Januar 8, 2014

Willenskraft trainieren – 5 Wege zu mehr Willenskraft

Es ist jetzt 0:32 Uhr.

Ich habe bis eben an meiner Bachelorarbeit geschrieben (weil ich heute Morgen leider nicht so richtig aus dem Bett gekommen bin, aber das ist eine andere Geschichte). ­čÖé

F├╝r die n├Ąchsten 30 Tage habe ich mir fest vorgenommen, jeden Tag eine Stunde lang an einem Artikel f├╝r meinen Blog zu schreiben.

Und zwar wirklich jeden Tag!

30 ganze Tage.

Ohne auch nur einen einzigen Tag ausfallen zu lassen.

Ich tue das, um die Gewohnheit, kontinuierlich zu schreiben, weiter perfektionieren.

Wenn du nur ein ganz kleines bisschen so bist wie ich, dann kannst du dir vorstellen genau wie viel Bock ich eben gerade noch hatte, meinen Texteditor zu ├Âffnen und in die Tasten zu hauen.

Nicht gerade viel, um es mal vorsichtig auszudr├╝cken.

Trotzdem sitze ich jetzt hier und habe sp├╝re eine gewisse Freunde und Erf├╝llung beim Schreiben dieses Blogartikels.

Wie kann das sein?

Jetzt macht es mir schon ne Menge Spa├č, auf meiner Tastatur rumzuh├Ąmmern und vor 5 Minuten habe ich noch alle m├Âglichen Ausreden gesucht, es einfach sausenzulassen und einfach irgendein Buch zu lesen.

Den leichten Weg zu nehmen.

Ich bin ehrlich zu dir: das ging heute Abend nur durch den schieren, brutalen Einsatz von Willenskraft!

Jetzt ist es raus, so einfach ist das.

Auch wenn sich im Leben viel Willenskraft dadurch einsparen l├Ąsst, dass wir wirksame Gewohnheiten entwickeln, so brauchen wir sie doch noch ├Âfters, als wir denken.

Schon alleine in der Gew├Âhnungsphase an eine neue Gewohnheit ist eine gut ausgepr├Ągte Willenskraft sehr sehr hilfreich (Wie eben heute beim Erstellen dieser Schreibgewohnheit).

Unsere Willenskraft brauchen wir oft, wenn wir mit einem spontan auftretenden Impuls oder einer Emotion zurechtkommen m├╝ssen.

Impuls= ÔÇ×Och es ist doch schon so sp├Ąt und du bist m├╝de, schreib doch einfach morgen etwas mehr.ÔÇť

Willenskraft= ÔÇťNein, ich habs mir vorgenommen und tue es jetzt auch!ÔÇť

Gerade, um unser Selbstwertgef├╝hl zu st├Ąrken f├╝hrt kein Weg daran vorbei, Tag ein, Tag aus bestimmte Rituale und ├ťbungen durchzuf├╝hren!

Dazu hat jeder einmal keinen Bock.

Aber genau an diesen Tagen ist es besonders wichtig, einfach mal trotzdem zu machen, obwohl du keinen Bock hast!

Das Gute ist:

Willenskraft l├Ąsst sich, zum Gl├╝ck, trainieren!

Ich habe neulich bei GoogleTalks diesen sehr interessanten Vortrag von Kelly McGonigal zum Thema Willenskraft trainieren gesehen. Schaut ihn euch an, es lohnt sich sehr.

Ist echt ganz nett anzusehen…das Video…meine ich.

F├╝r alle Englischmuffel unter euch fasse ich die f├╝nf Hauptpunkte f├╝r mehr Willenskraft hier einfach mal eben zusammen.

  • Schlaf verbessern und Meditieren
  • Sich selber vergeben
  • Mit seinem zuk├╝nftigen Selbst in Kontakt treten
  • Das eigene Scheitern vorhersehen
  • Toleranz gegen├╝ber Leiden trainieren

Kelly sagt, dass in Momenten, in denen wir Willenskraft ben├Âtigen, in uns ein Kampf zwischen zwei verschieden Kr├Ąften ausgetragen wird.

In der roten Ecke: Johnny Langfristig

In der blauen Ecke: Fred Kurzfristig

(Ich entschuldige mich schon jetzt f├╝r die einfallslosen Boxernamen ­čśë )

Eine Herausforderung f├╝r unsere Willenskraft ist jetzt laut McGonigal eine Situation, in der diese beiden Kontrahenten nun gegens├Ątzliche Ziele verfolgen. (Hier geht die Metapher mit den Boxern schon nicht mehr auf, aber ich finde sie trotzdem ganz nett).

Um diese Situationen erfolgreich bew├Ąltigen k├Ânnen, m├╝ssen wir unsere Willenskraft trainieren.

HUNGER, HUNGER, HUNGER!

Genau das ist gerade eben bei mir abgelaufen. Mein langfristig denkender Teil stand in unmittelbarem Konflikt mit dem eher kurzfristig orientieren.

Der kurzfristig denkende Teil wollte, dass ich mich jetzt nicht aus meiner Komfortzone bewege und vielleicht sogar gewagte Dinge aufschreibe oder neue Stilmittel lerne, sondern eher kurzfristig chille und es mir gutgehen lasse w├Ąhrend der langfristig orientierte das f├╝r gar keine gute Idee hielt.

Klassische Pattsituation.

Selbe Person, unterschiedliche Entscheidungen

Nun sind wir ja immer dieselbe Person (also, ich zumindest :)), und trotzdem treffen wir in der gleichen Situation heute die eine und morgen die andere Entscheidung.

Total inkonsequent, aber gleichzeitig total logisch.

Denn welche Entscheidung wir letztendlich treffen, ist abh├Ąngig von der Energie, die uns zur Verf├╝gung steht und der Menge an Stress, der wir gerade in unserem Leben ausgesetzt sind.

Wenig Energie und viel Stress -> wenig Willenskraft -> Fred Kurzfristig gewinnt durch K.O.

Laut den Forschungsergebnissen von Frau McGonigal sind viele Menschen eher mit der Seite des Gehirns identifiziert, die Lust auf den Schokoriegel hat.

Mit der Pers├Ânlichkeit, die l├Ąngerfristige Ziele verfolgt sind sie nicht so stark identifiziert, das hei├čt sie f├╝hlen sich, als wenn diese “Person” nicht wirklich sie w├Ąren.

Eher schlechte Nachrichten f├╝r all diejenigen, die langfristige Ziele im Leben haben.

“Ja, ich wei├č ja, dass ich eigentlich produktiver sein sollte und mehr auf meine Ern├Ąhrung achten sollte, aber ich will das jetzt gerade einfach nicht.

Ich will jetzt chillen!

Wieso soll ichÔÇÖs mir unn├Âtig schwer im Leben machen? Es geht mir doch gut jetzt, und Sport kann ich morgen auch noch machen”.

Jeder kennt die Ausreden mit denen unsere kurzfristig orientierten Pers├Ânlichkeit dann ankommt.

Identifikation mit l├Ąngerfristig orientierter Pers├Ânlichkeit steigern

Um nun unsere l├Ąngerfristigen Ziele konsequent umzusetzen reicht es nicht aus, einfach nur zu wissen, was zu tun ist (den Schokoriegel nicht zu essen, doch zu schreiben anstatt zu chillen).

Es ist viel wichtiger, sich der Pers├Ânlichkeit mit l├Ąngerfristigen Zielen anzun├Ąhern.

Sich mehr wie diese Person zu f├╝hlen, sich mehr mit ihr zu identifizieren. Zu f├╝hlen:

“Ja, das bin wirklich ich”.

Auch wenn das Aneignen von Gewohnheiten unerl├Ąsslich ist und man durch den st├Ąndigen Einsatz purer Willenskraft auch nicht ans Ziel kommt, so hat sie doch unerl├Ąsslich, vor allem beim Schaffen neuer Gewohnheiten, aber auch bei deren Durchhalten.

F├╝nf Strategien

Also geht es mehr darum, Strategien zu entwickeln, um ├Âfters diese zweite Pers├Ânlichkeit an die Oberfl├Ąche zu lassen. Dann laufen wir n├Ąmlich nicht mehr herum und f├╝hlen uns die ganze Zeit so, als wenn wir bestimmten Dingen durch pure Willenskraft wiederstehen m├╝ssen (den Riegel nicht zu essen).

1. Schlaf verbessern und Meditieren

In einem Experiment haben Menschen mit Drogenabh├Ąngigkeit eine t├Ągliche Meditations├╝bung durchgef├╝hrt. Dadurch waren sie in der Lage, l├Ąnger zu schlafen.

(Klicke auf den Link und erfahre, wie du Meditation lernen kannst.)

Sp├Ąter wurde herausgefunden, dass die Gruppe, die durch Meditation besser und l├Ąnger schlafen konnte, eine 70% geringere Wahrscheinlichkeit f├╝r einen R├╝ckfall in ihre Drogensucht zeigten.

Also verbessert mehr Schlaf und regelm├Ą├čige Meditation unsere Willenskraft und wir sind besser in der Lage, in diesen Interessenkonflikten zwischen den beiden Seiten des Gehirns als Sieger aus dem Ring zu steigen.

Grund daf├╝r ist, dass der Bereich im Gehirn, verantwortlich f├╝r unser Erinnern an unsere Ziele und Werte, in seiner Funktion bei akutem Schlafentzug massiv eingeschr├Ąnkt ist.

Au├čerdem positiv f├╝r diese Gehirnregionen:

  • Sport
  • gute Ern├Ąhrung (basierend auf pflanzlichen Nahrungsmitteln und Nahrungsmitteln mit einem niedirgen glyk├Ąmischen Index – Danke Vincent)

All diese Aktivit├Ąten f├╝hren, regelm├Ą├čig ausgef├╝hrt, zu messbaren, positiven Ver├Ąnderungen im Gehirn. Die betreffenden Areale wachsen.

Im Grunde genommen ist das nichts anderes als eine neue Gewohnheit (Meditation) durch den Einsatz von Willenskraft zu verankern. Die neue Gewohnheit gibt dir dann ein Vielfaches an Willenskraft zur├╝ck, wenn du sie in deinem Tagesablauf integrierst.

Durch diese vier Aktivit├Ąten l├Ąsst sich das Gehirn also soweit physiologisch ver├Ąndern, dass es uns leichter f├Ąllt, in bestimmten Situationen Willenskraft aufzubringen.

So l├Ąsst sich Willenskraft trainieren.

├ähnlich wie Sport unsere Muskeln ver├Ąndert, um Leistungsf├Ąhiger zu sein.

2. Sich selber vergeben

In einem Experiment mit Testpersonen, die auf Di├Ąt waren, wurde ganz am Anfang ein Versagen der Willenskraft der Teilnehmer provoziert. Ihnen wurde gesagt, sie m├╝ssten einen Donut essen.

Danach wurde der einen H├Ąlfte der Versuchsgruppe gesagt, dass es ja jedem mal passieren k├Ânne, ein wenig zu viel zu essen und dass sie au├čerdem ja dazu aufgefordert wurden und deshalb nicht zu hart mit sich selber ins Gericht gehen sollten.

Der anderen H├Ąlfte der Gruppe wurde nichts dergleichen gesagt.

Danach wurde mit den Teilnehmern ein Geschmackstest mit S├╝├čigkeiten durchgef├╝hrt.

Das Ergebnis war: Die Testpersonen, die vorher dazu aufgefordert wurden, sich selber f├╝r ihr “Scheitern” zu verzeihen, a├čen bei dem Test mehr als die H├Ąlfte weniger im Vergleich mit den Teilnehmer ohne Selbstvergebung.

Jetzt k├Ânnten wir denken, dass es sehr kontraproduktiv w├Ąre, wenn wir zu sanft zu uns sind, wenn es darum geht, dass wir wieder einmal nicht unsere Vorgaben erf├╝llt haben.

Jedoch scheint ja laut dieser Studie (und auch einer Menge anderer Studien) das Gegenteil der Fall zu sein.

Also je h├Ąrter wir uns selber mental daf├╝r bestrafen, wenn unsere Willenskraft wieder einmal nicht ausgereicht hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir das n├Ąchste Mal wieder versagen.

Wirklich erstaunlich.

F├╝r den Fall, dass unsere Willenskraft uns mal wieder im Stich l├Ąsst ist es sinnvoll, ein Programm zu entwickeln, das dann automatisch abl├Ąuft. Dies ist in 3 Punkte unterteilt.

  • Sich seiner Emotionen und Gedanken bewusst werden.
  • Menschlich mit sich selber umgehen (nicht denken, es w├Ąre etwas fundamental falsch mit einem, dass solche Situationen einfach ein Teil des Ver├Ąnderungsprozesses sind und es nur darauf ankommt, wie wir damit umgehen und nicht, dass es passiert ist, denn sowas passiert jedem).
  • Mit sich selber mit Mitgef├╝hl sprechen (so als wenn wir einen guten Freund aufmuntern wollten).

Fertig. Das n├Ąchste Mal ist ein erneutes Versagen deiner Willenskraft nun unwahrscheinlicher, als wenn du dich obendrein noch selbst fertig gemacht h├Ąttest.

Weitere praktische Beispiele daf├╝r, wie du dich selbst besser behandelst findest du ├╝brigens in meinem kostenlosen E-Mail Kurs zum Thema Selbstwertgef├╝hl st├Ąrken.

3. mit seinem zuk├╝nftigen Selbst in Kontakt treten

Je weniger wir uns mit unserem zuk├╝nftigen Ich in Verbindung setzen, desto weniger sind wir bereit, auf kurzfristige Belohnungen zu verzichten, die uns nur langfristig Vorteile bringen w├╝rden.

Experiment:
Es wurde ein Experiment durchgef├╝hrt, in dem Collegestudenten in Amerika eine 3D-Computeranimation ihres zuk├╝nftigen Selbst virtuell treffen konnten. Sie wurden dann gebeten, dieses zuk├╝nftige Selbst zu interviewen. Die Fragen mussten sie dann selber beantworten, wobei die Animation so programmiert war, dass sie genau die gleiche Mimik und Lippenbewegung vollzieht, wie die Testperson.

Sie konnten sich also so sehen und kennenlernen, wie sie in 20-30 Jahren aussehen w├╝rden.

Einige Zeit sp├Ąter wurden die gleichen Studenten zu einem Test geladen, in dem sie unter dem Vorwand das Verhalten mit Geld untersuchen zu wollen, 1000$ aufteilen sollten. Im Durchschnitt haben sich die Studenten, die ihr animiertes zuk├╝nftiges Ich getroffen haben, doppelt so viel von dem Geld in ihre Altersvorsorge investiert als die anderen Versuchspersonen.

Je mehr wir uns also mit uns selber in 20-30 Jahren identifizieren k├Ânnen, desto vertrauter uns unser zuk├╝nftiges Ich ist, desto eher werden wir Entscheidungen treffen, die l├Ąngerfristigen Profit bringen k├Ânnten.

Also gilt es zu lernen und zu verstehen, dass wir auch in 20 Jahren Schmerzen f├╝hlen k├Ânnen und schlechte Emotionen uns einnehmen k├Ânnen, und dass sich das genauso schlecht anf├╝hlen wird, wie es sich jetzt anf├╝hlt.

Viele Menschen haben damit Probleme.

Aufgabe:
Wenn du denkst, dass du keine wirkliche Verbindung zu deinem zuk├╝nftigen Ich hast und du deine Willenskraft st├Ąrken willst, dann schreibe einen Brief an dich von deinem zuk├╝nftigen Selbst. Schreibe in diesen Brief, was du gerade so machst, wo du wohnst, was du arbeitest und so weiter. So lernst du dein zuk├╝nftiges Ich besser kennen und kannst so eine Verbindung aufbauen.

4. Sage dein Scheitern voraus

Viele Menschen, mich eingeschlossen, denken dass positives Denken und die Visualisierung von Erfolg positiv wirkt. Das ist grunds├Ątzlich auch so, davon bin ich ├╝berzeugt.

Studie:
In einer Studie mit Personen, die keinen Sport treiben wurde jedoch herausgefunden, dass Personengruppen, die sich darauf konzentrieren, ihr Scheitern zu visualisieren und sich selbst im Weg stehen, im Mittel fast doppelt so viel Sport gemacht haben, als eine Vergleichsgruppe, die positives Denken im Zusammenhang mit Sport treiben praktiziert hat.

Au├čerdem haben diese Personengruppen die sportliche Aktivit├Ąt um ein Vielfaches l├Ąnger weitergef├╝hrt, als die Vergleichsgruppe.

Diese Personen wurde aufgetragen, sich genau zu fragen:

“Wann wirst du deine Trainingseinheit ausfallen lassen?”
oder
“Aus welchen Gr├╝nden wirst du es nicht tun?”

und
“Was genau wirst du tun, wenn diese Ausreden eintreten?”,
anstatt sich einzureden:
“Chakka, Sport ist gut und gesund!”

All dies wurde von den Probanden dann auch aufgeschrieben.

Das hatte dann zur Folge, dass diese Personen sich immer bewusster wurden, wann und aus welchen Gr├╝nden sie ihr Training ausfallen lassen w├╝rden.
Au├čerdem gibt es laut Mc Gonigal eine Menge Studien die beweisen, dass das Verfolgen seiner Erfolge auf Dauer dazu f├╝hrt, dass man fauler wird und sich mehr Auszeiten g├Ânnt.

Au├čerdem neigen Menschen, je optimistischer sie sind eine Ver├Ąnderung herbeif├╝hren zu k├Ânnen, dazu, schon bei kleineren R├╝ckschl├Ągen aufzugeben. Schlicht weil sie diese nicht erwarten und so nicht darauf vorbereitet sind.

Es gibt diese 7 Fragen, die wir uns stellen k├Ânnen um mehr Willenskraft zu erlangen:

  • Was ist dein Ziel?
  • Was w├Ąre das positivste Ergebnis, das du erreichen k├Ânntest?
  • Was wirst du konkret tun, um dieses Ziel zu erreichen?
  • Was ist dein gr├Â├čtes Hindernis?
  • Wann und wo wirst du diesen Hindernis am wahrscheinlichsten begegnen?
  • Was kannst du tun, um mit diesem Hindernis umzugehen oder es zu vermeiden?
  • Genau was werde ich tun, wenn ich von diesem Hindernis doch aus der Bahn geworfen werden sollte?

Somit wirst du dir klarer ├╝ber deine Ziele, aber wirst auch nicht von einem Hindernis ├╝berrascht und wei├čt vorher schon, wie du im diesem Falle reagieren m├Âchtest.

5. Toleranz gegen├╝ber Leiden

Wie nicht anders zu erwarten war haben Menschen, die eine hohe Toleranz gegen├╝ber unangenehmen Situationen und Emotionen aufweisen, die beste Chance ihre Ziele langfristig umsetzen zu k├Ânnen.

Sie konnten am besten ihre Emotionen kontrollieren.

Wie so vieles im Leben k├Ânnen wir auch diese F├Ąhigkeit trainieren. Genauso wie sich Willenskraft trainieren l├Ąsst.

Um dies zu tun stellt Mc Gonigal eine Technik vor, die sie “surfing the urge” “surfe auf deinem Verlangen” oder so ├Ąhnlich nennt.

Dabei lernen wir, das k├Ârperliche Gef├╝hl zu beobachten, wenn wir etwas unbedingt haben oder machen wollen (zum Beispiel eine Zigarette rauchen oder einen Schokoriegel essen). Wir lenken dabei unsere volle Aufmerksamkeit auf das Gef├╝hl und trauen uns gleichzeitig komplett zu, dieses Gef├╝hl aushalten zu k├Ânnen.

(Mehr dar├╝ber, wie du Achtsamkeit lernen kannst findest du hier. M├Âchtest du konkrete Achtsamkeits├╝bungen, dann klicke auf den Link.)

Au├čerdem vertrauen wir darauf, dass dieses Gef├╝hl einfach weggehen wird, wenn wir lange genug und geduldig warten.

Dabei lernen wir, dass jedes Verlangen einfach nur ein Gef├╝hl, eine Emotion ist, die schlussendlich doch verschwinden wird und bei der es kein Muss ist, auf sie zu reagieren.

In einem Experiment mit Rauchern kam heraus, dass Raucher, die diese Technik anwenden, in den n├Ąchsten Wochen im Schnitt 40% weniger Zigaretten rauchen, als die Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie diese Technik kennengelernt haben und anwenden.

Der Trick ist hierbei, die Emotion anzunehmen und sich nicht gegen sie zu stellen, sie zu f├╝hlen, aber sich nicht von ihr beherrschen zu lassen.

Zu erkennen, dass wir nicht zwangsl├Ąufig nach ihr Handeln m├╝ssen sondern immer noch die Chance haben, selber zu entscheiden und sie unter aufmerksamer Beobachtung wieder abklingen zu lassen.

  • Werde dir dem Verlangen oder der Emotion bewusst.
  • Lausche und akzeptiere diese innere Erfahrung.
  • Atme ein und gib deinem Gehirn und K├Ârper so eine kleine Pause um dein Verhalten zu planen.
  • Erweitere deine Aufmerksamkeit wieder und schaue nach der Handlung, die dich deinem Ziel n├Ąher bringt.

Ich hoffe, dieser Artikel konnte dir weiterhelfen. Viel Spa├č beim Lesen und Ausprobieren!

Was tun, wenn dich die Willenskraft im Stich l├Ąsst?

envelopeJetzt hast du einige wertvolle Tipps bekommen, wie du deine Willenskraft st├Ąrken und trainieren kannst.

Da Willenskraft wie ein Muskel ist, k├Ânnen wir ihn trainieren. Jedoch wird unsere Willenskraft fr├╝her oder sp├Ąter immer erschlaffen.

Sie braucht Ruhepausen, um sich zu erholen. Genau, wie ein Muskel auch.

Versuchen wir, unsere Ziele durch pure Willenskraft zu erreichen, ist das sehr anstrengend und aufreibend und f├╝hrt fast immer dazu, dass wir fr├╝her oder sp├Ąter ausbrennen.

Kennst du nicht auch diese Phasen, in denen du voller Energie loslegen willst – nur um dich nach kurzer Zeit genau da wieder zu finden, wo du losgelaufen bist?

Deshalb habe ich ein System entwickelt, mit dem du Motivation aus deinem Inneren ziehen kannst.

Doch mit der richtigen Art und Weise, Motivation aufzubauen, geh├Âren diese Erfahrungen der Vergangenheit an.

Ich habe einen komplett kostenlosen Motivationskurs entwickelt, mit dem du das Problem bei der Wurzel packst und:

  • Dinge zu Ende bringst, die du angefangen hast.
  • Mehr Energie zur Verf├╝gung hast.
  • Das unersch├╝tterliche Vertrauen aufbaust, jeder Herausforderung des Lebens gewachsen zu sein.

Trage dich hier ein und beginne noch heute mit dem Kurs:

Liebe Gr├╝├če

Tim


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16 comments
  • Tim

    Hey Tim,

    sch├Âne neue Seite, sch├Âner Text, und: sch├Ânes Ziel! ­čÖé

    Mein erster Gedanke war: wow, eine ganze Stunde ist ziemlich viel – vielleicht w├╝rden ja 20 Minuten am Tag erstmal reichen?

    Mein zweiter Gedanke: warum machst Du das an einer bestimmten Zeit aus? So kannst Du ne Stunde auf ein leeres Blatt starren (geht mir zumindest manchmal so) … vielleicht w├Ąre es auch eine Idee, eine Seite zu schreiben oder einen halben Artikel oder so am Tag. Dann kommst Du in den Fluss. Man muss ja dann nicht alles ver├Âffentlichen, wichtig ist die Kontinuit├Ąt des Schreibens, nicht des Dasitzens.

    Ansonsten: echt super!

    LG

    Tim

    Januar 9, 2014 8:21 am || Antworten

    1. Tim Hamer

      Hey Tim,

      sch├Âne Anregungen, ich experimentiere momentan ein wenig mit verschiedenen Methoden herum. Ich hab auch schonmal ne Zeit lang mit Wortzahlen gearbeitet oder Artikeln, oder Seitenzahlen.

      Da war bei mir oft das Problem, dass mir die Aufgabe dann ab und an mal zu gro├č erschien und ich eine innere Resistenz gesp├╝rt habe, weil ich es eben nicht genau absehen konnte, wie lange ich daf├╝r denn jetzt wirklich brauche.

      Gepaart der Resistenz, die ich sowieso oft beim Schreiben sp├╝re wars dann oftmals nicht so einfach zu ├╝berwinden.

      Jetzt wei├č ich: OK, eine Stunde jeden Tag schreibe ich – was auch immer dabei f├╝r eine Qualit├Ąt herauskommt, und dann ist gut.

      Das nimmt mir eine Menge Druck und funktioniert f├╝r mich momentan am Besten.

      Werde nochmal ein wenig mit verschiedenen Zeiten experimentieren in der Zukunft!

      Danke nat├╝rlich auch f├╝r dein Lob, freut mich zu h├Âren und motiviert!

      Liebe Gr├╝├če

      Tim

      Januar 9, 2014 11:59 pm || Antworten

  • joschi

    Punk 4 fand ich seeehr interessant, habe ich in diesem Zusammenhang noch nie so betrachtet.
    Deckt sich aber sehr gut mit meinen bisherigen Erfahrungen, zu positives denken kann dazu f├╝hren, dass man die ganze Sache zu locker an geht. Fazit, positiv bleiben aber sich stets bewusst sein, dass man auch scheitern kann. Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch das man nach dem scheitern aufsteht und weiter macht und sich nicht in ein Loch saugen l├Ąsst.
    Immer wieder sehe ich auch in meinem Bekannten und Verwandtenkreis, dass sich die Leute zwar Ziele setzen, aber auch nur beim kleinsten Wiederstand schon aufgeben, oder aus Angst vo dem ÔÇ×ScheiternÔÇť gar nicht erst anfangen.
    Ich denke mittlerweile habe ich auch erkannt woran das liegt. Es ist einfach eine falsche Auffassung vom “Weg zum Erfolg” (Der Weg ist das Ziel und soÔÇŽ).

    Die meisten denken es sieht so aus:

    Versagen Erfolg

    Wobei es doch eher so ausschaut:

    Person macht sich auf den Weg —-> Versagen —-> Versagen —-> Versagen —-> Versagen —-> Versagen —-> ERFOLG

    Ich denke dar├╝ber muss sich jeder klar werden wenn er erfolgreich sein m├Âchte…

    Gr├╝├če

    Januar 15, 2014 10:24 am || Antworten

    1. Tim Hamer

      Hey Joschi,

      da haste den Nagel auf den Kopf getroffen. Die meisten Leute h├Âren auf wenn der erste Misserfolg eintritt, denn sie haben sich vorher keine Strategie zurechtgelegt, wie sie damit umgehen wollen.

      Es h├Ąngt auch immer von der Person selbst ab, wie sie Erfolg bzw. Misserfolg definiert. Wenn es schon als Misserfolg gewertet wird, wenn ein potentieller Gesch├Ąftspartner mein Angebot ablehnt, dann ist es nat├╝rlich sehr leicht, Misserfolg zu haben.

      Wenn aber f├╝r mich Erfolg darin besteht, die Anfrage geschrieben zu haben, dann ist es f├╝r mich sehr leicht, Erfolg zu haben.

      Es h├Ąngt stark von meinem Blickwinkel auf die “Realit├Ąt” ab ­čÖé

      Liebe Gr├╝├če

      Tim

      Januar 15, 2014 11:30 am || Antworten

  • Ralf Denner

    Naja, ich finde deine Alternative zum Blogartikel schreiben jetzt auch nicht gerade schlecht. Die meisten Menschen lassen sich nicht von was cleverem wie einem Buch ablenken, sondern eher von stumpfsinnigen TV oder so ­čśë

    Aber ich bin dennoch froh, dass du dich f├╝r das Schreiben entschieden hast. Es hat sich gelohnt. Das ist ein toller Artikel, welchen ich gern weiterempfehle.

    (Bin eben ├╝ber Anti-Uni hier gelandet und komme bestimmt mal wieder zur├╝ck.)
    Gr├╝sse
    Ralf

    Februar 26, 2014 12:41 am || Antworten

    1. Hey Ralph,

      Danke f├╝r das Lob f├╝r den Artikel.

      da hast du nat├╝rlich Recht! Ich muss nat├╝rlich zugeben dass ich auch gelegentlich Mal Zeit auf Facebook oder ├Ąhnlichem verbringe. Nobody is perfect. ­čÖé

      Liebe Gr├╝├če, freue mich dich hier demn├Ąchst mal wieder begr├╝├čen zu d├╝rfen!

      Tim

      Februar 26, 2014 4:32 pm || Antworten

  • Christian

    Ich fange gerade erst damit an diese Tipps anzuwenden. Aber bereits jetzt ver├Ąndern sie mein Leben. Vielen Dank f├╝r die neue Hoffnung!

    Mai 27, 2014 7:47 pm || Antworten

    1. Hey Christian, das freut mich super zu h├Âren! Dranbleiben und bei Fragen immer gerne per Mail bei mir melden!

      Liebe Gr├╝├če

      Tim

      Mai 28, 2014 5:01 pm || Antworten

  • Ralf Hauser

    Auf meinem Blog besch├Ąftige ich mich (mit einer bis jetzt dreiteiligen Artikelserie) mit dem Scheitern. Wenn wir nicht wissen wer wir sind und was wir wollen steigt die Wahrscheinlichkeit in einer komplexen Welt zu scheitern. Wenn wir gut ausgebildet sind, in einem Beruf der ├╝berlaufen ist, in einer Stadt in der jeder leben will, steigt die Wahrscheinlichkeit zu scheitern auch. Das denke ich mir dauernd bei der dritten Staffel Girls und kann es fast nicht ertragen zuzusehen. Davon wird sicher mein vierter Scheitern Artikel handeln. Und noch was f├Ąllt mir auf: Scheitern-Artikel werden gerne von Journalisten geschrieben, deren Aussichten auf dem Arbeitsmarkt so schlecht sind wie im Kohlebergbau. Also schreibt eine Berufsgruppe ├╝ber eine Generation die viele Optionen hat und doch nichts erreicht (und meint sich selber).

    Juni 22, 2015 4:08 pm || Antworten

  • Tim Hamer

    Danke f├╝r den Link und den Input!

    Juni 22, 2015 5:07 pm || Antworten

  • […] Des Weiteren spielen in solchen Situationen auch immer Willenskraft und Disziplin eine gro├če Rolle. Darauf einzugehen, w├╝rde diesen Artikel sprengen. Wie du aber z.B. deine Willenskraft trainieren kannst, erf├Ąhrst du in diesem Artikel von Tim Hamer. […]

    Juli 21, 2015 11:43 am || Antworten

  • Steffen

    Wow dein Blog Eintrag ist wirklich Medizin f├╝r mein faules Studenten dasein ­čśÇ (sitze gerade auch an meiner ba ­čśë wirklich hilfreiche tipps die du da gibst, ich hab noch einen anderen interessanten Beitrag zum selben Thema in Video form gefunden https://youtu.be/mAoFTgVzYig

    April 3, 2017 11:20 pm || Antworten

  • Christian

    Ein toller Artikel.
    Die Willenskraft zu trainieren ist f├╝r viele Menschen eine Herausforderung. Doch ein starker Wille ist die Voraussetzung f├╝r Erfolg.
    LG, Christian

    August 2, 2017 7:05 am || Antworten

  • Sebastian

    Hey, das sind mal gute Inspirationen, die zum Teil auch noch unverbraucht sind ­čÖé

    Kleine Korrektur (?) zu 3.:

    “Je weniger wir uns mit unserem zuk├╝nftigen Ich in Verbindung setzen, desto weniger sind wir bereit, auf kurzfristige Belohnungen zu verzichten, die uns nur langfristig Vorteile bringen w├╝rden.”

    Irgendwo ist das was falsch an der Aussage…

    Mai 19, 2018 6:13 am || Antworten

    1. Tim Hamer

      Danke ­čÖé

      Was genau ist daran falsch?

      Liebe Gr├╝├če,
      Tim

      Mai 19, 2018 6:58 am || Antworten

  • Sebastian

    Na die inhaltliche Aussage, die man an verschiedenen Stelle korrigieren kann. So m├╝sste der Satz doch eigentlich anfangen mit: “Desto MEHR wir uns…” um Sinn zu ergeben.

    Mai 19, 2018 10:41 am || Antworten

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