November 12, 2019

Zukunftsangst: Wie du die Angst vor der Zukunft besiegst

Zukunftsangst wird immer verbreiteter. In unserer Gesellschaft herrscht hoher Leistungsdruck.

Uns wird suggeriert, wir müssten immer Leistung bringen, sonst ginge das Leben den Bach runter.

Daher meinen wir, unser seelisches Wohlbefinden und gesellschaftliche Akzeptanz hinge von unserem Job ab. 

Wenn wir dann eine Ausbildung abbrechen oder das Studienfach wechseln, dann machen wir uns Sorgen darüber, was jetzt kommt.

War das die richtige Entscheidung?”

Wir haben Zukunftsangst und Sorgen darüber, was nach Abi, Schule oder dem Studium kommt. 

Nach einer Trennung oder Scheidung fragen wir uns, ob wir in der Zukunft jemals einen neuen Partner finden und auch der Klimawandel macht vor allem jungen Menschen große Sorgen vor der Zukunft.

Doch das muss nicht sein. In diesem Artikel zeige ich dir, was gegen Zukunftsangst hilft – und nein, das hat nichts mit positiven Denken zu tun. 

Hast du Lust darauf, deine Zukunftsangst ein für alle Mal loszulassen und das Leben mit mehr Freude und Leichtigkeit zu leben – dann ließ schnell weiter.

Wann wir Zukunftsangst haben

Das Leben und die Zukunft machen uns Angst. 

Oft genau dann, wenn große Veränderung anstehen und wir ein wenig mehr Selbstvertrauen sehr gut gebrauchen könnten. 

Wir denken darüber nach, ob wir das alles packen können. Wir grübeln darüber nach, was alles schiefgehen kann.

Wenn wir viele solche Gedanken im Kopf haben, spüren wir die natürlich auch im Körper. 

Manifestiert als Angst und Unsicherheit können die Auswirkungen von Zukunftsangst jeden Tag das Leben sehr schwer machen. Noch schlimmer, es kann sogar zu Krankheiten und Panik führen. 

Anstatt das Leben zu genießen und voller Vorfreude in die Zukunft zu gucken zerbrechen wir uns stundenlang den Kopf über etwas, das noch gar nicht passiert ist – und leiden darunter.

Wieso wir Zukunftsangst haben

Wann wir Zukunftsangst haben

Oft haben Menschen mit großer Zukunftsangst in der Vergangenheit Erfahrungen gemacht, die negative Gefühle in ihnen ausgelöst haben.

Sie sind oft gescheitert oder wurden zurückgewiesen und daher denken sie jetzt, es werden auch weiterhin allerlei Katastrophen auf sie warten.

Außerdem erscheint ihnen ‘sich Sorgen über die Zukunft machen’ und Grübeln als bestes Mittel, die Zukunft unter Kontrolle zu bringen.

Was sie dabei nicht erkennen ist, dass sie gegen eine immaginäre Gefahr kämpfen. 

Sie versuchen sich in Gedanken vor etwas zu schützen, was es bisher nur in den Gedanken gibt. 

Das muss per Definition zu einem Gefühl der Hilflosigkeit führen, denn wir können hier schlicht nicht zu einer soliden Lösung kommen. 

Sie haben den Eindruck, die einzige Möglichkeit sich zu schützen wäre, ganz angestrengt zu Grübeln, sich Sorgen zu machen und vom Worst-Case auszugehen.

Sich Sorgen machen und Grübeln führt immer zu Ängsten

Aus endlosen Grübeln entstehen immer Ängste. Das führt nicht etwa dazu, dass wir effektiv mit den möglichen Herausforderungen des Lebens umgehen können.

Es führt vielmehr dazu, dass wir unsere gesamte Energie in dieser Zukunftsangst verschwenden. 

Falls es doch irgendwann mal eine reale Situation zu lösen gibt, fehlt uns dann jegliche Kreativät, Präsenz und Power für eine gute Lösung. 

Aber das muss nicht sein. Denn im nächsten Abschnitt möchte ich etwas mit dir teilen, was dir einen großen Teil deiner Zukunftsangst nehmen kann. 

Lies also schnell weiter. 

Was ist diese ominöse Zukunft überhaupt?

Ich möchte etwas mit dir teilen, was dich so richtig erleichtern wird.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass es die Zukunft gar nicht gibt? 

Niemand hat sie je gesehen. Man kann kein Stück davon abschneiden und sich in die Tasche stecken noch kann man ihr Gewicht auf einer Waage ermitteln.

Niemand konnte je seinen Fuß in sie setzen.

Der einzige Ort, wo es die Zukunft lebhaft existiert, ist in unserem Kopf, in unseren Gedanken um genauer zu sein.

Sie ist wie ein Geist, der in unserem Kopf herumspukt. 

Die Zukunft ist immer im Wandel

Das lustigste ist, das sie nicht solide ist sondern immer im Wandel.

Wenn du genau hinschaust, dann sogar sekündlich. 

Sie sieht anders aus und fühlt sich anders an, je nachdem, was für Gedanken du gerade über sie hast.

Sie kann in sehr kurzer Zeit von:

“Sie exisitiert nicht, weil ich gerade nicht an sie gedacht habe und mich deshalb entspannt fühle…”

über:

“Wenn ich nicht ganz doll aufpasse, werden wir alle morgen eine unabwendbare Katastrophe erleben …” 

bis hin zu: “Naja, so schlimm wird es gar nicht, ich bekomme das schon hin” gehen.

In dem Maße, wie unser Denken sich ändert, ändert sich unsere Wahrnehmung der Zukunft. 

In welchem Moment du anfängst, unter der Zukunft zu leiden

Zukunftsangst loswerden

Wenn wir viele negative Gedanken und Bilder über die Zukunft im Kopf haben, dann entsteht Zukunftsangst.

Aber sie entsteht nicht, weil es da wirklich irgendwas gäbe, was schiefgehen kann. 

Denn Zukunftsangst haben wir meistens abends im warmen Bettchen oder während wir gemütlich im warmen Zimmer sitzen.

Fundamental ist hier alles in Ordnung. Der Kühlschrank ist voll, du hast genug zu Essen und fließend Wasser.

Trotzdem entsteht der Eindruck, es stünde eine Katastrophe kurz bevor. 

Unabwendbar. Wir denken, unsere Fähigkeiten werden niemals ausreichen, um das zu verhindern.

Zur Zukunftsangst kommt jetzt (erdachte) Hilflosigkeit. Das alles passiert zu allem Überfluss noch vollständig automatisch.

Niemand würde sich bewusst dazu entscheiden, stundenlang Horrorfilme im Kopf zu schauen …

… oder sich in Dauerschleife seine eigene Hilf- und in manchen Fällen sogar Wertlosigkeit einzureden.

Niemand kann seine Zukunftsangst einfach so abstellen – was trotzdem hilt

Irgendwo wissen wir, dass uns das nicht gut gut – und können es gleichzeitig nur bedingt steuern. 

Rational gesehen hat unsere Zukunftsangst oft sogar keinen wirklich fassbaren Grund. Uns geht es gut, wir haben einen Job und eine Familie. 

Trotzdem macht uns das Gedankendauerfeuer das Leben schwer. Dazu musst du wissen, dass unser Verstand die beste Virtual Reality Maschine ist, die es gibt. 

Denken erschafft Realität.

Wenn du durch die Brille deines katastrophierenden Denkens schaust, dann kommt dir die Welt wirklich und zu 100% gefährlich vor.

Wieso?

Weil du dann nicht mehr die Welt siehst, wie sie ist. Sondern du siehst (und vor allem fühlst) deine Gedanken.

Jeder einzelne Gedanke, den du ernst nimmst, hat ein chemisches Abbild in deinem Körper. Dein Gefühl.

Wenn du zu 95% auf Gedanken fokussiert bist, die negativ über die Zukunft denken, dann entsteht die Zukunftsangst.

Nicht weil die Zukunft wirklich gefährlich ist. Die Zukunft gibt es nur in deinem Kopf. 

Was du da fühlst ist nicht die Zukunft, du fühlst deine Gedanken. Es besteht keine Gefahr, du denkst das nur.

In dieser Erkenntnis liegt die Befreiung von Zukunftsangst. 

Wieso die Zukunft so bedohlich wirkt

Diese Gedanken über die Zukunft wirken immer dann so bedrohlich auf uns, wenn wir keinen Abstand zu ihnen haben.

Wenn wir mit unserem Bewusstsein stark an diese Gedanken rangezoomt haben, müssen wir sie glauben. Sie entwickeln dann ein Eigenleben. 

Die Gedanken laufen komplett automatisch ab und nehmen immer mehr Fahrt auf.

Dann vergehen zwei Stunden in denen wir komplett unbewusst in diesen Schleifen drin waren und darunter gelitten haben.

Wir mussten leiden, denn in diesem Moment ist uns nicht klar, dass wir denken. Wir sind nicht online, sondern offline. Voll im Denken gefangen.

Es hat uns eingewickelt ohne dass wir noch Perskeptive darauf haben. 

Wann wir unter Zukunftsangst leiden – und wann nicht

Oft passiert es dann, dass wir die Dinge immer negativer sehen und schwarzmalen. 

Wir meinen, es wird in jedem Fall alles in die Brüche gehen. alles ist sowieso sinnlos und die Zukunft wird sowieso ein komplettes Debakel. 

Wir stecken in einem mentalen Kreislauf, der uns gefangen hält.

Manchmal versuchen wir vielleicht, mit Willenskaft diese Gedanken zu stoppen, aber nach 1-2 Minuten erfolgloser Versuche fallen wir wieder zurück in die Unbewusstheit.

Zukunftsangst ablegen: Wie es ohne positives Denken funktioniert

Der Ausweg ist daher nicht, diese Grübel-Gedanken zu stoppen, sondern dir ihrer bewusst zu werden.

Bewusst in dem Moment, in dem sie gerade präsent sind. 

Wenn du die Trennung schaffst und erkennen kannst, dass deine Zukunftsängste ausschließlich an dem Kram liegen, den dir deine Stimme dort oben gerade erzählt, dann bist du frei von ihnen.

So kannst du deine Zukunftsangst besiegen.

Das heißt nicht, dass dein Verstand sofort aufhören wird, dir soetwas zu erzählen. Aber du wirst es nicht mehr so ernst nehmen.

Das ist dann ungefähr genauso als wenn ein kleiner, hässlicher Mann neben dir langläuft, der dir den ganzen Tag erzählt, was alles schiefgehen wird und was für ein Loser du bist und dass deine Fähigkeiten auf keinen Fall ausreichen, um das Leben erfolgreich zu meistern.

Da würdest du wahrscheinlich auch irgendwann denken “was erzählt der mir hier für einen Quatsch” und ihn nicht mehr ernst nehmen.

Zukunftsangst besiegen durch mehr Bewusstheit

Je mehr Perspektive du auf deinen inneren Kritiker bekommst, desto weniger kann er deine Realität bestimmen. Er wird irgendwann so relevant für dich, wie Fahrstuhlmusik im Hintergrund.

Je mehr diese Stimme an Bedeutung für dich verliert, desto mehr kommst du in Kontakt mit deinem wahren Ich. 

Von diesem geht Vertrauen in dich und uns Leben aus.

Das passiert ganz automatisch und du musst nichts dafür tun. Vor allem musst du es dir nicht einreden oder gegen diese Stimme ankämpfen. 

Wenn du erkennen kannst, dass es da eine Stimme gibt, die es scheinbar gerne mag, düstere Bilder über die Zukunft zu malen …

… und dann siehst dass das einzige, was sich bedrohlich anfühlt diese Bilder sind und nicht die Zukunft, dann bist du frei.

Der Beutel voller mentaler Hämmer

Du kannst dir das mit der Zukunftsangst so vorstellen. Du trägst den ganzen Tag einen Beutel voller kleiner Hämmer mit dir herum.

Dort gibt es:

  • Den Zukunftsangst Hammer
  • Den ‘Ich muss etwas erreichen’ Hammer
  • Den Sorgen-Hammer
  • Den ‘Leistung-bringen’ Hammer
  • … und viele andere Hämmer

Je nach Laune holst du (eher dein Ego), einen beliebigen Hammer aus dem Beutel. 

Dann nimmst du diesen Hammer und haust dir damit beständig gegen den Kopf. Mal etwas sanfter und manchmal etwas stärker.

Unangenehm fühlt es sich jedoch jedes Mal an. 

Aber es wird noch besser: Immer, wenn wir uns mit dem Zukunftsangst Hammer vor den Kopf klopfen, dann fragen wir uns obendrein: 

  • “Wieso tut mein Kopf immer so weh?”
  • “Ich weiß beim besten Willen nicht, wo dieser Schmerz herkommt.”

Und so klopfen wir und klopfen und ärgern uns darüber, so oft Kopfschmerzen zu haben. 

Das ist daher spannend, weil wir nur mit etwas aufhören können, wenn wir wissen wohin es führt. 

Wenn ich nicht sehen kann, dass mein Schmerz im Kopf von meiner ständigen Benutzung allerlei Hämmer kommt – dann komme ich auch nicht auf die Idee, mit dem hämmern aufzuhören.

Wie du dich von negativem Denken einfach lösen kannst – und dich frei fühlst

Genauso ist es mit dem Denken. 

Wenn ich nicht verstehe, dass all mein Leid und auch die Zukunftsangst davon kommt, dass ich jeden Tag ohne es zu merken hunderte Gedanken über die Zukunft habe und sie zu 100% ernst nehme, dann kann ich mit dem Denken auch nicht aufhören.

Genauer gesagt geht es nicht darum, damit aufzuhören. 

Wenn du ganz klar sehen kannst, dass du dich immer dann schlecht fühlst, wenn dein Kopf voll mit Gedanken ist, wirst du automatisch aufhören, jedem Gedankenkurz stundenlang mental hinterherzuhängen.

Deine Denken werden weniger Relevanz in deinem Leben bekommen. Du hingegen wirst dafür mehr in dein Wohlbefinden und Vertrauen ins Leben eintauchen.

Guter Deal, oder?

Denn auch das passiert ganz automatisch, wenn du hinter die Illusion des Denkens sehen und erkennen kannst, dass es:

  1. Keine Zukunft gibt und sie nur in deinem oft exzessiven Denken entsteht.
  2. Dass du zu 100% diese exzessiven Gedanken fühlst und nicht die Welt.

Dieses Verständnis wird dir helfen, besser mit deiner Zukunftsangst umgehen zu können. 

3 praktische Tipps gegen Zukunftsangst: Mehr Vertrauen ins Leben bekommen

Jetzt gebe ich dir noch einige praktische Tipps an die Hand, mit denen du leichter deine Zukunftsangst bewältigen kannst.

1. Reflektion

Zukunftsangst Reflektion
Zukunftsangst Reflektion

Ein erster Schritt um deine Zukunftsangst loszuwerden ist Verständnis. 

Wenn du mental Verstanden hast, dass sie nur in deinem Denken exisitert und du dieses Denken fühlst, dann hast du einen riesigen Schritt in Richtung Freiheit gemacht.

Verständnis hat unendlich viele Level. 

Schaue daher in deinem Leben immer wieder bewusst nach. 

Reflektiere Situationen und erwische dich immer wieder in dem Moment, in dem dein Denker die Kontrolle übernimmt und du vom Beobachter zum unbewussten Zuhörer wirst.

Dein Leben ist dein bester Trainingspartner. 

Die Erfahrungen, die du gerade machst sind dazu da, dass du bewusster wirst und wächst und nicht um dir das Leben schwer zu machen. 

Je mehr du erkennst, dass es immer deine Gedanken sind, die deinen Erfahrungen ihren (positiven wie negativen) Anstrich geben, desto freier wirst du.

2. Meditation gegen Zukunftsangst

Meditation eignet sich besonders gut, um immer wieder den Punkt zu erkennen, an dem wir von bewusster Präsenz hin zu unbewusstem Denken gehen.

Wenn du still und ohne Ablenkung auf deinem Hintern sitzt und deinen Atem beobachtest, dann wird es dir immer sonnenklarer werden, wann du deine Präsenz verlierst und ins Denken abdriftest.

Kehre dann bewusst und ohne Bewertung ins Beobachten zurück. Meditation ist eine Trockenübung dafür, dass das im echten Leben auch immer schneller gelingt.

Denn wenn wir irgendwann nach zwei Minuten merken, dass wir in unbewussten Grübeleien über unsere Zukunft verwickelt waren ist das viel besser, als wenn es erst nach zwei Stunden passiert.

Fange locker an, zwei Minuten Morgens und Abends reichen vollkommen aus.

Hier findest du eine ausführliche Anleitung, zum Meditation lernen.

3. Entlarve den Lügner

Man muss es fast so hart formulieren. Unsere Stimme dort oben ist ein Lügenbaron. Die erzählt am laufenden Band Dinge, die nicht wahr sind.

Oder wie oft hast du dir schon Sorgen um etwas gemacht, was nicht eingetreten ist? 

Ich hab das ständig gemacht.

Bis ich irgendwann einmal gesehen habe, dass 99,9% meiner Gedankenfilme niemals eintreten werden. 

Das war der Punkt, an dem ich mir immer weniger Sorgen gemacht und das Leben im Hier und jetzt immer besser genießen konnte.

Auch das wird dir helfen, auf einer ganz logischen Ebene zu erkennen, dass vieles davon vielleicht ein wenig übertrieben ist.

Kleiner Tipp: Lass dich nicht auf eine Diskussion ein. Zu allerst bist es nämlich nicht du, der da mit dieser Stimme diskutiert, sondern die diskutiert dann mit sich selbst. 

Zweitens wirst du da selten als Sieger vom Platz gehen, denn die findet immer sehr überzeugende Argumente. Das heißt nicht, dass die wahr sein müssen. Aber sie findet welche.

Geh locker ran und wachse in deinem Tempo

Das war jetzt ganz schön viel Input.

Gehe locker ran und entspanne dich. Je mehr du dich mit diesem Thema beschäftigst, desto tiefer wirst du es verstehen – und desto freier wirst du von deiner Zukunftsangst (und allen anderen Ängsten auch) werden.

Lad dir doch meinen Ratgeber herunter in dem du lernst, wie du effektiv aus der Grübelfalle ausbrechen und dein Leben wieder mehr genießen kannst.


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