  • Was hörst du?
  • Was spürst du?
  • Was schmeckst du?
  • Was siehst du?
Positiv Denken sich gönnen

#7: Positiv denkende Menschen gönnen sich Glück und Erfolg

Positiv Denkende Menschen unterstützen sich selbst.

Sie stehen für sich ein.

Sie sind für sich.

Sie gönnen sich Erfolg, sie gönnen sich Glück.

Einfach so.

In ihrer Welt gibt es keine Gründe, wieso sie irgendetwas nicht verdient hätten.

In den Zeiten von Niederlagen bauen sie sich selbst auf und behandeln sich gut.

Positives Denken AnleitungPraktische Anleitung

  1. Ersetze dazu negative durch positive Formulierungen.
  2. Entscheide dich, liebe- und rücksichtsvoll mit dir umzugehen.

Eine detailierte Anleitung dazu findest du in meinem Artikel über Selbstmitgefühl.

Positives Denken Erfolge feiern

#8: Positive Menschen freuen sich über kleine Erfolge

Heute bin ich durch die Straße gelaufen und ein freundlich aussehender Mensch hat mich angelächelt.

Super, aber wieso haben mich eigentlich nicht mehr Menschen freundlich angeschaut?

So denken positive Menschen nicht.

Ihnen stechen vor allen die Kleinigkeiten ins Auge und sie sind in der Lage, diese vollkommen auszukosten.

Positive Menschen erlauben sich so jeden Tag superviele Glücksmomente zu erfahren.

Wenn wir uns nur bei einen 6er im Lotto freuen können, dann verpassen wir eine Menge guter Gefühle.

Positives Denken AnleitungPraktische Anleitung

  1. Schreibe jeden Abend mindestens 3 (kleine und große) Dinge auf, die dir heute gut gelungen sind.
  2. Spüre, fühle, schmecke und sehe diese Dinge so deutlich, wie du kannst.
  3. Mach die Bilder groß, laut und farbig.
  4. Halte nach jedem Punkt kurz inne und erfahre, wie sich diese Erfolge für dich anfühlen.
Positives Denken TV

#9: Mach den Fernseher aus

Positives Denken lernenIch habe noch nie einen Fernseher besessen. Auch lese ich so gut wie keine Nachrichten.

Kaum zu glauben: Ich lebe noch und mir geht es verdammt gut.

In vielen Medien werden wir dauerhaft mit negativen Inhalten bombardiert. Das kann mitunter eine Gehirnwäsche gleichen.

Wegen des vielen negativen Inputs könnte man fast meinen, dass diese Welt ein ganz böser und gefährlicher Ort sei.

Seitdem ich sowas nicht mehr konsumiere, habe ich deutlich weniger Ängste und viel mehr Optimismus in meinem Leben.

Wieso positiv Denken kein Selbstbetrug ist

Kritiker positiven Denkens sagen, dass man sich damit doch nur selbst verarscht.

Wir sollen doch lieber mal “realistisch” bleiben, anstatt uns in Tagträumen zu verlieren und unser Leben zu verschwenden.

Zum Teil haben sie absolut Recht damit.

Wenn wir durch positives Denken versuchen, etwas zu verdrängen, dann schießen wir uns damit selbst ins Knie.

Wenn wir die Realität verleugnen, erschaffen wir uns mehr Probleme, als nötig.

Wenn wir die Situation akzeptieren, öffnen wir uns für Veränderung.

Sonst versinken wir ewig und drei Tage in Selbstmitleid und es ändert sich wenig.

Stattdessen richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Dinge, die in unserem Einflussbereich liegen.

Wir schauen, was wir tun können, und tun es dann auch.

Zusammenfassung zum positiven Denken

Positives Denken lernenPositives Denken kann dein Leben sehr stark zum positiven beeinflussen, wenn du es regelmäßig übst.

Es macht jedoch vieles nur noch schlimmer, wenn wir damit die Realität verweigern wollen.

Übe dich zum Anfang in Akzeptanz.

Beherzigst du regelmäßig einige der Tipps aus diesem Artikel, dann wird dir das positive Denken schon bald viel leichter fallen.

Positives Denken ist wie ein Muskel, den du trainieren kannst. Am Anfang kann das ein wenig anstrengend sein.

Aber genau wie sich körperliche Fitness ungemein positiv auf dein Leben auswirken wird, so wird es auch deine geistige Fitness.

Positiv denken zu lernen ist ein wichtiger Schritt dorthin.

Verletzlichkeit

Als mich mein Bloggerkollege Nils Terborg vor kurzem anschrieb und mir von der Blogparade zum Thema “Meine wichtigste Beziehungserfahrung” berichtete, war ich sofort Feuer und Flamme.

Ich hatte schon lange vor, auch mal etwas über das Thema Beziehungen zu schreiben – jetzt ist es endlich soweit.

Wir schreiben das Jahr 2002. Ich erinnere mich noch genau daran, wie mir meine damalige Freundin ins Gesicht schmetterte, dass sie im Urlaub mit irgend so einem Barkeeper geflirtet hat und dieses Statement noch mit einem “…und es hat mir sehr gut gefallen” krönte.

Schlagartig wusste ich nicht mehr, wo vorne und hinten war. In meinem Kopf drehte sich alles und ich musste mich kurz sammeln.

Ich würde das Gefühl von damals noch nicht einmal als Eifersucht bezeichnen. Es war einfach nur ein riesiges, undefinierbares Chaos. Ich war schlicht überfordert mit der Situation und unglaublich unsicher.

Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf:

  • Würde sie mich jetzt verlassen?
  • Liebt sie mich nicht mehr?
  • Ist da mehr gelaufen?
  • Fehlt ihr irgendwas?

Zwischen dieser Tirade an diffusem Allerlei wusste ich Eines ganz genau: meine Freundin darf unter keinen Umständen mitbekommen, was da gerade bei mir abläuft.

Ein “Ja, ist schon okay.” war deshalb auch das Einzige, was ich zu stammeln im Stande war.

Meine Freundin guckte mich unglaublich entgeistert an und verstand die Welt nicht mehr.

Kein Wunder, ich verstand die Welt ja erst recht nicht.

Wieso hatte ich gerade das genaue Gegenteil von dem gesagt, was ich eigentlich spürte – wieso war ich nicht ehrlich über mein Gefühlschaos?

Woran ich mich heute immer noch sehr deutlich erinnere ist, wie sich in diesem Moment das Gefühl einer unsichtbaren Wand zwischen mir und meiner Freundin einstellte – nur konnte ich das damals so noch nicht in Worte fassen.

Unsere Verbindung wurde geschwächt.

Der emotionale Schutzwall

Heute weiß ich: Ich hatte damals einen emotionalen Schutzwall um mich errichtet.

Dieser Schutzwall hielt zuverlässig alles ab, was meinem Inneren zu nahe kam.

Deshalb habe ich krampfhaft versucht, mir meine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen.

Das emotionale Risiko war damals zu groß für mich. Ich hatte Angst, als schwach dazustehen oder vielleicht sogar von ihr verlassen zu werden, wenn ich ihr die Wahrheit sagen würde.

Kurz: Ich hatte Angst, wieder verletzt zu werden – so wie es mir kurz vor meiner damaligen Beziehung einige Male in Bezug auf Frauen passiert war.

Genau um dieses Thema soll es heute gehen: Verletzlichkeit in Beziehungen.

Es gibt hunderte Möglichkeiten, wie wir Menschen uns vor Verletzungen in Beziehungen schützen.

Wir errichten beispielsweise im Äußeren scheinbar undurchdringbare Barrieren, so dass niemand, manchmal noch nicht einmal wir selbst, zu unserem Inneren vordringen kann.

Eines haben all diese Möglichkeiten jedoch gemeinsam: sie ersticken jede Intimität und Nähe in einer Beziehung direkt im Keim.

Doch auch wenn wir noch so viele scheinbar undurchdringbare Barrieren aufbauen, am Ende gibt es niemals eine Lösung, die dazu führt, nie mehr im Leben verletzt zu werden.

Die einzige Chance, besser mit Verletzungen umzugehen und gleichzeitig eine größere Tiefe in der Beziehung zu entwicken, ist es, uns zu öffnen und einen anderen Umgang mit Verletzlichkeit und Zurückweisung zu entwickeln. Loslassen zu lernen.

Wie das geht, erfährst du in diesem Artikel.

Verletzlichkeit und radikale Offenheit in einer Beziehung

Eine erfüllende Beziehung, geprägt von Nähe und Vertrauen kann nur dann entstehen, wenn ich bereit bin, mich verletzlich zu machen.

  • Wenn ich ehrlich kommuniziere, wie es mir geht.
  • Wenn ich sage, wenn mich etwas stört.
  • Wenn ich zu meinen Ängsten und Unsicherheiten stehe.
  • Wenn ich meine tiefsten Bedürfnisse und Wünsche kommuniziere.

Nur dann, wenn ich komplett offen bin, kann mein Partner wirklich erkennen, wer ich bin. Ansonsten schaut er nur auf meine Schutzmauer und nicht dahinter.

Wer weiß was passiert wäre, wenn ich meiner Freundin damals genau gezeigt hätte, wie es mir geht.

Wenn ich sie hinter meinen Schutzwall hätte schauen lassen und mich so verletzlich gemacht hätte.

Wenn ich ehrlich über meine inneren Vorgänge gewesen wäre.

Wenn ich meine Unsicherheit offen kommuniziert hätte und zu meinen Gefühlen gestanden hätte.

Klar, sie hätte mich als schwach ansehen und verlassen können. Das Risiko besteht immer. Auch hätte sie mit dem verdammten Barkeeper durchbrennen können.

Aber genauso gut hätte sie auch sehen können, dass ich zu mir und meinen Gefühlen stehe. Vielleicht hätte sie gesehen, dass sie mir vertrauen kann. Weil ich immer ehrlich sage, wie es mir geht.

Vor allem aber hätte sie meinem wahren Wesen um einiges näher kommen können.

So hätte unsere Beziehung unglaublich an Tiefe gewinnen können.

Die große Angst vor Verletzlichkeit

Sich verletzlich zu zeigen bedeutet übrigens in keinem Fall, dass wir uns alles Gefallen lassen und jede sich bietende Verletzung mitnehmen.

Es bedeutet vielmehr, vollkommen ehrlich zu kommunzieren, wie wir uns fühlen.

Sich so zu öffnen bringt Verletzlichkeit mit sich, denn wir setzen uns so der “Gefahr” aus, unser echtes, wahres Inneres könnte zurückgewiesen werden – nicht nur unsere Fassade.

Alleine der Gedanke daran klingt nicht gerade wie eine Einladung zum Wellnessurlaub im Fünf-Sterne-Hotel. Wir alle haben da eine Heidenangst vor – und das ist auch ganz normal und gut so.

Sich selbst schützen zu wollen ist das natürlichste auf der Welt.

Nur schützen wir uns teilweise viel zu sehr.

Ich bin mir sicher, bei jedem von uns ist in der Vergangenheit irgend ein Kack passiert, der uns dazu bringt, dichtzumachen.

Nur ist diese Situation vorbei. Die automatische Schutzreaktion haben wir aber dummerweise mitgenommen und schaden so uns und unseren Beziehungen zu anderen Menschen.

Verletzlichkeit ist keine Schwäche

Verletzlichkeit wird von vielen Menschen mit Schwäche assoziiert. Doch bedeutet sie in Wahrheit Stärke.

Denn nur jemand, der innerlich stark ist und davon überzeugt ist, ein wertvoller Mensch zu sein, der zu sich steht und sich akzeptiert, kann sich so öffnen.

Aber keine Panik…

Wenn du dich jetzt nicht als solch einen Menschen bezeichnen würdest, dann ist der Weg durch die Verletzlichkeit für dich die Möglichkeit, ein höheres Selbstwertgefühl aufzubauen und gleichzeitig die Beziehung zu deinem Partner zu vertiefen.

Selbstakzeptanz die Grundlage von Verletzlichkeit

Möchten wir mehr in die Tiefe gehen, so ist die Voraussetzung für diese radikale Offenheit und Verletzlichkeit Selbstakzeptanz.
Deine Beziehung zu dir selbst ist die Grundlage. Nichts ist für eine gesunde und offene Beziehung zu einem anderen Menschen wertvoller, als bedingungslose Selbstliebe und Selbstakzeptanz.

Wenn wir in der Lage sind, zu all unseren Gefühlen, Charaktereigenschaften und auch Verhaltensweisen “Ja” zu sagen, dann haben wir keine Angst mehr, sie zu zeigen. Was wir an uns akzeptieren, können wir ohne Bedenken zeigen.

Anstatt uns abzukapseln und emotional dicht zu machen können wir jetzt da bleiben, offen bleiben, die Gefühle spüren und annehmen, gegenwärtig bleiben so die Verbindung aufrecht erhalten, anstatt abzuwürgen und die gläserne Mauer entstehen lassen.

Wenn wir lernen, in der Situation zu bleiben, anstatt wegzulaufen, dann öffnet sich uns das volle Leben.

Die entscheidenden 10 Minuten

Es geht dabei immer wieder um diese entscheidenden Momente. Die Momente, an denen du an der Weggabelung stehst und dich für einen Weg entscheiden musst.

    • Nehme ich den Weg der Verletzlichkeit – riskiere ich was?

Oder nehme ich den Weg des geringsten Widerstandes und zeige nur meine unangreifbare Fassade?

Versteh mich hier nicht falsch. Es ist ganz natürlich und menschlich, den zweiten Weg einzuschlagen. Keiner hat es gerne, Gefühle von Zurückweisung oder Angst zu riskieren.

Doch risikieren wir so eine Beziehung an der Oberfläche.

Du kannst hier ganz klein anfangen. Finde Situationen heraus, in denen du dich in deiner Beziehung zurücknimmst, aus Angst verletzt zu werden. Dann handle bewusst mit Verletzlichkeit.

  • Sage es, wenn dich etwas nervt.
  • Lass dein Partner an deinen Gefühlen teilhaben.

So wirst du immer besser darin werden und es wird auch deine Bereitschaft steigen, dich gegenüber deinem Partner verletzlich zu machen. Du merkst jedes Mal etwas mehr, dass es eigentlich gar nicht so schlimm ist, wie du es dir immer vorstellst.

Dadurch entsteht eine positive Spirale nach oben.

Du machst dich bewusst verletzlich und lernst so, dich immer besser zu akzeptieren. Je mehr Dinge du an dir akzeptierst, desto größer ist deine Bereitschaft, dich verletzlich zu machen.

Das hat so viel mehr Nähe, Ehrlichkeit, Vertrauen, Offenheit und Verbundenheit in meine Beziehungen gebracht.

Also: Mehr Mut zur Verletzlichkeit, bitteschön

Lasst uns den Mut haben, um unsere Wünsche offener zu kommunizieren und dadurch unsere Beziehungen mehr Tiefe zu geben.

Lasst uns zu unseren Schwächen und Unsicherheiten stehen und sie offen zeigen.

Lasst uns mutig sein und jedes Gefühl authentisch ausdrücken.

Lasst uns den Mut haben, die gläsernen Mauern zwischen uns und unserem Partnern einzureißen und wieder mehr in Verbindung zu treten.

Mir ist es inzwischen viel lieber, verletzt zu werden, anstatt eine Maske aufzusetzen.

Dann passiert es halt – fuck it. So ein Leben ist für mich aber tausend Mal erfüllender, als immer nur an der Oberfläche zu kratzen.

Wieso warten wir immer nur darauf, bis der andere den ersten Schritt macht? Lasst uns verletzlich sein und es selbst tun. Warten wir nicht länger um jemandem deutlich zu zeigen, dass wir ihn attraktiv finden. Lasst uns zuerst “ich liebe dich” sagen.

Mach dich auf den Weg, es lohnt sich.

blogger-packen-aus_Logo-300x200An der Blogger-packen-aus-Blogparade haben noch eine ganze Menge weiterer, wunderbarer und vor allem sehr lesenswerter Blogger teilgenommen!

Weitere Artikel zum Thema “Meine wichtigste Beziehungserfahrung” findest du hier:

Selbstliebe

In diesem Artikel beschäftigen wir uns eingehend damit, wie sich Selbstliebe lernen lässt!

Zu allererst: Selbstliebe lernen ist kein Hexenwerk. Sie ist nichts, was einige glückliche Menschen durch Zufall in die Wiege gelegt bekommen haben und andere wiederum niemals und unter keinen Umständen erreichen werden.

Die Wahrheit ist: Ausnahmslos jeder Mensch kann sich in der Tugend der Selbstliebe üben. Wie? Das erfährst du in diesem Artikel!

Selbstliebe lernen – Die Grundlagen

Ist dir das auch schon einmal aufgefallen? Wir geben uns ständig unverschämt viel Mühe, andere Menschen mit Respekt und Mitgefühl zu behandeln und Rücksicht zu nehmen.

Und uns selbst?

„Nee, passt schon, mir geht’s gut, wirklich.“ Da machen wir keine so großen Sprünge. Als wenn wir nicht die allerersten wären, die eine liebevolle Behandlung durch uns selbst brauchen und auch verdienen!

Außerdem wird Selbstliebe leider gerne mit Egoismus, Arroganz oder gar Selbstverliebtheit verwechselt – das übrigens ist einer der Gründe, wieso viele Menschen regelrecht Angst davor haben, sich gut zu behandeln und sich um sich zu kümmern – sie wollen nicht als egoistisch abgestempelt werden.

Doch nichts könnte weiter entfernt von der Wahrheit sein! Denn nur wer sich um sich selbst sorgt, kann sich auch um andere sorgen, nur wer sich selbst liebt, kann irgendwann auch einmal jemanden anderes lieben. Wie willst du jemanden deine Liebe geben, wenn du sie selbst gar nicht besitzt?

„Es stimmt, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind, andere zu lieben; sie sind jedoch genauso unfähig, sich selbst zu lieben.“ –Erich Fromm

Selbstliebe lernen – Packen wir es an!

Was die meisten Menschen zum Thema Selbstliebe nicht realisieren: Selbstliebe flattert nicht irgendwann einmal zur Tür hinein indem wir einmal laut rufen: „Hier bin ich!“

Auch können wir nicht eines schönen Morgens aus unserem Bett springen und uns entscheiden „Ab heute liebe ich mich selbst“ – und von dort an läuft alles wie am Schnürchen.

Und dass das so ist, ist verdammt gut so! Wieso, das erfährst du nach diesem kleinen Test!

Selbstliebe Test:

Bevor wir gleich loslegen: Einen kleinen Selbstliebe Test, der dir zuverlässig Auskunft darüber geben kann, wie stark deine Selbstliebe momentan ausgeprägt ist, findest du hier.

Beantworte einfach diese Fragen für dich selbst. Sei dabei ehrlich zu dir. Wir vorhin schon deutlich wurde: Selbstliebe ist nichts, was du nicht lernen kannst. Auch bist du kein schlechter Mensch, nur weil deine Selbstliebe noch nicht so stark ausgeprägt ist. Es ist ja nicht so, als wenn du dir das freiwillig ausgesucht hättest. Du hast sie einfach in der Vergangenheit nicht gelernt.

Wenn dir nie jemand gezeigt hat, wie das geht mit der Selbstliebe, woher sollst du es dann können?

Also verurteile dich nicht für etwas, was du einfach noch nicht gelernt hast.

Du verurteilst dich ja auch nicht dafür, dass du noch nicht gelernt hast, wie man einen Schal häkelt oder ein Raumschiff baut.

Also, los geht es mit dem Selbstliebe Test.

  • Denkst du oft, du müsstest noch etwas ganz Bestimmtes erfüllen, bevor du wirklich glücklich sein darfst?
  • Denkst du, du wärst nur liebenswert, wenn du ganz bestimmte Charaktereigenschaften aufweist?
  • Hast du Schwierigkeiten, Fehler zuzugeben oder sie dir selbst zu verzeihen?
  • Hast du manchmal das Gefühl, es würde eine unsichtbare Mauer geben, gegen die die immer und immer wieder gegenläufst?
  • Hast du dich abgerackert ohne Ende, fühlst dich aber trotzdem oft nicht wertig genug?
  • Hast du oft das Gefühl, in einer anderen Situation wäre dein Leben besser?

Wenn du mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, dann lies schnell weiter und lerne, wie du deine Selbstliebe stärken kannst.

Also Ohren gespitzt: Was Selbstliebe wirklich ist

Selbstliebe ist eine Lebenseinstellung.

Sie entsteht durch Handeln und kann deshalb gelernt werden.

Sie fordert dich jeden Tag aufs Neue.

Sie entsteht daraus, wie du täglich mit dir selbst umgehst.

Sie muss jeden Tag erneut praktiziert werden.

Und klar kannst du das lernen.

1. Sprich gut und wohlwollend mit dir (auch bei Fehlern).
2. Kümmere dich um deinen Körper, pflege ihn und treibe Sport.
3. Finde und lebe deine Träume (Mehr dazu hier: “Wer bin ich?“)
4. Akzeptiere ALLE Gefühle.
5. Lobe dich selbst regelmäßig.
6. Akzeptiere ALLE Gedanken.
7. Schaue dich jeden Tag wirklich im Spiegel an.
8. Gönne dir Glück und Erfolg von Herzen.
9. Stehe für dich ein, auch in harten Zeiten.
10. Höre auf deinen Körper und lerne ihn besser kennen.
11. Nimm Herausforderungen an – Vertraue DIR selbst mehr.
12. Zeige Dankbarkeit.
13. Sei dein bester Freund.
14. Nimm deinen Körper an.
15. Sei ehrlich zu dir.
16. Behandele dich jeden Tag mit Rücksicht und Hingabe.
17. Sei für dich der wichtigste Mensch in deinem Leben.
18. Entwickle zu guter Letzt selbst Methoden, wie du dich gut behandeln kannst.

Ich habe die wichtigsten Punkte nochmal grafisch zusammengefasst. Zum Ausdrucken oder als Desktophintergrund! (Bitte klicken für große Version)
Selbstliebe lernen

Denn genau das ist es, was Menschen mit hoher Selbstliebe tun würden. Also tue es auch.

Der Schlüssel sind deine Gewohnheiten

Selbstliebe entsteht aus deinen Gewohnheiten. Jeder Mensch hat einen riesigen Haufen von Gewohnheiten. Sie machen es uns einfacher, durch den Tag zu finden.

Stell dir vor du müsstest jeden Morgen wieder aufs Neue herausfinden, in welcher Reihenfolge du dich im Badezimmer fertig für den Tag machst. Das wäre absolut ineffizient.

Aus diesem Grund läuft das jeden Morgen komplett auf Autopilot ab.

Du hast Gewohnheiten entwickelt.

Genauso hast du bestimmte Gewohnheiten im Umgang mit dir selbst entwickelt. Wenn du diesen Artikel liest, dann sind vielleicht diese aus irgendwelchen Vorfällen in deiner Vergangenheit nicht ganz so selbstliebeförderlich, wie sie sein könnten.

Aber kein Grund zur Panik. Denn das Gute an Gewohnheiten ist, dass sie sich verändern lassen!

Auch die Gewohnheiten im Umgang mit dir selbst.

Indem du deine Gewohnheiten veränderst, zeigst du dir jeden Tag ein kleines bisschen mehr, dass du dich selbst liebst, anerkennst und für wichtig hältst.

Der praktische Weg

Es ist schon ein Paradox. Auf der einen Seite sollen wir uns bedingungslos lieben und gut behandeln, auf der anderen Seite sind wir felsenfest davon überzeugt, das alles doch gar nicht zu verdienen (mangels Selbstliebe).

Wirklich.

Aufwachen! Jeder Mensch verdient es, sich selbst zu lieben. Jeder. Auch du!

Geh den praktischen Weg. Praktiziere Selbstliebe, anstatt über sie nachzudenken!

Wenn du dich aber gut behandelst, auch wenn es sich anfangs etwas komisch anfühlen mag, so kannst du wirklich eine Verbindung zu dir aufbauen. Du kannst dich selbst kennenlernen – und viel wichtiger, du kannst dich spüren lernen.

Du zeigst dir ganz unmissverständlich, wie sehr du dich magst. Jeden Tag.
Wie das genau funktioniert?

Du hast immer die Wahl!

Würde beispielsweise jemand der sich selbst liebt all das ungesunde Junkfood Zeug in sich hineinstopfen?
Achte also auch du auf deine Ernährung und führe deinen Körper ab heute nur noch gesundes Essen zu – zack, Selbstliebesignal gesendet.

Darauf kannst du jeden Tag achten.

Oder würde eine selbstliebende Person ihren Körper verkommen lassen? Also machen wir Sport, kümmern uns um unseren Körper und senden so ein Signal an das Unterbewusstsein.

Dazu kannst du dich jederzeit bewusst entscheiden.

Wann hast du dir das letzte Mal bewusst Zeit genommen um dich beispielsweise einmal so richtig ausgiebig einzucremen und zu pflegen? Oder dich zu entspannen, einige Dehn- oder Yogaübungen zu machen? Dinge eben, mit denen du dir nachdrücklich signalisierst: „Hey, ich liebe mich selbst. Ich bin mir extrem wichtig und kümmere mich deshalb um mich!“

Führst du regelmäßig Achtsamkeitsübungen aus um die Verbindung zu dir selbst zu stärken?

Auch diese Praxis kannst du so oft wie möglich ausüben.

Mit jeder kleinen Aktion in diese Richtung tun wir uns gutes und senden unmissverständliche Signale.

Herausforderungen

Ok ein Schritt weiter. Würde jemand, der sich selbst liebt, Herausforderungen scheuen?

Würde er nicht.

Er hätte keine Angst vor ihnen. Er ist von Natur aus risikofreudiger und deshalb auch erfolgreicher. Wieso? Weil er sich nicht für irgendwelche Misserfolge oder Fehler seinerseits fertig macht. Weil er den ganzen Kram nicht darüber entscheiden lässt, wieviel Wert er ist.

Außerdem ist er felsenfest davon überzeugt, dass er Glück und Erfolg verdient hat. Deshalb geht er raus in die Welt, und strebt danach.

Deshalb können wir das Pferd von hinten aufzäumen und uns Herausforderungen stellen. Denn das ist es, was eine sich selbst liebende Person tun würde. Jetzt bist du an der Reihe.(Mehr darüber in diesem Video)

Wie willst du jemals erfahren, dass du genug bist, dass Fehler in der Tat nichts über deinen Wert aussagen, wenn du es nie am eigenen Leib erfahren hast? Also husch, raus mit dir. Nur in der Hitze des Gefechts, nur im echten Leben kannst du lernen, dich selbst nicht zu verurteilen. Da bringen dir auch 8 Jahre grübeln in deinen sicheren vier Wänden nichts.

Der Weg führt durch deinen Körper

Ich glaube, dass heute nur noch die wenigsten Menschen von Kindesbeinen an wirklich eine gesunde und liebende Beziehung zu ihrem Körper entwickeln. Und ich spreche hier bei weitem nicht nur von Äußerlichkeiten.

Was macht über 90% von dir aus?

Richtig, dein Körper.

Wie zum Teufel willst du dich selbst lieben, wenn du 90% von dir nicht kennst? Etwas, das du nicht kennst, kannst du nicht lieben.

  • Wann hast du eigentlich das letzte Mal so richtig in die hineingespürt?
  • Wann hast du dir die Zeit genommen, mal wirklich in deinen Körper zu, ihn wertzuschätzen und in Kontakt mit ihm zu treten?
  • Wann hast du all das Gebrabbel und Geplapper im Kopf das letzte Mal hinten angestellt und auf das geachtet, was dein Körper dir zu sagen hat?

Als du dich das letzte Mal so richtig selbstliebend und energetisch gefühlt hast, war das Gefühl eher im Kopf, oder eher im Körper?

Ich wette, es fand zu 90% im Körper statt. Oft ist es auch so, dass diese guten Gefühle extrem abflachen, wenn sich der Kopf wieder zu stark einschaltet und dich aus Gewohnheit vom Körper abtrennt.

Ich habe diese Verbindung zu meinen Körper sehr effektiv wiedergefunden. Durch Yoga und andere einfache Körperübungen. Es hat mein Leben um ein Vielfaches bunter, intensiver und reichhaltiger gemacht. Auch hier zeigst du dir wieder klipp und klar, dass du von deiner eigenen Liebenswürdigkeit überzeugt bist!

Selbstliebe lernen: Das Workbook

Am Ball bleiben

Missinterpretierte dieses ungewohnte Gefühl am Anfang dabei nicht. Es sagt dir in keinem Fall, dass du es in Wahrheit doch nicht wert bist.

Es ist einfach nur ein sicheres Zeichen dafür, dass du gerade etwas tust, was du sonst nicht tust.

Nichts weiter.

Es zeigt dir deutlich, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Es zeigt dir, dass du dir gerade mehr Selbstliebe gibst, als vorher.

Auch wenn es sich komisch anfühlt – es ist genau das Signal, das du spüren willst!

Bleibst du jetzt hartnäckig dran, so wird dein neues Verhalten schon bald zur Normalität – und somit auch echte Selbstliebe dir gegenüber.

Selbstliebe lernst du am besten, indem du handelst. Dir diese positiven Signale sendest. Sich gut behandeln kann jeder!

Auch du.

Da gibt es keine Ausreden.

Zusammenfassung

Wahre Selbstliebe fängt bei dir selbst an.

Zeige dir jeden Tag unmissverständlich, was du von dir hältst. Nämlich nur das Beste! Verändere deine Gewohnheiten positiv im Umgang mit dir selbst. So sendest du konstant kleine Signale an dein Unterbewusstsein, dass du dich selbst schätzt und als ein liebenswürdiger Mensch bist.

Lass dich auch von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen. Lerne, dir selbst zu verzeihen. Dadurch, dass du dranbleibst, zeigst du dir erneut, wie wichtig du dir selbst bist! Denn Selbstliebe lernen ist möglich, wenn du es willst!

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann würde ich mich sehr freuen, wenn du einen kleinen Kommentar hinterlässt oder ihn bei Facebook oder Google+ teilst!

Selbstliebende Grüße

Tim

Danke für das Foto: Julian Heiduk

Herausforderung annehmen

Das Thema Herausforderungen annehmen ist eines der wichtigsten in der gesamten Persönlichkeitsentwicklung. Denn nur dadurch, dass wir uns immer und immer wieder herausfordern, wachsen wir.

Obwohl unser größter Hebel auf dem Weg zu fast jedem erdenklichen Ziel, fällt es uns dennoch oft alles andere als leicht, uns immer wieder einen Ruck zu geben und den nicht ganz so bequemen Weg zu gehen.

Stattdessen entscheiden wir uns oft für die einfache Variante. Doch halten wir uns damit selbst zum Narren. Denn dieser scheinbar einfachere Weg ist in Wirklichkeit gar nicht einfach. Er ist auf die lange Sicht der beschwerlichere unangenehmere und schmerzvollere Weg.

Auf lange Sicht – nicht auf kurze Sicht.

Herausforderungen annehmen – ein Detail macht den Unterschied

Dieses kleine Detail kann es uns mitunter nicht ganz einfach machen, beständig zu wachsen und uns zu entwickeln.

Denn wir Menschen sind von Natur aus dazu ausgelegt, Schmerz zu vermeiden und Freude zu gewinnen. Darauf zielt so gut wie jegliche Handlung von uns.

Eine Eigenschaft, die unsere Spezies lange Zeit das Überleben gesicher hat (und das immer noch tut) kann sich bei unbewusster Handhabung schnell zum Scharfrichter unseres Wachstums entwickeln.

Denn meist sind es die Dinge, die uns wirklich wachsen und als Persönlichkeit reifen lassen auch die Dinge, die sich in dem Moment besonders unangenehm und sogar kontraproduktiv anfühlen.

Ich weiß dass, wenn ich kommunikativer werden möchte und mehr nette Menschen in mein Leben ziehen will, ich die Initiative ergreifen und auf fremde Menschen zugehen muss.

Doch stehe ich auf der Party oder auch in der Ubahn oder der Uni kurz davor, ein Gespräch anzufagen, dann wirkt die Option, es einfach nicht zu tun und mein persönliches Wachstum auf morgen zu verschieben mehr als verlockend.

Wie wir uns selbst betrügen

Wie aus dem Nichts rieseln auf einmal eine Menge überzeugende Gründe in unser Gehirn und wir überzeugen uns in kürzester Zeit selbst davon, dass es jetzt kompett unangebracht und sinnlos wäre, zu handeln.

Doch tauschen wir in solchen Situationen womöglich zwei Minuten Unwohlsein und ein bisschen Willenskraft gegen ein einsames Leben voller späterer Selbstvorwürfe.

Nur kommt uns das in dem Moment natürlich nicht in den Sinn. Ist ja auch logisch, unser Unterbewusstsein möchte uns davon abhalten, etwas “gefährliches” zu tun.

Unser Unterbewusstsein meint es dabei nur gut mit uns. Es hat vor hunderttausend Jahren einmal den Auftrag bekommen, uns am Leben zu halten. Diesen Auftrag führt es bis heute mit einer erstaunlichen Präzision aus.

Hier sind wir wieder bei den alten Schmerz vermeiden und Freunde gewinnen Thema. Damals bedeutete Schmerz nämlich nicht, dass eine Person uns schief anguckt oder nicht positiv auf uns reagiert. Nein, es bedeutete schlicht uns einfach deinen Tod.

Heute wirken noch genau die Mechanismen in dir, die dich damals davon abhalten sollten, irgendein wildes Tier aus bloßer Neugierde zum Kampf herauszufordern.

Es gibt nur einen Unterschied. Heute drohen nur in den allerwenigsten Fällen wirklich schwerwiegende Konsequenzen. Und doch reagieren wir noch genauso, wie vor einigen tausend Jahren.

Deshalb macht es uns unser Unterbewusstsein so verdammt schwer, über unseren Schatten zu springen. Selbst wenn wir auf einer mentalen Ebene genau wissen, dass uns nicht wirklich etwas passieren kann – wir fühlen anders.

In solchen Situationen zerren mitunter zehn Kaltblüter an uns und wollen uns mit aller Macht von einem sogenannten Risiko abhalten.

Dieses Verhalten, wenn auch gut gemeint, ist in der heutigen Welt leider alles andere als hilfreich. Wir leben sicher, unsere Ernährung ist absolut gesichert und auf der Straße landen wir auch niemand.

Wovor also noch Angst haben? Klar, soziale Ausgrenzung. Wiederum ein Punkt, der noch von früher rührt. Denn wurdet du damals von deiner Gruppe ausgestoßen konnte das nur eines bedeuten.

Du ahnst es schon, du wirst das nicht überleben. So einfach war das damals.

Heute ist das ebenfalls anders. Die Person wird sich umdrehen, du wirst dich umdrehen, und ihr werdet beide eure Leben weiterleben.

Ein paradoxer Tipp bringt die Lösung des Problems

Am einfachsten können wir mit diesem Dilemma umgehen wenn, und das hört sich erstmal merkwürdig an, wir es einfach trotzdem machen.

“Ich soll mich dadurch nicht mehr vor Herausforderungen drücken”, fragst du dich, “indem ich sie einfach trotzdem tue?”

Du hast vollkommen Recht, hier beißt sich der Hund selbst in den Schwanz. Aber trotzdem funktioniert es genauso.

Denn jeder Mensch ist in der Lage, sich Herausforderungen zu stellen. Doch gibt es dabei einige, sehr wichtige Dinge zu beachten, ohne die du unter Garantie scheitern wirst.

Zu allerst: Fang klein an. Der größte Fehler, den ich immer und immer wieder beobachte ist, dass sich die Menschen selbst absolut überschätzen.

In einer Phase in der sie über ungewöhnlich viel Willenskraft verfügen nehmen sie sich direkt vor, von nun an jeden Tag Bäume auszureißen und den Schnellzug zu persönlicher Weiterentwicklung zu nehmen.

Doch diesem Zug wird schneller der Sprit ausgehen, als du Sprit sagen kannst. Dann haben wir den Salat.

Zu dem Fakt, dass wir uns wieder genau dort befinden, wo wir angefangen haben kommen noch Selbstvorwürfe und Selbsthass und die Frage, wieso wir nie dranbleiben können und immer so faul und unmotiviert sein müssen.

Das nervt uns und alle Menschen um uns herum.

Also, backe kleine Brötchen. Lass die Kirche im Dorf. Halt den Ball flach und Lass mal fünfe gerade sein.

  • Wenn du denkst, du könntest 10 Minuten meditieren – fang mit 3 an.
  • Wenn du denkst, du könntest jede Woche 3 Mal zum Sport gehen – geh 1 mal.
  • Wenn du davon überzeugt bist, jeden Tag mit drei fremden Personen zu sprechen – sprich mit drei in der Woche.

Ich war früher immer davon überzeugt, dass ich mich ja so nie vom Fleck bewege und ich meine Entwicklung selbst bremse.

Doch nichts könnte weiter entfernt von der Wahrheit sein. Denn natürlich entwickle ich mich mehr, wenn ich jeden Tag 3 Minuten meditiere, als wenn ich 10 Minuten meditiere.

Häh?

Ja, wenn ich drei Minuten meditiere, das aber über Jahre hinweg aufrecht erhalten kann, anstatt bei 10 Minuten nach 4 Tagen komplett überfordert aufzugeben.

Wenn du es schaffst, jeden Tag drei Minuten zu sitzen, dann könntest du vielleicht nach einem oder zwei Monaten einmal darüber nachdenken, deine Zeit mal auf fünf oder gar sieben Minuten zu erhöhen.

Also fange ganz klein an und unterschätze dich lieber ein wenig, als dass du dich überschätzt. Deine Entwicklung wird es dir danken.

Es gibt zwei Gründe, wieso uns nur Herausforderungen wirklich wachsen lassen

Zum einen entwickeln wir ein ungeheures Selbstvertrauen. Wir merken irgendwann, dass wir wirklich in der Lage sind, Herausforderungen zu bewältigen – denn das zeigen wir uns jeden Tag.

Wir fordern uns in unserem Tempo und unserer Intensität jeden Tag ein kleines bisschen heraus und sorgen so jeden Tag für kleine oder auch große positive Referenzerfahrungen.

Eine Sache müssen wir dabei noch beachten…

Du entscheidest selbst, ob du etwas kannst, oder nicht

Hast du eigentlich schon einmal etwas von Attribuierung gehört? Gerade Menschen mit mangelndem Selbstwertgefühl neigen oftmals dazu, ihre Erfolge äußeren Umständen zuzuschreiben.

Dann war die Herausforderung zu leicht oder das Ergebnis nicht wichtig oder wertvoll genug. Alles andere außer sie selbst und ihre Fähigkeiten sind für den Erfolg verantwortlich.

Das müssen wir in jedem Falle ändern, wollen wir wirklich wachsen. Du darfst dazu übergehen, für dich zu sein, anstatt gegen dich. Du darfst dich loben und stolz auf deine Leistung sein. Auf jede Leistung von dir.

Sei stolz auf die Tatsache, dass du dich getraut hast. Sei stolz auf das Ergebnis.

Genauso wenig Sinn macht es, Niederlagen auf sich als Person zu beziehen. Du bist kein schlechter Mensch nur weil du einen Fehler gemacht hast oder etwas nicht ganz so gelaufen ist, wie du das gerne wolltest.

Auch hier macht usner Fokus einen großen Teil unseres Erfolges aus. Fokussiere dich auf den Fakt, dass du dich getraut und dich einer Herausforderung gestellt hast.

Vor allem bei Kontakt mit anderen Menschen suchen wir viel zu oft den “Fehler” bei uns. In einer Interkation sind immer zwei Menschen beteiligt.

Viel öfter als gedacht liegt die Ursache für eine komische Stimmung nicht bei uns, sondern bei unserem Gegenüber. Vielleicht ist er gerade schlecht drauf oder unsicher, was er zu überspielen versucht. Wie auch immer, du kannst es nie wissen.

Wie du dir beweist, dass du es drauf hast

Als zweites zeigen wir uns so jeden Tag mit diesem kleinen Herausforderungen, dass wirklich alles, vor dem wir Angst haben, in Wirklichkeit halb so schlimm ist.

Was ich teilweise für brutale Ängste hatte, wenn ich auf eine hübsche Frau zugehen wollte. Das war nicht mehr feierlich. Ich habe mich monatelang drum herum gedrückt, endlich einmal die Frauen, die mir wirklich gefallen, anzusprechen.

Einige unglaubliche gute Gespräche und einige raue Körbe hinterher kann ich nur sagen: Es ist nicht einmal 1/10 so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe.

Natürlich musste ich mir das mehr als einmal Beweisen. Aber das habe ich getan, nämlich dadurch, dass ich jeden Tag mit Menschen in Kontakt getreten bin.

Es ist nie, nie, nie so schlimm, wie es sich vorher anfühlt. Doch das kann ich dir hier noch einhundert Mal wiederholen, das wirst du erst wirklich verstehen und spüren, wenn du es am eigenen Leib erlebt hast.

Es geht darum, einen ausgeprägten Bullshitdetektor zu entwickeln. Durch Herausforderngen lernst du, deinem übertreibenden Überlebensverstand zu zeigen, dass er oft ziemlich falsch liegt.

Dein Verstand wird es dir mit der Zeit glauben. Aber er will vorher handfeste Beweise sehen. Er will wirklich fühlen und am eigenen Leib erleben, dass die harten und gar lebensbedrohlichen Konsequenzen ausbleiben.

Erst dann gibt er Ruhe. Erst dann gewinnst du Selbstvertrauen, denn erst dann wird deine Angst weniger. Klar, bei manchen Dingen wirst du immer noch ein bisschen zittern vorher – das ist ganz normal.

Ich habe in der Uni schon eine Menge unterrichtet und Englisch und Sportstunden gegeben. Bis heute habe ich immer noch ein gewisses Kribbeln im Bauch.

Aber ich nehme das Kribbeln ganz anders wahr. Ich weiß nämlich aus eigener Erfahrung, dass niemals etwas schlimmes passieren wird. Ich habe es schon dutzende Male am eigenen Leib erlebt und kann dadurch ganz anders mit diesem Gefühl umgehen.

Ich weiß, dass mein Kopf gerade ein wenig übertreibt. Ich kann mich aus einer höheren Perspektive betrachten und sogar anfangen, mein Gefühl zu verändern.

Das alles kann ich nicht, wenn ich mich immer um alle Herausforderungen drücke. Es mag sich für den Anfang entspannter anfühlen. Wir müssen uns nicht überwinden. Aber innerlich wissen wir ganz genau, dass wir gerade einen Fehler begangen haben. Wir wissen, dass sich die Ketten um unsere Freiheit gerade ein bisschen stärker zugezogen haben.

Wenn du dir nicht in allen Lebensbereichen zeigst, dass es nichts zu befürchten gibt – dann wirst du in allen Lebensbereichen etwas befürchten.

  • Du wirst befürchten, dass du abgewiesen wirst – obwohl du es nicht probiert hast und es nicht wissen kannst.
  • Du wirst befürchten, dass sowieso niemand deine Grenzen ernst nimmt – weil du sie nie vertreten hast und so nicht erfahren konntest, dass du gerade dadurch mehr Respekt bekommst.
  • Du wirst befürchten, dass deine Bedürfnisse von niemandem ernst genommen werden, weil du dich nie der Herausforderung gestellt hast, sie zu äußern.

So schrenkst du dich und deine Freiheit erheblich ein und wirst dich niemals so wirklich locker entspannt fühlen können – denn du bist viel zu sehr mit Befürchten beschäftigt und das echte Leben zieht an dir vorbei.

Meine Bitte an dich ist also: Stell dich regelmäßig kleinen oder auch großen Herausforderungen. Überfordere dich dabei nicht. Steigere dich langsam und genau in deinem Tempo so, dass du es in dein alltägliches Leben integrieren kannst.

Vergleiche dein Wachstum dabei nicht mit anderen Menschen. Was auch immer sich für dich richtig anfühlt, es ist richtig für dich. Erinnere dich daran, dass du lieber kleinere Brötchen backst, dafür aber das ganze Jahr etwas zu essen hast – anstatt einmal einen riesigen Haufen zu backen, mit dem Essen nicht hinterher zu kommen und dann alles verschimmeln lassen zu müssen.

Werde zu einem Menschen, dessen Gewohnheit es ist, neue Herausforderungen zu bestehen und daran zu wachsen. Du musst nicht jeden Tag losziehen und krasse Komfortzonenchallanges zu machen. Ich wette nämlich, dass es in deinem Leben mehr als genug Möglichkeiten zum Wachstum gibt.

Sage deinem Partner einmal wirklich, was dich an ihm stört und was du an ihm magst (bleibe dabei in deiner Perspektive und mache ihm keine Vorwürfe).

Übe dich darin auch einmal Nein zu sagen, wenn Menschen über deine Grenzen treten.

Lächle Menschen in der U-Bahn an (erwarte kein Lächeln zurück. Gib dein Lächeln nur des Gebens willens).

Ich wette, du brauchst keine drei Sekunden um genau zu wissen, wo bei dir die Herausforderungen liegen. Sei ein wenig kreativ und finde heraus, wie du dich ihnen Schritt für Schritt nähern kannst – und dann setze diesen Plan immer und immer wieder in die Tat um.

Diese Gewohnheit wird dein Leben nachhaltig so stark zum Positiven verändern, sie sonst nur wenige Gewohnheiten in der Lage dazu sind.

Liebe Grüße

Tim

Gefühle unterdrücken

Viele Menschen sehen es als die einzige Lösung. Sie wollen ihre Gefühle unterdrücken. Angst, Neid, Eifersucht, Schüchternheit oder Unsicherheit sollen einfach so weggedrückt werden.

Sie sollen auf Knopfdruck verschwinden – am besten sofort. Doch begehen wir so gleich zwei fundamentale Fehler.

Natürlich ist es nachvollziehbar, seine Gefühle unterdrücken zu wollen. Jeder von war schon einmal so überwältigt von seinen Gefühlen, dass es für ihn kaum noch einen anderen Ausweg zu geben schien.

Unsere Taktiken, um mit Gefühlen umzugehen sind dabei so vielfältig, wie wir Menschen. Einige lenken sich mit stundenlangem Fernsehen, Surfen im Internet oder Computerspielen ab, andere hingegen nehmen Medikamente oder Drogen und wiederum andere brauchen immer Aktion in ihrem Leben und viele Menschen um sich herum.

Es ist schon erstaunlich, was für einen Aufwand wir Menschen oftmals veranstalten, nur um unsere Achtsamkeit von unserem Inneren abzulenken. Würden wir da genauer hinsehen, so spüren wir, könnte es ein böses Erwachen geben.

Unser Selbstbild könnte wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzen und vielleicht zum allerersten Mal in unserem Leben müssten wir uns wirklich mit uns selbst auseinandersetzen. Für viele Menschen ist das etwas, das sie lieber vermeiden möchten.

Deshalb haben wir so ausgeklügelte Methoden entwickelt, um bloß nicht in wirklich tiefen und authentischen Kontakt mit uns treten zu müssen. Wir wollen uns nicht mit uns selbst beschäftigen und noch weniger wollen wir auch mal ein Auge auf unsere dunklen Seiten richten.

Wir wollen nicht lernen, mit von uns als unangenehm wahrgenommenen Gefühlen umgehen zu lernen. Stattdessen wollen wir uns ständig gut fühlen – ohne etwas dafür zu tun und ohne Einschränkung.

Im Internet und dem Fernsehen (schaut da überhaupt noch wer zu?) hören wir jeden Tag, wie einfach das Leben doch sein kann. Schmeiß dir diese Pille rein, und deine Kopfschmerzen werden im Rekordtempo verschwinden. Sprüh dir dieses Spray unter die Arme und schon liegt dir die Frauenwelt zu füßen. Hänge dir diesen Schmuck um den Hals und dir wird die Eleganz und das Selbstvertrauen einer Filmschauspielerin aus Hollywood zu eigen.

Zack zack. Alles geht hier, jetzt und sofort.

Deshalb sind wir auch davon überzeugt mit unseren Gefühlen genauso umgehen zu können. Wir wollen am besten einen Knopf haben, mit dessen Betätigung wir gleichzeitig gute Gefühle an- und schlechte Gefühle ausschalten können.

Doch genau hier liegt der erste fundamentale Fehler. Um sich dauerhaft gut zu fühlen, müssen wir uns mit uns selbst und vor allem unserem Emotionen auf einer wirklich tieferen Ebene auseinandersetzen. Wir dürfen lernen, uns selbst zu beobachten und herauszufinden, wieso wir uns so fühlen, wie wir uns fühlen.

Denn unsere Gefühle wollen uns etwas sagen. Sie entstehen nicht ohne Grund. Fühlst du dich schlecht, liegt irgendetwas im Argen. Oftmals läuft es schon so lange schief, dass die Ursache komplett in dein Unterbewusstsein abgewandert ist. Du kannst schlicht nicht mehr mit dem Finger darauf zeigen.

Der erste Schritt, um gute Gefühle in sein Leben zu holen ohne seine schlechten krampfhaft unterdrücken zu müssen ist, achtsam mit sich und seinen Gefühlen umzugehen.

Werde Beobachter deiner eigenen Gefühle

Wir wollen lernen, uns und unsere Gefühle von einer etwas erhöhten Warte aus zu beobachten. Wir wollen lernen, uns zu beobachten, anstatt von unserem Gefühlsstrudel komplett mitgerissen zu werden.

Wie sehr vieles im Leben ist auch dies pure Übungssache. Am Anfang ist es gut möglich, dass du immer wieder die Konzentration verlierst und von deinen Gedanken und Gefühlen wieder mit voller Fahrt mitgerissen wirst.

Das ist ein ganz normaler Bestandteil des Prozesses. Je länger du übst und desto geduldiger du immer wieder zu deiner Beobachterposition zurückkehrst, desto besser wirst du werden.

Wenn du also das nächste Mal Gefühle verspürst, die du am liebsten unterdrücken würdest, dann höre hin. Sei präsent mit ihnen. Lass sie einfach da sein und schaue sie dir an.

Wie wahres Leid entsteht

Jetzt kommt der wichtige Punkt. Versuche nicht, ihnen einen Stempel aufzudrücken. Dieses Stempel aufdrücken macht deine Gefühle erst wirklich unangenehm.

Da wird dann ein wenig Druck auf der Brust und feuchte Hände schnell zu einer mittelschweren und beinahme lebensbedrohlichen Situation.

Immer, wenn wir im Kopf Stempel wie “schlechte Emotion” oder “Will ich nicht spüren” verteilen, dann wird es haarig. Denn an diesem Punkt fangen wir an, wie wild gegen die Emotion anzukämpfen. Wie uns entliche Beispiele aus der Geschichte unserer Welt zeigen, bringt uns kämpfen nur bedingt weiter.

So geben wir dem Gefühl eine Menge Energie, die es sonst nicht bekommen hätte.

Alles, worauf wir uns in unserem Leben konzentrieren, wird automatisch mehr. Wenn wir uns auf unsere Angst konzentrieren, dann wird sie mehr. Ist ja logisch. Wir haben sie die ganze Zeit im Kopf.

Also ist der erste Schritt, alle Gefühle und Emotionen zu akzeptieren.

Lass sie einfach da sein.

Bewerte sie nicht.

Das funktioniert relativ gut, wenn du dich auf ihre körperlichen Symptome konzentrierst.

Anstatt dich darauf zu konzentrieren, dass du jetzt total nervös und aufgeregt bist und diese Emotion das letzte ist, was du gerade fühlen willst, schaue in deinen Körper.

Richte deine Aufmerksamkeit auf das Kribbeln in der Magengegend oder der Verschwommenheit im Kopf.

Lass die Bewertung weg und bleib bei deinem Körper. Halte dich auch nicht an der Emotion fest. Gib ihr genügend Raum, aber lasse sie genauso vorbeiziehen, wenn sie genug Zeit bekommen hat.

Schließe so Freundschaft mit all deinen Emotionen. So schließt du auch Freundschaft mit dir. Lernst du, deine Emotionen zu akzeptieren, lernst du gleichzeitig, dich selbst zu akzeptieren.

Aber natürlich wollen wir hier nicht stehen bleiben. Wir wollen ja schließlich lernen, wie wir uns gut fühlen, ohne unsere Gefühle unterdrücken zu müssen.

Dafür lohnt es sich kurz sein Augenmerk darauf zu richten, wie Emotionen eigentlich entstehen.

Absichtlich denken

Viele Menschen denken, ihre Emotionen passieren ihnen einfach so. Sie sind der Überzeugung, sie können nichts dafür uns fallen einfach vom Himmel.

Doch das fühlt sich nur so an, weil wir unbewusst sind. In Wahrheit entstehen unsere schlechten Gefühle nämlich, weil wir sie mit unseren Gedanken und Glaubenssätzen erschaffen. Wir bekommen davon nichts mit, weil wir uns beidem nicht bewusst sind.

Ein kleines Beispiel. Stell dir einmal vor, du siehst die Welt als einen gefährlichen Platz und alle Menschen führen grundsätzlich bösartige Dinge gegen dich im Schilde.

Das wäre ein Glaubenssatz.

Triffst du jetzt auf neue Menschen, dann gehen dir vielleicht Gedanken durch den Kopf wie “Ich muss mich schützen, sonst werde ich hier ausgenutzt”.

Wenn du, aufgrund deines Glaubenssatzes davon überzeugt bist, dass die Welt ein schlechter Platz ist und du dich schützen musst, dann entstehen zwangsläufig Bilder in deinem Kopf, wie Menschen schlecht mit dir umgehen.

Aus diesen Bildern entstehen dann deine Gefühle. Diese Gefühle sind bei vielen von uns das Einzige, was sie wahrnehmen.

Alles, was davor passiert, entzieht sich ihnen. Das liegt daran, dass diese Glaubenssätze schon so tief sitzen und diese Bilder schon so oft vor ihrem geistigen Auge abgelaufen sind, dass dieser Mechanismus komplett ins Unterbewusstsein abgewandert ist.

Aus diesem Grund fühlen sich so viele Menschen mies, ohne zu wissen, wieso. Es entsteht der Drang, seine Gefühle unterdrücken zu wollen.

Der produktive Weg

Wollen wir dauerhaft gute Gefühle in unser Leben holen ohne unsere Gefühle dabei unterdrücken zu müssen, dann fangen wir von ganz unten an.

Wir verändern unsere Glaubenssätze und nehmen so gezielt und direkt Einfluss auf unsere Gefühle.

Kommen wir noch einmal zum obrigen Beispiel zurück. Stell dir einmal vor, die Person würde die Welt nicht als gefährlichen, sondern als Ort voller Freundschaft und Abenteuer wahrnehmen.

Was würde er denken, wenn er auf neue Menschen zugeht? Würde er immer noch davon überzeugt sein, sich schützen zu müssen und würden so immer noch Bilder von Zurückweisung in ihm entstehen?

Oder aber würde er beim puren Gedanken an ein Treffen mit neuen Menschen in Vorfreude verfallen und sich fragen, was für interessante, witzige oder gar skurile Menschen wohl dieses Mal auf ihn warten.

Was für Bilder entstehen in seinem Kopf? Sieht er sich einsam in der Ecke oder außerhalb des Kreises, oder sieht er sich in angenehmer Konversation mit netten Menschen, die ihn so annehmen, wie er eben ist.

Wenn diese Bilder wirklich groß und deutlich sind, wie würde diese Person sich wohl fühlen? Immer noch niedergeschlagen? Müsste sie wohl immer noch gegen schlechte Gefühle ankämpfen oder gar versuchen, ihre Gefühle zu unterdrücken.

Nein, es wären gute Gefühle. Wir fühlen uns dann innerlich gut und entspannt. Wir wissen ja, dass nur Gutes auf uns wartet.

Glaubenssätze verändern

Es gibt eine ganze Menge wirkungsvoller Methoden, um seine Glaubenssätze zu verändern. Für mich hat sich am effektivsten herausgestellt, direkten Einfluss auf meine mentalen Bilder zu nehmen.

Denn Glaubenssätze verändern sich meiner Meinung nach am effektivsten, wenn wir am eigenen Leib Beweise im wahren Leben dafür bekommen, dass unsere alten Glaubenssätze weniger mit der Realität zu tun haben, als unsere neuen.

Ich konnte die Erfahrung machen, dass positives Visualisieren wahre Wunder wirken kann. Wenn ich mir vorstelle, wie Menschen immer aufgeschlossen und freundlich auf mich reagieren, dann tun sie das irgendwann auch. Ich strahle nämlich dann ebenfalls Offenheit und Kontaktfreudigkeit aus.

Ich strahle sie aus, weil ich in meinem Kopf genau weiß, dass es passieren wird. Ich brauche also keine Angst mehr zu haben, dass ich abgelehnt werde.

Damit das positive Visualisieren seine volle Wirkung entfalten kann müssen wir noch eine sehr wichtige Voraussetzung erfüllen. Wir müssen beim Visualisieren wirklich davon überzeugt sein, dass unere Bilder real sind (oder real sein könnten). Solange wir halbherzig visualisieren aus Angst, dass wir enttäuscht werden und es nicht klappen wird, dann wird es auch nicht klappen.

Denn wir visualisieren dann nicht, dass wir angenommen werden, sondern viel mehr, dass es nicht klappt. Also klappt es auch nicht.

Wenn du lernst, wirklich zu 100% in deiner neuen Realität zu bleiben und sie dir wirklich umfassend und bunt ausmalst, dann wirst du Schritt für Schritt in diese Richtung gehen.

Es gibt kaum eine andere Möglichkeit. Die Menschen werden besser auf dich reagieren, dadurch verändert sich dein Glaubenssatz, deine Gedanken und somit wiederum deine mentalen Bilder. Du hast eine positive Aufwärtsspirale für dich erschaffen.

Ich wiederhole mich hier noch einmal. Wir bauen hier keine Luftschlösser. Wir erschaffen Realität. Denn betrachte es einmal so.

Klar hat diese Person mit den schlechten Glaubenssätzen über andere Menschen sicherlich in der Vergangenheit einmal schlechte Erfahrungen gemacht. Aber hat sie immer schlechte Erfahrungen gemacht? Wurde sie wirklich immer zurückgewiesen.

Das ist sehr unwahrscheinlich. Sie hat aber dummerweise aus ein paar ungünstigen Situationen auf das Leben im Allgemeinen geschlossen und sich so seine neue Realität erschaffen.

Sie hat sich immer und immer wieder mit der alten Situation beschäftigt und sie so automatisch auf neue Situationen projeziert.

In Wahrheit wird sie nicht immer von jeder Person zurückgewiesen. Aber sie sieht ab jetzt diese Ereingnisse in viel stärkerem Licht und blendet alles andere aus.

Eine neue Realität ist entstanden. Wohlgemerkt, es ist nur die Realität dieser einen Person, keine allgemeine Realität. Natürlich wird diese Person jetzt mit einer abwehrenden und unsicheren Ausstrahlung durchs Leben laufen und so natürlich weitere Abweisung anziehen. Wer verbringt schon gerne Zeit mit jemandem abwehrendem.

Um dauerhaft gute Gefühle in unser Leben zu holen können wir dauerhaft daran unsere mentalen Bilder kontrollieren. Wir können Einfluss darauf nehmen, was wir denken und was für Bilder wir im Kopf haben. Jeder Mensch hat die Macht dazu.

Wir sind weder unseren Gefühlen noch unseren Gedanken unterworfen. Schritt für Schritt können wir unsere Bewusstheit und Willenskraft dazu einsetzen, gut visualisieren zu üben.

Anfangs kann das etwas Kraft kosten. Wir üben etwas Neues und naturgemäß sträuben wir uns gerne ein wenig gegen neue Dinge. Doch mit ein wenig Übung wird es dir immer leichter fallen dir genau vorzustellen, wie du gerne sein möchtest.

Wenn du immer öfters gute Bilder in deinem Kopf hast und auch von deren Richtigkeit überzeugt bist, dann wirst du auch immer öfters gute Gefühle in dein Leben einladen können.

Dein Selbstwertgefühl

Ein hohes Selbstwertgefühl zu haben bedeutet, sich Glück und Erfolg auch wirklich, auf einer tiefen Ebene zu gönnen.

Sind wir nicht überzeugt davon, dass wir alle guten Dinge in diesem Leben auch wirklich verdient haben, dann wird es nichts mit der positiven Visualisierung. Wir werden uns über kurz oder lang immer wieder selbst sabotieren.

Damit du wieder in einen Zustand zurückkommen kannst, in dem du dich vollkommen so akzeptierst, wie du bist, dich gut behandelst und für dich eintrittst, anstatt gegen dich, habe ich einen Kurs entwickelt.

In diesem Kurs lernst du:

  • Was Selbstwertgefühl und Authentizität wirklich bedeuten – und wie du sie ganz einfach in dein Leben integrierst und intensiv wahrnimmst.
  • Wie du ein erfülltes und aufregendes Leben führst – ohne dich verstellen zu müssen!
  • Wie du eine starke Identität entwickelst und dich von der Meinung anderer unabhängig machst.

Trage dich hier ein und beginne sofort mit dem Kurs!

Liebe Grüße

Tim

Vertrauen aufbauen

Ich beschäftige mich schon seit mehreren Jahren intensiv mit sozialen Dynamiken. Ich versuche herauszufinden, was Menschen anderen Menschen vertrauen lässt, wie wirkliche Verbindungen zwischen zwei Menschen zustande kommen. Wie wir Vertrauen aufbauen können.

Verbindung zwischen zwei Menschen

Diese ehrlichen Verbindungen zwischen zwei Menschen sind das A und O im Leben. Ohne sie fühlt sich das Leben leer an. Es würden keine Ehen mehr geschlossen werden, keine Freundschaften mehr entstehen und kaum Businessdeals zustande kommen.

Die wichtigste Voraussetzung um Vertrauen aufzubauen

In dieser Zeit habe ich herausgefunden, dass eine der wichtigsten Voraussetzungen für diese Verbindungen ist, dass die Gesprächspartner immer authentisch auftreten. Sobald dein Gegenüber das Gefühl bekommt, du würdest eine Maske aufsetzen, du verhieltest dich nicht kongruent zu deinen momentanen Emotionen und Gedanken, dann ist die Grundlage um Vertrauen aufzubauen dahin.

Folgen von Inauthentizität

Du wirst als “unecht” oder “aufgesetzt” abgestempelt. Die Grundlage für gegenseitiges Vertrauen ist dann schnell dahin. Denn die andere Person kann nie wissen, mit wem sie es wirklich zu tun hat und in Folge dessen auch kein Vertrauen aufbauen. Wer vertraut schon etwas oder jemandem, den er nicht durchschauen und einschätzen kann.

Also hört auf, etwas vorzutäuschen, was ihr gar nicht seid. Versucht nicht, ein Bild von euch zu vermitteln, das nicht existiert. Ich habe das lange genug versucht und ertappe mich immer noch hin und wieder dabei, wie es mir passiert. Wirkliches Vertrauen aufbauen ist so nicht möglich.

Sich in einem gewissen Licht darstellen zu wollen, ist etwas sehr menschliches. Jeder Mensch hat ja ein Idealbild von sich selber, wie er gerne erscheinen möchte. Nur existiert dieses Idealbild nur im Kopf. Kein Mensch ist perfekt und unterbewusst weiß das auch jeder Mensch.

Deshalb wirken Menschen, die eine Maske aufsetzen und ihre Schwächen verstecken eben unecht auf uns und wir können kein wirkliches Vertrauen aufbauen.

Wir machen uns viel zu viele Gedanken darüber, wie wir von anderen wahrgenommen werden, und wahrgenommen werden wollen.

Zu Unsicherheiten und Unvollkommenheiten stehen

Steh einfach zu deinen Unsicherheiten, zu deinen Fehlern und Unvollkommenheiten, nimm dich nicht zu ernst und versuche erst recht nicht, diesen Teil von dir zu verstecken. Probiere es einmal aus, offen mit diesen Dingen umzugehen.

Es wirkt wahre Wunder in der Kommunikation mit anderen. Aber nicht nur das. Auch du kannst viel entspannter sein, denn du musst dich nicht verbiegen um ein konstruiertes Bild von dir zu vermitteln. Du kannst dich einfach in der Interaktion fallen lassen.

So lassen sich wirklich tiefgründige und gehaltvolle Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen. Also:

  • Lass andere dein wahres Ich sehen.
  • Schäme dich nicht für deine Vorlieben.
  • Äußere offen deine Wünsche.
  • Stehe zu deinen Schwächen.

Sei ehrlich zu dir über sie genauso wie zu anderen. Halte nichts zurück.

Theorie und Praxis

Natürlich ist das alles etwas schwerer gesagt als getan. An dieser Offenheit dürfen wir jeden Tag arbeiten. Sie Tag ein, Tag aus proaktiv praktizieren. Wir müssen uns immer wieder selber fragen ob wir gerade wir selber sind, oder ob wir ein bestimmtes Bild von uns vermitteln wollen.

Zu erkennen, wer wir denn wirklich sind, dauert so einige Zeit und erfordert eine ganze Menge Introspektive. Oftmals ist unser wahres Ich stark von allem möglichen Zeug überlagert.

  • Erwartungen anderer
  • soziale Konditionierung
  • etlichen Ängsten

Eine super Resource für das Thema Vertrauen in Beziehungen gibt es übrigens bei meinem Kollegen Nils Terborg.

Also gilt es, durch eben diese Selbstakzeptanz und Offenheit zu sich selber und auch zu anderen Schicht für Schicht diese Blockaden zu entfernen und uns immer näher an unser wahres Ich anzunähern.

Eine Übung

Mache es dir also zur Gewohnheit jedes Mal, wenn du jemandem ein bestimmtes Bild von dir vermitteln möchtest, einfach abrupt damit aufzuhören. Wenn du jemandem nur erzählst, was du beruflich machst, um Anerkennung zu bekommen, wechsle das Thema einfach auf das Wetter.

So entwickelst du eine ganz neue Achtsamkeit für diesen Drang, dich so zu geben, wie andere dich vielleicht gerne haben wollen.

Mit der Zeit wirst du diese Anflüge immer schneller erkennen und entsprechend handeln können. Du wirst die Erfahrung machen, dass die Menschen dich genauso, nein, noch viel mehr akzeptieren werden. Hast du diese Erfahrung einmal gemacht, dann wirst du gar keine Notwendigkeit mehr darin sehen, etwas repräsentieren zu wollen, das du gar nicht bist.

Auswirkung auf das Selbstwertgefühl

Diese Übung ist auch super, um dein Selbstwertgefühl zu stärken. Wenn du immer so bist, wie du wirklich bist und dafür Anerkennung bekommst, dann steigert dein Selbstwertgefühl erheblich.

neue Erfahrungen durch Offenheit

Mache es dir zur Gewohnheit, offen zu sein. So fällt es dir auch viel leichter, neue Dinge auszuprobieren. Du hast ja keine Angst davor, dass du dabei schlecht aussehen könntest, denn du akzeptierst dich trotzdem und weißt, dass andere es auch tun.

die Konsequenzen

Schaffst du es, so offen und ungehemmt zu leben, dann werden dir die verrücktesten Dinge passieren. Du wirst eine Menge spannende und inspirierende Menschen treffen die dein Leben bereichern können, genauso wie du das ihre.

Du wirst Menschen in den Leben ziehen, die genauso offen und tolerant sind, wie du. Du wirst im Geschäftlichen erfolgreicher sein, denn deine Geschäftspartner wissen mit wem sie es zu tun haben und können dir so besser vertrauen. Der Grundstock jedes erfolgreichen Geschäfts.

Du wirst viel mehr Lebensenergie zur Verfügung haben, denn die ganze Energie, die du normalerweise aufwendest, um den anderen ein bestimmtes Bild von dir zu vermitteln, hast du jetzt für dich persönlich übrig. Du musst jetzt nicht mehr jede Sekunde nachdenken, wie du dich verhalten sollst, damit du genauso rüberkommst, wie du es akribisch geplant hast. Du machst einfach.

Du wirst dein Partner für dich finden, der zu dir passt und eure Beziehung wird nicht oberflächlich sein und davon geprägt, wer jetzt die größere Macht oder mehr zu sagen hat. Ein harmonisches Miteinander.