Innerer Kritiker

Ihr innerer Kritiker macht vielen Menschen das Leben schwer.

Er vergleicht, bewertet, schimpft, nörgelt an allem herum und macht uns klein.

Viele Menschen leiden enorm unter diesem inneren Kritiker.

Die meisten haben sich schon lange mit ihm abgefunden.

Doch so verliert das Leben stark an Qualität.

Wir verspielen unendlich viel Potential und verlieren jegliches Selbstvertrauen.

Herausforderungen kommen uns riesig vor und das Leben wird zu einem Kampf.

Doch jeder kann seinem inneren Kritiker die Macht über sich entziehen. 

Dabei müssen wir nicht gegen ihn kämpfen.

Ein simples Verständnis davon, was er wirklich ist, reicht schon aus, um ihn zu stoppen.

Dann werden seine negativen Kommentare keinen Einfluss mehr auf dein Leben haben.

Lass uns loslegen!

Was der innere Kritiker ist

Jeder von uns hat diese Stimme im Kopf.

Sie ist der innere Kritiker.

An sich ist das kein Problem. Leid entsteht jedoch immer dann, wenn wir dieser Stimme alles glauben.

Denn sind ihr ausgeliefert.

Denn sie redet gerne und viel – und wir fühlen jeden dieser negativen Gedanken (über uns).

Wenn wir erkennen, dass all das Geplapper nicht wahr sein muss, sind wir frei vom inneren Kritiker.

Das klingt simpel, oder?

Lass uns das weiter erforschen.

Der Grund für alles unglücklich sein

Den inneren Kritiker kann man mit unserer Identifikation mit dem Denken gleichsetzen.

Diese Stimme in unserem Kopf sagt uns ständig, mit uns stimme etwas nicht.

Wir glauben ihr und meinen, sie wäre unsere Stimme.

Der innere Kritiker versucht ständig dir einzureden, etwas (an dir) könnte besser sein, als es jetzt ist.

  • “Wieso musst du nur immer so ängstlich sein?”
  • “Diese Aufgabe hättest du aber besser machen können.”
  • “Wenn du nur 7kg weniger auf den Rippen hättest.”

Glaubst du ihm das unbesehen, hat er gewonnen – und du fühlst dich minderwertig.

Doch bei genauerer Betrachtung stimmt nur sehr wenig von dem, was er uns erzählt.

Gleichzeitig entsteht im Widerstand unseres inneren Kritikers gegen das, was ist, alles menschliche Leid.

Dein Weg zu dauerhaften inneren Frieden

Stell dir einmal die Frage, wie dein Leben ohne all diese kritisierenden Gedanken aussähe? 

  • Wie wäre dieser Moment, ohne den Gedanken, dass etwas fehlte?
  • Wie würdest du dich fühlen, ohne zu denken alles falsch gemacht zu haben?
  • Wie würdest du leben, ohne den Glauben nicht gut genug zu sein?

Du kannst dich nicht fehlerhaft fühlen, wenn du den Gedanken nicht glaubst, du hättest etwas falsch gemacht.

Ohne deine Gedanken wäre der Moment, wie er ist. 

Du wärst so, wie du gerade bist.

Immer komplett perfekt. 

Das wird immer so sein und ist immer so gewesen.

Wir sind die einzigen, die uns davon abschneiden. 

Indem wir unseren bewertenden Gedanken über uns selbst glauben.

Doch solange deine kritisierenden Gedanken etwas an dir auszusetzen haben, fühlst du dich unvollkommen.

Dabei bist du nicht wirklich unvollkommen. 

Einzig und allein dein innerer Kritiker versucht, dir das einzureden.

Nimm ihn nicht mehr so ernst.

Du kannst niemals wissen, ob er die Wahrheit sagt.

Ursachen für deinen inneren Kritiker

Ursachen innerer Kritiker

Denn höchstwahrscheinlich sind es nicht deine Worte, die dort auf Dauerschleife abspielen.

Es sind die deine Eltern, Lehrer oder Freude aus der Kindheit.

Auch wenn wir unseren inneren Kritiker nur im Hier und Jetzt überwinden können, macht das Verständnis über seine Ursachen doch Sinn.

Denn viele Menschen meinen, diese kritisierenden Gedanken wären ihre.

Aus diesem Grund nehmen sie ihren inneren Kritiker dann besonders ernst.

Wenn sie erkennen, dass sie in ihrer Vergangenheit die Gedanken und Meinungen anderer unhinterfragt übernommen haben, fällt das Loslassen viel leichter.

Der Verstand in ein Geschichtenerzähler

Innerer Kritiker - mentale Geschichten

Byron Katie fragt immer: “Wer wärst du ohne diesen Gedanken?”

Eine spannende Frage. Denn ohne all die mentalen Geschichten aus unserer Vergangenheit wären wir Präsenz.

Es wäre immer alles ok so, wie es gerade ist.

Der nächste Moment, egal wie er sich gestaltet, wäre genauso ok.

Wie würde dein Leben aussehen, wenn jeder Moment so sein dürfte, wie er ist?

Richtig! 

Dein Leben wäre eine Aneinanderreihung von perfekten Momenten. Das nennt man dann wohl glücklich sein.

Jeder Widerstand würde wegfallen. 

In dieser Erkenntnis liegt die Befreiung vom inneren Kritiker.

Denn er ist es, der der verklickern will, etwas wäre falsch.

Der Eindruck, dass irgendetwas mit dir nicht in Ordnung wäre, entsteht nur in deinen Gedanken.

“Da draußen” gibt es kein gut und kein schlecht. 

Es existiert nur, wenn du deinem inneren Kritiker glaubst, es existierte.

Wieso dein innerer Kritiker niemals Recht haben kann

Die Kündigung vor 3 Jahren: “Was ist, wenn ich nochmal versage und den Job verliere?”

Die Trennung vom Partner: “Hätte ich das verhindern können, wenn ich besser gewesen wäre?”

Niemand kann es wissen. 

Trotzdem zerbrechen wir uns den Kopf darüber. Wir machen uns für unser Handeln fertig.

Die Wahrheit lautet: Du gibst immer dein bestes! Wie jeder andere Mensch auch.

Daher ist das Wort “Fehler” überflüssig.

Niemand kann jemals besser handeln, als es ihm in dieser Sekunde möglich ist.

Für mich ist eine ganz neue Welt aufgegangen, als ich das verstanden habe.

“Ich kann keinen Fehler machen, weil ich immer so gut handle, wie ich gerade kann.”

In Gedanken in den Krieg gegen mich zu ziehen bringt nichts – außer eine ganze Menge negative Gefühle.

Ich kann mich neutral fragen: “Was kann ich hieraus lernen?”, und dann entspannt weitergehen.

Etwas ändern zu wollen erzeugt Leid

Gerne erzählt uns der Kritiker auch, wir müssten uns verändern. 

Weil wir nicht gut genug wären.

Doch in Wahrheit sind wir halt gerade in diesem Moment so, wie wir sind.

Mit allen Ecken und Kanten.

Glaub dieser Stimme nicht und akzeptiere diesen Moment (mit allen Inhalten) so, wie er ist.

Das heißt übrigens nicht, dass du es 10 Jahre so lassen sollst. 

Veränderung ist top. 

Aber nur, wenn sie auf einem Fundament der Akzeptanz aufbaut.

Denn der Moment ist (in diesem Moment) sowieso so, wie er ist. 

Da kannst du mental noch so viel Widerstand leisten und dir einreden, er wäre es nicht.

Es geht immer nur um diesen Moment. 

Denn er ist alles, was wir haben.

Wieso Loslassen so schwer ist

Bei vielen Menschen kommt irgendwann der kleine Kontrollfreak (also ihr innerer Kritiker) durch und fragt sowas wie: “Aber dann komme ich im Leben gar nicht mehr voran. Dann sitze ich untätig 16 Stunden am Tag in der Höhle und schaue gegen die Wand.”

Auch wenn mir diese Option manchmal lebenswerter vorkommt als der Lebensstil einiger Menschen, so ist das natürlich stark an den Haaren herbeigezogen.

Denn in Wahrheit ist es so: Leben und Arbeiten macht 10x mehr Freude, wenn es aus der Akzeptanz heraus gelebt wird.

Sobald wir uns aus dem Mangeldenken lösen, kommt Fülle in unser Leben.

Innere Fülle. 

Aus innerer Fülle entsteht Fülle im Außen. 

Du kannst dich dann fast nicht mehr dagegen wehren, dass im Außen genau das entsteht (und bleibt) – was du dir gewünscht hast und was zu dir passt.

Der innere Kritiker will festhalten – Freiheit kommt durch Loslassen

Innerern Kritiker überwinden

Außerdem wird es dir viel leichter Fallen, Altes loszulassen, von dem dein innerer Kritiker unbedingt meinte, dass du es brauchst.

Denn wieso solltest du etwas tun, nur damit es dir in der Zukunft besser geht – wenn es dir jetzt sowieso schon gut geht?

Das macht dann irgendwann immer weniger Sinn.

Beobachte deine innere Stimme

Um den inneren Kritiker zu besiegen, müssen wir uns über das unbewusste Denken erheben.

Wir wollen erkennen, dass es nicht immer wahr ist und vor allem nicht unser Denken ist.

Der erste Schritt dazu ist es, erst einmal zu erkennen, dass wir diese Stimme haben. 

Denn bei vielen Menschen plappert sie unbemerkt auf Autopilot.

Dazu müssen merken: “Hier ist das wahrnehmende Bewusstsein – da ist die Stimme.”

Wenn wir sie erkennen, dann lösen wir uns automatisch von ihr.

Immerhin weiß niemand, was er wohl als nächstes sagen wird. 

Dann ist die Stimme ungefähr so wie ein kleiner, hässlicher Mann, der den ganzen Tag neben mir langläuft und die immergleichen Geschichten erzählt.

Trotzdem glauben wir ihr alles.

Bewusstsein verändert das.

Wie du Bewertungen loslässt und mehr in deinem SEIN bist

Es gibt dabei einen Unterschied, ob wir uns über oder unter den Gedanken befinden. 

Über dem Denken zu sein heißt: Wir nehmen Gedanken wahr, aber nicht ernst.

Wir erkennen, dass Gedanken nur eine Stimme im Kopf ist, die gerne über Zukunft und Vergangenheit spricht.

Wir sehen auch, dass wir uns abgeschnitten, angespannt und unruhig fühlen, je lauter und schneller sie spricht.

Unter den Gedanken zu sein heißt, sie zu unterdrücken. 

Wenn wir eine Flasche Wein trinken, dann unterdrücken wir unseren Denker.

Wir bekommen nicht mehr so viel mit – und somit sind auch die nervigen Gedanken weniger präsent.

Das fühlt sich kurzfristig angenehmer an, jedoch kommt das mit allen möglichen negativen Begleiterscheinungen (über die ich dir hier nicht viel erzählen muss).

Über das Denken kommst du, indem du dir bewusst über dieses Stimme wirst – und bemerkst, dass du sie zwar wahrnehmen kannst, sie aber nicht bist.

Du musst nicht mit dem inneren Kritiker diskutieren

In vielen Ratgebern liest man, bessere Gedanken zu erzeugen.

Klar, mit positiveren Gedanken fühlt man sich direkt besser.

Doch niemand kann seine Gedanken dauerhaft kontrollieren. Der Versuch produziert oft noch mehr Gedankenchaos im Kopf. 

Oft versuchen wir uns von etwas zu überzeugen, von dem wir nicht überzeugt sind.

Viel besser funktioniert es, den Inhalt von Gedanken per se nicht mehr so ernst zu nehmen.

Viel besser ist folgende Annahme: Kein negativer Gedanke über mich ist wahr.

Der innere Kritiker und negative Gefühle

Am Ende geht es nicht um die Gedanken. Wir wollen uns von hemmenden Gefühlen lösen, die unser innerer Kritiker auslöst.

Gefühle sind nichts weiter, als chemische Abbilder unseres Denkens im Körper.

Sie werden immer unangenehmer, je länger wir unbewusst von unseren inneren Kritiker eingewickelt wurden.

Wenn er dir unbemerkt 3 Stunden negativen Quatsch erzählt, fühlst du dich dementsprechend sehr lange negativ.

Negative Gefühle sind ein Alarmsignal.

Es meldet dir, dass du gerade unbewusst in deinen Gedanken gefangen bist.

Wenn du dich schlecht fühlst, kannst du das ab heute als Signal dafür nehmen, jetzt Abstand von deinem Denken zu nehmen.

Inneren Kritiker dauerhaft abstellen

Inneren Kritiker überwinden

In der Sekunde, in der du erkennst: Da ist die Stimme des inneren Kritikers und ich kann ihr zuhören” – verliert sie augenblicklich ihre Macht über dich.

Möglicherweise wird sie versuchen, die Macht über dich wiederzuerlangen.

Sie wird an dir zerren und versuchen, dich unbewusst zu machen.

Entspann dich dort hinein. 

Das ist ganz normal. 

Kehre einfach immer wieder, ganz in deinem Tempo, zurück zum bewussten Beobachter.

Mache das immer wieder. Solange, bis du über den Kritiker lachen kannst.

Wie dir dein Leben hilft, den inneren Kritiker zu besiegen

So kommen uns harte Phasen im Leben nicht mehr so hart vor.

Denn auf einmal helfen sie dir, innerlich freier zu werden.

Alle Limitierungen (und emotionalen Blockaden) entstehen nur in deinem Denken. 

Jedes Mal, wenn du das bewusst sehen kannst, löst du dich ein Stück mehr von dem Kritiker.

Das kann ein Prozess sein, jedoch einer der sich immer lohnt.

Gehe wach durch dein Leben. 

Nimm jede Herausforderung, um daran zu wachsen.

So musst du nie mehr unter dem inneren Kritiker leiden.

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