February 4, 2016

Intrinsische Motivation vs. extrinsische Motivation

In diesem Artikel geht es um intrinsische Motivation und extrinsische Motivation. Während die eine dafür sorgt, dass du jeden Tag kämpfen musst und deine Energie vorne und hinten nicht reicht, sorgt die andere für Leichtigkeit und Freunde im Leben.

Falls es auch dich manchmal mit tiefer Verwunderung erfüllt, dass dein Hintern so fest auf deinem Sofa klebt, als hättest du dich auf eine geöffnete Jumbotube Sekundenkleber extrastark gesetzt, wirst du in diesem Artikel garantiert Abhilfe finden.

Eigentlich weiß dein Hirnkasten, dass du den dringenden Report am besten vorgestern hättest fertigstellen sollen, sonst kommst du schneller in eine unangenehme Situation, als mit einem alten Golf mit abgefahrenen Sommerreifen bei Tempo 200 auf Glatteis.

Doch was lässt es dich tun? Dafür, dass dir dein Chef morgen die Hölle heiß machen und das Fell über die Ohren ziehen wird, erstaunlich wenig.

Um genauer zu sein, gar nichts.

Intrinsische vs. extrinsische Motivation

intrinsische Motivation 4Dass eine Situation auszusitzen nicht immer die beste Taktik ist, hat uns Angela Merkel schon das eine oder andere Mal bewiesen.

Wovon Angie motiviert ist, darüber maße ich mir an dieser Stelle nicht an, zu spekulieren.

Wenn du jedoch öfters als es dir gut tut auf die Aussitztaktik zurückgreifst, dann kann es daran liegen, dass du deine Motivation aus Faktoren ziehst, die außerhalb von dir liegen (extrinsische Motivation), wie zum Beispiel einen Einlauf vom Chef zu vermeiden.

Leider haben viele Probleme die Angewohnheit, sich mit nur unzufriedenstellender Regelmäßigkeit von selbst zu lösen.

Rumsitzen kommt also nicht in Frage.

Überschüssige Fettpolster verdampfen leider nicht durch intensives Sitzen auf der Couch, genauso wenig wie sich auf einmal Unmengen von Euros in deinen Taschen materialisieren.

Dein Selbstwertgefühl fängt nicht aus heiterem Himmel an, vor Freude zu tanzen und bombensicheres Selbstvertrauen lässt sich nach meinem Kenntnisstand am 03. Februar des Jahres 2016 n. Chr. unverständlicherweise noch immer nicht aus dem Internet herunterladen.

Die desillusionierende Schlussfolgerung?

Wir müssen es selbst in die Hand nehmen und kontinuierlich handeln.

Jetzt ist die Katze aus dem Sack.

Ach komm, ich weiß, es klingt hart. Aber tu nicht so, als wenn du es tief in deinem inneren noch nicht gewusst hättest.

Es führt einfach kein Weg daran vorbei. Das ist eigentlich gar nicht so schlimm.

Wir würden ja gerne loslegen. Wenn da nicht diese Tube Kleber zwischen uns und dem Sofa wäre.

Wir wissen, wir „sollten“, doch „tun“ tun wir trotzdem nichts.

Die Denkweise, die dein Motivationsproblem in Luft auflöst

regenDoch da gibt es Abhilfe. Ich lasse dich nicht im Regen stehen.

Denn nicht nur äußere Belohnungen wie Gehalt, Anerkennung oder zwei Kugeln Eis für die gemachten Mathehausaufgaben können uns dazu bringen, etwas zu tun.

Nein, es gibt ebenso Motivation, die von innen kommt und die, wie wir in diesem Artikel sehen werden, deine Energie- und Motivationsprobleme lösen kann.

Nach Heckhausen, einem der bekanntesten Motivationsforscher, kann zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation unterschieden werden.

Bist du intrinsisch motiviert, so zieht dich eine Tätigkeit an sich in ihren Bann. Du führst sie nur um des Ausführens willens aus. Es braucht keinen zusätzlichen Anreiz, keinen Drillsargent, dessen drohendes Donnerwetter stetig und in beängstigender Nähe direkt in deinem Rücken lauert.

Du findest Freude, Spaß und Erfüllung allein in deinem Tun und mit etwas Glück und sogar so etwas wie einen tieferen Sinn.

Belohnt wirst du durch die Tätigkeit an sich.

Motivation durch äußere Belohnungen wie zum Beispiel einem sicheren Gehalt, Anerkennung oder dem Ausbleiben einer Abreibung vom Chef vor versammelter Mannschaft wird extrinsische Motivation genannt.

Die Quelle der Motivation liegt außerhalb.

Jetzt könnte der aktiv mitdenkende Leser (nichts Anderes bin ich von dir gewohnt und nichts anderes erwarte ich von dir) vorschnell schlussfolgern, dass die Motivationsquelle vollkommen egal sei, solange sie uns dabei hilft, loszulegen.

Doch so leicht kommst du mir nicht davon. Denn die Sache stellt sich ein wenig komplizierter dar.

Intrinsische Motivation: Mehr Energie durch Erfüllung unserer Grundbedürfnisse

Gehen wir davon aus, dass Autonomie und Selbstbestimmtheit menschliche Grundbedürfnisse darstellen* und somit zu mehr Wohlbefinden führen, dann sorgen nach der Maßgabe „macht mir das Spaß und Freunde und habe ich mich selbst dafür entschieden?“ gewählte Aktivitäten für messbar mehr Wohlbefinden und Energie im Leben. 1

Tun wir Dinge aus dem einzigen Grund, weil wir Druck im Außen verspüren oder im besten Falle vielleicht auf Bestätigung von unseren Freunden hoffen, dann sind wir messbar weniger motiviert und wir verpulvern unsere Energie wie ein Porsche 911 Turbo bei Vollgas. 2

Hast du als vorbildlicher Leser weiterhin meine Artikel über Disziplin und Willenskraft aufmerksam studiert, wird dir meine Behauptung nicht entgangen sein, dass wir unseren Willenskraftmuskel immer dann erschöpfen, wenn wir uns selbst kontrollieren müssen.

Je mehr Schokoriegel, todsicheren Anlagemöglichkeiten für unser gesamtes Privatvermögen und Lebensabschnittsgefährten/innen unseres Nachbarn wir widerstehen müssen, in desto stärkeren Maße schwindet unsere Willenskraft.

Diese Behauptung habe ich mir keineswegs aus den Fingern gesogen. Roy Baumeister, Autor des sehr empfehlenswerten Buches „Die Macht der Disziplin“, teilt diese Einschätzung mit mir (um genauer zu sein, ich habe sie komplett von ihm übernommen).

Soweit noch nichts Neues.

Doch zwei ehrenwerte Kollegen Herrn Baumeisters, namentlich die Herren Ryan und Deci fanden heraus, dass wir fast keine Willenskraft verbrauchen, wenn wir uns autonom (erinnerst du dich an das menschlichen Grundbedürfnis Autonomie) für eine Aktivität entscheiden, angetrieben von unseren persönlichen Werten oder einem tiefen, eigenen Interesse.

Intrinsisch motiviert also. Intrinsisch motivierte Aktivitäten können sogar mehr Energie erzeugen.

Unsere Willenskraft wird demnach nicht per se erschöpft, wenn wir viel tun, sondern nur, wenn wir etwas gegen unsere inneren Überzeugungen und Neigungen tun.

Jetzt wird dir einiges klar

Natürlich fehlt dir die Energie, den Bericht fertigzustellen. Denn der Bericht an sich geht dir am Allerwertesten vorbei und seine Erstellung erfüllt dich mit ungefähr so viel Freude, wie eine Wurzelkanalbehandlung in deinem wohlverdienten Sommerurlaub.

Selbstgewählte, also intrinsisch motivierte Aufgaben, führen zu mehr physischer und mentaler Energie. Sie führen mal ganz frech und salopp ausgedrückt dazu, dass du Bäume ausreißen könntest. Einhergehen mit ihnen Enthusiasmus, Lebendigkeit und einer ruhigen, dennoch vorwärtsgerichteten Energie, um mal ein paar schwer zu greifende Empfindungen in den Raum zu werfen.

Wie du siehst, es steckt eine ganze Menge drin in diesem kleinen Wörtchen „intrinsisch“.

Wählst du von heute an deine Ziele selbst (und nein, du willst diesen Report nicht aus eigenen Antrieb fertig stellen, komm mir nicht so) lädst du höhere Produktivität in dein Leben ein und die Fähigkeit, besser mit Stress und Herausforderungen umzugehen und wirst scheinbar sogar weniger häufig von Krankheiten heimgesucht. 3

Auch, wenn sicherlich jeder etwas Anderes mit diesen Schlagwörtern aus dem vorhergehenden Absatz verbindet, werden du, ich und die Herren Ryan und Deci uns bestimmt recht schnell darüber einig, dass sie unserer Motivation dienlich sind.

Jedoch nicht unserer Motivation für diesen dummen Bericht. Da muss ich dich enttäuschen. Sich langfristig energetisch und motiviert zu fühlen geht nur, wenn wir uns die richtigen Ziele setzen.

Intrinsische Motivation ist unsere natürliche Motivation – eine Lehre aus Bali

intrinsische Motivation 2Ich habe im Januar 2016 einen Monat auf Bali gelebt. Dort gibt es unglaublich viele Kleinkinder unter 6 Jahren. Diese Einschätzung meinerseits ist natürlich vollkommen subjektiv und statistisch nicht überprüft, jedoch sprühen diese kleinen Racker vor so viel Energie, dass mir einfach nur das Herz aufgeht.

Es gibt nichts inspirierendes, als einen Menschen zu beobachten, der voller Energie steckt. Der tatendurstig ist, auf eine positive Art und Weise.

Ich rede hier nicht von dieser anstrengenden, getriebenen Energie, sondern von einer Energie, die von tiefer kommt und ehrlich ist. Kinder machen sich keine Gedanken darüber, was sie zu tun haben und was von ihnen verlangt wird.

Sie sind einfach nur.

Sie wollen die Welt entdecken, sie wollen mit anderen Menschen in Kontakt treten und sind dabei so herrlich offen. Das tun sie nicht, weil sie dafür abends einen Keks oder eine Flasche warme Milch ohne Schuss bekommen, sondern weil sie es tief in ihrem Inneren wollen.

Ich (gestützt von Forschungsergebnissen von Ryan & LaGuardia) glaube, dass wir Menschen natürlich spielerische und leichtfüßige Wesen sind, die aktiv, neugierig und stets bereit sind, zu lernen, zu entdecken und sich weiterzuentwickeln. Dazu braucht es, wie bei den kleinen Rackern übrigens nicht nur auf Bali, sondern auf der ganzen Welt, generell keinerlei extrinsische Anreize. 4

Diese intrinsische Motivation ist Grundlage für kognitive, soziale und auch physische Entwickelung eines jeden Menschen. Und doch lassen wir uns immer wieder von äußeren Motivationsquellen antreiben anstatt zu gucken, was wir wirklich wollen.

Möchtest du langfristig motiviert sein und vor Energie sprühen, so führt kein Weg daran vorbei, in dich zu gehen und für dich persönlich bedeutsame Ziele zu finden. Ich weiß, schon wieder so eine unangenehme Aufgabe.

“Ich soll mich mit mir beschäftigen?

Was ist, wenn ich dabei unerwarteterweise realisieren muss, dass ich einen nicht unerheblichen Teil meines Lebens den falschen Zielen hinterhergerannt bin?

Kann ich nicht einfach so weitermachen, wie bisher?”

Es tut mir leid, heute zum zweiten Mal den Spielverderber mimen zu müssen, aber nein, kannst du nicht!

So weitermachen, wie bisher, aber auf einmal wie aus dem Nichts Motivation für irgendeine für dich vollkommen bedeutungslose Sche*ße (a.k.a dein derzeitiger Job) aus dem Universum zu zaubern, das könnte dir so passen.

Nichts da.

Es ist an der Zeit, etwas zu wagen und, um Gottes Willen, etwas zu verändern.

Die Gesellschaft ist wieder einmal an allem Schuld

Wir leben in einer Gesellschaft, in der uns von Kindesbeinen an unsere Ziele von außen vorgegeben werden. Wir werden dazu erzogen, wenig zu hinterfragen und dafür belohnt, genau das zu tun, was wir tun sollen.

Liebe und Zuneigung wird häufig an Leistung geknüpft. So kann schnell der Glauben in uns emporsteigen, wir seien nur wertvoll, sobald wir Erwartungen anderer Menschen erfüllen.

Aus diesem Grund haben wir es uns schon in der dritten Klasse abgewöhnt, Ziele anzustreben, die für uns ganz persönlich bedeutsam sind.

Wir haben aufgehört, die kleinen, neugierigen Wesen zu sein, als die wir auf diese Erde geschickt wurden.

Stattdessen suchen wir unsere Ziele nach dem Maßstab aus, ob andere sie gutheißen oder uns dafür loben würden. Brav genauso, wie wir es gelernt haben.

Das hat zur Folge, dass wir im Außen nach Erfüllung suchen, anstatt in uns hinein zu spüren.

Wir gehen nicht mehr in Kontakt mit uns um zu erfahren, was wir wirklich wollen. Stattdessen suchen wir im Außen. Wenn du dich zu Dingen motivieren willst, die in dir absolut nichts auslösen und dir vollkommen egal sind, dann verbrauchst du Tag für Tag Willenskraft und Disziplin ohne Ende.

Du bist in einen ständigen Kampf verwickelt, der dir enorm Energie abzieht. Früher oder später wirst du deine Anstrengungen höchstwahrscheinlich nicht mehr aufrechterhalten können.

Das ist der Punkt, an dem du dich auf die Tube Kleber setzt.

Es löffelt niemand deine ständige Lust- und Energielosigkeit für dich aus. Das ist, so unfair es auch sein mag, jetzt deine Aufgabe. Schaue daher nach Innen und entdecke die Dinge, die dich intrinsisch motivieren. Dinge, die sich einfach gut anfühlen, wenn du sie tust.

Finde heraus, was wir wirklich wichtig ist im Leben.

intrinsische Motivation 3Daher lade ich dich zum Träumen ein. Ich lade dich dazu ein, allen Realismus und alle „Ich muss doch aber…“ für die nächsten 5-1500 Minuten über Bord zu werfen. Erlaube dir, groß zu denken.

Erlaube dir, dich nur für einen kurzen Moment von keinen Beschränkungen beeinflussen zu lassen. Erlaube dir, vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben, mit deiner größeren Vision für dich und dein Leben in Kontakt zu treten.

Stell dir in einer ruhigen Minute einige der folgenden Fragen:

  • Woran denkst du jeden einzelnen Tag?
  • Wenn Geld keine Rolle spielen würden, wie würdet du deinen Tag verbringen?
  • Was würdest du tun, wenn es keine Möglichkeit des Scheiterns gäbe?
  • Welche Tätigkeiten erfüllen dich mit Spaß und Freude?
  • In welchen Bereichen hast du das innere Verlangen, zu wachsen und dich zu entwickeln?

Richte deine Aufmerksamkeit nach Innen und forsche nach. Das allein wird schon viele Motivationsprobleme aus der Welt schaffen.

Unterschätze diese Übung nicht.

Eine ganz ähnliche Übung hat mich damals dazu motiviert, meinen Blog zu starten und letztendlich mein eigener Chef zu werden und um die Welt zu reisen.

Hätte ich mir nicht eine Menge Zeit für mich genommen, hätte ich nicht allen „Realismus“ über Bord geworfen und mir erlaubt, zu träumen und unverschämt ehrlich zu mir zu sein, ich würde wahrscheinlich immer noch in einem Job festsitzen und mit Motivationsproblemen kämpfen, die sich nicht so einfach mit einer billigen Technik und drei Klopfern auf den Motivationsenergiepunkt aus der Welt schaffen lassen.

Intrinsische Motivation entwickeln

Es drängt sich natürlich die Frage auf, wie es sich mit Dingen verhält, die wir doch offensichtlich für uns und aus unserem tiefsten Inneren tun wollen.

  • Mehr lesen
  • Abnehmen und fitter werden

Wieso klappt es hier nicht, diese Dinge sind doch undiskutierbar gut für mich?

Hier ist es angebracht, die die Frage nach dem “Wieso” zu stellen. “Wieso möchte ich mehr lesen?”, “Wieso möchte ich schlanker und muskulöser werden?”

Fehlt dir dauerhaft die Motivation auch zu offensichtlich guten Tätigkeiten, dann ist es wahrscheinlich, dass die wahren Gründe außerhalb liegen.

Wenn du liest, damit du bei der nächsten Cocktailparty bei Martin mit deiner Allgemeinbildung aufschneiden kannst, dann solltest du das Buch lieber direkt weglegen.

Möchtest du schlanker werden, damit die Menschen deinen flachen Bauch oder dicken Bizeps genauso anstarren müssen, wie einen Verkehrsunfall, dann wunder dich nicht.

Die Triebkraft dieser und ähnlicher Faktoren ist begrenzt.

Auch wenn sicherlich nicht alle Ziele erstrebenswert sind und wir uns genau überlegen sollten, womit wir unsere Zeit verbringen, lässt sich intrinsiche Motivation in gewissen Maße aufbauen.

Fokussiere dich darauf, was allabendliches Lesen für dich bedeutet. Vor allem aber, lerne den Prozess zu lieben.

Im Moment sein

Das hat sehr viel mit im Moment sein zu tun.

Ich beispielsweise genieße es unglaublich, mich abends ganz gemütlich in mein Bett zu legen, alle elektronischen Geräte auszuschalten, mir mein Lieblingskissen und den Kopf zu schieben und ein gutes Buch aufzuschlagen.

Mir gibt es ein gutes Gefühl, dazuliegen und mich darin zu verlieren.

Ich liebe das Gefühl, neue Dinge zu verstehen. Diese Zeit mit mir und einem guten Buch erfüllt mich mit Wohlbefinden.

Ich denke dabei nicht im geringsten daran, was ich später dafür für eine Belohnung bekommen könnte.

Schau doch mal bei dir? An welchen Tätigkeiten kannst du nur durch die Tätigkeit an sich Freude finden? Das ist erlernbar und führt dazu, dass wir länger motiviert und ausdauernd bleiben.

Wie geht es weiter

Mit diesen Erkenntnissen sind nicht alle Probleme gelöst und die Welt ist auf einmal jeden Tag rosarot mit Schlagsahne. Auch, oder vielleicht sogar gerade wenn wir unsere Leidenschaft in die Tat umsetzen wollen, müssen wir eine Menge Klippen umschiffen.

Wir werden unsere Angst besiegen müssen. Wir werden Disziplin und Willenskraft in unser Leben holen müssen. Denn am Ende motiviert uns niemand mehr. Niemand extrinsisches tritt uns freundlichen in den Hintern.

Das ist ab sofort unser Job.

Deshalb ist Motivation durch äußere Faktoren nicht per se schlecht. Sie hat ihren Stellenwert.

Beispielsweise kannst du dich so motivieren, eine kleine, nicht so spaßige Aufgabe innerhalb deiner intrinsisch motivierten Lebensmission zu erledigen. Du kannst dir dann sagen: “Wenn ich diese Aufgabe hinter mich gebracht habe (ein Gang zum Amt, ein unangenehmer Anruf, etc.), dann gönne ich mir ein schönes Essen mit einem guten Freund oder gehe mit einer Freundin ins Kino.”

Also keinen Grund, gleich den großen Energiecrash zu prognostizieren, sobald du einmal etwas aus einem äußeren Anreiz tust.

Ich liebe die Arbeit an meinem Blog – fast jede Minute. Jedoch würde ich mit Sicherheit nicht so unfassbar viel Zeit darin investieren, wenn ich nicht auch davon leben könnte.

Ich würde sicherlich mehr lesen, als schreiben und noch mehr Workshops und bestimmte Ausbildungen in meinem Bereich machen.

Intrinsische und extrinsische Motivation kommen selten allein

Sonnenuntergänge motivierenIntrinsische Motivation und extrinsische Motivation gehen daher Hand in Hand. Meistens herrscht eine Mischform vor. Unsere Aufgabe ist es, die Waage zugunsten der intrinsischen Motivation zu beeinflussen.

Außerdem spielen auch noch andere Faktoren eine gewichtige Rolle, wenn du energievoll motiviert sein möchtest.

Deine Ernährung und genereller Lebensstil, dein Umfeld, deine Gewohnheiten und dein Umgang mit deinen Unsicherheiten und Ängsten.

Gehen wir intrinsisch motiviert einer Tätigkeit nach, werden wir auch all diese Einflussgrößen auf Dauer positiv beeinflussen und an ihnen arbeiten. Ein starker, innerer Antrieb ist die Grundlage.

Finde ihn heraus.

Nimm dir Zeit.

Nimm dir viel Zeit.

ich habe nach meinem Abitur ungefähr 7 Jahre gebraucht, um meine Sache zu finden und ich kann dir sagen, das war nicht immer einfach.

Unsicherheit, Angst und Unentschlossenheit pflasterten meinen Weg. Und wer weiß, vielleicht habe ich in einem oder zwei Jahren schon wieder ganz andere Dinge gefunden, die mich aus mir heraus motivieren.

Aber so ist es eben – und so ist es gut.

Lege heute noch los.

Wie du deine Mission ausdauernd verwirklichst!

Hast du deine Mission gefunden? Weißt du wofür du brennst? Dann ist der nächste Schritt, es in die Tat umzusetzen. Doch was ist, wenn nach kurzer Anstrengung fast wie durch Zauberhand wieder genau da landest, wo du losgelaufen bist?

Ich kenne das nur zu gut. Denn genauso war es lange Zeit bei mir.

Irgendwann reichte es mir. Ich entschied mich den Ursachen meines Motivationsmangels auf den Grund zu gehen.

Die effektivesten Methoden, dauerhaft Motivation in mein Leben zu holen, habe ich für dich in einem kostenlosen E-Mail Kurs zusammengestellt:

Erfahre, wie du:

  • Zu Ende bringst, was du begonnen hast.
  • Mit mehr Kraft und Ausdauer an die Dinge herangehst.
  • Das unerschütterliche Vertrauen in deine Fähigkeiten aufbaust, jedes Ziel erreichen zu können.

Trage dich hier ein und beginne noch heute mit dem Kurs:

Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Kurs,

Dein Tim

Quellen:

  1. Ryan, Richard M., Deci, Richard L. (2008). From Ego Depletion to Vitality: Theory and Findings Concerning the Facilitation of Energy Available to the Self. Social and Personality Psychology Compass 2/2. University of Rochester.
  2. Jik Cho, Y. & Perry, J. L. (2011). Intrinsic Motivation and Employee Attitudes: Role of Managerial Trustworthiness, Goal Directedness, and Extrinsic Reward Expectancy. Review of Public Personnel Administration.
  3. Ryan, R. M., & Frederick, C. M. (1997). On energy, personality and health: Subjective vitality as a dynamic reflection of well-being. Journal of Personality.
  4. Ryan, R. M., & La Guardia, J. G. (2000). What is being optimized over development?: A self-determination theory perspective on basic psychological needs across the life span. In S. Qualls & N. Abeles (Eds.), Psychology and the aging revolution (pp. 145-172). Washington, DC: APA Books.


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7 comments
  • Claudi

    Hey Tim,

    danke für den Artikel, der hat mir echt die Augen geöffnet.

    Vor allem weiß ich jetzt viel besser, wieso ich mich immer versuche, für bestimmte Sachen zu motivieren, die ich eigentlich gar nicht möchte.

    Danke.

    February 15, 2016 8:57 am || Reply

  • Ute

    Lieber Tim, ich saß gerade an der Vorbereitung zu meiner Schulung am Donnerstag und hatte NULL BOCK, habe mich jetzt aber schon 3 Tage damit gequält. Da kam deine Email reingeschneit, ich habe nur noch gelacht, über so viel passenden Input zur richtigen Zeit.So habe ich zwar die Überschrift meiner Schulung gelassen, werde jetzt aber einfach ganz andere Inhalte reinpacken, die MIR Spaß machen und die ICH den Menschen vermitteln möchte!!
    Danke!!

    February 15, 2016 9:39 am || Reply

  • Ulla

    Hallo Tim,

    herzlichen Dank für den tieferen Einblick in das Thema Motivation und die Denk- und Handlungsanstöße, die Du mit auf den Weg gibst. Dabei merke ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin und nur noch weiter die Dinge auswähle, die mich innerlich motivieren. Alles Gute und viele neue Einblicke auf Deiner Reise!

    February 15, 2016 11:25 am || Reply

  • Tim Hamer

    Danke für die netten Worte, ich freue mich echt, mit meinem Artikel geholfen zu haben =)

    February 15, 2016 1:29 pm || Reply

  • Olga

    Lieber Tim,
    endlich jemand, der das Thema Motivation so richtig auf den Punkt bringen kann! Echt super! Am Besten gefallen mir die Fragen zur Selbstreflexion 🙂 die bringen einen weiter!
    Danke dir Tim

    February 16, 2016 6:39 pm || Reply

  • Tim Hamer

    Hey Olga,

    das freut mich sehr. Danke 🙂

    Tim

    February 17, 2016 4:07 am || Reply

  • A.

    Woran denkst du jeden einzelnen Tag?
    => Daran wie sehr ich mein Leben, mich Selbst und meine Mitmenschen Hasse. Dass ich Gesund bin, was mir nichts nützt weil ich alleine bin und sich dies genau an dem Tag ändert, wo sich mein Leben zum besseren wendet. Daran, dass man keinem Menschen trauen kann, vertrauen ist fahrlässig, misstrauen hätte mir viel ersparen können. Dass ich Ferien bitter nötig habe, aber keine Motivation finde alleine irgendwo hin zugehen und auch nicht wüsste, was ich mit mir alleine anfangen soll.

    Wenn Geld keine Rolle spielen würden, wie würdet du deinen Tag verbringen?
    => Verreisen und Abstand von meinem Leben nehmen. Flugstunden nehmen, Fallschirm Springen. An Orte reisen wo es alleine zu Gefährlich wäre. Richtig Autofahren lernen, Pneus innert Stunden durchlassen. Wahl Fleisch essen. Fremdsprachen in den entsprechenden Ländern erlernen.

    Was würdest du tun, wenn es keine Möglichkeit des Scheiterns gäbe?
    => …

    Welche Tätigkeiten erfüllen dich mit Spaß und Freude?
    => Diese Frage stelle ich mir seit Jahren. Freude macht mir positives Feedback von meiner Umwelt. Früher hatte ich Freude am Kampfsport, aber es gab immer wieder gründe die mich gezwungen haben damit aufzuhören oder die Sportart zu wechseln. Nachdem ich X mal in einem anderen Sport wieder von Vorne beginnen musste, war auch da der Sinn weg.

    In welchen Bereichen hast du das innere Verlangen, zu wachsen und dich zu entwickeln?
    => Im sozialen Bereich.

    Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, wo ich mit dieser Übung anfangen soll. Wer ich bin? Ich weiss nicht, wer ich bin. Alles was ich in meinem Leben je getan habe, war um zu gefallen, akzeptiert zu werden oder Erfolg zu haben, alles bisher erfolglos.
    Im letzten Jahr war ich Schwimmen, Joggen, Klettern und hab sogar einen Tanzkurs besucht, in der Hoffnung einen Ausgleich zu finden.

    February 27, 2016 9:01 am || Reply

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