Ausgeglichenheit

Ausgeglichenheit ist ein schöner Zustand.

Sehen wir uns in der Welt um, scheinen viele Menschen jedoch nicht sehr ausgeglichen zu leben.

Viele sind gestresst, ausgebrannt und überfordert.

Die Beziehung ist anstrengend, der Chef nervt und wir sind beim kleinsten Auslöser innerlich schon auf 180.

Doch dafür gibt es eine Lösung. 

Du musst auch nicht 3 Stunden am Tag meditieren, um mehr Ausgeglichenheit finden zu können.

Wenn du verstehst, woher diese Unausgeglichenheit wirklich kommt, dann hast du sie schon fast besiegt.

Los geht’s.

Wieso du unausgeglichen bist

Mangelnde Ausgeglichenheit entsteht, weil wir uns selbst innerlich stressen.

Wenn wir nicht ausgeglichen sind, haben wir (oft unbewusst) hunderte Gedanken gleichzeitig im Kopf.

Wir denken daran, …

  • wie wir das morgen auf der Arbeit regeln sollen.
  • was dieser Kommentar von unserem Partner schon wieder sollte.
  • ob wir jemals glücklich und entspannt werden können.

Dabei denken wir nicht etwa sachlich über konkrete Lösungen nach.

Nein, es herrscht pures Gedankenchaos. 

Die Gedanken überschlagen sich im Gedankenkarussell.

Grundlage: Wieso Gedanken Unausgeglichenheit erzeugen

Was du verstehen darfst: Wir fühlen immer unsere Gedanken und niemals die Welt.

  • Du fühlst nicht deinen Partner – du fühlst deine Gedanken über deinen Partner.
  • Du fühlst nicht die vielen Aufgaben auf deiner Arbeit – du fühlst deine Gedanken darüber.
  • Du fühlst nicht die politische Lage – du fühlst dein Denken darüber. 

Viele Menschen denken jedoch, ihre Gefühle kämen von Außen. 

Doch genau das ist der Trugschluss, der es uns so schwer macht, dauerhaft und ohne Aufwand ausgeglichen zu sein.

Jetzt können wir immer nur an den Symptomen ansetzen – niemals an der Ursache der Unausgeglichenheit.

Wieso wir immer nur Symptome der Unausgeglichenheit bekämpfen (können)

Symptombekämpfung sieht dann ungefähr so aus: Ein Gedanke kommt -> du fühlst den Gedanken -> du willst etwas gegen das Gefühl machen (z.B. Meditation, Entspannungstechniken, …).

Das hilft möglicherweise kurzfristig. 

Aber wenn dann (oft unbemerkt von dir) das nächste Gedankenchaos kommt, geht das Symyptom-Spiel wieder von vorne los.

Das kann frustrierend und anstrengend sein.

Daher möchte ich dir in diesem Artikel erklären, wie du dauerhaft und auf einer tiefen Ebene ausgeglichen wirst.

Die wichtigste Grundlage um dauerhaft ausgeglichen zu leben: Wir fühlen niemals die Welt dort draußen und immer unsere Gedanken (über die Welt dort draußen).

Erkenne deinen Denker

Der einzige Auslöser von Unausgeglichenheit ist deine Stimme im Kopf.

Solange wir uns von ihr unbewusst vollquatschen lassen, werden wir uns immer unausgeglichen fühlen.

In dem Moment, in dem wir diese Stimme erkennen, sind wir frei. 

Wie sähe dein Leben aus, wenn du diese Stress-Stimme nicht hättest?

Wie wäre es, wenn du heute noch 27 Sachen auf der ToDo Liste hättest, aber dazu keinerlei Gedanken?

Richtig, du wärst vollkommen locker und entspannt.

Wieso dein Denken dich unausgeglichen macht

Es geht mir nicht darum, das Denken zu verteufeln. 

Es ist ein gutes Werkzeug. 

Es funktioniert super, wenn du es für produktive Gedanken wie: “Wenn ich um 15.45 den Termin habe, dann sollte ich wohl eine halbe Stunde vorher losfahren.” benutzt. 

Wenn es jedoch in Eigenregie Gedanken wie: “Oh Gott, das schaffe ich nie, das stresst mich so, wieso kann mein Leben nie ruhig sein? Wieso immer ich? Das ist alles so hart und anstrengend” produziert, dann macht es das Leben sehr anstrengend.

Siehst du den Unterschied? 

Im Außen ändert sich nichts.

Im Inneren jedoch alles.

Jeden einzelnen stressigen Gedanken spürst du am eigenen Leib als Gefühl.

 Als chemisches Abbild des Gedanken im Körper,

Denken erschafft Realität

Wir haben erkannt, dass Unausgeglichenheit immer in unserem Denken entsteht.

Der nächste Schritt ist zu erkennen, dass dieser Denker oft heillos übertreibt. 

Nein, ich sage es noch deutlicher. Er lügt dir täglich ins Gesicht.

  • Wie oft hat er schon komplett unangemessen Stress erzeugt? 
  • Wie oft hat er schon etwas erzählt, was nicht gestimmt hat?

Für diesen Denker gibt es 1001 Gefahren in der Welt – und er meint, dich unbedingt vor ihnen bewahren zu müssen.

Das macht er, indem er stressige Gedanken erzeugt.

Die Welt ist sicher – du bist sicher

Auch wenn es die eine oder andere gefährliche Situation gibt, zu 99,9% bist du in dieser Welt sicher. 

Doch deine Stimme dort oben sieht das ganz anders.

Die will verhindern dass die vermeintliche Katastrophe passiert. 

So zieht sie deine Aufmerksamkeit vom Hier und Jetzt weg. 

Sie gaukelt dir eine komplett fiktive Welt in deinem Kopf vor – die du fühlst.

Oft fühlt die sich gefährlich an.

Und obwohl wir niemals wissen können, all diese Horrorszenarien wirklich passieren werden – wir fühlen wir uns jetzt schon so richtig angespannt.

Obwohl noch garnichts passiert ist. Nur zur Sicherheit. Man kann ja nie wissen.

Was viele nicht bemerken: Nur hier, in dieser fiktiven Gedankenwelt, entsteht alle Unausgeglichenheit.

Die Lösung für mehr Ausgeglichenheit

Die Lösung ist banal. Nimm deine Stimme im Kopf nicht so ernst. Glaube ihr nicht alles, was sie dir erzählt.

Erkenne die Illusion. Nimm die Beobachterposition ein.

Es ist niemals etwas in der Außenwelt, was dich unausgeglichen macht – es ist immer deine innere Stimme. 

Wir haben ja gelernt: Deine innere Stimme übertreibt gerne mal – und sie erzählt dir ganz selten die Wahrheit.

Wieso nehmen wir sie also so verdammt ernst?

Das liegt daran, dass wir meinen, das wäre unsere Stimme. 

Hier liegt der Ursprung für alles menschliche Leiden in der gesamten Welt. Doch genauso liegt hier die Lösung.

Der Ort, an dem du immer Ausgeglichenheit spürst

Erinnere dich mal an einen Moment zurück, in dem du so richtig ausgeglichen warst. 

  • Wieviele Gedanken hattest du da im Kopf?
  • Hast du dich von ihr vollquatschen lassen?

Wahrscheinlich war zu dieser Zeit relativ wenig los in deinem Kopf. 

Das war der Grund, wieso du dich gut gefühlt hast.

Das lag nicht daran, dass du gerade keine Probleme lösen musstest oder dein Partner nett zu dir war.

Nein. Wir haben alle jederzeit Zugang zu Liebe, Frieden und Ausgeglichenheit.

All das liegt direkt hinter dem Gedankenchaos.

Wir versuchen uns zu schützen

Was uns von Ausgeglichenheit, innerer Ruhe und Entspannung abhält ist einzig und allein diese Stimme.

Würde sie nicht alles kommentieren, würden wir uns immer gut fühlen.

  • Dann würde ein Gedanke in unser Bewusstsein kommen und direkt weiterziehen. 
  • Gefühle würden kommen und wieder gehen.

Aber all das wäre kein großes Ding, denn der ständige mentale Kommentar dazu würde nicht da sein.

Kontrolle loslassen für mehr Ausgeglichenheit

Was deine Ausgeglichenheit zerstört ist der Fakt, dass diese Stimme probiert, deine Erfahrung zu kontrollieren.

Irgendwann hat sie entschieden, bestimmte Gefühle nicht haben wollen.

Angst, Unsicherheit, Wut, ….

Gleichzeitig will sie von anderen Gefühlen mehr haben.

Verliebt sein, Freude, Gelassenheit, Ausgeglichenheit …

Jetzt versucht unser Verstand die Welt so zu kontrollieren, dass nur noch Dinge passieren, die uns gut fühlen lassen und gleichzeitig nie mehr Dinge passieren, die uns schlecht fühlen lassen.

Doch die Welt dort draußen ist nur sehr bedingt zu kontrollieren. 

Sie ist chaotisch. 

Das ist solange kein Problem, wie wir sie eben nicht kontrollieren wollen.

Dann kann passieren, was will. Das einzige was wir dann tun müssen ist, das neutral zu beobachten.

Schnell kommt dann die nächste Erfahrung (und wir vergessen die alte).

Wir sind im Flow und fühlen uns ausgeglichen – egal was da gerade vor uns ist. 

Wieso nicht alles dein Business ist

Doch wir meinen es läge an uns, alles so gestalten zu müssen, damit wir uns gut fühlen können.

Kannst du dir vorstellen, dass das ein wenig anstrengend ist und wir uns so nicht besonders ausgeglichen fühlen?

Lass also die Kontrolle los. 

Lasse den Wunsch los, alles so machen zu müssen, dass es sich nicht unangenehm für dich anfühlt.

Das ist der Weg zu mehr innerer Gelassenheit

Wenn du jede Erfahrung einfach vorbeiziehen lassen kannst (was sie im Übrigen ganz automatisch tut, solange wir nicht eingreifen), was soll dich dann noch stressen?

Der einzige Grund für menschliches Leid ist, dass wir an “guten” Erfahrungen festhalten wollen und gegen “schlechte” Widerstand leisten.

Würden wir das loslassen, wären wir immer entspannt und ausgeglichen.

Was du tun musst, um innerlich ausgeglichen zu sein

Erkenne, dass da eine Stimme ist, die dich den ganzen Tag vollquatscht.

Erkenne dann, dass diese Stimme fast immer damit beschäftigt ist, dich vor “negativen” Erfahrungen schützen zu wollen.

… und manchmal damit, dir positive zu geben.

Egal was sie tut, nimm sie nicht ernst. Lass das ganze Geplapper im Kopf vorbeiziehen wie Wolken am Himmel.

Erkenne, dass immer nur zählt, was vor dir ist. Dieser Moment, das Hier und Jetzt.

Wenn du wahrnehmen kannst, was gerade in diesem Moment los ist (ohne es auf dich zu beziehen und in “gut” oder “schlecht” einzuteilen), dann bist du frei.

Leben im Hier und Jetzt für mehr Ausgeglichenheit

Diese Stimme holt dich jedoch immer wieder aus dem Moment heraus. 

Dabei ist dieser Moment immer perfekt.

Allein diese Stimme ist es, die ihn nicht perfekt erscheinen lässt. 

So wirst du von der Quelle deines Seins, von Lebensfreude, Spontanität, Liebe und Ausgeglichenheit getrennt.

Denn du siehst nicht die Welt, sondern du siehst ein gedankliches Bild von ihr. 

Dieses Bild ist verzerrt, macht oft Angst und ist voll mit dem Wunsch, etwas müsste jetzt anders sein.

Das ist alles auch in Ordnung so. 

Nimm es halt nur nicht allzu ernst. 

Du hast alle Zeit der Welt

Das ist übrigens nicht, wo du dich hindenken kannst. 

Du willst da locker rangehen. Beobachte, so gut du kannst, deine Stimme. 

Wenn du eine Aufgabe haben willst: Erkenne immer wieder, dass du nicht diese Stimme bist, sondern sie hörst.

Möglicherweise wird sie immer mal wieder die Kontrolle übernehmen wollen.

Das ist in Ordnung. 

Kehre ruhig und in deinem Tempo wieder zum Beobachter zurück.

Wie du ausgeglichen mit deiner inneren Stress-Stimme umgehst

Wenn die Stimme Drama oder Stress erzeugen will dann sage dir innerlich: “Ah süß, da ist die Stimme und die macht gerade voll den Stress. Aber ich spring da jetzt nicht auf. Ich schau es mir einfach mal so von der Seite an.”

Dann wirst du immer mehr merken, wieviel Quatsch die Stimme erzählt.

Du wirst immer mehr merken, wie es dir geht, wenn du ihr alles glaubst.

Auch wirst du merken wie viel entspannter und ausgeglichener du bist, wenn du ihr eben nicht alles glaubst.

Das kann schnell gehen oder einige Zeit dauern, je nachdem wie sehr du mit dieser Stimme identifiziert bist.

Das ist kein Problem. Denn der einzige, der damit ein Problem haben könnte, ist deine Stimme.

Hör ihr zu, nicke einmal freundlich, und lebe weiterhin gelassen in diesem Moment.

Nutze deinen Alltag als Trainingspartner für mehr Gelassenheit

Um mehr Ausgeglichenheit in dein Leben zu holen, nutze deinen Alltag als Trainingspartner.

Ich habe in meinem Leben schon viele Übungen, Meditation, … gemacht.

Nichts davon war mir so ein guter Lehrer, wie das Leben. Jeder Mensch wird von vielen kleinen und großen Dingen aus der Balance geworfen.

Das passiert nicht, um dich zu ärgern.

Es passiert, damit du wachsen kannst. 

Alles, was dich im Leben aus deiner Ausgeglichenheit wirft hat nur ein Ziel: Dich wachsen zu lassen und bewusster zu machen.

Mehr nicht.

Sei dankbar für jedes unangenehme Gefühl

Jedes unangenehme Gefühl ist die Chance, zu wachsen. Alte Blockaden aufzulösen – und präsent mit der Stimme zu werden.

Gehe also wach durch deinen Alltag. Verbinde dich wieder mit dir. Sei achtsam. Lass das Handy mal in der Tasche.

Erfahre, wie es ist, du zu sein. Mit allen Gefühlen und Gedanken. Werde präsent mit jeder Erfahrung, die du machst.

Erkenne, wie alles weiterzieht, wenn du es weiterziehen lässt. 

Wenn du Lust hast, Übungen zu machen, dann mache Übungen. Sieh sie jedoch als Ergänzung an.

Es geht darum, das Leben zu leben – und sich nicht auf dem Meditationskissen zu verstecken. 

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