December 31, 2015

Selbstvertrauen aufbauen in zwei Schritten

In diesem Artikel erkläre ich dir die zwei einfachen Schritte, mit denen du unerschütterliches Selbstvertrauen aufbauen kannst.

Jeder Mensch möchte intensiver spüren, bedingungsloser lieben, aufregendere Erfahrungen machen, einen Job den er liebt und dazu großartige Lebensqualität als Sahnehäubchen.
Jeder Mensch möchte wachsen. Wachstum und Veränderung sind die Grundprinzipien des Lebens. 1

Gleichzeitig verwirklichen nur wenige Menschen die Dinge, die ihnen wirklich wichtig sind.

Stattdessen bleiben sie genau da, wo sie sind.

Sie sitzen lieber im sicheren Hafen im weiten Ozean der Veränderung, anstatt die wackeligen Treppenstufen herabzusteigen, mutig das kleine Ruderboot zu besteigen und endlich in See zu stechen.

Im seit Jahrzehnten unveränderten Hafen reden sie stundenlang darüber, wie aufregend es wird, wenn sie endlich losfahren.

Sie flüchten sich in imaginäre Realitäten, in denen all ihr Träume bereits eingetreten sind.

Nur eines tun sie nicht.

Sie legen nicht los.

Versteh mich nicht falsch, ich bin ein großer Freund davon, positiv zu visualisieren und ein genaues Bild davon zu haben, wohin man losrudern möchte.

Nur halte ich noch mehr davon, wirklich das Boot zu besteigen und die ersten paar Ruderschläge zu machen.

Zu Handeln. Seine Träume mit beiden Händen selbst zu erschaffen.

Doch genau an diesem Punkt scheitern viele Menschen.

Selbstvertrauen aufbauen: Der wahre Grund, wieso wir nicht loslegen

Selbstvertrauen aufbauenDabei ist mitnichten stumpfe Faulheit der Grund.

Stell dir einmal vor, morgen früh stünde ein seriös aussehender Mann im Anzug mit perfekter Frisur vor deiner Haustür.

Nein, nicht einer von diesem abgehalfterten Versicherungsvertreter mit Colgategrinsen. Jemand, der wirklich vertrauensvoll wirkt.

Er versichert dir in höchst glaubwürdiger Art und Weise, dass er dir ein unglaubliches Angebot machen könne.

Während du ihm eine Tasse Kaffee servierst, holt er in aller Seelenruhe ein edles Blatt Papier aus seinem Aktenkoffer.

Du kannst bisher nur die Überschrift entziffern. „VERTRAG“ steht dort, in Großbuchstaben.

Der freundliche Mann erklärt dir sogleich die Eckpunkte des Vertrages.

Du musst die nächsten drei Jahre Montag bis Freitag 10 Stunden an deinen drei wichtigsten Lebenszielen arbeiten und dir wird vertraglich garantiert, dass du in jedem einzelnen erfolgreich sein wirst und als Bonus noch finanzielle Freiheit obendrauf bekommst.

Meinst du, du könntest mit dieser Sicherheit im Rücken sofort und ausdauernd loslegen?

Ich denke schon.

Doch ohne solch einen zugegebenermaßen mehr als fiktiven Vertrag sieht es oftmals anders aus.

Wir kommen nicht in die Puschen.

Der wahre Grund dafür, dass wir unsere Träume nicht verwirklichen

Der Grund dafür ist simpel.

Insgeheim vertrauen wir uns nicht.

Wir sitzen im ruhigen Hafen und träumen. Vielleicht nehmen wir uns sogar vor, morgen ins Boot zu klettern und loszustarten.

Doch kurz vorher passiert es.

Zweifel schleichen sich ein. Ganz leise und kaum vernehmbar. Aber sie sind da.

  • „Kann ich das überhaupt schaffen?“
  • „Bin ich schlau genug, habe ich genug Willenskraft?“
  • „Ich werde den Wellen bestimmt nicht trotzen können!“
  • „Was ist, wenn ich scheitere?“

Diese Denkmuster machen uns Angst.

Sie hindern uns daran, unser volles Potential abzurufen.

Sie resultieren aus schwachem Selbstvertrauen.

Ich bin überzeugt davon, dass in jedem von uns mehr steckt, als wir denken.

Gleichzeitig glauben wir nicht an uns.

So sind wir nicht davon überzeugt, dass sich loslegen und alles geben am Ende lohnen wird.

Dass im schlimmsten Fall alle Zweifler und Miesepeter recht behalten werden.

Wenn’s also sowieso nicht klappt, wieso dann überhaupt versuchen?

Also bleiben wir im sicheren Leuchtturm und mit uns unsere Wünsche und Träume.

Der Schlüssel: Ein starkes Selbstvertrauen aufbauen

Doch das muss nicht sein, denn ein starkes Selbstvertrauen, das wurde mittlerweile hinlänglich wissenschaftlich bewiesen, lässt sich gezielt aufbauen. 2

Es gibt geprüfte und verifizierte Methoden, mit denen jeder Mensch Selbstvertrauen aufbauen kann.

In diesem Artikel zeige ich dir eine schlagkräftige Kombination zweier Faktoren, mit deren Hilfe du dir wieder mehr vertrauen, endlich dein Ruderboot besteigen und mit genügend Selbstvertrauen die ersten kräftigen Ruderschläge machen kannst.

Was Selbstvertrauen ist: Deine Glaubenssätze sind der Schlüssel

Selbstvertrauen (in der Fachsprache Selbstwirksamkeitserwartung) ist ein Konzept aus der Lernpsychologie und wurde in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts maßgeblich von dem bekannten Psychologen Albert Bandura entwickelt.

  • „Die Lösung schwieriger Probleme gelingt mir aus eigener Kraft immer, wenn ich mich darum bemühe.“
  • „In unerwarteten Situationen weiß ich immer, wie ich mich verhalten soll.“
  • „Schwierigkeiten sehe ich gelassen entgegen, weil ich meinen Fähigkeiten immer vertrauen kann.“

Wenn du einige dieser Sätze genauso routiniert benutzt, wie Manuel Neuer seinen Strafraum beherrscht, dann bedeutet das, dass du über ein hohes Selbstvertrauen verfügst.

Denn Selbstvertrauen bezeichnet deine subjektive Überzeugung davon, ob du über die nötigen Fähigkeiten verfügst, um eine Herausforderung erfolgreich zu meistern.

Albert Bandura sagt, dass diese Glaubenssätze bezüglich unserer Leistungsfähigkeit letztendlich darüber entscheiden, ob wir entschlossen losrudern, stoisch all den Wellen trotzen, oder es nur beim Traum von der Seefahrt bleibt.

Menschen mit einem hohen Selbstvertrauen sind tief in ihrem Inneren fest davon überzeugt:

„Was auch immer passiert, ich werde damit klarkommen.“

Wie ein hohes Selbstvertrauen dein Leben bereichert

Selbstvertrauen aufbauenDie Folgen dieser Grundüberzeugung sind durchweg positiv. Menschen mit hohem Selbstvertrauen leiden weniger unter Stress und Ängsten.

Logisch, je mehr ich das Gefühl habe, selbst Einfluss auf Stressauslöser zu haben, desto weniger Sorgen muss ich mir machen und desto entspannter kann ich an das Leben herangehen.

Es gibt das wunderbare Beispiel eines schüchternen Menschen, der auf eine Party eingeladen wird. 3

Nennen wir ihn einmal Peter der schüchterne Partygänger.

Was beeinflusst Peters Angst- und Stresslevel vor dieser Party?

Was beeinflusst seine Entscheidung, ob er überhaupt auf diese Party gehen soll? Ob er den sicheren Hafen verlässt, oder nicht.

Richtig, sein subjektives Vertrauen in seine Fähigkeit, mit den, in diesem Falle sozialen, Herausforderungen dieser Party umgehen zu können.

Sein Selbstvertrauen.

Peter mit wenig Selbstvertrauen stellt sich bestimmt vor, wie er den ganzen Abend alleine sein wird.

Wie sich auf der Party alle über ihn lustig machen.

Vielleicht, wie er aus lauter Schüchternheit viel zu viel trinken wird und sich danach total zum Affen macht.

Am Ende sieht er sich hilflos in mitten einer Menschenmenge stehen, die gerade die Zeit ihres Lebens hat.

Aus diesen Bildern leitet er dann ab, ob seine Fähigkeiten ausreichen, mit der Situation umzugehen.

Wie hoch ist mit solchen Gedanken die Wahrscheinlichkeit, dass Peter sich dieser Herausforderung für einen schüchternen Menschen, einer Party, überhaupt stellt?

Ob er handelt oder dort verweilt, wo er ist?

Stell dir mal vor, Peter sieht auf dieser Party eine attraktive junge Dame. Sein erster Impuls ist: “Wow, ich würde sie gerne näher kennenlernen.“

Was entscheidet jetzt darüber, ob er aufsteht und auf die Dame zugeht, oder ob er in Untätigkeit verharrt?

Richtig, seine Vorstellung davon, was passieren könnte und seine Ableitung, ob er mit den Konsequenzen umgehen könnte.

Stellt er sich vor, wie die Person offen auf ihn reagiert, ihn anlächelt und sofort in ein interessantes Gespräch einsteigt?

Oder stellt er sich vor, wie er nach einer Minute nicht mehr weiß, was er sagen soll und die ganze Situation relativ unangenehm für ihn wird?

Schlimmer noch, stellt sich Peter jetzt vor, wie er keinen blassen Schimmer davon hat, wie er souverän mit dieser Situation umgehen sollst und sich total blamiert, sinken die Chancen auf eine nette Bekanntschaft auf gefühlte Null Prozent.

Alleine der Gedanke an diese Party oder die Kontaktaufnahme zu fremden Menschen erfüllt unseren mit wenig Selbstvertrauen gesegneten Peter mit Ängsten und Stress. Die Party wirkt auf Peter bedrohlich, weil er seinen sozialen Fähigkeiten nicht vertraut und somit an unter dem Gefühl der Kontrolllosigkeit leidet.

Das Gefühl, keine Kontrolle zu haben führt letztendlich dazu, unglücklich zu sein.

Die Folgen dieser unsinnigen Denkblockaden

Je mehr Selbstvertrauen wir haben, desto positiver schätzen wir unsere eigenen Fähigkeiten ein.

Wir nehmen dann unsere Umwelt als weniger gefährlich wahr und schätzen die Gefahr bestimmter Herausforderungen geringer ein.

Beißen wir uns so an unserer eigenen Unfähigkeit fest und stellen uns vor, wie alles furchtbar schiefgehen wird, so rollen wir den roten Teppich für Stress und Angst aus.

Ist doch klar, dass wir Angst haben, wenn wir uns immer wieder vorstellen, wie die Dinge schiefgehen und wir Misserfolg haben. Natürlich fühlen wir uns hilflos, wenn wir nicht davon überzeugt sind, dass wir selbst Einfluss nehmen können.

Hätte Peter mehr Selbstvertrauen, würde er die Party als Herausforderungen ansehen, die bewältigt werden will, anstatt als potentielle Gefahr, die er um jeden Preis vermeiden muss.

Je mehr unser Peter in seine soziale Kompetenz vertraut, desto mehr Aufwand und Energie wird er darin investieren, auf der Party neue Menschen kennenzulernen und desto länger wird er dranbleiben, auch wenn es mal anstrengend wird.

Auch hier ist die Logik offensichtlich.

Wenn ich schon vorher weiß, dass meine Fähigkeiten mich erfolgreich sein werden lassen, bin ich natürlich viel eher bereit, Energie zu investieren, als wenn ich von Anfang an von meinem Scheitern ausgehe.

Weitere positive Folgen eines hohen Selbstvertrauens

Dein Selbstvertrauen bestimmt obendrein über deine Widerstandsfähigkeit, wenn sich scheinbar alles gegen dich verschworen hat.

Selbstverständlich bist du ausdauernder wenn dir klar ist, dass es zwar anstrengend wird, du am Ende aber definitiv als Sieger vom Platz gehen wirst.

Obendrein bist du mit einem hohen Selbstvertrauen in der Lage, nach Niederlagen weiterzumachen und deinen Aufwand sogar noch zu verstärken, anstatt entmutigt aufzugeben. Der Grund dafür ist, dass du Niederlagen niemals als endgültig siehst, sondern weißt, dass du schon noch einen funktionierenden Weg finden wirst, um an dein Ziel zu gelangen.

Mit einem hohen Selbstvertrauen wirst du motivierter und ausdauernder an deinen Zielen arbeiten. Du weißt, dass du am Ende erfolgreich sein wirst. Natürlich ist es mit dieser festen Überzeugung einfacher, am Ende erfolgreich zu sein. Der Grund ist, dass Motivation aus der Wahrnehmung entsteht, dass die eigene Anstrengung sich auszahlt.4

Dein Selbstvertrauen entscheidet über deinen Lebensweg

Selbstvertrauen aufbauenAm Ende bestimmt dein Selbstvertrauen deinen gesamten Lebensweg.

Es entscheidet fernerhin darüber, zu was für einer Person du dich entwickelst.

Hätte ich vor zwei Jahren nicht das Selbstvertrauen für diesen Blog gehabt, dann würde ich jetzt nicht im Dezember im sonnigen Chiang Mai in einem schönen Café an diesem Artikel arbeiten, sondern wohl irgendwo im kalten Deutschland Schülern Englisch und Sport beibringen.

Ganz ohne Wertung.

Mein Lebensweg wäre definitiv in anderen Bahnen verlaufen.

Ich hätte ich meinen Blog nicht gestartet, wäre ich durch andere Herausforderungen gegangen und wäre heute ein anderer Mensch.

Du wirst immer die Dinge tun, die du dir zutraust und die Erfahrungen machen, die aus diesen Herausforderungen entstehen können. Dadurch wirst du zu der Person werden, zu der du durch ebendiese Erfahrungen werden kannst.Wie es funktioniert: Das Selbstvertrauensystem

Das wirklich Geniale kommt aber erst jetzt. Also Ohren gespitzt. Hergehört und mitgeschrieben.
Laut Albert Bandura hat unser Selbstvertrauen gar nicht so viel mit dem zu tun, was wir wirklich drauf haben.

“Motivation, Gefühle und Handlungen von Menschen resultieren in stärkerem Maße daraus, woran sie glauben oder wovon sie überzeugt sind, und weniger daraus, was objektiv der Fall ist.”
– Albert Bandura

Wenn wir von Kindesbeinen an nichts Anderes getan haben, als uns groß und bunt und laut im Moment unseres Scheiterns vorzustellen, dann führt das in harten, messbaren Fakten dazu, dass wir viel schlechter abschneiden, als es uns unsere eigentlichen Fähigkeiten erlauben würden.

Machen wir uns Gedanken über unser Selbstvertrauen, dann dreht sich alles um die Antwort auf folgende Fragen:

  • „Kann ich diese Herausforderung bestehen?“
  • „Kann ich einen erfolgreichen Blog starten?“
  • „Kann ich einen liebevollen Partner finden?“

Die Antworten, die wir routinemäßig auf diese Fragen geben, bestimmen zum einen darüber, ob wir loslegen und ausdauernd an einer Herausforderung arbeiten.

Zum anderen hat sie vor allem aber reale Auswirkungen auf unsere tatsächliche Leistungsfähigkeit.

Je mehr Selbstvertrauen, desto bessere Resultate.

Auch dann, wenn unsere Fähigkeiten vollkommen unverändert bleiben. Das konnte mittlerweile in unzähligen Experimenten nachgewiesen werden.

Schüler schneiden besser in Mathetests ab, wenn ihnen vorher versichert wird, dass sie im oberen Drittel der Klasse sind (obwohl sie im unteren Drittel sind), andere Probanden trafen bei einem Dartspiel viel öfters ins Schwarze, je mehr sie vorher von den Testleitern in die Annahme manipuliert wurden, sie wären gute (oder eben nicht so gute) Dartspieler.

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Die Grundüberzeugung von Menschen mit einem hohen Selbstvertrauen lautet: „Auch, wenn ich jetzt noch nicht ganz genau weiß, wie ich diese Aufgabe lösen werde, ich bin mir sicher, dass ich es schon irgendwie hinbekomme.“

Diese Grundeinstellung führt zu real messbaren, positiveren Ergebnissen.

Der erste Schritt sind deine mentalen Bilder

Wie wir sehr schön in dem Beispiel mit unserem Peter gesehen haben, ist mangelndes Selbstvertrauen, genauso wie viele Formen der Depression die Folge von entmutigenden und betrübenden Grübeleien wie „Ich werde auf dieser Party aussehen wie der letzte Idiot, meine Freundin wird mich betrügen und ich werde meinen Job verlieren.“ 6

Menschen mit hohem Selbstvertrauen tun genau das Gegenteil. Sie grübeln darüber nach, was alles gut laufen könnte. Sie malen sich aus, wie sie erfolgreich sind, wie sie ihre Ziele erreichen und alle auftretenden Hindernisse erfolgreich umschiffen werden.

Das ist der große Unterschied.

Deine mentalen Bilder.

Wie du in deiner Vorstellung handeln wirst und was dabei herauskommen wird bestimmt dein Selbstvertrauen.

Die Macht deiner Gedanken

Also ist der erste Schritt hin zu mehr Selbstvertrauen, an seinen Gedanken zu arbeiten.
Daran, was wir uns als Resultat einer Herausforderung vorstellen.

  • Was wird wohl passieren, wenn ich mich auf einen neuen Job bewerbe?
  • Was könnte die Folge davon sein, wenn ich meinem Kollegen oder Partner einmal die Meinung sage?
  • Was passiert, wenn ich mich einmal mutig ins Gespräch einmische, anstatt wieder einmal nur zu schweigen?

Doch die möglichen Resultate sind nur die eine Seite der Medaille. Denn vor allem ist unsere Vorstellung davon maßgeblich, was genau wir tun werden und vor allem, wie gut wir es tun werden.

Es läuft anders herum ab. Mangelndes Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten in bestimmten Situationen führt dazu, dass wir uns den ganzen Mist vorstellen.

Unser Partygänger stellt sich ein furchtbares Desaster auf dieser Party aus dem Grund vor, weil er wenig Vertrauen in seine Fähigkeiten hat, mit sozialen Situationen umzugehen.

Im Klartext: Er hat Bilder davon in seinem Kopf, glasklar und groß, wie er auf dieser Party steht, hilflos und nicht in der Lage ist, positiv Einfluss auf die Situation zu nehmen.

Genau diese Vorstellungen lassen ihn dann in Untätigkeit verharren.

Also üben wir, uns bessere Antworten auf diese Fragen zu geben. Stellen wir uns vor, wie wir erfolgreich handeln. Stellen wir uns vor, wie wir Probleme souverän lösen.

Denken wir an eine Situation, haben wir immer mentale Bilder im Kopf. Wieso also nicht proaktiv Einfluss nehmen?

http://www.uky.edu/~eushe2/Pajares/PajaresSchunk2001.html
Mehr dazu erfährst du in meinem, zugegebenermaßen ein wenig provokanten Artikel zum Thema Macht der Gedanken.

Der zweite, und wichtigste Schritt

Doch unsere Fähigkeit, positive Bilder unserer eigenen Fähigkeiten zu produzieren nützt herzlich wenig, wenn wir weiterhin im sicheren Hafen verharren.

Laut Bandura hat haben Erfahrungen, die wir am eigenen Leib machen, die stärkste Wirkung auf unser Selbstvertrauen.

Dein Unterbewusstsein lässt sich wahnsinnig gerne durch diese mentalen Bilder positiv beeinflussen.

Was es aber gar nicht mag ist, von dir verarscht zu werden.

Genau das tust du aber, wenn du positiv visualisierst, danach aber nicht ins Handeln kommst.

Dein Unterbewusstsein möchte harte, unmissverständliche Beweise dafür haben, dass deine mentalen Bilder wirklich real sind.

Dass du wirklich mit den Herausforderungen umgehen kannst.

Der Weg zu einem hohen Selbstvertrauen führt durch echte Herausforderungen in der realen Welt.

Dabei stärken Erfolge dein Selbstvertrauen und Misserfolge schwächen es.

Doch wenn erstmal ein starkes Selbstvertrauen etabliert ist, haben gelegentliche Misserfolge keine so schädigende Wirkung mehr.

Wie du das Optimum für dich herausholst

Wir wollen Beweise erschaffen. Wir wollen uns zeigen, dass wir über die nötigen Fähigkeiten verfügen oder sie, wenn nötig, erlernen können.

Der effektivste Weg ist, sich seine eigenen Herausforderungen maßzuschneidern. Dazu benutzt du am besten folgendes Schnittmuster.

Zum einen solltest du bei dem Gedanken an die Herausforderung dich ganz automatisch selbst dabei sehen, wie du dich zwar anstrengen musst, am Ende deine Fähigkeiten aber ausreichen und du sie erfolgreich bewältigst.

So forderst du dich heraus, wirst aber höchstwahrscheinlich ein Erfolgserlebnis haben. Aus vielen dieser Herausforderungen entsteht dann irgendwann der Glaubenssatz, dass du auch die nächste Herausforderung bewältigen wirst.

Viele Menschen stellen sich jedoch viel zu große Aufgaben und bleiben dann, du kannst es dir schon denken, in ihrem Leuchtturm. Es sieht einfach zu schwer aus und die Motivation ist gleich Null.

Als nächstes darfst du dich nicht auf deinen Lorbeeren ausruhen. Steigere deine Herausforderungen jedes Mal ein wenig. Sobald du spürst, dass die „Herausforderung“ eigentlich keine wirkliche Herausforderung mehr ist, erhöhe den Schwierigkeitsgrad ein wenig.

Außerdem setzt du dir lieber viele kleine Zwischenziele, als ein riesig großes Ziel.

Hier wirst du viel mehr Erfolgserfahrungen am Stück sammeln können. Am besten jeden Tag mehrere kleine. Dein Unterbewusstsein hat Schwierigkeiten, zwischen der Größe der Herausforderungen zu unterscheiden. Das machen wir uns hier zu nutze.

Außerdem lerne endlich, deinen Erfolgen endlich mal deinen eigenen Anstrengungen zuzuschreiben. Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Gründe dafür, wieso er erfolgreich ist. Viel zu viele dieser Gründe liegen dabei leider völlig außerhalb seiner Person.

So kannst du noch so viele Erfolgserfahrungen machen. Wenn du sie nie auf dich selbst beziehst, wirst du niemals Selbstvertrauen aufbauen können.

Wenn wir erfolgreich sind, aber äußere Umstände wie Glück als Erfolgsgrund identifizieren, so werden wir unser Selbstvertrauen nicht verbessern.

Das mag sich für den einen oder anderen erst einmal etwas komisch anfühlen. Denn oft hören wir, man solle bescheiden sein und nicht mit seinen Errungenschaften und Fähigkeiten prahlen.

Unterschreibe ich direkt.

Doch genauso ist es Quatsch, sich kleiner zu machen, als man ist. Denn die Aufgabe, auch wenn sie für uns leicht aussah, wäre von einer Menge anderer Menschen nicht so gut zu lösen gewesen.

Also habe den Mut, dir selbst die Anerkennung zu geben. Keine Sorge, du musst nicht ab heute mit einem Schild mit all deinen Erfolgen in der Hand herumlaufen. Was du in jedem Fall machen darfst ist dir selbst viel öfters zu sagen: „Gut gemacht, ich bin stolz auf dich“, auch bei vermeidlichen Kleinigkeiten.

Selbstvertrauen aufbauen
Ich darf das hier genießen – weil ich den Mut dazu hatte

Dein Selbstvertrauen aufzubauen liegt in deiner Macht und Verantwortung

Eine hohes Selbstvertrauen zu haben hat eine Menge positiver Auswirkungen auf unser Leben.

Aber auch wenn du noch nicht vor diesem allumfassenden Selbstvertrauen strotzt ist das kein Grund, sich schlecht zu fühlen.

Wie du siehst, du hast es zu einem großen Teil selbst in der Hand. Denn du kannst dein Selbstvertrauen verbessern.

Wenn wir es schaffen, uns kontinuierlichen Herausforderungen zu stellen, dann begeben wir uns in eine Aufwärtsspirale.

Wir schöpfen dann Mut für die nächste Herausforderung und entwickeln so mehr und mehr Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten.

Manchmal kann es sich ein wenig neu oder ungewohnt anfühlen, sich Herausforderungen zu stellen und diese durchzuziehen. Aber schnell wird das zu deiner neuen Persönlichkeit werden und schon bald kannst du dir kaum noch ein Leben ohne ein hohes Selbstvertrauen vorstellen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und vor allem, viel Selbstvertrauen. Du hast die Macht, dein Leben zu verändern.

Nimm sie wahr, es gibt keine Ausreden.

Die Grundlage für ein starkes Selbstvertrauen ist ein starkes Selbstwertgefühl. Wenn du dich selbst nicht magst und dir, vielleicht sogar unterbewusst, deine Ziele nicht wirklich gönnst, dann kannst du dein Selbstvertrauen ohne Ende stärken, es wird am Ende nicht viel dabei herauskommen.

Also trage dich hier in meinen kostenlosen Kurs zum Thema Selbstwertgefühl stärken ein und erfahre, wie du dich mehr akzeptierst und dich so zeigen kannst wie du bist.

Quellen

  1. Interview mit Prof. Dr. Gerald Hüther “Vom Grundbedürfnis
    nach Verbundenheit und Wachstum”
    http://www.gew-bayern.de/fileadmin/uploads/DDS-hefte/DDS08_11/Seite_03-04.pdf
  2. Bandura, A. (1994). Self-efficacy. In V. S. Ramachaudran (Ed.), Encyclopedia of human behavior (Vol. 4, pp. 71-81). New York: Academic Press. (Reprinted in H. Friedman [Ed.], Encyclopedia of mental health. San Diego: Academic Press, 1998).
  3. Eastman & Marzillier Kazdin, Teasdale, “Self-efficaty: Cause or reflection of behavioral change?”
  4. Carol S. Dweck, Ellen L. Leggett: A Social-Cognitive Approach to Motivation and Personality. 1988. University of Illinois Harvard University.
  5. Silvia, P. J. (2003). Self-efficacy and interest: Experimental studies of optimal incompetence. Journal of Vocational Behavior, 62, 237–249. https://libres.uncg.edu/ir/uncg/f/P_Silvia_Self_2003.pdf
  6. Martin Seligman: Learned Optimism: How to Change Your Mind and Your Life


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4 comments
  • Gisela Ladwig

    Hallo Tim! Danke für die tollen Worte! Du sprichst zum Schluß das Problem des “Sich-gönnen-könnens” an, was ich für sehr wichtig halte. Ich selbst und auch Leute in meiner Umgebung machen bei Erfolg, Glück oder Zufriedenheit die emotionale Erfahrung von Angst oder positivem Stress, der so stark werden kann, dass man lieber wieder in alte Verhaltensmuster zurücksinkt. Gedanken dabei sind, wie du dir sicher vorstellen kannst: “Werde ich die Situation beibehalten können?” oder auch “Habe ich das wirklich verdient?” gefolgt von Schuldgefühlen und einem Gefühl der Bedrohung nach dem Motto: “Wiege dich nicht in Sicherheit, je höher du steigst, desto tiefer fällst du.” Eine ziemlich große Blockade, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Hast du hier einen speziellen Tipp?

    Viele Grüße, Gisela

    January 13, 2016 9:35 am || Reply

    1. Tim Hamer

      Hey Gisela,

      danke für deinen Kommentar. Ich kenne diese Gefühle und sie sind nicht mit einem einfachen Trick zu beseitigen. Ich glaube, wir müssen uns graduell an unser neues, erfolgreicheres Ich gewöhnen. Erst, wenn wir das Selbstbild völlig verinnerlicht haben, dass wir den Erfolg auch verdienen, wird er dauerhaft bleiben. Eine sehr gute Möglichkeit, um diese Fülle in sein Leben einzuladen ist, gut mit sich zu sprechen und besonders auf seine Wortwahl zu achten. Wie alles im Leben ist aber auch dies ein Prozess (der natürlich genossen werden darf.)

      Liebe Grüße
      Tim

      January 15, 2016 2:54 am || Reply

  • […] eher als ein Indiz für einen entspannten Umgang mit der eigenen Sexualität und für ein starkes Selbstvertrauen. Und falls ein Mann wirklich ein Problem damit hat, dass du beim erste Date mit ihm ins Bett gehst, […]

    April 4, 2016 7:25 am || Reply

  • Nicole

    Hi Tim,

    wirklich ein genialer Artikel. Ich denke, wieso wir uns so wenig selbst vertrauen ist, weil uns immer beigebracht wird, das es egoistisch ist, wenn wir an uns selbst denken oder etwas für uns selbst tun. Wenn wir dann an unseren Zielen arbeiten, dann bleiben Mitmenschen auf der Strecke und schon fühlen wir uns schlecht.

    Du gibst wirklich tolle Tipps und Deine Beiträge gefallen mir sehr gut, regen zum Nachdenken an. Vielleicht möchtest Du mal auf unserem Blog vorbei schauen, wir geben dort Tipps, wie man sich selbst bewusster wird und sein Selbstbewusstsein stärken kann:
    https://www.bach-blueten-portal.de/bachblueten-blog/selbstbewusster-werden-die-besten-tipps/

    Würde mich über Dein Feedback freuen 🙂

    Viele Grüße
    Nicole

    November 14, 2016 6:10 am || Reply

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